Archiv für 8. Mai 2024

NEWS: Wallfahrt von «Kirche in Not (ACN)» mit Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem

Nikodemus Schnabel, Sprecher der deutschen Benediktinerabtei Dormitio in Jerusalem.

Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» lädt am Sonntag, dem 26. Mai 2024, zur Wallfahrt in die Benediktinerabtei Maria Einsiedeln ein. Abt Dr. Nikodemus Schnabel OSB aus Jerusalem ist Hauptzelebrant beim Pontifikalamt um 09.30 in der Klosterkirche. Anschliessend werden um 11.30 Uhr alle Pilger zum Mittagessen eingeladen. Zudem findet um 13.30 eine Podiumsdiskussion zum Thema «Heiliges Land – Christen zwischen den Fronten: Veränderung in Gesellschaft und Kirche» statt. Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 herrscht wieder offener Krieg im Heiligen Land. Die christliche Minderheit gerät dabei zwischen die Fronten und wird oftmals vergessen. Im Gazastreifen leben rund 1000 palästinensische Christen, die von akuter Not bedroht sind. Weitere 10 000 in Ostjerusalem und 37 000 im Westjordanland sind zudem schwer von dieser Situation getroffen, auch wenn sich die Kämpfe auf den Gazastreifen konzentrieren. Massenentlassungen, die fast vollständige Stilllegung des Tourismussektors und strenge Bewegungseinschränkungen haben dazu geführt, dass viele christliche Familien ihre Einkommensquellen verloren haben und nun ums Überleben kämpfen. Auf israelischem Staatsgebiet halten sich lokalen Angaben zufolge um die 100 000 christliche Migranten und Asylsuchende auf. Das Lateinische Patriarchat hat für sie im Jahr 2021 ein eigenes Vikariat für Migranten und Asylsuchende eingerichtet. Bis zu seiner Abtswahl wurde es von Pater Dr. Nikodemus Schnabel aus der deutschsprachigen Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg geleitet.


Christen zwischen den Fronten
Palästinenser – Muslime und Christen – werden zunehmend gesellschaftlich an den Rand gedrängt. Zudem sind Christen immer massiverer Gewalt durch sowohl ultra-orthodoxe jüdische wie auch islamistische Fundamentalisten ausgeliefert. Das Tragen einer Kreuzkette in der Öffentlichkeit kann bereits ausreichen, um massiv verbal und körperlich angegangen zu werden. Als kleine Minderheit zwischen den Fronten, die sich beide zunehmend radikalisieren, wird das Leben für Christen im Heiligen Land mit jedem Tag gefährlicher. Abt Nikodemus wird in Jerusalem praktisch täglich angespuckt. Als er vor 20 Jahren herzog, passierte ihm das vielleicht alle sechs Monate.
Christen werden auch Opfer in Gaza. Seit Ausbruch der Kriegshandlungen kamen in Gaza schon mindestens 30 der total 1000 Christen ums Leben. Von ihnen sind rund 130 Katholiken.


Gezielte Hilfe für die Christen vor Ort

«Kirche in Not (ACN)» unterstützt die leidenden Menschen im Heiligen Land durch vielfältige Projekte – in den vergangenen Monaten mit insgesamt CHF 700 000. So wird eine Initiative des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem (LPJ) unterstützt, um die dauerhafte Versorgung der Familien in den isolierten christlichen Gemeinden im Gazastreifen mit grundlegenden Gütern wie Hygieneartikeln, Medikamenten, Lebensmitteln und Treibstoff sicherzustellen. Im Westjordanland und in Ostjerusalem wird den Christen vorrangig mit medizinischer Versorgung, Lebensmittelgutscheinen sowie Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts, insbesondere für Mietzahlungen und die Zahlung von Rechnungen für Wasser und Strom geholfen. Zudem mussten Hunderte Christen aufgrund des Krieges fliehen. Ihnen werden nun Unterkünfte – hauptsächlich in Klöstern, Pilgerherbergen und anderen kirchlichen Einrichtungen – zur Verfügung gestellt. Um diese Hilfe ermöglichen zu können, bittet das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» im Rahmen der Wallfahrt um Unterstützung.


Solidarität in Einsiedeln «Kirche in Not (ACN)» lädt zur Wallfahrt nach Einsiedeln ein, um den Schutz der Muttergottes zu erbitten. In der Heiligen Messe wird der Not leidenden Menschen im Heiligen Land gedacht und für Frieden und Versöhnung gebetet. Das Podiumsgespräch soll helfen, die komplexe Situation im Heiligen Land besser zu verstehen.
Dr. Nikodemus Schnabel OSB (*1978 Stuttgart), Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, und Msgr. Paulus Sati CSsR (*1978 Irak), Chorbischof und Verantwortlicher für die nationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden in der katholischen Kirche Ägyptens, diskutieren über die Lage im Heiligen Land. Die Moderation übernimmt Susanne Brunner (*1964 Wetzikon), Auslandchefin Radio SRF. Zwischen 2018 und 2022 war sie Korrespondentin von Radio SRF und für SRF News im Nahen Osten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Einzig für das Mittagessen im ZWEI RABEN ist eine Anmeldung unter www.kirche-in-not.ch bis am 12.05.2024 erforderlich.

Quelle: Kirche in Not Schweiz

Mittwochskolumne: Christi Himmelfahrt

Bern (novaradio.ch): Am Donnerstag feiert die Kirche Christi Himmelfahrt. Eine meiner Lieblingsstellen des Neuen Testaments wird uns morgen in der Lesung vorgetragen. Wir hören aus der Apostelgeschichte, wie die beiden Engel den Jüngern nach der Himmelfahrt Christi zurufen, die Jünger sollten nicht einfach herumstehen und in den Himmel starren. Der Herr komme genauso plötzlich und unerwartet zurück, wie er in den Himmel aufgenommen wurde. Für mich ist diese Stelle die unmissverständliche Aufforderung Gottes, aktiv tätig zu sein. Jesus Christus zu folgen bedeutet nicht, einfach darauf zu warten, dass Jesus wiederkommt, sondern zu versuchen, das Reich Gottes hier auf Erden durch die unermüdliche Verkündigung der Frohen Botschaft und durch Taten der Nächstenliebe zu verwirklichen. Die Kirche ist nicht von 11 Menschen auf mehr als eineinhalb Milliarden Katholiken in 2000 Jahren angewachsen, weil die Jünger Jesu nur in den Himmel geschaut haben und herumgestanden sind. Natürlich ist es heilsam für die Seele, sich den Himmel vorzustellen und davon zu träumen, wie es sein muss, Gott zu schauen. Aber das ist nicht unser Auftrag hier auf Erden. Um Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen, müssen wir mit beiden Füssen auf dem Boden stehen und unseren Blick auch auf die irdische Realität werfen, die halt nicht so perfekt ist, wie wir uns dies wünschen. Wir müssen versuchen, in dieser unperfekten Welt zu wirken und dabei Gutes zu tun. Gerade in der jetzigen Situation in der Schweizer Kirche ist die Versuchung gross, sich als gläubiger Katholik abzuschotten. Viele fromme Katholiken gehen an die Heiligen Messen, beten den Rosenkranz und versuchen, im Alltag gute Christen zu sein. Sie erheben jedoch nicht ihre Stimme, wenn es darum geht, Missstände in der Kirche zu bekämpfen. Wenn wir an Christi Himmelfahrt zurechtgewiesen werden, nicht in den Himmel zu starren, dann ist dies ein Aufruf an jeden Einzelnen, kein «Konsumkatholik» zu sein, der nur für sich glaubt und lebt, sondern für eine authentische Kirche einzustehen. Es darf nicht sein, dass gerade in unserem Bistum Basel so viele glaubenstreue Priester Probleme haben, währenddem heterodoxe Laientheologen und ständige Diakone liturgische und sakramentale Missbräuche begehen können, ohne vor Konsequenzen Angst haben zu müssen. Wir Gläubigen müssen uns von unserer Lauheit befreien und alle Möglichkeiten nutzen, um der Kirche zu dienen. Das Böse ist immer ein Mangel am Guten. Bei seiner Rückkehr, die plötzlich sein wird, wird jeder Jünger Jesu Rechenschaft dafür ablegen müssen, was er für die Kirche und seine Mitmenschen getan hat. Setzen wir uns für eine authentische und glaubwürdige Kirche ein, damit Jesu uns bei seiner Rückkehr nicht beim Herumstehen und Starren in den Himmel überrascht. DR

NEWS: Priester aus Chicago „segnet“ Lesben als „heilige Ehefrauen“ in blasphemischer Zeremonie und zitiert Papst Franziskus

Die „Segnung“ der Beziehung zweier lesbischer Paare durch einen Priester aus Chicago ist ein alarmierender Beweis dafür, dass die „Segnung“ von „irregulären Paaren“, die von den Fiducia Supplicans befürwortet wird, trotz der Proteste des Vatikans, nichts weiter als ein Schritt in Richtung homosexueller „Ehen“ sein könnte, die schließlich als Sakrament behandelt werden.

Pater Joseph S. Williams, Pfarrer der Pfarrei St. Vincent de Paul in der Erzdiözese von Kardinal Blase Cupich in Chicago, fragte die Frauen, als sie nicht weit vom Altar entfernt standen, einander zugewandt und Händchen haltend: „Verpflichtet ihr euch freiwillig, euch als heilige Eheleute zu lieben?“

„Das tun wir, das tue ich“, antworteten die Lesben Kelli Beard und Myah Knight.

„Liebe Gott, vermehre und weihe die Liebe, die Kelli und Myah füreinander empfinden“, sagte Williams, der mit einer Alb und einer Stola bekleidet war.

„Die Ringe, die sie ausgetauscht haben, sind ein Zeichen ihrer Treue und ihres Engagements“, sagte Williams. „Mögen sie weiterhin in deiner Gnade und deinem Segen gedeihen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“

„Gottes Segen sei dein, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist“, sagte der Priester, während er das Kreuzzeichen über dem lesbischen „Paar“ machte, das sich ebenfalls bekreuzigte.

Die katholische Kirche hat immer gelehrt, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist und in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und dem Naturgesetz in sich ungeordnet ist. Man kann nicht sagen, dass Menschen in homosexuellen Beziehungen „einander lieben“, denn Liebe bedeutet, „das Wohl des anderen zu wollen“, wie es der heilige Thomas von Aquin ausdrückte.

Darüber hinaus ist Williams‘ Anrufung Jesu Christi und der Heiligsten Dreifaltigkeit ein schwerwiegender Akt der Blasphemie, der den Namen Gottes missbraucht, um Sodomie zu befürworten, eine Sünde, die „zum Himmel nach Rache schreit“. Sein Mißbrauch der Kirche und der heiligen Gegenstände für den skandalösen homosexuellen „Segen“ ist ein Sakrileg.

Kelli Beard, die das Video des „Segens“ am 22. April auf ihrem Instagram-Account postete, ist eine methodistische Pfarrerin. In der Bildunterschrift schrieb sie: „Myah wollte schon immer in der Kapelle ihrer Alma Mater heiraten, also überraschte ich sie mit einem Segen unserer Ehe! [sic]“

Myah Knight ist eine professionelle Beraterin, die sich selbst als „QTBIPOC-Person“ beschreibt, d.h. als „queere, trans, schwarze, indigene Person of Color“, die sich auf den „Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Identität“ konzentriert. Im Jahr 2022 gründete sie eine sogenannte „religiöse Trauma-Selbsthilfegruppe“ für „Queer folx“.

Williams sagte gegenüber OSV News, dass er Fiducia Supplicans so verstehe, „dass der Heilige Vater gesagt hat, dass gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden können, solange es sich nicht um eine Ehesituation handelt… Solange klar ist, dass es keine Ehe ist.“

Dem Video der kurzen Zeremonie nach zu urteilen, ist es jedoch alles andere als offensichtlich, dass dies „keine Ehesituation widerspiegelte“. Im Gegenteil, der „Segen“ spiegelte eine Hochzeitszeremonie wider, bei der der Priester liturgische Gewänder trug und die beiden Frauen als „Ehefrauen“ bezeichnete.

Beard fügte in ihrem Instagram-Videobeitrag eine Reihe vielsagender Hashtags hinzu, darunter: „#catholic Segen“, „#same Sexhochzeit“ und „#same Sexehe“.

„Das war nicht nur ein Segen“, betonte Michael Hichborn, Präsident des Lepanto-Instituts. „Es handelte sich um einen Austausch von Gelübden sodomitischer Treue.“

„Wenn dies NICHT bestraft wird, dann müssen wir davon ausgehen, dass dies die beabsichtigte Wirkung des Dokuments ist“, fügte er hinzu.

In jedem Fall billigt die „Segnung“ eines homosexuellen „Paares“ notwendigerweise ihre sodomitische Beziehung – die Grundlage dafür, dass sie ein „Paar“ sind – im Widerspruch zur katholischen Lehre. Zahlreiche Bischofskonferenzen haben Fiducia Supplicans zurückgewiesen, und prominente Prälaten und Theologen, darunter Kardinal Robert Sarah und Pater Gerald Murray, haben das Dokument verurteilt, weil es Häresie enthalte.

Quelle: Lifesitenews

FSSP: Neue Termine

  • Übermorgen, zum hohen Fest Christi Himmelfahrt, ergeht eine herzliche Einladung zu einer feierlichen heiligen Messe in der Klosterkirche zu Rheinau. Anschließend spazieren wir zum Rheinfall. – Mehr dazu finden Sie ebenfalls im Anhang.
  • Für das Eheseminar in der Pfingstwoche in Marienfried wären noch Plätze frei!
  • Unsere Schweizer CKJ veranstaltet mit viel Einsatz vom 14. – 20. Juli 2024 eine Ferienfreizeit für Kinder. Besonders für die Mädchen dürften gut und gerne noch einige Anmeldungen hinzukommen. Ich empfehle das wärmstens! Infos: anjakatharina.schreiber@gmail.com
  • Am kommenden Samstag, 11. Mai, mache ich mit meinen Erstkommunionfamilien einen Ausflug mit einer hl. Messe im Sakramentswald zu Giswil (Kanton Obwalden). Anschließend wird grilliert. Ob sich noch jemand dafür interessiert?
  • Für die Ignatianischen Exerzitien vom 10. – 15. September in Schönstatt sind noch Plätze frei.

Mit einem österlichen Gruß,

P. Martin Ramm FSSP