Mittwochskolumne: Den Glauben weitergeben

Bern (novaradio.ch):Viele Christen beklagen sich, dass in der Gesellschaft das Wissen rund um das Christentum zurückgegangen ist. Es ist tatsächlich so, dass heute immer weniger Menschen Bibelstellen kennen und viele auch nicht wissen, weshalb die Kirche Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder andere Hochfeste feiert. Nicht einmal ein katholischer Religionsunterricht garantiert oft ein fundiertes Wissen über das Christentum, da die Katechetinnen und Katecheten oft ihre Aufgabe nicht wahrnehmen, den Kindern und Jugendlichen den Glauben zu vermitteln, sondern mit den Schülerinnen und Schülern spielen und malen. Meistens kann man nicht einmal den Katecheten die Schuld an diesem Umstand geben, sondern ihrer Ausbildung, die nicht darauf ausgerichtet ist, Wissen zu vermitteln. Es ist traurig, dass im Bistum Basel die Katechese so einen geringen Stellenwert hat und das Bistum die Katechese nicht so organisiert, damit die Kinder und Jugendlichen mit dem Glauben vertraut werden. Da ich persönlich nicht glaube, dass sich an dieser Situation in den nächsten Jahren etwas ändern wird, ist es an uns Laien, dafür zu sorgen, dass der Glaube adäquat weitergegeben wird. Als Eltern, Verwandte und Freunde sind wir aufgerufen, in unserem privaten Umfeld dafür zu sorgen, dass die Frohe Botschaft verkündet wird. Auch in unserem beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld können wir den Glauben verbreiten. Ich meine damit nicht, dass wir von Tür zu Tür gehen sollen, um das Christentum zu verkünden. Auch meine ich nicht, dass man in Diskussionen aggressiv auftreten und andere Glaubensauffassungen schlechtmachen soll. Ich plädiere für eine Verkündigung des Christentums, bei der jeder Katholik seinen Mitmenschen genau zuhört und das Gespür dafür hat, in welchem Moment man die Frohe Botschaft verbreiten sollte. Dies muss nicht mit vielen Worten geschehen. Oft genügt es, einfach ein passendes Bibelzitat zu verwenden, um einem Menschen in einer Krise beizustehen. Manchmal genügt es bereits, einfach Gott zu erwähnen, um Menschen in einer schwierigen Situation zu helfen. Eine einfache Redewendung wie „Gott sei dank“ oder „Gott wird es schon richten“ kann helfen, das Herz eines Menschen für Jesus Christus zu öffnen. In der heutigen Zeit, die durch so viele Informationen geprägt ist, muss der verkündende Christ seinen Mitmenschen genau zuhören, um zu wissen, wann die Botschaft Christi die erhofften Früchte tragen wird. Es ist unsere Aufgabe als Christen, den Glauben weiterzugeben. Rennen wir vor dieser Aufgabe nicht weg, sondern stellen wir uns dieser, indem wir klug und weise agieren und das rechte Wort dann sagen, wenn es nötig ist. Und vergessen wir dabei nicht, dass die grösste Verkündigung nicht mit Worten, sondern mit Taten geschieht. Wenn wir als Christen glaubwürdig leben, werden wir andere Menschen ermutigen, sich für den Glauben zu öffnen. Möge Gott uns dabei helfen. DR

Klartext: Biden muss exkommuniziert werden

Theologiestunde: Keuschheit Teil 4

Ivan liest dieses Mal vor.

Erklärung der Liturgie: Alter Ritus Teil 2

Luka liesst dieses Mal vor.

Nachrichtensendung vom 12.07.2024

U.a. Vereitelung vom Attentat auf den Papst

NEWS: Ausschreibung für Stipendium

Ausschreibung von

Acht Jahresstipendien

für den Studiengang „Theologie des Leibes“ an der Philosophisch-theologischen Hochschule

Benedikt XVI. Heiligenkreuz Stipendiengeber sind:

Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM

Erzdiözese Salzburg

Bischof Dr. Benno Elbs

Diözese Feldkirch

Bischof Dr. Stefan Oster SDB

Diözese Passau

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Diözese Regensburg

Geistliche Familie „Das Werk“

Bregenz/München

Initiative Christliche Familie www.christlichefamilie.at office@christlichefamilie.at A-2340 Mödling, Husarentempelgasse 4

Fon +43-2236-304280 BANK Raiffeisen BIC RLNWATWWGTD IBAN AT063225000000709444

Ein großartiges Angebot für junge Christen:

Acht Jahres-Stipendien für die Teilnahme an dem Studiengang „Theologie des Leibes“ an der Hochschule Heiligenkreuz haben die o.g. Bischöfe und Orden ausgesetzt.

Damit möchten die Stipendiengeber einen Anreiz für junge Menschen schaffen, sich mit dem Themenkreis Mensch, Leib, Liebe, Sexualität, Familie, also mit der „menschlichen Liebe im göttlichen Heilsplan“ gründlich auseinanderzusetzen.

Ein Stipendium umfasst die Studiengebühren für vier der acht Module des Studiengangs also insgesamt 900 €.

Voraussetzungen:

für 2 Stipendien für Interessenten mit Wohnort im Bistum Feldkirch

für 2 Stipendien für Interessenten mit Wohnort im Erzbistum Salzburg oder Bedürftigkeit für 4 Stipendien bei Bedürftigkeit

Theologie des Leibes – was ist das?

Papst Johannes Paul II. ist der Bedeutung der menschlichen Liebe und Sexualität nachgegangen. Er ist überzeugt: „Die Liebe ist die Erklärung aller Dinge und die Lösung aller Probleme.“

Die Theologie des Leibes – das sind 133 Katechesen, die Papst Johannes Paul II. während der Mittwochsaudienzen von 1979 bis 1984 gehalten hat.

Worum geht es darin?

Um Mensch, Mann und Frau, um Ehe, Familie, glückendes Zusammenleben, um Freiheit, Liebe und Sexualität – um dich und mich!

Der Studiengang konkret:

  • Was:
    • Studiengang „Theologie des Leibes“ der Initiative Christliche Familie an der Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz
  • Dauer/Umfang:
    • zwei Jahre/8 Module = zwei Module pro Semester
    • Dauer der Module von Mittwoch bis Sonntag
    • Maximal mögliche Studienzeit 48 Monate
  • Ort:
    • Hochschule Heiligenkreuz
    • Maximal drei Module Online möglich
  • Inhalte:
    • Philosophische und theologische Grundlagen zum Thema, Katechetische Durchführung.
  • Voraussetzungen:
    • Die Hochschulreife keine Voraussetzung
  • Kosten für Stipendiaten:
    • Fahrt, Kost und Logis vor Ort


Welche Fähigkeiten und Kompetenzen werden erworben?

Der Studiengang Theologie des Leibes zielt auf eine fundierte, intellektuelle, menschliche und spirituelle Schulung und vermittelt folgende Kompetenzen:

  • differenzierte Gegenwartsanalyse: Zeichen der Zeit in Bezug auf Mensch, Menschenbild, Leib und Sexualität wahrzunehmen und theologisch zu deuten;
  • Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen, Entwicklungen und Strömungen in diesen Bereichen innerhalb der Theologie;
  • Bedeutung der Theologie des Leibes für die Gestaltung des persönlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens zu entdecken und zu erschließen;
  • Vermittlung der Lehrinhalte, Weitergabe und Didaktik.
  • Sendung als: „Akademischer Referent für die Theologie des Leibes nach Johannes Paul II.“

Einstieg für die Stipendiaten:

  • Modul des bestehenden Studiengangs: Termin: 18. bis 22. September 2024


Bewerbung für Stipendium senden an:


Bewerbung für Stipendium aus dem Bistum Feldkirch

Einreichfrist: 18.08.2024

  • Wichtig: wer sich für ein Stipendium bewirbt verpflichtet sich für den Besuch aller acht Module des gesamten Lehrgangs.

Informationen über den Studiengang:www.theologiedesleibes.org Auskünfte:                        Corbin Gams, gams@christlichefamilie.at

Britta Jacobi, stdl@christlichefamilie.at

NEWS: Die Agenda von Papst Johannes XXIV., oder: die Vorbereitung eines Pontifikats

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, ein “strenger Bergoglianer”, wirft am deutlichsten seine Fühler aus, um sich als Nachfolger von Papst Franziskus ins Spiel zu bringen: als Papst Johannes XXVI? Parolin bemüht sich seit einiger Zeit, seine Kontakte zu knüpfen, Signale an die Papstwähler und die Mächtigen der Welt auszusenden und aus einer zu grossen, für seine Kandidatur schädlichen Nähe zum derzeitigen Papst herauszutreten.

Für ihn, wie auch für den Nun­ti­us in Frank­reich Cele­sti­no Miglio­re, der Gerüch­ten zufol­ge unter Papst Paro­lin Staats­se­kre­tär wer­den soll, ist Tradi­tio­nis cus­to­des essen­ti­ell, um das Zwei­te Vati­ka­num zu schüt­zen. Es scheint, dass die Nachfolger von Franziskus nur die Hüter seines Erbes sein können, nämlich des mit Amoris laetitia und Traditionis custodes “vollendeten” Konzils. Wenn es nicht zu einem radikalen Umdenken kommt, wird der Nachfolger von Franziskus zwangsläufig ein Bergoglianer sein. Parolin könnte jedoch ein liberaler Bergoglianer oder ein strenger Bergoglianer sein, und er wird bereits als Johannes XXIV. bezeichnet.

Die Kirche befindet sich heute wie die liberalen Gesellschaften, denen sie auf den Leim gegangen ist, in einem grossen Vakuum, da sie die Strenge ihrer Dogmen und ihrer Moral abgeschliffen hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft entwickeln wird, aber Parolin ist definitiv eine Schlüsselfigur, die auf die Nach-Franziskus-Ära vorbereitet

Mittwochskolumne: Gott kennt keine Ferien

Bern (novaradio.ch): In vielen Kantonen fängt nun die Ferienzeit an. Viele Menschen verreisen in ihre Heimat oder fremde Länder, um sich zu erholen und die Zeit zu geniessen. Auch die Schulkinder freuen sich natürlich, nicht in die Schule gehen zu müssen. Es ist wichtig für den Menschen, aus dem Alltagstrott auszubrechen und sich Dingen zu widmen, für die sonst keine Zeit bleibt. Bei all der Freude über diese Ferienzeit dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass Gott nie Ferien macht. Ohne seine Gnade und Liebe würde kein Mensch leben können. Da Gott ewig ist, ist er nicht dem Zeitlichen unterworfen wie wir Menschen, die Abwechslung benötigen, um ein glückliches Leben zu führen. Daher sollten auch wir in dieser Ferienzeit Gott nicht vergessen, sondern die nun in reichlicherem Masse zur Verfügung stehende Zeit auch dazu nutzen, Gott zu danken und ihn zu ehren. Nehmen wir uns doch bewusst auch mehr Zeit für das Gebet, beispielsweise den Rosenkranz. Auch können wir vermehrt unter der Woche die Eucharistie besuchen oder einen Wallfahrtsort besuchen. Natürlich muss dies alles in Freiheit geschehen und niemand sollte sich in den Ferien (oder auch sonst im Alltag) unter Druck setzen, unbedingt an kirchlichen Anlässen teilzunehmen. Gott möchte, dass wir aus freien Stücken zu ihm Ja sagen. Die freie Zeit soll uns helfen, unsere Beziehung zu Gott zu vertiefen. Diese Vertiefung wird dazu führen, Gott nahe sein zu wollen, ohne dass man das Gebet oder die Heilige Messe als Zwang empfindet, die uns unsere Zeit rauben. Ganz im Gegenteil ist eine lebendige und freundschaftliche Beziehung zu Jesus Christus die Grundlage dafür, unsere Zeit sinnvoll zu nutzen, da wir den Alltag und die Ferien mit innerem Frieden begehen können. Geniessen Sie daher Ihre Ferien – vergessen Sie aber Gott nicht, der uns alle guten Gaben schenkt. Gottes Liebe zu uns kennt keine Ferien.  DR

NEWS: Mel Gibson schrieb einen Brief an einen Bischof, der aus der katholischen Kirche exkommuniziert wurde: Für mich und viele andere sind Sie der mutigste Held

Der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur Mel Gibson stärkt dem kürzlich exkommunizierten Erzbischof Carlo Maria Viganò den Rücken. In einem Brief, der auf dem Blog des traditionalistischen Publizisten Aldo Maria Valli veröffentlicht wurde, bezeichnete Gibson die Exkommunikation als “Ehre”. Er betonte, dass es für ihn und viele andere ein Zeichen von Mut sei, als Schismatiker bezeichnet und von Papst Franziskus aus der “falschen Kirche” ausgeschlossen zu werden. Gibson stimmte Viganò zu, dass die nachkonziliare Kirche eine “falsche Kirche” sei. Er selbst hat sogar eine katholische Kirche bauen lassen, in der nur traditionell gebetet wird, und lud Viganò ein, dort eine Messe zu feiern. Gibson schloss seinen Brief mit den Worten: „Für mich und viele andere sind Sie ein sehr mutiger Held.“

Es ist interessant zu sehen, wie verschiedene Persönlichkeiten auf die Situation reagieren. Auch der US-amerikanische Bischof Joseph Strickland äußerte sich positiv zu Viganò und kritisierte die Handlungsweise des Vatikans. Er betonte, dass wir genau hinsehen sollten, wie die Kirche in solchen Fällen agiert.

NEWS: Mel Gibson schrieb einen Brief an Erzbischof Vigano

Der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur Mel Gibson hat dem kürzlich exkommunizierten Erzbischof Carlo Maria Viganò den Rücken gestärkt. In einem Brief, der auf dem Blog des traditionalistischen Publizisten Aldo Maria Valli veröffentlicht wurde, bezeichnete Gibson die Exkommunikation als “Ehre”. Er betonte, dass es für ihn und viele andere ein Zeichen von Mut sei, als Schismatiker bezeichnet und von Papst Franziskus aus der “falschen Kirche” ausgeschlossen zu werden. Gibson stimmte Viganò zu, dass die nachkonziliare Kirche eine “falsche Kirche” sei. Er selbst hat sogar eine katholische Kirche bauen lassen, in der nur traditionell gebetet wird, und lud Viganò ein, dort eine Messe zu feiern. Gibson schloss seinen Brief mit den Worten: „Freuen Sie sich also! Ich bin bei Ihnen und hoffe, dass Bergoglio auch mich aus seiner falschen Kirche exkommuniziert.“

Es ist interessant zu sehen, wie verschiedene Persönlichkeiten auf die Situation reagieren. Auch der US-amerikanische Bischof Joseph Strickland äußerte sich positiv zu Viganò und kritisierte die Handlungsweise des Vatikans. Er betonte, dass wir genau hinsehen sollten, wie die Kirche in solchen Fällen agiert.

NEWS: Die republikanische Partei streicht „Recht aufs Leben“

Das Programmkomitee des Republikanischen Nationalkongresses 2024 stimmte am Montag für eine neue Formulierung in Bezug auf Abtreibung, die Streichung eines „Rechts auf Leben“ und die Forderung nach einem nationalen Gesetz zum Schutz des ungeborenen Lebens aus dem Parteiprogramm.

Das Programm ist ein ehrgeiziges Dokument, das von den Parteidelegierten in Wahljahren entworfen und genehmigt wird. Er soll die politischen Ziele der Partei für die kommenden Jahre umreißen.

Während frühere Versionen des Dokuments sagten, dass ungeborene Kinder ein „Grundrecht auf Leben haben, das nicht verletzt werden kann“, und eine Verfassungsänderung forderten, um dieses Recht zu garantieren, verwendet die diesjährige Plattform eine viel gemäßigtere Sprache und betont die Rolle der Staaten beim Schutz des Lebens.

Darin heißt es: „Wir stehen stolz für Familien und das Leben. Wir glauben, dass der 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten garantiert, dass niemandem ohne ein ordnungsgemäßes Verfahren das Leben oder die Freiheit verweigert werden kann, und dass es den Bundesstaaten daher freisteht, Gesetze zum Schutz dieser Rechte zu erlassen.“

Das Programmkomitee der Republikaner in den USA hat kürzlich eine neue Formulierung zum Thema Abtreibung verabschiedet. Dabei wurde das “Recht auf Leben” sowie die Forderung nach einem nationalen Gesetz zum Schutz des ungeborenen Lebens aus dem Parteiprogramm entfernt. Frühere Versionen des Parteiprogramms betonten, dass ungeborene Kinder ein “fundamentales Recht auf Leben haben, das nicht angetastet werden darf”. Die aktuelle Version verwendet jedoch eine gemäßigtere Sprache und betont die Rolle der Bundesstaaten beim Schutz des Lebens. Sie besagt, dass der 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten garantiert, dass niemandem das Leben oder die Freiheit ohne ein ordentliches Verfahren verweigert werden darf, und dass es den Bundesstaaten daher freisteht, Gesetze zum Schutz dieser Rechte zu erlassen. Die Plattform lobt die Aufhebung des Abtreibungs-Urteils Roe v. Wade und spricht sich für Schwangerschaftsvorsorge, Verhütungsmittel und In-Vitro-Fertilisation (IVF) aus. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Positionen der Republikaner zu diesem kontroversen Thema im Laufe der Zeit verändert haben.

Erklärung der Liturgie: Teil 24

Theologiestunde: Keuschheit Teil 3

Nachrichtensendung vom 05.07.2024

Blasphemie in Linzer Dom

Kardinal Müller pro TLM

NEWS: Krankenzimmer und Grab

Papst Franziskus läßt kaum etwas durchblicken, doch an der Körpersprache und vor allem der Mimik lassen sich die Schmerzen erkennen, die das Kirchenoberhaupt leidet. Zum Gesundheitszustand des Papstes schweigt sich der Vatikan – in diesem Punkt ganz traditionell – aus. Dennoch ist bekannt, daß eine Krebserkrankung ihm zunehmend zu schaffen macht. Was aber geschieht in Santa Maria Maggiore?

Im Dezember 2023 bestätigte Franziskus persönlich, was gerüchteweise längst bekannt war, daß er sich sein Grab in der päpstlichen Marienbasilika Santa Maria Maggiore vorbereiten läßt. Dem war ein etwas kurioses „Gezänk“ um die Grablege in den Vatikanischen Grotten vorausgegangen, da sowohl er als auch Benedikt XVI. dasselbe Grab für sich beanspruchten. Benedikt XVI., weil dort bis zu seiner Umbettung im Zuge der Heiligsprechung in den Petersdom sein Vorgänger Johannes Paul II. bestattet war; Franziskus, weil im selben Grab einst bereits Johannes XXIII. gelegen hatte. Es ging also um etwas Kirchenpolitik bis ins Grab, in die der deutsche Papst ohne eigenes Zutun durch seinen Nachfolger hineingezogen wurde.

Benedikt XVI. sicherte sich das Grab durch seinen früheren Tod, obwohl Franziskus für ihn einen eigenen Sarkophag in den Vatikanischen Grotten aufstellen hatte lassen, aber damit nicht überzeugen konnte.

Obwohl dieser leere Sarkophag, da von ihm aufgerichtet, nun als Grablege für Franziskus angenommen wurde, überraschte der Papst seine Untergebenen mit der Anordnung, für ihn ein Grab in einer der anderen Patriarchalbasiliken, von denen es insgesamt vier in Rom gibt, nämlich in Santa Maria Maggiore, zu errichten.

So geschah es dann auch. Das Grab in der ranghöchsten Marienkirche der Welt ist bereit fertiggestellt und befindet sich im linken Seitenschiff in einer kleinen Kapelle in der Cappella Paolina, in der sich über dem Altar das wundertätige Marienbildnis Salus Populi Romani (Heil des römischen Volkes) befindet. In der Marienbasilika ließen sich zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert sieben Päpste bestatten, zwei direkt in der Cappella Paolina: Clemens VIII.und Paul V., ihr Namensgeber, der sie 1605 errichten ließ.

Für Spekulationen sorgt derzeit der Abschluß Arbeiten in Santa Maria Maggiore. Es wurde soeben eine Wohnung im Päpstlichen Palast, der als Gebäudekomplex mit der Basilika verwoben ist, renoviert und darin ein Raum wie ein Krankenhauszimmer eingerichtet und auch vollständig wie ein solches ausgestattet.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Erzbischof Carlo Maria Viganò wurde exkommuniziert

Die Exkommunikation von Erzbischof Carlo Maria Viganò wurde vom römischen Glaubensdikasterium festgestellt und heute dem ehemaligen Nuntius in den USA mitgeteilt, der 2018 die Verstrickung von Papst Franziskus in den McCarrick-Skandal publik gemacht und den Rücktritt von Franziskus gefordert hatte.

Das Glaubensdikasterium veröffentlichte dazu folgende Erklärung:

Am 4. Juli 2024 trat der Kongreß des Dikasteriums für die Glaubenslehre zusammen, um das außergerichtliche Strafverfahren ex can. 1720 CIC gegen S.Ex. Monsignore Carlo Maria VIGANÒ, Titularerzbischof von Ulpiana, angeklagt des vorbehaltenen Verbrechens des Schismas (cann. 751 und 1364 CIC; Art. 2 SST), abzuschließen.

Seine öffentlichen Äußerungen sind bekannt, aus denen seine Weigerung hervorgeht, den Papst anzuerkennen und sich ihm zu unterwerfen sowie die Gemeinschaft mit den ihm unterstellten Gliedern der Kirche sowie die Legitimität und die lehramtliche Autorität des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils.

Im Ergebnis des Strafverfahrens wurde S.Ex. Carlo Maria Viganò des vorbehaltenen Verbrechens des Schismas für schuldig befunden.

Das Dikasterium hat die Exkommunikation latae sententiae ex can. 1364 § 1 CIC erklärt.

Die Aufhebung der Zensur ist in diesen Fällen dem Apostolischen Stuhl vorbehalten.

Diese Entscheidung wurde S.Ex. Monsignore Viganò am 5. Juli 2024 mitgeteilt.

Unklar ist der Begriff „Kongreß“. Als „vorbehaltene Verbrechen“ gelten jene, die zur Aburteilung dem Glaubensdikasterium vorbehalten sind.

Welche Konsequenzen hat das für Erzbischof Viganò? Im Codex des Kirchenrechts heißt es dazu:

Can. 1331 – § 1. Dem Exkommunizierten ist untersagt:

  •             1º das eucharistische Opfer und andere Sakramente zu feiern;
  •             2º Sakramente zu empfangen;
  •             3º Sakramentalien zu spenden und andere Zeremonien des liturgischen Kultes zu feiern;
  •             4º irgendeinen aktiven Anteil an den vorgenannten Zelebrationen zu haben;
  •             5º kirchliche Ämter, Aufgaben, Dienste und Funktionen auszuüben;
  •             6º Akte der Leitungsgewalt zu setzen.

            § 2. Wenn aber die Exkommunikation als Spruchstrafe verhängt oder als Tatstrafe festgestellt worden ist, muss der Täter:

  •             1º ferngehalten oder muss von der liturgischen Handlung abgesehen werden, wenn er der Vorschrift von § 1, n. 1–4 zuwiderhandeln will, es sei denn, es steht ein schwerwiegender Grund dagegen;
  •             2º setzt er ungültig Akte der Leitungsgewalt, die gemäß § 1, n. 6 unerlaubt sind;
  •             3º ist ihm der Gebrauch vorher gewährten Privilegien untersagt;
  •             4º erwirbt er die Bezahlung auf Grund eines rein kirchlichen Titels nicht zu eigen;
  •             5º ist er unfähig, Ämter, Aufgaben, Dienste, Funktionen, Rechte, Privilegien und Ehrentitel zu erwerben.

Eine Reaktion von Erzbischof Viganò auf die gegen ihn festgestellte Exkommunikation liegt noch nicht vor.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Irak: Zehn Jahre nach der Invasion des IS – nur wenige Christen kehren zurück   

2014 eroberte der IS Mossul, die zweitgrösste Stadt im Irak. Unter den Millionen Vertriebenen befindet sich fast die gesamte christliche Gemeinschaft, die bis kurz nach dem Jahrtausendwechsel eine zahlenmässig bedeutende Minderheit darstellte. Trotz Befreiung vom IS sind bis heute wenige von ihnen zurückgekehrt, zu gross ist die Verletzlichkeit und Angst. 
Der Juni 2014 ist für immer eingebrannt in die Herzen und Erinnerung von Millionen Irakern. Das war der Zeitpunkt, als die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) die Kontrolle über Mossul erlangte, die zweitgrösste Stadt im Irak und Heimat einer ansehnlichen christlichen Minderheit. Millionen Menschen ergriffen die Flucht, unter ihnen rund 10’000 Christen. 
Zehn Jahre später ist der IS längst vertrieben aus der Region, doch wenige Christen kehren in ihre Heimat zurück, zu gross sind die Verluste sowie die Unsicherheit und Verletzlichkeit, die seither tiefe Spuren hinterlassen haben.
Nordirak, Heimat für Christen seit Jahrtausenden
Vor 2003, als der irakische Diktator Saddam Hussein gestürzt wurde, lebten etwa 50’000 Christen in Mossul, in der gesamten Ninive-Ebene im Nordwesten des Landes waren es rund 300’000. Seit diesem Zeitpunkt wurde die christliche Bevölkerung kontinuierlich weniger, Christen sahen sich wachsender Diskriminierung, Feindseligkeit und Einschüchterung gegenüber und verliessen die Region. So waren die dramatischen Ereignisse im Juni 2014 der letzte Ausbruch der Verfolgung und Gewalt gegen Christen.
Am 10. Juni eroberten die 1500 Kämpfer des IS nach wenigen Tagen Mossul. Die irakische Armee zog sich zurück und überliess die Bevölkerung ihrem Schicksal. Die Bilder der triumphierenden IS-Kämpfer, die mit schwarzen Flaggen durch die Stadt zogen, prägten sich in die Erinnerung der Weltöffentlichkeit. Millionen Menschen, darunter viele Christen, flohen mit wenigen Habseligkeiten aus der Stadt. 
29. Juni 2014: Islamisches Kalifat
Am 29. Juni rief IS-Führer Abu Bakr Al-Baghdadi in der Grossen Moschee Al-Nuri das Kalifat aus. Den wenigen verbliebenen Christen wurde ein grausames Ultimatum gestellt: entweder ihren christlichen Glauben zu verleugnen und zum Islam zu konvertieren, eine Abwandlung der Dschizya, der Kopfsteuer für Nicht-Muslime zu entrichten, die jedenfalls von gewaltsamen Übergriffen gefolgt war, oder umgehend die Stadt zu verlassen und ihr gesamtes Hab und Gut zurückzulassen. 
Pater Zakarya, Priester der Syrisch-orthodoxen Kirche in Mossul vor dem Einmarsch des IS, erinnert sich an diese schrecklichen Tage vor zehn Jahren. Er zog sich mit seiner Familie und sechs anderen Familien in die Kirche am Mossul-Damm zurück, schliesslich flohen sie nach Ankawa bei Erbil. Inzwischen hatte der IS Todeslisten in Mossul ausgehängt mit Namen von Christen, die sie ermorden würden.    «Mein Name stand ganz oben auf der Liste, gefolgt von den Namen zweier anderer Priester, die so wie ich Christen gewarnt und ihnen zur Flucht geraten hatten. Der IS hängte die Liste an Hauswänden und Moscheen auf.» 
Keine Zukunft in Mossul 
Drei Jahre hielt die Schreckensherrschaft des IS, doch die Wunden der Menschen dauern bis heute an. Wenige sind zurückgekehrt, denn die Verluste, die Unsicherheit und traumatischen Erlebnisse sind für die meisten bis heute spürbar. «Ich habe einen sechzehnjährigen Sohn. I werde nicht zurückgehen und wieder in Mossul leben, weil ich Angst um ihn habe. Er ist vielleicht nicht körperlich verletzt, doch er würde belästigt werden. Er würde keine Freunde finden und das zermürbt ihn psychisch.»
Zwei Kirchen wurden mittlerweile wieder restauriert. Es werden Gottesdienste gefeiert und Kleinbusse bringen die Christen aus Erbil und dem Umland nach Mossul. Doch nach dem Gottesdienst fahren sie wieder zurück. Lediglich rund 20 Familien seien tatsächlich nach Mossul zurückgekehrt, schätzt Zakarya. Ein Paar aus seiner Kirche sei ebenfalls wieder nach Mossul gezogen, da sie sich die Miete in Ankawa nicht mehr leisten konnten. «Unsere Familien haben Angst, wieder in Mossul zu leben, besonders wenn sie junge Töchter haben», erzählt er. «Eine christliche Familie hatte einige Formalitäten in der Stadt zu erledigen. Ein muslimischer Angestellter an der Behörde sagte zu ihnen, was sie dann wieder in Mossul zu suchen hätten. Solche Bemerkungen führen dazu, dass Christen sich nicht willkommen fühlen und verunsichert sind.»
«Wir erleben keine Sicherheit in der Stadt», fährt Pater Zakarya fort. «Wieso? Weil unsere eigenen Nachbarn uns damals bestohlen haben. Ich hatte ein Haus in Mossul, wie viele andere. Als wir 2014 fliehen mussten, sind meine Nachbarn in mein Haus eingedrungen und haben meine Möbel ausgeräumt. Soll ich jetzt in mein Haus zurückkehren und bei meinen Nachbarn anklopfen und sie bitten, mir meine Möbel zurückzugeben? Sie haben uns alles genommen. Wie könnten wir jetzt Tür an Tür mit ihnen leben? Wir haben keine Zukunft in Mossul.»
Christen im Irak sind zehn Jahre nach der Machtergreifung des IS mehr denn je von Auslöschung bedroht. Sie finden keine sicheren Rahmenbedingungen, um ihr Leben neu aufzubauen. Ihre Kinder finden kaum Perspektiven vor. Die Wunden durch Gewalt, Vertreibung und Verlust von Angehörigen finden keine Ruhe, um zu heilen. 300’000 Christen lebten im Irak vor dem IS, nun sind es nur noch 154’000, viele von ihnen suchen nach Möglichkeiten, das Land endgültig zu verlassen und sich woanders ein neues Leben aufzubauen.   Eine Alternative zum Exil bieten   «Um die Hoffnung der irakischen Christen aufrechtzuerhalten, hat Open Doors zusammen mit den lokalen Kirchen über 125 Hoffnungszentren eröffnet. Diese Zentren leiten sozioökonomische Projekte, z.B. durch die Gründung von Kleinunternehmen, und bilden Leiter aus, um den posttraumatischen Bedürfnissen in den Gemeinden gerecht zu werden. Auf diese Weise wollen wir Christen ermutigen, in ihrem Land zu bleiben, indem wir ihnen eine Zukunftsperspektive bieten. Ohne Unterstützung würden sich noch mehr Christen dazu entschließen, das Land zu verlassen», beschreibt Philippe Fonjallaz, Geschäftsführer von open Doors Schweiz.  

Quelle: Open Doors Schweiz

NEWS: FSSP-Schweiz bittet um Hilfe!

Die FSSP-Schweiz bittet, um Ihre Hilfe!

FSSP braucht unbedingt ein neues Pfarrhaus. Alle wichtige Informationen finden Sie unten.

Mittwochskolumne: Gott Platz zum Handeln geben und die Dinge ändern, die man ändern kann

Bern (novaradio.ch): Meistens denkt der Mensch, er müsse alles selbst tun und alles hänge nur von ihm selbst ab. Die heutige Zeit ist geprägt von einem Aktivismus, bei dem der Mensch sich gedrängt fühlt, ständig etwas leisten zu müssen. Dieser Aktivismus führt bei vielen Menschen schnell einmal zu einem Burnout, da sie realisieren, dass ihnen die Kraft fehlt, ständig in geistiger und körperlicher Bewegung zu sein. Es ist ein Paradox unserer heutigen Gesellschaft, dass wir uns zwar ständig zum Ziel setzen, leistungsbereit zu sein, jedoch in Tat und Wahrheit weniger leisten als frühere Generationen, da wir doch schnell an unsere Grenzen kommen. Ich glaube, zu früheren Zeiten haben es die Menschen besser verstanden, Gott seinen gebührenden Platz zu lassen und zu wissen, dass an SEINEM Segen alles gelegen ist. Es gibt das schöne Gebet vom evangelischen Theologen Reinhold Niebuhr, das auf den Punkt bringt, wie ein Christ leben und handeln sollte. Er betete: „Gott gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Heute scheint es, dass Menschen gerade umgekehrt handeln. Sie regen sich über Sachen auf, die nicht in ihrer Macht stehen, währenddem sie bei kleinen Dingen, die sie ändern könnten, in eine Passivität verfallen. Die Kunst, ein gutes christliches Leben zu führen, besteht meines Erachtens darin, Gott genügend Platz zu geben, damit ER die grossen Dinge ändern kann, währenddem man selbst versucht, alles in der eigenen Macht stehende zu tun, bei vielen kleinen Angelegenheiten Gutes zu tun. Um ein Beispiel zu nennen: Eine schlimme Krankheit kann nur Gott heilen, wir können aber dem Kranken kleine Freuden schenken, indem wir ihm Mut zusprechen und Werke der Nächstenliebe leisten. Das Herz eines verstockten Sünders kann auch nur Gott bekehren, wir können aber sanftmütig und liebevoll zu ihm sein, damit er erkennt, dass jemand an seine Umkehr glaubt. Auch die jetzige Kirchenkrise in der Schweiz kann nur Gott zum Guten wenden, wir können jedoch im Kleinen dafür sorgen, dass eine Neuevangelisierung eingeleitet wird. Seien wir also nicht verzagt. Beten wir, damit Gott die Welt verändert, seien wir aber in den ganz einfachen Dingen ständig bemüht, Gottes Werkzeuge in dieser Welt zu sein. Mit dieser Einstellung können wir Schritt für Schritt dafür sorgen, dass das Reich Gottes auf Erden verwirklicht wird. Möge Gott uns hierfür die nötige Kraft geben. DR

NEWS: Halbe Entwarnung!?

Die Spannung ist gross, denn es kursieren Gerüchte, dass Rom einen finalen Schlag gegen den überlieferten Ritus führen könnte. Diese Befürchtungen haben sich verfestigt, und nun versucht man, Entwarnung zu geben. Doch wie glaubwürdig ist diese? Loup Besmond de Senneville, Vatikanist von La Croix, bemüht sich um Entwarnung und betont, dass derzeit kein offizielles Dokument vorbereitet wird, um die Messe nach der alten Form des Ritus zu verbieten. Dennoch bleibt die Situation angespannt, und der Vatikan äussert sich nicht offiziell zu diesen Gerüchten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt.

Man darf sich das Szenario wie in den klichéhaftesten Filmverzerrungen des einstigen Feudalwesens vorstellen, wenn der rangletzte Untertan als Bittsteller vor seinem Feudalherren im Staub liegt.

Theologiestunde: Keuschheit Teil 2

Nachdem Sie in der letzten Woche, über das Gewissen gehört haben, geht heute, um die 10 Gebote und ihre Bedeutung.

Erklärung der Liturgie: Teil 23

Pax Vobis vom 30.06.2024

Heute können Sie, unter anderen folgendes hören: Skapulier von Berg Karmel.
Es lesen Drazenka Pavlic, Vera Novakovic und Pero Martinic.

Danas možete među ostalim čuti: Škapular brdo Karmela.
Čitaju Draženka Pavlić, Vera Novaković i Pero Martinić.

Nachrichtensendung vom 28.06.2024

Vatikan will Klimaneutral werden

Institut Christkönig Audienz beim Papst

Erzbischof Gänswein wird Nuntius

NEWS: Papst Franziskus setzt auf Solarenergie: Der Vatikan wird klimaneutral

Papst Franziskus hat ein bedeutendes Umweltprojekt angekündigt: Der gesamte Vatikanstaat soll künftig ausschließlich mit Solarenergie versorgt werden. Diese Entscheidung steht im Einklang mit seiner Enzyklika „Laudato si’“ von 2015, in der er zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde aufruft1.

In einem kürzlich veröffentlichten Dekret, das den Titel „Fratello Sole“ (Bruder Sonne) trägt, ordnete der Papst den Bau einer grossen Solaranlage auf einem vatikanischen Grundstück in Santa Maria di Galeria, nördlich von Rom, an. Dieses Agro-Photovoltaiksystem wird nicht nur Energie erzeugen, sondern auch die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens ermöglichen1.

Das Projekt wird von Kardinal Fernando Vérgez Alzaga und Erzbischof Giordano Piccinotti geleitet, die als „Ausserordentliche Kommissare“ ernannt wurden. Sie sind verantwortlich für die Verwaltung der Solaranlage und die Kommunikation mit den italienischen Behörden.

Mit dieser Initiative möchte der Papst ein Zeichen setzen und den Vatikan als Vorbild für nachhaltige Entwicklung und Klimaneutralität positionieren. Bereits seit 2008 gibt es in der Vatikanstadt eine Photovoltaikanlage, die ein Geschenk des Bonner Unternehmens Solarworld an Papst Benedikt XVI. war.

Papst Franziskus betont, dass die Menschheit über die technologischen Mittel verfügt, um den Klimawandel zu bekämpfen, und dass Solarenergie dabei eine Schlüsselrolle spielt1. Durch die Umstellung auf Solarenergie soll der Vatikan einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten und ein nachhaltiges Entwicklungsmodell fördern.

Mittwochskolumne: Peter und Paul

Bern (novaradio.ch): Am 29. Juni feiert die Kirche das Hochfest Peter und Paul. An diesem Tag wird der beiden Apostel Petrus und Paulus gedacht. Petrus war der erste Papst, Paulus wohl der eifrigste Verkünder der Frohen Botschaft. Für uns als Katholiken ist es wichtig, uns stets in Erinnerung zu rufen, dass es Generationen vor uns gab, die sich mit dem Glauben auseinandergesetzt und ihn verkündet haben. Unsere Kirche ist keine neuzeitliche Erfindung, sondern wurde von Jesus selbst begründet, indem er Männer berief, die er zu Aposteln einsetzte. Wenn heute Theologinnen und Theologen fordern, man müsse viele Dinge in der Kirche und ihrer Lehre ändern, so sollte uns Katholiken klar sein, dass wir nicht die Herren der Kirche sind, sondern den Auftrag weiterführen, den Jesus selbst uns vor 2000 Jahren gegeben hat. Die selbsternannten Reformer sollten sich fragen, weshalb sie eine Kirche total verändern wollen, die zwei Jahrtausende Bestand hat und so viele Heilige hervorgebrachte. Das Apostelfest Peter und Paul zeigt uns aber auch auf, dass es in der Kirche Platz für verschiedene Meinungen hat, da wir aus dem Neuen Testament wissen, dass Petrus und Paulus bei gewissen theologischen Fragen nicht die gleiche Meinung hatten. Es ist auch heute gut, wenn Katholiken in gewissen Fragen intensiv darüber diskutieren, was der richtige Weg ist, um Gottes Willen zu erfüllen. Das Störende an den oben beschriebenen Theologen ist es, dass sie – anders als Petrus und Paulus – nicht den Heiligen Geist bitten, sie bei ihren Gedanken zu leiten, sondern sich vom Zeitgeist führen lassen. Wenn jemand beispielsweise behauptet, der Zölibat sei überholt, die katholische Sexualmoral veraltet und die Zulassungsbedingungen für die Priesterweihe diskriminierend, dann orientiert er sich nur an Argumenten, die in der jetzigen Gesellschaft populär sind. Ein Katholik darf nicht in diesen kurzfristigen zeitlichen Dimensionen denken, sondern daran, was für die Ewigkeit Bestand hat. Petrus und Paulus haben als Apostel das Fundament gelegt, auf dem 2000 Jahre später die Kirche immer noch besteht. Dies konnten sie deswegen tun, weil sie ihre ganze Hoffnung auf Christus setzten, auf dem die ganze Kirche aufgebaut ist. Wir dürfen daher nicht aus einer Lust und Laune heraus die Kirche verändern, ohne uns zu überlegen, welche Auswirkungen dies für alle späteren Generationen haben wird. Seien wir daher mutig, demütig und klug. Wie die beiden Apostel Petrus und Paulus dürfen wir keine Auseinandersetzung scheuen, jedoch uns immer wieder auf denjenigen besinnen, der die Kirche begründet hat. Möge uns Jesus helfen, die Kirche auch im dritten Jahrtausend weiter aufzubauen (und nicht niederzureissen), damit sie Salz und Licht der Erde ist. DR

NEWS: Institut Christkönig wurde von Papst Franziskus empfangen

Am 24. Juni 2024, dem 45. Jahrestag seiner Priesterweihe durch den heiligen Johannes Paul II., wurde Monsignore Gilles Wach, Generalprior unseres Instituts, von Seiner Heiligkeit Papst Franziskus in Begleitung von Monsignore Rudolf Michael Schmitz, Generalvikar des Instituts, und von Canon Louis Valadier, Provinzial von Frankreich, in Privataudienz empfangen.

Bildquelle: ICRSP

Diese Audienz war Anlass, dem Heiligen Vater für sein inspirierendes Apostolisches Schreiben Totum amoris est zu danken, das dem heiligen Franz von Sales, unserem Schutzpatron, gewidmet ist. Monseigneur Wach konnte auch die gesamte pastorale Arbeit vorstellen, die von den Priestern des Instituts in der ganzen Welt im Dienst an den Seelen geleistet wird. Bei zwei Gelegenheiten hat der Papst darauf bestanden, dass wir der Kirche weiterhin gemäß unserem eigenen, eigenen Charisma dienen, im Geist der Einheit und der Gemeinschaft, den die Harmonie und Ausgewogenheit der salesianischen Spiritualität zulassen. Der Heilige Vater drückte auch seine Dankbarkeit für die Gebete und für die apostolische und missionarische Arbeit der Anbeterinnen aus.

Bildquelle: ICRSP

Am Ende des Treffens lud der Heilige Vater unseren Generalprior ein, ihn mit allen Mitgliedern des Instituts sowie den Schwestern der Anbeterinnen, die er sehr gerne in Audienz empfangen würde, erneut zu besuchen. 

Quelle: Rorate Caeli

Theologiestunde: Keuschheit Teil 1

Erklärung der Liturgie: Teil 22

NEWS: Erzbischof Gänswein wird Nuntius in Baltikum

Papst Franziskus hat eine Entscheidung getroffen: Der ehemalige Sekretär von Papst Benedikt XVI., Erzbischof Georg Gänswein, wird Botschafter im Baltikum. Gänswein wird in Vilnius als sogenannter Apostolischer Nuntius tätig sein und die Interessen des Vatikans in Litauen, Estland und Lettland vertreten. Diese Ernennung ist von politischer Brisanz, da sie eine wichtige Position in der katholischen Weltkirche darstellt.

Gänswein begleitete Papst Benedikt XVI. 19 Jahre lang als Privatsekretär und war in verschiedenen Funktionen tätig, darunter als Präfekt der Glaubenskongregation und später als Präfekt des Päpstlichen Hauses. Seine neue Aufgabe im Baltikum markiert das Ende seiner Zeit ohne offizielle Aufgabe nach seiner Entlassung aus dem Vatikan im Sommer 20233. Nun wird er die diplomatischen Beziehungen des Vatikans in dieser Region stärken.

Die baltische Nuntiatur, die sich in Litauen befindet, umfasst neben Litauen auch Estland und Lettland. Gänsweins Ernennung zum Botschafter ist ein bedeutendes Ereignis und wird sicherlich politische Diskussionen hervorrufen.

Nachrichtensendung 21.06.2024

Brasilien und Abtreibung

Opus Dei und Humor

TLM womöglich am 16.07.24 für immer verboten

NEWS VON FSSP: Neue Termine

Wallfahrt nach Ziteil

Am Dienstag, 9. Juli, pilgern wir nach Ziteil, dem höchstgelegenen Marienwallfahrtsort Europas. Es wäre an der Zeit, sich dazu anzumelden. Sie finden eine Information und das Anmeldeformular im Anhang dieser Mail.

Wallfahrt ins Heilige Land im November 2024

Die Pilgerfahrt ins Heilige Land im November beginnt sich zu füllen. Es werden aber noch Pilger gesucht. Möchten Sie nicht ganz unverbindlich ins Programm hineinschnuppern? Ich sende Ihnen gerne die Details! – Die Erfahrung der letzten November-Wallfahrten hat gezeigt, dass sich diese Zeit ganz vorzüglich eignet. Das Klima ist gewöhnlich angenehm, und wir dürfen erwarten, dass an den heiligen Stätten wenig Betrieb sein wird. Für Pilger sind das ideale Voraussetzungen! – Bei Interesse schreiben Sie mir: p.ramm@fssp.ch

St. Pelagiberg

Gerne weise ich auf die neugestaltete Website des Kurhauses in St. Pelagiberg hin. Gewiss haben Sie schon gehört, dass die Existenz des Kurhauses bedroht ist. Es ist wert, sich für die Erhaltung einzusetzen, denn es ist wirklich ein ‚Ort der Tradition‘. Ich selbst gebe dort immer wieder Exerzitienkurse, nicht zuletzt auch, um die Marienburg zu unterstützen. Wer den St. Pelagiberg kennt, kann den Ort eigentlich nur lieben …

Eine neue christliche Schule

Im Sommer wird in Adliswil, nahe Zürich, eine neue christliche Schule eröffnet. Man sucht dort vor allem Kinder ab der 1. Klasse Sekundarschule, aber auch freiwillige Helfer für mehrere Bereiche. Wer sich dafür interessiert, wende sich an Frau Bühler: piabuehler@hotmail.com

Generalkapitel – Novene

Vom 3. – 18. Juli wird in unserem Priesterseminar in den Vereinigten Staaten das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus tagen. Dort werden wichtige Fragen zur Ausrichtung unserer Gemeinschaft entschieden, und die Oberen werden neu gewählt. Deshalb ist das Kapitel für uns von hoher Bedeutung. Wir laden herzlich ein, vom 25. Juni bis zum 3. Juli als Novene täglich das ‚Veni creator spiritus / Komm, Schöpfer Geist‘ samt Vers und Oration zu beten (im ‚Ordo missae‘ bei Nr. 252)!

Ignatianische Jugendexerzitien in der Weihnachtswoche

Exerzitien sind das Allerbeste, was man in der Weihnachtswoche machen kann. Eingeladen sind junge Menschen ab 14 bis Ende der 20er. Beachten Sie den Flyer im Anhang dieser Mail und machen Sie das Angebot bekannt!

Quelle: FSSP Schweiz

NEWS: Bibelverse bei der Eröffnungsfeier

Während der Eröffnungsfeier der Copa América 2024 wurden mehrere Bibelverse zitiert, um die Themen Einheit, Hoffnung und Ausdauer zu betonen. Ein bekannter Vers war Philipper 4,13, in dem es heisst: „Alles vermag ich durch Christus, der mich stärkt.“ Dieser Vers wurde verwendet, um sowohl die Spieler als auch die Fans zu inspirieren und die Stärke und Entschlossenheit zu betonen, die in diesem Wettbewerb (Copa America) erforderlich sind (Copa America).

Ein weiterer zitierter Vers war 1. Korinther 9,24, in dem es heisst: „Wisst ihr nicht, dass in einem Rennen alle Läufer laufen, aber nur einer den Preis bekommt? Lauft so, dass ihr den Preis erhaltet“. Dieser Vers erinnerte die Athleten an den Einsatz und die Anstrengung, die erforderlich sind, um bei dem Wettbewerb erfolgreich zu sein, und ermutigte sie, ihr Bestes zu geben.

Die Aufnahme dieser Verse sollte bei den verschiedenen Zuschauern Anklang finden und die universellen Werte von Sportlichkeit und Glauben miteinander verbinden (Sporting News)

Mittwochskolumne: Der Glaube kennt keine Landesgrenzen

Bern (novaradio.ch): Momentan beherrscht die Fussball-EM das mediale Geschehen. Viele Menschen fiebern mit ihren Nationalteams mit. Ob nun Schweizer, Türken, Italiener oder Deutsche – alle hoffen, dass ihr Land an der Europameisterschaft gut abschneidet. Auch wenn wir in einer globalisierten Welt leben, so spielt die Nationalität häufig eine grosse Rolle. In der Schule spielt es beim Übertritt in eine andere Schulstufe eine Rolle, ob man Müller zum Nachnamen heisst oder einen für Schweizer Ohren exotischen Namen trägt. Gleich verhält es sich bei Bewerbungen für einen Job. Auch Ehen werden oft zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen, welche die gleiche Nationalität haben. Es scheint, dass wir teilweise noch sehr durch unser Stammesverhalten geprägt sind. Wir haben schnell Angst vor Fremdem und glauben, unsere Kultur wäre allen anderen überlegen. Umso erstaunlicher ist es – und ein Zeichen dafür, dass unser Glaube göttlichen Ursprungs ist – dass der christliche Glaube dieses Stammesdenken beendet hat. Die frühen Christen haben keine Berührungsangst gehabt, sondern sind in die ganze Welt gereist, um den Glauben zu verbreiten. Das Zeugnis, das Jesu abgelegt hat, war so eindrücklich, dass niemand mehr daran dachte, woher er kam, sondern das Leben, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu das Wichtigste wurde. Auch Jahrhunderte später sind Missionare in ferne Länder gegangen, um die Frohe Botschaft allen Menschen zu verkünden. Speziell die katholische Kirche hat sich immer gegen Nationalismus positioniert. Als Katholiken glauben wir, dass Gott alle Menschen erschaffen hat und es daher überhaupt keine Rolle spielt, ob ein Mensch nun weiss oder schwarz, aus Europa oder aus anderen Erdteilen stammt. Unser Glaube kennt keine Grenzen. Bei aller Euphorie über die Fussball-EM sollten wir uns darauf besinnen, dass wir alle Schwestern und Brüder in Christus sind und der Glaube an Jesus Christus viel mehr verbindet als irgendeine Landesgrenze uns trennen kann. DR

ZOOM: Vortrag von Frau Beatrice Gall, zum Thema Abreibung

In diesem Vortrag spricht Frau Beatrice Gall, Präsidentin von der Organisation „Marsch fürs Läbe“, aus der gesellschaftlichen Sicht, zum Thema Abtreibung.

Theologiestunde: Vortrag von em. Weihbischof Eleganti

Im Vortrag, von em. Weihbischof Dr. Marian Eleganti, geht es, um die Abtreibung aus der theologischen Sicht.

Nachrichtensendung vom 14.06.2024

Papst Franziskus am G7 Treffen

Vatikan veröffentlicht Dokument zu Bischof von Rom

PRO – LIFE: Marsch fürs Läbe 2024

BITTE GEHT ALLE HIN, DEN DIE BABYS BRAUCHEN UNS!

Mittwochskolumne: Der Heilige Antonius

Bern (novaradio.ch): Am 13. Juni feiert die Kirche einen ihrer grössten Heiligen. Der Heilige Antonius ist wohl neben Franz von Assisi der bekannteste Heilige in der katholischen Kirche. Unzählige Menschen sind seine Verehrer. Vor allem beim Verlust von Gegenständen wenden sich viele Gläubige an den Heiligen Antonius. Der Heilige Antonius ist in vielen Situationen ein treuer Fürsprecher von uns Christen. In meiner heutigen Kolumne möchte ich dazu aufrufen, uns von den Heiligen inspirieren zu lassen und deren Verehrung zu fördern. Persönlich glaube ich, dass die Glaubenskrise, in der wir momentan stecken, durch die Verehrung der Heiligen überwunden werden kann. Ich glaube, dass wir heute in einer Zeit leben, in der sehr viele Menschen Vorbilder suchen. Viele Menschen spüren, dass die Idole, die wir heutzutage in den Medien hochjubeln – seien dies berühmte Sportler, Musiker oder Unternehmer – in Tat und Wahrheit nicht wirkliche Vorbilder sind, sondern einfach Menschen, die in einem Teilgebiet sehr gut sind. Ein Elon Musk oder ein Cristiano Ronaldo sind gute Geschäftsleute bzw. grossartige Fussballer, aber sie verkörpern nicht die Vollkommenheit eines Antonius oder eines anderen Heiligen der Katholischen Kirche. Die Vollkommenheit, die das Leben des Heiligen Antonius ausstrahlt, ist darauf zurückzuführen, dass er in jeder Lebenssituation auf Gott vertraute. Ich bin überzeugt, dass viele Menschen zum Glauben an Christus kommen werden, wenn wir ihnen das Beispiel der Heiligen aufzeigen. Auch für uns Katholiken ist es immer wieder wichtig, uns am Beispiel der Heiligen zu orientieren, um unseren Glauben zu stärken. Oft sind wir als Christen lauwarm und glauben nicht daran, dass unser Einsatz Früchte bringt. Das Leben der Heiligen ermutigt uns, immer wieder aufs Neue Christus zu vertrauen und alles in seine Hände zu legen. Auch der Heilige Antonius erlebte immer wieder schwere Stunden, in denen er mit Gott und der Welt haderte. Gerade in diesen Momenten ist es jedoch wichtig, immer wieder auf Gott zu vertrauen und weiterzumachen. Die Heiligen sind uns hierbei ein grosses Vorbild. Weiter darf man nicht die spirituelle Dimension vergessen, welche die Verehrung der Heiligen beinhaltet. Es steht heutzutage sicherlich schlimm um unsere Welt. Kriege, Glaubensverlust und die Übertretung der Gebote Gottes scheinen omnipräsent. Wenn es auch schlimm um unsere Gesellschaft steht, so dürfen wir auch viel Hoffnung in uns tragen, da wir so viele Fürsprecher im Himmel haben. Wir sind die Katholiken, welche die meisten Fürsprecher im Himmel haben, da immer neue Heilige hinzukommen. Es gibt kein Problem auf dieser Welt, das nicht durch das Gebet und die Fürsprache der Heiligen gelöst werden kann. Bitten wir daher den Heiligen Antonius und alle Heiligen, uns in dieser Zeit beizustehen und uns zu helfen, Schritt für Schritt bessere Christen zu werden und auch neue Menschen für den Glauben zu gewinnen. DR

Schule der Theologie: Apokryphen Teil 6

Erklärung der Liturgie: Teil 20

Nachrichtensendung vom 07.06.2024

Heiligsprechung Datum
Kardinal Fernandes setzt Prälaten ab
Verwirrung um Papst Äusserung
Vigano vs. Papst Franziskus

Mittwochskolumne: Herz Jesu

Bern (novaradio.ch): Der Juni ist der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu gewidmet. Persönlich ist es mir wichtig, jeden ersten Freitag im Monat eine Heilige Messe zu besuchen, da der erste Freitag im Monat der sogenannte Herz-Jesu-Freitag ist. Als Christen wissen wir, dass Gott ein Herz für uns Menschen hat, das am Kreuz durchbohrt wurde. Gibt es einen grösseren Beweis als diesen, dass Gott den Menschen unendlich liebt? Viele Menschen, die nicht religiös sind, glauben, dass sich die vielen unterschiedlichen Religionen inhaltlich nicht wirklich unterscheiden. Auch wenn es natürlich Gemeinsamkeiten gibt zwischen den einzelnen Religionen, müssen wir als Christen uns bewusst werden, dass keine andere Religion an einen Gott glaubt, dessen Herz nicht nur für seine Geschöpfe schlägt, sondern der auch bereit ist, sein Herz für seine Geschöpfe aufzuopfern. Bei allen Gemeinsamkeiten ist daher der Unterschied zwischen dem Christentum und allen anderen Religionen immens gross. Es ist daher angebracht, das Herz Jesu angemessen zu verehren. Nutzen wir daher den Juni, um uns in dieses grosse Geheimnis zu vertiefen. Nicht nur im Juni, sondern an jedem Tag sollten wir uns ebenfalls überlegen, wie wir unser Herz dem Herzen Jesu angleichen können. Die Welt sollte an unserem Herz erkennen, dass wir Christen sind. Mit dem Herz Christ zu sein bedeutet, gegenüber den Mitmenschen grossherzig und grosszügig zu sein und ihnen ihre Fehler zu vergeben. Ein Christ, der seinem Mitmenschen alles nachträgt und bei ihm die kleinsten Fehler sucht, ist kein Vorbild. Gott hat sein Herz für alle Menschen – gut und schlecht – aufgeopfert. Daher sollten auch wir bereit sein, ohne Vorurteile und negative Gefühle auf andere Personen zuzugehen, sogar wenn diese uns in der Vergangenheit verletzt haben. Unsere Mitmenschen müssen im Umgang mit uns spüren, dass wir andere Ideale und Werte haben als die restliche Gesellschaft. Wie traurig ist es, wenn wir den Nicht-Christen davon erzählen, dass wir an Jesus Christus glauben, der als allmächtiger Gott zu unserem Heil sein Herzblut vergossen hat, wir hingegen gar keine Opferbereitschaft zeigen, wenn es darum geht, Nächstenliebe zu praktizieren? Wenn wir tatsächlich eine Neuevangelisierung anstreben und dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, braucht es Katholiken, die bereit sind, dem Beispiel des Heiligsten Herzens Jesu zu folgen. Bitten wir Gott, uns die nötige Kraft hierfür zu geben. DR

Erklärung der Liturgie: Teil 19

Theologiestunde: Was am Konzil geschah?

Wenn man die Konzilstexte, zur Reform der Liturgie genau anschaut, wird man bemerken, dass da sehr viel Machenschaften ausgeübt wurden. Vor allem durch Kardinal Montini, Kardinal Bugnini und dessen eingeschworene Gruppe.

Ich zeige auf, anhand von einigen Beispielen und durch Pater Gabriel Díaz-Patri, die er nachgeforscht hat.

Pax Vobis vom 02.06.2024

Heute geht es, um das Herz Jesu, Apostel Thomas und Heiliger Barnaba

Danas je riječ o Srcu Isusovu, apostolu Tomi i svetom Barnabi

Nachrichtensendung vom 31.05.2024

Vatikan entschuldigt sich

Prolife Aktivist angeklagt

NEWS: Marsch fürs Läbe 2024

«Stah uf fürs Läbe!»

Am 14. September 2024 findet bereits zum 14. Mal der Marsch fürs Läbe in der Schweiz
statt. Im Programm dabei sind in diesem Jahr u.a. Nationalrat Marc Jost (EVP) und Dr.
med. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben in Deutschland.
Im September gehen in Zürich-Oerlikon Lebensschützer aus der ganzen Schweiz und dem
Ausland auf die Strasse, um den Jüngsten in unserer Gesellschaft eine Stimme zu geben.
Unter dem diesjährigen Motto «Stand up for life – Stah uf fürs Läbe!» setzen sie sich für das
Lebensrecht von Kindern ein und rufen auch andere dazu auf.
Auch Marc Jost, Nationalrat und Beauftragter Public Affairs der Schweizerischen Evangelischen
Allianz, ist es ein Anliegen, Müttern und Vätern in der Schweiz Mut zu machen: «Ungewollt
schwangere Frauen sind teilweise in sehr schwierigen Situationen. Mir ist es wichtig, dass diese
werdenden Mütter bestmöglich unterstützt und ermutigt werden, damit sie ihrem Kind das
Leben schenken können», so der Berner Politiker.


Gewissensfreiheit im Berufsalltag

Wer kompromisslos für das Leben handelt, erlebt Widerstand. Darüber weiss Dr. med. Paul
Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben in Deutschland, zu berichten. Der Mediziner
spricht beim Marsch über Einschränkungen der Gewissensfreiheit insbesondere im
medizinischen Berufsalltag.
Des Weiteren sind auf der Marschbühne am Marktplatz verschiedene Personen, Gruppen und
Initiativen vertreten, darunter die internationale Gebetskampagne «40 days for life», die
mittlerweile in 1’000 Städten und 64 Ländern aktiv ist, und der em. Weihbischof Marian Eleganti.
Musikalisch umrahmt die Schweizer Band «Salty Sisters» das Programm. Für Kinder wird ein
Bastelprogramm angeboten.
Der Marsch fürs Läbe findet in der Schweiz jährlich am Samstag vor dem Eidgenössischen
Dank-, Buss- und Bettag statt. Er wird von zehn Trägerorganisationen und sechs
Medienpartnern unterstützt.
Mehr Infos: www.marschfuerslaebe.ch.

FRONLEICHNAM

Der offizielle Titel des Festes lautet: „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Es wird gefeiert, dass Jesus beim letzten Abendmahl (am Gründonnerstag) sein Fortbestehen im Brot (Leib) und Wein (Blut) verkündet hat. Deshalb ist dieser Feiertag ein Donnerstag.

Eigentlich sollte Fronleichnam ja am Gründonnerstag gefeiert werden. Da der Gründonnerstag jedoch in der Fastenzeit liegt und deshalb eher still begangen wird, wurde für Fronleichnam der 2. Donnerstag nach Pfingsten festgelegt.

Wichtigster Bestandteil des Fronleichnamsfestes war seit jeher eine feierliche Prozession. Bei dieser trägt der Priester die Monstranz hoch erhoben. Er führt damit den Zug der Prozession an. Der Weg führt zu vier angedeuteten Altären, welche die vier Evangelien symbolisieren sollen. 

Der Festtermin und das Anliegen des Fronleichnamstages, eines Ideenfestes, stehen in enger Verbindung zum Gründonnerstag und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst beim letzten Abendmahl. Wegen des stillen Charakters der Karwoche erlaubt der Gründonnerstag keine prunkvolle Entfaltung der Festlichkeit. Aus diesem Grund wurde das Fest Fronleichnam bei seiner Einführung um die Mitte des 13. Jahrhunderts auf den ersten Donnerstag nach der Oktav des Pfingstfestes, neun Wochen nach dem Gründonnerstag gelegt. In Ländern, in denen Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag ist, kann das Hochfest an einem der darauffolgenden Sonntage nachgefeiert werden.

Von 1264 bis 1955 hatte das Fronleichnamsfest eine Oktav, die nach einer Liturgiereform durch Papst Pius XII. entfiel. Am Tag nach dem Oktavtag, dem dritten Freitag nach Pfingsten, wird das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu begangen, das in enger thematischer Beziehung zum Festgeheimnis von Fronleichnam steht.

Die Festliturgie hat eine Sequenz, nämlich Lauda Sion Salvatorem, die Thomas von Aquin OP um 1264 für das damals neue Fest dichtete. Deren deutsche Nachdichtung Deinem Heiland, deinem Lehrer von Franz Xaver Riedel aus dem Jahr 1773 ist ein viel gesungenes Fronleichnamslied, auch zur Prozession.

Bis 1955 wurde in der heiligen Messe an Fronleichnam die Präfation für die Weihnachtszeit verwendet, in der es heißt: Die geheimnisvolle Menschwerdung des Wortes zeigt dem Auge unseres Geistes das neue Licht deiner Herrlichkeit; indem wir Gott so mit leiblichem Auge schauen, entflammt er in uns die Liebe zu unsichtbaren Gütern. Dadurch wurde der inkarnatorische Charakter der Eucharistie, nämlich die bleibende Gegenwart des menschgewordenen Christus in den Gestalten von Brot und Wein, unterstrichen. Nach 1955 wurde an Fronleichnam die „gewöhnliche Präfation“ für Tage ohne eigene Präfation vorgetragen. Im Anschluss an das Zweite Vatikanum erhielt das Fronleichnamsfest eine eigene Sakramentspräfation, die vorher schon in einigen Diözesen gestattet war.

Heute stehen zwei Präfationen zur Auswahl. In einer wird der Opfercharakter der Eucharistie betont:

„Als der wahre und ewige Hohepriester hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet. Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht für das Heil der Welt und uns geboten, dass auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis. Er stärkt uns, wenn wir seinen Leib empfangen, den er für uns geopfert hat. Er heiligt uns, wenn wir sein Blut trinken, das er für uns vergossen hat.“

In einer zweiten Präfation steht der Zusammenhang zwischen dem Abendmahl Jesu und der Messfeier der Gemeinde im Mittelpunkt:

„Denn er hat beim Letzten Abendmahl das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten. Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel, als Gabe, die dir gefällt, als Opfer des Lobes. Dieses erhabene Geheimnis heiligt und stärkt deine Gläubigen, damit der eine Glaube die Menschen der einen Erde erleuchte, die eine Liebe sie alle verbinde. So kommen wir zu deinem heiligen Tisch, empfangen von dir Gnade um Gnade und werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.“

Entstehung des Festes

Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie wurde erstmals 1247 im Bistum Lüttich in der Basilika St. Martin gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Auslöser dieser Entscheidung war das Blutwunder von Bolsena, das von ihm im Jahre 1263 als echtes Wunder anerkannt worden war. Unter anderem schrieb Urban IV.:

„Wir haben es daher, um den wahren Glauben zu stärken und zu erhöhen, für recht und billig gehalten, zu verordnen, dass außer dem täglichen Andenken, das die Kirche diesem heiligen Sakrament bezeigt, alle Jahre auf einen gewissen Tag noch ein besonderes Fest, nämlich auf den fünften Wochentag nach der Pfingstoktav, gefeiert werde, an welchem Tag das fromme Volk sich beeifern wird, in großer Menge in unsere Kirchen zu eilen, wo von den Geistlichen und Laien voll heiliger Freude Lobgesänge erschallen.“

Die Anregung zu diesem Fest geht auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich, einer Augustinerchorfrau, im Jahre 1209 zurück, die berichtete, sie habe in einer Vision den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Christus habe ihr erklärt, der Mond bedeute das Kirchenjahr, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarsakraments. Das mit der Bulle Transiturus de hoc mundo in der lateinischen Kirche eingeführte Fest war das erste, das ein Papst in den liturgischen Kalender der Gesamtkirche aufnahm.

Das Vierte Laterankonzil hatte 1215 die Wandlung der eucharistischen Gestalten mit der Transsubstantiationslehre präzisiert, das Konzil von Trient erhob sie 1551 zu einem Dogma. Die römisch-katholische Kirche lehrt, dass in der heiligen Messe die eucharistischen Gestalten durch Wesensverwandlung wahrhaft zum Leib und Blut Christi werden und Christus darin gegenwärtig ist und bleibt.

Für das Fest entstand ein eigenes Proprium für Stundengebet und Messe, das Thomas von Aquin schuf. Die Hymnen haben den Charakter des Fests entscheidend geprägt: Panis angelicus, Pange lingua, Adoro te devote, Verbum supernum prodiens und die Sequenz Lauda Sion.

Quelle: U.a. Wikipedia

Mittwochskolumne: Fronleichnam

Bern (novaradio.ch): Morgen feiert die Kirche Fronleichnam. Für mich ist dieses Fest eines der wichtigsten im ganzen Kirchenjahr. Für Nicht-Christen ist es hingegen schwierig zu verstehen, weshalb es für uns Katholiken so wichtig ist, die Eucharistie zu feiern. Leider gibt es auch viele Katholiken, denen die Feier der Eucharistie nebensächlich geworden ist. Vielen Katholiken fällt es schwer daran zu glauben, dass Jesus in Gestalt von Brot und Wein gegenwärtig ist und sich uns Menschen ganz hingibt. Leider ist es auch für viele Bischöfe und Priester nicht mehr zentral, den Menschen dieses Geheimnis näherzubringen. Dies führt gerade in unserem Bistum Basel dazu, dass Wortgottesdienste die Feier der Eucharistie verdrängen und es viele liturgische Missbräuche gibt. Die Verantwortlichen unseres Bistums merken nicht, dass der Respekt, den man der Feier der Heiligen Messe entgegenbringt, der gleiche Respekt ist, den man unserem Herrn Jesus Christus zeigt. Wenn ein Priester oder ein Laie in der Liturgie Experimente betreibt, nimmt er sich wichtiger als die Feier des Auftrags, den Jesus selbst am letzten Abendmahl seinen Jüngern gegeben hat. Man muss es in dieser Härte ausdrücken: Er nimmt sich durch solche Experimente wichtiger als denjenigen, der den Glauben gestiftet hat – Jesus Christus. Für uns Laien ist es wichtig, die Eucharistie nicht nur an Fronleichnam in den Mittelpunkt unseres Glaubenslebens zu stellen, sondern jede Woche. Es ist auch wichtig, sich für eine ordentliche Liturgie und für die regelmässige Feier der Eucharistie einzusetzen. Es kann nicht sein, dass in unserem Bistum immer weniger Pfarreien die Eucharistie anbieten. Ein Katholik lebt aus der Feier der Eucharistie und hat daher das Recht, dass die Eucharistie regelmässig angeboten wird.

Wenn wir in der Feier der Heiligen Messe uns vergegenwärtigen, dass Jesus Christus sich uns in jeder Messe ganz hingibt, werden auch wir bereit dazu, Opfer für unsere Mitmenschen zu erbringen. Wir werden liebevollere Menschen, die nicht nur den ganzen Tag an uns selbst denken, sondern das Wohl unserer Nächsten im Auge haben. Wir müssen wieder erlernen, dass die würdige Feier der Eucharistie und die tätige Nächstenliebe zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Wer daran glaubt, dass Jesus uns so sehr liebt, dass er sich so klein macht, um zu uns in einem Stück Brot zu kommen, der wird auch bereit sein, selbst demütig gegenüber seinem Mitmenschen zu sein. Diejenigen, die behaupten, sie seien gute Katholiken, da sie gute Werke vollbringen, jedoch keine Zeit für die Feier der Heiligen Messe haben, leben genauso in einer Selbstlüge wie diejenigen, die zwar fromm die Eucharistiefeiern besuchen und sonst viel beten, jedoch keine Zeit für ihre Mitmenschen haben. Wenn wir authentische Christen sein wollen, müssen wir das eine tun, ohne das andere zu lassen. Beten wir morgen an diesem grossen Fest, dass Gott uns die Kraft hierfür gibt und wir dadurch zur Neuevangelisierung beitragen. DR

NEWS: Was soll das, lieber Papst Franziskus!!

Papst Franzikus hat in der Vergangenheit unterschiedliche Aussagen zu Homosexualität gemacht. Hier sind einige relevante Informationen:

Mutmasslich homophobe Äusserung: Mehrere italienische Zeitungen berichten, dass Papst Franziskus sich abfällig über homosexuelle Männer geäussert hat. Bei einem nicht öffentlichen Treffen in Rom wurde darüber diskutiert, ob homosexuelle Männer als Seminaristen zugelassen werden sollten. Papst Franziskus soll das vulgäre italienische Wort “Frociaggine” verwendet haben und gesagt haben: “Es gibt schon zu viel Schwuchteleien.” Die italienische Bischofskonferenz denkt offenbar schon länger darüber nach.
Frühere Aussagen:
Nach seiner Papstwahl im Jahr 2013 ermutigte Papst Franziskus homosexuelle Katholiken mit den Worten: “Wer bin ich, sie zu verurteilen?”.
Fünf Jahre später bezeichnete er Homosexualität als Mode, für die der Klerus anfällig sei. Er wolle Homosexuellen deshalb den Zugang zur Priesterschaft nicht gewähren.
Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Haltung von Papst Franziskus im Laufe der Zeit entwickelt hat. In jüngster Zeit hat er sich gegen die Ausgrenzung von Homosexuellen ausgesprochen und betont, dass “Homosexualität kein Verbrechen” sei. Die Diskussion über diese Themen bleibt jedoch kontrovers und komplex.

Papst Franziskus hat sich für eine beleidigende Äusserung gegenüber Homosexuellen entschuldigt. In einer nicht-öffentlichen Sitzung der italienischen Bischofskonferenz im Vatikan erklärte er, dass homosexuelle Männer nicht zu kirchlichen Seminaren zugelassen werden sollten. Dabei verwendete er die abwertende homophobe Beleidigung „Schwuchtelei“, was für heftige Reaktionen sorgte. Die anwesenden Bischöfe reagierten entsetzt auf seine Wortwahl. Später entschuldigte sich Papst Franziskus und erklärte, er habe nie die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen oder sich homophob auszudrücken. Diese jüngsten Äusserungen stehen im Widerspruch zu seinen vorherigen liberaleren Aussagen zur LGBT-Community. 2013 hatte er erklärt: „Wenn jemand schwul ist und den Herrn sucht und guten Willen hat, wer bin ich, darüber zu urteilen? “Zudem gestattete er im vergangenen Jahr katholischen Priestern, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Die Diskussion über homosexuelle Männer in Priesterausbildungen ist nicht neu, und bereits 2018 hatte Franziskus eine ähnliche Botschaft ohne abfällige Wortwahl verkündet und die Bischöfe aufgefordert, Bewerber sorgfältig zu prüfen und Homosexuelle abzulehnen.

Im Gespräch mit….: Interview mit Frau Pia Bühler

In diesem Interview geht es, um das Thema Schutzengel.

Bildquelle: Pia Bühler

Wer das Buch bestellen möchte, hier ist der Link dazu: Dein Schutzengel – Sprich mit ihm und hör ihm zu von Pia Theresia Bühler: Buch kaufen | Ex Libris

Mehr zum Thema Schutzengel:

Informationsfolder Deutsch – Jüngergemeinschaft Nazaret (juengergemeinschaft.at)

Der hl. Josefmaria und die Schutzengel – Opus Dei

Die heiligen Schutzengel – Opus Dei

Die Engelverehrung – Ursprung & Bedeutung (vivat.de)

Schule der Theologie: Apokryphen Teil 5

Erklärung der Liturgie: Teil 18

Nachrichtensendung vom 24.05.2024

Ukraine: Griechisch-katholische Kirche wird Patriarchat

Kardinal Fernandes untergräbt Marienerscheinungen

Mittwochskolumne: Katholische Grundtugenden leben

Bern (novaradio.ch): In der Schweizer Kirche wird heute viel über Fragen geredet, die dem Glaubens leben des normalen Katholiken nicht wirklich nützen, sondern nur der Profilierung einiger Theologinnen und Theologen dienen und um davon abzulenken, dass man es in den letzten Jahren verpasst hat, eine Neuevangelisierung einzuleiten. Ganz bestimmt wird die Katholische Kirche nicht mehr Gläubige haben, wenn die Frauenordination eingeführt und die Sexualmoral geändert wird. Wenn dies der Fall wäre, müsste die reformierte Kirche einen grossen Zulauf haben, was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Schädlich ist die Fixierung auf diese Fragen auch deshalb, weil dadurch ganz normale Tugenden, die ein Katholik haben und leben sollte, in Vergessenheit geraten. Das Leben des einzelnen Katholiken sollte durch Glauben, Hoffnung und Liebe geprägt sein. Wenn wir uns nur mit der Frage beschäftigen, wie wir die Kirche ändern können, dann vergessen wir, dass die Hauptaufgabe eines Christen ist, sich selbst zu ändern und zu verbessern. Dieser Weg des Verbesserns ist im Alltag steinig und benötigt viele kleine Schritte. Oft ist es der Hochmut, von heute auf morgen perfekt sein zu wollen, der uns daran hindert, diesen Weg zu beginnen. Ich glaube, viele der Menschen, die heute so radikale Reformen fordern, sind selbst verunsichert über ihren Glaubensweg und wissen im Innern, dass der Weg Jesu keine Abkürzungen ermöglicht, sondern beschwerlich ist. Aus Angst davor, Christus nachzufolgen, wollen sie lieber die ganze christliche Lehre relativieren und verändern. Glücklich werden sie damit jedoch nicht. Gott zwingt uns diesen (Kreuz)-Weg ja nicht auf, um uns unglücklich zu machen, sondern um uns das Leben in Fülle zu schenken. Denn dieser beschwerliche Weg, den uns das Evangelium aufbürdet, schenkt uns – bereits hier auf Erden – viel mehr Glück als ein oberflächlich geführtes Leben. Es gibt nichts, was den Menschen mehr erfüllt, als ein Leben aus Glauben, Hoffnung und Liebe. Es ist unsere Aufgabe als Katholiken, durch unser Leben ein Glaubenszeugnis zu liefern, wie glücksbringend ein solches Leben mit Gott ist und wie wenig man sich fürchten muss, Jesus zu folgen. So werden wir die Kirche zum Guten hin verändern. Möge die Muttergottes, der wir im Mai besonders gedenken, uns auf diesem Weg leiten und beschützen. DR

NEWS: Benedikt XVI. und Franziskus im Vergleich, Pfingsten 2009 und 2024

In seiner Pfingstpredigt 2009 bekräftigte Benedikt XVI. die unverbrüchliche und untrennbare Einheit der drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit, die gemeinsam handeln, und daß der Heilige Geist die Heilsbotschaft des Vaters und des Sohnes und ihr schöpferisches und erlösendes Handeln in der Geschichte fortsetzt.
In der Pfingstpredigt 2024 sprach der Bischof von Rom, nunmehr Franziskus, jedoch vom Wirken des Geistes, ohne das Attribut der Heiligkeit und ohne Beziehung zu den beiden anderen göttlichen Personen, als einer unabhängigen und autonomen Person.

Am Pfingstsonntag, dem 31. Mai 20091, hielt Papst Benedikt XVI. die Predigt bei der von ihm im Petersdom zelebrierten Messe, eine Predigt, die nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat, denn er zeigt darin, daß durch das Wirken des Heiligen Geistes – ein ungestümer Windstoß, der das ganze Haus erfüllte und sich in Form von Feuerzungen auf das Haupt jedes anwesenden Jüngers legte – die irdischen Gefährten unseres Herrn Jesus Christus zu Aposteln wurden, d. h. zu Gesandten des Herrn, denen Er die Macht verlieh, in verschiedenen Sprachen und Idiomen zu sprechen und so die Präsenz der Kirche Christi in der Welt zu verkünden.

In der oben erwähnten Predigt betont Benedikt, daß es Christus selbst ist, der das wahre Feuer, das der Heilige Geist ist, der Geist des Vaters und des Sohnes, der Gottes Geschenk an das Menschengeschlecht ist, auf die Erde gebracht hat, und zwar auf dem „normalen“ Weg, der Sein eingeborener Sohn ist, der Seinerseits die Kirche als Seinen mystischen Leib gegründet hat, um Seine feurige Sendung in der Geschichte fortzusetzen.

Damit dieses göttliche Handeln nicht auf ein bloßes rituelles Gedenken reduziert wird, sondern auch heute ein Heilsereignis bleibt, rät Benedikt XVI. allen Gläubigen, sich darauf vorzubereiten, das Geschenk Gottes in brüderlicher Wiedervereinigung durch das Hören auf Sein Wort und das Gebet zu empfangen. Und um den Reichtum dieses göttlichen Geschenks voll zu vergegenwärtigen, verankert der Heilige Vater das christliche Pfingstfest in der Theophanie Gottes auf dem Berg Sinai (Ex 19,16–19 und Dtn 4,10–12.36), um schließlich zu betonen, daß „Jesus Christus nicht die Lebenskraft ‚auf die Erde gebracht‘ hat, die schon da war, sondern den Heiligen Geist, das heißt die Liebe Gottes, die ‚das Antlitz der Erde erneuert‘, indem sie es vom Bösen reinigt und von der Herrschaft des Todes befreit“. In diesem Sinne ist das christliche Pfingstfest der göttliche Impuls, der die Kirche zur Fortführung des Erneuerungswerks Christi macht.

In seiner Predigt am Pfingstsonntag, dem 19. Mai 20242, spricht Papst Bergoglio zunächst über das Wirken des Geistes in uns, das stark und sanft ist. Er bekräftigt ihn als Geist (ohne Heiligkeit), losgelöst von seiner untrennbaren Verbindung mit Jesus Christus (!!!). Und dann betont er, daß die Gläubigen aufgrund dieser Begegnung mit dem Geist im Abendmahlssaal „eingeladen„3 sind, den anderen das Evangelium zu verkünden. An dieser Stelle erfindet Don Jorge Mario, wie schon in früheren „Exegesen“, den Text und läßt ihn sagen, was er nicht sagt, denn die Bibelstelle besagt klar und deutlich, daß die Apostel unmittelbar nach der Herabkunft des Heiligen Geistes begannen, außerhalb des Abendmahlssaals und in verschiedenen Sprachen „die Wunder Gottes zu verkünden“, was diejenigen, die ihnen zuhörten, in Erstaunen versetzte. Wie in mehreren Stellen des Alten Testaments lädt der Heilige Geist in diesem Fall nicht ein, sondern ergreift den Gläubigen und drängt ihn, auf Mission zu gehen.
Dann erfindet Franziskus noch weiter und läßt den Text sagen, was er nicht sagt, denn er behauptet, daß derjenige, der „vom Geist gestärkt“ wird, nicht in die Welt hinausgeht, um „von den Wundern Gottes zu sprechen“, sondern um „von Frieden zu denen zu sprechen, die Krieg wollen, von Vergebung zu denen zu sprechen, die Rache wollen, vom Leben zu denen zu sprechen, die den Tod wählen, von Respekt zu denen zu sprechen, die gerne demütigen, beleidigen und verwerfen, von Treue zu denen zu sprechen, die alle Bindungen verleugnen“, usw. usw. usw.
Mit anderen Worten: Der „vom Geist besuchte“ Missionar des Bischofs von Rom verkündet nicht Christus, sondern ist ein Philanthrop, ein Sai Baba4 oder ein „katholischer“ Deepak Chopra5. Und er ist „universalistisch“ im Sinne, daß er „alle, alle, alle“ aufnimmt, was im Widerspruch zu Jesus Christus steht, der den Aposteln eindeutig befiehlt, in die Welt zu gehen und Sein Evangelium zu verkünden, indem sie im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit taufen, was keineswegs bedeutet, alle, alle, alle in die Kirche zu holen, denn die Kirche ist dazu berufen, das Feuer des dreifaltigen Gottes in die Welt zu bringen und nicht, alle, alle, alle in die Kirche einzuschließen. Der Unterschied ist offensichtlich.

Es ist kein Zufall, daß Franziskus in diesem Rahmen oder Kontext nur einmal Jesus erwähnt und kein einziges Mal Christus. Es ist auch kein Zufall, daß er den Heiligen Geist nur viermal erwähnt, den Geist aber 13 Mal. Und daß er ihn bei diesen vier Erwähnungen nie im Zusammenhang mit unserem Herrn Jesus Christus erwähnt.

Schlußfolgerung

Bei der Lektüre beider Predigten wird deutlich, daß Benedikt XVI. in seiner Pfingst-Exegese der biblischen Offenbarung eindeutig treu ist, während Franziskus wieder einmal die zentrale Präsenz Jesu Christi vernachlässigt und ignoriert und nur das autonome Wirken des (manchmal heiligen) Geistes in einem therapeutischen oder philanthropischen Sinn betont und hervorhebt, Er trennt und distanziert sich von den kanonischen Evangelien, um sein eigenes „Evangelium“ zu „schreiben“, das den Ohren von Baroness Lynn Forester de Rothschild und George Soros gefällt.

1 Eucharistiefeier am Hochfest Pfingsten, Predigt von Benedikt XVI., Petersdom, Sonntag, 31. Mai 2009.

2 Heilige Messe am Hochfest Pfingsten, Papstmesse, Predigt des Heiligen Vaters Franziskus, Petersdom, Sonntag, 19. Mai 2024.

3 In den Evangelientexten, die von der Zeit vor dem Pfingstereignis berichten, wird deutlich, daß Jesus die Jünger nicht einlädt, sondern ihnen befiehlt, sanft, aber bestimmt zugleich. Es handelt sich in der Tat um eine zwingende Aufforderung, denn Jesus und die Gläubigen befinden sich nie auf derselben Ebene. In diesem Sinne dürfen wir nicht vergessen, daß Jesus in der Tat der Freund des Menschen ist, aber nicht, weil Er sanft und freundlich ist und den Menschen „gut“ behandelt, sondern weil Er Sein Leben hingegeben und sich dem Tod hingegeben hat, um die menschliche Sünde zu erlösen, was Er gar nicht hätte tun müssen.

4 Indischer Guru.

5 Ein im Westen verehrter guru ähnlicher hinduistischer Autor.

Quelle: katholisches.info

Schule der Liturgie: Teil 4

Erklärung der Liturgie: Teil 17

Focus: Pfingsten

Interview mit unserem geistlichen Berater, Dr. Don Nerio Medici Priester von Opus Dei Schweiz, zum Thema Pfingsten.

Luka informiert Sie kurz über das Pfingstfest.

Von Dnalor 01 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32470774

Schule der Theologie: Apokryphen Teil 3

Erklärung der Liturgie: Teil 16

NEWS: Einladung an der Tagung

Nachrichtensendung vom 17.05.2024

Zug will Zahlung an Bistum Basel überdenken

Pro-Life Demo im UK

FSSP: Neuste Termine

  • Chorweekend vom 7. – 9. Juni
  • CKJ-Kindertag am 8. Juni
  • Samstag, 22. Juni 2024, „kleine Fußwallfahrt zum hl. Burkard nach Beinwil“ mit P. Gorges

Eine neue Website: https://gebetskreis-freiamt.ch/

Ich wünsche ein geisterfülltes Pfingstfest!

P. Martin Ramm

Mittwochskolumne: Die Kirche ist immer im Aufbau

Bern (novaradio.ch): Am Sonntag feiern wir Pfingsten, die Geburtsstunde der Kirche. Der Herr schenkte den Jüngern und uns allen den Heiligen Geist als Begleiter, damit wir sein Werk auf der Erde fortsetzen können. Das Werk Jesu auf der Erde fortsetzen bedeutet, das Evangelium zu verkünden und alle Menschen mit der Liebe Gottes bekannt zu machen. An Pfingsten muss uns wieder bewusst werden, dass die Kirche stets im Aufbau ist und wir das kirchliche Leben nicht verwalten können, sondern aktiv gestalten müssen. Das bedeutet nicht, dass wir die Gebote Gottes oder das Lehramt der Kirche kreativ verändern dürfen, wie es von einigen progressiven Theologen verstanden wird. Das bedeutet, dass wir in der Kirche pastoral neue Wege gehen müssen, um Menschen zu erreichen. Beispielsweise müssen wir die sozialen Medien nutzen, um christliche Botschaften zu vermitteln. Eine Kirche, die sich scheut, neue Technologien zu gebrauchen, um das Christentum zu verbreiten, verliert den Zugang zu den jüngeren Menschen. Dies kann nicht im Sinne unseres Herrn sein. Wenn der Heilige Geist den Jüngern die Gabe gab, in verschiedenen Sprachen zu reden, dann müssen wir den Heiligen Geist auch heute bitten, uns die Fähigkeit zu schenken, verschiedene Medien zu benutzen, um das Evangelium zu verkünden. Bei allen Möglichkeiten, verschiedene Mittel in der Neuevangelisierung zu nutzen, dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass unser Lebenszeugnis die wichtigste Quelle ist, um Menschen spüren zu lassen, dass der katholische Glaube der richtige ist. Im Alltag müssen wir ein gutes Beispiel abgeben, was es bedeutet, Christ zu sein. Stellen Sie sich vor, jeder Katholik würde es schaffen, durch sein Leben einen anderen Menschen für das Christentum zu gewinnen. Die Anzahl der Christen würde sich auf einen Schlag verdoppeln. Wir müssen hier ehrlich zu uns sein: Wir tragen selbst auch eine grosse Schuld daran, dass sich das Christentum in unserem Land nicht mehr verbreitet, sondern sogar zurückgeht. Wenn wir alle glaubwürdige Christen wären, welche die Gebote der Nächstenliebe im Alltag praktizieren würden, wäre die Kirche nicht in einer Krise. Das Pfingstfest sollte uns daher auffordern, bei uns selbst anzufangen, die Kirche wieder neu aufzubauen. Jeder Katholik hat in seinem begrenzten Rahmen die Möglichkeit, die Frohe Botschaft zu verbreiten. Bitten wir daher den Heiligen Geist, uns die Kraft, die Kreativität und den Willen zu geben, die Kirche wieder aufblühen zu lassen. DR

Nachrichtensendung vom 10.05.2024

Neues Dokument am 17. Mai 2024
Katholiken unterstützen Trump

Christi Himmelfahrt

NEWS: Wallfahrt von «Kirche in Not (ACN)» mit Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem

Nikodemus Schnabel, Sprecher der deutschen Benediktinerabtei Dormitio in Jerusalem.

Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» lädt am Sonntag, dem 26. Mai 2024, zur Wallfahrt in die Benediktinerabtei Maria Einsiedeln ein. Abt Dr. Nikodemus Schnabel OSB aus Jerusalem ist Hauptzelebrant beim Pontifikalamt um 09.30 in der Klosterkirche. Anschliessend werden um 11.30 Uhr alle Pilger zum Mittagessen eingeladen. Zudem findet um 13.30 eine Podiumsdiskussion zum Thema «Heiliges Land – Christen zwischen den Fronten: Veränderung in Gesellschaft und Kirche» statt. Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 herrscht wieder offener Krieg im Heiligen Land. Die christliche Minderheit gerät dabei zwischen die Fronten und wird oftmals vergessen. Im Gazastreifen leben rund 1000 palästinensische Christen, die von akuter Not bedroht sind. Weitere 10 000 in Ostjerusalem und 37 000 im Westjordanland sind zudem schwer von dieser Situation getroffen, auch wenn sich die Kämpfe auf den Gazastreifen konzentrieren. Massenentlassungen, die fast vollständige Stilllegung des Tourismussektors und strenge Bewegungseinschränkungen haben dazu geführt, dass viele christliche Familien ihre Einkommensquellen verloren haben und nun ums Überleben kämpfen. Auf israelischem Staatsgebiet halten sich lokalen Angaben zufolge um die 100 000 christliche Migranten und Asylsuchende auf. Das Lateinische Patriarchat hat für sie im Jahr 2021 ein eigenes Vikariat für Migranten und Asylsuchende eingerichtet. Bis zu seiner Abtswahl wurde es von Pater Dr. Nikodemus Schnabel aus der deutschsprachigen Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg geleitet.


Christen zwischen den Fronten
Palästinenser – Muslime und Christen – werden zunehmend gesellschaftlich an den Rand gedrängt. Zudem sind Christen immer massiverer Gewalt durch sowohl ultra-orthodoxe jüdische wie auch islamistische Fundamentalisten ausgeliefert. Das Tragen einer Kreuzkette in der Öffentlichkeit kann bereits ausreichen, um massiv verbal und körperlich angegangen zu werden. Als kleine Minderheit zwischen den Fronten, die sich beide zunehmend radikalisieren, wird das Leben für Christen im Heiligen Land mit jedem Tag gefährlicher. Abt Nikodemus wird in Jerusalem praktisch täglich angespuckt. Als er vor 20 Jahren herzog, passierte ihm das vielleicht alle sechs Monate.
Christen werden auch Opfer in Gaza. Seit Ausbruch der Kriegshandlungen kamen in Gaza schon mindestens 30 der total 1000 Christen ums Leben. Von ihnen sind rund 130 Katholiken.


Gezielte Hilfe für die Christen vor Ort

«Kirche in Not (ACN)» unterstützt die leidenden Menschen im Heiligen Land durch vielfältige Projekte – in den vergangenen Monaten mit insgesamt CHF 700 000. So wird eine Initiative des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem (LPJ) unterstützt, um die dauerhafte Versorgung der Familien in den isolierten christlichen Gemeinden im Gazastreifen mit grundlegenden Gütern wie Hygieneartikeln, Medikamenten, Lebensmitteln und Treibstoff sicherzustellen. Im Westjordanland und in Ostjerusalem wird den Christen vorrangig mit medizinischer Versorgung, Lebensmittelgutscheinen sowie Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts, insbesondere für Mietzahlungen und die Zahlung von Rechnungen für Wasser und Strom geholfen. Zudem mussten Hunderte Christen aufgrund des Krieges fliehen. Ihnen werden nun Unterkünfte – hauptsächlich in Klöstern, Pilgerherbergen und anderen kirchlichen Einrichtungen – zur Verfügung gestellt. Um diese Hilfe ermöglichen zu können, bittet das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» im Rahmen der Wallfahrt um Unterstützung.


Solidarität in Einsiedeln «Kirche in Not (ACN)» lädt zur Wallfahrt nach Einsiedeln ein, um den Schutz der Muttergottes zu erbitten. In der Heiligen Messe wird der Not leidenden Menschen im Heiligen Land gedacht und für Frieden und Versöhnung gebetet. Das Podiumsgespräch soll helfen, die komplexe Situation im Heiligen Land besser zu verstehen.
Dr. Nikodemus Schnabel OSB (*1978 Stuttgart), Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, und Msgr. Paulus Sati CSsR (*1978 Irak), Chorbischof und Verantwortlicher für die nationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden in der katholischen Kirche Ägyptens, diskutieren über die Lage im Heiligen Land. Die Moderation übernimmt Susanne Brunner (*1964 Wetzikon), Auslandchefin Radio SRF. Zwischen 2018 und 2022 war sie Korrespondentin von Radio SRF und für SRF News im Nahen Osten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Einzig für das Mittagessen im ZWEI RABEN ist eine Anmeldung unter www.kirche-in-not.ch bis am 12.05.2024 erforderlich.

Quelle: Kirche in Not Schweiz

Mittwochskolumne: Christi Himmelfahrt

Bern (novaradio.ch): Am Donnerstag feiert die Kirche Christi Himmelfahrt. Eine meiner Lieblingsstellen des Neuen Testaments wird uns morgen in der Lesung vorgetragen. Wir hören aus der Apostelgeschichte, wie die beiden Engel den Jüngern nach der Himmelfahrt Christi zurufen, die Jünger sollten nicht einfach herumstehen und in den Himmel starren. Der Herr komme genauso plötzlich und unerwartet zurück, wie er in den Himmel aufgenommen wurde. Für mich ist diese Stelle die unmissverständliche Aufforderung Gottes, aktiv tätig zu sein. Jesus Christus zu folgen bedeutet nicht, einfach darauf zu warten, dass Jesus wiederkommt, sondern zu versuchen, das Reich Gottes hier auf Erden durch die unermüdliche Verkündigung der Frohen Botschaft und durch Taten der Nächstenliebe zu verwirklichen. Die Kirche ist nicht von 11 Menschen auf mehr als eineinhalb Milliarden Katholiken in 2000 Jahren angewachsen, weil die Jünger Jesu nur in den Himmel geschaut haben und herumgestanden sind. Natürlich ist es heilsam für die Seele, sich den Himmel vorzustellen und davon zu träumen, wie es sein muss, Gott zu schauen. Aber das ist nicht unser Auftrag hier auf Erden. Um Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen, müssen wir mit beiden Füssen auf dem Boden stehen und unseren Blick auch auf die irdische Realität werfen, die halt nicht so perfekt ist, wie wir uns dies wünschen. Wir müssen versuchen, in dieser unperfekten Welt zu wirken und dabei Gutes zu tun. Gerade in der jetzigen Situation in der Schweizer Kirche ist die Versuchung gross, sich als gläubiger Katholik abzuschotten. Viele fromme Katholiken gehen an die Heiligen Messen, beten den Rosenkranz und versuchen, im Alltag gute Christen zu sein. Sie erheben jedoch nicht ihre Stimme, wenn es darum geht, Missstände in der Kirche zu bekämpfen. Wenn wir an Christi Himmelfahrt zurechtgewiesen werden, nicht in den Himmel zu starren, dann ist dies ein Aufruf an jeden Einzelnen, kein «Konsumkatholik» zu sein, der nur für sich glaubt und lebt, sondern für eine authentische Kirche einzustehen. Es darf nicht sein, dass gerade in unserem Bistum Basel so viele glaubenstreue Priester Probleme haben, währenddem heterodoxe Laientheologen und ständige Diakone liturgische und sakramentale Missbräuche begehen können, ohne vor Konsequenzen Angst haben zu müssen. Wir Gläubigen müssen uns von unserer Lauheit befreien und alle Möglichkeiten nutzen, um der Kirche zu dienen. Das Böse ist immer ein Mangel am Guten. Bei seiner Rückkehr, die plötzlich sein wird, wird jeder Jünger Jesu Rechenschaft dafür ablegen müssen, was er für die Kirche und seine Mitmenschen getan hat. Setzen wir uns für eine authentische und glaubwürdige Kirche ein, damit Jesu uns bei seiner Rückkehr nicht beim Herumstehen und Starren in den Himmel überrascht. DR

NEWS: Priester aus Chicago „segnet“ Lesben als „heilige Ehefrauen“ in blasphemischer Zeremonie und zitiert Papst Franziskus

Die „Segnung“ der Beziehung zweier lesbischer Paare durch einen Priester aus Chicago ist ein alarmierender Beweis dafür, dass die „Segnung“ von „irregulären Paaren“, die von den Fiducia Supplicans befürwortet wird, trotz der Proteste des Vatikans, nichts weiter als ein Schritt in Richtung homosexueller „Ehen“ sein könnte, die schließlich als Sakrament behandelt werden.

Pater Joseph S. Williams, Pfarrer der Pfarrei St. Vincent de Paul in der Erzdiözese von Kardinal Blase Cupich in Chicago, fragte die Frauen, als sie nicht weit vom Altar entfernt standen, einander zugewandt und Händchen haltend: „Verpflichtet ihr euch freiwillig, euch als heilige Eheleute zu lieben?“

„Das tun wir, das tue ich“, antworteten die Lesben Kelli Beard und Myah Knight.

„Liebe Gott, vermehre und weihe die Liebe, die Kelli und Myah füreinander empfinden“, sagte Williams, der mit einer Alb und einer Stola bekleidet war.

„Die Ringe, die sie ausgetauscht haben, sind ein Zeichen ihrer Treue und ihres Engagements“, sagte Williams. „Mögen sie weiterhin in deiner Gnade und deinem Segen gedeihen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“

„Gottes Segen sei dein, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist“, sagte der Priester, während er das Kreuzzeichen über dem lesbischen „Paar“ machte, das sich ebenfalls bekreuzigte.

Die katholische Kirche hat immer gelehrt, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist und in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und dem Naturgesetz in sich ungeordnet ist. Man kann nicht sagen, dass Menschen in homosexuellen Beziehungen „einander lieben“, denn Liebe bedeutet, „das Wohl des anderen zu wollen“, wie es der heilige Thomas von Aquin ausdrückte.

Darüber hinaus ist Williams‘ Anrufung Jesu Christi und der Heiligsten Dreifaltigkeit ein schwerwiegender Akt der Blasphemie, der den Namen Gottes missbraucht, um Sodomie zu befürworten, eine Sünde, die „zum Himmel nach Rache schreit“. Sein Mißbrauch der Kirche und der heiligen Gegenstände für den skandalösen homosexuellen „Segen“ ist ein Sakrileg.

Kelli Beard, die das Video des „Segens“ am 22. April auf ihrem Instagram-Account postete, ist eine methodistische Pfarrerin. In der Bildunterschrift schrieb sie: „Myah wollte schon immer in der Kapelle ihrer Alma Mater heiraten, also überraschte ich sie mit einem Segen unserer Ehe! [sic]“

Myah Knight ist eine professionelle Beraterin, die sich selbst als „QTBIPOC-Person“ beschreibt, d.h. als „queere, trans, schwarze, indigene Person of Color“, die sich auf den „Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Identität“ konzentriert. Im Jahr 2022 gründete sie eine sogenannte „religiöse Trauma-Selbsthilfegruppe“ für „Queer folx“.

Williams sagte gegenüber OSV News, dass er Fiducia Supplicans so verstehe, „dass der Heilige Vater gesagt hat, dass gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden können, solange es sich nicht um eine Ehesituation handelt… Solange klar ist, dass es keine Ehe ist.“

Dem Video der kurzen Zeremonie nach zu urteilen, ist es jedoch alles andere als offensichtlich, dass dies „keine Ehesituation widerspiegelte“. Im Gegenteil, der „Segen“ spiegelte eine Hochzeitszeremonie wider, bei der der Priester liturgische Gewänder trug und die beiden Frauen als „Ehefrauen“ bezeichnete.

Beard fügte in ihrem Instagram-Videobeitrag eine Reihe vielsagender Hashtags hinzu, darunter: „#catholic Segen“, „#same Sexhochzeit“ und „#same Sexehe“.

„Das war nicht nur ein Segen“, betonte Michael Hichborn, Präsident des Lepanto-Instituts. „Es handelte sich um einen Austausch von Gelübden sodomitischer Treue.“

„Wenn dies NICHT bestraft wird, dann müssen wir davon ausgehen, dass dies die beabsichtigte Wirkung des Dokuments ist“, fügte er hinzu.

In jedem Fall billigt die „Segnung“ eines homosexuellen „Paares“ notwendigerweise ihre sodomitische Beziehung – die Grundlage dafür, dass sie ein „Paar“ sind – im Widerspruch zur katholischen Lehre. Zahlreiche Bischofskonferenzen haben Fiducia Supplicans zurückgewiesen, und prominente Prälaten und Theologen, darunter Kardinal Robert Sarah und Pater Gerald Murray, haben das Dokument verurteilt, weil es Häresie enthalte.

Quelle: Lifesitenews

FSSP: Neue Termine

  • Übermorgen, zum hohen Fest Christi Himmelfahrt, ergeht eine herzliche Einladung zu einer feierlichen heiligen Messe in der Klosterkirche zu Rheinau. Anschließend spazieren wir zum Rheinfall. – Mehr dazu finden Sie ebenfalls im Anhang.
  • Für das Eheseminar in der Pfingstwoche in Marienfried wären noch Plätze frei!
  • Unsere Schweizer CKJ veranstaltet mit viel Einsatz vom 14. – 20. Juli 2024 eine Ferienfreizeit für Kinder. Besonders für die Mädchen dürften gut und gerne noch einige Anmeldungen hinzukommen. Ich empfehle das wärmstens! Infos: anjakatharina.schreiber@gmail.com
  • Am kommenden Samstag, 11. Mai, mache ich mit meinen Erstkommunionfamilien einen Ausflug mit einer hl. Messe im Sakramentswald zu Giswil (Kanton Obwalden). Anschließend wird grilliert. Ob sich noch jemand dafür interessiert?
  • Für die Ignatianischen Exerzitien vom 10. – 15. September in Schönstatt sind noch Plätze frei.

Mit einem österlichen Gruß,

P. Martin Ramm FSSP

NEWS: Prominente Katholiken fordern, dass Papst Franziskus zurücktreten soll!

Eine Gruppe von 17 Wissenschaftlern und Aktivisten hat eine lange Erklärung veröffentlicht, in der sie Papst Franziskus zum Rücktritt auffordern oder vom Kardinalskollegium formell zum Rücktritt aufgefordert werden. 

Die 17 Unterzeichner erklärten, Franziskus habe mit seinen Worten und Taten „eine beispiellose Krise in der katholischen Kirche verursacht“ und dem Papst seit seiner Thronbesteigung im März 2013 „großen Schaden zugefügt“.

In einer Erklärung, die am späten Abend des 2. Mai veröffentlicht wurde, erklärten die Unterzeichner, dass „die Mitglieder der Hierarchie der Kirche die Pflicht haben, zu handeln, um zu verhindern, dass Franziskus weiteren Schaden anrichtet“. Sie fügten hinzu:

Wir fordern daher Papst Franziskus auf, sein päpstliches Amt niederzulegen und für seine Taten Buße zu tun. Wenn er dies nicht tut, fordern wir die Kardinäle und Bischöfe der katholischen Kirche auf, Papst Franziskus aufzufordern, das Amt des Papstes niederzulegen.

Sollte dies nicht geschehen, forderten die Unterzeichner die Kardinäle und Bischöfe auf, zu erklären, dass Franziskus irgendwie das Papsttum verloren hat:

Wenn er sich weigert, zurückzutreten oder die Häresien, die er verteidigt hat, zu widerrufen, bitten wir sie, zu erklären, dass er das päpstliche Amt verloren hat.

Die Unterzeichner führen die erwähnte „beispiellose Krise“ auf zwei Dinge zurück:

Papst Franziskus hat kriminelle Handlungen begangen, die der Kirche und den einzelnen Gläubigen schweren Schaden zugefügt haben.

Er hat gezeigt, dass er den katholischen Glauben ablehnt, und er hat daran gearbeitet, den Glauben anderer Katholiken zu zerstören.

Unterzeichner und ihre Vorwürfe

Die siebzehn Unterzeichner setzen sich aus Akademikern, Aktivisten aus verschiedenen Bereichen des kirchlichen Lebens und einem Priester zusammen: 

  • Rev. Linus F. Clovis, Ph. D., MSc, JCL, STB
  • Yves Daoudal: Chefredakteur von Reconquête und Vizepräsident des Charlier Center
  • Dániel Fülep: Theologe, Ungarn
  • Michael Kakooza, Ph. D.: Strategisches Management, Ostafrika
  • Thaddeus J. Kozinski, Ph. D.: Professor für Philosophie, Memoria College
  • Peter A. Kwasniewski, Ph. D.
  • John R.T. Lamont, DPhil
  • John Rist, Ph. D.: Professor für Klassische Philologie und frühchristliche Philosophie und Theologie (a.D.)
  • Dr. Cesar Felix Sánchez Martínez: Professor für Philosophie, Universidad Nacional de San Agustin, Peru
  • Wolfram Schrems, Mag. theol., Mag. phil.
  • Peter Stephan, Dr. phil. habil: Professor für Architekturtheorie und Kunstgeschichte, Fachhochschule Potsdam
  • Anna Silvas, Ph. D.: Spezialistin für griechische Väter, UNE, Australien (a.D.)
  • John-Henry Westen, M.A.: Gründer und Herausgeber, LifeSiteNews
  • Michael Wiitala, Ph. D.: Dozent für Philosophie, Cleveland State University
  • Elizabeth F. Yore, Esq.: Gründerin, Yore Children
  • John Zmirak, Ph. D.: Leitender Redakteur, The Stream

Die lange Erklärung enthält eine Zusammenfassung seiner Interaktionen und seines Umgangs mit einer Reihe von hochkarätigen Persönlichkeiten der Kirche, wie den Kardinälen Godfried Danneels, Reinhard Marx, Theodore McCarrick, Wilton Gregory und Víctor Manuel Fernández. Die umfangreiche Liste von Personen, die von den Unterzeichnern vorgelegt wurde, sei Teil von Franziskus‘ „Bilanz des Schutzes sexueller Missbrauchstäter“, die „seinen Charakter und seine Arbeitsweise veranschaulicht“. 

Die Unterzeichner beschuldigen Franziskus, „andere Verbrechen als Häresie“ begangen zu haben, und bescheinigen, dass die aufgeführten Handlungen „Verbrechen sind, weil sie entweder gegen das kanonische Recht, das Recht der weltlichen Zustände, das Naturrecht, das göttliche positive Recht oder eine Kombination von Gesetzen aus diesen verschiedenen Rechtssystemen verstoßen“.

Sie listen auch eine Reihe anderer Handlungen auf, die Franziskus während seines Pontifikats durchgeführt hat, wie z.B. seinen geheimen Deal mit China, seine Einschränkung der traditionellen Messe und die Genehmigung von Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare, während sie weiter bescheinigen, dass Franziskus „öffentlich und hartnäckig einer Reihe zentraler Lehren des katholischen Glaubens widersprochen hat“.

Die Unterzeichner gaben Franziskus jedoch nicht die ganze Schuld und erklärten, er sei „ein Produkt einer umfassenderen Krise in der Kirche“. Die Unterzeichner gaben einen historischen Abriss über die Entwicklung der Moderne und schrieben, dass „während des komplexen Ereignisses des Zweiten Vatikanischen Konzils die Neomodernisten beträchtlichen Einfluss erlangten“.

Rücktritt oder Absetzung

Nachdem die Unterzeichner ihre Liste der Vorwürfe gegen den Papst detailliert dargelegt hatten, forderten sie die Kardinäle und Bischöfe auf, gegen Franziskus vorzugehen, falls er nicht freiwillig zurücktritt: 

Es ist ein Fehler und eine Sünde, wenn gläubige Bischöfe und Kardinäle nichts tun, in der Hoffnung, dass Papst Franziskus bald stirbt und durch einen besseren ersetzt wird. Papst Franziskus fügt den Seelen und der Kirche Tag für Tag unablässiges Leid zu. Die Gläubigen haben ein Recht darauf, von ihren gläubigen Hirten zu erwarten, dass sie sie vor seinen Angriffen schützen. Diese Hirten haben vor Gott die Pflicht, sie zu beschützen, und wenn sie diese Pflicht nicht erfüllen, wird sie ewige Strafe nach sich ziehen.

„In einem ersten Schritt sollten die Bischöfe und Kardinäle der Kirche alle Anstrengungen unternehmen, um Papst Franziskus zum Rücktritt zu bewegen“, schrieben sie. Sie räumten zwar ein, dass ein Rücktritt des Papstes „ein außergewöhnliches Ereignis ist, das nicht passieren sollte“, argumentierten aber, dass der Rücktritt von Franziskus „das geringste Übel wäre, das es gibt“.

Sollte er nicht zurücktreten, so argumentierten die Unterzeichner, sei es „die Pflicht der Bischöfe und Kardinäle, zu erklären, dass er das päpstliche Amt wegen Häresie verloren hat“. Für den Fall, dass es keine ausreichend große Zahl von Kardinälen und Bischöfen gibt, um die Erklärung zu verfassen, fordern die Unterzeichner die Prälaten auf, eine Gruppe zu bilden, um „die Gläubigen öffentlich vor seinen Verbrechen und Häresien zu warnen, zu erklären, dass seine Amtszeit im päpstlichen Amt aufgrund seiner Häresie in Frage steht, und die Gläubigen zu ermahnen, seinen Aussagen nicht zu glauben oder seinen Befehlen nicht zu gehorchen, es sei denn, es ist aus unabhängigen Gründen klar, dass Diese Erklärungen und Anordnungen sollten respektiert werden.“

Hier der ganze Text:

Aufruf zum Rücktritt von Papst Franziskus

Veröffentlicht unterRorate Caeli Fest

des Heiligen Athanasius, 2. Mai 2024

Seit 2013 haben die Worte und Taten von Papst Franziskus eine beispiellose Krise in der katholischen Kirche verursacht und der Kirche und der ganzen Welt großen Schaden zugefügt. Die Mitglieder der Hierarchie der Kirche haben die Pflicht zu handeln, um zu verhindern, dass Franziskus weiteren Schaden anrichtet.

Wir fordern daher Papst Franziskus auf, sein päpstliches Amt niederzulegen und seine Taten zu bereuen und zu büßen.

Sollte er dies nicht tun, fordern wir die Kardinäle und Bischöfe der katholischen Kirche auf, Papst Franziskus zum Rücktritt vom Amt des Papstes aufzufordern. Wenn er sich weigert, zurückzutreten oder die von ihm vertretenen Häresien zu widerrufen, fordern wir, dass sie erklären, dass er das päpstliche Amt verloren hat.

Diese Krise ist auf zwei Dinge zurückzuführen:

  1. Papst Franziskus hat kriminelle Handlungen begangen, die der Kirche und einzelnen Gläubigen schweren Schaden zufügten.
  • Er hat gezeigt, dass er den katholischen Glauben ablehnt, und hat daran gearbeitet, den Glauben anderer Katholiken zu zerstören.

1. Verbrechen von Papst Franziskus

1.1 Andere Verbrechen als Häresie

1. Er hat Straftaten begangen, die einzelnen Gläubigen und der Kirche schweren Schaden zugefügt haben.

Die unten aufgeführten Handlungen sind Straftaten, weil sie entweder gegen das kanonische Recht, das Recht weltlicher Staaten, das Naturrecht, das göttliche positive Gesetz oder eine Kombination von Gesetzen dieser verschiedenen Rechtssysteme verstoßen. Die Beziehungen dieser verschiedenen Rechtssysteme sind komplex; Beispielsweise ist der Schutz sexueller Missbrauchstäter durch die Nichtanzeige ihrer Straftaten oder durch die Platzierung in Positionen, in denen von ihnen erwartet werden kann, dass sie weiterhin missbrauchen, in einigen Staaten ein Verbrechen, in anderen jedoch nicht. Die unten aufgeführten Verbrechen von Papst Franziskus verstoßen alle gegen einen oder mehrere der folgenden Kanons des lateinischen Kodex: Kanones 383 § 1, 392 § 1 und § 2, 1311 § 2, 1326 § 1, 1378 § 1 und § 2 und 1399. Diese Kanones basieren alle auf dem Naturrecht oder dem göttlichen positiven Gesetz, es handelt sich also nicht um solche, aus denen auf den Papst kann verzichtet werden. Es sollte daran erinnert werden, dass die Kirche durch göttliches Recht die Macht hat, für ihre Mitglieder Gesetze zu erlassen und ihnen rechtliche Strafen sowohl zeitlicher als auch geistiger Art aufzuerlegen, und diese Gesetzgebung ist nicht weniger real und hat nicht weniger Kraft als die Gesetzgebung der Zivilstaaten.

1.1.A. Schutz krimineller Sexualstraftäter und Schutz religiöser Oberer, die selbst kriminelle Sexualstraftäter schützen.

Bischöfe und religiöse Obere, die kriminelle sexuelle Missbraucher schützen, sind selbst Kriminelle, daher ist der Schutz und die Förderung solcher Personen durch Papst Franziskus selbst ein Schutz von Kriminellen. Es hat eine besonders schädliche Wirkung, weil es Kriminellen dieser Sorte vermittelt, dass der Schutz sexueller Missbrauchstäter bei ihm nicht nur „sicher“ ist, sondern wahrscheinlich auch zu einer Beförderung führen wird. Die Förderung dieser Kriminellen durch Papst Franziskus war sowohl vor als auch nach seiner Wahl zum Papst so umfassend und über einen so langen Zeitraum, dass dies nur als bleibende Absicht und gewohnheitsmäßige Politik angesehen werden kann. Er hat eine große Anzahl dieser Personen in das Kardinalskollegium berufen und ihnen so erheblichen Einfluss auf die Wahl des nächsten Papstes gegeben und sie in die Führungsspitze der kirchlichen Macht in der römischen Kurie und der amerikanischen katholischen Kirche eingesetzt.

Die Art und Weise, wie Papst Franziskus diese Kriminellen beschützt, verschlimmert sein Vergehen. Er hat wiederholt und dreist über seine Taten gelogen und die Opfer dieser Verbrechen verleumdet.

Zusätzlich zu den unten aufgeführten konkreten Fällen sollte hinzugefügt werden, dass Papst Franziskus die von

Papst Benedikt XVI. eingeführten mäßig wirksamen Verfahren zur Behandlung von Fällen sexuellen Missbrauchs von

Minderjährigen abgeschafft und durch ineffektive Vorschriften, Personal und Organisationen ersetzt hat Dies brachte den

Prozess des wirksamen Umgangs mit sexuellem Missbrauch in der Kirche zum Stillstand. Franziskus begleitete diese

Sabotage der Justiz mit häufigen öffentlichen Äußerungen, wie wichtig es sei, sexuellem Missbrauch ein Ende zu setzen.

Papst Franziskus war schon vor seiner Ernennung zum Papst als Erzbischof von Buenos Aires (1998–2013) und Präsident der argentinischen Bischofskonferenz (2005–2011) zum Schutz von sexuellen Missbrauchstätern bekannt. Das schlimmste Beispiel für diesen Schutz ist hier aufgeführt, da es seinen Charakter und seine Persönlichkeit verdeutlichtModus Operandi.

1

FRJULIOGRASSI

Pater Julio Grassi gründete und leitete Happy Children-Heime für Straßenkinder in Argentinien. In diesen Einrichtungen missbrauchte er Jungen sexuell. 2009 wurde er von einem argentinischen Gericht wegen Missbrauchs einer von ihnen verurteilt. Mit großem Aufwand gab Erzbischof Bergoglio einen 2.600 Seiten umfassenden Bericht in Auftrag, um Pater Dr. Grassi durch Verleumdung seiner Opfer. Der Bericht sollte die argentinischen Richter am Obersten Gerichtshof von Grassis Unschuld überzeugen und wurde vom Gericht als Versuch, in die Justiz einzugreifen, verurteilt. Als Erzbischof Bergoglio wegen des Berichts befragt wurde, log er, indem er erklärte, dass er nichts damit zu tun gehabt habe. Grassi konnte bis 2013 einer Gefängnisstrafe entgehen, auch dank Bergoglios Intervention. Grassi sagte aus, dass er die persönliche Unterstützung von Bergoglio habe.1

Nach seiner Wahl zum Papst im Jahr 2013 schützte und/oder förderte Papst Franziskus viele Sexualstraftäter und Bischöfe, die sexuellen Missbrauch vertuschten. Einige herausragende Beispiele sind die folgenden:

CARDINALGODFRIEDDANNEELS

Kardinal Danneels verteidigte das Katechismus-Lehrbuch „Roeach“, das in Belgien unter seiner Leitung verwendet wurde.

Thority, das Pädophilie förderte, und lehnte es ab, es ändern oder entfernen zu lassen. Er handelte, um den pädophilen Bischof Roger Vangheluwe zu schützen, nachdem bekannt wurde, dass Vangheluwe seinen eigenen Neffen sexuell missbrauchte, beginnend, als dieser fünf Jahre alt war. Als der damals erwachsene Neffe Danneels aufforderte, etwas gegen Vangheluwe zu unternehmen, weigerte sich Danneels, forderte den Neffen auf, über den Missbrauch Stillschweigen zu bewahren, und sagte dem Neffen, er solle seine eigene Schuld eingestehen. Diese Aktionen waren im Jahr 2010 öffentlich bekannt. Kardinal Danneels stand an der Seite von Papst Franziskus auf dem Balkon des Petersdoms, als der Papst nach seiner Wahl zum ersten Mal öffentlich auftrat. Papst Franziskus ernannte ihn zu einem seiner persönlichen Kandidaten für die erste und zweite Familiensynode. Bei seinem Tod im Jahr 2019 lobte ihn Papst Franziskus als „eifrigen Pfarrer“, der „der Kirche mit Hingabe gedient“ habe.2

CARDINALJOZEF DEKESEL

Im Jahr 2014 ernannte Kardinal de Kesel, damals Bischof von Brügge, Pater Tom Flamez zum Pfarrer, nachdem er wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Er hat Fr. nicht entfernt. Antoon Stragier war bis 2015 im Amt, obwohl Stragiers Verbrechen der Diözese bereits 2004 bekannt wurden. Papst Franziskus wählte Bischof de Kesel im November 2015 zum Erzbischof von Mechelen-Brüssel und ernannte ihn im November 2016 zum Kardinal.3

CARDINALREINHARDMARX

Kardinal Marx gab zu, als Bischof von Trier zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch vertuscht zu haben, und bot

Papst Franziskus 2021 seinen Rücktritt an, wobei er diese Vertuschung als Grund nannte. Papst Franziskus lehnte seinen

Rücktritt ab und Marx ist weiterhin Metropolitenerzbischof von München und Freising.4

CARDINALCORMACMURPHY-O’CONNOR

Im Jahr 2008 teilte eine Frau den Behörden der englischen Kirche mit, dass O’Connor sie im Alter zwischen 13 und 14 Jahren sexuell missbraucht habe. Die Frau hatte zuvor berichtet, von einem anderen englischen Priester, Pater Michael Hill, sexuell missbraucht worden zu sein, der daraufhin vor einem britischen Gericht für dieses Verbrechen verurteilt wurde. Hill war zuvor wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen aus dem Pfarramt entlassen worden, aber Murphy-O’Connor, damals Bischof von Arundel und Brighton, hatte Hill wieder in das Pfarramt aufgenommen, indem er ihn zum Kaplan am Flughafen Gatwick ernannte. Hill beschimpfte in diesem Beitrag weiterhin Minderjährige. 2013 wies Papst Franziskus Kardinal Gerhard Ludwig Müller an, die Ermittlungen gegen Murphy-O’Connor wegen sexuellen Missbrauchs einzustellen.5

CARDINALÖNARBERODRIGUEZMARADIAGA

Kardinal Rodriguez Maradiaga versäumte es, auf zahlreiche Vorwürfe des Weihbischofs von Tegucigalpa, Jose Juan Pineda Fasquelle, wegen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber Seminaristen einzugehen, der nach Bekanntwerden der Vorwürfe zurücktrat. Maradiaga weigerte sich, den Beschwerden von 48 von 180 Seminaristen über homosexuelles Fehlverhalten im Seminar in Honduras nachzugehen, und griff stattdessen die Beschwerdeführer an. Papst Franziskus ernannte Maradiaga zum Mitglied und Koordinator des Rates der neun Kardinäle, den er 2013 gegründet hatte, um ihn bei der Leitung der Weltkirche zu beraten. Am 15. Oktober 2020 erneuerte Papst Franziskus die Ernennung von Rodriguez Maradiaga zum Koordinator des Rates der Kardinalberater.6

2

FORMERCARDINALTHEODOREMCCARRICK

Der frühere Kardinal McCarrick hatte eine jahrzehntelange Karriere damit, Seminaristen zu ermutigen und sie unter Druck zu setzen, sich zu engagieren

in homosexuellen Beziehungen mit ihm. Papst Franziskus wurde 2013 persönlich über dieses Verhalten informiert und ihm wurde mitgeteilt, dass Papst Benedikt ihm Beschränkungen auferlegt habe. McCarrick war häufig nach Argentinien gereist, um Seminaristen zu besuchen, als Papst Franziskus Erzbischof von Buenos Aires war. Papst Franziskus befreite McCarrick von den Einschränkungen seiner Tätigkeit, die Papst Benedikt XVI. aufgrund der Berichte über seine Verbrechen verhängt hatte, und setzte ihn für viele wichtige Aufgaben ein, darunter Reisen als Vertreter des Heiligen Stuhls nach Israel, Armenien und China , Iran und Kuba. Er begleitete Papst Franziskus auf seinen Reisen nach Israel und Kuba. Er wurde erst 2018 aus dem Amt entlassen, nachdem in den Medien ausführlich über seine Übergriffe auf Seminaristen berichtet wurde.7

Papst Franziskus hat einen Kreis von Männern mit Verbindungen zum ehemaligen Kardinal McCarrick in wichtige Posten berufen. Diese

Dazu gehören die unten beschriebenen Kardinäle Robert McElroy, Joseph Tobin, Wilton Gregory und Kevin Farrell.

CARDINALBLAISECUPICH

Papst Franziskus ernannte Cupich 2014 zum Erzbischof von Chicago und ernannte ihn zum Kardinal und Mitglied der Kirche die Kongregation für die Bischöfe im Jahr 2016. McCarrick hatte sich für seine Ernennung in Chicago eingesetzt.8

CARDINALJOSEPHTOBIN

Papst Franziskus ernannte Tobin, Erzbischof von Indianapolis, 2016 zum Kardinal und zum Erzbischof von Newark. McCarrick war von 1986 bis 2000 sein Vorgänger als Erzbischof von Newark und hatte in diesem Amt zahlreiche Verbrechen begangen. Die Erzdiözese Newark hatte 2005 eine Zahlung an einen von McCarrick misshandelten Seminaristen geleistet. Tobin weigerte sich, auf eine Beschwerde über Missbrauch durch McCarrick zu antworten, die ihm 2018 von Michael Reading, einem ehemaligen Seminaristen, zugesandt worden war.

9

CARDINALWILTONGREGORY

Kardinal Gregory arbeitete mit McCarrick an der Ausarbeitung der Dallas-Charta von 2002, die den amerikanischen katholischen Bischöfen Verfahren für die Reaktion auf Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch Geistliche vorsah. Die Verfahren der Charta waren wirkungslos und enthielten auffälligerweise keine Bestimmung zum Umgang mit Anschuldigungen gegen Bischöfe. Als Bischof von Belleville, Illinois, wurde Gregory wegen Missachtung des Gerichts festgehalten, weil er sich geweigert hatte, die Unterlagen eines Priesters herauszugeben, dem Sexualverbrechen vorgeworfen wurden. Als Erzbischof von Atlanta (Georgia) lehnte er erfolgreich ein Gesetz ab, das die Verjährungsfristen für Schadensersatzklagen wegen sexuellen Missbrauchs verlängern würde. Papst Franziskus ernannte ihn 2019 zum Erzbischof von Washington und ernannte ihn 2020 zum Kardinal.10

CARDINALROBERTMCELROY

McElroy wurde 2015 zum Bischof von San Diego ernannt. Er war ein enger Mitarbeiter des ehemaligen Kardinals McCarthy. Rick. Im Jahr 2014 berichtete Rachel Mastrogiacomo, dass Pater Jacob Bertrand, ein Priester der Diözese San Diego, hatte sie satanischen rituellen Misshandlungen ausgesetzt. Andere Frauen berichteten ähnlich. Bertrand bekannte sich gegenüber den Diözesanbehörden schuldig. Als Reaktion auf diese Berichte wurde Betrand einfach in eine andere Gemeinde verlegt. Erst als Mastrogiacomo zur Polizei ging, entließ McElroy ihn aus dem Ministerium. Die Diözese San Diego behauptete fälschlicherweise, über keine Akten über Bertrands Aktivitäten zu verfügen, und fügte hinzu, dass sie diese selbst dann nicht zur Verfügung stellen würde, wenn sie über solche Akten verfügten. Im Jahr 2018 wurde Bertrand von einem amerikanischen Gericht wegen kriminellen sexuellen Fehlverhaltens verurteilt. Zuvor hatte er dem Apostolischen Administrator der Diözese San Diego gestanden, dass er Mastrogiacomo vergewaltigt hatte, während er die Messe feierte und sich an perversen Ritualen beteiligte. Im Jahr 2016 teilte der kirchliche Experte für sexuellen Missbrauch Richard Sipe McElroy mit, dass McCarrick ein Serientäter sei. Er schwieg und unternahm keine Maßnahmen. Papst Franziskus ernannte McElroy, einen Suffraganbischof von Los Angeles, im Jahr 2022 zum Kardinal.11

CARDINALDONALDWUERL

Kardinal Wuerl erlaubte Pater. George Zir sollte seinen Dienst fortsetzen, nachdem er erfahren hatte, dass er zahlreiche Verbrechen des sexuellen Missbrauchs begangen hatte. Wuerl trat als Erzbischof von Washington zurück, nachdem seine Handlungen in diesem und anderen Fällen sexuellen Missbrauchs in einem Bericht der Grand Jury in Pennsylvania kritisiert wurden. Als Wuerl zurücktrat, lobte Papst Franziskus ihn für seinen Adel, behielt ihn als apostolischen Administrator für die Erzdiözese Washington und behielt ihn als Mitglied der Kongregation für die Bischöfe.12

3

BICH KAUFE EINJUANBARROSMADRID

Barros vertuschte die schweren Sexualverbrechen von Pater. Fernando Karadima, der 2011 von einem Kirchengericht wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Papst Franziskus ernannte Barros 2015 zum Bischof von Osorno, obwohl Barros selbst Einwände gegen die Ernennung erhob, trotz des Widerstands der chilenischen Bischöfe und trotz heftiger Proteste der Gläubigen. Papst Franziskus bezeichnete die Barros-Kritiker als Verleumder. Bischof Barros trat 2018 zurück, als sich die Krise der Fälle von sexuellem Missbrauch in Chile verschärfte.13

CARDINALFRANCISCOJAVIERERRAZURIZÖSSA

Kardinal Errazuriz beschützte auch Pater. Fernando Karadima und versuchte, seine Opfer zum Schweigen zu bringen. Gemeinsam mit Ricardo Ezzati Andrello, seinem Nachfolger als Erzbischof von Santiago, versuchte er 2013 und 2014 zu verhindern, dass Juan Carlos Cruz, eines der Opfer Karadimas, in die Päpstliche Kommission für den Schutz Minderjähriger berufen wurde. Papst Franziskus berief Errazuriz in seinen Kardinalsrat, nachdem die Verbrechen von Karadima ans Licht kamen. Er bleibt Kardinal.14

CARDINALRICARDOEZZATIANDRELLO

Ezzati beschützte sowohl Karadima als auch Pater. Óscar Muñoz, der wegen wiederholten sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von Kindern verurteilt wurde. Er versuchte, die Ernennung von Juan Carlos Cruz, einem von Karadimas Opfern, zum Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz Minderjähriger zu verhindern. Er reichte 2016 und erneut 2018 seinen Rücktritt als Erzbischof von Santiago ein, doch Papst Franziskus weigerte sich, ihn anzunehmen; Francis akzeptierte Ezzatis Rücktritt erst 2019, einen Tag nachdem der Oberste Gerichtshof Chiles Ezzatis Antrag auf Abweisung des Zivilverfahrens gegen ihn wegen des Schutzes von Muñoz abgelehnt hatte. Er bleibt Kardinal.15

BICH KAUFE EINGUSTAVOÖNARBEZANCHETTA

Zanchetta wurde 2013 von Papst Franziskus zum Bischof von Oran in Argentinien ernannt. Als Bischof beging Zanchetta Fehlverhalten homosexuellen Charakters, einschließlich der sexuellen Belästigung von Seminaristen. Ein fotografischer Beweis dafür wurde 2015 dem Heiligen Stuhl vorgelegt. Zanchetta trat 2017 aus seiner Diözese aus, woraufhin Papst Franziskus ihn zum Assessor der Verwaltung des Erbes des Apostolischen Stuhls, der Vatikanbank, ernannte. Diese Stelle gab es vor Zanchettas Ernennung noch nicht. Zanchetta wurde 2022 in Argentinien wegen sexueller Übergriffe auf Seminaristen zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Für diese Verbrechen gab es kein kanonisches Verfahren oder Urteil, sondern wurden nur von säkularen Gerichten geahndet.16

CARDINALLUISLADARIAFFEHLERSJ

Die Kongregation für die Glaubenslehre erhielt 2009 Beschwerden gegen Pater Gianni Trotta.

und drei Jahre später wurde er des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden. Erzbischof Ladaria schrieb 2012 aus der Glaubenskongregation an den Bischof von Foggia und wies ihn an, die Gründe für die Laizisierung Trottas nicht preiszugeben. Trotta gab sich weiterhin als Priester aus und trainierte eine U11-Jungen-Fußballmannschaft in der Provinz Foggia und belästigte mehrere ihrer Mitglieder.

Trotta wurde 2015 zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Ladaria Ferrer schrieb im Namen der CDF auch an Kardinal Philippe Barbarin und wies ihn an, jeden öffentlichen Skandal bei der Disziplinierung von Pater Dr. Bernard Preynat, der 2016 in Frankreich wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt und später verurteilt wurde. Im Jahr 2018 versuchten die französischen Behörden, Ladaria Ferrer wegen des Versuchs, Preynats Verbrechen zu verheimlichen, anzuklagen, doch der Heilige Stuhl weigerte sich, ihn auszuliefern. Papst Franziskus ernannte Ladaria Ferrer 2017 zum Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre und ernannte ihn 2018 zum Kardinal.17

FR. MAUROICHNZOLI

Im Jahr 2012 hat Fr. Inzoli wurde von der Kongregation für die Glaubenslehre wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zur Herabstufung in den Laienstand verurteilt, doch Papst Franziskus intervenierte und milderte das Urteil auf Gebet, Buße und Entfernung aus dem öffentlichen Dienst. Im Jahr 2016 wurde Inzoli wegen acht Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Alter von 12 bis 16 Jahren zwischen 2004 und 2008 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Erst dann degradierte Papst Franziskus ihn in den Laienstand.18

CARDINALÖNARBECANTONI

Cantoni war Bischof von Crema, als gegen Pater mehrere Beschwerden wegen sexuellen Missbrauchs eingereicht wurden. Mauro Inzoli, seit 2010 Priester seiner Diözese. Im Jahr 2011 wurde die Glaubenskongregation gegründet

4

Verfahren gegen Inzoli. Cantoni forderte die Gläubigen von Cremona auf, den Urteilen zur Verurteilung Inzolis nicht nachzugeben. Im Jahr 2013 bat Cantoni Kardinal Coccopalmerio, bei Papst Franziskus im Namen seines ehemaligen Priesters Fr. um Gnade zu bitten. Inzoli. Der Eingriff war erfolgreich. Cantoni war für die Vertuschung des sexuellen Missbrauchs an minderjährigen Jungen im Priesterseminar St. Pius X. Minor im Vatikan verantwortlich. Papst Franziskus ernannte Cantoni 2022 zum Kardinal.19

CARDINALFRANCESCOCOCCOPALMERIO

Papst Franziskus berief Coccopalmerio in den Vorstand der Glaubenskongregation

prüft Berufungen von Geistlichen, die wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden wurden. Im Jahr 2012 stimmte Coccopalmerio gegen die Kürzung von Fr. Mauro Inzoli wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht gestellt. Papst Franziskus ernannte Coccopalmerio zum Vertreter des Vatikans beim 6. Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen im Jahr 2018 und beförderte ihn 2022 vom Kardinaldiakon zum Kardinalpriester.20

ARCHBISHOPMARIOENRICODELPINI

Als Generalvikar der Erzdiözese Mailand versetzte Delpini Pater Dr. Mauro Galli geht in eine neue Gemeinde, nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass Galli einen jungen Mann sexuell missbraucht hat. Delpini gab dies 2014 in einer gerichtlichen Aussage zu. Der Heilige Stuhl wurde darauf aufmerksam gemacht. Papst Franziskus ernannte ihn 2017 zum Erzbischof von Mailand.21

CARDINALVÍCTORMANUELFERNÁNDEZ

Als Erzbischof von La Plata verteidigte Fernández öffentlich Pater. Eduardo Lorenzo, nach einer Beschwerde wegen sexueller Belästigung

Der ursprünglich im Jahr 2008 begangene Missbrauch eines Minderjährigen kam in den Medien ans Licht. Fernández behauptete fälschlicherweise, dass die zivilrechtliche und kanonische Untersuchung dieser Beschwerde ergeben habe, dass keine Straftat vorliege. Er veröffentlichte Lorenzos Brief, in dem er den Beschwerdeführern „Verleumdungen, Beleidigungen und Diffamierungen“ vorwarf, auf der Website der Erzdiözese und reiste in Lorenzos Pfarrei, um mit ihm eine Messe zu konzelebrieren, in der Lorenzo sein Engagement für das Priestertum erneuerte. Lorenzo beging einen Tag nach seiner Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in fünf Fällen Selbstmord. Papst Franziskus ernannte Fernández 2023 zum Kardinal und Leiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre.22

CARDINALJEAN-PIERRERICARD

Im Jahr 2022 gab Ricard zu, ein 14-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Er durfte seinen Status als Kardinal behalten und Kardinal-Kurfürst, und es gab kein kanonisches Verfahren oder eine Strafe.23

CARDINALKEVINFARRELL

1978 wurde Farrell zum Priester der Legionäre Christi geweiht, der Priestervereinigung, die vom kriminellen Sexualstraftäter Marcial Maciel gegründet wurde und seine Verbrechen förderte. Farrell war Kaplan an der Katholischen Universität von Monterrey in Mexiko, der Stadt, die das Zentrum von Maciels Aktivitäten war, und war später Generalverwalter der Legionäre mit Verantwortung für Seminare und Schulen in Italien, Spanien und Irland. Anschließend wurde er in der Erzdiözese Washington, D.C. inkardiniert und arbeitete als Generalvikar für den damaligen Kardinal McCarrick, mit dem er eine Residenz teilte. Farrell behauptet, von den Verbrechen Maciels und McCarricks überhaupt nichts gewusst zu haben. Diese Behauptungen sind nicht glaubwürdig. Nachdem er Papst geworden war, ernannte Franziskus 2016 Bischof Kevin Farrell zum Kardinal und übertrug ihm die Leitung der Verwaltung des Erbes des Apostolischen Stuhls, der die Finanzen des Vatikans kontrolliert. Im Jahr 2019 wurde Farrell zum Kardinal-Camerlengo ernannt, und im Oktober 2020 wurde Farrell zum Leiter der Commission for Reserved Matters ernannt, einer vatikanischen Kommission, die festlegt, welche seiner wirtschaftlichen Aktivitäten vertraulich bleiben. Im Jahr 2023 ernannte Franziskus Farrell zum Präsidenten des Kassationsgerichtshofs, dem obersten Gericht des Staates Vatikanstadt.24

FR. NICOLACORRADI

Fr. Corradi gehört der Company of Mary an, einer italienischen Religionsgemeinschaft, die Schulen für gehörlose Kinder betreibt. Im Dezember 2013 schrieb eine Gruppe von Studenten des italienischen Provolo-Instituts in Verona an Papst Franziskus und teilte ihm mit, dass sie von Pater Franziskus sexuell missbraucht worden seien. Corradi an diesem Institut und dass Corradi immer noch mit gehörlosen und stummen Kindern in Argentinien arbeitete. Sie schickten am 9. Mai 2014 auch eine entsprechende Videobotschaft an Papst Franziskus. Im Februar 2016 wurden sie vom Vatikan darüber informiert, dass Papst Franziskus die Angelegenheit an die italienische Bischofskonferenz verwiesen habe und keine weiteren Maßnahmen ergriffen würden. Fr. Corradi hatte daher die Freiheit, weiterhin Kinder am Provolo-Institut für gehörlose und hörgeschädigte Kinder in Argentinien zu missbrauchen. Im Jahr 2016

5

Fr. Corradi wurde zusammen mit anderen Tätern verhaftet und das Institut geschlossen. 2019 wurde er von einem argentinischen Gericht zu 42 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in dem argentinischen Institut zwischen 2004 und 2016 Kinder sexuell missbraucht hatte. Die Details des Missbrauchs sind erschreckend.25

FR. MARKORUPNIK

Gegen Pater wurden bereits seit drei Jahrzehnten mehrere Vorwürfe wegen sexueller und körperlicher Übergriffe auf Nonnen erhoben. Marko Rupnik SJ, ein bekannter Künstler. Rupniks kriminelle Taten waren von außergewöhnlich abscheulicher Sakrilegie und Grausamkeit. Die Jesuiten führten eine interne Untersuchung der Anschuldigungen gegen Rupnik durch und stellten im Mai 2019 fest, dass die Anschuldigungen gegen ihn glaubwürdig waren. Die Schlussfolgerungen der Untersuchung wurden damals an die Kongregation für die Glaubenslehre weitergeleitet. Infolgedessen wurde Rupnik im Jahr 2020 exkommuniziert, weil er eine Frau freigesprochen hatte, mit der er illegale sexuelle Beziehungen gehabt hatte. Die Strafe für dieses Verbrechen kann nur vom Apostolischen Stuhl aufgehoben werden. Rupniks Exkommunikation wurde nach einem Monat aufgehoben und er wurde fast sofort eingeladen, an einer Fastenexkursion im Vatikan zu predigen. Nach der Exkommunikation erschien er in Videos, die vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben des Vatikans veröffentlicht wurden. Papst Franziskus weigerte sich zunächst, die Verjährung der kanonischen Anklagen gegen Rupnik aufzuheben, obwohl dies bei schwerwiegenden und gut begründeten Anschuldigungen üblich ist. Mehrere Rupnik-Opfer schrieben direkt an Papst Franziskus und schilderten die Misshandlungen, die sie durch ihn erlitten hatten, erhielten jedoch keine Antwort. Papst Franziskus empfing Rupnik im Januar 2022 in einer Privataudienz. Im August 2023 wurde der von den Jesuiten vertriebene Rupnik als Diözesanpriester in Slowenien aufgenommen. Im September 2023 hatte Franziskus ein privates Treffen mit Maria Campatelli, einem ehemaligen Mitglied der Loyola-Gemeinschaft von Rupnik, in der er einen Großteil seiner Misshandlungen verübte, der derzeitigen Direktorin von Rupniks Aletti-Zentrum in Rom und einer Verteidigerin von Rupnik, die seinen Opfern vorwarf, ihn zu diffamieren . Einige Tage nach diesem Treffen veröffentlichte das Vikariat der Diözese Rom einen Bericht an das Aletti-Zentrum, der Rupnik trotz aller Beweise beschönigte und Zweifel an der Legitimität seiner Exkommunikation aufkommen ließ. Papst Franziskus hob die Verjährungsfrist für die Anschuldigungen gegen Rupnik im Oktober 2023 auf, nachdem Rupniks Verbrechen massiv öffentlich gemacht worden waren, es wurden jedoch keine weiteren Verfahren gegen ihn eingeleitet. Rupniks Karriere ab 2020 lässt sich nur durch die persönliche Unterstützung von Papst Franziskus erklären.26

1.1.B. Beteiligung an einem Akt der Götzenanbetung, Schändung der Peterskirche und sakrilegische Entweihung der Messe.

Am 4. Oktober 2019 nahm Papst Franziskus an einer götzendienerischen Verehrung der heidnischen Göttin Pachamama teil. und beteiligte sich an diesem Akt der götzendienerischen Anbetung, indem er ein hölzernes Bild von Pachamama segnete. Am 7. Oktober wurde das Idol von Pachamama vor dem Hauptaltar des Petersdoms aufgestellt und dann in einer Prozession zum Synodensaal getragen. Papst Franziskus sprach in einer Zeremonie mit diesem Bild Gebete und nahm dann an dieser Prozession teil. Als hölzerne Bilder dieser heidnischen Gottheit von Katholiken, die über diese Entweihung der Kirche empört waren, aus der Kirche Santa Maria in Traspontina entfernt und in den Tiber geworfen wurden, entschuldigte sich Papst Franziskus am 25. Oktober für die Entfernung und ließ ein weiteres hölzernes Bild von Pachamama entfernen in die Kirche zurückgekehrt. Am 27. Oktober, in der Abschlussmesse der Synode, nahm er eine Schale entgegen, die bei der götzendienerischen Verehrung von Pachamama verwendet wurde, und stellte sie auf den Altar.

1.1.C. Absetzung katholischer Bischöfe ohne moralische oder rechtliche Grundlage.

Bischöfe erhalten bei ihrer Weihe die Gerichtsvollmacht, und diese Macht wird direkt von Christus empfangen (vgl. Apg 20,28; Eph 4,11-12;Lumen Gentium21-27 undNota praevia:Konzil von Trient, Sitzung XXIII, Kap. 4. und Kanons 6 und 7). Es handelt sich nicht um eine Delegation päpstlicher Macht, und Bischöfe sind keine Stellvertreter des Papstes. Die Jurisdiktion eines Bischofs über seine Diözese kann daher nicht einfach durch den Willen des Papstes aufgehoben werden.27Es muss einen Grund im natürlichen oder göttlichen Recht geben, der die Aufhebung der von Gott empfangenen Gerichtsbarkeit rechtfertigt. Die Entfernung eines Bischofs von seinem Sitz ohne kanonisches Verfahren oder Rechtsgrundlage ist ein Verbrechen gegen das göttliche Gesetz. Papst Franziskus entließ Joseph Strickland, den Bischof von Tyler, Texas, und Bischof Daniel Fernández Torres, Bischof von Arecibo in Puerto Rico, von ihren Sitzen. Dies geschah ohne triftigen Grund, ohne rechtliches Verfahren und ohne Angabe einer Erklärung.

1.1.D. Unterdrückung der traditionellen lateinischen Liturgie.

In seinem Motu proprioSummorum Pontificumerklärte Papst Benedikt XVI., dass das Messbuch von 1962, das die traditionelle lateinische eucharistische Liturgie enthielt, nie abgeschafft worden sei und dass es für seinen ehrwürdigen und alten Gebrauch gebührend gewürdigt werden müsse. In seinem Begleitschreiben zum Motu proprio stellte Benedikt XVI. fest: „Was für frühere Generationen heilig war, bleibt auch für uns heilig und groß und kann nicht plötzlich ganz verboten werden.“

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oder gar als schädlich beurteilt werden‘. Diese Aussagen bringen die Lehre der heiligen Tradition zum Ausdruck. Motu proprio von Papst Franziskus Traditionis custodesund seine nachfolgenden Eingriffe in liturgische Angelegenheiten versuchen, diese heilige Liturgie und die ihr angeschlossenen gläubigen Gemeinschaften dauerhaft zu zerstören. Dies ist offenbar ein völliger Verrat an der Rolle des Papstes bei der Bewahrung und dem Schutz der Traditionen und des spirituellen Erbes der römisch-katholischen Kirche und scheint ein Versuch zu sein, die heiligsten Traditionen der Kirche zu brechen.

1.1.E. Weisung, dass Ehebrecher unter Umständen freigesprochen werden und die Eucharistie erhalten, wenn sie wissentlich und willentlich an der Ausübung des Ehebruchs festhalten.

Im Apostolischen SchreibenAmoris laetitia,Papst Franziskus ordnete an, dass Ehebrechern unter bestimmten Umständen die Absolution zu erteilen ist, auch wenn sie beabsichtigen, am Ehebruch festzuhalten, und dass ihnen die Eucharistie zuteil werden soll, während sie offen in einer ehebrecherischen Konkubinat leben, die sie nicht aufgeben wollen (siehe unten, 2.A. ). Papst Franziskus hat bei verschiedenen Gelegenheiten öffentlich erklärt, dass die Absolution „immer“ erteilt werden muss. Der Gehorsam gegenüber dieser Weisung seitens der Beichtväter ist ein Sakrileg, da das Sakrament ungültig ist, wenn die Absolution erteilt wird, wenn der Büßer keine Absicht zur Reue zum Ausdruck bringt und sich nicht entschließt, der Sünde abzuschwören.

1.1.F. Einführung „nicht-liturgischer“ Priestersegen für ehebrecherische und homosexuelle Beziehungen.

In der ErklärungFiducia supplicans, hat das Dikasterium für die Glaubenslehre aufgrund der ohne Berufung eingelegten Unterschrift von Papst Franziskus vorgesehen, dass katholische Priester „Paare“ segnen dürfen, wenn die Grundlage der Beziehung zwischen den einzelnen Mitgliedern des „Paares“ Ehebruch, Unzucht oder homosexuelle Beziehungen sind . Dies bedeutet, dass der Oberste Papst der römisch-katholischen Kirche offenbar den höchsten moralischen Verrat begangen hat, indem er sich in seiner Gesetzgebung und Lehre sowohl dem natürlichen Sittengesetz als auch dem göttlichen Gesetz widersetzte.

1.1.G. Zusammenarbeit mit der kommunistischen Regierung Chinas.

Im Jahr 2019 entsandte Papst Franziskus Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, damals Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften und der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, um den Vatikan auf einer Organspende- und Transplantationskonferenz in Kunming, China, zu vertreten. Es ist bekannt, dass die chinesische Regierung politische Gefangene hinrichtet, um ihnen Organe für eine Transplantation zu entnehmen. Die Anwesenheit von Bischof Sorondo bei dieser Konferenz war daher besonders skandalös und grotesk. Auf der Konferenz sagte Bischof Sorondo: „Franziskus hat Liebe und Vertrauen in China; und China vertraut Papst Franziskus…. In dieser Dynamik besteht der nächste Schritt darin, eine Einigung über die Aufnahme

diplomatischer Beziehungen zu erzielen.“ Diese Aussage von Bischof Sorondo, die er als offizieller Vertreter des Heiligen Stuhls machte, wurde vom Vatikan nie korrigiert oder zurückgewiesen und bleibt die vatikanische Politik.28

Im Jahr 2018 schloss Papst Franziskus ein Abkommen mit China, das es der chinesischen Regierung erlaubt, katholische Bischöfe in diesem Land zu wählen, und hat eine Reihe gläubiger katholischer Bischöfe angewiesen, ihre Diözesen an vom Staat ernannte Bischöfe abzugeben. Diese Vereinbarung wurde im Jahr 2020 und erneut im Jahr 2022 erneuert.29China ist ein totalitärer und offiziell atheistischer Staat, der von der Kommunistischen Partei Chinas regiert wird, der mörderischsten Organisation in der Geschichte der Menschheit. Die chinesische Regierung behandelt das chinesische Volk mit ungeheuerlicher Grausamkeit und verlangt, dass alle religiösen Überzeugungen und Praktiken der Regierungspolitik untergeordnet werden. Die aufgrund des Abkommens von Papst Franziskus mit China ernannten katholischen Bischöfe werden Unterstützer und Instrumente der Politik der Kommunistischen Partei Chinas sein. Nach dem Abschluss des Abkommens zwischen dem Vatikan und China im Jahr 2018 nahm die Verfolgung von Katholiken und anderen Christen stark zu. Papst Franziskus hat die Verfolgung chinesischer Christen seit Abschluss des Abkommens nie erwähnt und er hat das Abkommen trotz der darauf folgenden und bis heute anhaltenden Zunahme der Verfolgung zweimal erneuert.30

Die von Papst Franziskus begangenen Verbrechen, wie etwa sein Schutz von sexuellen Missbrauchstätern, sind in einigen Fällen Verbrechen nach den Maßstäben der Gesetze souveräner Staaten sowie moralische und kanonische Verbrechen. Indem er sie beging, machte sich Papst Franziskus anfällig für Erpressungen durch mächtige weltliche Mächte, die über die Mittel verfügen, seine Verbrechen zu untersuchen und Beweise dafür zu beschaffen. Vor diesem Hintergrund könnten die Zusammenarbeit von Franziskus mit der chinesischen Regierung und sein Aufruf zur Kapitulation der Ukraine vor Russland mit einer Erpressung dieser Art verbunden sein. Auch wenn dies in diesen Fällen nicht der Fall war, kann aufgrund der von Franziskus begangenen Zivilverbrechen ein solcher Druck wirksam auf ihn ausgeübt werden. Allein diese Tatsache macht ihn ungeeignet, Papst zu sein.

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2. Häresien von Papst Franziskus

Papst Franziskus hat einer Reihe zentraler Lehren des katholischen Glaubens öffentlich und beharrlich widersprochen. Hier werden nur die klarsten Fälle von Häresien seinerseits aufgeführt, zusammen mit einem kurzen Hinweis auf die Orte, an denen er diese Häresien geäußert hat. Diese Aussagen wurden von gläubigen katholischen Gelehrten ausführlich analysiert, deren Arbeit für eine detailliertere Diskussion herangezogen werden kann.31Häresie ist im kanonischen Recht ein schweres Verbrechen und wurde schon immer als solches anerkannt; siehe z. B. Kanon 1364 und 1365 des lateinischen Codex des kanonischen Rechts. Einige der unten aufgezählten Handlungen von Papst Franziskus verstoßen auch gegen Canon 1368,’Mit einer gerechten Strafe ist zu bestrafen, wer bei einer öffentlichen Veranstaltung oder Versammlung, in einer veröffentlichten Schrift oder unter sonstiger Nutzung gesellschaftlicher Kommunikationsmittel Gotteslästerung äußert, die öffentliche Moral schwer verletzt oder Hass beschimpft oder schürt oder Missachtung der Religion oder der Kirche“ und Canon 1369: „Wer einen heiligen Gegenstand, sei er beweglich oder unbeweglich, entweiht, muss mit einer gerechten Strafe bestraft werden.“

2.A. Handlungen, die in schwerwiegenden Fällen gegen göttliche Gebote verstoßen, können dennoch moralisch gut und für Gott akzeptabel sein.

Im Apostolischen SchreibenAmoris laetitia,Papst Franziskus machte folgende Aussagen:

  • Es kann nicht länger einfach gesagt werden, dass alle, die sich in einer „irregulären“ Situation befinden, in einem Zustand der Todsünde leben und der heiligenden Gnade beraubt sind. Hier geht es um mehr als bloße Unkenntnis der Regel. Ein Subjekt kennt die Regel zwar genau, hat aber große Schwierigkeiten, „ihre inhärenten Werte zu verstehen, oder befindet sich in einer konkreten Situation, die es ihm oder ihr nicht erlaubt, anders zu handeln und sich ohne weitere Sünde anders zu entscheiden.“
  • Das Gewissen kann mehr als nur erkennen, dass eine bestimmte Situation objektiv nicht den Gesamtanforderungen des Evangeliums entspricht. Es kann auch aufrichtig und ehrlich erkennen, was im Moment die großzügigste Antwort ist, die Gott gegeben werden kann, und mit einer gewissen moralischen Sicherheit erkennen, dass es das ist, was Gott selbst angesichts der konkreten Komplexität der eigenen Grenzen verlangt nicht ganz das objektive Ideal.

2.B. Gott lässt den Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, sowohl der christlichen als auch der nichtchristlichen, nicht nur zu, sondern ist sogar positiv gewollt.

Am 4. Februar 2019 veröffentlichten Papst Franziskus und Ahmad Al-Tayyeb, der Großimam der Al-Azhar-Moschee, unterzeichneten und gaben eine Erklärung mit dem Titel „Dokument zur menschlichen Brüderlichkeit“ ab, in der sie Folgendes feststellten:

Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: Jeder Einzelne genießt die Freiheit des Glaubens, des Denkens, der Meinungsäußerung und des Handelns. Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache sind von Gott in seiner Weisheit gewollt, durch die er den Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist die Quelle, aus der das Recht auf Glaubensfreiheit und die Freiheit, anders zu sein, entspringt.

Die Beteiligung von Papst Franziskus an der götzendienerischen Zeremonie der Verehrung des Pachamama-Idols und an den anderen oben in 1.1.B beschriebenen Handlungen zeigt, dass er diese Ansicht vertritt.

2.C. Ehebrecherische Beziehungen können moralisch gut sein.

Im Apostolischen SchreibenAmoris laetitia,Papst Franziskus behauptet, dass Ehebrecher unter bestimmten Umständen keine Sünde begehen, indem sie Ehebruch begehen. SehenAmoris laetitia301 und 303, oben zitiert.

2.D. Ehebruch, Unzucht und homosexuelle Beziehungen können moralisch gut sein.

Die ErklärungFiducia supplicans, herausgegeben vom Dikasterium für die Glaubenslehre mit Zustimmung von Papst Franziskus, besagt, dass katholische Priester Paare segnen können, wenn die Grundlage der Beziehung zwischen den Mitgliedern des Paares Ehebruch, Unzucht oder homosexuelle Beziehungen sind.

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2.E. Die Todesstrafe ist immer und überall moralisch falsch.

In seinem Brief vom 20. März 2015 an den Präsidenten der Internationalen Kommission gegen die Todesstrafe erklärte Papst Franziskus, dass die Todesstrafe „ein Verstoß gegen die Unverletzlichkeit des Lebens und die Würde des Menschen ist, der Gottes Plan für den Menschen widerspricht“. und für die Gesellschaft und seine barmherzige Gerechtigkeit, und es entspricht keinem gerechten Zweck der Bestrafung.“ Papst Franziskus hat die überarbeitetKatechismus der Katholischen Kirche2267 lautet: „Die Todesstrafe ist unzulässig, weil sie einen Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde der Person darstellt.“ In seiner EnzyklikaFratelli tutti, 263-267, hat Franziskus behauptet, dass die Todesstrafe „unzulässig“ sei, was auf eine Aussage hinausläuft, die grundsätzlich falsch ist. Dies hat er in seiner Ansprache vom 11. Oktober 2017 deutlich zum Ausdruck gebracht, die als einzige Quelle in der Neufassung zitiert wirdKatechismusText:

Es muss klar zum Ausdruck gebracht werden, dass die Todesstrafe eine unmenschliche Maßnahme ist, die, unabhängig davon, wie sie vollstreckt wird, die Menschenwürde verletzt. Es istan sichim Widerspruch zum Evangelium, weil es die vorsätzliche Unterdrückung eines menschlichen Lebens mit sich bringt, das in den Augen seines Schöpfers nie aufhört, heilig zu sein und dessen wahrer Richter und Garant letztlich nur Gott ist… [Die frühere Verwendung des Die Todesstrafe im Kirchenstaat war ein extremes und unmenschliches Mittel, das den Vorrang der Barmherzigkeit vor der Gerechtigkeit ignorierte … Die Sorge um den Erhalt von Macht und materiellem Reichtum führte zu einer Überschätzung des Wertes des Gesetzes und verhinderte ein tieferes Verständnis des Evangeliums. … Daher muss erneut bekräftigt werden, dass die Todesstrafe unabhängig von der Schwere des begangenen Verbrechens unzulässig ist, da sie einen Angriff auf die Unverletzlichkeit und die Würde der Person darstellt.

Die gleiche Ansicht wird im letzten veröffentlichten päpstlichen Dokument noch deutlicher wiederholt (Dignitas infinita), in dem es heißt, dass „die Todesstrafe … die unveräußerliche Würde jedes Menschen verletzt, unabhängig von den Umständen“ (Nr. 34). Diese Ansicht widerspricht der im früheren feierlichen Lehramt der katholischen Kirche aufgestellten Lehre.

2.F. Einige katholische Dogmen können als falsch zurückgewiesen werden.

In seiner Antwort auf dieDubiaPapst Franziskus hat dies am 10. Juli 2023 von den Kardinälen Brandmüller, Burke, Sandoval, Sarah und Zen vorgelegt

  • . . Sowohl die Texte der Heiligen Schrift als auch die Zeugnisse der Tradition bedürfen einer Interpretation, um ihre beständige Substanz von kultureller Prägung zu unterscheiden. Dies zeigt sich zum Beispiel in biblischen Texten (wie Exodus 21:20-21) und in einigen richterlichen Interventionen, die die Sklaverei tolerierten (vgl. Papst Nikolaus V., BullDum diversas, 1452). Dies ist kein unbedeutendes Problem, da es eng mit der immerwährenden Wahrheit der unveräußerlichenWürde der menschlichen Person zusammenhängt. Diese Texte bedürfen der Interpretation. Das Gleiche gilt für bestimmte Überlegungen im Neuen Testament zu Frauen (1. Korinther 11,3-10; 1. Timotheus 2,11-14) und andere Texte der Heiligen Schrift und Zeugnisse der Tradition, die heute nicht materiell wiederholt werden können.

Zu den „Zeugnissen der Tradition“ zählen alle katholischen Dogmen, da die Vermittlung dieser Dogmen durch die Kirche ein zentraler Bestandteil der Tradition ist. Papst Franziskus nennt keine Kriterien, um die „beständige Substanz“ katholischer Dogmen von ihrer „kulturellen Konditionierung“ zu unterscheiden. Da jeder Teil jedes katholischen Dogmas in irgendeiner Weise kulturell bedingt ist, setzt seine Position keine Grenzen dafür, welche Dogmen abgelehnt werden können. Er hat eine Reihe einzelner katholischer Dogmen abgelehnt, wie oben in A bis E beschrieben. Dies ist ein guter Beweis dafür, dass er die allgemeine Position vertritt, dass Katholiken die Bedeutung katholischer Dogmen nicht akzeptieren müssen.

2.G. Bibelstellen können als falsch zurückgewiesen werden.

Dies geht aus der oben zitierten Antwort von Papst Franziskus hervorDubiaihm von den Kardinälen Brandmüller, Burke, Sandoval, Sarah und Zen vorgelegt. Papst Franziskus sagt nicht, dass eine bestimmte Interpretation von Schriftstellen abgelehnt werden kann oder dass Schriftstellen nicht immer wörtlich und nicht im metaphorischen oder mystischen Sinne verstanden werden sollten. Im Fall von 1. Korinther 11,3-10 und 1. Timotheus 2,11-14 sagt er, dass die eigentliche Botschaft einiger Passagen der Heiligen Schrift von Katholiken abgelehnt werden kann. Da er keine klaren Kriterien dafür angibt, welche Bibelstellen als falsch abgelehnt werden können und welche dennoch akzeptiert werden sollten, schränkt er praktisch nicht ein, welche Bibelstellen abgelehnt werden können.

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Im letzten von der Päpstlichen Akademie für das Leben veröffentlichten Dokument heißt es:La gioia della vita(Die Freuden des Lebens)

heißt es: „Es sollte uns heute unmöglich sein, die Heiligen Schriften als zeitlose Sätze und Normen zu behandeln und zu behaupten, daraus unveränderliche Wahrheiten zu extrahieren“ (S. 22-23)

Die oben in A bis E beschriebenen einzelnen Häresien widersprechen eindeutig der Lehre einer Reihe von Texten der Heiligen Schrift. Dies deutet darauf hin, dass Papst Franziskus die allgemeine Position vertritt, dass die unbestrittenen Lehren der Bibeltexte von Katholiken einfach als falsch abgelehnt werden können. Auch Papst Franziskus macht in seiner Antwort darauf deutlich, dass er diese Position vertrittDubiazitiert in 2.F oben, in dem er bestimmte Bibeltexte identifiziert und behauptet, dass ihre Bedeutung nicht akzeptiert werden kann.

Es sollte hinzugefügt werden, dass Kanoniker der Meinung sind, dass Päpste, die neben der Häresie schwere Verbrechen begehen, dadurch unter Häresieverdacht geraten, weil der Glaube an den katholischen Glauben eines Papstes nur schwer mit einem Leben in schwerer und reueloser Sünde vereinbar ist. Papst Franziskus hat sich der oben beschriebenen schweren Verbrechen schuldig gemacht, aber auch weniger schwerwiegender Missetaten, die nicht streng kriminell sind, aber Anlass geben, an seinem Engagement für den Glauben und die Kirche zu zweifeln. Dazu gehören Vulgarität und Obszönität in seinen öffentlichen Äußerungen, hasserfüllte Verunglimpfung derjenigen, die sich ihm widersetzen, und eine bizarre Vorliebe für Judas Iskariot, die er in Predigten und dadurch zum Ausdruck bringt, dass er in seinem persönlichen Arbeitszimmer ein Bild von Judas aufbewahrt.

Diese größeren und kleineren Verbrechen geben Anlass zu der Annahme, dass seine ketzerischen Behauptungen in Wirklichkeit eine hartnäckige und bewusste Ablehnung des katholischen Glaubens darstellen.

3. Hintergründe und Auswirkungen der Verbrechen von Papst Franziskus

Um die Verbrechen von Papst Franziskus zu verstehen und zu erkennen, wie man darauf reagieren soll, muss man begreifen, dass Papst Franziskus das Produkt einer umfassenderen Krise in der Kirche ist.

Diese Krise nahm erstmals in der modernistischen Krise des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts Gestalt an, der Moderne Denker wie Alfred Loisy und George Tyrrell bestritten nicht nur die wichtigsten Lehren des katholischen Glaubens, sondern auch die Existenz göttlich offenbarter Wahrheiten. Diese Ablehnung stieß bei den Priestern auf große Unterstützung. Papst Pius X. prangerte den Modernismus als Synthese aller Häresien an und ging dagegen vor. Das sichtbare Element der modernistischen Bewegung wurde daraufhin eine Zeit lang unterdrückt, doch in den 1930er Jahren tauchte eine modifizierte Version ihrer Ideen wieder auf. Der Kern dieses Neomodernismus war die Behauptung, dass weder die Heilige Schrift noch das katholische Dogma selbst von Gott offenbarte Wahrheiten seien. Stattdessen handelte es sich um menschliche Interpretationen göttlicher Offenbarung. Als solche unterlagen sie den kulturellen und persönlichen Beschränkungen ihrer menschlichen Autoren. Infolgedessen waren sie offen für eine Überarbeitung im Lichte späterer Erkenntnisse, die diese Einschränkungen aufdeckten und übertrafen. Obwohl diese Überarbeitung eine Ablehnung der bisherigen Bedeutungen katholischer Dogmen beinhaltet, handelt es sich nach der modernistischen Position nicht um eine echte Ablehnung der katholischen Lehre, sondern um die Erreichung eines tieferen Verständnisses der göttlichen Offenbarung. Notwendige Überarbeitungen des Inhalts der Heiligen Schrift und des katholischen Dogmas können von Theologen ausgearbeitet und dann durch lehramtliche Lehren offiziell und verbindlich gemacht werden.

Die Neomodernisten geben keine prinzipiellen Kriterien für die Unterscheidung zwischen wahrer göttlicher Offenbarung und ihrer historisch bedingten Begleitung an. Tatsächlich ist es nicht möglich, solche Kriterien anzugeben, da die Heilige Schrift und die kirchlichen Formulierungen des katholischen Dogmas notwendigerweise immer vollständig in der einen oder anderen historischen und kulturellen Form zum Ausdruck kommen. Infolgedessen ermöglicht die neomodernistische These, jede katholische Lehre zu leugnen und nahezu jede Ideologie als katholisch darzustellen. Solche grundlegenden Lehren wie die Dreieinigkeit, die Menschwerdung, die Erbsünde, das Erlösungsopfer Christi, die Auferstehung und die Notwendigkeit des christlichen Glaubens für die Erlösung wurden daher von vielen Neomodernisten abgelehnt, die sich als katholische Theologen präsentierten.

Die Neomodernisten stützten ihre Position auf protestantische Bibelkritik. Diese protestantische Schule des Bibelstudiums begann mit dem Deisten Hermann Reimarus (1694–1768). Reimarus lehnte die Möglichkeit eines übernatürlichen Eingriffs in die Geschichte ab und versuchte, die historischen Ursprünge und Inhalte der Heiligen Schrift in völlig natürlichen Begriffen zu erklären. Diese Herangehensweise an die Heilige Schrift wurde von David Strauss (1808–1874), Ferdinand Christian Baur (1792–1860), Julius Wellhausen (1844–1918) und Rudolf Bultmann (1884–1976) fortgeführt. Die Ablehnung des Wunderbaren und Übernatürlichen durch diese Denker, im Allgemeinen verbunden mit Antisemitismus als Motiv für die Ablehnung des traditionellen christlichen Glaubens,32war eine philosophische und religiöse Position, die sie vor ihren historischen Untersuchungen persönlich akzeptierten. Diese Positionen und nicht gute historische Beweise und Argumente bestimmten ihre Entscheidung

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skeptische und ungläubige historische Schlussfolgerungen. Diese skeptischen Schlussfolgerungen, die die Existenz von Wundern, die Existenz göttlich offenbarter Wahrheit, die Göttlichkeit Christi und den göttlichen Ursprung der Kirche leugneten, wurden von ihnen dennoch als Ergebnis einer objektiven und sachlichen Geschichtswissenschaft aufgestellt. Katholische Modernisten und Neomodernisten stellten die Schlussfolgerungen dieser Schule als etablierte historische Tatsache dar und argumentierten, dass die Bibelwissenschaft eine Neuinterpretation der katholischen Theologie im Sinne der Moderne erfordere.

Ab den 1930er Jahren wurden neomodernistische Thesen zum Wesen der katholischen Theologie offen vertreten. In den 1940er Jahren hatte der Neomodernismus breite Akzeptanz im Klerus gefunden und wurde von Theologen wie Henri Bouilllard SJ offen zum Ausdruck gebracht. Entschlossener Widerstand gegen den Neomodernismus wurde in den einflussreichsten Geistlichenkreisen als Zeichen von Ignoranz, Rückständigkeit und intellektueller Mittelmäßigkeit angesehen. Eindringliche Kritik am Neomodernismus wurde von orthodoxen Theologen wie Reginald Garrigou-Lagrange OP und Marie-Michel Labourdette OP geübt.33 Diese Kritik wurde jedoch eher mit persönlichen Angriffen auf die Kritiker als mit begründeten Argumenten beantwortet. Es wurde behauptet, dass die Kritiker des Neomodernismus Verleumder seien, die mit falschen Anschuldigungen der Häresie versuchten, katholische Theologen zu vernichten, die legitime theologische Positionen vertraten. Dennoch wurde der Neomodernismus 1950 von Papst Pius XII. in der Enzyklika verurteiltHumani generis:

15. … sie meinen, dass die Geheimnisse des Glaubens niemals durch wirklich angemessene Konzepte ausgedrückt werden, sondern nur durch ungefähre und immer veränderliche Vorstellungen, in denen die Wahrheit bis zu einem gewissen Grad zum Ausdruck kommt, aber notwendigerweise verzerrt wird. Daher halten sie es nicht für absurd, sondern für durchaus notwendig, dass die Theologie die alten durch neue Konzepte ersetzt, im Einklang mit den verschiedenen Philosophien, die sie im Laufe der Zeit als ihre Instrumente verwendet, um ihnen menschlichen Ausdruck zu verleihen göttliche Wahrheiten auf verschiedene Weise, die sogar etwas gegensätzlich, aber dennoch gleichwertig sind, wie sie sagen. Sie fügen hinzu, dass die Geschichte der Dogmen in der Berichterstattung über die verschiedenen Formen besteht, in die die offenbarte Wahrheit gekleidet wurde, Formen, die gemäß den unterschiedlichen Lehren und Meinungen, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, aufeinander folgten.

  1. Aus dem, was Wir bereits gesagt haben, geht hervor, dass solche Versuche nicht nur zu dem führen, was sie dogmatischen Relativismus nennen, sondern dass sie ihn tatsächlich enthalten.

Dieser Verurteilung folgten jedoch bescheidene Disziplinarmaßnahmen, die ausreichten, um die Neomodernisten zu verbittern, aber nicht ausreichten, um die Verbreitung ihrer Ideen zu behindern.

Der Glaubensverlust im Klerus führt unweigerlich zur Ausbreitung moralischer Korruption (vgl. Römer 1,26-27). Die Verbreitung des Neomodernismus, der während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen verheerenden Auswirkungen besonders stark war, förderte daher eine Zunahme unmoralischen und kriminellen Sexualverhaltens unter Geistlichen und Ordensleuten. An dieser Korruption beteiligte Geistliche nutzten ihren Geistlichen Status, um gefährdeten Katholiken sexuellen Zugang zu verschaffen. Dieses Phänomen wurde teilweise behoben vonReligiosorum Institutio,‚„Anweisung zur sorgfältigen Auswahl und Ausbildung von Kandidaten für die Stände der Vollkommenheit und die heiligen Weihen“, herausgegeben von der Heiligen Kongregation für Ordensleute am 2. Februar 1961. Die in dieser Anweisung vorgeschlagenen zwingenden Schutz- und Reformmaßnahmen wurden jedoch nicht umgesetzt oder bald aufgegeben.

Während des komplexen Ereignisses des Zweiten Vatikanischen Konzils erlangten die Neomodernisten erheblichen Einfluss. Sie versicherten den Prälaten, dass einige katholische Lehren, die schwierig oder unpopulär seien, geändert oder abgelehnt werden könnten, ohne den Glauben zu ändern. Bischöfe, die persönlich katholisch waren, akzeptierten diese Zusicherungen oft, ohne zu begreifen, dass sie auf ketzerischen Prämissen beruhten. Die Theologen Karl Rahner, Hans Küng und Edward Schillebeeckx sind Beispiele für offene und einflussreiche Neomodernisten im Konzil. Nicht alle Theologen, die auf dem Konzil dem progressiven Lager angehörten, waren Neomodernisten, aber die Positionen der neomodernistischen Theologen wurden als Ausdruck der Lehren des Konzils dargestellt. Die dogmatische VerfassungDei Verbumwurde fälschlicherweise als Lehre des Neomodernismus und als Ablehnung und Ersatz der Lehre des Ersten Vatikanischen Konzils über die Natur des katholischen Glaubens und die Unveränderlichkeit der katholischen Lehre dargestellt. Es wäre falsch, diese Entwicklungen einfach als Ergebnis einer Verschwörung zu erklären. Die bereits bestehende neomodernistische ideologische Überzeugung kam zunächst unter Geistlichen und Ordensleuten zum Ausdruck, und auf der Grundlage dieser vorherigen ideologischen Vereinbarung wurden dann Allianzen und Vereinigungen geschlossen.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelang es den Neomodernisten, ihre Position als Lehre des Konzils darzustellen und der Kirche weitgehend durchzusetzen. Die umfassende und positive Publizität, die neomodernistische Theologen und Prälaten auf dem Konzil erhielten, trug dazu bei, dies zu ermöglichen. Orthodoxe Professoren waren

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An katholischen Universitäten und Priesterseminaren wurde der Neomodernismus gesäubert oder ins Abseits gedrängt, und an katholischen Schulen und Hochschulen war allgemein eine positive Darstellung des Neomodernismus erforderlich. Liturgischer Missbrauch, die Unterdrückung religiöser Bräuche und Kleidung, die Unterdrückung traditioneller Andachten und die Zerstörung der traditionellen Kirchenarchitektur wurden häufig eingesetzt, um den Gläubigen den Eindruck zu vermitteln, dass traditionelle katholische Überzeugungen veraltet seien und abgelehnt werden sollten. Innerhalb der Kirche wurde von Bischöfen, Priestern und Ordensleuten ein systematischer Angriff auf alle katholischen Glaubens- und Morallehren geführt. Aufgrund einer Art teuflischer Orientierungslosigkeit hatte der Angriff großen Erfolg. Heterodoxie wurde in vielen theologischen Instituten zur Pflicht. Natürlich lehnten viele Priester und Ordensleute ihre Gelübde ab und verließen das Ordensleben, nachdem ihnen mitgeteilt wurde, dass der Glaube, den sie zuvor angenommen hatten, falsch sei, und ein großer Teil der Laien hörte auf, den Glauben zu praktizieren. Damit begann ein Niedergang der religiösen Praxis, der bis heute anhält und dazu führt, dass die Kirche in vielen Ländern vom Aussterben bedroht ist.

Um diesen Angriffen entgegenzuwirken, wurden zahlreiche richterliche Maßnahmen ergriffen. Papst Paul VI. ging in den Enzykliken auf verschiedene Fehler einMysterium fidei,Sacerdotalis caelibatus, UndHumanae vitae,und in derCredo des Volkes Gottes. Das Gleiche tat Papst Johannes Paul II. in den EnzyklikenEvangelium vitae,Redemptoris missio,Ecclesia de eucharistia,Veritatis-Pracht, UndFides et ratio, in der ErklärungDominus Iesus, und in der Ermahnung Reconciliatio et paenitentia.Die Existenz, der Inhalt und die Anzahl dieser Interventionen zeugen von der Schwere der Glaubenskrise in derKirche. Die neomodernistische Position am Ursprung dieser Krise und die Theologen, die sie entwickelt und vorangetrieben haben, wurden jedoch nicht klar identifiziert und verurteilt. Für Geistliche und Theologen, die diese Irrtümer vertraten und verkündeten, gab es keine schwerwiegenden Konsequenzen.

Der Erfolg des Neomodernismus wurde teilweise durch die Gewinnung von Verbündeten erreicht. Die Neomodernisten, die diesen Angriff auf den Glauben starteten, standen vor einer Schwierigkeit. Sie waren nur in bestimmten Orden und in Westeuropa vorherrschend. Die Mehrheit der Geistlichen war zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils in orthodoxer katholischer Theologie und Philosophie ausgebildet worden, und viele von ihnen neigten dazu, an dem festzuhalten, was sie gelernt hatten. Die Neomodernisten brauchten daher Verbündete, um der Kirche ihre Ideologie aufzuzwingen. Sie fanden sie in den Netzwerken von Homosexuellen und kriminellen Päderasten, die sich in der Kirche aufgrund der Glaubenskrise des Klerus bereits gebildet hatten. Mitglieder dieser Netzwerke neigten natürlich dazu, die neomodernistische Infragestellung der göttlichen Offenbarung positiv zu bewerten. Sie stellten ein mächtiges und griffbereites Werkzeug dar, um der Kirche die neomodernistische Ideologie aufzuzwingen. Indem sie sich den Neomodernismus zu eigen machten und an seiner Verbreitung arbeiteten, sicherten sie sich Einfluss und Aufstieg in der Hierarchie. Ihre sexuellen Aktivitäten wurden von ihren klerikalen Verbündeten verheimlicht und geschützt, ungeachtet etwaiger Verstöße gegen ziviles oder kanonisches Recht. Ein Beispiel für dieses Phänomen ist Bischof John J. Wright, der 1969 von Papst Paul VI. zum Kardinal und Präfekten der Kleruskongregation ernannt wurde. Nicht alle dieser Kriminellen befürworteten den Neomodernismus; einige von ihnen vertraten konservative liturgische und theologische Positionen. Konservative Geistliche, die an illegalen sexuellen Aktivitäten beteiligt sind, würden jedoch neomodernistische Geistliche, die an diesen Aktivitäten beteiligt sind, schützen.

Katholische Seminare waren ein Schlüsselsektor für diejenigen, die die Kirche umgestalten wollten. Die Kontrolle über die Auswahl und Ausbildung der Seminaristen gab die Kontrolle darüber, was den Gläubigen beigebracht werden sollte. Der Einfluss auf die nächste Generation von Priestern war besonders wichtig, da nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein massiver Exodus aus dem Priestertum eine Lücke hinterließ, die geschlossen werden konnte. Die Kontrolle der Seminare und ihres Lehrpersonals war daher eine Priorität der Neomodernisten. Zu den Priestern, die in erster Linie von neomodernistischen Überzeugungen motiviert waren, gesellten sich im Personal der Seminare Mitglieder päderastischer Netzwerke, deren Anzahl, Motivation, politische Fähigkeiten und Verbindungen für den Erfolg des neomodernistischen Transformationsprojekts erforderlich waren. Infolgedessen wurden in einem großen Teil der Seminare Männer, die sich an homosexuellen und kriminellen päderastischen Aktivitäten beteiligten, als Seminaristen ausgewählt, und Männer, die Einwände gegen diese Aktivitäten erhoben, wurden ausgeschlossen oder nicht zugelassen. Netzwerke krimineller Sexualstraftäter erhielten in der gesamten Kirche Immunität vor Einmischung und übernahmen tatsächlich die Kontrolle über weite Teile der Kirche. Finanzkorruption war und ist eine häufige Begleiterscheinung ihrer Aktivitäten. Eine Reihe von Diözesen, Orden und religiösen Institutionen wurden faktisch zu kriminellen Organisationen, die sich als religiöse Vereinigungen präsentierten. Als diese Aktivitäten von zivilen Behörden aufgedeckt wurden, kam es häufig zum Zusammenbruch der örtlichen Kirchen. Irland, vor nicht allzu langer Zeit ein streng katholisches Land, hat den katholischen Glauben und die katholische Kirche aus Abscheu vor den kriminellen sexuellen Aktivitäten des irischen Klerus mit überwältigender Mehrheit abgelehnt.

Einige einzelne Straftäter wurden von ihren kirchlichen Vorgesetzten aus dem Amt entlassen, nachdem sie von den Zivilbehörden verurteilt worden waren oder als die Masse der Beweise gegen sie zu groß wurde, um sie zu leugnen. Die kirchlichen Behörden haben jedoch keinen Versuch unternommen, diese Netzwerke und sie auszurotten große Macht in der Kirche behalten. Sie agieren immer noch ungestraft und bringen durch Einschüchterung andere Geistliche zum Schweigen, es sei denn, die Zivilbehörden greifen ein. Die Karriere des ehemaligen Kardinals Theodore McCarrick ist ein Beispiel für dieses Phänomen. McCarrick war in Rom und im amerikanischen Episkopat mindestens seit den 1990er Jahren als Sexualstraftäter bekannt. Er war es trotzdem

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wurde 2001 zum Erzbischof von Washington DC und zum Kardinal ernannt und war 2002 der Hauptverfasser der Dallas-Charta der katholischen Bischöfe der USA über Verfahren zum Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Priester. Er wurde erst 2018 aus dem Amt entlassen, als die breite Medienberichterstattung über seine Verbrechen es unmöglich machte, ihn weiterhin zu schützen.

Papst Franziskus ist ein Produkt dieser Entwicklungen in der Kirche. Er hält und propagiert einen Neomodernisten

Konzeption von Offenbarung, Glaube und Theologie. Im Laufe seiner Karriere hat er sowohl sexuelle Missbraucher als auch Bischöfe, die kriminelle sexuelle Missbraucher beschützen, beschützt und gefördert.

Papst Franziskus bedient sich der altbewährten Technik der Ernennung persönlich kompromittierter Untergebener, um sich ihres absoluten Gehorsams und ihrer Loyalität zu vergewissern. Sein Schutz von Kriminellen verfolgt jedoch ein weitergehendes Ziel. Es zeigt den Mitgliedern krimineller Netzwerke im Klerus, dass er sie beschützen wird, wenn sie ihm gegenüber loyal sind. Franziskus verfolgte diese Politik sowohl vor als auch nach seiner Wahl zum Papst, und es gibt Hinweise darauf, dass sie ihm dabei half, Papst zu werden. Der frühere Kardinal Theodore McCarrick prahlte 2013 damit, dass er bei der Wahl von Papst Franziskus, den er schon vor dem Konklave gekannt hatte, eine Rolle gespielt habe. Wichtige Unterstützer von Bergoglio beim Konklave, das ihn wählte, waren die Kardinäle Cormac Murphy-O’Connor, Godfried Danneels, Oscar Maradiaga und Karl Lehmann, die sich alle aktiv für den Schutz krimineller Sexualstraftäter einsetzten.34Diese Politik erklärt, warum Franziskus beim Schutz von Rupnik Risiken eingegangen ist und bis zum Äußersten gegangen ist, obwohl Rupnik nicht zu seinen Handlangern gehört. Indem Franziskus für Rupnik solche Anstrengungen unternimmt, zeigt er den wichtigen Tätern im Klerus, dass er sie uneingeschränkt unterstützen wird, wenn sie auf seiner Seite sind.

Papst Franziskus sieht auch den ideologischen Wert darin, die Kontrolle dieser kriminellen Elemente über die Kirche sicherzustellen. Diese Elemente sind durch ihr Leben der Ablehnung des katholischen Glaubens und der katholischen Moral verpflichtet. Franziskus weiß, dass sich ideologische Trends ändern. Der Eifer für den Neomodernismus setzte eine enge Vertrautheit mit der traditionellen katholischen Theologie und dem Gottesdienst voraus. Diese enge Vertrautheit mit einer verabscheuten Realität war es, die den leidenschaftlichen Hass der Neomodernisten auf den Katholizismus schürte. Der Erfolg der Neomodernisten bei der Zerstörung des Katholizismus hat somit die Stärke ihrer Sache untergraben, die nun sichtbar durch ein Interesse an und eine Sehnsucht nach den Schätzen des Katholizismus ersetzt wird, die im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte vergraben wurden. Besonders ausgeprägt ist dieses Interesse bei der jüngeren Generation der Katholiken, für die die Leidenschaften und Abscheulichkeiten des Neomodernismus nahezu unverständlich sind. Der Vormarsch krimineller Elemente in der Hierarchie der römisch-katholischen Kirche bietet die beste verfügbare Garantie, um ein Wiederaufleben des traditionellen katholischen Glaubens und Gottesdienstes zu verhindern. Diesen Aufstieg zu gewährleisten, ist ein Hauptziel der Initiativen von FranziskusAmoris laetitiaUndFiducia supplicans.Diese Dokumente begründen nicht nur unmoralische und antikatholische Praktiken in der Kirche; Sie ermöglichen es Bischöfen und Ordensoberen, dem katholischen Glauben treue Seminaristen und Postulanten auszuschalten, indem sie auf der Teilnahme an diesen Praktiken als Bedingung für die Ordination oder die Zulassung zum Ordensleben bestehen.

Das grundlegende Ziel von Franziskus für sein Pontifikat besteht darin, die Vorherrschaft zu sichern, die der Neomodernismus nach der Mitte des 20. Jahrhunderts über die Kirche erlangte, und diese Vorherrschaft in einen dauerhaften Sieg umzuwandeln, der zur endgültigen Ausrottung des katholischen Glaubens, der katholischen Moral und des katholischen Gottesdienstes führen wird alle. Die Mittel zur Erreichung dieses Ziels wurden klug durchdacht und sorgfältig verfolgt. Sie sind so konzipiert, dass sie in mehr als einer Situation funktionieren. Wenn beispielsweise die katholischen Gläubigen in einer bestimmten Region sich weigern, die Herrschaft und die Lehren einer sexuell räuberischen Kirchenclique zu akzeptieren, wird ihre Weigerung zu einem Sieg über den Katholizismus führen, da die Gläubigen in dieser Region von der Kirche abtrünnig werden Region. Wenn sie jedoch die Anweisungen dieser Clique annehmen, werden sie ihren Glauben aufgeben.

Francis hat den Vorteil, dass er seine Gegner versteht, die ihn und seine Strategie normalerweise nicht verstehen. Er verlässt sich vor allem auf ihre Angst. Er weiß, dass sie Angst vor seiner Macht und Grausamkeit sowie vor der Macht und Grausamkeit seiner Anhänger haben. Er weiß, dass sie in einer Kirche existieren, in der der Papst als absoluter Monarch angesehen wird, der über jede Kritik erhaben ist, in der jede offene Denunziation eines Papstes als inakzeptabel angesehen wird und in der offene Kritiker eines Papstes als selbstverurteilend angesehen werden. Er versteht, dass sie häufig auf mentale Bewältigungsstrategien zurückgreifen, die typisch für Menschen in unerträglichen Situationen sind; Strategien, bei denen Gefahren angesichts der Beweise geleugnet oder einfach nicht bewusst wahrgenommen werden, unrealistische Hoffnungen gehegt werden und unversöhnliche Feinde als grundsätzlich vernünftig und gutartig angesehen werden. Indem er mit diesen Ängsten spielt und diese Bewältigungsstrategien ausnutzt, ist er ohne ernsthaften Widerstand seinem Ziel näher gekommen.

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4. Maßnahmen als Reaktion auf die Verbrechen von Papst Franziskus

Papst Franziskus ist für das päpstliche Amt offensichtlich ungeeignet. Sein grundlegendes Vergehen gegen das Amt ist Unglaube. Da er den katholischen Glauben, dessen Aufrechterhaltung seine Aufgabe als Papst ist, nicht mehr akzeptiert, hat er die moralische Verpflichtung, das Papstamt aufzugeben.

Dieser Unglaube ist nicht der einzige Grund, warum Papst Franziskus zurücktreten sollte. Die ordnungsgemäße Ausübung des päpstlichen Amtes erfordert ein hohes Maß an natürlichen und übernatürlichen Tugenden. Papst Franziskus hat gezeigt, dass ihm diese Tugenden fehlen. Ohne den Glauben an den katholischen Glauben fehlen ihm das Wissen und die Gnaden, die er braucht, um seine vergangenen Sünden zu bereuen, die von ihm begangenen Übel zu korrigieren und die Pflichten seines Amtes zu erfüllen. Da es ihm an Glauben mangelt, mangelt es ihm auch an allen übernatürlichen Tugenden. Es hat sich gezeigt, dass es ihm an den natürlichen Tugenden Klugheit und Gerechtigkeit mangelt. Selbst wenn er seine vergangenen Sünden bereuen würde, was durchaus zu wünschen wäre, bliebe er aufgrund seiner Charakterfehler für das Papsttum ungeeignet. Der einzig gute Weg, der ihm offensteht, besteht darin, seine Häresien zu widerrufen, seine Reue über den Schaden auszudrücken, den er angerichtet hat, das Papsttum aufzugeben und den Rest seines Lebens dem Gebet und der Buße zu widmen.

Offensichtlich ist es höchst unwahrscheinlich, dass er dies tun wird. Die Kirche muss daher entscheiden, wie sie angesichts seiner Verbrechen vorgehen soll.

Eine Pflicht, die die Kirche erfüllen muss, besteht darin, über die Verbrechen und Häresien von Papst Franziskus zu sprechen, sie anzuprangern, die Gläubigen vor ihnen zu warnen und Papst Franziskus zu bitten, auf sie zu verzichten. Diese Pflicht obliegt allen Mitgliedern der Kirche, die das Recht und die Autorität haben, den Glauben öffentlich zu lehren und aufrechtzuerhalten. Es trifft katholische Theologen und Pfarrer, die eine Seelsorge haben, aber ganz besonders trifft es die Bischöfe der Kirche. „Jeder von [den Bischöfen der katholischen Kirche] ist als Mitglied des Bischofskollegiums und rechtmäßiger Nachfolger der Apostel durch die Einsetzung und den Auftrag Christi verpflichtet, sich um die ganze Kirche zu kümmern, und diese Fürsorge wird auch dann ausgeübt, wenn sie nicht ausgeübt wird.“ durch einen Gerichtsbarkeitsakt trägt wesentlich zum Vorteil der Gesamtkirche bei. Denn es ist die Pflicht aller Bischöfe, die Einheit des Glaubens und die gemeinsame Disziplin der gesamten Kirche zu fördern und zu schützen.Lumen Gentium23). Diejenigen Personen, die die Verantwortung haben, sich auf diese Weise zu äußern, machen sich selbst für die Verbrechen von Franziskus verantwortlich, wenn sie schweigen. „Qui stillschweigendes Einverständnis mit dem Videtur, si loqui debuisset ac potuisset“; „Wer schweigt, wird als zustimmend verstanden, wenn er hätte sprechen sollen und dazu in der Lage war.“

Die Pflichten der Bischöfe beschränken sich nicht nur auf die öffentliche Verurteilung der Verbrechen von Papst Franziskus. Da diese Verbrechen bereits Gegenstand öffentlicher Bitten, Proteste und Denunziationen von Gläubigen waren und Papst Franziskus nur darauf beharrt hat, gibt es gute Gründe zu bezweifeln, dass weitere Proteste ihn berühren oder zur Reue bewegen werden. Seine Hartnäckigkeit in der Häresie geht so weit, dass man davon ausgehen kann, dass er ein öffentlicher Ketzer ist. Dies führt zu einer ernsten Situation für die Kirche. Die katholische Kirche vertritt seit jeher die Auffassung, dass Päpste Ketzer sein können und dass ein Papst, der das öffentliche Verbrechen der Ketzerei begeht, dadurch sein päpstliches Amt verliert. Dieser Glaube basiert auf den Lehren der Heiligen Schrift, die behaupten, dass sich der Ketzer von der Kirche trennt, indem er die Sünde der Ketzerei begeht. Offensichtlich kann ein Papst, der sich dafür entscheidet, die Kirche zu verlassen, indem er sich der Häresie zuwendet, nicht Papst bleiben.

Theologen und Kanonisten sind sich nicht einig über die Einzelheiten, wie ein ketzerischer Papst aus dem Amt scheiden kann. Die wichtigsten Denkschulen zu diesem Thema sind die Position des heiligen Robert Bellarmin, die normalerweise von Kanonisten akzeptiert wird, und die Position von Cajetan und Johannes von St. Thomas, die unter Theologen vorherrscht. Der heilige Robert Bellarmin hält ihn für einen offenkundig ketzerischen Papstipso factoverliert das päpstliche Amt; Cajetan und Johannes von St. Thomas sind der Ansicht, dass einige Maßnahmen der Kirche erforderlich sind, bevor ein ketzerischer Papst aufgrund seiner Häresie aus dem Papsttum fällt. Diese Meinungsverschiedenheit ist für die gegenwärtige Situation relevant und macht sie schwieriger. Die offene Häresie und Kriminalität von Papst Franziskus bedeutet, dass seine Amtszeit im päpstlichen Amt nun zweifelhaft ist, aber es kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden, dass er nicht mehr Papst ist.

Es ist ein Fehler und eine Sünde für treue Bischöfe und Kardinäle, nichts zu tun, in der Hoffnung, dass Papst Franziskus es tun wird

bald sterben und durch jemand Besseren ersetzt werden. Papst Franziskus fügt den Seelen und der Kirche Tag für Tag unermüdlichen Schaden zu. Die Gläubigen haben ein Recht darauf, von ihren gläubigen Hirten zu erwarten, dass sie sie vor seinen Angriffen schützen. Diese Hirten haben die Pflicht vor Gott, sie zu beschützen, und die Nichterfüllung dieser Pflicht wird ewige Strafe über sie bringen.

Als ersten Schritt sollten die Bischöfe und Kardinäle der Kirche alle Anstrengungen unternehmen, um Papst Franziskus zum Rücktritt zu bewegen. Er hat unter den gegenwärtigen Umständen die Pflicht, zurückzutreten, und sein Rücktritt wäre die beste Lösung für die Katastrophe seines Pontifikats. Dies gilt trotz der Tatsache, dass der Rücktritt des Papstes ein außergewöhnliches Ereignis ist, das nicht passieren sollte, da das Papsttum ein heiliges Amt ist, das nur durch den Tod des Regierenden geräumt werden sollte

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Papst. Der Fall von Benedikt XVI. veranschaulicht die Übel eines päpstlichen Rücktritts. Aber auch die Herrschaft eines korrupten Papstes, der den Glauben abgelehnt hat und nicht in der Lage ist, das päpstliche Amt verantwortungsvoll auszuüben, ist ein außergewöhnliches Ereignis, das nicht passieren sollte. Seitdem es stattgefunden hat, ist der Rücktritt des betreffenden Papstes das geringste Übel, das es gibt.

Wenn Papst Franziskus seinen Rücktritt ablehnt, ist es die Pflicht der Bischöfe und Kardinäle, dies zu erklären

verlor das päpstliche Amt wegen Ketzerei. Wenn eine solche Erklärung nicht stattfinden kann, weil es zu wenige Bischöfe und Kardinäle gibt, die bereit sind, über die Häresie von Franziskus zu sprechen, sollten die gläubigen Bischöfe und Kardinäle eine vereinte Gruppe bilden, um die Gläubigen öffentlich vor seinen Verbrechen und Häresien zu warnen und seine Amtszeit als Papst zu erklären Sein Amt ist aufgrund seiner Ketzerei in Frage gestellt, und ermahnt die Gläubigen, seinen Aussagen nicht zu glauben oder seinen Befehlen Folge zu leisten, es sei denn, es ist aus unabhängigen Gründen klar, dass diese Aussagen und Befehle respektiert werden sollten.

Selbst ein Rücktritt oder die Erklärung des Amtsverlustes von Papst Franziskus wird die Probleme natürlich nicht lösen

in der Kirche. Wenn er nicht mehr da ist, wird die klerikale Korruption, die ihn hervorgebracht hat und die er gefördert hat, bestehen bleiben. Aber die Auseinandersetzung mit den Verbrechen und Häresien von Franziskus ist der wesentliche erste Schritt im Umgang mit dieser Korruption.

Quelle: Rorate Caeli, novaradio.ch, Lifesitenews

Schule der Theologie: Apokryphen

Heute beginnen wir die Sendereihe „Apokryphen und ihre Bedeutung“

Erklärung der Liturgie: Teil 15

NEWS: 6. Mai ein Schicksalstag für die Schweizergarde

Wenn am 6. Mai die neuen Rekruten in das Korps der Schweizergarde in Rom aufgenommen werden, dann ist dies ein wichtiger Moment für die jungen Katholiken aus der Schweiz. Sie werden mit ihrer Hand die Fahne der Garde ergreifen und dabei einen Schwur leisten, der sie im Notfall dazu verpflichtet, ihr Leben für das des Papstes zu geben.

Doch der Alltag der Gardisten ist – normalerweise – unspektakulärer und meist auch weniger lebensgefährlich.

Die kleinste Armee der Welt beschützt seit 1506 den Heiligen Vater und seine Residenz, nimmt jedoch auch viele repräsentative Aufgaben wahr. Die Gardisten bewachen alle offiziellen Eingänge zum Vatikan und stehen Besuchern aus aller Welt für Auskünfte rund um den Kirchenstaat zur Verfügung.

Dass die neuen Rekruten traditionell immer am 6. Mai vereidigt werden, geht auf den wohl schwärzesten, aber gleichzeitig auch glorreichsten Moment in der Geschichte der Schweizer Garde zurück. Es war der 6. Mai 1527, als die entfesselten Landsknechte von Kaiser Karl V. in Rom eindrangen und die Ewige Stadt plünderten und verwüsteten. Noch heute hat sich der Tag als „Sacco di Roma“ ins kollektive Gedächtnis der Stadt eingebrannt.

Am Obelisken, der heute auf dem Petersplatz steht, damals aber noch an seinem antiken Ort links vom Petersdom stand, lieferten sich vor fast 500 Jahren die Schweizer Gardisten heftige Gefechte mit den Marodeuren. Von 189 Gardisten fielen 147 Mann im Kampf. Doch dank des Heldenmutes seiner Schutztruppe konnte sich Papst Clemens VII. im letzten Moment über einen Geheimgang in die Engelsburg retten.

Um dem Heldenmut ihrer Vorgänger Tribut zu zollen, findet die Vereidigung der neuen Gardisten seitdem am 6. Mai statt. Dann werden die Rekruten die Gran-Gala-Uniform im Harnisch tragen und feierlich auf die Gardefahne schwören. Es ist ein Eid, der sie zur Loyalität zum Heiligen Vater und allen seinen rechtmäßigen Nachfolgern verpflichtet, gemäß dem Wahlspruch der Garde: „tapfer und treu“.

Quelle: CNA Deutsch

Programmhinweis für 06.05.2024

Beginn der Reihe „Apokryphen und ihre Bedeutung“

15. Teil der Sendung „Erklärung der Liturgie“

Opus Dei: Mai, der Marienmonat

Einige Auszüge aus der Homilie des heiligen Josefmaria „Durch Maria zu Jesus“

Diese Weile des Gesprächs mit dem Herrn, in der wir die Andacht und Liebe zu seiner und unserer Mutter betrachtet haben, sollte unserem Glauben neue Kraft geben. Der Monat Mai beginnt, und der Herr will, daß wir diese Gelegenheit nicht ungenützt vorübergehen lassen; Er will, daß wir durch die Begegnung mit seiner Mutter in der Liebe zu Ihm wachsen und täglich mehr den Kontakt mit ihr suchen – in kleinen Dingen, in liebevollen Aufmerksamkeiten, die nach und nach zu etwas Großem werden: persönliche Heiligkeit und Apostolat, ständiger Einsatz also, an jenem Heil mitzuwirken, zu dessen Verwirklichung Christus in die Welt gekommen ist.

Christus Begegnen, 149, 5

Gerade weil Maria Mutter ist, lernen wir, wenn wir sie verehren, wie Kinder zu sein; lernen wir, wirklich und ohne Maß zu lieben, einfach zu sein und frei von Problemen, die ihren Grund in einem Egoismus haben, der uns nur an uns selbst denken läßt; lernen wir, froh zu sein im Bewußtsein, daß nichts unsere Hoffnung zerstören kann. Der Weg, der uns zur vollkommenen Liebe zu Gott führt, beginnt mit einer vertrauensvollen Liebe zu Maria. Vor vielen Jahren habe ich dies in einem Kommentar zum Rosenkranz geschrieben, und immer wieder habe ich mich von der Wahrheit dieser Worte überzeugen können. Ich möchte jetzt keine langen Überlegungen zu diesem Thema anstellen, sondern euch einladen, dies selbst zu tun, selbst diese Wahrheit zu entdecken. Wendet euch an Maria, öffnet ihr euer Herz, vertraut ihr eure Freuden und eure Sorgen an und bittet sie, euch zu helfen, Jesus kennenzulernen und Ihm nachzufolgen.

Christus Begegnen, 143,4

Auch in unserem Verhalten zur Mutter im Himmel gibt es diese Weisen kindlicher Zuneigung, in denen wir ihr gewöhnlich begegnen. Viele Christen leben den alten Brauch, ein Skapulier zu tragen; manche haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Muttergottesbilder, die man in jedem christlichen Haus oder in den Straßen so vieler Städte antrifft, zu grüßen – Worte sind dazu nicht notwendig, es genügt ein kurzer Gedanke; andere beten den Rosenkranz, dieses schöne Gebet, bei dem man nicht müde wird, dieselben Dinge wie Verliebte immer aufs neue zu wiederholen und dabei die wichtigsten Augenblicke im Leben des Herrn zu betrachten; oder sie widmen einen bestimmten Tag der Woche Maria – gerade den, an dem wir heute versammelt sind: den Samstag –, um sich ihr erkenntlich zu zeigen und ganz besonders darüber nachzudenken, daß sie die Mutter Gottes und unsere Mutter ist.

Christus Begegnen, 142, 6

Quelle: opusdei.ch

Opus Dei: „Mit Maria, wie leicht ist es“

Vorher, allein, konntest du es nicht… – Jetzt bist du zur Herrin gegangen, und, mit ihr zusammen, wie leicht ist es! (Der Weg 513).

Die Kinder, vor allem die kleinen Kinder, erwarten dauernd irgend etwas, das ihre Eltern für sie tun sollen oder tun könnten, und dabei vergessen sie ihre eigenen Pflichten der Kindesliebe. Im allgemeinen sind wir recht eigennützige Kinder. Aber wir sagten schon, daß das einer Mutter nicht viel ausmacht, denn in ihrem Herzen ist die Liebe groß genug, um dem Kind alles zu geben, ohne etwas von ihm zu erwarten.

So ist es auch mit unserer Mutter Maria…Und wenn wir feststellen, daß es uns an Aufmerksamkeit gegenüber dieser guten Mutter gefehlt hat, sollte uns das Herz wehtun. Ich frage euch, ich frage mich selbst: Wie ehren wir sie?

Ein weiteres Mal kehren wir zur alltäglichen Erfahrung im Umgang mit unserer irdischen Mutter zurück. Wir fragen uns vor allem: Was erwartet eine Mutter von dem Kind, dem sie Fleisch und Blut gegeben hat? Ihr größter Wunsch ist, es in der Nähe zu haben. Wenn die Kinder groß werden und dies nicht mehr möglich ist, wartet die Mutter mit Ungeduld auf Nachricht und empfindet Anteilnahme für alles, was das Kind betrifft, von einer leichten Erkrankung bis hin zu den ganz wichtigen Ereignissen.

Versteht also: In den Augen unserer heiligen Mutter Maria hören wir niemals auf, kleine Kinder zu sein, denn sie öffnet uns den Weg zum Himmelreich, das nur denen, die zu Kindern werden, gegeben wird (Vgl. Mt 19,14). Wir dürfen uns niemals von ihr trennen. Und wie können wir sie ehren? Indem wir Umgang mit ihr haben, mit ihr sprechen, ihr unsere Liebe bezeugen, in unseren Herzen die Szenen ihres irdischen Lebens erwägen, ihr von unseren Kämpfen, unseren Erfolgen und Mißerfolgen erzählen. (Freunde Gottes 289-290).

Quelle: opusdei.ch

NEWS: Regenbogenkardinäle im nächsten Konklave

Selbst an den sogenannten Rändern denkt nicht jeder wie Kardinal Fridolin Ambongo, jener Mann, der der Rebellion gegen Fiducia supplicans ein Gesicht gegeben hat. Unter den Papstwählern im kommenden Konklave wird es eine gar nicht so kleine Gruppe geben, die besonders „sensibel“ für die Homo-Agenda ist. 

Nicht nur Tucho Fernández. Im Heiligen Kollegium, das Franziskus mit neun außerordentlichen Konsistorien in elf Jahren geformt hat, ist der derzeitige Präfekt des Glaubensdikasteriums keineswegs der einzige Kardinal, der den Beweis lieferte, besonders sensibel für LGBT-Themen in der Kirche zu sein. Die Positionen von als ultra-progressiv geltenden Kardinälen wie den Amerikanern Blaise Cupich, Robert McElroy, Joseph William Tobin und Wilton Gregory, dem Deutschen Reinhard Marx, dem Luxemburger Jean-Claude Hollerich und dem Österreicher Christoph Schönborn zu diesem Thema sind wohlbekannt. Der Umstand, daß die Mitglieder des Kollegiums sich teils kaum untereinander kennen und wenig voneinander wissen, führt dazu, daß das Ausmaß der Unterstützung für die Homo-Gruppen, die sich für eine weitere Öffnung innerhalb der Kirche einsetzen, unterschätzt wird.

Dies gilt vor allem für die weniger prominenten Namen der zukünftigen Wähler des Franziskus-Nachfolgers. Die ungewöhnlichen Entscheidungen bei der Auswahl der neuen Purpurträger, die vom argentinischen Papst in den Konsistorien getroffen wurden, haben zu der möglicherweise fälschlichen Annahme verleitet, daß gerade aus diesen von ihm bevorzugten Rändern eine Überraschung kommen könnte, die in Diskontinuität zur Linie der „Öffnung“ des zurückliegenden Jahrzehnts steht. Der Widerstand des afrikanischen Episkopats und mehrerer Bischöfe in der ganzen Welt gegen Fiducia supplicans schien eine Bestätigung dieser Vulgata zu sein. Nicht wenige denken daher, daß die Verweigerung des pastoralen Segens für Homo-Paare das in der Richtung als ausgemacht geltende Ergebnis des nächsten Konklaves kippen und diejenigen isolieren könnte, die zu weit gehen wollen. Aber unter den Papstwählern des Heiligen Kollegiums, die Ausdruck der Ränder sind, denkt nicht jeder so wie Kardinal Fridolin Ambongo Besungu, jener Mann, der die afrikanische Rebellion gegen die Erklärung des Dikasteriums für die Glaubenslehre symbolisiert. Außerhalb Afrikas gibt es nicht wenige periphere Kardinäle, die für die Homo-Agenda sensibilisiert sind.

Kardinal Anthony Poola

Einer der aktivsten ist der Inder Anthony Poola [von Benedikt XVI. 2008 zum Bischof von Kurnool ernannt; von Franziskus 2020 zum Erzbischof von Hyderabad befördert und 2020 in den Kardinalsrang erhoben], der in seiner Diözese die HASSS (Hyderabad Archdiocese Social Services Society) leitet, die ein Ad-hoc-Programm zum „Empowering“ von Transsexuellen anbietet. Die Initiativen der Erzdiözese in diesem Bereich werden von Misereor, dem internationalen Hilfswerk der Deutschen Bischofskonferenz, finanziert. Neben lobenswerten Aktionen wie medizinischer Hilfe und Berufsausbildung für die Herstellung von Jutesäcken organisiert die HASSS auch integrative Weihnachtsfeiern und einen Frauentag, die dem Transgenderismus gewidmet sind. Kardinal Poola hat an diesen Veranstaltungen persönlich teilgenommen und bei diesen Gelegenheiten die jüngsten Öffnungen des Glaubensdikasteriums bestätigt: die Zulassung von Trans- und Homosexuellen als Taufpaten und Trauzeugen zu den Sakramenten der Taufe und der Ehe.

Kardinal Jose Fuerte Advincula

Auf den Philippinen ist es der derzeitige Metropolitan-Erzbischof von Manila, Kardinal Jose Fuerte Advincula [von Johannes Paul II. 2001 zum Bischof von San Carlos ernannt; von Benedikt XVI. 2011 zum Erzbischof von Capiz befördert; von Franziskus 2020 zum Kardinal kreiert und 2021 als Nachfolger von Kardinal Luis Antonio Tagle zum Erzbischof von Manila und Primas der Philippinen befördert], der am Gründonnerstag 2023 entschied, Ryan Borja Capitulo bewußt als Homo-Repräsentanten die Füße zu waschen, um dem Aufruf des Papstes zu folgen, „eine hörendere und barmherzigere Kirche zu werden“.
Es ist allerdings darauf hinzuweisen, daß Capitulo selbst erklärte, daß er sich bemühe, seinen „ständigen Kampf (…) um ein Leben in Keuschheit und sexueller Reinheit zu teilen, die katholische Lehre zur Homosexualität zu leben und meine LGBT-Mitmenschen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten“.

Kardinal Soane Patita Paini Mafi

Von Asien in den Pazifik: Soane Patita Paini Mafi, der Bischof von Tonga, von Franziskus 2015 zum Kardinal erhoben, ist ein Freund der Tonga Leitis‘ Association, der einzigen Homo-Organisation in dem polynesischen Königreich. Am 6. Dezember 2016 war Kardinal Mafi Redner auf dem Kongreß dieser Organisation und beglückwünschte die Homo-Aktivisten zu ihrer offenen Diskussion mit religiösen Führern. Bei dieser Gelegenheit sagte der Kardinal über die Rechte von Lesben und Schwulen in der Kirche: „Wir hoffen, daß wir mehr und mehr in ermutigenden Worten miteinander über diese Dinge sprechen können. Aber die Hauptsache ist, daß Sie sich akzeptiert fühlen. Sie werden in ihrer Würde gewürdigt. Sie sind von Gott geschaffene Menschen.„
In den vergangenen Jahren nahm Mafi regelmäßig an diesen Konferenzen teil. Im Dezember 2020 feierte er in der Basilika St. Antonius von Padua eine Messe für die lokale Trans-Gemeinschaft, die als „Leitis“ bekannt ist, und ließ sich neben Aktivisten mit Homo-Symbolen abbilden. Der Bischof von Tonga wirkte sogar an einem Dokumentarfilm über deren politische Kämpfe mit, der 2018 unter dem Titel „Leitis in Waiting“ veröffentlicht wurde.

Kardinal Sérgio da Rocha

Die Vertrautheit mit LGBT-Gruppen kennzeichnet auch einige der zukünftigen Wähler aus Brasilien. Das ist der Fall von Kardinal Sérgio da Rocha, dem Erzbischof von São Salvador da Bahia [von Benedikt XVI. 2008 zum Erzbischof von Teresina ernannt und 2011 zum Erzbischof von Brasilia befördert; von Franziskus 2016 in den Kardinalsrang erhoben und 2020 zum Erzbischof von São Salvador da Bahia und Primas von Brasilien befördert], der bei der Feier einer Ad-hoc-Messe für die „Opfer von Transphobie“ am 21. Mai 2021 einer Bitte des Zentrums für die Förderung und Verteidigung der LGBT-Rechte des Bundesstaates Bahia nachkam und einer gesanglichen Darbietung des Ave Maria durch eine Dragqueen am Ende der Liturgie zustimmte.

Kardinal Leonardo Ulrich Steiner

Aus Brasilien ist auch der deutschstämmige Kardinal Leonardo Ulrich Steiner OFM, der sich bereits für die Legalisierung von Homo-Partnerschaften ausgesprochen hat [von Johannes Paul II., wenige Wochen vor seinem Tod, zum Prälaten der Territorialprälatur São Félix ernannt, die Bischofsweihe spendete ihm sein Cousin Kardinal Paulo Evaristo Arns OFM; von Benedikt XVI. 2011 auf Wunsch des bereits genannten Sérgio da Rocha zum Weihbischof von Brasilia befördert; von Franziskus 2019 zum Erzbischof von Manaus und Primas von Brasilien befördert und 2022 zum Kardinal erhoben]. In Manaus befindet sich die Kirche São Sebastião, die vor drei Jahren mit kirchlicher Erlaubnis Schauplatz der Aufzeichnung eines von einer Homo-Organisation gedrehten Musikvideos war.

Kardinal Stephen Brislin

Das nächste Konklave wird, wann immer es stattfindet, ohne ein weiteres Konsistorium zur Ernennung neuer Kardinäle vor Beginn der neuen Sitzungsperiode der Synodalitätssynode im Oktober auszuschließen, die Rechnung mit dieser weit verbreiteten Homo-Sensibilität machen müssen. Es ist nicht sicher, daß jenen automatisch Zustimmung an den Rändern garantiert, indem die Frage von Fiducia supplicans bei den Generalkongregationen [vor dem Konklave] auf den Tisch gelegt wird, falls es solche überhaupt geben wird, oder allzu sehr die Muskeln dazu spielen gelassen werden, die ein Pontifikat wünschen, das nicht mit der derzeitigen Agenda übereinstimmt. Selbst in Afrika gibt es die Ausnahme des südafrikanischen Buren Stephen Brislin [von Benedikt XVI. zum Bischof von Kroonstad ernannt und 2009 zum Erzbischof von Kapstadt befördert; von Franziskus zusammen mit Tucho Fernández in den Kardinalsrang erhoben].

Das von Benedikt XVI. zur Papstwahl wiedereingeführte Zwei-Drittel-Quorum wird von jenen Kardinälen, die Einfluß nehmen wollen, verlangen, der Aufforderung des Evangeliums zu folgen, „klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben“ zu sein, im Vertrauen darauf, daß, wie Ratzinger in seiner letzten Generalaudienz in Erinnerung rief, „das Boot der Kirche nicht mir, nicht uns gehört, sondern ihm. Und der Herr läßt sie nicht untergehen“.

Quelle: Katholisches.info

NEWS: Wie Kardinal Fernandes Vatikan verändern will

In nur drei Monaten an der Spitze des Dikasteriums (ehemals Kongregation) für die Glaubenslehre hat der argentinische Kardinal Victor Manuel „Tucho“ Fernández die einst mächtigste Abteilung des Vatikans rasch verändert.

Einst als „La Suprema“ bekannt, weil es das wichtigste Amt des Vatikans war, hat das Dikasterium unter der Leitung von Kardinal Fernández einen neuen Kurs eingeschlagen – einen Kurs, der sich weniger mit der Zensur von Theologen befasst als vielmehr mit der Entwicklung einer Theologie, die den Menschen in den komplexen Situationen des modernen Lebens gerecht wird.

Dieser neue Kurs wurde von Papst Franziskus direkt in seinem Brief an den damaligen Erzbischof Fernández vorgegeben, der einige der Veränderungen zusammenfasste, die Franziskus seit Beginn seines Pontifikats im Lehramt sehen wollte.

Der Brief vom 1. Juli, der die Ernennung des damaligen Erzbischofs zum D.D.F. begleitete, erklärte unmissverständlich, dass eine Veränderung bevorstehe. „Das Dikasterium, dem Sie vorstehen werden, hat in anderen Zeiten unmoralische Methoden angewandt“, schrieb Papst Franziskus. „Das waren Zeiten, in denen man, anstatt theologisches Wissen zu fördern, möglichen Irrtümern in der Lehre nachging. Was ich von Ihnen erwarte, ist sicherlich etwas ganz anderes.“

Wie anders?

Der Papst sagte ausdrücklich, dass das D.D.F. daran arbeiten sollte, „das Verständnis und die Weitergabe des Glaubens im Dienst der Evangelisierung zu verbessern“, und zitierte aus dem apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ („Die Freude des Evangeliums“) von 2013, in dem Franziskus kurz nach seiner Wahl seine Vision für sein Pontifikat dargelegt hatte.

Franziskus zementierte diese Verschiebung hin zur Evangelisierung als Priorität in seiner Reform der Römischen Kurie, den leitenden Ämtern der Kirche, im Jahr 2022, als er das neu geschaffene Dikasterium für Evangelisierung zur Nummer eins im Vatikan machte und die frühere „Suprema“ auf den zweiten Platz verwies. In der reformierten Kurienkonstitution fasste Papst Franziskus die Rolle des Dikasteriums als „Förderung und Bewahrung der Integrität der katholischen Lehre über Glauben und Moral“ zusammen. Sie tut dies, indem sie sich auf das Glaubensgut stützt und angesichts neuer Fragen ein immer tieferes Verständnis davon anstrebt“.

Der Wunsch des Papstes nach einer D.D.F., die zur Entwicklung der katholischen Lehre beiträgt, war bereits offensichtlich – ein Wunsch, den er unterstrich, als er schrieb, die D.D.F. solle ein „harmonisches Wachstum“ ermöglichen und „unterschiedliche Denkströmungen in Philosophie, Theologie und pastoraler Praxis“ miteinander versöhnen, anstatt als „Kontrollmechanismus“ zu fungieren. Er warnte ausdrücklich vor der Gefahr, dass „sekundäre Themen“ die „zentralen Themen“ überschatten könnten – das zentrale Thema ist die Barmherzigkeit Gottes.

Franziskus versicherte Fernández in seinem Brief, dass er ihn ausgewählt habe, weil er sich „nicht mit einer Schreibtisch-Theologie begnügt“, da er als Gemeindepfarrer gedient und eine Erzdiözese in Argentinien geleitet habe. Die beiden kennen sich mindestens seit den 1990er Jahren und haben bei der Ausarbeitung des Aparecida-Dokuments des CELAM im Jahr 2007 eng zusammengearbeitet. 2009 ernannte der damalige Kardinal Bergoglio Fernández zum Rektor der Päpstlichen Universität Argentiniens.

Zu diesem Zeitpunkt geriet Fernández‘ Ernennung für anderthalb Jahre ins Stocken, da die damalige Glaubenskongregation gegen ihn wegen möglicher Unorthodoxie in seiner Theologie ermittelte – eine Erfahrung, die zwar „mit Gelassenheit gelöst“ wurde, die aber weder Franziskus noch Fernández vergessen haben. Nach seiner Wahl zum Papst ernannte Franziskus Fernández zum Bischof und bezog ihn, wie manche sagen, in die Ausarbeitung des ersten programmatischen Dokuments „Evangelii Gaudium“ ein. Fernández wird auch oft als Ghostwriter des nachsynodalen apostolischen Schreibens „Amoris Laetitia“ („Die Freude der Liebe“) von Franziskus genannt, das geschiedenen und wiederverheirateten Katholiken die Tür zum Empfang der Kommunion öffnete. Franziskus ernannte Fernández auch in zwei Synoden und als Berater in die Kongregation für das katholische Bildungswesen, das Gremium, das Jahre zuvor Fernández die Zulassung als Universitätsrektor verweigerte, nachdem das vatikanische Lehrbüro, das er jetzt leitet, Bedenken geäußert hatte. Und gerade heute hat Papst Franziskus ihn zum Mitglied des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen ernannt.

Angesichts dieser langen Geschichte der Zusammenarbeit scheint es, als hätte Franziskus Fernández schon seit Jahren für diese Aufgabe im Auge gehabt. Der Kirchenhistoriker Massimo Faggioli sagte mir in einem Interview, als Fernández ernannt wurde: „Es geht mehr um die Wahl der Person als um das, was Papst Franziskus in seinem Brief gesagt hat…. Dies ist ein Wendepunkt in den letzten 40 Jahren und ein deutlicher Aufbruch, weil [Fernández] ein Lateinamerikaner ist.“ Faggioli sagte, die Ernennung markiere das Ende der „Ratzinger-Ära“ der D.D.F.-Vorsitzenden, die er bis zu ihrem letzten Präfekten, Kardinal Luis Ladaria Ferrer, einem Jesuiten, der Sekretär der Kongregation unter dem „Ratzinger-Verehrer“ Kardinal Gerhard Müller war, andauern sah. Faggioli zog einen Kontrast zwischen dem „Schreibtisch-Theologie“-Ansatz jener Ära und dem lateinamerikanischen Stil, der, so Faggioli, den „Kontakt mit der existentiellen Situation der wirklichen Menschen“ in den Vordergrund stellt.

Wie Franziskus schon oft gesagt hat, auch in seinem Brief anlässlich der Ernennung von Fernández, „ist die Realität höher als [Ideen]“.

Kardinal Fernández‘ D.D.F.

Einige der Entscheidungen, die Fernández in seinen drei Monaten als Chef der vatikanischen Lehre getroffen hat, scheinen von Franziskus‘ Brief inspiriert zu sein. Die weit verbreitete Erklärung „Fiducia Supplicans“ zum Beispiel, die eine Theologie der Segnungen umreißt und Priestern erlaubt, Paare zu segnen, die sich in – wie die Kirche es nennt – „irregulären Situationen“ befinden, einschließlich gleichgeschlechtlicher und unverheirateter Paare, die zusammenleben, schien in erster Linie darauf abzuzielen, die Barmherzigkeit Gottes auf Menschen auszudehnen, die in realen Situationen leben und die die Kirche in der Vergangenheit wohl vernachlässigt hat.

Dieser Ansatz ähnelt dem, den Franziskus und möglicherweise auch Fernández in „Amoris Laetitia“ gegenüber geschiedenen und wiederverheirateten Paaren verfolgten.

Andere Entscheidungen von Fernández scheinen den pastoralen Ansatz, für den sich Franziskus eingesetzt hat, mit Fernández‘ eigenem Stil der häufigen Kommunikation zu verbinden.

Fernández war schon immer ein produktiver Schriftsteller, der viele kurze spekulative und ratsuchende Bücher sowie gewichtigere theologische Werke verfasst hat, und er hat bis zu seiner Ernennung zum Kardinal im September 2023 oft öffentlich auf Facebook gepostet und sogar auf Kritiker seiner Ernennung geantwortet. Er hat seit seiner Ernennung viele Interviews gegeben und gilt als der Präfekt der D.D.F., der in der modernen Geschichte mit Abstand am offensten gegenüber der Presse war.

Ebenso hat der D.D.F. seit der Ernennung von Fernández mehr kommuniziert, als viele Beobachter des Vatikans sich daran erinnern können, dass er dies in der Vergangenheit getan hat. Nachdem es sich sieben Jahre lang geweigert hatte, auf die „dubia“ (Zweifel an einer Lehre in Form von Ja-oder-Nein-Fragen) von fünf Kardinälen zu „Amoris Laetitia“ zu antworten, reagierte das Büro nach Fernández‘ Ernennung schnell auf zwei neue „dubia“: Eine von einigen derselben Kardinäle, die um Klärung einer Reihe von brisanten Fragen baten, darunter die Kommunion für Geschiedene und Wiederverheiratete, die Frauenordination und die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, und eine weitere von einem brasilianischen Bischof, der klarstellte, dass Transgender-Personen getauft werden und als Paten dienen können, vorausgesetzt, dass Transgender-Personen in diesen Rollen keinen „öffentlichen Skandal“ verursachen.

Die Antworten der D.D.F. an die Kardinäle hielten die Linie von Franziskus in Bezug auf den Zugang zur Kommunion und die Frauenordination aufrecht und boten eine vorsichtige Offenheit für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, die sie in ihrer Erklärung vom Dezember 2023 weiter erkunden würde.

Ein weiteres Beispiel für die häufigere Kommunikation der D.D.F. unter Fernández ist ihre Pressemitteilung vom 4. Januar, in der sie auf einige der Kritikpunkte der „Fiducia Supplicans“ reagierte. Darin wurden Bischöfe und Priester aufgefordert, „mit dem Herzen von Hirten, frei von jeglicher Ideologie, gelassen [über die Erklärung] nachzudenken“ und zu erklären, dass das Dokument nicht „häretisch“ sei, ebenso wenig wie die Priester, die solche Segnungen anbieten.

Wie die Entscheidungen in der Kirche nachhallen

Die Ernennung von Kardinal Fernández zum Präfekten des D.D.F. wurde weithin als Versuch von Papst Franziskus interpretiert, sein Erbe zu festigen – vielleicht das wichtigste nach dem Synodenprozess 2021-24. Bislang hatte Franziskus größere Veränderungen im Lehramt vermieden, indem er zunächst den von Benedikt XVI. ernannten Kardinal Gerhard Müller, der sich als prominenter Kritiker des Papstes entpuppt hat, bis zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit im Amt beließ und ihn dann durch Kardinal Müllers D.D.F.-Sekretär, Kardinal Ladaria, ersetzte. Ladaria war zwar kein lautstarker Kritiker von Franziskus, gab aber 2021 eine Antwort auf ein Dubium heraus, dass die Segnung von gleichgeschlechtlichen „Unionen“ (und nicht von „Paaren“, die in der Erklärung von 2023 angesprochen wurden) verbot, mit der Franziskus Berichten zufolge nicht zufrieden war, obwohl er sie unterzeichnet hatte.

Seine bisherige Entscheidung, keine größeren Veränderungen an der Spitze des D.D.F. vorzunehmen, wurde allgemein als Wunsch gesehen, die Polarisierung, die in der Kirche im letzten Jahrzehnt zugenommen hat, nicht zu vertiefen. Die Entscheidung von Franziskus, einen wichtigen Verbündeten in das Amt zu berufen, zielt zwar wahrscheinlich darauf ab, seinen eher pastoralen Ansatz in die Lehre der Kirche zu integrieren, birgt aber auch die Gefahr, die Spaltungen in der Kirche zu vertiefen, wie man an den Reaktionen auf die „Fiducia Supplicans“ sehen konnte.

Es scheint, als wolle Franziskus diejenigen nicht verprellen, die auf solche Veränderungen nicht vorbereitet sind: In diesem Monat stimmte er der Entscheidung der afrikanischen Bischöfe unter der Leitung von Kardinal Fridolin Ambongo Besungu zu, dass sie es „generell vorziehen“, gleichgeschlechtliche Paare nicht zu segnen. Der amerikanische Vatikankorrespondent Gerard O’Connell hat berichtet, dass Kardinal Ambongo dies sowohl mit Franziskus als auch mit Fernández besprochen hat.

Doch solche Nuancen bleiben in den Medienberichten über die Erklärung und den Reaktionen einiger Bischöfe und Kommentatoren auf sie meist unbemerkt. Trotz der Bereitschaft des Papstes, unterschiedliche pastorale Anwendungen zuzulassen – sogar solche, die seiner Erklärung gänzlich zu widersprechen scheinen – hält sich das Bild von Papst Franziskus als „liberal“ oder „progressiv“ hartnäckig. Wie der amerikanische Nationalkorrespondent Michael J. O’Loughlin in einer kürzlichen „Inside the Vatican“-Runde über „Fiducia Supplicans“ feststellte, diktiert die Medienwahrnehmung eines Ereignisses oft dessen Realität in der öffentlichen Vorstellung.

Mit einem Chef der Lehre, der häufige und offene Kommunikation zu bevorzugen scheint, sowohl von seinem Büro aus als auch in Interviews, während er gleichzeitig Änderungen durchführt, die Papst Franziskus zementieren möchte und die in der Vergangenheit auf Widerstand seitens des Lehrstuhls gestoßen sind, scheint es wahrscheinlich, dass sich die politische Polarisierung in der Kirche weiter vertiefen wird. Dies könnte eine Realität bleiben, selbst wenn der Vatikan weiterhin eine große Vielfalt an pastoralen Praktiken zulässt, was ein zentraler Grundsatz von Franziskus‘ Führung zu sein scheint.

Quelle: Americanmagazin, novaradio.ch

Nachrichtensendung vom 03.05.2024

Papst Franziskus reist nach Verona
Kardinal Pizzaballa äussert sich

Programmhinweis: Nachrichtensendung vom 03.05.2024

Papst Franziskus reist nach Verona
Kardinal Pizzaballa äussert sich

Mittwochskolumne: Tag der Arbeit

Bern, (novaradio.ch): Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Die Kirche stellt den Heiligen Joseph ins Zentrum, den Patron der Arbeiter. Am heutigen Tag sollten wir uns Gedanken machen, wie wir es als Christen schaffen, die alltägliche Arbeit so zu verrichten, dass diese für uns und unsere Mitmenschen segensreich ist. Ich meine damit nicht nur die Lohnarbeit, sondern jede Arbeit, die der Mensch verrichtet. Bei der Lohnarbeit ist es wichtig, keine Arbeit nur deswegen zu erledigen, weil sie Geld einbringt. Natürlich müssen wir alle leben und daher sind wir auf Einkommen angewiesen. Wenn ein Mensch aber nur den Lohn im Auge hat, verkümmert seine Seele bei einer Tätigkeit. Für mich als Lehrer zum Beispiel müssen die Schüler die wichtigste Priorität haben, nicht mein Bankkonto am Ende des Monats. Eine Arbeit, die keine Freude bereitet, sondern zu der ich mich nur motivieren kann, weil sie mich finanziell besserstellt, wird mir irgendwann nur noch zur Last. Darunter leiden dann meine Mitmenschen. Wir sollten daher jede Arbeit, auch wenn sie mühsam ist, mit Liebe füllen und sie als Dienst an unseren Mitmenschen sehen. Bei Berufen, bei denen man mit Menschen zu tun hat, ist dies vor allem wichtig. Aber auch bei gewöhnlichen Industrieberufen, bei denen ein Produkt hergestellt wird, kann eine solche Einstellung die Arbeit zu einer Quelle der Gnade machen. Jedes Produkt dient ja später dem Konsumenten, der sich an diesem erfreut. Umgekehrt sind auch wir als Konsumenten aufgefordert, die Arbeit zu respektieren, durch die ein Produkt oder eine Dienstleistung erschaffen wurde. Die Nächstenliebe erfordert, dass wir jedem Arbeiter den grössten Respekt entgegenbringen. Wir dürfen nicht nur in der Kirche bei der Heiligen Messe Christen sein, sondern vor allem auch im alltäglichen Leben. Nutzen wir daher den 1. Mai, um Gott zu bitten, unsere Arbeit und unser Konsumverhalten zu heiligen, damit wir zum Segen für die Welt werden. DR

NEWS: Honduras: „Gemeinden, die sich früher gegenseitig umbrachten, beten nun gemeinsam“

Kriminelle Banden, Armut und fehlende Berufungen – das Leben der Christen in Honduras ist nicht einfach. Dies hat Veronica Katz, Projektleiterin des internationalen Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» für die mittelamerikanischen Länder, auf ihrer Reise durch das Land hautnah erfahren. Die pastoralen Früchte und das Engagement der Katholiken in diesem Land sind jedoch eine Quelle der Hoffnung.

Können Sie die Situation beschreiben, die Sie auf Ihrer Reise nach Honduras erlebt haben?

Honduras, das zweitärmste Land Lateinamerikas, leidet unter extremer Armut, die 75 % der Bevölkerung betrifft, sowie unter erheblicher Ungleichheit. Eine schwere Energiekrise mit ständigen Stromausfällen zur Rationierung der Energieversorgung belastet das Land zusätzlich. Extreme Klimabedingungen führen zu Dürreperioden und sintflutartigen Regenfällen, die alles überfluten und die Landwirtschaft beeinträchtigen. Doch eine noch grössere Bedrohung stellt die Gewalt der „Maras“ dar.

Was sind diese „Maras“?

Es handelt sich um typische mittelamerikanische Banden, die eng mit dem Drogenhandel verbunden sind und äusserst gewalttätig agieren. Honduras dient als Transitland für den Drogenhandel in die USA und andere Länder. Die Maras kontrollieren in Honduras praktisch alles. Familien können wegen der „Kriegssteuer“, welche die Maras den Bürgern auferlegen und die sie oft nicht bezahlen können, keine Geschäfte führen.

Wie erlebt die honduranische Kirche dieses Klima der Gewalt?

Während unseres Besuchs in der Hauptstadt erfuhren wir, dass es in einigen Gegenden sehr schwierig ist, pastorale Arbeit zu leisten, insbesondere aufgrund der Konflikte zwischen rivalisierenden Banden, die um die Kontrolle des Territoriums kämpfen. In einer bestimmten Gemeinde, die wir besuchten, wird das Gebiet von zwei solcher Banden kontrolliert, was die kirchliche Arbeit stark beeinträchtigt. Die Bischofskonferenz hat bereits zum Frieden aufgerufen und die Regierung aufgefordert, angesichts der Unsicherheit im Land Massnahmen zu ergreifen. Die pastorale Arbeit der katholischen Kirche ist jetzt sehr wichtig.

Welchen weiteren Herausforderungen muss sich die Kirche in ihrer pastoralen Arbeit stellen?

Der Priestermangel ist ein ernsthaftes Problem. In Honduras betreut ein Priester viermal so viele Menschen wie beispielsweise in Frankreich. Hinzu kommen das niedrige Bildungsniveau, der Mangel an Transportmitteln in ländlichen Gebieten und unzureichende Ausbildungsprogramme in den Pfarreien. Die Gläubigen sind arm und der Mangel an katechetischem Material ist enorm. Sie wünschen sich Ausbildungsmaterial, haben aber nicht die Mittel, es zu erwerben.

Andererseits ist die Regierung bei der Erteilung von Visa an ausländische Geistliche sehr streng. Es werden viele Anforderungen an sie gestellt und sie müssen viele Dokumente vorlegen, was ihnen die Einreise und das Wirken im Land erschwert.

Was möchten Sie von dieser Reise besonders hervorheben?

Etwas hat mich sehr beeindruckt: Ein Priester berichtete uns, dass in seiner Pfarrei zu Beginn seiner Amtszeit ein schwerwiegender Konflikt zwischen zwei Gruppen herrschte. Doch durch treues Gebet hat Gott gehandelt und die Gruppen sind nun versöhnt. Es ist kaum vorstellbar: Gemeinden, die sich früher gegenseitig umbrachten, beten nun gemeinsam.
Die Honduraner zeigen eine bemerkenswerte Offenheit gegenüber dem Göttlichen – das ist gut, weil sie Gott von Herzen suchen, aber es macht sie auch empfänglich für jeden, der ihnen eine Spiritualität vermitteln will. Das bedeutet auch, dass sie leicht von Sekten, die sich im Land ausgebreitet haben, vereinnahmt werden können oder Antworten in abergläubischen Praktiken suchen, die in Honduras präsent sind.

Was ist der Grund für die Zunahme von Sekten in Honduras?

Die Honduraner sind sehr gläubige Menschen. Sie brauchen Gott. Doch wie bereits erwähnt, gibt es nur wenige katholische Priester, die den Menschen in ihren geistlichen Nöten helfen können. Die wenigen, die es gibt, haben eine enorme Arbeitsbelastung. Honduras ist das Land mit dem höchsten Anteil an Protestanten in ganz Lateinamerika. Evangelikale Kirchen haben deutlich zugenommen, und die Zahl der Protestanten ist inzwischen höher als die der Katholiken. Darüber hinaus werden viele dieser protestantischen Sekten von Gruppen in den Vereinigten Staaten finanziert: Sie vervielfachen die Präsenz von Pastoren, um dort zu wirken, wo die katholischen Priester nicht hinkommen oder nicht so aktiv sind. Ein Katholik, der nur aus Tradition und nicht aus Überzeugung katholisch ist, schliesst sich so schnell diesen Glaubensgemeinschaften an. Die katholische Kirche unternimmt grosse Anstrengungen, um ihren Gläubigen angesichts des riesigen Angebots und der Präsenz durch andere christliche Konfessionen und Sekten eine solide Bildung zu vermitteln.

Und wie engagiert sind die Gläubigen, trotz aller Schwierigkeiten?

Die meisten Katholiken engagieren sich stark in ihren Pfarreien und nehmen aktiv an sozialen Aktivitäten teil. Es ist erstaunlich zu sehen, wie Menschen, die tagsüber unermüdlich auf den Kaffee- oder Maisfeldern arbeiten oder sich um Tiere kümmern, ihre Nachmittage in den Pfarreien verbringen. Sie füllen ihren Terminkalender mit religiösen Aktivitäten, die ihren ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen. Wir haben Gemeinschaften gesehen, die voller Leben und sehr gut organisiert sind. Sie praktizieren ihren Glauben nicht allein, sondern leben ihn als Gemeinschaft, was sehr ermutigend ist. Durch das Engagement motivierter Priester und Laien sowie eine strukturierte Seelsorge können positive Ergebnisse und pastorale Früchte erzielt werden.

Sie haben viele Projekte von «Kirche in Not (ACN)» in Honduras besucht. Welche Projekte unterstützt das Hilfswerk vor Ort?

In den letzten fünf Jahren hat «Kirche in Not (ACN)» 65 Projekte in Honduras durchgeführt, für die fast CHF 1 Mio. ausgegeben wurd. Fast ein Drittel davon für den Bau und die Sanierung von Pfarreien, ländlichen Kapellen und Gemeindesälen. Wir haben auch die Ausbildung von Laienseelsorgern und Seminaristen, den Lebensunterhalt von Ordensschwestern, katechetisches Material und Medien sowie die Bereitstellung von Fahrzeugen für die Missionstätigkeit unterstützt.

Quelle: Kirche in Not Schweiz

Schule der Theologie: Apokryphen

Ab heute starten wir eine Serie über die Apokryphen.

Erklärung der Liturgie: Teil 14

Pax Vobis vom 28.04.2024

U ovoj emisiji predstavljamo vam sve o Spasovu, Duhovi i Sveti Duha.
Citaju Drazenka Pavlic, Vera Novakovic i Pero Martinic

Nachrichtensendung vom 26.04.2024

Bidens Blasphemie
Neues Dokument von „Tucho“ Fernandes

NEWS: Christen in Indien beten für ihre Zukunft

In Indien betet und fastet ein grosser Teil der christlichen Minderheit für den Ausgang der Wahlen im Land, wobei sie sich ernsthafte Sorgen über die Folgen machen, die eine dritte Amtszeit von Narendra Modis BJP für sie haben würde.  
«Die Christen sind besorgt über die bevorstehenden Wahlen», sagt Priya Sharma*, die mit den Partnern von Open Doors in Indien zusammenarbeitet. «In den letzten zehn Jahren, als die Regierung Modi an der Macht war, haben wir einen stetigen Rückgang der demokratischen und religiösen Freiheit und die gleichzeitige Ausbreitung der Hindutva-Ideologie (radikaler Hindu-Nationalismus) erlebt.»
Sie fügt hinzu: «Wir haben unermüdlich für die Wahlen von 2014 gefastet und gebetet. Wenn die BJP für eine weitere Amtszeit wiedergewählt wird, befürchten wir, dass die Wahlen im Jahr 2024 die letzten allgemeinen Wahlen des Landes sein werden. Die Demokratie könnte vollständig ausgelöscht werden. Die Gewalt und die Verfolgung religiöser Minderheiten werden weiter zunehmen.» 

Demokratie steht auf dem Spiel

Seit der Wahl Narendra Modis zum Ministerpräsidenten im Jahr 2014 hat sich die Hindutva-Ideologie weitgehend unkontrolliert im ganzen Land ausgebreitet. Die Hindutva-Radikalen betrachten religiöse Minderheiten wie Christen und Muslime als fremd in der Nation und sprechen davon, ihr Land vom Islam und vom Christentum zu «säubern».
 Körperliche Gewalt, Ausgrenzung aus der Gemeinschaft oder die Zerstörung von Eigentum haben gegen Christen zugenommen. Gewalt durch fanatisierte Mobs hat sich in mehreren Staaten ausgebreitet, in Form von körperlichen Angriffen, der Zerstörung von Häusern und Kirchen sowie der Lebensgrundlage. 

Auswirkungen von Wahlen auf Anti-Bekehrungsgesetze

Gleichzeitig befürchten die Christen, dass ihre Freiheiten durch das Gesetz weiter ausgehöhlt werden. «Ein weiterer Sieg Narendra Modis würde die Einführung eines Anti-Bekehrungsgesetzes in weiteren Bundesstaaten fördern, und die Christen haben Sorge, dass es auf nationaler Ebene eingeführt werden könnte», erklärt Priya Sharma.
Die indischen Gesetze zur Religionsfreiheit oder Anti-Bekehrungsgesetze sind auf bundesstaatlicher Ebene verabschiedete Rechtsvorschriften, die religiöse Konversionen regeln. Sie sind derzeit in 11 der 28 indischen Bundesstaaten in Kraft, aber Nationalisten drängen darauf, dass sie auf das ganze Land ausgeweitet werden.
Wie der Name schon sagt, sollen diese Gesetze Versuche verhindern, durch «falsche Angaben, Gewalt, unzulässige Beeinflussung, Zwang, Verlockung oder betrügerische Mittel» zu einer anderen Religion (als dem Hinduismus) überzutreten.
Rinzen Baleng, Expertin für Anwaltschaft und Fürsprache von Open Doors, meint jedoch: «Das Fehlen einer korrekten Definition dieser Begriffe macht das Gesetz anfällig für Missbrauch. Diese Gesetze werden von nationalistischen Gruppen und Gruppen, die mit extremistischen Hindu-Bewegungen verbunden sind, dazu benutzt, Minderheiten ins Visier zu nehmen, und sie räumen sich dadurch das Recht ein, ungestraft zu handeln.»

Fast eine Milliarde Wähler

Die Wahl, die am 19. April begonnen hat, wird in den kommenden Wochen fortgesetzt, und die Mammutaufgabe, eine Nation mit 968 Millionen wahlberechtigten Wählern zu befragen, geht weiter. Die Wahl endet am 1. Juni und die Ergebnisse werden am 4. Juni verkündet.
Indien liegt derzeit auf Rang 11 des Weltverfolgungsindex von Open Doors, in dem die 50 Länder aufgeführt sind, in denen Christen der schwersten Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Seit 2014 ist Indien in der Rangliste um 17 Plätze nach oben geklettert.
*Die Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert.

Quelle: opendoors.ch

Mittwochskolumne: Was ist die Kirche?

Bern (novaradio.ch): Nach Ostern bewegen wir uns auf Pfingsten zu, das als Anbeginn der Kirche gefeiert wird. Dieses Nähern auf Pfingsten sollte uns motivieren, uns die Frage zu stellen, was die Kirche eigentlich ist. Benedikt XVI. hat einmal darauf hingewiesen, dass die Kirche nicht in erster Linie eine Institution oder ein Moralsystem ist, sondern dass wir als Christen Jesus folgen. Wir folgen als Christen dem menschgewordenen Wort Gottes. Für mich ist dies eine ganz zentrale und wichtige Definition. Die Kirche besteht nicht in erster Linie aus schönen Kirchen, aus einer schönen Liturgie oder schönen religiösen Texten und Gesängen, schon gar nicht besteht die Kirche aus einer Steuergemeinschaft (wie in vielen Kantonen der Schweiz): Die Kirche besteht aus Menschen, die bereit sind, Jesus Christus zu folgen und seinen Willen zu erfüllen. Alle Glieder der Kirche, vom Papst bis zum einfachen Laien, müssen sich ständig die Frage stellen, was der Wille Jesu ist. Ich möchte damit nicht in Abrede stellen, dass es eine Hierarchie braucht, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass unser Glaube ganz auf Jesus Christus gegründet ist. Er ist der Weg, auf dem wir schreiten und er ist die Wahrheit. Als Christen dürfen wir daher nicht in eine Lethargie und Nostalgie verfallen, wenn es darum geht, diese Wahrheit zu verkünden. Viele Menschen sind traurig darüber, dass das Pfarreileben nicht mehr so ist wie früher. Sie trauern den Zeiten nach, als sich alle noch im Dorf und in der Pfarrei gekannt haben. Dieses Nachtrauern nach vergangenen Zeiten bringt nichts. Der Christ muss sich an die Begebenheiten anpassen, die heute vorherrschen und er (oder sie) muss versuchen, Christus in allen möglichen Situationen nachzufolgen, ohne seinen Willen und seine verkündete Wahrheit zu relativieren. Ich kann Menschen, welche äussere Umstände dafür verantwortlich machen, dass sie nicht mehr ihren Glauben praktizieren, nicht verstehen. Wenn beispielsweise im eigenen Dorf nicht mehr die Heilige Messe angeboten wird, dann müssen wir halt bereit sein, längere Wege in Kauf zu nehmen, um die Eucharistie zu feiern. In religiösen Fragen dürfen wir nicht faul sein, sondern willig, um aus unseren Gewohnheiten und unserer Bequemlichkeit auszubrechen. Denken wir an die ersten Jünger, die Juden waren und das Christentum annahmen. Wie flexibel mussten sie sein, um den Glauben anzunehmen und zu praktizieren? Ist es heute zu viel verlangt, dass wir auf unsere Bequemlichkeit zugunsten einer authentischen Kirche verzichten? Bitten wir Jesus, dass er uns die Kraft schenkt, ihm zu folgen. Schreiten wir auf Pfingsten zu, indem wir den Willen Jesu ständig versuchen zu erfüllen. DR

NEWS: Kardinal Grech distanziert sich von FS

Kardinal Mario Grech, der Generalsekretär des Generalsekretariats der Bischofssynode, erklärte in einem Interview, daß die umstrittene Homo-Erklärung Fiducia supplicans in keinem Zusammenhang mit der Synodalitätssynode stehe, weder mit dem bereits stattgefundenen noch dem bevorstehenden Teil. Ist das eine Form der Distanzierung?

Der Malteser Mario Grech machte unter Papst Franziskus eine steile Karriere. Als Bischof von Gozo, einer Diözese mit gerade einmal 28.000 Katholiken, kleiner Suffragan des Erzbischofs von Malta, katapultierte sich Msgr. Grech 2016 auf das internationale Parkett, als die Maltesische Bischofskonferenz, als erste weltweit, bergoglianische Richtlinien für die Umsetzung der umstrittenen nachsynodalen Erklärung Amoris laetitia einführte,.

Dem Papst war Msgr. Grech bereits im Zuge der ersten Familiensynode 2014 durch eine sehr „inklusive“ Rede bezüglich „Personen in komplexen familiären Situationen“, Homosexuellen und Eltern von Homosexuellen aufgefallen. Als Vorsitzender der Maltesischen Bischofskonferenz hatte er eine sichere Eintrittskarte auch zur zweiten Familiensynode, auf der er seine Ausführungen vertiefte. Er gilt als Hauptautor der maltesischen Richtlinien für Amoris laetitia.

Papst Franziskus wußte das und auch Interventionen politischer Art, etwa zur Migrationsagenda und Kritik am damaligen italienischen Innenminister Matteo Salvini (Lega), zu schätzen und ernannte den Erzbischof von Malta, Msgr. Charles Scicluna, zum beigeordneten Sekretär der römischen Glaubenskongregation und Bischof Grech zum Pro-Generalsekretär der Bischofssynode.

Dann zog der Suffragan an seinem jüngeren Erzbischof vorbei, indem Grech im September 2020 nicht nur zum Generalsekretär der Bischofssynode aufrückte, sondern im selben Jahr von Franziskus auch zum Kardinal kreiert wurde. Als verläßlicher Parteigänger Santa Martas ist er heute auch Mitglied des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und des Dikasteriums für die Bischöfe. Der 67jährige Malteser gilt in Rom als entschlossen, einflußreich, wenn auch intern nicht unbedingt als Sympathieträger.

Grech stellte sich vor zwei Jahren öffentlich auch hinter den deutschen Synodalen Weg, denn er vertraue den deutschen Bischöfen, „daß sie wissen, was sie tun“.

Habe von Fiducia supplicans erst erfahren, als es veröffentlicht wurde
Am vergangenen Wochenende äußerte sich der Kardinal in einem Interview in Irland hingegen bemerkenswert zurückhaltend. Er war Hauptredner der Konferenz „Synodality Explored: Facing the Future Together“ („Synodalität erkunden: Die Zukunft gemeinsam angehen“), die am nationalen irischen Marienheiligtum in Knock in der Grafschaft Mayo stattfand. Dort gab er Sarah MacDonald von OSV News ein Interview, das am Montag veröffentlicht wurde.

Die Kernaussage Grechs lautete: Die Erklärung Fiducia supplicans des Glaubensdikasteriums über die Zulassung von Segnungen für Homo-Paare und andere irreguläre Verbindungen stehe in keinem Zusammenhang mit der Synodalitätssynode und werde auch keinen Einfluß auf diese haben.

Grech legte in dem Interview Wert auf die Feststellung, nicht über das Veröffentlichungsdatum oder den Inhalt von Fiducia supplicans informiert gewesen zu sein. Er habe das Dokument „wie jeder andere auch“ erst „zur Kenntnis genommen, als es veröffentlicht wurde“. Er wolle damit nicht sagen, daß sein Amt konsultiert hätte werden müssen, denn jedes Dikasterium habe „das Recht und die Pflicht, mit der Kirche zu kommunizieren. Das ist die normale Praxis der römischen Kurie.“ Faktisch sagte Kardinal Grech damit aber genau das, denn Fiducia supplicans wurde vor allem mit Verweis auf die zwei Monate zuvor abgehaltene Synodalitätssynode gerechtfertigt. Wie konnte es also sein, daß die Synode der Grund oder zumindest die Ursache für die umstrittene Erklärung ist, aber der ranghöchste zuständige Kurienvertreter nichts davon weiß?

Kardinal Grech relativierte seine Kritik aber sogleich etwas mit dem Zusatz, daß die Dikasterien „dazu da sind, dem Heiligen Vater bei der Erfüllung seiner Mission zu helfen“.

Auf die Frage, ob Fiducia supplicans in den zweiten Teil der Synodalitätssynode im kommenden Herbst einfließen werde, sagte er, das Dokument habe damit „nichts zu tun“, weder mit der vorherigen Synodenversammlung noch mit der bevorstehenden.

Kritik an Äußerlichkeiten, nicht am Substantiellen
Es wäre allerdings verwunderlich, von Kardinal Grech eine substantielle Kritik an der päpstlichen Homo-Agenda zu hören. In der Tat erinnerte der Synoden-Generalsekretär in bezug auf die Synodalität und kontroverse Themen wie Homo-Beziehungen daran, wie auf der Synodalitätssynode im Herbst 2023 die Frage „der Integration von Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung in einem der Entwürfe des Syntheseberichts aufkam, wobei der Begriff ‚LGBTQ‘ verwendet wurde“.

„Wir haben festgestellt, daß einige Leute Schwierigkeiten mit dieser Formulierung hatten und haben sie geändert. Wir haben nicht den Inhalt, sondern den Wortlaut geändert, und auf diese Weise haben wir eine Mehrheit der Stimmen erhalten. Hätten wir die Formulierung beibehalten, wäre die Abstimmung sicher nicht so ausgefallen.
Wir müssen die Bedürfnisse und Empfindlichkeiten aller berücksichtigen, denn unsere Aufgabe ist es, einen Konsens zu finden und als Kirche zu lernen, wie man zu etwas kommt, dem ein möglichst breites Spektrum zustimmt.“

Das klingt weder lehramtlich überzeugend noch vertrauenserweckend, sondern nach Taktik und Demokratisierungsbestrebungen.

Auch in Knock zeigte sich Kardinal Grech als Verfechter der Synodalitätsidee. Vor den Teilnehmern aus verschiedenen irischen Diözesen und Ordensgemeinschaften hob er hervor, daß die Teilnahme an der Synodalität der Kirche helfen werde, die bereits vorhandenen Strukturen zum Funktionieren zu bringen.

Inklusion über alles, doch wer sind die Ausgeschlossenen?
Dabei betonte Grech mehrfach die Inklusionsthese von Papst Franziskus: „Ein dringendes Bedürfnis ist die Bildung, die Bildung für uns alle, ohne jemanden auszuschließen.“
Ebenso die Notwendigkeit, „daß das Volk Gottes zusammenkommt und gemeinsam lernt, ohne daß jemand ausgeschlossen wird“.

Wer aber sind die Ausgeschlossenen, um die sich die Kirchenführung so sorgt? Die einzigen wirklich Ausgeschlossenen sind Priester und Gläubige der Tradition. Doch die meinte der Kardinal natürlich nicht, denn das sind die Vergessenen, regelrechte Desaparecidos, um es mit einem Wort zu sagen, das Argentiniern ein Begriff ist. Der Rekurs auf die Inklusion ist also ein Instrument. Die „Ausgeschlossenen“ sind die Sünder, denen man nicht mehr Reue und Beichte nahelegen will, um in die Gemeinschaft zurückzukehren, sondern die Abschaffung ihrer Sünde und damit ihres sündhaftes Zustandes.

Darauf weist indirekt eine weitere Aussage Grechs hin, indem er erklärte, daß sich zwar „das Evangelium nicht ändern wird, aber mein Verständnis des Evangeliums kann sich ändern“, und daß die Kirche in den zwei Jahrtausenden ihrer Geschichte mit diesem dynamischen Verständnis vorangegangen sei.

Demgegenüber wirken Aussagen wie die folgende wie inhaltsleere Füllsätze. Als ein Konferenzteilnehmer nach den Grenzen der Synodalität fragte, sagte Kardinal Grech, er habe immer betont, daß sich der synodale Prozeß im Lichte des Wortes Gottes, der Tradition und des Lehramtes weiterentwickeln müsse. Um ergänzend hinzuzufügen, daß er daher keine Gefahr sehe, daß ein synodaler Ansatz den Glauben der Menschen gefährden könnte.

Wenn diese Gefahr nicht gegeben ist, warum spricht der Kardinal dann darüber?

Das Interview von Kardinal Grech läßt eine verhaltene Distanzierung von Fiducia supplicans erkennen, die allerdings nicht inhaltlicher Natur ist, sondern so verhalten, daß sie Kritikern von Fiducia supplicans zwar auffallen muß, aber Santa Marta nicht verärgert und vor allem ganz bergoglianisch bleibt. Zudem wurde das Interview in Irland geführt, wo die Bevölkerung soeben erst in einer Volksabstimmung der Gender-Ideologie eine Absage erteilte.

Positioniert sich Kardinal Grech für die Nach-Bergoglio-Zeit, als Bergoglianer ohne Bergoglio?

Quelle: Katholisches.info

NEWS: Vatikan will mit China Vertrag verlängern

Der Heilige Stuhl beabsichtigt das Geheimabkommen mit der Volksrepublik China ein weiteres Mal zu erneuern. Dies bestätigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gegenüber LifeSiteNews.

Das Abkommen geht auf den Herbst 2018 zurück und war auf zwei Jahre befristet. Seither wurde es 2020 und 2022 verlängert. Im Oktober 2024 läuft es wieder aus. Der Inhalt des Abkommens ist bis heute geheim. Nur soviel ist bekannt, daß es um den Modus der Bischofsernennungen geht. Papst Franziskus soll das Nominierungsrecht an die kommunistischen Machthaber in Peking abgetreten haben, was indirekt durch die Praxis der seither erfolgten Bischofsernennungen bestätigt wird.

Der schärfste Kritiker des Abkommens, Kardinal Joseph Zen, emeritierter Bischof von Hongkong und graue Eminenz der chinesischen Untergrundkirche, verurteilte das Abkommen wegen seiner Intention schon vor seiner Unterzeichnung. Er hält an seiner Kritik fest, daß Rom vor Peking kapituliert habe, das Abkommen tot sei, aber damit Chinas Katholiken dem kommunistischen Regime ausgeliefert wurden. Für seinen Widerstand wurde er mit Gerichtsverfahren überzogen. Der Kardinal, der für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, paßt in kein politisches Schema, weshalb er vom Nobelpreiskomitee nicht berücksichtigt wurde und wegen seiner Kritik am aktuellen Pontifikat auch in Rom zu den unerwünschten Personen gehört. So warf er dem Sekretariat der Synodalitätssynode vor, „sehr effektiv in der Kunst der Manipulation“ zu sein, und forderte Ende Januar den Rücktritt von „Pornopräfekt“ Tucho Fernández.

Der Vatikan beharrt hingegen darauf, so auch Papst Franziskus, ohne auf Details einzugehen, daß das Abkommen „funktioniert“ Im Juli 2023 hatte Kardinalstaatssekretär Parolin erklärt, warum der Heilige Stuhl das Abkommen akzeptiert.

Die Bekehrung Chinas
Die bis heute nicht durchschlagenden Bekehrungsversuche Chinas spiegeln eine ebenso spannende wie dramatische Geschichte wider. Der Glauben an Jesus Christus gelangte spätestens 635 nach China, zur gleichen Zeit, als sich im Nahen Osten der Islam auszubreiten begann. Die ersten Missionare waren Nestorianer der ostsyrischen Heiligen Apostolischen und Katholischen Kirche des Ostens, so die Selbstbezeichnung, die sich 424 auf dem Gebiet des persischen Sassanidenreiches von der katholischen Kirche getrennt hatte.

Sie bekehrten eine Reihe von Turk- und Mongolenvölkern zu Christus, darunter die Naimanen, Ogusen, Keraiten, Mekiten und Uiguren.

1299 erbaute der italienische Franziskaner Giovanni da Montecorvino, der noch eine bedeutende nestorianische Präsenz in China vorfand, in Kambaluk, dem heutigen Peking, die erste katholische Kirche, die 1307 zur ersten katholischen Kathedrale des Landes wurde.

Wie auch zuletzt 1949 mit der kommunistischen Machtübernahme machten immer wieder politische Umbrüche das Erreichte zunichte. Das seit 2018 geltende Geheimabkommen erbrachte zwar eine einseitige Vorleistung von Papst Franziskus, indem er alle schismatischen regimehörigen Bischöfe anerkannte, doch umgekehrt wurde die Frage der Patriotischen Vereinigung, der vom Regime geschaffenen schismatischen Parallelkirche, nicht geklärt.

Vatikan hält am Geheimabkommen fest
Nach einem langen Stillstand ging es dann zu Jahresbeginn Schlag auf Schlag, als innerhalb weniger Tage drei neue Bischöfe im Rahmen des Geheimabkommens ernannt wurden.

Kardinalstaatssekretär Parolin bekräftigte nun gegenüber Michael Hynes, dem Vatikan-Korrespondenten von LifeSiteNews, bezüglich einer Erneuerung des Geheimabkommens:

„Wir hoffen, es zu erneuern. (…) Auch zu diesem Punkt stehen wir im Dialog mit unseren chinesischen Gesprächspartnern.“

Das deckt sich mit der Linie des kommunistischen Regimes. Wang Wenbin, Sprecher des volkschinesischen Außenministeriums, sagte am 2. Februar:

„In den vergangenen Jahren haben China und der Vatikan die Kommunikation aufrechterhalten, und das Interimsabkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China über die Ernennung von Bischöfen wurde gut umgesetzt. China ist bereit, die Beziehungen zum Vatikan im Geiste des gegenseitigen Respekts und des gleichberechtigten Dialogs zu verbessern.“

Die Aussage ist zum Großteil eine Standardfloskel, mit der die chinesische Diplomatie eine Nicht-Aversion signalisiert. Sie wird seit der Unterzeichnung des Geheimabkommens vor bald bald sechs Jahren verwendet, ganz egal ob in der betreffenden Zeit Bischöfe im Einvernehmen mit Rom oder einseitig ernannt oder sogar verhaftet wurden. Die Regeln des Spiels diktiert, soviel scheint offensichtlich, Peking.

Zunehmende geopolitische Unruhe
Immerhin akzeptiert das kommunistische China, zumindest in rudimentären Ansätzen, eine eigenständige Rolle des Heiligen Stuhls. Dieser unterhält nämlich als nur mehr einer von zwölf Staaten diplomatische Beziehungen mit der Republik China, dem anderen China, das nach dem Bürgerkrieg, in dem die Nationalchinesen den Rotchinesen unterlagen, 1949 auf der Insel Taiwan (Formosa) errichtet wurde.

Offizielle diplomatische Vertretungen zwischen Rom und Peking gibt es hingegen seit 75 Jahren nicht mehr. Von den Staaten, die solche wollen, verlangen die Kommunisten, die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abzubrechen. Das haben fast alle der weltweit derzeit 193 anerkannten Staaten getan, auch die USA, bereits 1979. Auf niederschwelliger Ebene sind die Beziehungen natürlich aufrechtgeblieben. Taiwan lebt vom Schutz durch die USA.

Auf Insel-China sind derzeit zwei Bewegungen im Gange: einmal die Entsorgung des Personenkultes um den 1975 verstorbenen Staatsgründer Tschiang Kai-schek, dem Anführer von Nationalchina, der übrigens ein Schwager von Mao Tse-tung, dem Anführer von Rotchina, war; zum anderen die massive Aufrüstung der Insel. Beide Staaten, Festland-China und Insel-China, betrachten China als Einheit und leiten daraus gegenseitige Ansprüche ab. Die Situation ist vergleichbar dem Dualismus BRD und DDR und Nordkorea und Südkorea als Folge des Ost-West-Konfliktes nach 1945.

Insgesamt sind die weltweiten Militärausgaben so hoch wie nie zuvor, das gilt auch für den Fernen Osten, wie das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) soeben in einem Bericht vorlegte. Sie sind 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent angestiegen. Die Welt rüstet auf. Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und der Republik China gilt nach dem Ukrainekrieg und dem Nahost-Konflikt als die dritte große Gefahrenzone für einen bewaffneten Zusammenprall.

In diesem Kontext agiert die vatikanische Diplomatie.

Quelle: Katholisches.info

Programmhinweis: Was sind die Apokryphen?

Ab nächster Woche werden wir sie informieren (in einigen Teilen) was die Apokryphen sind.

NEWS: FREISPRUCH

LUGANO / BELLINZONA – Freigesprochen. Dies ist das Urteil des Strafgerichts von Bellinzona gegen Manfred Hauke, Professor an der Theologischen Fakultät von Lugano (FTL), die seit 2021 mit der USI verbunden ist. Laut Richterin Petra Vanoni „gibt es in dem Artikel keine abwertenden Begriffe gegen homosexuelle Menschen im Allgemeinen oder Homosexualität selbst. Aus dem Text geht keine diskriminierende Ideologie hervor.“

Die Vorwürfe – Nach der Beschwerde des Schweizerischen Verbandes der Homosexuellen und Bisexuellen Pink Cross wurde dem Lehrer Diskriminierung und Aufstachelung zum Hass vorgeworfen: Als Redakteur hatte er sich für die Veröffentlichung eines Artikels in einer deutschen Zeitschrift ausgesprochen, in dem Homosexuelle innerhalb der Kirche mit Krebs und einer Mafia verglichen wurden.

Der Theologieprofessor Manfred Hauke durfte am Montag aufatmen. Die Einzelrichterin Petra Vanoni vom Strafgericht in Bellinzona sprach ihn vom Vorwurf frei, gegen das Diskriminierungsverbot verstossen und zu Hass gegen Homosexuelle aufgerufen zu haben. Sie hob einen Strafbefehl der Tessiner Staatsanwaltschaft auf, die Hauke im Dezember 2022 zu einer bedingten Geldstrafe von 9450 Franken sowie einer Busse in Höhe von 1800 Franken verurteilt hatte. Statt einer Busse erhält der in Lugano lehrende Theologe nun eine Entschädigung von 20 000 Franken, mit der er das Honorar seines Strafverteidigers Luigi Mattei begleichen kann.

«Plage» und «Krebsgeschwür»

Im Mittelpunkt des Justizfalls steht ein äusserst umstrittener Aufsatz mit mutmasslich homophoben Passagen, der 2021 in der konservativen katholischen Monatszeitschrift «Theologisches» erschienen ist, für die Hauke als Herausgeber verantwortlich zeichnet. Autor des Artikels mit dem Titel «Über die Notwendigkeit, homosexuelle Cliquen in der Kirche zu begrenzen» war der polnische Theologe Dariusz Oko. Dieser spricht in seinen Ausführungen im Zusammenhang mit Homosexuellen unter anderem von «rücksichtslosen Parasiten», «Plage», «Krebsgeschwür, das sogar bereit ist, seinen Wirt zu töten» und «Homomafia».

Die Einzelrichterin Vanoni kritisierte zwar das grobe Vokabular, konnte aber – im Gegensatz zur Staatsanwältin – keinen Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm (Artikel 261bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches) feststellen, die im Jahr 2020 um das Verbot des Hasses wegen sexueller Orientierung erweitert worden war. Es habe sich um eine lange wissenschaftliche Fachpublikation gehandelt, die sich nicht allgemein über Homosexuelle ausgelassen habe, sondern sich um deren Einfluss in der katholischen Kirche gedreht habe. Sie sezierte die inkriminierten Passagen im Detail im deutschen Original und in der italienischen Übersetzung mitsamt Fussnoten, um den jeweiligen Kontext herzustellen. Zwei in der Anklageschrift zitierte Abschnitte waren ihrer Meinung nach äusserst grenzwertig, etwa die folgende Aussage: «Es ist auch wichtig zu wissen, dass etwa 20 Prozent der Homosexuellen eine ephebophile oder päderastische Vorliebe haben, was eine ihrer typischen Störungen ist.»

Quelle: tio.ch, nzz

Im Gespräch mit: Pater Martin Ramm FSSP

Pater Martin Ramm, von der Petrusbruderschaft Schweiz, stellte sich den Fragen von Davor Novakovic zum neuen Buch „Heiliges Land“.

Erklärung der Liturgie: Teil 13

NEWS: TC in Baltimore

Erzbischof Lori von Baltimore exekutiert Traditionis Custodes

Erzbischof William Lori von Baltimore hat mitgeteilt, daß das römische Indult für die weitere Feier der überlieferten Liturgie in der Pfarrkirche St. Mary’s im August ausläuft und nicht verlängert wird. Überraschen kann das niemanden, denn wie der Erzbischof mitteilt:

bestand das Ziel des Indults darin, den Gläubigen, die an die Messe nach dem Missale von 1962 gewöhnt waren, Gelegenheit zu geben, Katechese und Information entgegenzunehmen, die sie dazu befähigen würde, den Novus Ordo von ganzem Herzen anzunehmen.

Das gibt die Zielsetzung von Traditionis Traditores in der Tat zutreffend wieder, und die Bergoglianer haben daraus auch nie ein Geheimnis gemacht.

Von Maryland GovPics – Meeting Archbishop Lori, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=144159680

Nun, die Gläubigem, die der Feier der überlieferten Liturgie anhängen, hatten inzwischen in der Katechese von Franziskus und seines Handlangers Fernandez mehr als genug Gelegenheit, zu erfahren, worum es denen geht, die am aggressivsten versuchen, die Neue Ordnung von Liturgie und Lehre durchzusetzen: Sie wollen tatsächlich mit Hilfe der neuen lex orandi eine neue lex credendi durchsetzen, die in vielem schon eine neue Religion darstellt. Eine Säkularreligion, die in vielem nicht mehr die apostolische Tradition, sondern die jeweils opportunen Strömungen des Zeitgeistes zur Richtschnut macht – bis hin zu seinen verderblichsten Spielarten.

Nicht alle, die den Novus Ordo feiern oder mitfeiern, verfolgen dieses Zeil – das kann man gerade in den USA an vielen Beispielen belegt finden. Es ist auch nicht mit Sicherheit zu belegen, daß die Architekten der neuen Ordnung bewußt auf dieses Ziel hinsteuerten. Aber 60 Jahre praktische Erfahrung, „Katechese der Realität“, wenn man so sagen kann, haben zur Genüge verdeutlicht, daß diese neue Ordnung, denen, die dieses Ziel verfolgen, reichlich Ansatzpunkte und Mittel dazu in die Hand gibt.

Und genau daraus erklärt es sich, daß die Propagandisten der neuen Säkularreligion jetzt auch Schritt für Schritt und Diözese für Diözese die Schraube weiter anziehen, um die Gläubigen in die neue Ordnung hinein zu pressen. Dazu scheuen sie auch nicht vor der Anwendung von Mitteln zurück, die man als Gewissenszwang und geistlichen Mißbrauch bezeichnen muß. Sie mißbrauchen die vielen Katholiken nachgerade in der DNA eingebaute Neigung zum Gehorsam, um den eigenen Ungehorsam und die eigene Widersetzlichkeit gegen Lehre und Tradition der Kirche durchzusetzen.

Damit stellt sich immer dringlicher die Frage, wie die Katholiken, die dieses schändliche Spiel durchschaeun, sich zur Wehr setzen können. In Baltimore – nebenbei bemerkt die älteste Diözese in den Vereinigten Staaten – gibt es jetzt nur noch eine offiziell geduldete „alte Messe“ am Sitz der Petrusbruderschaft in Baltimore selbst. Bewohner anderer Teile des Bistums werden künftig Fahrten von 90 Minuten oder länger auf sich nehmen müssen, wenn sie nicht gefahr laufen wollen, in der nächstgelegenen Novus-Ordo-Pfarrei üblen liturgischen Mißbräuchen oder häretischen Predigten ausgesetzt zu werden. Ganz abgesehen davon, daß viele es auch als Gewissenspflicht ansehen, nicht nur für sich selbst einen Meßort zu finden, an dessen Liturgie sie ohne Bauchschmerzen teilnehmen können, sondern auch ein weiterreichendes Ziel im Auge zu behalten: Alles dafür zu tun, daß auch ihre Kinder noch solche Orte der überlieferten Lehre und Liturgie vorfinden.

Einen ersten Hinweis, wie das zu erreichen ist, gibt das oben gebrauchte „offiziell geduldet“. Wo die offizielle Duldung für das, was nicht verboten und nicht geändert werden kann, entzogen wird, müssen inoffizielle Mittel gefunden werden. Das gilt umso mehr, als derzeit niemand sicher sagen kann, wie lange der Petrusbruderschaft noch offiziell gestattet wird, ihrem Gründungscharisma zu folgen.

Wie diese Mittel dann konkret aussehen, ist nach der Situation am Ort und nach der Leistungsfähigkeit der Gemeinden zu entscheiden. Eines wird aber jetzt schon deutlich: Mit der in Europa über Jahrhunderte gewachsenen Konsumentenhaltung, in der die Gläubigen eine „Grundversorgung“ mit einigermaßen solider Liturgie und Lehre als von oben gegeben voraussetzen konnten, ist es auf absehbare Zeit vorbei. Eigenaktivität wird in den kommenden wirren Zeiten eine immer stärere Rolle spielen müssen. Viele Amerikaner sind darauf entsprechend ihrer Geschichte auch recht gut vorbereitet. Für Europäer und die Deutschen insbesondere zeichnet sich großer Nachholbedarf ab.

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Nachtrag: Die Erzdiözese Baltimore scheint zu den nicht wenigen amerikanischen Diözesen zu gehören, in denen der Novus Ordo und seine „dem modernen Menschen angemessene“ Theologie ohne größeren Erfolg eingeetzt wird, um den Bewohnern des 21. Jahrhunderts eine spirituelle Heimat zu bieten und sie auf dem Weg zum ewigen Heil voranzubringen. Gerade vor wenigen Tagen hat die Diözese Pläne veröffentlicht, die bisherige Zahl von 61 Pfarreien in der von knapp 600 000 Menschen (darunter 15% Katholiken) bewohnten Stadt Baltimore auf 21 zu verringern. Es fehlt an Priestern und die zu vielen Kirchen sind zu wenig besucht. Diverse zum Teil recht ansehnliche Komplexe von Kirche mit Pfarrhaus und Schule werden zum Verkauf kommen.

Nun scheinen 61 Pfarreien für etwa 45 000 Seelen tatsächlich sehr reichlich bemessen – zumindest aus deutscher Perspektive gesehen. Aber es hat ja wohl mal Zeiten gegeben, in denen die vielen Pfarreien – womöglich auch noch mit Kaplänen und Gemeindeschwestern angereichert – einmal gut ausgelastet waren. Vermutlich irgendwann in den finsteren Zeiten vor DEM KONZIL und dem neuen Frühling. Lang, lang ists her…

Aber vielleicht hat der Schrumpfungsplan auch sein Gutes: Wenn sich genügend Traditionalisten finden, um eine der bald frei werdenden Nicht-Mehr-Pfarrkirchen zu erwerben, in der dann ganz regulär die überlieferte Liturgie gefeiert werden könnte.

Quelle: Summorum Pontificum.de

NEWS: Zwei Kardinäle zeigen den Ausweg

Die Beiträge zweier hochrangiger Prälaten dürfen nicht ignoriert werden: die eine von Robert Kardinal Sarah, die sich am 9. April an die Bischöfe von Kamerun wandte; die andere von Walter Kardinal Brandmüller, der am 30. März per kath.net an seine deutschen Landsleute schrieb. Obwohl sie sich in ihrem Inhalt, ihrem Ton und ihrer Art unterscheiden, schlagen sie doch den gleichen Ton an: Beseelt von der wahren Liebe zur Braut Christi, appellieren diese Nachfolger der Apostel an ihre Herde, den Glauben in der Kirche wiederzuerlangen – jeder erfüllt seine besonderen Pflichten je nach seinem Stand – als Bischöfe, Priester oder Laien. Die eindringlichen Bitten der Kardinäle kommen zur Halbzeit der laufenden Synode über Synodalität.

Kardinal Sarah lobte zu Beginn seiner bewegenden Rede in Kamerun seine Mitbrüder im Bischofsamt für ihre „mutige und prophetische“ Antwort auf die Bittsteller der Fiducia, in der sie die Möglichkeit der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ablehnten, die durch das vatikanische Dokument autorisiert ist. „Wenn Sie an die katholische Lehre zu diesem Thema erinnern“, so der Kardinal, „haben Sie der Einheit der Kirche sehr und zutiefst gedient. Ihr habt ein Werk der pastoralen Nächstenliebe vollbracht, indem ihr euch an die Wahrheit erinnert habt.“

Insbesondere von den afrikanischen Bischöfen wird allgemein erwartet, dass sie, wenn nötig, in der bevorstehenden zweiten Sitzung der Synode über Synodalität im Oktober eine starke Haltung zur Sexualmoral einnehmen, und Kardinal Sarah betonte, dass es „wesentlich“ sei, dass sie dies „im Namen der Einheit des Glaubens und nicht im Namen bestimmter Kulturen“ tun.

Ihr unmissverständlicher Widerstand gegen die Fiducia Supplicans war von den vatikanischen Behörden als „Sonderfall“ Afrikas abgetan worden. Diese Ablehnung wiederholte die berüchtigten Äußerungen von Walter Kardinal Kasper, der, als er während der Familiensynode 2014 über die Opposition der afrikanischen Bischöfe gegen die homosexuelle Agenda sprach, zu Protokoll gab, dass sie „uns nicht zu viel sagen sollten, was wir zu tun haben“.

Kardinal Sarah verurteilte in scharfem Gegensatz dazu die Vorstellung, dass afrikanische Bischöfe die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare aufgrund bestimmter kultureller Gegebenheiten, die für Afrika spezifisch sind, ablehnen, und forderte die Bischöfe auf, sich vor der nächsten Sitzung der Synode „mit großer Wachsamkeit“ vor diesem Punkt zu hüten. Der guineische Kardinal erklärte:

„Einige im Westen wollen uns glauben machen, dass Sie im Namen des afrikanischen kulturellen Partikularismus gehandelt haben. Es ist falsch und lächerlich, ihr solche Zwecke zuzuschreiben! Einige haben in einer Logik des intellektuellen Neokolonialismus behauptet, dass die Afrikaner aus kulturellen Gründen „noch“ nicht bereit seien, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Als ob der Westen den rückständigen Afrikanern voraus wäre. Nein! Sie haben für die ganze Kirche gesprochen »im Namen der Wahrheit des Evangeliums und für die Menschenwürde und das Heil der ganzen Menschheit in Jesus Christus«. Ihr habt gesprochen im Namen des einen Herrn, des einen Glaubens der Kirche. Wann sollte die Wahrheit des Glaubens, die Lehre des Evangeliums, jemals bestimmten Kulturen unterworfen werden? Diese Vision eines Glaubens, der den Kulturen angepasst ist, zeigt, wie sehr der Relativismus die Einheit der Kirche spaltet und korrumpiert.“

Kardinal Sarah verurteilte die „Diktatur des Relativismus“ und beschrieb sie als „Verletzung der Lehre und der Moral an bestimmten Orten unter dem Vorwand der kulturellen Anpassung“. Er sagte:

„Und sie werden Ihnen mit falscher Höflichkeit sagen: ‚Seien Sie versichert, dass wir Ihnen in Afrika diese Art von Innovation nicht aufzwingen werden. Du bist kulturell noch nicht bereit.“

„Aber wir, die Nachfolger der Apostel, sind nicht dazu bestimmt, unsere Kulturen zu fördern und zu verteidigen, sondern die universale Einheit des Glaubens! Wir, die Bischöfe von Kamerun, handeln nach Ihren Worten „im Namen der Wahrheit des Evangeliums und für die Menschenwürde und das Heil der ganzen Menschheit in Jesus Christus“. Diese Wahrheit ist überall dieselbe, in Europa ebenso wie in Afrika und den Vereinigten Staaten.“

Es waren natürlich die europäischen Missionare, die einst Afrika evangelisierten, und Kardinal Sarah, die den „geheimnisvollen Plan der Vorsehung“ erkannte, wies darauf hin, dass „es heute gerade die afrikanischen Episkopate sind, die die Universalität des Glaubens gegen die Verfechter einer zersplitterten Wahrheit verteidigen; die Verteidiger der Einheit des Glaubens gegen die Befürworter des Kulturrelativismus“ des Westens.

Er hielt es für nicht verwunderlich, dass »die Bischöfe Afrikas in ihrer Armut heute die Verkünder dieser göttlichen Wahrheit angesichts der Macht und des Reichtums gewisser Episkopate des Westens sind«, denn »was für die Welt töricht ist, hat Gott erwählt, um die Weisen zu verwirren; was für die Welt schwach ist, hat Gott erwählt, um die Starken zu verwirren; was in der Welt abscheulich und verachtet ist, was nichts ist, das hat Gott erwählt, um das zunichte zu machen, was ist.“ (1 Kor 1,28)

Als Kardinal Sarah über die Gründe für diese relativistische Zersplitterung der Wahrheit nachdachte, identifizierte sie „eine Art psychologische Angst“, die sich im Westen ausgebreitet hat: „die Angst, im Widerspruch zur Welt zu stehen“. Der Kardinal sprach insbesondere von den vielen westlichen Prälaten, die „von der Idee gelähmt sind, sich der Welt zu widersetzen“, die „davon träumen, von der Welt geliebt zu werden“ und in der Tat „den Willen verloren haben, ein Zeichen des Widerspruchs zu sein“, und stellte die Verbindung zum praktischen Atheismus her, der die Kirche heute befällt:

„Ich glaube, dass die Kirche unserer Zeit vom Atheismus versucht wird. Nicht intellektueller Atheismus, sondern dieser subtile und gefährliche Geisteszustand: fließender und praktischer Atheismus. Letzteres ist eine gefährliche Krankheit, auch wenn die ersten Symptome harmlos erscheinen. …

„Wir müssen uns dessen bewusst werden: Dieser fließende Atheismus fließt durch die Adern der zeitgenössischen Kultur. Sie wird nie beim Namen genannt, aber sie dringt überall ein, auch im kirchlichen Diskurs. Seine erste Wirkung ist eine Form der Schläfrigkeit des Glaubens. Es betäubt unsere Fähigkeit zu reagieren, Fehler und Gefahren zu erkennen. Sie hat sich in der ganzen Kirche ausgebreitet.“

Als weiteren Weg forderte Kardinal Sarah seine Mitbrüder im Bischofsamt auf, „anders zu denken“. Er plädierte:

„Wir dürfen uns nicht auf Lügen einlassen! Das Wesen des fließenden Atheismus ist das Versprechen eines Ausgleichs zwischen Wahrheit und Lüge. Es ist die größte Versuchung unserer Zeit! Wir alle sind schuldig der Anpassung, der Komplizenschaft mit dieser großen Lüge, die der fließende Atheismus ist! Wir geben vor, christliche Gläubige und Männer des Glaubens zu sein, wir zelebrieren religiöse Riten, aber in Wirklichkeit leben wir als Heiden und Ungläubige.“

Der Kardinal beendete seine große Berufung, einen anderen Weg in der Kirche zu finden, mit aller geistlichen Kraft, die ihm gegeben wurde:

„Als Pastor möchte ich Sie heute von ganzem Herzen einladen, diese Entscheidung zu treffen. Wir dürfen keine Parteien in der Kirche schaffen. Wir dürfen uns nicht zu den Rettern dieser oder jener Institution erklären. All dies würde zum Spiel des Gegners beitragen. Aber jeder von uns kann heute entscheiden: Die Lüge des Atheismus wird in mir keinen Platz mehr finden. Ich will nicht mehr auf das Licht des Glaubens verzichten, ich will nicht mehr aus Bequemlichkeit, Faulheit oder Konformismus Licht und Finsternis in mir zusammenleben lassen. Es ist eine sehr einfache Entscheidung, innerlich und konkret zugleich. … Wenn du die Welt nicht verändern kannst, kannst du dich selbst ändern. Wenn sich alle demütig dazu entschließen würden, würde das System der Lüge von selbst zusammenbrechen, denn seine einzige Stärke ist der Platz, den wir in ihm in uns schaffen. …

„Liebe Mitbrüder im Bischofsamt, indem Gott uns den Glauben anbietet, öffnet er seine Hand, damit wir unsere Hand dorthin legen und uns von ihm leiten lassen. Wovor werden wir Angst haben? Das Wichtigste ist, dass wir unsere Hand fest in seiner halten! … Den Geist des Glaubens zu bewahren bedeutet, auf jeden Kompromiss zu verzichten, sich zu weigern, die Dinge anders als durch den Glauben zu sehen. Es bedeutet, unsere Hand in Gottes Hand zu halten. …

„Der Glaube erzeugt Kraft und Freude zugleich. Der Herr ist meine Festung, vor wem soll ich mich fürchten?“ (Ps 27,1) Die Kirche liegt im Sterben, verseucht von Bitterkeit und Parteilichkeit, und nur der Geist des Glaubens kann ein wahres brüderliches Wohlwollen begründen. Die Welt stirbt, verschlungen von Lügen und Rivalität, und nur der Geist des Glaubens kann ihr Frieden bringen.“

Walter Kardinal Brandmüller, der Anfang dieses Jahres seinen fünfundneunzigsten Geburtstag feierte, schrieb über das gleiche Problem – den Verlust des Glaubens in der Kirche –, wandte sich aber an seine deutschen Landsleute. Er stellte zunächst fest, dass der „Synodale Weg“ erwartungsgemäß „längst vom Weg abgekommen“ sei. Er beklagte die „achtlose Verschwendung“ von Millionen an Kirchensteuergeldern und, was „viel schlimmer“ sei, Meinungsverschiedenheiten in „zentralen Fragen des Glaubens und der Moral“, auch innerhalb des Episkopats, die der Einheit der gesamten Kirche „schweren Schaden“ zufügten und zu „Häresie und Schisma“ führten. Der Kardinal fügte zu dieser „Massenabtrünnigkeit“ hinzu und hob die Tatsache hervor, dass von den getauften Katholiken noch etwa fünf Prozent am religiösen, sakramentalen Leben der Kirche teilnehmen.

„Wie lange noch?“, fragt der Kardinal, wird der Apparat seine Arbeit fortsetzen und dabei die Tatsache ignorieren, dass Millionen die Kirche verlassen, solange die Spendenbüchse voll ist. Er reflektiert über „den Erfolg des deutschen Wirtschaftswunders“ nach dem Zweiten Weltkrieg, der eine „immer dichter werdende Wolke des materialistischen Zeitgeistes“ mit sich brachte und „den Blick zum Himmel zu versperren begann“. Das Ergebnis der Flut materieller Güter ist „eine nachchristliche, atheistische Gesellschaft, in der das Christentum – die Kirche – nur ein Nischendasein fristet“, während es ignoriert, verachtet und bekämpft wird.

Der Kardinal reflektiert weiter, dass „eine nüchterne Bewertung schnell zeigt, dass die Versuche, die einstige Partnerschaft zwischen Staat, Gesellschaft und Kirche wiederzubeleben, längst aussichtslos geworden sind“.

„Die jüngste Gesetzgebung“, stellt er fest, „hat auch im Bereich der Ehe-, Familien- und Gesundheitspolitik Maßstäbe gesetzt, die die christliche Moral- und Soziallehre, ja die seit der Antike entwickelte Anthropologie ad absurdum führen.“ Er kommt zu dem Schluss, dass „kaum eine denkbare Perversion – von der In-vitro-Fertilisation über die Euthanasie bis hin zum assistierten Suizid – ausgeschlossen ist“.

Folglich müsse ein Christ, ein Katholik, „in dieser menschlichen, kulturellen Wüste Oasen finden und schaffen, in denen er noch frei atmen und überleben kann“. Der Kardinal erläutert den einzigen Weg, den er für möglich hält:

„So muss nun, je nach den gegebenen Umständen, der Übergang von der Landeskirche zur Gemeindekirche weitestgehend ohne schmerzhafte Unterbrechungen eingeleitet werden …

„Damit einher geht auch eine entschiedenere Betonung des Selbstverständnisses der Priester.“

Hier verweist der Kardinal auf den alten Weiheritus, in dem die Pflichten des Priesters aufgeführt waren: das heilige Opfer darzubringen, zu segnen, die Gemeinde zu leiten, zu predigen und zu taufen.

„Bezeichnend“, so Kardinal Brandmüller, „ist die Erwähnung der Pfarrverwaltung, der Ausschüsse, der Vermögensverwaltung und der Verwaltung sozialer Einrichtungen oder anderer Arbeiten nicht vorgesehen.“ Wie im Mittelalter ist auch heute noch die Liste der Pflichten, die im traditionellen Weiheritus festgelegt sind, die Arbeit, zu der der Priester geweiht ist.

Darüber hinaus müsse »diese Unterscheidung, die dem Priester nur die praeesse – den ›Vorsitz‹ oder die Leitung der Kongregation – vorbehält, vorgenommen werden, um dem Priester die Freiheit zu geben, seine eigentliche Sendung zu erfüllen: Verkündigung, Liturgie, Spendung der Sakramente und Seelsorge«, die von anderen nicht erfüllt werden kann.

Kardinal Brandmüller richtet seinen Blick auf die „Laien“ und fordert sie auf, auch ihrer eigenen Berufung zu folgen: „Ihr Verantwortungsbereich ist nicht die Kanzel und der Altar, sondern, wie das Zweite Vatikanische Konzil betont, ‚die Welt‘, in der die Kirche ihre Sendung zu erfüllen hat.“

„Eine solche Arbeitsteilung“, so der Kardinal, „ermöglicht es dem Priester, die notwendige Zeit für eine gewissenhafte Vorbereitung auf Predigten, Katechesen, pastorale Gespräche sowie für sein eigenes geistliches Leben zu gewinnen, solange die Mitarbeiter klug ausgewählt werden und gegenseitiges Vertrauen herrscht.“

Der Kardinal betont, dass „die Erfahrung zeigt, dass Laien und Priester die Grenzen ihrer Kompetenz nicht überschreiten dürfen“. Die Priester sollten „der Versuchung widerstehen, sich als Bauherren, Vermögensverwalter oder in anderen weltlichen Bereichen einen Namen zu machen“, während die Laien „Kanzel und Altar nicht als ihren ‚Arbeitsplatz‘ betrachten sollten“.

Abschließend äußert er die Hoffnung auf eine echte Komplementarität, die die Rolle des Klerus und der Laien gleichermaßen respektiert und auch heute ihre missionarische Wirkung unter Beweis stellt:

„Je mehr der gottlose Zeitgeist der Kirche ins Gesicht bläst, desto notwendiger wird eine enge Solidarität zwischen Gläubigen und Priestern. Vielleicht werden dann auch die ‚Heiden‘ von heute, wie sie es taten, in bezug auf die Christen sagen: ‚Seht, wie sie einander lieben.'“

„In der Tat“, sagt er, „könnten lebendige Gemeinschaften, wie Inseln im Meer, einen sicheren Hafen für Menschen bieten, die ziellos in den Wellen des Zeitgeistes treiben.“

Möge die Wahrheit der Äußerungen von Kardinal Sarah und Kardinal Brandmüller in der ganzen Welt widerhallen und Bischöfe, Priester und Laien über Kamerun und Deutschland hinaus erreichen. Ihre Stimme ist die Stimme der Nachfolger der Apostel, die zu ihren Herden spricht und jedem das gibt, was ihm gebührt, indem sie die Gerechten stärkt, die Entmutigten ermutigt und die Verlorenen auffordert, ihren Weg wiederzufinden. Möge es mehr solcher Stimmen geben!

Quelle: voice of the family

NEWS: Bergoglios „Indietrismus“

Nach viel Kritik am Indietrismus und an der Treue zur Tradition greift jetzt Papst Bergoglio selbst auf die Vergangenheit zurück, um einen historischen päpstlichen Titel zu manipulieren, aber nicht den des Stellvertreters Jesu Christi, auf den er 2020 verzichtete. In diesem Fall findet sich zumindest ein wenig Kohärenz, ein Attribut, das in seinem Pontifikat ansonsten völlig fehlt.

Die Päpstlichen Jahrbücher 2006 und 2020 im Vergleich: links Papst Benedikt XVI., rechts Papst Franziskus. Der Titel eines Patriarchen des Abendlandes fehlt in beiden Ausgaben, da er in jenem Jahr von Benedikt XVI. abgeschafft und erst 2024 von Franziskus wiedereingeführt wurde, zumindest als Fußnote.

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In den elf Jahren seines Pontifikats hat Jorge Mario Bergoglio als Franziskus deutliche Zeichen gesetzt, daß er die Kirche „reformieren“ will, indem er mit der zweitausendjährigen Vergangenheit der katholischen Kirche bricht. Einerseits indem er das zweitausend Jahre alte Lehramt, das ihm vorausging, und die lebendige Tradition beiseite läßt und andererseits indem er stattdessen oberflächliche oder falsche Neuinterpretationen der Heiligen Schrift vornimmt. Dies geschieht ohne die geringste exegetische, spirituelle oder mystische Verankerung, dafür aber mit psychologischen oder intimen Interpretationen, ähnlich wie bei den so sehr in Mode gekommenen Selbsthilfetechniken. Den jüngsten Beweis dafür lieferte das Regina Caeli vom vergangenen Sonntag, das die kerygmatische Verkündigung des Mysteriums des auferstandenen Jesus Christus auf das „Zeugnis“ des einzelnen Gläubigen reduziert und die Betonung auf „mich“, auf sich selbst, und nicht auf Christus legt: „Wann habe ich den Herrn gefunden? Wann ist der Herr mir nahe gekommen? Laßt uns in der Stille nachdenken. Und diese Begegnung mit dem Herrn, habe ich sie geteilt, um dem Herrn selbst die Ehre zu geben? Und habe ich dann den anderen zugehört, als sie mir von dieser Begegnung mit Jesus erzählten?“ 1 Typischer jesuitischer Psychologismus, aber eines Jesuiten nicht würdig.

Das Aufgeben und das Verbot der lateinischen Liturgie und des lateinischen Ritus, die im Leben der Kirche ebenfalls zweitausend Jahre widerspiegeln, zugunsten einer einzigen Form der liturgischen Feier, des sogenannten Novus Ordo Missae, der 1969 von Papst Paul VI. promulgiert wurde, war der andere große Schritt zur Beseitigung der Verbindung zwischen der lebendigen Tradition der Kirche und der neuen Ära, die durch das bergoglianische Pontifikat eingeleitet wurde (gemäß dem wahnhaften Geschwafel des pornographischen Theologenkardinals der Römischen Kurie, der für die Deformation des Glaubens verantwortlich ist).

In Wirklichkeit bedeutet das Pontifikat des gegenwärtigen Bischofs von Rom weder eine Kontinuität noch eine Reform der katholischen Kirche, sondern vielmehr einen Bruch mit ihrer zweitausendjährigen Geschichte, was sich deutlich in der Förderung der Synodalität als neuer exklusiver Form des institutionellen Lebens zeigt, wobei ihr katholisches, apostolisches und römisches Wesen außer Acht gelassen wird, um sie in ein Gremium parlamentarischer Beratungen zu verwandeln, in dem nur das Oberhaupt Macht hat. Damit verbunden ist der Vorrang der pastoralen vor der doktrinären Konzeption sowie die Verdrängung Jesu Christi als Zentrum, Fundament und Kern des kirchlichen Lebens, an dessen Stelle die Gemeinschaft von Gläubigen und Nicht-Gläubigen, die in Brüderlichkeit verbundenen Menschen, als höchster Wert tritt, eine Gemeinschaft, die durch einen horizontalen Dialog vereint wird.

Um diese „neue“ bergoglianische Kirche zu stärken, hat es sich der Jesuitenpater Jorge Mario zur Aufgabe gemacht, die lehrmäßige Orthodoxie und ihr Fundament in der reichen und lebendigen Tradition als eine Sache der Vergangenheit abzulehnen und zu verachten, indem er jene, die sich auf sie, auf das traditionelle Lehramt und auf die strikte Einhaltung der in der Heiligen Schrift enthaltenen Prinzipien stützen, als Traditionalisten, Essigsaure, Rückwärtsgewandte, Starrköpfe, Indietristen usw. abqualifiziert, weil sie in der Vergangenheit verankert geblieben sind. Laut Franziskus richten sich alle ihre Bezüge auf die Vergangenheit, auf das, was zurückgeblieben ist, und sie blicken nicht auf die Zukunft als Handlungsfeld mit neuen Kriterien und Paradigmen.

Im Grunde genommen ist diese Position des JMB nicht katholisch, denn in Wirklichkeit hat sich das Christentum von seinen Ursprüngen her entwickelt, ohne je seine Wurzeln – die Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi, des Wortes Gottes – aufzugeben, sondern unter Berücksichtigung des kulturellen, geistigen und religiösen Umfelds, in dem es verkündet wurde, den Dialog des Glaubens mit der Vernunft und der Kultur zu fördern, um das zu verwirklichen, was der heilige Johannes Paul II. als schöpferische Treue bezeichnet hat2, d. h., eine erneuerte Evangelisierung zu fördern, die „neu ist in ihrem Eifer, in ihren Methoden des Apostolats und in ihrer Ausdrucksform, die dem heutigen Menschen zugänglich ist“, aber ihren „Inhalt unveränderlich und beständig bewahrt“.3 Vinzenz von Lérins nannte die Verkündigung „auf neue Weise, aber nicht Neues“ (non nova, sed noviter)4, eine Lehre, die in unseren Tagen von Maestro Aurelio Porfiri in einem Text, dessen Lektüre und Studium wir empfehlen, klar und tiefgründig erläutert und entwickelt worden ist.5

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Aber vor wenigen Tagen hat Bergoglio der Kirche und der Welt in einem wahren Akt des Indietrismus eine große Überraschung bereitet. Im Jahr 2020 verzichtete er auf die Titel, die bis dahin Teil des Petrusamtes waren,6 wie aus dem Päpstlichen Jahrbuch hervorgeht, das im März jenes Jahres veröffentlicht wurde, und die nur mehr unten auf der Seite als „Historische Titel“ aufgeführt wurden, d. h. als etwas Vergangenes (das nicht mehr aktuell ist), und alles ohne den Namen Franziskus, sondern nur mit dem bürgerlichen Namen JORGE MARIO BERGOGLIO (alles in Großbuchstaben und in einem größeren Format als die übrigen Buchstaben auf der Seite).

In der diesjährigen Ausgabe des Päpstlichen Jahrbuchs erscheint der Name von Franziskus jedoch auf der Seite, die dem Papsttum gewidmet ist, als Bischof von Rom und Patriarch des Abendlandes, ein Titel, den Benedikt XVI. 2006 aus den päpstlichen Attributen entfernt hatte, weil er, wie manche irrigerweise behaupteten, erst spät (1863) institutionalisiert worden sei und als veraltet gelte. Es handelt sich um einen Titel, der sich auf einen Zeitpunkt in der Geschichte bezieht, der derzeit weder kirchliche noch politische Gültigkeit oder Relevanz hat. Er wurde erstmals offiziell von Papst Theodor I. im Jahr 642 n. Chr. verwendet.

Jetzt, in einem Akt von echtem Indietrismus, von echter „Rückständigkeit“ und historischem Rückschritt, rehabilitierte ihn der Bischof von Rom – wenn auch nur als „historischen Titel“ –, vernachlässigt aber weiterhin die bedeutenderen Titel, die er selbst abgelegt hat, offensichtlich, weil sie ihm zu groß sind und ihn überragen, insbesondere der des Stellvertreters Jesu Christi, den er seit dem vergangenen Jahr nicht nur im Jahrbuch, sondern in einem echten ekklesialen Staatsstreich aus dem Zentrum des kirchlichen Lebens verdrängt hat, um den neuen ‚Geist‘ zu etablieren, den synodalen…

*José Arturo Quarracino, emeritierter Professor der Philosophie an der Universidad del Salvador in Buenos Aires, Neffe von Kardinal Antonio Quarracino, der als Erzbischof von Buenos Aires und Primas von Argentinien den Aufstieg des Jesuitenpaters Jorge Mario Bergoglio möglich machte.

Quelle: katholisches.info

Nachrichtensendung vom 19.04.2024

Afrikanische Bischofskonferenzen gegen FS
Papst Franziskus über die Rolle der Frauen

FSSP: Neue Termine

Die Petrusbruderschaft lädt sie an folgende Tagen ein:

  • Zum Seminar für Brautleute und Ehepaare vom 21. – 25. Mai in Marienfried sind noch Plätze frei. Es richtet sich an alle, die ihre Ehe vertiefen oder sie von vornherein auf ein richtig gutes Fundament stellen wollen. Gerne gebe ich weitere Informationen.
  • Zu Christi Himmelfahrt, 9. Mai 2024, werden wir wieder eine feierliche hl. Messe in der ehem. Klosterkirche in Rheinau feiern. Auch zum Zweck weiterer Werbung lege ich eine Information in den Anhang.
  • Mein Mitbruder P. Altmann pilgert vom 10. – 17. Mai nach Fatima und hätte dazu noch Plätze frei: JulianAltmann@gmx.de
  • Für die Priesterexerzitien vom 26. – 31. August in Wigratzbad sollte noch geworben werden. Sprechen Sie gerne Ihre Priester darauf an!

Quelle: FSSP Schweiz

NEWS: Beisetzung von Vitus Huonder in Ecône VS

Der ehemalige Churer Bischof Vitus Huonder wurde am Mittwoch in Ecône VS beigesetzt. Üblicherweise werden Bischöfe des Bistums in Chur bestattet. Der 81-jährige Huonder war Mitte März in ein Spital eingeliefert worden. Der amtierende Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain bestätigte damals gegenüber Medien, Huonder dort besucht zu haben. Details zu Huonders Erkrankung wurden nicht bekannt. Am 3. April ist er gestorben. Bereits 2022 hatte Huonder seinen Wunsch, nicht in Chur begraben zu werden, schriftlich dem Ordinariat in Chur mitgeteilt, wie das Bistum Chur auf seiner Webseite schrieb. Am vergangenen Ostermontag habe der amtierende Bischof Joseph Maria Bonnemain den schwerkranken Huonder in Wangs besucht und sie hätten dabei „offen über das bevorstehende Begräbnis gesprochen“.

Funérailles de Mgr Vitus Huonder – Écône – 17 avril 2024 – YouTube

Quelle: Keystone – SDA, Piusbruderschaft

Mittwochskolumne: Ein guter Hirte für seine Mitmenschen sein

Bern (novaradio.ch): Die katholische Kirche feiert diesen Sonntag den Guthirtensonntag. An diesem Sonntag soll speziell auch für Berufungen gebetet werden. Da die hiesige Kirche dringend Priester und Ordensleute benötigt, möchte ich Sie alle bitten, diesem Aufruf der Kirche nachzukommen und intensiv für Berufungen zu beten. In meiner Kolumne möchte ich jedoch der allgemeinen Frage nachgehen, was einen guten Hirten auszeichnet. Natürlich verstehen wir im kirchlichen Umfeld unter dem Begriff Hirte vor allem die Aufgabe, die dem Bischof und dem Priester zukommt. Im gewöhnlichen Alltag sind aber auch wir Laien oft in der Situation, Hirten für unsere Mitmenschen sein zu müssen. In einer immer stärker orientierungslosen Welt, in der Werte oft keine Rolle spielen, ist jeder Katholik aufgefordert, für seine Mitmenschen ein guter Hirte zu sein. Als Eltern, Geschwister, Arbeitskollegen, Lehrer, Ärzte, Arbeitgeber, Freunde oder Nachbarn sind wir als Christen berufen, Salz und Licht der Erde zu sein. Wie können wir dieser Funktion als guter Hirte gerecht werden? Meiner Meinung nach ist ein guter Hirt nicht jemand, der seine Mitmenschen einengt, sie verurteilt und ihnen besserwisserisch befiehlt, nach gewissen Grundsätzen zu handeln. Dies ist kontraproduktiv und führt dazu, dass Menschen sich eher von Gott abwenden. Das bedeutet nicht, dass man nicht die christlichen Gebote benennen und vertreten darf, sondern nur, dass man sehr darauf achten muss, wie man diese an die einzelne Person heranträgt. Von oben herab lässt sich das Christentum nicht lehren. Die Tatsache, dass Christus Mensch wurde, zeigt uns, dass Gott klar war, dass der Mensch seine Gebote nur annimmt, wenn man diese einfühlsam und auf Augenhöhe lehrt. Gott kommt nicht im Erdbeben oder im Sturm, sondern im stillen und sanften Sausen. Ein guter Hirt relativiert Gottes Gebote nicht, schafft es aber, diese sanft dem Individuum beizubringen. Natürlich kann es bei gewissen hartherzigen Menschen auch manchmal nötig sein, ganz laut und entschieden aufzuzeigen, dass sie Gottes Gebote übertreten. Bei den allermeisten der heute verletzten und verirrten Menschen ist es aber nötig, mit viel Empathie vorzugehen. Der gute Hirt geht immer mit gutem Beispiel voran, so wie es Jesus getan hat. Er stellt nicht nur abstrakte Ideale auf, sondern lebt diese vor. Er verlangt von sich selbst mehr als er von seinen Mitmenschen verlangt. Streng zu sich selbst, gütig zu seinen Mitmenschen – das ist für mich der gute Hirte. Wollen wir Mitmenschen für Christus gewinnen, so müssen wir als gute Hirten bei uns selbst anfangen und mit unserem Glaubensbeispiel vorangehen. Möge Jesus – der beste aller Hirten – uns dabei immer unterstützen. DR

NEWS: Papst Franziskus und der alte Ritus

Martin Mosebach, der preisgekrönte deutsche Schriftsteller, sagte 2013, im ersten Jahr des Pontifikats von Papst Franziskus, nüchtern und unumwunden, daß vom Wirken Benedikts XVI. nur dessen Motu proprio Summorum Pontificum Aussicht auf eine Zukunft habe. Damit erschütterte er damals viele. Doch er sollte damit ins Schwarze treffen und wird auf ungewöhnliche, für ihn aber vielleicht wenig überraschende Weise, noch weit mehr recht behalten. Dabei sieht die Gegenwart doch so anders aus und scheint manche den Mut verlieren zu lassen. Doch dafür gibt es keinen wirklichen Grund.

Es waren keine acht Monate seit der Wahl von Franziskus vergangen, als Martin Mosebach seine Analyse äußerte. Er hatte zuvor mit seinem 2002 erschienenen Werk „Häresie der Formlosigkeit“ dazu beigetragen, den Weg für Summorum Pontificum zu ebnen. Darin nahm er sich kein Blatt vor den Mund und zeigte auf bestechende Weise die Verfehlungen der nachkonziliaren Liturgieentwicklung auf. Seit Benedikt dann mit seinem Motu proprio 2007 darauf reagierte, insbesondere aber seit der Wahl von Franziskus 2013, verteidigte Mosebach Summorum Pontificum wiederholt.

Er attestierte dem deutschen Papst, daß dieser zwar die von ihm angestrebte „Reform der Reform“ angestoßen, diese dann aber durch seinen überraschenden Rücktritt schon in der Frühphase ihrer Umsetzung wieder aufgegeben hatte. Wörtlich sagte Mosebach im November 2013 gegenüber Paix Liturgique:

„Von Papst Benedikts Wirken hat nur Summorum Pontificum eine Chance auf Zukunft. Wahrscheinlich war eine ‚Reform der Reform‘ von Anfang an ein aussichtsloses Projekt. Bei der allgemeinen liturgischen Unbildung und Verständnislosigkeit des Klerus war es hoffnungslos, für die Rückkehr einzelner sakramentaler Formen zu werben, die erst aus dem Gesamten des sakramentalen Corpus ihren Sinn und ihre Bedeutung empfangen. Papst Benedikts Scheitern in dieser Frage bestätigt, daß das Maximalprogramm der ‚Uneinsichtigen‘ und ‚zu keinem Kompromiß Bereiten‘, das Realistischste war: die vorbehaltlose Rückkehr zur Überlieferung.“

Mosebach zeigte sich dennoch optimistisch und nannte bezüglich Summorum Pontificum zwei Aspekte:

„Auf der anderen Seite sind die Gruppen der Tradition stärker geworden; man kann sie nicht mehr einfach einschüchtern und wegfegen, wie das so viele Bischöfe ‚im Geist des Konzils‘ getan haben.“

Und ebenso:

„Die Chancen für die Tradition stehen nicht so schlecht, wenn sie sich darauf konzentriert, im Inneren stark zu bleiben, sich nicht in Streitereien zu verzetteln und vor allem junge Leute, junge Priester, für sich zu gewinnen. Wir hatten eine kurze Rekreationszeit, jetzt muß es wieder ohne Rom gehen; aber das kennen wir ja schon.“

Dann folgte jedoch im Juli 2021 das neue Motu proprio Traditionis custodes von Papst Franziskus, das die Wirkung von Summorum Pontificum in weiten Bereichen annullierte, nämlich genau dort, wo Benedikt XVI. ein befruchtendes Hineintragen des überlieferten Ritus in die Kirchenkreise des Novus Ordo angestrebt hatte.

Ist Summorum Pontificum seit Traditionis custodes erledigt?

Die Frage stellt sich so allerdings nicht, denn das Motu proprio von Benedikt XVI. war nur ein Mittel zum Zweck, eine Hilfe, mit der eine neue Etappe eingeläutet und eine weitere Hürde beim Aufstieg genommen werden sollte.

Mit Traditionis custodes, so sagen es andere, sei die Tradition mehr oder weniger wieder auf den Ist-Zustand von Ecclesia Dei, dem Motu proprio von Johannes Paul II. aus dem Jahr 1988, zurückgeworfen und Summorum Pontificum eliminiert worden. In der Tat spricht vieles dafür. Immer wieder werden Priester und Gläubige durch traditionsfeindliche Hiobsbotschaften aus verschiedenen Erdteilen aufgeschreckt, und ein Ende ist nicht abzusehen.

Und dennoch bewirkt Traditionis custodes das Gegenteil dessen, was es anstrebt, wie Kardinal Raymond Burke in diesen Tagen betonte. Aber nicht nur deshalb, weil die Gemeinschaften und Gemeinden der Tradition sich in Beharrlichkeit üben. Kardinal Burke, der Traditionis custodes 2021 als „revolutionär und hart“ kritisiert hatte, unterstrich in einem Vortrag in der Osterwoche, daß der überlieferte Ritus gar nicht ausgelöscht, abgeschafft und verboten werden könne, weil er untrennbarer Ausdruck der Kirche ist. Die Ausführungen des Kardinals sollen an dieser Stelle noch um einen Aspekt erweitert werden:

Franziskus und eine ganze Fronde von Liturgikern, die eine Marginalisierung des Opfercharakters und die Umdeutung der Heiligen Messe zu einer animierten Gemeindeversammlung anstreben, wollen mit Traditionis custodes eine Rückkehr des überlieferten Ritus in die Priesterseminare, den Diözesanklerus, die neurituellen Orden und in die Pfarreien abwehren und dort, wo sie bereits stattgefunden hat, diese wieder beseitigen.

Damit erzielt Santa Marta, dank der Machtfülle, seit bald drei Jahren immer neue Etappensiege, von denen jeder einzelne für die betroffenen Priester und Gläubigen äußerst schmerzlich ist.

In Wirklichkeit bewirkt das bergoglianische Motu proprio jedoch wider Willen das genaue Gegenteil. Durch den von Franziskus wieder aufgenommenen Kampf gegen den überlieferten Ritus, genau durch diesen destruktiven Rückfall, festigt er in den Köpfen, und zwar sowohl in den traditionsfreundlichen wie in den traditionsfeindlichen, wenn nicht das Bewußtsein, so zumindest die Ahnung, daß der überlieferte Ritus die wirkliche, letztlich sogar die einzige Alternative zur Überwindung der immer massiveren Kirchenkrise darstellt.

Obwohl der aktuelle Eindruck das Gegenteil nahezulegen scheint, zeichnet sich schon heute auf unsichtbare Weise ab, daß in Zukunft in der Kirche jene aufstehen werden, die heute noch keiner sieht und deren Namen noch keiner kennt, um in der Not und Ratlosigkeit nach dem überlieferten Ritus zu greifen, weil sie erkennen oder wenigstens erahnen, daß der verfolgte und bekämpfte, ja, verfemte überlieferte Ritus die echte Antwort auf die Kirchenkrise sein muß.

Es ist so gesehen einerlei, in welchem Ausmaß es Traditionis custodes gelingen wird, den überlieferten Ritus auszutilgen. Denn wie wenig auch von Summorum Pontificum übrigbleiben wird, sicher ist, daß etwas bleiben und fortdauern wird. Und in der Kirche wird man morgen gerade auch dank Traditionis custodes, dem härtesten Angriff seit der Liturgiereform von 1969/70, wissen, daß die Antwort auf die Krise einen Namen hat und untrennbar mit der Liturgiefrage, dem Herzstück der Kirche, zu tun hat.

Quelle: katholisches.info

Schule der Theologie: Interview mit Pater Kaufmann

Davor Novakovic hat mit Pater Bernhard Kaufmann, von der katholische-armenische Diözese Jerewan, über den lateinischen Ritus.

Bildquelle: Pater Kaufmann

Opus Dei: Impulse

Gelesen von Ivan

Erklärung der Liturgie: Tradition der Liturgie

Gelesen von Luka

Programmhinweis

Ab Montag, 15.04.24, um 16h können Sie folgende Sendungen hören:

– Interview mit Pater Bernhard Kaufmann, aus der armenische-katholische Diözese Jerewan
– Kurze Impulse von Opus Dei (gelesen von Ivan)
– Tradition der Liturgie (gelesen von Luka)

NEWS: Wird Erzbischof Gänswein Nuntius?!

Papst Franziskus hatte jüngst in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung ABC und in einem Gesprächsbuch über sein Verhältnis zu Benedikt XVI. ziemlich überzeichnet. Vor allem schlug er erstaunlich hart auf Msgr. Georg Gänswein, den langjährigen Sekretär von Benedikt XVI., ein, obwohl er diesen ohnehin bereits Anfang 2020 seines Amtes als Präfekten des Päpstlichen Hauses enthoben und im vergangenen Jahr sogar aus dem Vatikan entfernt hatte. Offenbar machte jemand das regierende Kirchenoberhaupt darauf aufmerksam, daß diese Prügelattacke viele nicht nur erstaunt, sondern auch verstört hatte. Nun bemüht sich der Journalisten-Stoßtrupp um Franziskus gegenzusteuern, um das päpstliche Image wieder in das „rechte“ Licht zu rücken.

Den Auftakt machte Elisabetta Piqué, die Vatikanistin der argentinischen Tageszeitung La Nación und persönliche Freundin des Papstes. Sie behauptete unter Berufung auf „im Vatikan kursierende“ Gerüchte, daß Franziskus den 67jährigen Gänswein wieder in den aktiven Dienst zurückzurufen und zum Apostolischen Nuntius ernennen wolle. Die Meldung ging sofort um die Welt. Doch was ist dran an der Sache? In Rom wird von tatsächlich informierter Seite weder bestätigt noch dementiert.

Gänsweins Entfernung aus Rom

Zum Jahresende 2022 war Benedikt XVI. hochbetagt verstorben. Die päpstlichen Unfreundlichkeiten rund um das Requiem und die Bestattung sind bekannt. Kurze Zeit danach gingen Stimmen um, Franziskus wolle den von ihm wenig geschätzten treuen Sekretär von Benedikt aus dem Vatikan und Rom entfernen. Gleich darauf wurde, als Gegenmaßnahme des päpstlichen Hofstaaates, das Gegengerücht gestreut, Gänswein werde zum Apostolischen Nuntius ernannt und mit der diplomatischen Vertretung des Heiligen Stuhls in einem der vielen Staaten betraut, mit denen dieser diplomatische Beziehungen unterhält. Während das erste Gerücht zutraf, war am zweiten nichts dran. Letzteres war ein Ablenkungsmanöver, gezielt gestreut, um in Sicherheit zu wiegen, zuviel Unruhe zu vermeiden und Gänsweins tatsächlichen Abgang für ihn umso härter sein zu lassen. Dieser wurde nämlich dann kurzerhand aufgefordert, seine Koffer zu packen und ohne Amt und Aufgabe in seine Heimatdiözese in der Bundesrepublik Deutschland zurückzukehren. Dort wurde er ebenso unfreundlich aufgenommen, wie er aus Rom hinauskomplimentiert worden war: Die Erzdiözese Freiburg ließ wissen, daß sie „keine Verwendung“ für den Titularerzbischof habe. Dabei ist es geblieben.

Neue Hiebe, neue Gerüchte

Nun, ein Jahr später, werden erneut Gerüchte gestreut, erneut von derselben Art. Wiederum soll eine Beauftragung als Nuntius winken. Warum aber jetzt und nicht schon damals? Ist man in Santa Marta nun etwa der Meinung, Gänswein sei durch die ihm zugefügten Demütigungen ausreichend „geläutert“, sprich „bergoglianisiert“? Wohl kaum.

Laut Piqué sei es bei der Audienz zum Jahreswechsel zu einer „Wende“ gekommen, als Msgr. Gänswein und die Memores Domini, die gottgeweihten Frauen, die Benedikt XVI. zuletzt den Haushalt geführt hatten, zum ersten Todestag Benedikts von Franziskus in Audienz empfangen wurden. Bei dieser Gelegenheit habe Msgr. Gänswein, so Piqué, sich selbst für einen Posten als Nuntius ins Spiel gebracht. Zur Begründung nennt Piqué, weil es Gänswein „unangenehm“ sei, schon so lange ohne Aufgabe zu sein. Klingt die Darstellung glaubwürdig?

Wir rekapitulieren: Am 12. April behauptete die Papst-Freundin Piqué:

  • Franziskus sei am vergangenen 31. Dezember, als Gänswein in den Vatikan kam, um eine Gedenkmesse für Benedikt zu zelebrieren, auf den deutschen Prälaten zugegangen und habe ihn begrüßt. Beim Empfang habe er dann Gänswein die „Zusammenarbeit“ angeboten. Dieser sei sogleich darauf eingegangen und habe sich für die Leitung einer diplomatischen Vertretung ins Spiel gebracht.
  • Am Ostersonntag, dem 31. März, also genau drei Monate später, veröffentlichte die spanischen Tageszeitung ABC das Franziskus-Interview von Javier Martínez-Brocal, in dem der Papst auf Gänswein einschlug und sich als wahren, vielleicht einzigen Freund Benedikts präsentierte und zugleich behauptete, dieser sei von anderen, wie zum Beispiel Gänswein, mißbraucht worden. 

Die Chronologie ergibt schlichtweg keinen Sinn, außer Santa Marta spielt ein Spiel.

Piqués Ehemann, der Rom-Korrespondent der US-amerikanischen Jesuitenzeitschrift America, berichtete dieselbe Darstellung, die zuvor seine Frau verbreitete. Eine Ergänzung lieferte hingegen Javier Martínez-Brocal, der ABC-Vatikanist, der am Ostersonntag mit seinem Interview die jüngste Gänswein-Kontroverse ins Rollen gebracht hatte. Martínez-Brocal wußte gestern, kurz nach Piqué, zu berichten: 

„Vor kurzem hat der Papst ihm [Gänswein] ein Aufgabe als Nuntius angeboten und ihm drei verschiedene Ziele zur Verfügung gestellt, damit er dasjenige auswählen kann, das er bevorzugt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß er zum Nuntius in einer europäischen Botschaft ernannt wird und dass die Ernennung bekanntgegeben wird, sobald er die Zustimmung dieser Regierung erhalten hat.“

Als Nicht-Diplomat an die „Front“ des neuen Kalten Krieges?

Italienische Medien berichteten, daß Gänswein „irgendwo auf der Welt“ hinkommen werde. Die Tageszeitung Il Giornale widersprach der Rehabilitierungsthese, konkretisierte aber die Angabe, indem sie „Indiskretionen“ zitierte, laut denen Msgr. Gänswein als Nuntius nach Litauen entsandt werde. Der dortige Botschaftsposten ist frei, seit Msgr. Petar Rajič, ein kanadischer Vatikandiplomat kroatischer Abstammung, am 11. März von Franziskus zum neuen Botschafter in Italien und San Marino ernannt wurde. Rajič war zuvor fast fünf Jahre Nuntius in Litauern gewesen.

Mit Litauen unterhält der Heilige Stuhl wieder diplomatische Beziehungen, seit das Land nach dem Ende der Sowjetunion die Selbständigkeit zurückerlangte. Ein Nuntius war bereits in der Zwischenkriegszeit in der litauischen Hauptstadt tätig. Als die baltischen Republiken im Zweiten Weltkrieg jedoch von der UdSSR annektiert wurden, kündigte diese die entsprechenden Abkommen auf.

Wilna gilt aktuell als „Frontlinie“ des neuen Kalten Krieges zwischen Rußland und dem US-dominierten Westen. Die Staatsführungen in Polen und Litauen sind aufgrund der Geschichte der vergangenen 200 Jahre besonders antirussisch und daher derzeit die aktivsten Verbündete der angelsächsischen Mächte auf dem europäischen Festland. Manche bemühen sich entlang dieser Linien derzeit recht aktiv darum, daß aus dem kalten ein heißer Krieg wird. Es erscheint zumindest ungewöhnlich, daß der Heilige Stuhl in einer so heiklen Situation ausgerechnet einen Nicht-Diplomaten auf einen solchen Posten berufen könnte. Die Riege der Vatikandiplomaten gehört zudem zu den stäksten Stützen des derzeitigen Pontifikats und mag bekanntlich nicht, wenn „Berufsfremde“ auf ihre Posten gesetzt werden. Da kann der Hinweis, Gänswein habe als Präfekt des Päpstlichen Hauses viel Erfahrung im Umgang mit den „Mächtigen“ dieser Welt gesammt, nicht überzeugen. Allerdings gibt es bereits einen Präzedenzfall, den eines anderen ehemaligen Sekretärs von Benedikt XVI.

Eine Ernennung Gänswein ist bisher nicht erfolgt und solange das nicht geschehen sein wird, sind Zweifel an dem jüngsten Sinneswandel von Santa Marta angebracht. Wozu das Theater der vergangenen 15 Monate, wenn nun auf diese Weise die Rehabilitierung Gänsweins folgen sollte? Warum die Schläge vom Ostersonntag, wenn das angeblich so „harmonische“ Friedensangebot und der Wunsch nach „Zusammenarbeit“ bereits am 31. Dezember erfolgte?

Eine Ernennung zum Nuntius, so falsch das Gerücht noch vor einem Jahr war, kann laut aktuellen Stimmen aus dem Vatikan zwar nicht mehr ganz ausgeschlossen werden. Die Zweifel überwiegen aber. Auszuschließen ist jedoch die von Piqué und Co. in Umlauf gebrachte Darstellung. Kein Zweifel kann auch daran bestehen, falls es tatsächlich zur Ernennung zum Nuntius kommen sollte, egal ob in Litauen oder sonstwo, daß Franziskus Gänsweins Berichte und vor allem seine Empfehlungen für Bischofsernennungen konsequent ignorieren würde. 

Franziskus rehabilitiert niemanden, den er einmal als Gegner identifiziert hat. Er hat vielmehr, wie es in Argentinien heißt, seine ganz eigene Art, seine Gegner „auf dem Feuer zu braten“.

Quelle: Katholisches.info

NEWS: Papst Franziskus reist Südostasien

Papst Franziskus will im Spätsommer nach Südostasien reisen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche will vom 2. bis 13. September die Länder Indonesien, Papua-Neuguinea, Osttimor und Singapur besuchen, wie der Sprecher des Heiligen Stuhls am Freitag mitteilte.

Während der geplanten Reise wird der 87 Jahre alte Franziskus nach Angaben des Vatikans die Hauptstädte Jakarta, Port Moresby, Dili und Singapur besuchen. In Papua-Neuguinea ist neben dem Besuch von Port Moresby zudem ein Zwischenstopp in der Kleinstadt Vanimo geplant. Das genaue Reiseprogramm, also die einzelnen Veranstaltungen und Begegnungen, wolle der Heilige Stuhl zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Bereits seit einigen Monaten wurde über eine grössere Reise des Papstes spekuliert. Franziskus selbst erwähnte bei öffentlichen Auftritten einen Besuch des ostasiatisch-pazifischen Raums. Er ist jedoch seit geraumer Zeit gesundheitlich angeschlagen. Es ist noch unklar, in welchem Ausmass die Termine und Begegnungen während der verhältnismässig langen Reise getaktet sein wird. Franziskus kämpfte zuletzt mit diversen Atemwegsinfekten. Im November musste er eine Reise nach Dubai auf Anraten seiner Ärzte absagen.

Im laufenden Jahr sind bisher nur drei weitere Reisen des Papstes offiziell angekündigt worden: Inlandsreisen nach Venedig, Verona und Triest. Im Gespräch ist nach Franziskus‘ Worten jedoch auch ein Besuch seines Heimatlandes Argentinien. Anfang des Jahres sagte er im italienischen Fernsehen: „Ich würde gern hingehen.“

Quelle: Keystone-SDA

Nachrichtensendung vom 12.04.2024

Papst Franziskus wieder „Patriarch von Westen“
EU-Parlament will Abtreibung durchsetzen

Mittwochskolumne: Die Österliche Freude leben

Bern (novaradio.ch): Die Fastenzeit und Ostern sind für viele Katholiken neben Weihnachten kirchliche Höhepunkte im Jahr. Tatsächlich ist es so, dass Ostern das höchste Fest der katholischen Kirche ist. Es ist aber wichtig, nach Ostern nicht wie ein Sportler zu sein, der auf einen bestimmten Wettbewerb trainiert und nachher in eine Lethargie fällt, wenn der Wettbewerb überstanden ist. Auch im Glaubensleben ist häufig die Gefahr da, dass man alle Energie auf einen Anlass wie Ostern bündelt und später enttäuscht ist, wenn das Hochfest da ist und man nicht das erlebt, was man erwartet hat. Als Katholiken muss uns bewusst sein, dass jede Eucharistiefeier ein kleines Osterfest ist, da wir den Kreuzestod und die Auferstehung Christi feiern. Jedes Gebet, jede Eucharistie, jede gute Tat aus Liebe zu Gott kann unser Leben ändern. Ohnehin glaube ich, dass wir den Glauben vor allem dann vertiefen können, wenn wir bei ganz gewöhnlichen Gelegenheiten Taten der Gottes- und Nächstenliebe praktizieren. Ein kleines Gebet im Alltag, das Beten des Rosenkranzes am Morgen und am Abend, ein gutes Wort und eine helfende Tat für den Nächsten – dies ist im Alltag gelebter Glaube. Nach Ostern sollten wir nicht in ein nachösterliches Loch fallen, sondern ganz im Gegenteil aus der österlichen Freude leben. Als Christen dürfen wir uns freuen, dass Jesus den Tod überwunden hat und kein Leid und kein Schmerz so gross sind, dass sie die Freude über unser ewiges Leben bei Gott übertönen könnten. Der Lärm dieser Welt und die Angst, welche unseren Alltag oft beherrscht, sollten niemals grösser sein als die Freude über Ostern. Wenn wir uns die heutige Gesellschaft anschauen, dann erkennen wir, dass die Freudlosigkeit dominiert, auch wenn oft darüber geschrieben wird, dass wir in einer sogenannten Spassgesellschaft leben. Menschen ohne Glauben ärgern sich über jede Kleinigkeit und machen sich auch Sorgen über jede Kleinigkeit. Als Christen dürfen wir nicht in diesem gleichen Geist leben, sondern uns auch über die kleinsten und scheinbar unbedeutendsten Dinge im Alltag erfreuen. Damit zeigen wir auch unseren Mitmenschen, die den katholischen Glauben noch nicht kennen, dass unser Glaube keine Last ist, sondern uns befreit und glücklich macht. Lassen Sie uns also alle aus der österlichen Freude leben. Gott möge uns dabei unterstützen, damit wir Licht und Salz der Erde sind. DR

NEWS: EU-Parlament hat sich für die Tötung entschieden!

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag (11. April) dafür gestimmt, das Recht auf Abtreibung in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union aufzunehmen. Die Chancen dafür stehen jedoch schlecht, da alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen müssen.

Das Europäische Parlament hat kürzlich für die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union gestimmt336 Abgeordnete befürworteten diese Aufnahme, während 163 dagegen stimmten1. Diese Entscheidung hat symbolischen Wert, da sie nicht bindend ist. Tatsächlich müssten alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen, um das Recht auf Abtreibung in die rechtlich verbindliche EU-Charta der Grundrechte aufzunehmen. Es ist jedoch anzunehmen, dass einige Länder ihr Veto einlegen würden, sollte es überhaupt so weit kommen.

In Polen und Malta ist der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen stark eingeschränkt. Im März nahm Frankreich als erster EU-Mitgliedsstaat das Recht auf Abtreibung in seine Verfassung auf. Präsident Emmanuel Macron kündigte damals an, sich für die Aufnahme des Rechts in die EU-Grundrechtecharta einzusetzen.

Bitte beachte, dass dies eine symbolische Entscheidung ist und die tatsächliche Umsetzung von Land zu Land unterschiedlich sein kann.

Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass das Anliegen des Parlaments Erfolg haben wird. Die Revision der EU-Grundrechtecharta, die im Dezember 2000 verabschiedet wurde, erfordert Einstimmigkeit unter den Mitgliedsstaaten.

„Es ist klar, dass es in den letzten Jahren weltweit einen Rückschritt gegeben hat, insbesondere im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Frauen“, schrieb die spanische Abgeordnete Soraya Rodríguez Ramos (Renew) in einer Pressemitteilung.

Der maltesische Abgeordnete Cyrus Engerer (S&D) sagte nach der Abstimmung, dies sei ein klares Signal, wo das Parlament in der Abtreibungsfrage steht. Es ist an der Zeit, dass die EU zu einem Ort wird, an dem Abtreibung für alle Frauen und Menschen, die schwanger werden können, Realität wird und sie vollen Zugang zu diesem Grundrecht haben.

Am 5. März stimmte Frankreich in einer historischen Abstimmung als erstes Land der Welt dafür, das Recht der Frauen auf Abtreibung in der Verfassung zu verankern, was Präsident Emmanuel Macron als „französischen Stolz“ bezeichnete.

Geringe Chancen, dass es passiert
In mehreren EU-Ländern ist der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch stark eingeschränkt. In Malta, wo das Gesetz 2023 gelockert wurde, ist eine Abtreibung nur erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder der Fötus nicht überlebensfähig ist.

In Polen ist eine Abtreibung nur bei Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr für die Mutter erlaubt. In Ungarn müssen Frauen seit 2022 den Herzschlag des Fötus hören, bevor sie abtreiben dürfen.

In Italien kämpfen feministische Vereinigungen seit dem Amtsantritt von Giorgia Meloni im Jahr 2022 unermüdlich für den Zugang zur Abtreibung in einem Land, in dem sich viele Ärzte unter Berufung auf die Gewissensklausel weigern, Abtreibungen vorzunehmen.

Die von den Europaabgeordneten verabschiedete Resolution besagt, dass Ärzte nicht das Recht haben sollten, Gesundheitsdienstleistungen aufgrund der sogenannten Gewissensklausel zu verweigern.

Die Lücken beim Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Europa wurden von der S&D Fraktion als „inakzeptabel“ bezeichnet, die der Kommission und dem Rat vorwarf, sich „ständig hinter dem Argument der ’nationalen Zuständigkeit‘ zu verstecken“.

„Das Fehlen von EU-Standards in diesem Bereich führe zur Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, zu schwerwiegenden Einschränkungen des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen und zu heimlichen Abtreibungsverfahren, hieß es in ihrer Pressemitteilung.

Die Grünen/EFA erklärten in einer eigenen Pressemitteilung, dass die Verweigerung des Rechts auf Abtreibung geschlechtsspezifische Gewalt und eine Verletzung der Rechte darstelle.

„In Polen, Malta, Italien, der Slowakei und Rumänien muss sich etwas ändern. Und anderswo müssen ausreichende Ressourcen bereitgestellt werden, um sicherzustellen, dass diese Rechte Wirklichkeit werden“.

Quelle: EURACTIV, novaradio.ch

NEWS: Theologieprofessor vor Gericht

Nun ist es soweit! Die links extreme Sozialisten mit ihren Lobbyisten beherrschen die Meinungsfreiheit. Wenn es ihnen nicht passt, rufen die sofort „Homophobie“.

Der an der theologischen Fakultät in Lugano lehrende Professor Manfred Hauke musste am Montag vor dem Strafgericht in Bellinzona als Beschuldigter erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, einen Artikel publiziert zu haben, der gegen das Verbot der Diskriminierung verstösst und zu Hass gegen Homosexuelle aufruft.

Genaugenommen ist Hauke im Dezember 2022 von der Tessiner Staatsanwältin Petra Canonica Alexakis bereits per Strafbefehl zu einer auf zwei Jahre bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 9450 Franken sowie einer Busse in Höhe von 1800 Franken verurteilt worden. Dieser Strafbefehl erfolgte nach einer Anzeige durch die Schweizer Schwulenorganisation Pink Cross. Doch Hauke akzeptierte den Entscheid nicht und legte Einsprache ein. Daher kam es nun zur öffentlichen Verhandlung vor der Pretura penale.

Etliche Priester und Studierende waren gekommen, um den fast 68-jährigen Professor im Gerichtssaal zu sehen. Einlass fanden aber nur wenige, da die Zahl der Besucher auf ein gutes Dutzend limitiert ist.

Homosexuelle als «Plage» und «Krebsgeschwür»

Der umstrittene Aufsatz mit schwulenfeindlichen Passagen erschien als Fortsetzung in den ersten beiden Ausgaben des Jahres 2021 in der konservativen katholischen Monatszeitschrift «Theologisches», für die Manfred Hauke als Herausgeber verantwortlich zeichnet. Geschrieben hatte den 56 Spalten langen Artikel der polnische Theologe Dariusz Oko. Dieser spricht in seinen Ausführungen im Zusammenhang mit Homosexuellen unter anderem von «rücksichtslosen Parasiten», «Plage» und «Krebsgeschwür, das sogar bereit ist, seinen Wirt zu töten», und «Homomafia». Der Titel seines Aufsatzes lautete: «Über die Notwendigkeit, homosexuelle Cliquen in der Kirche zu begrenzen».

Vor Gericht verteidigte Hauke die Publikation mit dem Hinweis, dass im Impressum klar entnommen werden könne, dass die in den Artikeln vertretenen Meinungen nicht identisch seien mit der Auffassung der Chefredaktion und des Herausgebers. Zudem seien viele Zitate aus dem Kontext gerissen worden.

Sein Verteidiger, Anwalt Luigi Mattei, führte diese Argumentation im Detail weiter, indem er unter anderem darlegte, dass homosexuelle Priester nicht generell diskriminiert worden seien, sondern die Analyse bestimmte Gruppen und Lobbys von Geistlichen betreffe, die quasi zu einer Mafia-Organisation innerhalb der katholischen Kirche und damit zu einer Gefahr geworden seien. Oko habe vielfach Papst Franziskus zitiert und im Übrigen dafür geworben, eine Synode zur Homosexualität abzuhalten.

Manfred Hauke
Manfred HaukePD

Luigi Mattei zerzauste weiterhin den Strafbefehl, der zur Anklageschrift geworden ist, weil er an keiner Stelle ausführe, wie die Straftat seines Mandanten begangen worden sei, denn sie habe sich im Wesentlichen auf die Auflistung langer, ins Italienische übersetzter Passagen beschränkt. Staatsanwältin Petra Canonica Alexakis war ihrerseits nicht einmal zur Verhandlung erschienen, was mehr als bedauerlich ist, weil dem Fall durchaus Präzedenzcharakter zukommt, wie der Verteidiger Mattei ausführte.

Denn bis anhin gibt es offenbar keine Urteile, welche die Strafnorm betreffen, welche Hass wegen sexueller Orientierung unter Strafe stellt. Der entsprechende Artikel 261bis im Strafgesetzbuch war nach einer Volksabstimmung im Jahr 2020 um diesen Passus erweitert worden. Hauke selbst erklärte in seinem Schlusswort, dass er sich für unschuldig halte und daher für eine Aufhebung des Strafbefehls plädiere.

Strafuntersuchung in Deutschland

Der fragwürdige Aufsatz hat bereits in Deutschland, wo sich der Verlag befindet, einigen Staub aufgewirbelt und zu einer Strafuntersuchung geführt. Der Münchner Priester Wolfgang Rothe hatte Anzeige erstattet. Das Amtsgericht Köln stellte im Mai 2022 aber das Verfahren wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung ein. Oko hatte dort argumentiert, nicht über homosexuelle Priester im Allgemeinen geschrieben zu haben, sondern über solche, «die Straftaten begehen und die Kirche zerstören». Doch wurden ihm sowie dem Chefredaktor Johannes Stöhr Geldbussen in Höhe von 3150 Euro und 4000 Euro auferlegt. Sie gelten aber nicht als vorbestraft. Auch die polnischen Medien hatten das Verfahren in Deutschland genau verfolgt.

Das Urteil im Prozess von Bellinzona gegen den Herausgeber Hauke wird am kommenden Montag eröffnet. Hauke ist der amtsälteste Professor der theologischen Fakultät von Lugano, die 1992 vom damaligen Bischof Eugenio Corecco gegründet wurde und 2021 der Universität der italienischen Schweiz (USI) angegliedert wurde. Die USI erklärte noch am Abend in einer Medienmitteilung, dass der fragliche Theologe nicht vertragsmässig Angestellter der Universität sei. Trotzdem werde die Uni eine Ad-hoc-Kommission auf die Beine stellen, die abklären soll, ob Professor Hauke mit seinem Verhalten gegen die fundamentalen ethischen Richtlinien der Universität verstossen hat.

Quelle: NZZ, novaradio.ch

NEWS: Dignitas Infinita

Papst Franziskus veröffentlicht ein neues Dokument mit dem Titel „Dignitas Infinita“. In diesem Dokument geht es, um die Abtreibung, Leihmutterschaft und Gender.

Dignitas infinita heißt das lehramtliche Dokument des Dikasteriums für die Glaubenslehre über die Menschenwürde und die Ideologien und Praktiken, die sie verletzten. Dazu gehören Abtreibung, Euthanasie, Gender-Ideologie und andere mehr. Ein erster Blick in das Dokument, das heute von Kardinal Victor Manuel Fernández und dem Leiter der Ersten Sektion des Dikasteriums, Msgr. Armando Matteo, veröffentlicht wurde. Papst Franziskus billigte das Dokument in der Audienz am vergangenen 25. März.

Das Dokument Dignitas Infinita nennt eine „vierfache Unterscheidung des Begriffs der Würde“ und zählt die „ontologische Würde“, die „moralische Würde“, die „soziale Würde“ und schließlich die „existentielle Würde“ auf.

„Die wichtigste Sinngebung ist an die ontologische Würde gebunden, die der Person als solcher allein durch die Tatsache zukommt, daß sie existiert und von Gott gewollt, geschaffen und geliebt ist. Diese Würde kann niemals ausgelöscht werden und bleibt über alle Umstände hinaus gültig, in denen sich der Einzelne befinden kann“, (DI, 7)

„Wenn wir dagegen von sittlicher Würde sprechen, beziehen wir uns vielmehr auf die Ausübung der Freiheit durch das menschliche Geschöpf. Dieses ist zwar mit einem Gewissen ausgestattet, bleibt aber immer offen für die Möglichkeit, gegen dieses Gewissen zu handeln. Damit verhält sich der Mensch in einer Weise, die seiner Natur als von Gott geliebtes und zur Liebe zu seinen Brüdern und Schwestern berufenes Geschöpf ‚unwürdig ist‘. Aber diese Möglichkeit besteht“, (DI, 7).

Und weiter:

„Die Geschichte bezeugt, daß die Ausübung der Freiheit gegen das vom Evangelium geoffenbarte Gesetz der Liebe unermeßliche Ausmaße des Bösen erreichen kann, das anderen zugefügt wird. Wenn dies geschieht, stehen wir vor Menschen, die jede Spur von Menschlichkeit, jede Spur von Würde verloren zu haben scheinen“ (DI, 7).

Bezüglich der „sozialen Würde“:

„Wenn wir von sozialer Würde sprechen, beziehen wir uns auf die Bedingungen, unter denen ein Mensch lebt. Wenn beispielsweise in extremer Armut nicht die Mindestvoraussetzungen gegeben sind, damit ein Mensch ihrer ontologischen Würde entsprechend leben kann, sagen wir, daß das Leben dieses armen Menschen ein ‚unwürdiges‘ Leben ist. Dieser Ausdruck bedeutet keineswegs eine Verurteilung der menschlichen Person, sondern soll die Tatsache hervorheben, daß ihre unveräußerliche Würde durch die Situation, in der sie zu leben gezwungen ist, beeinträchtigt wird“ (DI, 8).

Und schließlich die „existentielle Würde“:

„Immer häufiger sprechen wir heute von einem ‚würdigen‘ und einem ‚unwürdigen‘ Leben. Und mit dieser Bezeichnung beziehen wir uns auf Situationen, die eben existenziell sind: zum Beispiel der Fall eines Menschen, dem es an nichts Lebensnotwendigem fehlt, der aber aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten hat, in Frieden, Freude und Hoffnung zu leben. In anderen Situationen ist es das Vorhandensein schwerer Krankheiten, gewalttätiger familiärer Verhältnisse, bestimmter pathologischer Abhängigkeiten und anderer Schwierigkeiten, die jemanden dazu bringen, seine Lebensverhältnisse gegenüber der Wahrnehmung jener ontologischen Würde, die niemals verdunkelt werden kann, als ‚unwürdig‘ zu erleben“ (DI, 8).

Der Text unterstreicht „den unveräußerlichen Wert jener ontologischen Würde“:

„die im Wesen der menschlichen Person selbst verwurzelt ist und unabhängig von allen Umständen besteht“ (DI, 8).

Dignitas Infinita wirft einen Blick auf die Bibelstellen, die die Würde des Menschen bekräftigen, und erinnert daran:

„Während seines gesamten Wirkens bekräftigt Jesus den Wert und die Würde all derer, die das Ebenbild Gottes tragen, unabhängig von ihrem sozialen Status und ihren äußeren Umständen“ (DI, 12).

Im Folgenden wird die Entwicklung des christlichen Denkens zu diesem Thema von den Kirchenvätern bis heute zusammengefaßt, wobei hervorgehoben wird, daß der Katholizismus nichtchristliche Autoren beeinflußt habe und umgekehrt:

„Diese ontologische Würde in ihrer privilegierten Manifestation durch das freie menschliche Handeln wurde später vor allem durch den christlichen Humanismus der Renaissance betont. Selbst in der Sicht moderner Denker wie Descartes und Kant, die ebenfalls einige der Grundlagen der traditionellen christlichen Anthropologie in Frage stellten, sind Anklänge an die Offenbarung deutlich zu erkennen. Auf der Grundlage einiger neuerer philosophischer Überlegungen zum Status der theoretischen und praktischen Subjektivität hat die christliche Reflexion dann die Tiefe des Begriffes der Menschenwürde weiter hervorgehoben und hat im 20. Jahrhundert eine originelle Sichtweise erreicht, so z. B. den Personalismus. Diese Perspektive greift nicht nur die Frage der Subjektivität auf, sondern vertieft sie in Richtung Intersubjektivität und Beziehungen, die die menschlichen Personen miteinander verbinden. Das zeitgenössische christliche anthropologische Konzept wurde auch durch die Überlegungen aus dieser letztgenannten Sichtweise bereichert“ (DI, 13).

Das zweite Kapitel des Dokuments trägt die Überschrift „Die Kirche verkündet, fördert und macht sich zum Garanten der Menschenwürde“:

„Die Kirche verkündet die gleiche Würde aller Menschen, unabhängig von ihren Lebensumständen und ihren Eigenschaften. Diese Verkündigung beruht auf einer dreifachen Überzeugung, die im Lichte des christlichen Glaubens der Menschenwürde einen unermeßlichen Wert verleiht und die ihr innewohnenden Forderungen verstärkt“ (DI, 17).

Es wird versichert:

„Der Glaube trägt also entscheidend dazu bei, der Vernunft bei der Wahrnehmung der Menschenwürde zu helfen und ihre Wesenszüge anzunehmen, zu bestärken und zu verdeutlichen, wie Benedikt XVI. betonte: ‚Ohne die Korrekturfunktion der Religion kann jedoch auch die Vernunft den Gefahren einer Verzerrung anheimfallen, wenn sie zum Beispiel von Ideologien manipuliert wird oder auf einseitige Weise zur Anwendung kommt, ohne die Würde der menschlichen Person voll zu berücksichtigen. Ein solcher Mißbrauch der Vernunft war es ja auch, der den Sklavenhandel und viele andere gesellschaftliche Übel erst ermöglicht hat, nicht zuletzt die totalitären Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts‘“ (DI, 22).

Vor allem beruft sich das Dokument auf das Zweite Vatikanische Konzil:

„Deshalb spricht das Zweite Vatikanische Konzil von ‚der erhabenen Würde, die der menschlichen Person zukommt, da sie die ganze Dingwelt überragt und Träger allgemeingültiger sowie unverletzlicher Rechte und Pflichten ist.‘Wie es im Vorwort der Konzilserklärung Dignitatis humanae heißt, ‚kommt [d]ie Würde der menschlichen Person […] den Menschen unserer Zeit immer mehr zum Bewußtsein.‘ Diese individuelle und gemeinschaftliche Gedanken- und Gewissensfreiheit beruht auf der Anerkennung der Würde des Menschen, ‚wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird’. Das kirchliche Lehramt selbst hat mit immer größerer Einsicht die Bedeutung dieser Würde eingedenk der damit verbundenen Erfordernisse und Konsequenzen erkannt und ist zur Erkenntnis gelangt, daß die Würde eines jeden Menschen über alle Umstände hinweg dieselbe ist“ (DI, 16).

Die Menschenrechte

Dignitas Infinita befaßt sich ausführlich mit der Frage der Menschenrechte in der heutigen Zeit: Dabei wird die unveräußerliche Menschenwürde eines jeden Menschen betont, ohne das Naturrecht zu erwähnen. Die Unveräußerlichkeit wird ganz vom Schöpfungsakt durch Gott hergeleitet, ob das, ohne Rückgriff auf das Naturrecht und die durch die Natur erkennbare Wahrheit, Ungläubige und Gottlose überzeugen kann, werden die Reaktionen zeigen:

„Wie Papst Franziskus bereits daran erinnert hat, ‚in der modernen Kultur ist der Bezug, der dem Prinzip der unveräußerlichen Würde des Menschen am nächsten ist, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die der heilige Johannes Paul II. als einen, Meilenstein auf dem langen und schwierigen Weg der Menschheit‘ und als ‚eine der höchsten Ausdrucksformen des menschlichen Gewissens‘ bezeichnet hat“ (DI, 23).

Dignitas Infinita verweist auf das, was die Menschenrechte verletzt:

„Entsprechend dem Wunsch, auf einige der vielen schweren Verletzungen der Menschenwürde in der heutigen Welt hinzuweisen, darf daran erinnert werden, was das Zweite Vatikanische Konzil in dieser Hinsicht gelehrt hat. So muß zur Kenntnis genommen werden, daß gegen die Menschenwürde steht, ‚was […] zum Leben selbst in Gegensatz steht, wie jede Art Mord, Völkermord, Abtreibung, Euthanasie und auch der freiwillige Selbstmord’. Gegen unsere Würde verstößt auch, ‚was immer die Unantastbarkeit der menschlichen Person verletzt, wie Verstümmelung, körperliche oder seelische Folter und der Versuch, psychischen Zwang’. Und schließlich ‚was immer die menschliche Würde angreift, wie unmenschliche Lebensbedingungen, willkürliche Verhaftung, Verschleppung, Sklaverei, Prostitution, Mädchenhandel und Handel mit Jugendlichen, sodann auch unwürdige Arbeitsbedingungen, bei denen der Arbeiter als bloßes Erwerbsmittel und nicht als freie und verantwortliche Person behandelt wird.‘ Auch das Thema Todesstrafe muß hier erwähnt werden: Auch die letztere verletzt unter allen Umständen die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen“ (DI, 34).

In Dignitas Infinita werden einige schwerwiegende Verstöße gegen die Menschenwürde genannt und erläutert, die besonders aktuell sind: das Drama der Armut, Krieg, die Arbeitsbedingungen von Migranten, Menschenhandel, sexueller Mißbrauch, Gewalt gegen Frauen, Abtreibung, Leihmutterschaft, Sterbehilfe – und assistierter Suizid –, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen, Gender-Theorie, Geschlechtsumwandlung und digitale Gewalt. Hier einige Auszüge zu zentralen Themen unserer Zeit:

Abtreibung

Zur Abtreibung sagt Dignitas Infinita:

„Die Billigung der Abtreibung in Gesinnung, Gewohnheit und selbst im Gesetz ist ein beredtes Zeichen für eine sehr gefährliche Krise des sittlichen Bewußtseins, das immer weniger imstande ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, selbst dann, wenn das Grundrecht auf Leben auf dem Spiel steht. Angesichts einer so ernsten Situation bedarf es mehr denn je des Mutes, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und die Dinge beim Namen zu nennen, ohne bequemen Kompromissen oder der Versuchung zur Selbsttäuschung nachzugeben. In diesem Zusammenhang klingt der Tadel des Propheten kategorisch: ‚Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen‘ (Jes 5,20)“ (DI, 47).

Und mahnt:

„Gerade in bezug auf die Abtreibung ist die Verbreitung eines zweideutigen Sprachgebrauchs festzustellen, wie die Formulierung, Unterbrechung der Schwangerschaft‘, die darauf abzielt, deren wirkliche Natur zu verbergen und ihre Schwere in der öffentlichen Meinung abzuschwächen. Vielleicht ist dieses sprachliche Phänomen selber Symptom für ein Unbehagen des Gewissens. Doch kein Wort vermag die Realität der Dinge zu ändern: die vorsätzliche Abtreibung ist, wie auch immer sie vorgenommen werden mag, die beabsichtigte und direkte Tötung eines menschlichen Geschöpfes in dem zwischen Empfängnis und Geburt liegenden Anfangsstadium seiner Existenz“ (DI, 47).

Leihmutterschaft

„Die Kirche wendet sich auch gegen die Praxis der Leihmutterschaft, durch die das unermeßlich wertvolle Kind zu einem bloßen Objekt wird“ (DI, 48).

Und weiter:

„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt in erster Linie die Würde des Kindes. Jedes Kind besitzt nämlich vom Moment der Empfängnis, der Geburt und dann in seinem Heranwachsen als Junge oder Mädchen bis hin zum Erwachsenwerden eine unantastbare Würde, die in jeder Phase seines Lebens deutlich zum Ausdruck kommt, wenn auch in einzigartiger und differenzierter Weise. Das Kind hat daher kraft seiner unveräußerlichen Würde das Recht auf eine vollständig menschliche und nicht künstlich herbeigeführte Herkunft und auf das Geschenk eines Lebens, das zugleich die Würde des Gebers und des Empfängers zum Ausdruck bringt“ (DI, 49).

Und ebenso:

„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt zugleich die Würde der Frau selbst, die dazu gezwungen wird oder sich aus freien Stücken dazu entschließt, sich ihr zu unterwerfen. Durch eine solche Praxis wird die Frau von dem Kind, das in ihr heranwächst, losgelöst und zu einem bloßen Mittel, das dem Profit oder dem willkürlichen Wunsch anderer unterworfen ist. Dies widerspricht in jeder Hinsicht der grundlegenden Würde eines jeden Menschen und seinem Recht, immer als er selbst und niemals als Instrument für etwas Anderes anerkannt zu werden“ ( DI, 50).

Euthanasie (alias Sterbehilfe)

Eindringlich ist auch die Kritik von Dignitas Infinita an der Euthanasie:

„Es gibt einen besonderen Fall der Verletzung der Menschenwürde, der zwar leiser ist, aber immer mehr an Bedeutung gewinnt. Seine Besonderheit besteht darin, daß ein falscher Begriff von Menschenwürde verwendet wird, um ihn gegen das Leben selbst zu wenden. Diese heute weit verbreitete Verwechslung tritt bei der Diskussion über die Euthanasie zutage. So werden Gesetze, die die Möglichkeit der Sterbehilfe oder des assistierten Suizids anerkennen, manchmal als „Gesetze zum würdevollen Sterben“ („death with dignity acts“) bezeichnet. Es herrscht die weit verbreitete Auffassung, daß Sterbehilfe oder Beihilfe zum Suizid mit der Achtung der Würde des Menschen vereinbar seien. Angesichts dieser Tatsache muß mit Nachdruck bekräftigt werden, daß das Leiden nicht dazu führt, daß der kranke Mensch die ihm innewohnende und unveräußerliche Würde verliert, sondern daß es zu einer Gelegenheit werden kann, die Bande der gegenseitigen Zugehörigkeit zu stärken und sich der Kostbarkeit eines jeden Menschen für die gesamte Menschheit bewußter zu werden“ (DI, 51).

Gender-Ideologie

Die Gender-Theorie, vielmehr Gender-Ideologie, wird in Dignitas Infinita sehr negativ beurteilt:

„Im Hinblick auf die Gender-Theorie, über deren wissenschaftliche Konsistenz in der Fachwelt viel diskutiert wird, erinnert die Kirche daran, daß das menschliche Leben in all seinen Bestandteilen, körperlich und geistig, ein Geschenk Gottes ist, von dem gilt, daß es mit Dankbarkeit angenommen und in den Dienst des Guten gestellt wird. Über sich selbst verfügen zu wollen, wie es die Gender-Theorie vorschreibt, bedeutet ungeachtet dieser grundlegenden Wahrheit des menschlichen Lebens als Gabe nichts anderes, als der uralten Versuchung des Menschen nachzugeben, sich selbst zu Gott zu machen und in Konkurrenz zu dem wahren Gott der Liebe zu treten, den uns das Evangelium offenbart“ (DI, 57).

Die Gender-Ideologie, so Dignitas Infinita, versucht:

„den größtmöglichen Unterschied zwischen Lebewesen zu leugnen: den der Geschlechter. Dieser fundamentale Unterschied ist nicht nur der größtmöglich vorstellbare, sondern auch der schönste und mächtigste: Er bewirkt im Paar von Mann und Frau die bewundernswerteste Gegenseitigkeit und ist somit die Quelle jenes Wunders, das uns immer wieder in Erstaunen versetzt, nämlich die Ankunft neuer menschlicher Wesen in der Welt“ (DI, 58).

Transsexualität

Dignitas Infinita verurteilt Verfahren zur Geschlechtsumwandlung:

„Daraus folgt, daß jeder geschlechtsverändernde Eingriff in der Regel die Gefahr birgt, die einzigartige Würde zu bedrohen, die ein Mensch vom Moment der Empfängnis an besitzt. Damit soll nicht ausgeschlossen werden, daß eine Person mit bereits bei der Geburt vorhandenen oder sich später entwickelnden genitalen Anomalien sich für eine medizinische Behandlung zur Behebung dieser Anomalien entscheiden kann. In diesem Fall würde die Operation keine Geschlechtsumwandlung in dem hier beabsichtigten Sinne darstellen“ (DI, 60).

Schlußfolgerung

Dignitas Infinita schließt mit einem Aufruf zur Verteidigung der Menschenwürde:

„Jeder einzelnen Person und zugleich jeder menschlichen Gemeinschaft kommt die Aufgabe zu, die Menschenwürde konkret und wirksam zu verwirklichen, während es die Pflicht der Staaten ist, sie nicht nur zu schützen, sondern auch jene Bedingungen zu gewährleisten, die notwendig sind, damit sie sich in der ganzheitlichen Förderung der menschlichen Person entfalten kann: „Im politischen Einsatz muß man daran erinnern: ‚Jenseits aller äußeren Erscheinung ist jeder unendlich heilig und verdient unsere Liebe und unsere Hingabe‘“ (DI, 65).

Und zuletzt heißt es:

„Auch heute, angesichts so vieler Verletzungen der Menschenwürde, die die Zukunft des Menschengeschlechts ernsthaft bedrohen, ermutigt die Kirche zur Förderung der Würde jeder menschlichen Person, unabhängig von ihren körperlichen, geistigen, kulturellen, sozialen und religiösen Eigenschaften. Sie tut dies in der Hoffnung und in der Gewissheit der Kraft, die vom auferstandenen Christus ausgeht, der die ganzheitliche Würde eines jeden Menschen in ihrer ganzen Fülle offenbart hat. Diese Gewissheit wird in den Worten von Papst Franziskus zu einem Appell: ‚Jeden Menschen dieser Welt bitte ich, diese seine Würde nicht zu vergessen; niemand hat das Recht, sie ihm zu nehmen‘“ (DI, 66).

Quelle: katholisches.info
Ganzes Dokument: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2024-04/wortlaut-dignitas-infinita-erklaerung-vatikan-menschenwuerde0.html

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2024-04/wortlaut-dignitas-infinita-erklaerung-vatikan-menschenwuerde0.html

Erklärung der Liturgie: Teil 12

Nachrichtensendung vom 05.04.2024

Abtreibungsgegnerin wird zu Prolife
Rowling gegen Transgender

Trauerzirkular für Bischof Vitus Huonder

Programmhinweis: Nachrichtensendung vom 05.04.2024

Abtreibungsgegnerin wird zu Prolife
Rowling gegen Transgender

Heute auf novaradio.ch

Mittwochskolumne: Barmherzigkeit Gottes

Am kommenden Sonntag feiert die Kirche den Weissen Sonntag und zugleich den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit. Der Heilige Papst Johannes Paul II. führte dieses Fest auf Wunsch der Ordensschwester Faustina ein, die von Jesus den Auftrag erhalten hat, der Welt die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden. Es ist wichtig, dass wir uns als Christen immer wieder vertiefen in das Geheimnis der Göttlichen Barmherzigkeit und Liebe. Sich in das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes zu vertiefen bedeutet jedoch nicht, dass wir die Göttlichen Gebote relativieren und so tun dürfen, als gäbe es die Göttliche Gerechtigkeit nicht. Gott ist heilig und er verlangt von uns, seine Gebote zu halten, da diese Gebote unserem Heil dienen. Einige sich selbst als progressiv bezeichnende Theologen behaupten, dass Gott dem Menschen alle Freiheit gibt und der Mensch sich nicht an die Gebote Gottes halten muss. Wer so etwas lehrt, belügt die Menschen. Die Gebote Gottes sind nicht einengend, sondern befreien uns, da sie der Liebe dienen und der Mensch für die Liebe zu Gott und den Mitmenschen erschaffen wurde. Da wir aber schwache Menschen sind, die immer wieder fallen, zeigt Gott jedem Menschen seine unendliche Barmherzigkeit, indem er ihm immer wieder Chancen gibt. Wir können die Grösse Gottes Barmherzigkeit nur erkennen, wenn wir auch seine Gerechtigkeit erkennen. Gott lehnt jede Sünde ab, macht aber einen grossen Unterschied zwischen dem Sünder und der Sünde. So sehr Gott die Sünde hasst, so sehr liebt er trotzdem den Sünder. Persönlich glaube ich, dass der Weg zur Neuevangelisierung gelingen kann, wenn wir vermehrt betonen, wie barmherzig Gott ist. Viele Menschen verzweifeln heute an ihrer Lebenssituation und sehen keine Zukunft für sich. Wenn wir die Frohe Botschaft verbreiten wollen, müssen wir allen Mitmenschen verkünden, dass Gottes Barmherzigkeit keine Grenzen kennt. Jesus Christus hat sein Leben für uns alle hingegeben, damit wir das Leben in Fülle haben. Die Kraft dieser Botschaft ist so gross, dass wir neue Menschen für den Glauben gewinnen werden und die Kirche auch im dritten Jahrtausend weiter wachsen wird. Es ist eine einfache Botschaft, aber eine solch tiefe, dass jedes Herz dadurch berührt wird. Versuchen wir daher in unserem Leben Apostel der Barmherzigkeit Gottes zu sein, indem wir von Gottes Liebe und Barmherzigkeit erzählen und auch selbst Taten der Barmherzigkeit vollbringen. Nur schon eine kleine Tat, die aus Barmherzigkeit geschieht, kann die Welt zum Guten verändern. Ich bin davon überzeugt. DR

NEWS: Hinschied von Msgr. Vitus Huonder

Mit tiefer Trauer haben wir erfahren, dass Bischof Vitus Huonder an diesem Ostermittwoch zu Gott heimgerufen wurde. Er hat seine schöne Seele nach einer kurzen Krankheit, deren tödlichen Ausgang er in voller Klarheit erkannte, Gott übergeben.

Am Fest des Heiligen Josef, dem 19. März, war er ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Diagnose wurde am Montag, dem 25. März, dem Tag Mariä Verkündigung, gestellt. Von da an zeigte Bischof Huonder eine vollkommene Fügsamkeit gegenüber den Wegen der Vorsehung und opferte sein Leiden immer wieder für die heilige Kirche auf. Er war auch der Priesterbruderschaft St. Pius X. und insbesondere dem Institut Sancta Maria in Wangs stets dankbar, wo er seine letzten Jahre in der tiefen Freude verbringen konnte, noch einen schönen Dienst als Seelenhirte zu erfüllen. Er gab ein bewundernswertes Beispiel des Gebets und der Liebe zum Heiligtum.

Wir empfehlen die Ruhe seiner Seele Ihren inständigen Gebeten, damit er so bald wie möglich in die ewige Seligkeit gelangt.

Wir werden in Kürze die Einzelheiten seiner Beerdigung bekannt geben.

Der Schweizer Distrikt der Bruderschaft

Quelle: Piusbruderschaft

NEWS: Papst Franziskus kritisiert Erzbischof Gänswein

Papst Franziskus hat Erzbischof Georg Gänswein für die Veröffentlichung seines Buches „Nichts als die Wahrheit“ kurz nach dem Tod von Papst Benedikt XVI. kritisiert.

In einem Interview mit dem Titel „Der Nachfolger“, das am 3. April auf Spanisch erscheinen soll, sprach Franziskus über seine Beziehung zu seinem Vorgänger, Papst Benedikt XVI. Während seines Interviews mit dem spanischen Journalisten Javier Martínez-Brocal sagte Franziskus, dass es ihn „schmerze“, als Gänswein, der von 2003 bis zum Tod des emeritierten Papstes im Jahr 2022 Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. war, sein Buch über seine Erfahrungen mit Benedikt veröffentlichte, das Kritik an einigen Handlungen von Franziskus enthielt.

Die Veröffentlichung von „Nichts als die Wahrheit“ am Tag von Benedikts Beerdigung zeige einen „Mangel an Edelmut und Menschlichkeit“, sagte Franziskus.

Er erklärte, dass der ehemalige Privatsekretär von Benedikt XVI. „einige sehr schwierige Dinge mit mir gemacht hat“.

In einer wahrscheinlichen Anspielung auf Gänswein behauptete Franziskus, dass einige Leute in der katholischen Kirche Papst Benedikt XVI. benutzten, um ihn anzugreifen, wenn sie keine guten Argumente hatten, indem sie „Benedikt Dinge zuschrieben, die nicht wahr sind“.

Kurz nach Benedikts Tod sagte Gänswein, dass Papst Franziskus‘ Einschränkung der traditionellen lateinischen Messe (TLM) Benedikt „Schmerz im Herzen“ bereitet habe, und offenbarte in seinem Buch, dass Benedikt die Einschränkungen für „einen Fehler“ hielt.

Franziskus sagte Martínez-Brocal, dass er Benedikt nicht konsultiert oder vor seiner Entscheidung gewarnt habe, das TLM einzuschränken und die Arbeit seines Vorgängers zu kippen, und bestätigte damit die Behauptung des Gänsweins, dass Benedikt von Franziskus‘ Angriff auf die lateinische Messe durch die Zeitung des Vatikans erfahren habe.

Papst Benedikt erweiterte 2007 mit seinem Motu proprio Summorum Pontificum die damals geltenden Erlaubnisse, die traditionelle lateinische Messe zu feiern, und sagte, dass die ältere Form des Römischen Ritus nie aufgehoben worden sei. In einem Begleitbrief zu seinem Motu proprio schrieb Benedikt über das TLM: „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch für uns heilig und groß, und es kann nicht plötzlich völlig verboten oder gar als schädlich angesehen werden.“

Am 16. Juli 2021 erließ Papst Franziskus jedoch die Traditionis Custodes, die das TLM einschränkten und Benedikts Summorum Pontificum faktisch außer Kraft setzten. In direktem Widerspruch zu seinem noch lebenden Vorgänger erklärte Franziskus, dass die Liturgie Pauls VI. oder der Novus Ordo der „einzigartige Ausdruck der lex orandi des römischen Ritus“ sei.

Wenige Monate nach der Veröffentlichung von Gänsweins Buch schickte Franziskus den deutschen Erzbischof zurück in seine Heimatdiözese Freiburg, ohne ihm eine Aufgabe oder ein Amt zuzuweisen.

Franziskus behauptete, Benedikt habe „mir nie seine Unterstützung entzogen“.

„Vielleicht gab es etwas, mit dem ich etwas getan habe, mit dem er nicht einverstanden war, aber er hat es nie gesagt“, fügte er hinzu.

Einige von Benedikts engsten Vertrauten, wie Gänswein und Benedikts Biograf Peter Seewald, betonten jedoch, wie verletzt und enttäuscht der emeritierte Papst über einige Entscheidungen seines Nachfolgers sei.

„Benedikt vertraute Franziskus. Aber er wurde mehrfach bitter enttäuscht“, sagte Seewald in einem im Dezember 2023 veröffentlichten Interview.

Seewald sagte dem New Daily Compass, Franziskus habe „wiederholt von den Gaben seines Vorgängers gesprochen und ihn einen ‚großen Papst‘ genannt, dessen Vermächtnis von Generation zu Generation deutlicher werden wird“.

„Aber wenn man wirklich aus Überzeugung von einem ‚großen Papst‘ spricht, sollte man dann nicht alles tun, um sein Vermächtnis zu pflegen? So wie es Benedikt XVI. mit Johannes Paul II. getan hat? Wie wir heute sehen können, hat Papst Franziskus in der Tat sehr wenig getan, um in Kontinuität mit seinen Vorgängern zu bleiben“, so Seewald.

Zu Franziskus‘ Umgang mit Gänswein sagte Seewald: „Das macht ihn [Franziskus] unglaubwürdig.“

„Man kann nicht mit der Bibel in der Hand ständig von Nächstenliebe, gegenseitiger Achtung und Barmherzigkeit sprechen und gleichzeitig diese Tugenden mit Füßen treten. Die Brutalität und öffentliche Demütigung, mit der ein verdienter Mann wie Gänswein abserviert wurde, ist beispiellos. Nicht einmal die Sitte, einem scheidenden Mitarbeiter ein Wort des Dankes zu sagen, wie es in der kleinsten Firma üblich ist, wurde eingehalten.“

„Der Papst hat Gänswein herabgestuft, aber er meinte den, für den Gänswein steht“, sagte Seewald in einer offensichtlichen Anspielung auf Franziskus‘ Angriff auf Benedikts Vermächtnis.

Quelle: Lifesitenews

NEWS: Biden erklärt „Transgender-Tag“

Nach einem schrecklichen, beleidigenden Fehltritt nach dem anderen – einschließlich des Verbots, Ostereier mit „offenkundig“ religiösen Botschaften für das jährliche Ostereierrollen im Weißen Haus einzureichen – bestritt Präsident Joe Biden, dass er den Ostersonntag zum „Tag der Sichtbarkeit von Transgendern“ erklärt habe, obwohl er am Karfreitag ein sehr öffentliches Dekret erlassen hatte.

Am Freitag, den 29. März, erklärte das Weiße Haus unter Biden den 31. März zum „Tag der Sichtbarkeit von Transgendern“, ohne jedoch eine so verheißungsvolle Erklärung zu Ehren desselben Tages wie den Ostersonntag abzugeben.

Kurz darauf wurde der Schritt von Biden und seiner Regierung weithin als eine gewaltige Beleidigung der Christen verurteilt.

Erzbischof Carlo Maria Viganò, ehemaliger Apostolischer Nuntius in den Vereinigten Staaten von Amerika, sprach von einer „skandalösen Proklamation“ und assoziierte sie mit einem „luziferischen Hass auf Gott“.

Das Wahlkampfteam des ehemaligen Präsidenten Donald Trump sprach von einer „blasphemischen Erklärung“.

Der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson aus Louisiana, sagte, das „Weiße Haus unter Biden hat den zentralen Grundsatz von Ostern verraten“ und bezeichnete es als eine „empörende und abscheuliche“ Entscheidung.

„Dies ist ein direkter Angriff auf das Christentum“, bemerkte der republikanische US-Abgeordnete Alex Mooney aus West Virginia. „Ein weiterer Angriff auf Religion und Traditionen durch diese Regierung.“

„Bidens Schändung des Ostersonntags mit einem imaginären Transgender-Feiertag war eine Strafentscheidung“, hieß es in einer Schlagzeile von The Federalist. Der Autor B.L. Hahn sagte, der Schritt des Weißen Hauses sei „eine abscheuliche Zurschaustellung von ideologischem Wahnsinn und Anbiederung der schlimmsten Art“.

Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Vivek Ramaswamy, ein Hindu, nannte es „einen Schlag ins Gesicht für jeden Amerikaner, unabhängig von seinem Glauben“.

Das Weiße Haus achtete darauf, spanischsprachige Amerikaner nicht zu beleidigen

Während das Weiße Haus mit Hochdruck den 31. März als „Transgender Day of Visibility“ für die englischsprachige Bevölkerung des Landes bewarb, gab es für spanischsprachige Wähler keinen Hinweis auf den 31. März als etwas anderes als den Ostersonntag, als ob die Regierung darauf achten würde, nicht das zu beleidigen, was sie für einen wichtigen Wählerblock der Demokraten hält.

„Das Weiße Haus verbreitet absichtlich unterschiedliche Botschaften an sein Publikum mit unterschiedlichen Sprachen“, bemerkte End Wokeness auf X.

„Auf dem englischen Hauptaccount wurde heute der Transgender Day of Visibility gefeiert. Auf dem spanischsprachigen Konto gibt es keine Verweise auf den Trans Day of Visibility. Stattdessen ehrte sie den César-Chávez-Tag.“

Ostereier mit religiösen Botschaften bei jährlicher Kinderveranstaltung im Weißen Haus verboten

Inmitten des Aufruhrs kam auch ans Licht, dass das Weiße Haus Richtlinien für den Ostereier-Dekorationswettbewerb für Kinder herausgegeben hatte, der Teil seiner jährlichen Ostereierrollen-Traditionen ist.

Beiträge von Kindern der Nationalgarde, die an der Veranstaltung teilnehmen, „dürfen keine fragwürdigen Inhalte, religiösen Symbole, offen religiösen Themen oder parteipolitischen Äußerungen enthalten“.

„Es ist entsetzlich und beleidigend, dass Joe Bidens Weißes Haus Kindern verboten hat, religiöse Eierdesigns für ihre Osterkunstveranstaltung einzureichen“, sagte ein Sprecher der Trump-Kampagne.

„Der Kunstwettbewerb ist eine Tradition beim Ostereierrollen im Weißen Haus“, schrieb Collin Rugg, Mitinhaber von Trending Politics, auf X. „Der katholische Präsident will jedoch nichts Religiöses sehen.“

Biden hat Amerika „gaslighted“, indem er leugnete, was jeder als wahr erkannte

Das Weiße Haus veröffentlichte am späten Sonntagmorgen ein blutleeres „Frohe Ostern“-Statement – oder wahrscheinlicher ein schneller Versuch der Schadensbegrenzung.

Als das Weiße Haus am Ostermontag wieder öffnete, bestritten Biden und seine Stellvertreter dreist, den 31. März zum „Transgender Day of Visibility“ erklärt zu haben.

„‚Ich habe das nicht getan‘, sagte Biden, als er gefragt wurde, ob er den Ostersonntag zum ‚Trans-Tag der Sichtbarkeit‘ erklärt habe“, schrieb Philip Melanchthon Wegmann von RealClearPolitics.

Biden ging sogar so weit, Johnson, der ihn dafür kritisiert hatte, dass er den Ostersonntag zum „Transgender-Tag der Sichtbarkeit“ erklärt hatte, als „durch und durch uninformiert“ zu beschuldigen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, verteidigte ihren Chef und bezeichnete Berichte, wonach Biden den Ostersonntag zum „Tag der Sichtbarkeit von Transgendern“ erklärt habe, als „Fehlinformation“.

„Hey Joe Biden – du hast das nicht nur ‚getan‘, wie du in der Nachrichtenmitteilung des Weißen Hauses unten sehen kannst, sondern du hast es auch hier auf X gepostet“, sagte der konservative Kommentator Robby Starbuck und konterte damit die Lügen des Weißen Hauses.

„Als ob das, was Sie getan haben, nicht schon schlimm genug wäre, betreiben Sie jetzt auch noch Gaslighting in Amerika“, sagte Starbuck.

„Du bist verrückt, inkompetent, böse oder vielleicht alle drei“, fügte er hinzu.

„Sie wollen, dass die Menschen die Trans-Flagge anbeten statt Gott“

Zu Beginn der Kontroverse bemerkte Donald Trump Jr.: „Das ist die neue Religion der Linken. Sie wollen, dass die Menschen die Trans-Flagge anbeten und nicht Gott.“

„Sie müssen gestoppt werden“, warnte er.

Später verlinkte er auf eine Art liturgischen Kalender, eine Liste von „LGBTQ+ Awareness Days“, die im Wesentlichen als heilige Tage für woke neomarxistische LGBTQ+-Revolutionäre dienen.

Als die Aktivitäten der Easter Egg Roll-Kinder wegen Blitz und Donner verschoben wurden, schlug Trump Jr. vor: „Nach dieser Blasphemie am Wochenende muss das ein Zeichen Gottes sein!“

Quelle: Lifesitenews

Erklärung der Liturgie: Teil 11

Theologiestunde: Aus dem Kloster Einsiedeln

Wallfahrtsmotto 2024 im Kloster Einsiedeln «Ich bin mit euch!» – P. Philipp Steiner OSB, Kloster Einsiedeln. Zur Verfügung gestellt, von den Kollegen aus Radio Gloria.

Opus Dei: Ostern

Die Auferstehung – Opus Dei

Frohe und gesegnete Ostern

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Das ganze novaradio.ch Team wünscht Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Karsamstag

Karfreitag

Alles zum Thema Karfreitag

Jugendsendung: Karfreitag

Luka informiert Sie über den Karfreitag

Mittwochskolumne: Gründonnerstag

Morgen fängt das Triduum Sacrum, die Heiligen drei Tage an. Ich möchte meine Kolumne dem Hohen Donnerstag widmen. An diesem Tag hat Jesus zwei Sakramente eingesetzt, welche die Geburt der Kirche darstellen. Er setzte das Priestertum ein und er setzte die Eucharistie ein. Auf diesen beiden Sakramenten ist die Kirche aufgebaut, da aus der Eucharistie alle Gnaden fliessen und ohne die Priesterweihe alle anderen Sakramente nicht möglich wären. Wenn heute über Reformen in der Kirche geredet wird, müssen wir uns vergegenwärtigen, dass jede Reform, welche das Priestertum und die Feier der Eucharistie angreift, nicht eine Reform, sondern eine Zerstörung der Kirche darstellt. Wollen wir die Kirche wirklich erneuern und ihr neues Leben schenken, müssen wir im Volk die Liebe zur Eucharistie und zur Priesterberufung entfachen. Es ist auch nicht nur die Aufgabe der Bischöfe und Priester, sich für die Eucharistie und die Priesterberufung einzusetzen, sondern auch von den Laien. Hierzu müssen wir alle mit gutem Beispiel vorangehen, indem wir selbst die Heilige Messe regelmässig besuchen. Wir werden niemanden von der Wichtigkeit der Eucharistie überzeugen, wenn wir nicht selbst Feuer und Flamme für die Heilige Messe sind. Dabei ist es ebenfalls wichtig, Menschen Auskunft geben zu können, die Fragen zur Messe und ihrem Ablauf haben. Als Gläubige müssen wir auch Wissende sein, die über ihre Kirche Bescheid wissen. Auch um die Priesterberufung zu stärken ist es entscheidend, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen. Das bedeutet nicht, dass wir selbst Priester werden müssen, sondern dass wir unseren Mitmenschen aufzeigen, dass wir auch bereit sind, uns selbst ein Stück weit aufzuopfern für den Glauben an Jesus Christus. Viele Männer hadern mit dem Schritt, Priester zu werden, da sie sich nicht vorstellen können, Gott ganz zu dienen und sich dadurch aufzuopfern. In einer säkularen Gesellschaft, die keinen Sinn im Leid und in der aufopfernden Nächstenliebe sieht, ist es schwierig, Männer für das Priestertum zu gewinnen. Wenn wir aber diese Opferbereitschaft als Laien aufbringen, erleichtern wir am Priestertum interessierten Männer die Entscheidung, tatsächlich Priester zu werden. Diese Aufopferung kann aus Gebet, tätiger Nächstenliebe oder anderen guten Taten bestehen, bei denen wir uns überwinden müssen. Weiter ist es wichtig, dass wir die jetzigen Priester in ihrer Berufung stärken und ihnen helfen, ihrem Weiheversprechen treu zu bleiben. Nichts ist demotivierender für angehende Priester, als wenn jetzige Priester ihren Weg verlassen.

Wenn wir morgen den Hohen Donnerstag feiern, müssen wir die Freude über dieses Ereignis, das die Geburt der Kirche darstellt, im Alltag in die Energie umwandeln, uns vermehrt für die Eucharistie und bestehende sowie zukünftige Priester einzusetzen. Möge der Auferstandene Herr uns die Kraft hierzu schenken. DR

Theologiestunde/Zoom: Passion/Kreuzweg

Gelesen von: Luka und Ivan Severdija sowie Davor Novakovic

KARFREITAG»LEIDEN UND STERBEN UNSERES HERRN«

KREUZWEG

Kreuzweg am Kolosseum unter Vorsitz des Heiligen Vaters Papst Franziskus – Meditationen (Karfreitag, 29. März 2024) (vatican.va)

Pax Vobis: Pasija 2024

Citaju: Pero Martinic, Vera Novakovic, Drazenka Pavlic i Klaudija Severdija

Zoom: Maria: Annunziata – Verkündigung des Herrn

Jugendsendung: Karwoche

Jugendsendung: Vater, Sohn und heiliger Geist (Ivan)

Programmhinweis: Karwoche

Montag 25.03.2024
Jugendsendung: Vater, Sohn und heiliger Geist (Ivan)
Maria: Annunziata – Verkündigung des Herrn

Gründonnerstag 28.03.2024
15:30h Kroatische Sendung
Alles zum Thema Gründonnerstag
Jugendsendung: Vater, Sohn und heiliger Geist (Ivan)

Karfreitag 29.03.2024
14h Kroatische Sendung: Kreuzweg
16h Jugendsendung: Gott herrscht die Welt (Luka)
Alles zum Thema Karfreitag
Passion Christi: Vorgetragen von Ivan, Luka und Davor Novakovic
Kreuzweg: Vorgetragen von Ivan, Luka und Davor Novakovic

Karsamstag 30.03.2024
Alles zum Thema Karsamstag

Ostern 31.03.2024
14h Kroatische Sendung: Pax Vobis
16h Ostersendung

Palmsonntag 2024

Alles zum Thema Palmsonntag

Nachrichtensendung vom 22.03.2024

Nach 340 Jahren hat Zypern wieder ein Bischof
TLM hat mich gerettet

Mittwochskolumne: Karwoche

Bern (novaradio.ch): Mit dem Palmsonntag steigen wir in die Karwoche ein. Ostern rückt näher und die Karwoche erinnert uns daran, dass es kein Ostern ohne das Kreuz gibt. Alle Freude, die für uns die Auferstehung Christi bedeutet, erlöst uns nicht im Hier und Jetzt von den Leiden, die das menschliche Leben mit sich bringt. Für den Glauben und das Denken eines Katholiken ist es zentral, sich immer wieder die Verbindung zwischen Kreuz und Auferstehung vor Augen zu führen. Durch das Kreuz hat Jesus die ganze Welt erlöst und auch wir sind aufgerufen, unseren Beitrag zu leisten, um in das Himmelreich Gottes einzugehen. Für viele Nicht-Christen ist es schwierig nachzuvollziehen, weshalb diese enge Verbindung zwischen Leid und Freud existiert. Der Sündenfall hat uns in eine Welt hineingeworfen, in der Tod und Leid existieren. Der ursprüngliche Plan Gottes war ein anderer, aber der Mensch hat sich durch seine Sünde in diese Lage gebracht. Ganz rational verstehen werden wir diese Verbindung zwischen Ursünde und Leid nie, jedoch können wir uns mit unserer Vernunft annähern an dieses grosse Geheimnis. Die Sünde der ersten Menschen war das fehlende Vertrauen und die Lieblosigkeit, die sie ihrem Schöpfer entgegenbrachten. Wir müssen dieses Leben nutzen, um dieses Vertrauen und diese Liebe zu Gott zu erlernen. Denn die höchste Form des Glücks ist die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Durch diese Liebe werden wir zu vollkommenen Menschen. Damit wir diese Liebe stärken, ist es wohl unausweichlich, manchmal auch Leid zu erfahren, auch wenn wir dies natürlich nie aktiv suchen. Wenn es keine Überwindung kostet, einem Menschen, den wir nicht mögen, etwas Gutes zu tun, erfahren wir nie, wie gross unsere Liebe sein kann. Auch bei geliebten Menschen ist es wichtig, über sich hinauszuwachsen, um zu erkennen, wie gross unsere Liebe sein kann. Heutzutage wird in den Medien so häufig das Wort Liebe verwendet, ohne sich zu überlegen, was dieses Wort wirklich bedeutet. Wenn das Wort nicht nur eine Hülle bleiben soll, muss es gefüllt werden mit Tugenden, die auch mit grosser Überwindung und Schmerzen verbunden sind. Der Begriff Liebe muss gefüllt werden mit Demut, Gehorsam und Opferbereitschaft. Jesus hat uns am Kreuz gezeigt, wie gross die Liebe Gottes zu uns Menschen ist. Wir werden seinem Beispiel in dieser Radikalität nie folgen können, wir können aber wie Simon von Cyrene helfen, das Kreuz zu tragen. Gott kann uns nicht ohne unseren Willen erlösen. Es braucht unser Ja zu seinem Heilsplan. Dieses Ja darf nicht nur ein Ja mit den Lippen sein, sondern muss auch durch unsere Taten bezeugt werden. Wenn wir unser eigenes Leiden willig annehmen, dann werden wir zu liebevolleren Menschen. Wir werden zu vollkommenen Menschen. Haben wir keine Angst, auch die Karwochen unseres Lebens anzunehmen und dadurch zum grossen Osterfest zu gelangen. DR

FSSP: Letzte Chance

Für Jugendliche und junge Erwachsene …

  • Karwoche in St. Pelagiberg: Die heiligen Tage von Gründonnerstag bis Ostern in glaubensfroher Gemeinschaft intensiv miterleben: P. Andreas Brem FSSP pab@ckj.de
  • Osterwoche in Marienfried: Exerzitien für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene bis ca. 30 Jahre. Es sind noch Plätze frei! p.ramm@fssp.ch
  • Pfingsten in Chartres: Einmal so richtig pilgern, drei Tage zu Fuß, 100 km, mit mehr als 15.000 Gleichgesinnten? https://www.parischartres.info/

Die Frühlingswallfahrt ins Heilige Land ist nun ausgebucht. Weiterhin darf für die Herbstwallfahrt vom 3. – 17. November geworben werden. Gerne sende ich ganz unverbindlich die detaillierten Anmeldeinformationen.

Ich wünsche eine gesegnete Passionszeit!

P. Martin Ramm FSSP

Heilige: Heiliger Joseph

Alles zum Thema Heiliger Joseph

Erklärung der Liturgie: Teil 9

Fastenzeit: Kreuzverhüllung

Alles zum Thema Kreuzverhüllung

Fastenzeit: Fünfter Fastensonntag mit Evangelium

Nachrichtensendung vom 15.03.2024

Skandalöse Kunst in einer Kirche

Kardinal Parolin zu Aussage vom Papst

Heilige: St. Patrick

Am 17. März feiern Iren auf der ganzen Welt den Saint Patrick’s Day. Der Heilige, der im 5. Jahrhundert lebte und wirkte, ist Anlass für Paraden, Festlichkeiten – und grüne Flüsse. Einmal im Jahr färbt sich in New York der Hudson River grün, in Dublin malen sich die Menschen dreiblättrige Kleeblätter auf ihre Gesichter. In vielen Ländern gibt es bunte Paraden und Festumzüge. Es ist kein Karneval, sondern St. Patrick’s Day. Am 17. März feiert man den populären Nationalheiligen Irlands.

Entstehung des St. Patrick’s Day: Der Heilige Patrick, dessen Todestag am 17. März gefeiert wird, war Bischof und ist Schutzpatron der Iren. Wie bei den frühen Heiligen üblich, gibt es auch über Patricks Leben kaum gesicherte Fakten. Der Legende nach kam er als Sklave nach Irland, wurde später in Frankreich zum Priester ausgebildet und missionierte dann als Bischof die Insel. Patrick soll nicht nur die Schlangen, also den heidnischen Glauben, aus dem Land vertrieben, sondern auch Klöster und Schulen gegründet haben. So leistete er einen beträchtlichen Beitrag zur Bildung der Bevölkerung.

Bräuche zum St. Patrick’s Day: Der Feiertag wird nicht nur auf der grünen Insel begangen. Iren in der ganzen Welt – besonders in Einwanderungsländern wie Australien oder den USA – feiern am 17. März ihren Schutzpatron. In Großbritannien, Nordirland sowie der kanadischen Provinz Neufundland ist der Tag sogar, wie in Irland selbst, ein gesetzlicher Feiertag. Am St. Patrick’s Day werden große Prozessionen und Umzüge veranstaltet und die Menschen finden sich zu Gottesdiensten zusammen. Typisch für die Feierlichkeiten sind auch die Céilís: Irische Volkstänze, die von irischer Musik begleitet werden. Seit 1997 gibt es außerdem das „St. Patrick’s Festival“, eine mehrtägige Festlichkeit zu Ehren des Heiligen. Den Besuchern werden Livemusik, Theater, Feuerwerk und Paraden geboten. Gut nur, dass die Kirche am 17. März, der eigentlich in die Fastenzeit fällt, die Fastengebote für einen Tag aufhebt. Ein weiterer Brauch bezieht sich auf die grüne Farbe – Symbol der Insel. Die Menschen kleiden sich in Grün oder heften sich zumindest ein grünes Kleeblatt an. Das geht sogar so weit, dass das Bier an diesem Tag grün eingefärbt wird und auch Flüsse einen grünen Anstrich erhalten, wie etwa der Chicago River.

Wissenswertes zu St. Patrick’s Day: Das Kleeblatt als Symbol der Iren geht auf den Heiligen St. Patrick zurück: Anhand der drei Blätter der Pflanze soll er den Iren die Dreifaltigkeit erklärt haben. Wenn der 17. März in die Osterwoche fällt, kann er auch ganz pragmatisch verschoben werden – wie es in den Jahren 1940 und 2008 der Fall war.

Missionarischer Erfolg

Höchstwahrscheinlich wurde Patrick im römischen Britannien geboren. Sein Vater war Beamter der römischen Besatzungsmacht und außerdem Diakon der römischen Kirche, sein Großvater war Priester. Mehr erfährt man aus seinen selbst verfassten Schriften: Demnach wurde er im Alter von 16 Jahren von Piraten aus seinem Heimatort entführt und als Sklave nach Irland gebracht. Mit 22 Jahren wurde er – nach erfolgreicher Flucht in seine alte Heimat – selbst zum Priester geweiht und studierte zunächst als Mönch in Gallien Theologie. Doch die „Stimme der Iren“ rief ihn im Traum in das Land seiner Gefangenschaft zurück. Trotz Bedenken seiner kirchlichen Oberen wurde er zum irischen Missionsauftrag berufen. Verbürgt ist sein Eintreffen im Jahr 432 in Irland zusammen mit 24 Gefährten, wo er ungefähr 30 Jahre lang so erfolgreich als Missionar im Norden der Insel wirkte, dass diese fortan als christliches Land erscheint.

Glaubhaft ist die Überlieferung, dass sich Patrick vor allem mit widerspenstigen keltischen Druiden auseinanderzusetzen hatte und auf viele Widerstände gegen seine Glaubenspredigten stieß. Allen Widerständen zum Trotz gewann er jedoch viele Menschen für das Christentum und ließ zahlreiche Kirchen bauen.

Da Patrick während seiner Gefangenschaft die irisch-keltische Sprache gelernt hatte, konnte er in Liturgie und Lehre auf die Landessprache zurückgreifen, ein wichtiger Grund für die tiefe Verwurzelung des Glaubens in Irland. Zahlreiche irische Mönche zogen aufs Festland nach Gallien, Germanien und Italien. Sie nahmen sich die zunächst unfreiwillige Heimatlosigkeit des heiligen Patrick zum Vorbild und wurden Prediger des Evangeliums und Gründer klösterlicher Niederlassungen.

Viele Legenden ranken sich um die Person Patricks, die folkloristisch säkularisiert oder aber auch in religiösen Brauchtumsformen bis heute weiterleben. Dublin feiert Sankt Patrick mit einer großen Parade und vier feierlichen Tagen. Dabei werden Kunstschlangen, die ihre roten Zungen bedrohlich aus Papier- und Plastikleibern recken, durch die Stadt getragen, ein Verweis auf die Legende, Patrick habe von der Grünen Insel die letzten Schlangen vertrieben.

Der Berg, das Grab und das Kleeblatt

Bis heute ist der Croagh Patrick genannte Berg in der Grafschaft Mayo, wohin sich der Heilige zum vorösterlichen Fasten zurückgezogen haben soll, die wichtigste Pilgerstätte in Irland (siehe Bild ganz oben). Scharen von Pilgern ziehen auf den westirischen Berg, viele gehen mit bloßen Füßen oder rutschen auf den Knien, um Buße zu tun. Seinen Gläubigen veranschaulichte Patrick die Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblattes. Es wurde zum irischen Nationalsymbol, dem Shamrock.

In Downpatrick (Nordirland) zeigt man Patricks angebliches Grab mit einem großen, neuzeitlichen Granitbrocken. Westlich von Downpatrick soll Patrick auf einem Hügel seine Hauptkirche gebaut haben, genau dort, wo heute die Kathedrale der anglikanischen Church of Ireland steht – in Sichtweite der katholischen Kathedrale. In den Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten versuchen beide Seiten bis heute, Patrick für ihre Sicht der Dinge zu vereinnahmen.

Patron von Irland, der Bergleute, Schmiede, Friseure und Böttcher; des Viehs; gegen Ungeziefer, Viehkrankheiten, Anfeindungen des Bösen; für die armen Seelen.

Schutzschild des Heiligen Patrick

Ich erhebe mich heute durch eine gewaltige Kraft die Anrufung der Dreifaltigkeit,

durch den Glauben an die Dreiheit, durch das Bekennen der Einheit,

ich mache mich auf den Weg, dem Schöpfer zu begegnen.

Ich erhebe mich heute durch Gottes Kraft, sie lenke mich.

Gottes Macht halte mich,

Gottes Weisheit führe mich,

Gottes Auge schaue auf mich,

Gottes Ohr höre für mich,

Gottes Wort spreche für mich,

Gottes Hand schütze mich,

Gottes Weg liege vor mir,

Gottes Schild schirme mich.

Gottes Heerschar rette mich vor den Schlingen des Teufels,

vor den Versuchungen des Bösen,

vor den Verlockungen des Fleisches,

vor jedermann, der mir übel will,

fern und nah, allein und in der Masse.

Ich erhebe mich heute kraft der Geburt Christi und seiner Taufe,

kraft seiner Kreuzigung und seiner Grablegung,

kraft seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt,

kraft seiner Wiederkunft zum letzten Gericht.

Ich erhebe mich heute kraft der Liebe der Cherubim

Im Gehorsam der Engel,

im Dienen der Erzengel,

in der Hoffnung auf die Auferstehung und ihre Gaben,

in den Gebeten der Patriarchen

in den Weissagungen der Propheten,

in der Verkündigung der Apostel,

in dem Glauben der Bekenner,

in der Unschuld der heiligen Jungfrauen,

in den Werken der Gerechten.

Christus mit mir,

Christus vor mir,

Christus hinter mir,

Christus in mir,

Christus unter mir,

Christus über mir,

Christus mir zur Rechten,

Christus mir zur Linken,

Christus, wo ich liege,

Christus, wo ich sitze,

Christus, wo ich mich erhebe.

Christus im Herzen eines jeden, der meiner gedenkt,

Christus im Munde eines jeden, der zu mir spricht,

Christus in jedem Auge, das mich sieht,

Christus in jedem Ohre, das mich hört.

Ich erhebe mich heute durch eine gewaltige Kraft,

die Anrufung der Dreifaltigkeit,

durch den Glauben an die Dreiheit,

durch das Bekennen der Einheit,

ich mache mich auf den Weg, dem Schöpfer zu begegnen.

NEWS: Verlängerung der Synode

Papst Franziskus findet solchen Gefallen an der Synodalitätssynode als bisherigem Höhepunkt der Synodalität, daß er eine Verlängerung verfügte. Die Synodalitätssynode wird acht Monate länger dauern als ursprünglich veranschlagt. Das ursprünglich vorgesehene Ende im kommenden Oktober wurde von Franziskus auf Juni 2025 verschoben.

Als Grund für diese Änderung werden „wichtige theologische Fragen“ genannt, die beim ersten Teil der Synode aufgetaucht seien, vor allem die Frage nach einer „verstärkten Präsenz von Frauen in Entscheidungspositionen“.

Das am 28. Oktober 2023 veröffentlichte Schlußdokument der ersten Synodalsession regte an, Frauen mehr Verantwortung in der Kirche zu übertragen und die Möglichkeit eines weiblichen Diakonats zu prüfen. 

Und darum geht es.

Seit Wochen gilt es in Rom als sicher, dass Franziskus Frauen zum Weihesakrament zulassen will, wenn auch mit den für seine Neuerungen üblichen behaupteten Einschränkungen, angeblichen Vorbehalten und vielen Nebelkerzen, die Kritiker beruhigen sollen.

Scheibchenweise bereitete Franziskus den Boden. Zunächst fand die Amazonassynode statt, auf der bereits alle „heißen“ Eisen der progressiven Agenda geschmiedet, aber am Ende nicht umgesetzt wurden. Zur Synodalitätssynode lud Franziskus dann erstmals auch Laien und Frauen als stimmberechtigte Synodalen ein, obwohl es sich eigentlich um eine Bischofssynode handelt. Als solche wurde die Versammlung im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils von Papst Paul VI. ins Leben gerufen, um im kleinen einen permanenten Konzilshauch atmen zu können.

Franziskus erweiterte das Konzept und baute die Bischofssynode zu einer allgemeinen Synode um. Im Vatikan ist schon lange keine Rede mehr von einer Bischofssynode. Es wird nur mehr von „Synode“ gesprochen.

Nun sind es die „vielen wichtigen theologischen Fragen, die nicht ohne rechtliche und pastorale Auswirkungen sind“, die im Herbst 2023 aufgetaucht seien und beim zweiten Synodenteil und darüber hinaus besprochen werden sollen.

„Diese Fragen müssen ihrer Natur nach in einem tieferen Geist angegangen werden. Da diese Untersuchung auf der zweiten Tagung (Oktober 2024) nicht möglich ist, ordne ich an, daß spezielle Gruppen beauftragt werden, eine angemessene Untersuchung durchzuführen“, so die Anweisung, die Franziskus dem Generalsekretär der Synode, Kardinal Mario Grech, erteilte.

Im Klartext sollen handverlesene, hermetisch geschlossene Kleinstgruppen für die Umsetzung vorbereiten, was Santa Marta wünscht.

„Die Studiengruppen werden bei der zweiten Synodensession [im Herbst] einen ersten Bericht über ihre Tätigkeit vorlegen und ihr Mandat möglicherweise bis Juni 2025 abschließen“, so Franziskus in seinem Schreiben an Kardinal Grech.

Franziskus hat diese Gruppen beauftragt, sich mit zehn Themen zu befassen, die von den Beziehungen zu den Ostkirchen, dem „Hören auf den Schrei der Armen“, der Digitalisierung bis zur „Ökumene“ reichen.

Zudem deutete Franziskus den offensichtlich wichtigsten Themenbereich vage an, wenn er schreibt, daß die Studiengruppen sich auch mit „einigen theologischen und kanonischen Fragen zu bestimmten Amtsformen“ befassen sollen, die in den Artikeln 8 und 9 des Synodendokuments vom Oktober 2023 enthalten sind.

Worum geht es darin? 

Artikel 9 hält es für „dringend erforderlich, daß Frauen an Entscheidungsprozessen teilnehmen und verantwortungsvolle Aufgaben in der Pastoral und im Dienst übernehmen können“. Dazu wird eine „umfassende Reflexion“ über ein Frauendiakonat angemahnt.

Trotz der sehr einseitigen Synodenzusammensetzung durch Papst Franziskus zeigte sich die Synodalitätssynode zu diesem Thema tief gespalten. Die Synodenverlängerung läßt erkennen, daß es für Franziskus‘ Geschmack noch immer zu viel Widerstand gibt.

Kardinal Grech stellte gestern zwei Vorbereitungsdokumente für die Synodenversammlung im kommenden Oktober vor und kündigte an, das zentrale Thema werde sein, „wie wir eine synodale Kirche in der Mission sein können“, jener Mission, die Franziskus gleich im ersten Jahr seines Pontifikats de facto für beendet erklärte.

Quelle: Katholisches.info

PRO LIFE: «Stand up for life!» am 14. September 2024 in Zürich

Das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich hat den Veranstaltern des «14. Marsch fürs
Läbe» die Durchführung eines Bekenntnismarsches zum Lebensrecht und eine
Platzkundgebung zugesagt. Der nächste Marsch fürs Läbe findet somit am 14.
September 2024 wieder in Zürich-Oerlikon statt.
«Stand up for life!» So lautet das Motto beim diesjährigen Marsch fürs Läbe in Zürich-Oerlikon.
Die Organisatoren rufen dazu auf, sich mit der Teilnahme am 14. September 2024 zum
Lebensschutz zu bekennen. Sie fordern, die Bedingungen für werdende Mütter zu verbessern
und Hilfsangebote für Familien in Not auszubauen. Eine 25-köpfige Samba-Band, die den
Marschzug begleitet, sorgt dabei nicht nur für mitreissende Musik, sondern auch für
Lebensfreude.

Mitmenschlichkeit gefordert

Täglich werden in der Schweiz ca. 30 Kinder bereits vor der Geburt getötet. Ein Armutszeugnis
für die reiche Schweiz und ein lauter Appell an die Handlungsmacht der Politiker sowie die
Herzen der Mitmenschen in diesem Land. Denn Mitmenschlichkeit ist das Merkmal einer
zivilisierten Gesellschaft.
Entsprechend forderte bereits im letzten Jahr eine der Referentinnen beim Marsch fürs Läbe:
«Wir brauchen mehr Orte, wo helfende Menschen auf Hilfesuchende treffen, so dass alle
Frauen in Not eine Chance bekommen, ihr Kind auf die Welt zu bringen und Unterstützung zu
finden». Selbst durch Gewalteinwirkung schwanger geworden, erlebte sie in ihrer Not
Unterstützung und Hilfe, sodass sie ihr Kind lieben und ihm das Leben schenken konnte.
Der diesjährige Marsch fürs Läbe möchte mithelfen, dass solche Unterstützungsangebote in der
Schweiz zunehmen und mehr Mütter und Väter Ja zu ihren Kindern sagen können. Dadurch soll
eine Schweiz entstehen, in der für Familien in Not Hilfe und Unterstützung greifbar ist – damit
jedes Kind leben darf.

Quelle und mehr Infos unter: www.marschfuerslaebe.ch

Mittwochskolumne: Heiliger Josef

Am 19. März feiert die Kirche den Heiligen Josef. Er ist der Patron der ganzen Kirche. Ich möchte diese Kolumne nutzen, um darüber zu schreiben, welche Tugenden den Heiligen Josef auszeichnen, die ihn zum Patron der ganzen Kirche machen. Wenn wir uns diese Tugenden vergegenwärtigen, wird uns klar, welche Eigenschaften wir entwickeln oder an uns stärken müssen, um der Kirche neuen Aufschwung zu geben. Die erste Tugend ist der Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes. Der Heilige Josef hat seinen Willen nicht über den Willen Gottes gestellt. Auch für uns ist es wichtig, Gottes Wort, das wir in der Heiligen Schrift lesen, nicht zu verdrehen, sondern zu versuchen, danach zu leben. Das bedeutet nicht, dass wir wie die evangelikalen Christen alles wortwörtlich nehmen müssen, aber es bedeutet auch nicht, dass wir jedes Gebot relativieren sollen. Gott hat uns seine Gebote gegeben, damit wir danach handeln. Die zweite Tugend ist die Demut. Josef war das Oberhaupt der Heiligen Familie, ist aber in den Hintergrund getreten, da ihm klar war, dass die Muttergottes und Jesus wichtiger waren als er. Demut ist wohl die schwierigste Tugend für einen Menschen, da wir lernen müssen, uns nicht an die erste Stelle zu setzen, sondern das Wohl unserer Mitmenschen im Auge zu behalten. Es gibt wenig Schlimmeres, das die Kirche heute mehr zerstört als Menschen, die sich so in den Vordergrund rücken, sodass die ganze Gemeinschaft darunter leidet. Die dritte Tugend ist die Bereitschaft, aktiv zu helfen und tätig zu sein. Kein Wort ist vom Heiligen Josef in den Evangelien überliefert. Wir wissen aber, dass er Zimmermann war und stets den Willen Gottes tat. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Josef ein sehr aktiver Mensch war, der alles für Maria und Josef tat. Ohne viele Worte hat er sehr viel geleistet. Diese Tugend braucht es in unserer heutigen Kirche. Menschen, die viel Gutes leisten, ohne darüber zu reden. Die letzte Tugend, die es braucht, ist ein unerschütterlicher Optimismus, der aus einem tiefen Glauben stammt. Der Heilige Josef war mehrfach in schwierigen Situationen, hat aber den Mut nicht aufgegeben, sondern darauf gehofft, dass Gott die Heilige Familie errettet. Auch wir brauchen in der Kirche wieder mehr Mut und den Glauben, dass Gott seine Kirche leitet und alles zum Guten führt. Es gibt zu viele Schwarzmaler heute in unserer Kirche.

Lassen Sie uns im März immer wieder den Heiligen Josef bitten, uns die Tugenden zu schenken, die wir brauchen, um die nötige Neuevangelisierung und den Triumph der Kirche zu ermöglichen. DR

NEWS: Heftige Kritik an Papst (Teil 2)

Mittwochs immer, wenn es die Gesundheit zulässt, bittet der Papst zur Generalaudienz. Morgens gegen neun Uhr kommt Franziskus auf den Petersplatz, leitet die Messe, spendet seinen Segen und spricht zu den vielen Tausend Gläubigen dann meist auch ein paar Sätze. Ein Routinetermin.

An diesem Mittwoch allerdings, auf den Tag genau elf Jahre nach seiner Wahl, wäre die Audienz für das Oberhaupt von immerhin mehr als 1,4 Milliarden Katholiken eine ausgezeichnete Gelegenheit, einige Dinge klarzustellen, die seit seinem Interview im Schweizer Fernsehen weltweit für Aufregung sorgen.

Insbesondere, an wen genau sein Ratschlag ging, nach jetzt schon mehr als zwei Jahren Krieg in der Ukraine mit vielen Zehntausend Toten die Weisse Fahne zu hissen. Galt das nur der Führung in Kiew, deren Armee offensichtlich massive Schwierigkeiten hat? Oder auch für den Angreifer im Kreml? Und auch, was die Weisse Fahne für ihn eigentlich bedeutet: ein Friedenszeichen einfach nur, zum Auftakt von Verhandlungen unter internationaler Vermittlung? Oder etwa doch die bedingungslose Kapitulation?

Verheerendes internationales Echo

Auf jeden Fall ist auch dem Vatikan inzwischen klar, welch verheerendes Echo das Interview zur Folge hatte. US-Präsident Joe Biden, Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz – sie alle machten, „bei allem Respekt vor dem Heiligen Vater“, ihre Missbilligung deutlich. In Deutschland nannte selbst der christdemokratische Partei- und Fraktionschef Friedrich Merz die Äusserungen „grundfalsch“. Am grössten ist der Ärger aber naturgemäss in der Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj liess den Apostolischen Nuntius in Kiew – praktisch der Botschafter des Vatikans – zum Rapport einbestellen.

Offensichtlich war dem 87-Jährigen und auch keinem in seiner Umgebung so recht bewusst, welche Folgen die eher dahingeplauderten Sätze haben könnten. Das Interview fand schon vor mehr als einem Monat statt, für eine Kultursendung, in der es eher grundsätzlich um die Bedeutung der Farbe Weiss gehen sollte – beispielsweise, warum der Papst weiss trägt. Dann jedoch liess sich Franziskus auch auf die Frage ein, ob die Ukraine nicht den Mut haben solle, die Weisse Fahne zu hissen, oder ob dies bedeute, dem Stärkeren Recht zu geben.

Franziskus schon länger unter Pro-Russland-Verdacht

Die Antwort war dann eher ein allgemeines Sinnieren, aber Franziskus sagte eben auch: „Das ist eine Frage der Sichtweise. Aber ich denke, dass derjenige stärker ist, der die Situation erkennt, der an das Volk denkt, der den Mut der weissen Fahne hat, zu verhandeln.“ An anderer Stelle fügte er später hinzu: „Verhandlungen sind niemals eine Kapitulation“, was weniger beachtet wurde. Viele sehen in dem Interview eine einseitige Parteinahme für Russland – was auch daran liegt, dass der Papst schon länger unter Verdacht steht, prorussisch zu sein.

Beispielsweise stellte Franziskus schon im Mai 2022 die Frage, ob die Nato mit ihrer Osterweiterung durch „Kläffen vor den Toren Russlands“ zum Kriegsbeginn beigetragen habe. Im vergangenen Sommer, nach vielen Kriegsverbrechen, fand er Grund zum Lob für das „grosse Russland“, was in der Ukraine enorm schlecht ankam. Für Papst-Kritiker in Kiew und anderswo passen die neuen Äusserungen also ins Bild. In den Vermittlungsbemühungen des Vatikans – namentlich des Sonderbeauftragten für die Ukraine, Kardinal Matteo Zuppi – sehen sie keinen grossen Sinn mehr.

„Ich bin Sünder und ich bin fehlbar“

Andere gehen mit Franziskus nicht so streng ins Gericht. Viele Vaticanisti – wie die professionellen Papst-Beobachter in Rom heissen – verweisen darauf, dass der Pontifex eben kein gelernter Diplomat sei, mit einer gewissen Eigenwilligkeit vieles anders mache als die Vorgänger und seinen Gedanken im Gespräch ganz gern freien Lauf lasse. Tatsächlich gibt Franziskus Interviews wie kaum ein Papst zuvor. Im Gespräch mit der „Zeit“ sagte er vor Jahren auch: „Ich bin Sünder und ich bin fehlbar.“ Andere erinnern daran, dass er der gebürtige Argentinier den grössten Teil seines Lebens weitab von Europa verbrachte und deshalb einen anderen Blick auf die Welt habe.

Hinter vorgehaltener Hand bringen manche auch sein Alter und die Gesundheit ins Spiel. Mit 87 Jahren ist Franziskus inzwischen der älteste Papst seit mehr als einem Jahrhundert. Zuletzt musste er – offiziell wegen einer langwierigen Erkältung – häufiger Termine absagen. Oft sitzt er im Rollstuhl, kürzlich war er wieder im Krankenhaus, manchmal ist er nur mit Mühe zu verstehen. Auf einer längeren Auslandsreise war er seit dem Sommer nicht mehr. Ob aus den Reisen für dieses Jahr – Belgien, Pazifik, seine Heimat Argentinien – etwas wird, ist ungewiss. In der Ukraine, auch eine mögliche Station, wäre er gerade wenig willkommen.

Ohnehin ist der Vatikan aktuell vor allem um Schadenbegrenzung bemüht. Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin – Nummer Zwei im Kirchenstaat – stellte in der Zeitung „Corriere della Sera“ (Dienstag) klar, gerechter und dauerhafter Frieden sei nur durch Anstrengungen beider Kriegsparteien möglich. Ob der Papst in der Generalaudienz an diesem Mittwoch selbst nochmals Stellung nehmen wird, dazu äusserte sich Parolin nicht. Aber wer, um Himmels willen, weiss das bei diesem Papst schon genau?

Quelle: Keystone-SDA

Theologiestunde: Synoptische Evangelien

Gesprochen von Luka

Schule der Theologie: Fastengesetz

Gesprochen von Luka

Erklärung der Liturgie: Teil 7

NEWS: Heftige Kritik an Papst Franziskus

Papst Franziskus I. ist wegen einer Aussage zum Ukrainekrieg in Teufels Küche geraten: Er hatte von der «weissen Fahne» geredet – das nimmt ihm die Ukraine übel.

Papst Franziskus hat zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine aufgerufen – und ist dabei voll in ein Fettnäpfchen getreten. «Wenn man sieht, dass man besiegt wird, dass die Dinge nicht gut laufen, muss man den Mut haben, zu verhandeln», sagte der Papst in einem am Samstag vom Schweizer Sender RSI veröffentlichten Interview. «Schämt euch nicht, zu verhandeln, bevor es noch schlimmer wird», fügte er hinzu.

Er sei der Ansicht, dass derjenige Stärke zeige, «der die Situation erkennt, der an das Volk denkt, der den Mut hat, die weisse Fahne zu hissen und zu verhandeln», sagte der Papst. Es gebe viele Akteure, die als Vermittler bereitstünden, darunter die Türkei.

Begriff falsch verstanden?

Das Bild der weissen Fahne, welche in Kriegen von Unterhändlern vor sich hergetragen wird, hatte der Journalist zuerst eingebracht, Franziskus nahm den Begriff aber dankbar auf. Häufig wird die weisse Fahne oder Flagge als Symbol für eine Kapitulation verwendet. Und genau das brachte die Menschen in der Ukraine auf die Palme. 

«Es erscheint merkwürdig, dass der Papst nicht zur Verteidigung der Ukraine aufruft, nicht Russland als Aggressor verurteilt, der Zehntausende Menschen tötet», schrieb der frühere Abgeordnete und Vizeinnenminister Anton Geraschtschenko auf X. «Wenn Papst Franziskus im Jahr 1940 leben würde, würde er Grossbritannien wahrscheinlich vorschlagen, sich zu ergeben, die Waffen vor Deutschland niederzulegen und mit Hitler zu verhandeln.»

Papst als «Kleingläubigen» bezeichnet

Olexander Scherba, der frühere ukrainische Botschafter in Österreich, nannte den Papst mit einem Bibelwort einen «Kleingläubigen». Offizielle Kiewer Stellen äußerten sich bisher nicht. Schon frühere Äusserungen des Pontifex hatten bei den Ukrainern das Gefühl geweckt, dass Franziskus mehr Verständnis für Russland aufbringt als für ihr angegriffenes Land.

«Wie wäre es, wenn man zum Ausgleich Putin ermutigt, den Mut zu haben, seine Armee aus der Ukraine abzuziehen? Dann würde sofort Frieden einkehren, ohne dass Verhandlungen nötig wären», schrieb Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski am Sonntag auf X. Auch aus Deutschland kam Kritik: «Unglaublich, das Oberhaupt der katholischen Kirche stellt sich auf die Seite des Aggressors», schrieb Kiesewetter im Internetdienst X. Der Papst liefere damit Russlands Präsident Wladimir Putin eine «Blaupause für weiteres Vorgehen», schrieb der CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter.

Vatikan-Sprecher Matteo Bruni erklärte später in einem von «Vatican News» veröffentlichten Statement, dass Franziskus von der «weissen Flagge» gesprochen habe, «um eine Einstellung der Feindseligkeiten zu bezeichnen, einen Waffenstillstand, der mit dem Mut zur Verhandlung erreicht wurde». Er wiederholte den Aufruf des Papstes zu einer «diplomatischen Lösung auf der Suche nach einem gerechten und anhaltenden Frieden» in der Ukraine.

Quelle: dpa

Fastenzeit: Lataeresonntag und Tagesevangelium

NEWS: Die christliche Gemeinde in Gaza durchlebt die schlimmste Zeit seit Ausbruch des Krieges

Die Telefonleitungen sind gekappt, und Anrufe über Online-Dienste werden ständig unterbrochen. Die Ordensschwester Nabila ist kaum zu verstehen: „…ziemlich…“, „…gut…“, „…Kirche… “, dann ist die Leitung wieder tot. So das geht schon seit einigen Wochen. Nur ab und zu kommen ein paar Textnachrichten an: „Uns geht es gut“. Wenn man aber nachfragt, wird deutlich, dass „gut“ bedeutet, dass sie am Leben sind. Denn es fehlt ihnen an allem.

Doch in den Nachrichten von Schwester Nabila scheinen zwischen den Zeilen immer Hoffnung und Dankbarkeit auf: „Das Wenige, das wir haben, verdanken wir der Gnade Gottes. Die Menschen draussen leiden noch mehr als wir, weil sie diesen Trost im Moment nicht haben.“

Selbst für Geld gibt es kaum etwas

Die christliche Gemeinde in Gaza durchlebt die schlimmste Zeit seit Ausbruch des Krieges. Ein anderer Projektpartner von «Kirche in Not (ACN)», zu dem die Telefonverbindung stabil ist, der aber aus Angst vor Repressalien lieber anonym bleiben möchte, sagt: „Unsere Leute leiden, jede Minute. Jedes Mal, wenn beide Seiten über einen Waffenstillstand sprechen, nimmt die Intensität der Militäroperationen zu.“ In den vergangenen zwei Wochen war das Viertel Al Zeyton, in dem sich die Pfarrei der Heiligen Familie befindet, von heftigen militärischen Zusammenstössen und von Beschuss betroffen. Auf dem Gelände der Pfarrei leben nach «Kirche in Not (ACN)» vorliegenden Informationen derzeit 128 Familien – insgesamt 512 Christen –, Katholiken und Orthodoxe, darunter 120 Kinder unter 18 Jahren, 60 von ihnen mit Behinderungen, sowie 84 Menschen über 65 Jahren.

Die Lebensmittelversorgung ist sehr, sehr eingeschränkt. „Das Problem hat nichts mit verfügbarem Bargeld zu tun“, erklärt dieselbe Quelle. „Es ist einfach so, dass die Lebensmittel knapp sind und es schwierig ist, sie irgendwo zu finden“. Und: „Die christliche Gemeinschaft ergreift jede Gelegenheit, um Trinkwasser und Lebensmittel zu sichern“, so der Projektpartner.

Grosse Herausforderungen für die Helferinnen und Helfer

Mit Hilfe von «Kirche in Not (ACN)» und anderen Organisationen ist das Lateinische Patriarchat in der Lage, zwei Mahlzeiten pro Woche und jeden zweiten Tag einen Laib Brot pro Person bereitzustellen. An den anderen Tagen muss die Gemeinde jedoch ebenfalls mit

diesen Vorräten auskommen oder versuchen, auf andere Weise Nahrung zu finden. „Die Menschen sind stundenlang unterwegs, um eine kleine Kiste mit Lebensmitteln zu bekommen, die am Ende nicht einmal für drei Personen reicht. Bei dieser erzwungenen Diät wird das Teilen zu einem Teil des täglichen Lebens und einer neuen christlichen Identität“, sagt der Projektpartner gegenüber «Kirche in Not (ACN)».

Kirche hilft pragmatisch

Die Wasserversorgung stellt derzeit eine grosse Herausforderung dar. Es gibt Probleme mit der Reinigung des Trinkwassers, während das Wasser für Toiletten und Sanitäranlagen verschmutzt ist. Die Gesundheitssituation ist besorgniserregend, mit Menschen, die aufgrund von Mangel an Gewicht verlieren und Kinder, die an einem Virus leiden, das Übelkeit und Durchfall verursacht. Es gibt ältere Menschen, die dringend medizinische Hilfe benötigen, aber derzeit nicht ins Krankenhaus gebracht werden können. Trotz allem gibt der Glaube der kleinen Gemeinde Hoffnung. In der Pfarrei werden neben religiösen Aktivitäten auch Treffen zur Trauma Heilung durch Gebet organisiert. Die Mitarbeiter des katholischen Thomas-von-Aquin-Zentrums, die nach der Bombardierung ihres Gebäudes im Pfarrgebiet tätig sind, leisten ebenfalls wichtige Arbeit. Der Priester und die Ordensschwestern, wie Schwester Nabila, setzen sich heldenhaft für die Menschen ein.

Obwohl sie erschöpft sind, fühlen sich die Kinder durch ihren Glauben gestärkt. Es ist ein aussergewöhnliches Osterfest, das die Gemeinde näher zum gekreuzigten Erlöser bringt.

Obwohl die Kommunikation mit Schwester Nabila sehr schwierig ist, gibt es eine Sache, die sie «Kirche in Not (ACN)».  immer wieder bittet, an alle weiterzugeben: „Betet für uns, betet für die gesamte Bevölkerung, damit dieser Krieg aufhört.“

Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» stellte für Nothilfe-Projekte in den vergangenen Monaten in Palästina und Israel rund CHF 700 000 zur Verfügung.

Quelle: Kirche in Not Schweiz

NEWS: Papst feiert Gründonnerstag im Gefängnis

Am 28. März, dem Gründonnerstag, wird Papst Franziskus um 16.00 Uhr das römische Frauengefängnis Rebibbia besuchen, um dort die Heilige Messe In Cœna Domini zu feiern und mit den Insassinnen und Mitarbeitern der Einrichtung zusammenzutreffen. Das teilte die Präfektur des Päpstlichen Hauses an diesem Mittwoch mit.

Auch in der zwölften Karwoche seines Pontifikats macht Papst Franziskus den Gründonnerstag unsichtbar. 2024 wird er an diesem Tag das Frauengefängnis Rebibbia von Rom besuchen und seine Bischofskirche und Diözese verwaist lassen. Dabei handelt es sich nicht um eine zufällige, sondern um eine programmatische Abwesenheit.

Das vatikanische Presseamt veröffentlichte gestern eine entsprechende Mitteilung der Präfektur des Päpstlichen Hauses:

„Am 28. März, dem Gründonnerstag, wird der Heilige Vater um 16.00 Uhr dem Frauengefängnis Rebibbia in Rom einen Privatbesuch abstatten, um die Heilige Messe in Coena Domini zu feiern und mit den Gefangenen und dem Personal der Einrichtung zusammenzutreffen.“

Erstmals wurde damit der Besuchsort etwas früher bekanntgegeben. Bisher geschah dies erst im letzten Augenblick. Beachtenswerter ist der ebenfalls neue Hinweis, daß es sich dabei um einen „Privatbesuch“ handeln wird, also so, wie Franziskus am 24. September 2023 überraschend dem römischen Palazzo Madama einen „Privatbesuch“ abstattete, um sich ohne Kreuzzeichen und ohne erkennbares Gebet am Sarg von Giorgio Napolitano, dem kommunistischen ehemaligen italienischen Staatspräsidenten, zu verabschieden.

Der einzige Tag im Jahr, doch Franziskus…

Der Gründonnerstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem den Bischöfen der katholischen Kirche vorgeschrieben ist, die heilige Liturgie in ihrer Bischofskirche mit ihrer Diözese – und daher für alle Gläubigen des Bistums zugänglich – zu zelebrieren. Die Missa in Coena Domini bildet den sichtbaren Auftakt zu den heiligsten Tagen der Christenheit, dem Triduum Paschale oder Triduum Sacrum, also den drei heiligen Tagen, die vom Letzten Abendmahl über den Kreuzestod bis zur Auferstehung reichen. Dieses Ostertriduum ist von einer immensen Bedeutungsdichte.

Als Bischof von Rom zelebriert der Papst die Gründonnerstagsliturgie also in seiner Bischofskirche, der Lateranbasilika, die nicht von ungefähr die „Mutter aller Kirchen“ genannt wird. So war es zumindest bis 2012, als Papst Benedikt XVI., sein letztes Ostertriduum als Kirchenoberhaupt feierte. Seit der Wahl von Franziskus ist die Gründonnerstagsliturgie des Papstes verschwunden. Franziskus macht sie systematisch unsichtbar. Nicht ein einziges Mal feierte er sie öffentlich und mit seiner Diözese, obwohl er mehr als jeder Vorgänger darauf pocht, „Bischof von Rom“ zu sein. Dieser Widerspruch ist dabei noch der unbedeutendste.

Bedeutend ist, daß am Gründonnerstag der Einsetzung des Allerheiligsten Altarsakraments durch Jesus Christus und untrennbar damit verbunden der Einsetzung des Weihepriestertums gedacht wird. Anders ausgedrückt: An diesem Tag setzte Jesus Christus die heilige Liturgie ein. Damit ist ebenso untrennbar die Bedeutung der Kirche als Sakralraum verbunden, insbesondere des Presbyteriums, für das gilt, was Gott in der ersten direkten Begegnung zu Moses sagte: „Der Ort, wo Du stehst, ist heiliger Boden“ (Ex 3,5).

Quelle: Vatican News, Katholisches.info

Nachrichtensendung vom 08.03.2024

Vatikan rügt Bischof Felix Gmür

Vatikan verurteilt Verfassung in Frankreich

Mittwochskolumne: Die Eucharistie lieben

Bern (novaradio.ch): Vor einigen Tagen habe ich auf «swiss-cath.ch» einen Artikel über einen ehemaligen Gläubigen einer Freikirche gelesen, der zur katholischen Kirche konvertiert ist. Als ausschlaggebenden Grund für seine Entscheidung gab er die Eucharistie an. Dieser Artikel hat mich einmal mehr in meiner Überzeugung gestärkt, dass das Zentrum des katholischen Lebens die Eucharistie darstellt. Unser Glaube, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, sich in Brot und Wein ganz hingibt, ist zentral für den Katholizismus. Wir glauben an einen Gott, der uns so sehr geliebt hat, dass er ans Kreuz für uns gestiegen ist. Wir glauben an einen Gott, der sich Tag für Tag – immer, wenn wir die Eucharistie feiern – für uns aufopfert.

Es ist unsere Aufgabe als Katholiken, unseren Mitbrüdern und Mitschwestern die Wichtigkeit der Feier der Heiligen Messe aufzuzeigen. Ausser bei Krankheit oder anderen Notfällen gibt es keinen Grund, die sonntägliche Messe zu versäumen. Was könnte wichtiger sein, als bei diesem unblutigen Opfer, das Jesus Christus für uns bringt und aus dem alle Gnaden strömen, jeden Sonntag (oder Samstagabend) dabei zu sein? Viele verstehen das Wort Sonntagspflicht als einengend und als eine Art Freiheitsberaubung, da unsere zur Verfügung stehende Zeit beansprucht wird. Dies ist jedoch eine völlig falsche Interpretation. Wenn wir diesem heiligen Geheimnis fernbleiben, verpassen wir das Wichtigste in unserem Leben. Das Leben ist voller wunderschöner Erlebnisse und Erfahrungen, aber das wichtigste Erlebnis und die wichtigste Erfahrung ist die Liebe Gottes. Es gibt keinen besseren Ort, diese Liebe zu erfahren, als in der Feier der Heiligen Eucharistie. Ich kann auch nur empfehlen, die Heilige Messe nicht nur am Samstagabend bzw. Sonntag zu besuchen, sondern auch während der Woche, falls die Zeit und Kraft dies erlaubt.

Ich möchte noch einen Punkt erwähnen, der mir sehr wichtig ist. Als Katholiken müssen wir missionarisch sein. Wir dürfen unseren Glauben nicht nur für uns behalten, sondern möglichst viele Menschen mit der Frohen Botschaft in Berührung bringen und sie damit begeistern. Daher dürfen wir nicht einfach nur «Konsumkatholiken» sein, die ihre Heilige Messe besuchen und sich sonst nicht um die Belange der Kirche kümmern. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass in möglichst vielen Pfarreien wieder die Eucharistie gefeiert wird und nicht durch andere Formen der Liturgie ersetzt wird, beispielsweise durch Wortgottesdienste. Vor allem im Bistum Basel wird die Eucharistie mehr und mehr an den Rand gedrängt. Es ist unsere Pflicht als Katholiken, der Feier der Heiligen Messe den Stellenwert zu geben, den sie verdient. Setzen wir uns daher innerkirchlich, gesellschaftlich und politisch ein, dass die Kirche authentisch ihren Glauben an die Heiligen Geheimnisse verkündet und praktiziert. Lieben wir die Eucharistie nicht nur mit Worten, sondern auch mit unseren Taten. Wie sagte es der Heilige Pater Pio so schön: « Eher könnte die Welt ohne die Sonne bestehen, als ohne das Heilige Messopfer.» DR

Im Gespräch mit: Interview mit röm.-katholischer Bischof, Kiro Stojanov aus Mazedonien

Auf Einladung von Kirche in Not Schweiz, besuchte Bischof Kiro Stojanov (von 28.02.2024 bis 03.03.2024) die Schweiz. Das kleine Bistum in Mazedonien braucht finanzielle Unterstützung.

Wir haben mit Bischof Stojanov, über die Situation der Kirche in Mazedonien, gesprochen.

Das ganze Interview können Sie hier hören:

Für weitere Informationen und Spenden, können Sie die folgende Links benützen:

kirche-in-not.ch/news/news-detail/nordmazedonien-kleine-kirche-grosse-aufgaben/

Spende | Kirche in Not (kirche-in-not.ch)

Fastenzeit: Fasten bei Urchristen

Liturgie: Teil 6

Dritter Fastensonntag

NEWS: Mazedonien: Kirche im Aufbau

In Kumanovo, der zweitgrössten Stadt Nordmazedoniens, bemüht sich eine kleine Kirchengemeinde trotz fehlender Ressourcen um ein eigenes Gotteshaus. Auch dem Bischof von Mazedonien, Kiro Stojanov, ist dies ein wichtiges Anliegen. Er ist noch bis 03.03.2024 zu Gast in der Schweiz, um über die Lage der katholischen Kirche Mazedoniens zu Informieren.

Kumanovo ist eine Stadt mit etwa 75 000 Einwohnern. In der gesamten Stadt leben heute gerade einmal 400 Katholiken. Die Anzahl der Gläubigen ist seit der Zeit des Kommunismus stark zurückgegangen. Früher trafen sie sich in einer kleinen Kapelle. Doch diese wurde von den Kommunisten kurz nach dem zweiten Weltkrieg zerstört. Der Staat beschlagnahmte damals zahlreiche kirchliche Besitztümer im ganzen Land.

Die Mazedonische Kirche leidet unter den Folgen des Kommunismus

Nach dem Abriss ihrer Kirche trafen sich die Gläubigen mit Genehmigung der Obrigkeit in einem kleinen Raum am Rande der Stadt. Doch auch dieser Gebetsort wurde den Gläubigen von der religionsfeindlichen Regierung genommen. Die Gemeindemitglieder in Kumanovo mussten aufhören gemeinsam zu beten, weil sie keinen Ort mehr hatten, an dem sie sich versammeln durften. Einige hielten aber am Glauben fest. Für den Empfang der Sakramente nahmen sie den 50km langen Weg nach Skopje auf sich. Die Folgen der kommunistischen Herrschaft sind in Mazedonien vielerorts noch immer spürbar. Der katholischen Bevölkerung Kumanovos fehlt bis heute ein angemessenes Gotteshaus.

Gottesdienste in einem feuchten Kellerraum

Der Raum, in dem sich Kumanovos Katholiken gegenwärtig treffen, befindet sich im Keller eines Hauses, das von aussen nicht an eine Kirche erinnert. Unten in der kleinen Kapelle ist die feuchte Luft ist deutlich zu spüren – Wasserflecken sind am Boden und den Wänden erkennbar. Jüngst drang nach anhaltenden Regenfällen Wasser durch die Aussenwände des Kellerraums, in dem die katholische Bevölkerung von Kumanovo ihre Gottesdienste feiert. Schimmel beginnt sich an den feuchten Wänden auszubreiten und die Gesundheit der Gläubigen zu gefährden. Maximal 60 Personen haben Platz, sich zum Gottesdienst zu versammeln. Das Haus, in dem sich die unterirdische Kapelle befindet, wurde von der Kirchengemeinde angemietet. Dass sie sich dies überhaupt leisten kann, verdankt sie einem Spender aus dem Ausland, der für sie die Miete des Hauses übernimmt. Auch die liebevoll bemalten Wände täuschen kaum darüber hinweg, dass der aktuelle Gebetsort mehr ein Provisorium darstellt als eine dauerhafte Lösung.

Der Traum von einer richtigen Kirche in der zweitgrössten Stadt Mazedoniens

«Eine neue Kirche ist bereits in Arbeit. Doch das Geld für die Fortsetzung der Bauarbeiten ist uns ausgegangen; gestiegene Preise für Baustoffe und Handwerker sowie der Mangel an finanziellen Ressourcen haben für einen Stillstand auf der Baustelle gesorgt», berichtet Anton, der Architekt, der neuen Kirche, von der gerade einmal das Kellergeschoss erkennbar ist. «Viele Arbeiter arbeiten gerade lieber im Ausland, wo die Inflation weniger stark zugeschlagen hat als in Mazedonien. Die verbliebenen Arbeiter haben ihre Preise stark erhöht», erklärt Anton. Er ist der Kreative Kopf hinter den Bauplänen für die neue Kirche, die in Kumanovo entstehen soll. 18 Meter hoch soll der Kirchturm später in die Höhe ragen. Die Spitze soll ein grosses Kreuz zieren. Im Untergeschoss der Kirche, dessen Form bereits an Fundament und Betonwänden erkennbar ist, soll sich einmal ein Begegnungsraum für die Gemeinde befinden. Bisher ist dieser allerdings alles andere als einladend.

Kirchenbaustelle wartet auf Unterstützer

Die Decke fehlt. Der Boden ist von Nägeln und Bauschutt bedeckt. Armierungseisen ragen in die Luft. Der Architekt würde zumindest den ersten Bauabschnitt gerne bald abschliessen. «Die Baustelle ist gefährlich und wir haben Angst, dass die Nachbarskinder auf die Idee kommen, auf der Baustelle zu spielen und sich verletzen», sagt der Architekt, der mit dem gegenwärtigen Projekt seinen ersten Kirchenneubau realisiert. Das an die Kirche anschliessende Pfarrhaus besitzt schon zwei Stockwerke. Es soll Pfarrer Tomasz den Priester der Gemeinde, sowie Gäste der Pfarrei beherbergen können und auch die Möglichkeit für pastorale Arbeit bieten.

Die Neue Kirche soll der Barmherzigkeit Gottes geweiht sein.

«Wir wollen die Barmherzigkeit Gottes zu den Menschen in Kumanovo bringen», erläutert Pfarrer Tomasz, der vor 10 Jahren aus dem katholischen Polen in die Nordmazedonische Diaspora kam, um der kleinen Kirche des Landes beizustehen. «Wir wollen als katholische Kirche in Kumanovo Präsenz zeigen und für die Menschen da sein. Die Menschen kommen mit ihren Sorgen und Nöten zu mir und fragen mich bei den kleineren und grösseren Problemen ihres Alltags um Rat. Als Priester ist man auf dem Balkan Mädchen für alles.» Mit dem Kirchenbau hofft der junge Priester den Menschen ihre Sehnsucht nach einem Ort für das gemeinsame Gebet gerecht werden zu können. «Viele Leute haben das Bedürfnis nach einer Kirche. Nordmazezedonien ist ein Multikulturelles und multireligiöses Land. Die Orthodoxen und die Muslime haben alle ihre Gebetshäuser und auch wir brauchen ein Gotteshaus. Es ist hier ist ein sehr belebtes Viertel, es gibt viele junge Familien mit Kindern. Als wir den Bauplatz segneten und Kirchenlieder sangen, öffneten sich die Fenster der angrenzenden Hochhäuser und Kinder fingen an zu klatschen. Das macht uns Hoffnung», erklärt Pfarrer Tomasz, «Aber nur wenn es Hilfe gibt, kann ein Raum entstehen, in dem unsere Kirche weiter wachsen kann».

Quelle: Kirche in Not Schweiz

FSSP: Audienz bei Papst Franziskus

Offizielles Kommuniqué der Priesterbruderschaft St. Petrus – Fribourg, 1. März 2024.

Am Donnerstag, den 29. Februar 2024, wurde P. Andrzej Komorowski, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Petrus, von Papst Franziskus in Privataudienz empfangen. Begleitet wurde er dabei von Pater Benoît Paul-Joseph, Distriktoberer der Bruderschaft in Frankreich, und Pater Vincent Ribeton, Regens des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad. Die Einladung erfolgte auf Anfrage der Petrusbruderschaft.

Bildquelle: Vatican Media

Das Treffen bot die Gelegenheit, dem Heiligen Vater für das Dekret vom 11. Februar 2022 zu danken, mit dem der Papst die besondere liturgische Stellung der Priesterbruderschaft St. Petrus bestätigt hatte. Dem Papst wurde aber auch von den Schwierigkeiten berichtet, die sich bei der Anwendung dieses Dekrets gezeigt hatten. Der Heilige Vater zeigte sich verständnisvoll und ermunterte die Priesterbruderschaft St. Petrus, durch ihr eigenes Charisma der kirchlichen Gemeinschaft immer mehr zu dienen. Pater Komorowski teilte dem Heiligen Vater außerdem mit, dass das Dekret von 2022 genau an dem Tag erlassen wurde, an dem sich die Petrusbruderschaft dem Unbefleckten Herzen Mariens weihte. Dieses Zusammentreffen der Ereignisse würdigte der Heilige Vater als ein Zeichen der göttlichen Vorsehung.

Quelle: fssp.org

Liturgie: Teil 5

Fastenzeit: Alles zum Thema Fastentuch

NEWS: Papst Franziskus, „Gender-Ideologie“ ist schlimmste Gefahr

Krieg? Klima? Hunger? Nein. Für Papst Franziskus kommt die Bedrohung aus einer ganz anderen Ecke.

Papst Franziskus hat «Gender-Ideologie» als schlimmste Gefahr der heutigen Zeit bezeichnet. Sie hebe die Unterschiede auf und mache alles gleich, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Audienz am Freitag. «Unterschiede aufzuheben bedeutet, die Menschlichkeit aufzuheben.» Mann und Frau stünden jedoch in einer fruchtbaren Spannung, sagte der Pontifex weiter.

Der 87-Jährige leidet nach Angaben des Vatikans seit einigen Tagen an einer «leichten Grippe». Er liess daher den Rest seiner Ansprache von einem Mitarbeiter vorlesen. «Ich bin immer noch erkältet und werde müde, wenn ich eine Zeit lang lese», sagte Franziskus. Die Gesundheit macht dem Papst seit einiger Zeit zunehmend zu schaffen. In den vergangenen Monaten hatte er auch mehrfach schon Probleme mit Entzündungen der Atemwege.

Quelle: MSN, dpa

Nachrichtensendung vom 01.03.2024

Kardinal Burke ruft 9ige Novene aus.

Empörung in Uruguay nach „Homo-Segnung“

FSSP: Einkehrtag u.v.m.

Einkehrtag

An der Schwelle zur Passionszeit ergeht eine herzliche Einladung, zum Einkehrtag nach Zürich zu kommen. Während die Erwachsenen den Vorträgen lauschen, dürfen die Kinder schöne Heimosterkerzen gestalten.

Sonntag, 17. März 2024, Pfarrsaal der Pfarrei Herz-Jesu, Schwamendingenstrasse 55, Zürich-Oerlikon. 14.30 Uhr Vortrag von P. Ramm: „SACERDOS ET HOSTIA – Das Priestertum Jesu“ Die Vorträge sollen zu einem tieferen Verständnis dessen führen, was der Heiland in seiner Passion für uns getan hat und was er uns im heiligen Messopfer schenkt. Abschluss mit einer feierlichen hl. Messe um 17.00 Uhr.

Für die Kinderbetreuung ist Voranmeldung nötig (mit Namen und Alter): p.ramm@fssp.ch

Pfingstwallfahrt von Paris nach Chartres

Zu Pfingsten werden es wieder viele Tausende sein, die in glaubensfroher Gemeinschaft den Pilgerweg von Paris nach Chartres unter die Füße nehmen. Möchten Sie nicht dabei sein? Es lohnt sich auf jeden Fall, zumindest ein wenig auf der Website zu stöbern: https://www.parischartres.info/

Venite! – Videte!

Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass ein Haus wie St. Pelagiberg Schwierigkeiten hat, genügend Pensionäre zu finden. Ich selbst hätte keinen Zweifel, dass es gut ist, hier und sonst nirgends die Tage des Alters zu verbringen. Wer immer sich für das ‚Kurhaus Marienburg‘ interessiert, wird kompetent und detailliert beraten. Gerne weise ich auf das Angebot hin, vom 4. – 13. März 2024 einen Gratisaufenthalt zu ‚buchen‘, um ganz unverbindlich hineinzuschnuppern und das Haus kennenzulernen. (Kontakt: 0041 71-433 11 66 / info@kurhaus-marienburg.ch)

Heiliges Land

Es ist absehbar, dass wir vom 21. April bis zum 5. Mai eine ganz besonders schöne Heilig-Land-Wallfahrt haben werden. Voraussichtlich wird nicht viel los sein. Zugleich wird sich das Land in seiner allerschönsten Frühlingspracht zeigen. Israel ist nicht gefährlicher als Hamburg, München oder Zürich. Gerne sende ich detaillierte Informationen. – Man müsste sich aber rasch entscheiden …

Exerzitien für Jugendliche und junge Erwachsene

Eine Frühjahrskur für die Seele? Es ist erhebend, in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten sich dem wirklich Wesentlichen zuzuwenden. Das tut gut!!! – Möchtest Du nicht in der Osterwoche nach Marienfried kommen?

Ich würde mich freuen, im ein oder anderen Punkt Ihr Interesse geweckt zu haben, und wünsche frohes Fasten!

P. Martin Ramm FSSP

NEWS: Römisch-katholischer Bischof aus Mazedonien kommt in die Schweiz

Kleine Kirche – Grosse Aufgaben
Die Katholische Kirche in Nordmazedonien

In Nordmazedonien leben Schätzungen zufolge 15.000 bis 20.000 Katholiken. Für sie ist Kiro Stojanov als Bischof verantwortlich. Er ist vom 28.02.2024 bis 03.03.2024 zu Gast in der Schweiz und gibt in verschiedenen Pfarreien Zeugnis über die Situation der kleinen katholischen Minderheit in seiner Heimat und informiert darüber, was die Kirche dort für die Gesellschaft leistet.

Bischof Kiro Stojanov aus Nordmazedonien kommt in die Schweiz! (youtube.com)

«Ich möchte den Menschen in der Schweiz über die Geschichte der katholischen Kirche Mazedoniens* berichten, wie sich unsere Kirche heute entwickelt und warum sie in unserer Gesellschaft gebraucht wird, auch wenn wir zahlenmässig nur einen kleinen Anteil ausmachen», erklärt Bischof Stojanov. In Nordmazedonien leben Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften friedlich zusammen: Etwa zwei Drittel der 2,1 Millionen Einwohner des Landes sind orthodoxe Christen, ein Drittel sind Muslime. Die Katholiken machen weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

Bischof zweier katholischer Riten
Die kleine katholische Minderheit teilt sich zwischen denen des byzantinischen und des lateinischen Ritus auf. Bischof Kiro Stojanov ist für beide verantwortlich. Er ist gleichzeitig Oberhaupt für die Katholiken der Mazedonischen Griechisch-katholischen Kirche der Eparchie Mariä Verkündigung Strumica-Skopje und der Katholiken des römischen Ritus im Bistum Skopje. «Die lateinische Diözese Skopje ist uralt. Die Eparchie hingegen gibt es erst seit 2018», erklärt Bischof Stojanov. Zuvor gab es für die Gläubigen des byzantinischen Ritus eine Diözese, die sich über das gesamte ehemalige Jugoslawien erstreckte. «Zwischen beiden Riten gibt es ein gutes Miteinander. Die Priester, Schwestern und Gläubigen leben gut zusammen», stellt Bischof Stojanov fest. «Dass es im Land zwei Riten gibt, hat auch zur Folge, dass die Feiertage zu unterschiedlichen Zeitpunkten gefeiert werden, da beide unterschiedliche Kalender benutzen. Ich bin es gewohnt zweimal Weihnachten und zweimal Ostern zu feiern», erklärt der Bischof. «Dass die Feiertage an verschiedenen Terminen gefeiert werden, hat den Vorteil, dass ich in den Pfarreien gut aushelfen kann».

Die Kirche ist ein Zeichen in der Gesellschaft Nordmazedoniens
Obwohl, sie eine kleine Minderheit darstellt, nimmt die katholische Kirche in Nordmazedonien eine wichtige gesellschaftliche Rolle ein. Sie ist sehr engagiert in Bildungs- und Sozialprojekten. «Wir haben die Caritas, die wichtige Arbeit leistet. Es gibt zwei Bildungszentren, ein Zentrum für Behinderte Kinder. Und Radio Maria sendet in Strumica ein wertvolles Programm, das nicht nur von Katholiken gerne gehört wird. Die Kirche ist ein Zeichen in der Gesellschaft! Unsere Jugendlichen sind eng mit der Kirche verbunden und unsere Kirchen sind gut besucht. Der Glaube spielt eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen», berichtet Bischof Stojanov. «Für uns ist wichtig, dass der Glaube weitergegeben wird, dass es guten Religionsunterricht gibt. Es ist uns ein Anliegen, dass die jungen Leute eine solide christliche Bildung erhalten und dass wir, obwohl wir eine Minderheit sind, ein Zeichen für das Christentum sind.»

Herausforderungen für die kleine Kirche Mazedoniens
Doch die Situation in Nordmazedonien gestaltet sich für die kleine katholische Kirche nicht immer einfach. «Unsere Probleme sind materielle Probleme», beklagt der Bischof. «Wenn wir etwas organisieren, ist es immer problematisch, weil alles mit Kosten verbunden ist. Die steigenden Preise stellen unsere kleine Kirche vor grosse Herausforderungen. Weil wir nur wenige Gläubige sind, spüren wir das stärker als andere.» Ein weiteres Problem sei laut dem Bischof, dass junge Familien häufig nach Westeuropa auswandern. «Auch wenn die Gläubigen bei uns sehr engagiert sind, merkt man besonders in kleinen Pfarreien sofort, wenn engagierte junge Familien fehlen, denn unsere Kirche lebt von der Freiwilligenarbeit.»

Kirchenvertreter arbeiten ohne festes Gehalt
«Keiner unserer Priester hat ein festes Monatsgehalt. Wir leben nur von Messtipendien», berichtet der Bischof. Messstipendien sind Spenden, die Priester dafür erhalten, dass sie eine Heilige Messe im Anliegen eines Wohltäters feiern. «Auch die Ordensschwestern in Mazedonien haben kein Gehalt. Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» unterstützt die Ordensschwestern in Mazedonien mit Existenzbeihilfe. Diese Hilfe, die

unsere sie erhalten, ist wichtig, denn die Schwestern helfen überall, wo es ihnen möglich ist», so der Bischof. Die Schwestern unterstützen die Arbeit der Pfarreien, sie kümmern sich um notleidende Menschen, darunter auch Waisenkinder.

Unterstützung für die Kirche in Mazedonien

«Ohne die Zuwendungen der Hilfswerke wäre es für uns sehr schwierig. Wir sind sehr dankbar für die Hilfe der Wohltäter von «Kirche in Not (ACN)». Wir brauchen Ihre Unterstützung für unsere Arbeit, für unsere Bildungszentren und pastorale Entwicklungen. Auch Renovierungs- oder Bauprojekte wären ohne Unterstützung von aussen nicht möglich», bemerkt der Bischof. «Im Moment möchten wir in einer Pfarrei in Kumanovo eine Kirche bauen. Die Gläubigen in der zweitgrössten Stadt unseres Landes müssen bisher im Keller eines Hauses Gottesdienst feiern.» Die Bauarbeiten für eine neue Kirche haben zwar bereits begonnen, doch kann die Diözese wegen der gestiegenen Preise, den Bau nicht fortsetzen. «Darum», erklärt der Bischof, «haben wir die Wohltäter von «Kirche in Not (ACN)» um Unterstützung gebeten».

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Dienst der Kirche in Nordmazedonien, die sich trotz bescheidener finanzieller Mittel engagiert für Bedürftige und junge Menschen einsetzt.

Zeitplan

Datum Zeit Ort
Mittwoch, 28.02.2024  19.00hKillwangen AG, Bruder Klaus Hl. Messe, Anschliessend kurzer Vortrag und Gespräch im Pfarreisaal

Donnerstag, 29.02.2024  09.30h   19.00hMuttenz BL, Johannes Maria VianneyHl. Messe, Anschliessend Austausch bei Kaffeeim Pfarreisaal

Neuendorf SO, Maria Heimsuchung
Hl. Messe

Freitag, 01.03.2024  09.00h   19.00hEiken AG, St. Vinzenz
Hl. Messe

Solothurn SO
, Kirche Kloster Namen Jesu
Hl. Messe

Samstag, 02.03.2024  09.30h   17.00hBasel BS, St. Clara
Hl. Messe Arlesheim BL, Dom
Hl. Messe, Anschliessend Gespräch im Pfarreisaal

Sonntag, 03.03.2024  09.00h

10.30h


14.30h
Gunzgen SO, St. Katharina
Hl. Messe Kappel SO, St. BarbaraHl. Messe Solothurn SO, St. Marien
Hl. Messe in Kroatischer Sprache

Bischof Kiro Stojanov, Nordmazedonien,

zu Gast in der Schweiz vom 28.02.-03.03.2024

Quelle: Kirche in Not Schweiz, novaradio.ch

Mittwochskolumne: Herz-Jesu-Freitag

Bern (novaradio.ch): Für mich geht es in der Fastenzeit nicht darum, möglichst aussergewöhnliche Dinge zu leisten, sondern mich bewusster der Frage zu widmen, wie ich Gott und den Mitmenschen dienen kann. Bei den Gebeten und Andachtsübungen macht es für mich auch mehr Sinn, Gebete zu praktizieren, die mir auch sonst im Verlaufe des Jahres wichtig sind, anstatt mit neuen Gebetsübungen zu starten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass nach der Fastenzeit das religiöse Leben bei Null anfängt und ich auf meinem Glaubensweg nichts mitnehmen kann, was mir im normalen Alltag hilft. Daher geht es mir persönlich eher um eine Intensivierung als um das Ausprobieren neuer Praktiken. Deshalb widme ich diese Kolumne einer Andachtsübung, die mir sehr viel bedeutet. An diesem Freitag begehen wir einerseits den Weltgebetstag und andererseits den Herz-Jesu-Freitag. Beide Anlässe sind sehr wichtig, wobei ich heute speziell den Herz-Jesu-Freitag erwähnen möchte, der immer am ersten Freitag im Monat gefeiert wird.

Wenn wir eine wahre Umkehr hin zu Gott schaffen wollen, dann benötigen wir hierfür das feste Vertrauen in die Liebe Gottes zu uns. Sich in das Herz Jesu zu vertiefen, gibt uns dieses Vertrauen. Das Herz Jesu ist voller Liebe und Erbarmen zu uns Menschen und wir dürfen sicher sein, dass Gott auch den grössten Sünder liebt. Wir müssen uns die Szene am Kreuz vorstellen: Das Herz Jesu, das Herz Gottes wird durchbohrt für unsere Sünden. Welche andere Religion glaubt daran, dass der Herrscher der ganzen Schöpfung sich so erniedrigt, um am Kreuz für uns zu sterben und sein Herz durchbohren zu lassen? Hier wird eine radikale Liebe zum Menschen gezeigt, die jede Vernunft übersteigt. Es gibt heute viele Menschen, die in der Fastenzeit nicht den Mut fassen, ihr Leben ändern zu wollen. Sie glauben nicht daran, dass Gott ihnen vergibt und sie einen Neuanfang wagen können. Ich bin überzeugt, dass die Andacht zum Allerheiligsten Herzen Jesu auch dem grössten Zweifler hilft, an Gottes Vergebung und Liebe zu glauben. Tausend Worte über Gottes Barmherzigkeit sind nicht so stark und eindrücklich wie das Bild der geöffneten Seite des Herrn. Es ist eine schöne Fügung, dass der Weltgebetstag und der Herz-Jesu-Freitag in der Fastenzeit zusammenfallen. Gebet erfordert Vertrauen. Auf das Herz Jesu zu blicken, stärkt unser Vertrauen und dadurch auch den Willen, sich stärker ins Gebet zu vertiefen. Versuchen Sie es und Sie werden sehen, wie viele Gnaden ein Mensch aus der Andacht zum Allerheiligsten Herzen Jesu schöpfen kann. DR

Schule der Theologie: Der heilige Geist (Teil 1)

Gelesen von Luka

Theologiestunde: Was wir über die Wiederkunft Jesu wissen

Die Wiederkunft Jesu, auch bekannt als Zweiter Advent oder Parusie, ist der Glaube, dass Jesus auf die Erde zurückkehren wird. Der Bibel zufolge hat Christus, bevor er in den Himmel auffuhr, seinen Jüngern versprochen, dass er wiederkommen wird. Seit Jahrhunderten warten die Gläubigen auf seine Rückkehr, aber wann wird Jesus wiederkommen und warum?

In dieser Galerie tauchen wir tief in die Bibel ein und bringen Ihnen die Antworten auf diese und viele andere Fragen. Klicken Sie weiter und finden Sie heraus, was wir über die Wiederkunft Jesu wissen.

Was ist die Wiederkunft?

Die Wiederkunft Jesu ist der Glaube, dass Christus wiederkommen wird, nachdem er nach der Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist.

Nach Johannes 14,1-3 sagte Jesus: „Euer Herz erschrecke nicht… In dem Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, werde ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr auch dort seid, wo ich bin.“

Woher wissen wir, dass Jesus wiederkommen wird?

Johannes 14,1-3 ist diesbezüglich ziemlich eindeutig: „Er kommt, weil er es versprochen hat.“

Warum kommt Jesus zurück?

Die Bibel erklärt dies in Johannes 5,25-29: „Er kommt wieder, um den Heilsplan zu vollenden, der unsere Auferstehung, unsere Gegenwart vor Gott und das ewige Leben mit ihm auf der neu geschaffenen Erde beinhaltet.“

Hebräer 9,28 gibt auch Aufschluss darüber, warum Jesus wiederkommen wird. „So wird Christus, der einmal geopfert wurde, um die Sünden vieler zu tragen, ein zweites Mal erscheinen, nicht um mit der Sünde abzurechnen, sondern um die zu retten, die auf ihn warten.“

Dies ist eine sehr häufige Frage, die auch die Jünger Jesus stellten. Aber es scheint, dass nur Gott die Antwort auf diese Frage kennt. In Markus 13,32 heißt es: „Von jenem Tag oder jener Stunde weiß niemand etwas, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.“

Jesus hat seinen Jüngern keinen Zeitrahmen genannt, aber er hat gesagt, dass er wiederkommen wird. Ob das morgen oder in tausend Jahren ist, weiß niemand so genau.

Seien Sie bereit für seine Rückkehr

Die Bibel sagt uns jedoch, dass wir uns darauf vorbereiten sollen, denn es kann jederzeit passieren. „Seid auf der Hut, wacht und betet; denn ihr wisst nicht, wann die Zeit kommt“ (Markus 13,33).

Der Gedanke der Bereitschaft wird auch in Matthäus 24,44 betont: „Darum sollt auch ihr bereit sein, denn der Sohn Gottes kommt zu einer Stunde, die ihr nicht erwartet.“

Jesus kommt bald

Es gibt jedoch in der Offenbarung 22,12 einen Hinweis darauf, dass Jesus bald wiederkommt. Es steht geschrieben: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden nach seinem Werk zu vergelten.“

Seien Sie geduldig

Jakobus 5,7-9 sagt uns: „Darum seid geduldig, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn.“

Warum ist es noch nicht geschehen?

Unsere Vorstellung von Zeit ist anders als die von Gott. „Bald“ im Sinne Gottes ist ein Begriff, den wir vielleicht nicht ganz verstehen. Die Bibel erklärt dies im 2. Petrusbrief 3,8-9.

Eine andere Auffassung von Zeit

„Aber, meine Lieben, vergesst das eine nicht: Bei dem Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr ist nicht träge an seiner Verheißung, wie manche meinen, sondern er ist langmütig gegen uns und will nicht, dass jemand umkommt, sondern dass alle zur Buße kommen“ (2. Petrusbrief 3,8-9).

Anzeichen für die bevorstehende Wiederkunft

Die Jünger Jesu fragten ihn nach den Zeichen seines Kommens. In Matthäus 24,3 heißt es: „Wann wird dies geschehen, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und des Endes des Zeitalters?“ Werfen wir einen Blick auf die in der Bibel erwähnten Zeichen.

Zeichen: falsche Messiasse

Matthäus 24,5 warnt davor. Dort steht: „Viele werden in meinem Namen kommen und sagen: ‚Ich bin der Messias‘, und sie werden viele verführen.“

Jesus warnte uns außerdem in Matthäus 24,24 vor falschen Messiassen: „Wenn euch nun jemand sagt: ‚Seht, hier ist der Messias!‘ oder ‚Hier drüben!‘, so glaubt ihm nicht. Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, um möglichst auch die Auserwählten in die Irre zu führen.“

Zeichen: falsche Propheten

Falsche Propheten werden in Matthäus 24,8 erwähnt: „Viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen.“

Zeichen: Kriege

Jesus warnte uns, dass Kriege und Konflikte vor seiner Wiederkunft zunehmen würden. In Matthäus 24,6-7 steht: „Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören, aber seht zu, dass ihr euch nicht erschreckt. Das muss geschehen, aber das Ende ist noch nicht gekommen. Es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich.“

Zeichen: Die Erde wird beben und die Menschen werden verhungern

Naturkatastrophen und massenhaftes menschliches Leid sind ein weiteres Zeichen, das in der Bibel erwähnt wird. „Es wird Hungersnöte und Erdbeben an verschiedenen Orten geben“ (Matthäus 24,7).

Zeichen: moralischer Verfall

Matthäus 24,12 warnt uns, dass die Menschen aufhören werden, sich zu kümmern. „Weil die Gesetzlosigkeit zunehmen wird, wird die Liebe vieler erkalten.“

Zeichen: Es wird dunkel

Die Bibel sagt uns, dass nach den Ereignissen, die der Ankunft Jesu vorausgehen, „die Sonne verfinstert werden wird und der Mond seinen Schein nicht abgeben wird; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden“ (Matthäus 24,29).

Wie werden wir wissen, wann Jesus wiederkommt?

Die Bibel sagt, dass es ein Zeichen am Himmel geben wird. In Matthäus 24,30 steht: „Dann wird das Zeichen des Menschensohns am Himmel erscheinen.“

Wer wird Jesus bei seiner zweiten Wiederkunft sehen?

Wird Jesus allen Menschen erscheinen? Nun, die Bibel sagt uns, dass „alle Völker der Erde wehklagen werden, wenn sie den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30).

Wie wird die Ankunft von Jesus aussehen?

Offenbarung 1,7 bestätigt, wie Jesus auf der Erde ankommen wird. „Seht, er kommt mit den Wolken, und alle Augen werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker auf Erden werden um ihn trauern. So wird es sein! Amen.“

In Matthäus 24,27 wird das Ereignis weiter beschrieben: „Das Licht kommt vom Osten und blitzt bis zum Westen, so wird auch die Ankunft des Menschensohns sein.“

Was werden wir hören?

Nach 1. Korinther 15,52 wird „die Posaune ertönen“ und die Wiederkunft ankündigen.

Auch in 1. Thessalonicher 4,16 ist von einem Posaunenschall die Rede, der die Herabkunft Jesu vom Himmel „mit einem Jauchzen, mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes“ beschreibt.

Auch die Menschen werden gehört

Der Bibel zufolge werden Menschen aus allen Teilen der Welt ihr Erstaunen ausdrücken und die Ankunft Jesu preisen. In Römer 14,11 heißt es: „Jedes Knie wird sich vor mir beugen, und jede Zunge wird Gott loben.“

Was wird passieren?

Die Bibel sagt uns, dass diejenigen, die den Lehren Jesu gefolgt sind, gerettet werden, auch wenn sie bereits tot sind. Diejenigen aber, die Böses getan haben, werden gerichtet werden. In Johannes 5,28-29 heißt es: „Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die, die Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“

Quelle: Bibelinfo, novaradio.ch

Pax Vobis: Pokrivanje kriza i veliki tjedan

Citaju: Drazenka Pavlic, Vera Novakovic i Pero Martinic

Fastenzeit: Zweiter Fastensonntag

Das Tagesevangelium und die Botschaft dazu.

NEWS: BEJAHT FIDUCIA SUPPLICANS HÄRESIE?

Von Gerhard Kardinal Müller
Enthält die jüngste Erklärung des Vatikans Fiducia Supplicans Lehren, die dem göttlichen und katholischen Glauben widersprechen? Das Dikasterium für die Glaubenslehre (DDF) hat sich mit dieser Frage in einer Pressemitteilung vom 4. Januar befasst und damit auf die Besorgnis vieler Bischöfe und ganzer Bischofskonferenzen reagiert. Die Pressemitteilung verteidigt die Orthodoxie der Fiducia Supplicans, indem sie sie zitiert und argumentiert, dass die Erklärung die Lehre der katholischen Kirche über Ehe und Sexualität nicht ändere und nichts Häretisches aussage. Sie argumentiert, dass es bei Fiducia Supplicans nicht um die Lehre, sondern um praktische Fragen geht und dass sie einfach an unterschiedliche Kontexte und Empfindlichkeiten angepasst werden muss.

Aber ist das auch so einfach? In Wirklichkeit ist die Kritik der besorgten Bischöfe nicht, dass die Erklärung ausdrücklich die kirchliche Lehre über Ehe und Sexualität leugnet. Die Kritik lautet vielmehr, dass sie durch die Zulassung der Segnung von Paaren, die außerehelichen Sex haben, insbesondere von gleichgeschlechtlichen Paaren, die katholische Lehre in der Praxis, wenn auch nicht in Worten, leugnet. Die Kritik stützt sich auf ein solides traditionelles Prinzip: lex orandi, lex credendi – das Prinzip, dass die Art und Weise, wie die Kirche betet, das widerspiegelt, was die Kirche glaubt. Im Katechismus heißt es: „Wenn die Kirche die Sakramente feiert, bekennt sie den Glauben, den sie von den Aposteln empfangen hat.“

Es gibt in der Tat katholische Praktiken, die nicht geändert werden können, ohne die katholische Lehre abzulehnen. Denken wir zum Beispiel an das, was das Konzil von Trient die Substanz der Sakramente nennt, das heißt an jene Elemente der Sakramente, die von Christus selbst eingesetzt wurden. Eine Änderung, die diese Substanz betrifft, selbst wenn es sich um eine praktische Änderung handelt, wäre eine Ablehnung der katholischen Lehre. Wenn zum Beispiel jemand die katholische Lehre über die Taufe in Worten bejahen würde, dann aber die Nichtgetauften zur Eucharistie zuließe, würde er die katholische Lehre ablehnen. Der heilige Thomas sagte, dass solche Widersprüche „Falschheit in den sakramentalen Zeichen“ hervorriefen.

Die Frage ist also, ob die Annahme der „pastoralen“ und nicht-liturgischen „Segnungen“, die von den Fiducia Supplicans für Paare in irregulären Situationen vorgeschlagen werden, bedeutet, die katholische Lehre zu leugnen – nicht in ausdrücklicher Bekräftigung, sondern in der Praxis. Die Pressemitteilung der DDF beantwortet diese Frage nicht. Es ist daher erforderlich, sie im Einzelnen zu prüfen.

Zunächst müssen wir die Unterscheidung zwischen liturgischen Segnungen und rein pastoralen Segnungen betrachten, denn auf diese Unterscheidung stützt sich Fiducia SupplicansFiducia Supplicans argumentiert, dass diese neuen „pastoralen Segnungen“ für Paare in irregulären Situationen nicht liturgisch sind. Nun, diese Unterscheidung zwischen Segnungen ist eine Neuerung, die Fiducia Supplicans einführt, die nicht die geringste Grundlage in der Heiligen Schrift, den Heiligen Vätern oder dem Lehramt hat. Fiducia Supplicans behauptet, dass „pastorale Segnungen“ nicht liturgisch sind. Sie haben jedoch eine liturgische Struktur, wie in der Pressemitteilung der DDF (ein Gebet mit Kreuzzeichen) angeführt wird. Und auf jeden Fall wird das, was im Christentum liturgisch ist, nicht, wie in anderen Religionen, an Gegenständen, Gewändern oder Altären gemessen. Die Tatsache, dass es ein Priester ist, der Christus repräsentiert, der diesen »pastoralen Segen« erteilt, macht ihn zu einem liturgischen Akt, bei dem die Autorität Christi und der Kirche auf dem Spiel steht. Das Zweite Vatikanische Konzil betont die untrennbare Verbindung zwischen allen Handlungen des Priesters und der Liturgie (vgl. Presbyterorum ordinis).

Darüber hinaus impliziert jeder Segen, wie feierlich er auch sein mag, die Zustimmung zu dem, was gesegnet wird. Das ist es, was die beständige Tradition der Kirche, die sich auf die Heilige Schrift gründet, gelehrt hat. Tatsächlich ist das griechische Wort, das im Neuen Testament für „Segen“ verwendet wird, eulogein, was wie das lateinische benedicere wörtlich „sagen, dass etwas gut ist“ bedeutet. Darüber hinaus bedeutet in der Heiligen Schrift etwas zu segnen nicht nur, es für gut zu erklären, sondern zu sagen, dass es gut ist, weil es vom Schöpfer kommt. Segnungen gelten der Schöpfung Gottes, die er als sehr gut ansah, damit Gott selbst sie zur Reife und Fülle bringe. Aus diesem Grund kann ein Segen nicht über Beziehungen oder Situationen angerufen werden, die der Schöpfungsordnung widersprechen oder sie ablehnen, wie z.B. Verbindungen, die auf homosexuellen Praktiken beruhen und die der heilige Paulus als Folge der Verleugnung des Plans des Schöpfers ansieht (Röm 1,21-27). Dieses Bedürfnis, in Harmonie mit der Ordnung der Schöpfung zu sein, gilt für jede Art von Segen, unabhängig von ihrer Feierlichkeit.

Wir sollten beachten, dass die DDF implizit anerkennt, dass diese Segnungen (einschließlich der pastoralen Segnungen) das gutheißen, was gesegnet wird. Deshalb wird in der Pressemitteilung darauf geachtet, zwischen dem Segen des Paares und dem Segen der Verbindung zu unterscheiden. Wenn es wahr wäre, dass diese pastoralen Segnungen nichts legitimieren, gäbe es kein Problem, die Union pastoral zu segnen. Das Bemühen der DDF, klarzustellen, dass die Verbindung nicht gesegnet ist, verrät, dass die DDF die „pastorale Segnung“ als Billigung betrachtet und daher darauf besteht, dass es das Paar und nicht die Vereinigung ist, die gesegnet wird.

Angesichts der Unmöglichkeit, zwischen liturgischen und pastoralen Segnungen zu unterscheiden, muss man daher zu dem Schluss kommen, dass Fiducia Supplicans doktrinär problematisch ist, egal wie sehr sie die katholische Lehre in Worten bekräftigt. Man kann also nicht sagen, dass es sich um eine rein praktische Frage handelt, sondern dass sie von den Befindlichkeiten der verschiedenen Regionen abhängt. Wir haben es mit einem Thema zu tun, das sowohl das Naturrecht als auch die evangelikale Bejahung der Heiligkeit des Leibes berührt, die sich in Malawi nicht unterscheiden als in Deutschland.

Aber die DDF hat auch zwei andere Unterscheidungen verwendet, um nicht zuzugeben, dass Fiducia Supplicans die Billigung homosexueller Partnerschaften impliziert. Die erste Unterscheidung besteht zwischen dem Segen der Verbindung und dem Segen des Paares. Ist diese Unterscheidung möglich? In der Tat, wenn man das Paar als Paar segnet, d.h. als durch eine andere sexuelle Beziehung als die Ehe verbunden, dann billigt man diese Verbindung, da es die Verbindung ist, die sie als ein solches Paar ausmacht. Etwas anderes wäre es, wenn das Paar nicht als gleichgeschlechtliches Paar gesegnet würde, sondern zum Beispiel als Pilgerpaar, das sich einem Heiligtum nähert. Aber das ist nicht das, was Fiducia Supplicans meint, und deshalb spricht es von der Segnung von Paaren in einer irregulären Situation, einschließlich gleichgeschlechtlicher Paare.

Betrachten wir nun eine zweite Unterscheidung: Könnte man sagen, dass das, was gesegnet ist, nicht das Paar ist, das durch die sexuelle Beziehung verbunden ist, sondern das Paar, das durch andere Aspekte seines Lebens verbunden ist, zum Beispiel durch die Hilfe, die es sich gegenseitig während einer Krankheit leistet? Diese Unterscheidung ändert nichts an der Tatsache, dass das Paar als ein Paar gesegnet ist, das durch außereheliche sexuelle Beziehungen verbunden ist. Denn was das Paar als solches ausmacht, ist die sexuelle Beziehung, die sie verbindet. Die anderen Aspekte ihres Lebens als Paar sind nicht das, was sie als Paar ausmacht, und all diese Aspekte schaffen es auch nicht, den sexuellen Lebensstil auszugleichen, der sie zu einem Paar macht, wie das Responsum 2021 der Kongregation für die Glaubenslehre bereits bekräftigt hat.

Als Kardinal Víctor Manuel Fernández, Präfekt der DDF, darüber sprach, wie diese Segnungen erteilt werden können, deutete er an, dass es nicht darum gehe, das Paar zu segnen. Er schlug zum Beispiel vor, dass das Kreuzzeichen auf jeder Person gemacht werden sollte, nicht auf dem Paar. Der Kardinal wollte jedoch nicht klarstellen, dass das Paar nicht gesegnet werden kann, und akzeptierte weiterhin Zeichen – wie das gemeinsame Gebet über die beiden Personen –, die in den Augen der Kirche der Existenz des Paares als Gut für die vereinten Personen Legitimität verleihen. Der Kardinal hat sich auch geweigert, bestimmte Segnungen zu verurteilen, wie z.B. den, den Pater James Martin öffentlich gegeben hat und die eindeutig an das Paar gerichtet sind.

In letzter Zeit haben wir eine neue semantische Veränderung in den offiziellen Erklärungen von Fiducia Supplicans festgestellt. Sie sprechen nicht mehr davon, „Paaren“ den Segen zu geben, sondern „Personen“ und fügen hinzu, dass es sich um Personen handelt, die „zusammen“ sind. Nun, zwei Menschen zusammen zu segnen, die gerade wegen der homosexuellen Beziehung, die sie verbindet, zusammen sind, ist nichts anderes, als die Verbindung zu segnen. Ganz gleich, wie oft man wiederholt, dass man die Vereinigung nicht segnet, ist es genau das, was man durch die Objektivität des Ritus, der vollzogen wird, tut.

Nachdem wir festgestellt haben, dass die grundlegende Frage doktrinär ist, wie sollen wir dann den Irrtum der Fiducia Supplicans beschreiben? Ist das Ketzerei?

Betrachten wir die klassische Lehre über die verschiedenen Gegenstände der lehramtlichen Lehre und über das Festhalten des Gläubigen an ihr. Diese Lehre ist im Motu proprio Ad tuendam fidem von Johannes Paul II. enthalten, das drei „Paragraphen“ des Glaubensbekenntnisses enthält, das bei der Übernahme verschiedener kirchlicher Ämter abgelegt wurde. Der erste Absatz bezieht sich auf die Wahrheiten, die in der Offenbarung enthalten sind; Die Leugnung dieser Wahrheiten stellt Ketzerei dar. Der zweite Absatz bezieht sich auf Wahrheiten, die zwar nicht in der Offenbarung enthalten sind, aber eng mit ihr verbunden und für die Bewahrung des offenbarten Depositums notwendig sind. Das sind Wahrheiten, die aufgrund ihres historischen oder logischen Zusammenhangs mit den geoffenbarten Wahrheiten akzeptiert und fest und endgültig festgehalten werden müssen. Diejenigen, die solche Wahrheiten leugnen, stehen im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche, auch wenn ihre Behauptungen an sich nicht als häretisch angesehen werden können. Der dritte Absatz des Glaubensbekenntnisses bezieht sich auf die Wahrheiten, die vom ordentlichen Lehramt gelehrt werden und denen die religiöse Zustimmung des Geistes und des Willens gegeben werden muss.

Wie trifft das auf unseren Fall zu? Die Behauptung, dass homosexuelle Handlungen gegen das Gesetz Gottes verstoßen, ist eine offenbarte Wahrheit; sie zu leugnen, würde gegen den ersten Absatz des Glaubensbekenntnisses verstoßen und wäre ketzerisch. Diese Verleugnung findet sich nicht bei Fiducia Supplicans. Es wäre auch ketzerisch, einen Ehesegen für gleichgeschlechtliche Paare anzunehmen. Dies ist auch bei Fiducia Supplicans nicht zu finden. Fiducia Supplicans scheint also nicht gegen den ersten Absatz zu verstoßen. Wie ordnen wir dann seine Behauptung ein, dass sexuelle Verbindungen außerhalb der Ehe mit einem nichtehelichen Segen gesegnet werden können? Selbst wenn man argumentieren würde, dass diese Aussage in der Offenbarung nicht ausdrücklich zurückgewiesen wird, verstößt diese Behauptung zumindest gegen den zweiten Absatz des Glaubensbekenntnisses, denn, wie wir gesehen haben, bedeutet die Segnung dieser Personen als gleichgeschlechtliche Paare, ihre Lebensgemeinschaften anzuerkennen, auch wenn sie nicht mit der Ehe gleichgesetzt werden. Es handelt sich also um eine Lehre, die der Lehre der katholischen Kirche widerspricht, da ihre Annahme, auch wenn sie nicht direkt häretisch ist, logischerweise zur Häresie führt.

Aus all diesen Gründen muss die Fiducia Supplicans als doktrinär problematisch angesehen werden, denn sie enthält eine Verleugnung der katholischen Lehre. Aus diesem Grund ist es auch aus pastoraler Sicht problematisch. In der Tat nähert sich ein guter Seelsorger jedem Menschen in Schwierigkeiten als Lehrer der Gebote Gottes, empfiehlt ihn dem Gebet Gottes und führt ihn im Falle einer schweren Sünde zur Buße, zur Beichte und zur Erneuerung des Lebens durch Vergebung in der sakramentalen Absolution. Was er in der Seelsorge für Katholiken in irregulären sexuellen Beziehungen niemals tun wird, ist, Analogien zwischen dem Segen Gottes für die Ehe von Mann und Frau und einem sogenannten nicht-liturgischen Segen für Personen in sündigen Beziehungen zu ziehen. Welchen pastoralen Grund gibt es, wenn zwei Personen in einer irregulären Situation leben, die Personen gemeinsam und nicht als Individuen zu segnen? Warum sollten diese Menschen gemeinsam gesegnet werden wollen, wenn nicht, weil sie Gottes Zustimmung zu ihrer Verbindung wünschen? Sie gemeinsam zu segnen bedeutet also, sie in ihrer Sünde zu bestärken und sie so Gott zu entfremden.

Auch der Grundsatz, dass wir alle Sünder sind und dass daher kein Unterschied zwischen einigen Sündern und anderen gemacht werden kann, geziemt sich nicht für einen guten Hirten. Die Heilige Schrift unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Sünde, wie wir im Johannesevangelium lesen: „Alles Unrecht ist Sünde, aber es gibt Sünde, die nicht tödlich ist“ (1. Johannes 5,17). Die Lehre der Kirche, die sich auf die Heilige Schrift stützt, unterscheidet zwischen lässlichen Sünden (die nicht unbedingt die sakramentale Absolution erfordern, um vergeben zu werden) und Todsünden (die es erfordern). Es unterscheidet auch die Sünden, die öffentlich sind, von denen, die es nicht sind, sowie die Sünder, die hartnäckig auf ihren Sünden beharren, von den Sündern, die offen für die Buße sind. Diese Unterscheidungen sind wichtig, nicht um Menschen zu verurteilen, sondern um ihnen Heilung anzubieten. Ebenso muss ein guter Arzt für verschiedene Fälle unterschiedliche Diagnosen stellen, denn nicht jede Krankheit kann auf die gleiche Weise behandelt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die DDF, solange sie die Fiducia Supplicans nicht korrigiert, indem sie klarstellt, dass der Segen nicht dem Ehepaar gegeben werden kann, sondern nur jeder Person einzeln, Aussagen billigt, die mindestens dem zweiten Absatz des Glaubensbekenntnisses widersprechen – das heißt, sie billigt Aussagen, die der Lehre der katholischen Kirche widersprechen. die, ohne an sich ketzerisch zu sein, zur Ketzerei führen. Das bedeutet, daß diese pastoralen Segnungen für irreguläre Lebensgemeinschaften von den katholischen Gläubigen nicht angenommen werden können, insbesondere nicht von denen, die mit der Übernahme eines kirchlichen Amtes das Glaubensbekenntnis und den Eid der Treue abgelegt haben, die vor allem zur Bewahrung des Glaubensguts in seiner Gesamtheit aufrufen.

Diese Weigerung, Fiducia Supplicans anzunehmen, die öffentlich zum Ausdruck gebracht werden kann, soweit es das Gemeinwohl der Kirche betrifft, bedeutet nicht, dass es dem Heiligen Vater an Respekt mangelt, der den Text der Fiducia Supplicans unterzeichnet hat; Im Gegenteil. Denn der Dienst am Heiligen Vater gebührt ihm gerade insofern, als er der Garant für die Kontinuität der katholischen Lehre ist, und dieser Dienst wird vor allem dadurch gewürdigt, dass er die schweren Mängel der Fiducia Supplicans aufdeckt.

Kurz gesagt, die Ausübung des Lehramtes kann sich nicht darauf beschränken, dogmatisch richtige Informationen über die »Wahrheit des Evangeliums« (Gal 2,14) zu geben. Paulus wandte sich offen und ohne Zögern gegen die zweideutige Ausübung des Primats durch Petrus, seinen Bruder im Apostolat, weil dieser durch sein falsches Verhalten den wahren Glauben und das Heil der Gläubigen gefährdete, nicht gerade im Hinblick auf das dogmatische Bekenntnis des christlichen Glaubens, sondern in Bezug auf die Praxis des christlichen Lebens.

Gerhard Kardinal Müller ist ehemaliger Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.

Quelle: First Things

Nachrichtensendung 23.02.2024

Birgit Weiler für Frauenpriester

Skandalöse Fastentücher

Mittwochskolumne: Kathedra Petri

Bern (novaradio.ch): Am 22. Februar feiert die Kirche Kathedra Petri. An diesem Fest gedenkt die Kirche der Übernahme des Römischen Bischofsstuhls und damit der Leitung der Weltkirche und des Lehramts durch den Nachfolger des Apostels Petrus. Dieses Fest erinnert uns daran, dass wir nicht Einzelkämpfer sind auf dem Weg des Glaubens, sondern in einer Gemeinschaft mit über einer Milliarde anderer Menschen sind, die ebenfalls der Katholischen Kirche angehören. Das sichtbare Zeichen dieser Einheit ist der Bischof von Rom, der Papst. Ich möchte kurz einige Gedanken niederschreiben, die der Frage nachgehen, was es benötigt, dass eine Gemeinschaft, die sich als Einheit sieht, funktioniert.

Zuerst möchte ich hier die wichtige Tugend Demut nennen. Es erstaunt mich manchmal, wie gewisse Laien, Priester und Bischöfe das Gefühl haben, sie seien anderen Teilen der Weltkirche intellektuell und moralisch überlegen. Wenn in einer Gemeinschaft jemand sich als überlegen sieht, gefährdet er die Gemeinschaft, da er seine Person wichtiger als das Kollektiv erachtet. Wenn beispielsweise Schweizer Bischöfe sich nicht an die Vorgaben der Weltkirche halten, dann führen sie ihre Gläubige in einen Gewissenskonflikt, da die Gläubigen sich entscheiden müssen zwischen dem Lehramt und der Praxis der Ortskirche. Dies führt zu unnötigen Spannungen und Spaltungen in der Gemeinschaft. Besonders tragisch ist es, wenn die Reformen, die durchgeführt werden sollen und von denen die hiesigen Bischöfe glauben, sie seien fruchtbringend, seit Jahren zu einer Entleerung der Kirche führen. In diesem Fall stehen die Reformen nicht nur im Widerspruch zum Lehramt, sondern auch noch zur Realität.

Eine weitere Tugend ist die Objektivität. Oft interessiert Katholiken ein spezielles Thema im Glauben. Beispielsweise sind einige Christen Verehrer eines Heiligen oder eines speziellen Wallfahrtsortes. Teilweise können es auch Privatoffenbarungen sein, die für das Leben eines einzelnen Gläubigen grosse Bedeutung haben. Solange man hier nicht fanatisch ist und einsieht, dass man hier vielleicht eine subjektive Sichtweise hat, stellt dies kein Problem dar. Zur Zerreisprobe einer Gemeinschaft wird es, wenn die Gläubigen andere Katholiken krampfhaft überzeugen wollen, dass nur ihre Spiritualität die richtige ist. Ein Katholik wird, solange es nicht die Dogmen der Kirche betrifft, tolerant sein müssen, um die Einheit zu wahren. Tolerant bedeutet hier nicht, dass er gleichgültig sein soll, sondern dass er akzeptieren muss, dass das religiöse Leben eines anderen Katholiken andere Akzente setzen darf, solange es nicht die zentralen Glaubenssätze der Kirche betrifft.

Die letzte wichtige Tugend ist die Grossherzigkeit. Ein Katholik muss ein grosses Herz für seine Mitmenschen haben und stets versuchen, nachsichtig zu sein gegenüber den Fehlern und Sünden seiner Mitchristen. Jesus verlangt von uns, unseren Mitmenschen ihre Sünden zu verzeihen, damit der himmlische Vater unsere Sünden verzeiht. Wenn wir grossherzig sind, können wir eine Gemeinschaft aufbauen, in der jeder Mensch Platz hat, um im Glauben zu wachsen.

Lassen Sie uns dieses Fest Kathedra Petri würdig feiern und arbeiten wir alle daran, die Einheit durch unsere Tugenden zu stärken und weiter wachsen zu lassen. DR

NEWS: Freimaurer im Vatikan

Charles Theodor Murr ist ein katholischer Priester, der in Rom in engem Kontakt mit Kardinal Edouard Gagnon* (1918–2007) arbeitete. Eine wertvolle Rekonstruktion der Untersuchung der vatikanischen Kurie, die Paul VI. dem kanadischen Kardinal anvertraute, bietet uns Murr in seiner kürzlich im Verlag Fede & Cultura erschienenen italienischen Ausgabe seines Buches: „Murder in the 33rd Degree: The Gagnon Investigation into Vatican Freemasonry“, Independently published, 2022 (Titel der ital. Ausgabe: „Massoneria vaticana. Logge, denaro e poteri occulti nell’inchiesta Gagnon“, „Freimaurerei im Vatikan. Logen, Geld und okkulte Mächte in der Gagnon-Untersuchung“, Verona 2023, S. 218, Euro 20). Eine deutsche Ausgabe fehlt noch. 

Der Bericht des amerikanischen Priesters entfaltet sich in fünfzehn Kapiteln, die denkwürdigen Begegnungen und Dialogen zwischen den Protagonisten entsprechen: Neben Erzbischof Gagnon sind dies Don Mario Marini, Bischof Giovanni Benelli und die drei Päpste, die im Jahr 1978 aufeinander folgten, dem Jahr des turbulenten Übergangs vom Pontifikat Pauls VI. zu dem von Johannes Paul II. mit dem kurzen einmonatigen Interregnum von Johannes Paul I.

Zwischen 1972 und 1974 hatten zwei bedeutende Kardinäle, Dino Staffa und Silvio Oddi, bei Paul VI. wiederholt Kardinal Sebastiano Baggio, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, und Msgr. Annibale Bugnini, Sekretär der Kongregation für den Gottesdienst, beschuldigt, aktive Freimaurer zu sein. Die Infiltration der Freimaurerei in die Zentralregierung der Kirche schien umfassender zu sein, als man es sich hätte vorstellen können.

Auf Vorschlag von Kardinal Benelli beauftragte Paul VI. Msgr. Gagnon mit einer Untersuchung der Römischen Kurie, der sich dieser mit der ihm eigenen Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit widmete. Am 16. Mai 1978 kam es zu einem denkwürdigen Treffen zwischen Paul VI., den der Tod von Aldo Moro schwer betrübte, und Msgr. Gagnon, der ihm das Ergebnis seiner Untersuchung der Römischen Kurie übergab und ihn auf den Ernst der Lage hinwies. Der Papst, müde und leidend, bat Gagnon, die Papiere zu bewahren und sie seinem Nachfolger zu übergeben. Den weiteren Verlauf schildert Murr in einem Zeugnis, das Prof. Roberto de Mattei in seiner Einleitung wie folgt beurteilt: 

„Was sein Buch fesselnd macht, ist nicht nur der angenehme und fesselnde Erzählstil, sondern auch die genaue Beschreibung der Charaktere und vor allem die beunruhigende Geschichte, nämlich die Untersuchung der Freimaurerei im Vatikan, die von einem aufrechten Prälaten durchgeführt wurde. Ich habe einige der in Don Murrs Buch beschriebenen Fakten und Personen gekannt und kann die absolute historische Genauigkeit der Ereignisse, deren Zeuge er war, bestätigen. Sein Buch ist nicht nur eine Erinnerung, sondern ein wertvoller historischer Beitrag zum besseren Verständnis einer komplexen Realität wie der der römischen Kurie.“

Der kanadische Sulpizianer P. Édouard Gagnon, promovierter Kanonist, war 1969 von Papst Paul VI. zum Bischof von St. Paul in Alberta ernannt, aber schon drei Jahre später für höhere Aufgaben an die Römische Kurie berufen worden. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn zum ersten Vorsitzenden des neuerrichteten Päpstlichen Rats für die Familie und kreierte ihn 1985 zum Kardinal. 1987 unternahm er Visitationsreisen zu den Priesterseminaren der Priesterbruderschaft St. Pius X. und bemühte sich bis an sein Lebensende als Vermittler zwischen dieser und dem Heiligen Stuhl.

Quelle: Katholisches.info

Liturgie: Geschichte, Gestaltung und Entwicklung der Liturgie

Fastenzeit: Speise

Botschaft zum ersten Fastensonntag

Opus Dei: Der Weg Teil 14

Liturgie: Teil 3

Nachrichtensendung vom 16.02.2024

Franzosen werden konservativer

Milei will Abtreibung verbieten

Alles zum Thema Fastenzeit

U.a. Jugendsendungen (Luka und Ivan), Interview mit Don Nerio Medici

Fastenzeit 2024: Durch die Wüste führt Gott uns zur Freiheit | Franziskus (vatican.va)

FSSP: 40 Tage für den Herrn

Schon im vergangenen Jahr haben unsere Seminaristen aus Wigratzbad mit großem Einsatz eine Reihe von geistlichen Beiträgen gestaltet, um die Gläubigen durch die Fastenzeit zu begleiten.

Nun geht das segensreiche Projekt in die zweite Runde: https://petrusbruderschaft.de/pages/themen/bruderschaft/quadracast-2024.php

Vielleicht möchten auch Sie davon profitieren?

Außerdem:
– Für die Ignatianischen Exerzitien vom 19. – 24. Februar in St. Pelagiberg sind noch wenige Plätze frei.
– Für die Exerzitien für Jugendliche und junge Erwachsene in der Osterwoche in Marienfried darf ebenfalls noch geworben werden.

– Für die Heilig-Land-Wallfahrt vom 21. April – 5. Mai sind weitere Mitpilger willkommen.

Gerne gebe ich weitere Informationen: p.ramm@fssp.ch

Ich wünsche einen gesegneten Aschermittwoch und frohes Fasten!

P. Martin Ramm FSSP

Opus Dei: Fastenzeit

Anläßlich des Beginns der Fastenzeit am Aschermittwoch, werden hier einige Auszüge aus der Homilie des hl. Josefmaria „Die Bekehrung der Kinder Gottes“ wiedergegeben.
Die Fastenzeit hat begonnen, eine Zeit der Buße, der Läuterung, der Umkehr. Leicht ist diese Aufgabe nicht. Christsein ist kein bequemer Weg: Es ist nicht damit getan, der Kirche anzugehören und dann einfach Jahr um Jahr verstreichen zu lassen. Die erste Bekehrung – ein einmaliger, unvergeßlicher Augenblick, in dem wir klar erkannt haben, was Gott von uns erwartet – ist in unserem Leben, im Leben des Christen, sehr wichtig; aber noch wichtiger und schwieriger sind alle anderen Bekehrungen, die der ersten folgen. Und um das Wirken der Gnade in diesen späteren Bekehrungen zu erleichtern, müssen wir die Seele jung erhalten, den Herrn anrufen, hellhörig sein, um Falsches in uns zu entdecken, und um Verzeihung bitten.
Christus Begegnen 57, 1 Wie könnten wir die Fastenzeit besser beginnen? Wir erneuern Glauben, Hoffnung und Liebe, und daraus erwächst die Bußgesinnung, das Verlangen nach Läuterung. Die Fastenzeit bietet uns nicht nur die Gelegenheit, mehr äußere Werke der Buße zu tun; bliebe es dabei, dann würde uns die tiefe Bedeutung dieser Zeit für das christliche Leben entgehen, denn diese äußeren Werke müssen, wie gesagt, aus dem Glauben, aus der Hoffnung und aus der Liebe entstehen.
Christus Begegnen 57, 4 Die Fastenzeit stellt uns heute vor diese entscheidenden Fragen: Wachse ich in meiner Treue zu Christus, in meinem Verlangen nach Heiligkeit? Lebe ich großzügig das Apostolat im Alltag, in meiner gewöhnlichen Arbeit, unter meinen Berufskollegen?
Christus Begegnen 58, 5 Wir müssen in dieser Fastenzeit mehr sehen als nur eine beliebige Zeitspanne, die im liturgischen Jahr regelmäßig wiederkehrt. Dieser Augenblick ist unwiederbringlich, er ist ein göttliches Hilfsangebot, das wir entgegennehmen müssen. Der Herr tritt an unsere Seite und erwartet von uns – hier und jetzt –, daß wir uns ernsthaft ändern.
Christus Begegnen 59, 4 Ecce nunc dies salutis, jetzt haben wir den Tag des Heiles vor uns. Der Ruf des Guten Hirten erreicht uns: ego vocavi te nomine tuo, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Und wir müssen antworten, Liebe mit Liebe vergeltend: ecce ego quia vocasti me : Du hast mich gerufen, hier bin ich, fest entschlossen, diese Fastenzeit nicht spurlos dahinfließen zu lassen wie Wasser über Granit. Ich will mich durchtränken lassen, mich bekehren, mich erneut dem Herrn zuwenden und Ihn lieben, wie Er geliebt werden will. Christus Begegnen 59, 8

Mittwochskolumne: Fastenzeit

Bern (novaradio.ch): Heute beginnt die Fastenzeit. Persönlich habe ich mir vorgenommen, meinen Kaffeekonsum einzuschränken und auf Alkohol, Fleisch und Süssigkeiten zu verzichten. Viele Menschen nehmen sich Vorsätze für die Fastenzeit. Oft steht nicht das Religiöse im Vordergrund, sondern der Wunsch, gesünder zu leben. Für den gläubigen Christen ist die körperliche Gesundheit, die durch das Fasten gefördert wird, sicherlich auch ein positiver Effekt. Aber der Hauptgrund, mit dem Fasten zu beginnen, ist der Wunsch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Der Lärm des Alltags lässt uns oft vergessen, wie schön unser katholischer Glaube ist und wie glücklich wir sein dürfen, Christen zu sein. Der Glaube an Jesus Christus verspricht uns, ein ewiges Leben bei Gott führen zu dürfen. Die Hauptquelle unseres Glücks dürfen daher nicht Essen, teure Autos oder schöne Ferien sein, sondern die Gewissheit, dass Jesus uns so sehr liebt, dass er für uns am Kreuz gestorben ist. Aus dieser Freude heraus müssen wir lernen, unser Leben zu gestalten. Das bedeutet nicht, dass es schlecht ist, wenn wir uns an materiellen Dingen erfreuen. Es bedeutet nur, dass dies nicht das Fundament unseres Lebensglücks sein kann. In der 40-tägigen Fastenzeit schenkt uns die Kirche daher die Chance, neu zu einem Leben in Fülle zu finden, wie Jesus uns dies im Evangelium verheisst. In der Fastenzeit sind wir nicht nur aufgerufen, auf Speisen zu verzichten, sondern auch vermehrt zu beten und aktiv Gutes zu tun. Durch einen häufigen Besuch der Heiligen Messe und durch das unermüdliche Gebet tauchen wir immer mehr in Liebe Gottes zu uns Menschen ein. Dieses Eintauchen ermöglicht uns, unsere Mitmenschen als Mitbrüder und Mitschwestern zu sehen und Taten der Nächstenliebe zu vollbringen. Der Unterschied zwischen einem christlichen Fasten und einem Gesundheitsfasten ist derjenige, dass der gläubige Christ sich bei seinem Fasten nicht aus dem Alltag verabschiedet und seinem Körper durch den Entzug gewisser Speisen Ruhe gönnt, sondern seine Energie darauf konzentriert, vermehrt Gott und seinen Mitmenschen zu dienen. Grundsätzlich wäre eine solche Haltung immer wünschenswert, jedoch sind wir alles schwache Menschen, die es nicht schaffen, stets die Gebote der christlichen Liebe zu erfüllen. Die Fastenzeit hilft uns jedoch, auch nach Ostern den Fokus auf Gott auszurichten und beizubehalten.

Der letzte wichtige Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die Beichte. Es ist wichtig, die Fastenzeit auch zu nutzen, um über sein eigenes Leben und die Fehler, die wir immer wieder machen, nachzudenken. Eine gelungene Fastenzeit beinhaltet auch eine Beichte, in der wir unsere Sünden bekennen und damit einen Neuanfang wagen. Das Beichtsakrament wird bei uns in der Schweiz sehr vernachlässigt, da viele Menschen meinen, sie hätten gar keine Sünden. Wir alles sind jedoch Sünder und wir alle bedürfen der Barmherzigkeit Gottes, die in der Beichte erfahrbar wird.

Ich wünsche Ihnen allen eine gelungene und segensreiche Fastenzeit. DR

Opus Dei: Unterwegs zur Hundertjahrfeier – Das Rahmendokument

Unterwegs zur Hundertjahrfeier.
Am 14. September hat der Vater die Gläubigen und Freunde des Opus Dei
zur Teilnahme an den Vorbereitungsarbeiten der Regionalversammlungen
eingeladen, deren Titel folgendermaßen lautet: Unterwegs zur
Hundertjahrfeier des Werkes. Das Charisma vertiefen und den Wunsch
auffrischen, uns für Gott, die Kirche und die Gesellschaft einzusetzen.1
Der sich nähernde Jahrestag lädt uns ein, uns zu fragen, wie wir uns den
Herausforderungen der gegenwärtigen Zeit vom Geist des Opus Dei her stellen.
Wir möchten das hundertjährige Bestehen des Werkes überall mit Blick in die
Zukunft feiern.
„Die Hundertjahrfeier“, hat uns der Vater geschrieben, „wird vom 2.
Oktober 2028 bis zum 14. Februar 2030 dauern, also bis zu dem Tag, an
dem die Arbeit des Opus Dei unter Frauen hundert Jahre lang bestanden
haben wird. Es wird also eine Feier mit zwei Daten sein, um die Einheit
zum Ausdruck zu bringen (…). Ich möchte, dass wir alle an der
Vorbereitung teilnehmen“ (Botschaft des Vaters, 10.6.2021). Für uns alle, die
wir dieser Familie des Werkes angehören, wird dies eine Gelegenheit sein, um
mit dem Licht des Glaubens und der göttlichen Gnade in zwei Wirklichkeiten
tiefer einzudringen: in die Größe der Liebe Gottes, der uns persönlich berufen
hat, und in die Schönheit der Sendung des Dienstes, den das Werk der Kirche
und der Gesellschaft leisten soll.
Diese Unterlage enthält einige Ideen, die zur Reflexion über das Jubiläum
inspirieren können, das die Tür zum zweiten Jahrhundert der Geschichte des
Opus Dei öffnet. Es soll uns alle zur Teilnahme anspornen, indem wir
Anregungen und Erfahrungen vorlegen, die dann in den regionalen
Arbeitswochen bearbeitet werden. Die Schlussfolgerungen dieser
Arbeitswochen werden die Leitlinie für die Vorbereitung des Jubiläums und

außerdem eine relevante Grundlage für den ordentlichen Generalkongress des
Jahres 2025 darstellen.
Mehr als um die Planung von Festveranstaltungen soll es bei der Vorbereitung
auf das Jahrhundertgedenken darum gehen, eine Dynamik der Vertiefung in
Gang zu setzen, die uns hilft, unseren Geist immer besser zu verstehen, zu
verkörpern und zu kommunizieren, im Dienst an der Kirche und allen
Männern und Frauen.
Die Hundertjahrfeier bietet uns vor allem eine neue Gelegenheit, das
Wesentliche unseres Lebens wiederzuentdecken: die Liebe Gottes zu jedem
einzelnen, der uns in seinem Sohn dazu beruft, durch die Gabe des Heiligen
Geistes seine Kinder zu sein. Der Vater hat uns vor einigen Jahren nochmals
daran erinnert: „Die Treue eines Christen ist eine dankbare Treue, denn
wir sind nicht einer Idee treu, sondern einer Person: Christus Jesus,
unserem Herrn, so dass jeder von uns sagen kann: ,Er hat mich geliebt und
sich für mich hingegeben‘ (Gal 2,20). Zu wissen, dass Gott uns persönlich
liebt, spornt uns mithilfe seiner Gnade zu einer treuen und beharrlichen
Liebe an. Zu einer Liebe, die voller Hoffnung auf das blickt, was Gott
durch das Leben einer jeden und eines jeden in der Kirche und in der Welt
vollbringen wird – bei all unserer Gebrechlichkeit (Botschaft des Vaters,
10.10.2017). Deshalb drängt uns die Vorbereitung auf dieses Datum dazu,
wahrhaft und täglich zunehmend beschauliche Seelen inmitten der Welt
zu sein.
Herausforderungen unserer Zeit
Dieser Jahrestag ist, wie auch der Vater gesagt hat, „ein günstige Gelegenheit,
um die Herausforderungen in den Blick zu nehmen, vor denen Kirche und
Gesellschaft stehen, und uns über unsere Möglichkeiten der Hilfestellung
Gedanken zu machen“ (ebd.). Der heilige Josefmaria hat uns eingeladen, „die
Welt leidenschaftlich zu lieben“. Er bezog sich auf die reale Welt, auf die Welt,
in der wir leben, mit ihren Möglichkeiten und Widersprüchen. Die Welt ist eine
lebendige Wirklichkeit, die sich weiterentwickelt und verändert. „Jede
Generation von Christen muss ihre eigene Zeit erlösen, muss sie heiligen“
(Christus begegnen, Nr. 132). Die Welt lieben setzt voraus, sie zu kennen und zu
verstehen. In diesen Sinn ermutigt uns das Jubiläum dazu, uns von der Lage
unserer Gesellschaften und unserer Zeit ein Bild zu machen, um sie mit dem
Licht des Evangeliums zu erhellen.

Das Charisma des Opus Dei entfaltet sich unter Bedingungen, die in vielerlei
Hinsicht nicht mehr dieselben sind wie vor hundert Jahren. „Die sich
verändernden historischen Umstände können – mit den Anpassungen, die sich
für das Gesellschaftssystem daraus ergeben – dazu führen, dass etwas, das zu
einem bestimmten Zeitpunkt gerecht und gut war, auch einmal aufhört,
gerecht und gut zu sein. Daher soll es bei euch stets Raum für konstruktive
Kritik geben, die dem starren und zerstörerischen Wirken der Trägheit den
Boden entzieht“ (Hl. Josefmaria, Brief 29, Nr. 18). Während sich die
Herausforderungen jeder Epoche ändern, erneuern sich die Generationen
derer, die den Geist des Opus Dei mit ihrem Leben verkörpern, so dass sie mit
der Kraft unserer ersten Brüder und Schwestern des Werkes aktuelle und
lebenspendende Antworten geben können.
Deshalb müssen wir uns über die gegenwärtige Situation von Arbeitswelt,
Familie, Beziehungen, Kultur, Gerechtigkeit und Frieden Gedanken machen,
die zu heiligen wir berufen sind; und auch über Themen, die in den
vergangenen Jahren besonders an Bedeutung gewonnen haben und unsere
Gesellschaften prägen oder die voraussichtlich in den kommenden
Jahrzehnten Relevanz gewinnen werden. Es geht darum, mit dem Blick eines
Kindes Gottes besser zu verstehen, wie diese Welt, die wir leidenschaftlich
lieben und für die wir uns einsetzen wollen, ist und was sie braucht; das heißt
also die zahlreichen guten Wirklichkeiten, von denen wir umgeben sind, zu
entdecken und zugleich die zahlreichen Aspekte zu sehen, die der
Menschenwürde nicht Genüge tun. Um es mit Worten des heiligen Josefmaria
zu sagen, geht es darum, sich zu fragen, wie wir für alles Gute aufnahmebereit
bleiben können, mit „einer positiven und offenen Haltung, angesichts des
aktuellen Wandels der gesellschaftlichen Strukturen und Lebensweisen” (Die
Spur des Sämanns, Nr. 428); oder wie wir, was dasselbe ist, unsere Wünsche
aktualisieren und vermehren, die Botschaft Christi in alle Kreise zu tragen, zu
den vielen Menschen, die es brauchen.
Schauen wir ebenso auf die gegenwärtigen Herausforderungen der Kirche, die
die unsrigen sind: die Säkularisierung und die Art der Verkündigung der Liebe
Gottes heute; die Rolle der Laien und der Familien bei der Evangelisierung; die
Dynamik von Tradition und Erneuerung; die Einheit und der Dialog; die
Implikationen der kirchlichen „communio“ usw. Das Charisma, das Gott dem
heiligen Josefmaria anvertraut hat, ist darauf gerichtet, „der Kirche zu dienen,
wie die Kirche will, dass ihr gedient werde“ (Worte des heiligen Josefmaria bei
der Eröffnung des Centro Elis, 21.11.1965). Wenn wir die Herausforderungen

der Kirche in jedem Land und in der Gesamtkirche gut kennen, wird sich
unsere Bereitschaft für diese Sendung erhöhen.
Die Gabe des Geistes wiederentdecken
In seiner Botschaft vom 10.6.2021 schlägt der Vater vor, dass dieses eine Zeit
der Reflexion über „unsere Identität, unsere Geschichte und unsere
Sendung“ sein soll, mit einer Zukunftsvision und dem Wunsch nach
persönlicher Erneuerung.
Der Beginn der Vorbereitung auf das Hundertjahrjubiläum fiel mit der
Veröffentlichung des Motu Proprio „Ad charisma tuendum“ zusammen, mit
dem der Heilige Vater uns aufmuntert, unseren Fokus auf die Gabe zu richten,
die Gott dem heiligen Josefmaria anvertraut hat, um sie in Fülle zu leben. Papst
Franziskus fordert uns auf, das Charisma des Opus Dei zu pflegen, „um das
evangelisierende Wirken seiner Mitglieder zu fördern“ und auf diese Weise
„den Ruf zur Heiligkeit in der Welt durch die Heiligung der Arbeit und der
familiären und gesellschaftlichen Aufgaben zu verbreiten“. Die Botschaft, die
der heilige Josefmaria dem Willen Gottes gemäß verbreiten sollte, besitzt eine
außergewöhnliche Anziehungskraft und einige Anwendungsmöglichkeiten, die
die Kreativität anregen.
Wenn wir überlegen, welche Texte uns bei dieser Reflexion zur Vorbereitung
der Arbeitswochen hilfreich sein könnten, werden uns viele Schriften des
heiligen Josefmaria in den Sinn kommen, die verschiedene Aspekte des
Charismas des Opus Dei entfalten. Unter vielen anderen Möglichkeiten werden
hier drei seiner Briefe empfohlen:
Als erstes der Brief 292, der geschrieben wurde, um verschiedene Aspekte der
Sendung der Gläubigen und Freunde des Werkes bei der Heiligung der Welt
und des ehelichen und familiären Lebens zu unterstreichen. Sein Inhalt stellt
einen Aufruf an alle Christen dar, mit Jesus Christus an der Erlösung
mitzuwirken, nicht gleichgültig zu bleiben, als Ferment in der Masse zu
wirken, Sauerteig zu sein, „der die Menschen vergöttlicht und sie, indem er
sie göttlich macht, zugleich wahrhaft menschlich macht“ (Nr. 7a).
Als zweites der Brief 63, der verschiedene Aspekte des Geistes des Opus Dei
behandelt. Der heilige Josefmaria reißt unterschiedliche Themen an, die durch
den roten Faden des Spezifischen des von ihm gelehrten Geistes, ihrer

Verwurzelung im Evangelium und ihrer Ausformung im Leben der ersten
Christen zusammengehalten werden.
Als drittes der Brief 44, in dem es um die Liebe bei der Weitergabe des
Glaubens geht. Der heilige Josefmaria erläutert, wie das Gespräch der
Glaubensverkündigung mit Männern und Frauen, die sich dem Glauben der
Kirche nähern wollen, sein soll und dabei Einfühlungsvermögen und die
Achtung der Gewissensfreiheit mit der Treue zum Glaubensgut in Einklang
gebracht werden.
Wenn wir einmal einen aufmerksamen Blick auf den Kontext, in dem wir
leben, geworfen und unsere Überlegungen mit den Menschen in unserem
Umkreis geteilt haben, werden wir sicher besser gerüstet sein, die
angemessensten Wege suchen, um mit unseren Worten und unserem Leben die
christliche Botschaft zu verkünden und den Geist des Opus Dei weiterzugeben.
Dieser stellt gerade wegen seiner säkularen Natur eine Brücke des Dialogs in
den Bereichen Arbeit, Familie, zwischenmenschliche Beziehungen, nahes
Umfeld, Wissenschaft, Kunst oder Politik dar; eine ausgestreckte Hand zur
Begegnung mit allen, die danach suchen, sich der Wahrheit zu nähern, die
Würde der Personen und der Schöpfung zu fördern, das Gute zu tun und
Schönes zu schaffen.
Angesichts komplexer Situationen und beschleunigter Veränderungen haben
die Worte des heiligen Augustinus auch heute ihre Gültigkeit: „Die Menschen
klagen darüber, dass die Zeiten böse sind. Hört auf mit dem Klagen. Bessert
euch selbst. Denn nicht die Zeiten sind böse, sondern unser Tun. Und wir sind
die Zeit“ (Sermo 8, 8). Daher ist die erste Erneuerung, die wir anstreben, die
eigene, die jedes einzelnen. Um die Welt Gott näherzubringen, bemühen wir
uns als erstes selbst um diese Nähe: beschaulich zu sein im Alltag.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
In der Hundertjahrfeier vereinen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft;
Dankbarkeit und Hoffnung, Bitte um Vergebung und um Gnade. Papst
Johannes Paul II. hat am Ende des Jubiläumsjahres 2000 dazu ermutigt,
dankbar auf die Vergangenheit zurückzuschauen, die Gegenwart mit
Begeisterung zu leben und sich voll Hoffnung der Zukunft zuzuwenden: „Duc
in altum“ (Apost. Schreiben Novo millennio ineunte, Nr. 1). Ebenso schlug
der selige Álvaro vor wichtigen Jahrestagen zu beten vor: „Danke, verzeih

mir, hilf mir mehr!“ Diese Worte können uns als Inspiration für die
Hundertjahrfeier dienen.
Es wird eine Zeit der Dankbarkeit sein: Anerkennung der Gabe Gottes, die das
Charisma des Werkes, das Leben unseres Gründers und die vielfachen Gnaden
bedeuten, die wir in diesen Jahren empfangen haben. Dankbarkeit allen
Menschen gegenüber, die sich eingesetzt haben, diesen Geist in ihrem
persönlichen Umfeld lebendig werden zu lassen. Und Dankbarkeit auch den
Personen und Institutionen gegenüber, die uns begleitet haben: Eltern und
Familien der Gläubigen des Werkes, Männer und Frauen, die mit dem heiligen
Josefmaria zusammengearbeitet haben, Katholiken und Nichtkatholiken, die
dem Opus Dei auf der ganzen Welt großzügig geholfen haben und dies
weiterhin tun. Wir möchten uns besonders auch all jener erinnern, die einen
Lebensabschnitt lang in diesen ersten hundert Jahren dieser Familie angehört
haben und mit welchen uns ein besonderes Band verbindet.
Wir danken, es wird aber auch eine Zeit des Um-Vergebung-Bittens sein: für
persönliche und kollektive Grenzen, für die Versäumnisse und den Schaden,
den jeder von uns verursacht hat. Die Erinnerung an die Vergangenheit
bedeutet eine Wiederentdeckung der Ursprünge und des Wesens des
Charismas, seiner Originalität und seines Wertes. Und auch ein vertieftes
Eindringen in die Geschichte, in Personen und konkrete Momente, mit ihren
Licht- und Schattenseiten: Die – persönliche wie institutionelle – Geschichte ist
Teil der Identität.
Schließlich wird es eine Zeit der Hoffnung sein, im Vertrauen in die Gnade und
in die Aktualität und Kraft des Charismas des Opus Dei, jetzt und in Zukunft die
komplexesten Wirklichkeiten zu erhellen. Wir vertrauen auf die Macht des
Heiligen Geistes, nicht auf unsere eigenen Kräfte. So bereiten wir uns auch auf
das Heilige Jahr 2025 vor, das erste des dritten Jahrtausends, das „Pilger der
Hoffnung“ zum Thema haben wird (Papst Franziskus, Brief an Msgr. R.
Fisichella zum Heiligen Jahr 2025, 11.2.2022).
Bei dieser Vertiefung in das Charisma gibt es eine individuelle Dimension, die
jedes Einzelnen, es gibt aber auch eine institutionelle Dimension, die jeder
einzelnen der so verschiedenartigen Initiativen, die die Mitglieder des
Opus Dei mit Gottes Gnade im Laufe der Jahrzehnte auf die Beine gestellt
haben. Wenn wir an diese Initiativen denken, ist der entscheidende Punkt der,
dass jede einzelne danach trachtet, treibende Kraft für einen bedeutsamen

christlichen Beitrag in ihrem Feld zu sein, sei dies nun Erziehung, Gesundheit,
Armut, Jugend, Familie, Kommunikation usw., und sich daher großherzig
entfaltet, um das Evangelium mit Weite und Tiefe zu verkünden. Jeder
einzelne, der an diesen Initiativen beteiligt ist, möge an ihren Ursprung
zurückdenken und überlegen, wie er den beruflichen und apostolischen
Träumen, die sie entstehen ließen, noch mehr Strahlkraft verleihen kann. Und
danach möge er mit neuem Schwung weitertun, die Richtung ändern, wenn
sich die ursprünglichen gesellschaftlichen Bedürfnisse geändert haben,
oder eine Etappe abschließen, was ihm erlaubt, eine neue zu beginnen,
die den gegenwärtigen Anforderungen der Kirche oder der Gesellschaft
besser entspricht.
Es geht um den Versuch, die eigene Identität und Geschichte zu erfassen,
transparent zu sein und sich zu bemühen, ein eigenes Narrativ zu finden. Zu
diesem Zweck wird es hilfreich sein, mit der Meinung von Angestellten,
ehemaligen Schülern, begünstigten Familien zu rechnen sowie mit Meinungen
aus dem Umfeld, in dem man agiert: die verschiedenen Auffassungen zu hören
und sich allen zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam auf die jeweiligen
örtlichen Bedürfnisse zu reagieren.
Unter den Notleidenden
Die Perspektive des Jahrestages eröffnet eine neue Möglichkeit, um, wie der
Vater schreibt, „die Liebe Gottes in unserem Leben dankbar zu erkennen
und sie unseren Mitmenschen, vor allem den Notleidenden, zu bringen“
(Botschaft, 10.6.2021).
Wir finden Christus im geoffenbarten Wort, in den Sakramenten und auch in
unseren Mitmenschen, besonders in den Armen. Papst Franziskus hat uns
auch darauf hingewiesen: „Wir sind aufgerufen, Christus in ihnen zu
entdecken, uns zu Wortführern ihrer Interessen zu machen, aber auch ihre
Freunde zu sein, sie anzuhören, sie zu verstehen und die geheimnisvolle
Weisheit anzunehmen, die Gott uns durch sie mitteilen will“ (Apost. Schreiben
Evangelii gaudium, Nr. 198). Der heilige Josefmaria erinnerte öfters daran,
dass er in den Armen und Kranken die Kraft fand, um das Opus Dei
voranzubringen, und dass er sich auf ihr Gebet stützte, das besonders
wertvoll ist.

Wie unsere Umstände auch sein mögen, es wird in unserem Umkreis immer
bedürftige Personen geben. Die Liebe, die uns zur Begegnung führt, steht in
innigem Zusammenhang mit der Anerkennung, dass ein jeder Gott und die
anderen braucht, und mit dem Verzicht auf das, was uns in unsere bloß
persönlichen Interessen einschließt. Die Armut erinnert uns daran, dass
unsere Schätze in Gott und in den zwischenmenschlichen Beziehungen liegen
und dass wir, wenn wir ein großzügiges und frohes Leben führen wollen, alle
wirklich von den materiellen Gütern losgelöst leben müssen im Heute einer
Konsumgesellschaft. Diese persönliche Erfahrung wird unseren Blick reinigen,
so dass wir den anderen entdecken, wie der heilige Josefmaria sagte: „Die
Armen – sagte unser Freund – sind mein bestes geistliches Buch und das
Hauptmotiv für meine Gebete. Ich leide mit ihnen, und ich leide mit Christus
wegen ihnen … Und weil ich mit ihm leide, wird mir klar, dass ich ihn liebe
und dass ich sie liebe” (Die Spur des Sämanns, Nr. 827).
Durch unsere berufliche Arbeit – durch unseren Alltag – können wir dazu
beitragen, die Liebe Gottes unter denen zu verbreiten, die es am meisten nötig
haben. Die Welt der Familie, der Arbeit und der gesellschaftlichen Netze
brauchen Zeugnisse der Zusammenarbeit, der gegenseitigen Unterstützung
und der Zurückhaltung zum Wohl der anderen, unserer Schwestern und
Brüder, gemäß einem säkulären Stil der Nachfolge Jesu. Unser Lebensstil sitzt
im Kern einer glaubwürdigen Evangelisierung.
Die beispiellose Entwicklung, die die Menschheit in den Bereichen der
Technologie, der Wirtschaft und der Kommunikation erreicht hat, bietet eine
Fülle von Ressourcen, die dazu dienen können, die Ungleichheiten zu
beseitigen und die Mängel zu beheben, denen wir begegnen: sei es an Nahrung,
Zuwendung, Wohnung, Arbeit, Erziehung, Rechten, Gesundheit oder Freiheit …
Wir nehmen diese Mängel als Vorenthaltung von etwas wahr, das der
Menschenwürde und der rechten Ordnung der Gesellschaft zu eigen ist. Diese
individuellen und gesellschaftlichen, globalen und komplexen
Herausforderungen verlangen nach einer neuen „Fantasie der Liebe“ (Apost.
SchreibenNovo millennio ineunte, Nr. 50), wie Papst Johannes Paul II. sagte, die
aus der Nähe zum Leidenden zur integralen Entfaltung der Person beiträgt und
so Ausdruck der persönlichen Fürsorge Gottes für jeden einzelnen ist.
Unser Gründer betonte, dass „ein Mensch oder eine Gesellschaft, die auf die
Bedrängnisse und Ungerechtigkeiten nicht reagieren und sich nicht bemühen,
sie zu lindern, nicht Mensch und nicht Gesellschaft nach dem Maß des

liebenden Herzens Christi“ sind (Christus begegnen, Nr. 167). Auch heute bietet
sich uns vor dem Horizont des Jahrhundertjubiläums„eine besondere
Gelegenheit, den Dienst an den Bedürftigen auf persönliche und kollektive
Weise neu zu beleben und uns seiner Bedeutung in der Botschaft des
heiligen Josefmaria bewusst zu werden“ (Vortrag des Prälaten des Opus Dei
auf der Tagung Be to Care, 29.9.2022). Dieser Vortrag des Vaters enthält
wertvolle Gedanken für das Nachdenken darüber, was eine „neue Fantasie der
Liebe“ mit sich bringt.
In diesen Jahren der Vorbereitung auf die Hundertjahrfeier müssen wir uns
nach der sozialen Dimension der christlichen Berufung fragen, nach der
Geltung und Reichweite der Soziallehre der Kirche, nach den Folgen, die sich
aus der Heiligung der Arbeit für den Aufbau einer menschlicheren und
christlicheren Gesellschaft ergeben. Wir können auch nachdenken über das
mögliche soziale Vermächtnis dieses Jubiläums, als greifbaren Ausdruck der
Dankbarkeit, die wir für die erhaltenen Gaben empfinden.
Gott macht alles neu (Offb 21, 5)
„Ihr, die jungen Leute, werdet eine wichtige Rolle spielen“, erklärte der
Vater in seiner Botschaft vom 10.6.2021. Sie sind es, die die Botschaft des
heiligen Josefmaria in die nächsten hundert Jahre hineintragen werden. „Alles
ist getan, und alles ist noch zu tun“, sagte der heilige Josefmaria gelegentlich.
Jugend ist nicht nur ein biologisches Faktum. Sie ist ein Merkmal, das über die
Zeit erhalten werden kann. „Darum werden wir nicht müde; wenn auch unser
äußerer Mensch aufgerieben wird, der innere wird Tag für Tag erneuert“ (2
Kor 4,16). Die Gnade Gottes verjüngt uns, wenn wir uns ihr öffnen. Gott
erneuert die Welt, alle Dinge, alle Bereiche – unter Mitwirkung der Christen,
die Botschafter seiner Barmherzigkeit sein wollen.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Opus Dei lud der heilige Josefmaria
ein zu „einer Erneuerung der Treue zum göttlichen Ruf, um inmitten der Welt
Säleute der Freude und des Friedens zu sein“ (Weihnachtsbrief 1952). Wenn
die Hundertjahrfeier jetzt näherrückt, werden wir die Schönheit des
Gründungscharismas wiederentdecken und es mit Treue, Kreativität und
Freude unter den aktuellen Umständen der Kirche und der Welt durchdenken,
leben und weitergeben können, und zwar sowohl persönlich als auch
institutionell. So antworten wir auf den Ruf von Papst Franziskus, der uns vom

Beginn seines Pontifikats an „zu einer neuen Etappe der Evangelisierung, die
von dieser Freude geprägt ist” (Apost. Schreiben Evangelii gaudium, Nr. 1),
eingeladen hat.
Wir vertrauen den Weg zum Hundertjahrjubiläum der heiligen Maria, der
Ursache unserer Freude, und dem heiligen Josef, dem Vorbild der Treue, an.
Rom, 18.12.2023
1 „Josefmaria Escrivá de Balaguer hat im Opus Dei die
Regionalversammlungen oder Arbeitswochen vorgesehen als Werkzeuge der
Reflexion, der Teilhabe und des Einander-Zuhörens unter den Mitgliedern des
Werkes. Von Anfang an hatten sie beratenden Charakter und dienten dazu,
jedem die Möglichkeit zu geben, die eigene Ansicht über Themen zu äußern,
die den Geist und die Formen der Ausbreitung des Opus Dei auf der ganzen
Welt betreffen“ (José Luis González Gullón, “Las semanas de trabajo en los años
fundacionales”, Studia et Documenta 17, 2023, S. 268).
2 Studia et Documenta n. 17 (2023): 279-351
(https://www.isje.org/setd/2023/SetD-17-2023-10-CANO.pdf).
3 Josemaría Escrivá de Balaguer, Cartas (II), Rialp (2022): Carta n. 6.
4 Josemaría Escrivá de Balaguer, Cartas (I), Rialp (2020): Carta n. 4
(https://opusdei.org/es-es/article/carta-caridad-san-josemaria/).

NEWS: Frauendiakonat schon beschlossen

Papst Franziskus empfing gestern die Teilnehmer der Vollversammlung des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in Audienz und kam dabei auf die „Frauenfrage“ zu sprechen. Bekanntlich ist das Engagement von Franziskus in dieser Frage deutlich geringer als für die Homo-Agenda. Vorhanden ist es aber schon.

Es gilt in Rom nach allen uns vorliegenden Informationen als beschlossene Sache, daß ein Frauendiakonat eingeführt wird. Die Aussage von Sr. Linda Pocher, als Quintessenz der jüngsten Sitzung des Kardinalsrates, Papst Franziskus unterstütze die Einführung des Frauendiakonats, ist nur der jüngste Beleg. Sr. Pocher war eine der drei Beraterinnen, die Anfang der Woche zwei Tage lang mit Franziskus und dem C9-Kardinalsrat über die „Frauenfrage“ sinnierten. 

Getüftelt wird nur mehr am „richtigen Zeitpunkt“ sowie an Präsentation und Tarnung, damit „alle zufriedengestellt“ werden, also Feministinnen und Konservative.

Die Feministinnen, indem sich in der Praxis ihr Traum vom Zugang zum Weihesakrament verwirklicht. Die Konservativen, indem man ihnen erklärt, daß das, was in der Praxis wie ein Zugang aussieht, in Wirklichkeit gar keiner sei.

Die Traditionalisten sind, laut Santa Marta, per definitionem „Indietristen“, weshalb auf sie keine Rücksicht genommen werden muß.

Konkreter: Man wird die Frage nach Sakrament und Amt herunterspielen und möglichst verstecken. Stattdessen wird alles Gewicht auf die Deutung gelegt, es werde sich bei den neuen Diakoninnen um Diakonissen wie Phöbe handeln, nämlich um „Dienerinnen“: „Ich empfehle euch unsere Schwester Phöbe, die Dienerin der Gemeinde von Kenchreä“ (Röm 16,1).

Die gänzlich verschiedene Bedeutung von Diakonin und Diakonisse wird man dabei so lange durcheinanderwirbeln, bis alle vor Schwindel taumeln, wie es schon bisher unter Franziskus der Fall war (siehe u. a. Neuer Versuch zur Einführung des Frauendiakonats). Wer auf die Notwendigkeit der Begriffsklärung hinweist, ist ein „Indietrist“ und „Heuchler“.

In diesem Kontext ist aufmerksam zu lesen, was Franziskus gestern den Mitgliedern des Gottesdienstdikasteriums sagte – und was nicht:

„Jede Reform der Kirche ist immer auch eine Frage der ehelichen Treue: Die Brautkirche wird immer schöner sein, je mehr sie Christus, den Bräutigam, liebt, bis hin zur völligen Zugehörigkeit zu ihm, bis hin zur völligen Gleichgestaltung mit ihm. Und dazu sage ich eine Sache über die Dienstämter der Frauen. Die Kirche ist Frau, die Kirche ist Mutter, die Kirche hat ihre Gestalt in Maria, und die Kirchenfrau, deren Gestalt Maria ist, ist mehr als Petrus, das heißt, sie ist etwas anderes. Man kann nicht alles auf das Amtliche reduzieren. Die Frau an sich hat ein sehr großes Symbol in der Kirche als Frau, ohne daß man es auf das Amt reduzieren kann. Deshalb habe ich gesagt, daß jeder Fall von Kirchenreform immer eine Frage der ehelichen Treue ist, weil sie eine Frau ist. Die Konzilsväter wußten, daß sie die Liturgie in den Mittelpunkt stellen mußten, weil sie der Ort schlechthin ist, an dem man dem lebendigen Christus begegnet. Der Heilige Geist, der die kostbare Gabe ist, die der Bräutigam selbst mit seinem Kreuz für die Braut bereitgestellt hat, ermöglicht jene actuosa participatio, die das Leben in der Taufe ständig belebt und erneuert.“

Der Faktor Zeit ist die größte Unbekannte im derzeitigen Pontifikat. Der richtige Zeitpunkt, jener, der die geringsten Widerstände verspricht, spielt für Franziskus eine wichtige Rolle. Man bedenke, wieviel Zeit vergangen ist, seit er Bischof Erwin Kräutler aufforderte, „Vorschläge“ für eine Reform des Priestertums zu liefern, konkret, die Beseitigung des priesterlichen Zölibats. Als es Anfang 2020 soweit war, schreckte Franziskus zurück. Jeden Augenblick kann sich alles, in die eine oder andere Richtung, ändern.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Geheimtreff von Prag

In Prag fand ein „geheimes Treffen“ hoher Prälaten statt, um über das jüngste Eindringen der Gender-Ideologie in die Kirche zu beraten. Das sorgt in Santa Marta für einige Unruhe.

Die Enthüllung erfolgte gestern durch Loup Besmond de Senneville, den Rom-Korrespondenten von La Croix, der Tageszeitung der französischen Bischöfe. Wenn die Öffentlichkeit von etwas noch nichts weiß, kann es entscheidend sein, wer sie informiert und wie sie informiert wird.

Besmond de Senneville beschrieb das Treffen ein wenig wie jene der Mafia von Sankt Gallen. Nur: In Prag trafen sich nicht progressive Geheimbündler und auch nicht jene, die das Treffen finanzierten, gehören jenen Zirkeln an. Im Gegenteil. Es soll also ein wenig der Eindruck erweckt werden, bei den Prager Beratungen handle es sich um eine Art Gegen-Mafia. Die Art der Enthüllung läßt jedenfalls erkennen, woher die Informationen kommen, und mehr noch, daß das Prager Treffen in Santa Marta für Unruhe sorgt.

Wahr ist: In Prag trafen sich im vergangenen September neun Kardinäle und elf Bischöfe, um über das Eindringen der Gender-Ideologie in die Kirche zu beraten. Zur Erinnerung: Mehrere Kardinäle hatten Papst Franziskus 2023 Dubia vorgelegt. Sie alle bezogen sich im weiteren oder engeren Sinn auf die Gender-Ideologie, entweder direkt auf das nachsynodale Schreiben Amoris laetitia oder auf das Arbeitsdokument und weitere Vorbereitungen zur Synodalitätssynode. Auch der ehemalige Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka OP hatte solche Dubia vorgelegt.

Die Finanzierung des Treffens hatte eine US-amerikanische katholische Denkfabrik übernommen, das Austin Institute for the Study of Family and Culture, das aus der Perspektive von Santa Marta dem „indietristischen“ Spektrum zuzurechnen ist. Treffpunkt war das Hotel Mozart in der Prager Altstadt nahe der Karlsbrücke. Das Thema der mehrtägigen Beratungen vom 26. bis 28. September lautete: „Gender-Ideologie, Wissenschaft und das Wesen der göttlichen Offenbarung“. Das Austin Institute lud auch die Referenten ein, darunter P. Robert Gahl, ein Opus-Dei-Priester und Professor in Harvard, der zum Thema: „Gender-Ideologie und Inkarnation: Heilung der anthropologischen Häresie“ sprach. Zu den Referenten gehörte auch Kardinal Willem Eijk, der anhand der „lesbischen Identität“ und „Gender-Studien über die Braut, Mutter und Tochter Gottes“ die „Bedrohung der Gender-Theorie für die Familie und die Verkündigung des christlichen Glaubens“ aufzeigte.

Die Unruhe in Rom hat damit zu tun, daß sich in Prag nicht die „üblichen Verdächtigen“ versammelten. Die Mehrzahl der Kardinäle stammte aus Asien: Patrick D’Rozario (Bangladesch), William Goh (Singapur), Virgilio Do Carmo da Silva (Osttimor) und Oswald Gracias (Indien). Letzterer vertritt Asien seit 2013 im C9-Kardinalsrat. Weitere anwesende Kardinäle waren Willem Eijk, Erzbischof von Utrecht und Primas der Niederlande, und Angelo Bagnasco, unter Papst Benedikt XVI. langjähriger Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, und Ignatius Kaigama, der Erzbischof von Abuja (Nigeria). Kardinal Dominik Duka, der emeritierte Erzbischof von Prag und Primas von Böhmen, wurde bereits erwähnt.

Zu den in Prag anwesenden Bischöfen gehörte auch Msgr. Salvatore Cordileone, der Erzbischof von San Francisco in den USA.

Von einem „Geheimtreffen“ kann keine Rede sein, da Kardinal Kaigama sogar auf seiner Facebook-Seite davon berichtete.

Die Begegnung fand unmittelbar vor Beginn der Synodalitätssynode in Rom statt, die auch der Grund für das Prager Treffen war. Die meisten Teilnehmer reisten anschließend nach Rom weiter, um an der Synode teilzunehmen.

Das Austin Institute for the Study of Family and Culture hatte bereits Ende 2022 ein ähnliches Treffen organisiert. Bei diesem Treffen stellte der australische Kardinal George Pell sein in Buchform erschienenes Hafttagebuch vor und übte bei dieser Gelegenheit scharfe Kritik am Pontifikat von Franziskus. Wenige Tage später war der Kardinal tot. Seine Nachwirkung zeigte sich aber noch beim Prager Treffen, wo der ehemalige Pfingstlerpastor Robert Sirico, der sich zum katholischen Glauben bekehrt hatte und heute katholischer Priester ist, über das theologische Erbe von Kardinal Pell referierte.

Vorsitzender des 2012 gegründeten Austin Institute for the Study of Family and Culture ist Mark Regnerus, Professor an der Universität Austin. Ein Forschungsschwerpunkt von Prof. Regnerus sind Homosexualität und homosexuelle Bindungen. Auf diesem Gebiet zählt er zu den wissenschaftlichen Koryphäen. Seine Studien zeigen, was Homo-Lobby und Mainstream nicht hören wollen, den destruktiven Lebensstil und die negativen Folgen der Homosexualität auf, bspw. die Schwierigkeiten, die Kinder im Erwachsenenleben haben, die bei Homosexuellen aufwachsen. Die Homo-Lobby reagierte mit Diffamierungskampagnen gegen Regnerus, dessen Entfernung von der Universität man durchsetzen wollte.

Besmond de Senneville schreibt zu den Hintergründen: „Das geheime Treffen in der tschechischen Hauptstadt fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Gefühl wächst, daß die Kirche angesichts des Alters von Papst Franziskus und seiner zunehmenden gesundheitlichen Probleme dem ‚Ende seiner Herrschaft‘ entgegengeht.“

Tatsache ist, daß das Treffen in Prag themenbezogen war. Allerdings, wie bei Begegnungen üblich, werden Kontakte geknüpft und findet Vernetzung statt.

Quelle: katholische.info

Nachrichtensendung vom 09.02.2024

Anglikanische Bischöfin bei Papst

Churer Priesterrat illegal

NEWS: Wenige – Einige – Mehrere

Wenige freie Plätze gibt es für die Ignatianischen Exerzitien zu Beginn der Fastenzeit, vom 19. – 24. Februar 2024, in St. Pelagiberg.

Einige freie Plätze gibt es für die Heilig-Land-Wallfahrt vom 21. April – 5. Mai 2024. Bisher stehen 34 Teilnehmer auf der Liste. Etwa 10 weitere Pilger wären herzlichst willkommen.

Mehrere freie Plätze gibt es für die Exerzitien für Jugendliche und junge Erwachsene in der Osterwoche, vom 1. – 6. April 2024, in Marienfried.

Mehr Informationen können Sie Pater Martin Ramm FSSP anfragen: p.ramm@fssp.ch

Mittwochskolumne: Unsere Liebe Frau von Lourdes

Bern (novaradio.ch): Am 11. Februar feiert die Kirche «Unsere Liebe Frau von Lourdes» und gleichzeitig auch den Welttag der Kranken. Zu einer Zeit, als die Kirche durch viele Politiker, Philosophen und Wissenschaftler kritisiert und abgelehnt wurde, erschien dem Mädchen Bernadette 1858 die Muttergottes in Lourdes. Seit der Erscheinung sind viele Menschen in Lourdes geheilt worden und viele Atheisten und Agnostiker sind durch Lourdes zum Glauben gekommen. Auch im 21. Jahrhundert gehen viele Menschen nach Lourdes, um von körperlichen und seelischen Leiden befreit zu werden. Für mich ist Lourdes die Botschaft Gottes an die Menschen, dass Jesus Christus trotz aller technischen und wissenschaftlichen Fortschritte, die in den letzten beiden Jahrhunderten gemacht wurden, Herr der Welt bleibt. Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, Gott durch irgendeine weltliche Weisheit oder materielle Dinge ersetzen zu können. Die menschliche Weisheit kann nur bis zu einem gewissen Grad die Welt verstehen. Einige Dinge werden uns nur durch den Glauben geoffenbart. Die Muttergottes stellte sich Bernadette als Unbefleckte Empfängnis vor, ein Dogma, das 1854 verkündet wurde. Bernadette konnte unmöglich von diesem Dogma wissen, da sie über keine theologische Ausbildung verfügte. Als Menschen sollten wir zwar den Drang haben, möglichst viel zu wissen, jedoch sollten wir auch die Demut zeigen, unsere Grenzen anzuerkennen. Lourdes ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen, da die Erscheinung der Muttergottes uns klarmacht, dass Maria an unserer Seite steht und wir alle ihre Kinder sind. Auch wenn nicht jede und jeder eine Heilung in Lourdes erfährt, so schenkt Lourdes uns einen neuen Blick auf unser Leben. Wir erkennen, dass Gott uns nie im Stich lässt – auch nicht in unseren grössten Leiden.

Lourdes sollte uns auch ermutigen, für kranke Menschen zu sorgen und sie nicht zu vergessen. Der Welttag der Kranken sollte uns Kraft geben, uns allen Personen zu widmen, die unsere Hilfe benötigen. Jesus sagt uns, dass alles, was wir für die geringsten seiner Mitschwestern und Mitbrüdern tun, wir für ihn getan haben. In diesem Geist schaffen wir es, eine wahre christliche Gemeinschaft aufzubauen, bei der uns die Welt daran erkennt, dass wir einander aufrichtig lieben. Möge die Liebe Frau von Lourdes uns auf diesem Weg beistehen. DR

Opus Dei: Der Weg Teil 13

Liturgie: Teil 4

NEWS: Indietrismus von Kardinal Tucho Fernández

Am vergangenen Samstag hat Tucho, der Präfekt für die Glaubenslehre, ein neues Dokument veröffentlicht, und in diesem Fall besteht die große lehrmäßige Neuerung, die er verkündet, darin, daß der Priester bei der Sakramentenspendung die von der Kirche festgelegten Formeln einhalten muß, da er sonst Gefahr läuft, diese Sakramente ungültig zu machen. Die katholische Welt ist von der theologischen Schärfe einer solchen Erklärung verblüfft, und die neokonservativen Kreise atmen auf: Der Heilige Stuhl mag einige beunruhigende Spielereien in bezug auf neuartige pastorale Segnungen für irreguläre Paare fördern, aber er ist auch in der Lage, Dokumente herauszugeben, die die doctrina perennis so klar wie Gestis verbisque darstellen. Die Kirche bleibt in guten Händen. Wie Pech und Schwefel.

Seine Eminenz kommt jedoch mit seiner Selbstdarstellung nicht zurecht und hat dem Dokument eine Einleitung vorangestellt, die in der ihm eigenen Mittelmäßigkeit verfaßt ist. Darin schreibt er Absätze wie den folgenden, um den ihn die päpstliche Kanzlei von Benedikt XIV. bis heute beneidet: „Wir Amtsträger müssen daher der Versuchung widerstehen, uns als Herren der Kirche zu fühlen. Wir müssen im Gegenteil besonders empfänglich werden für ein Geschenk, das vor uns steht: nicht nur das Geschenk des Lebens oder der Gnade, sondern auch die Schätze der Sakramente, die uns die Mutter Kirche anvertraut hat. Sie gehören nicht uns!“ Marcus Tullius hätte es nicht besser sagen können.

Um peinliche Mißverständnisse zu vermeiden, die den Geist der Offenheit und Lockerheit dieses Pontifikats verfälschen würden, beendet Kardinal Víctor Fernández seine Einleitung mit der Klarstellung: „Die Note, die wir hier vorlegen, befaßt sich also nicht mit einer rein technischen oder gar ‚rigoristischen‘ Frage“. Das fehlt noch gerade, daß sie uns in diesen Zeiten mit Formalitäten und Strenge kommen und uns vorschreiben wollen, wie wir diese und jene Worte sagen sollen.

Abgesehen von der Ironie, der einzigen Art und Weise, wie man auf solche Minimalcharaktere manchmal reagieren kann, ist es merkwürdig, daß ausgerechnet im Pontifikat von Franziskus, der sich in den letzten Jahren so sehr darum bemüht hat, vor den Indietristen zu warnen, jenen Bösen, die nicht einmal in die Kategorien „todos, todos, todos“, „alle, alle, alle“ fallen, eine Note von undenkbarem Indietrismus veröffentlicht wird. 

Schauen wir uns das näher an: Um die Mitte des 8. Jahrhunderts verließ ein Mönch namens Feirgil, latinisiert als Virgil, Irland mit der Absicht, zu den heiligen Stätten zu pilgern, wie es viele seiner Landsleute taten. Doch er blieb unterwegs stecken und wurde zum Bischof von Salzburg ernannt. Während seiner Amtszeit kam es zu einem Konflikt mit einem anderen Mönch und Bischof, dem heiligen Bonifatius, einem Sachsen aus England und großen Apostel der germanischen Völker. Tatsache ist, daß ein Priester der Diözese von St. Virgil – denn auch Feirgil ist ein Heiliger – aufgrund seiner Unkenntnis der lateinischen Sprache Taufen mit dieser oder einer ähnlichen Formel gefeiert hatte: „Baptizo te in nomine patria et filia et spiritu sancta“. Der heilige Bonifatius war der Ansicht, daß diese Gläubigen erneut getauft werden sollten. Virgil hingegen bekräftigte, daß die Taufe gültig gewesen sei. Um die Frage zu klären, wandten sie sich an den Papst in Rom, der zu jener Zeit Zacharias hieß, ein Pontifex, der sich noch die Zeit nahm, um die von seinen Bischöfen an ihn gerichteten Dubia (Zweifel) zu beantworten. Und er schickte ihnen die folgende kurze Note, der allerdings keine pfauenhafte Einleitung vorangestellt war:

Zacharias, Diener der Diener Gottes, an seinen hochwürdigen und heiligen Bruder und Bischof Bonifatius.

Wir haben von Virgil und Sedonius, Ordensmännern in Baiern, gehört, daß Du ihnen befohlen hast, einigen Christen die Taufe ein zweites Mal zu spenden. Dieser Bericht hat uns beunruhigt und, wenn die Fakten stimmen, sehr überrascht. Man hat uns erzählt, daß es in dieser Provinz einen Priester gab, der kein Latein konnte und daß er bei der Taufzeremonie aus Unkenntnis der lateinischen Grammatik den Fehler machte, zu sagen: „Baptizo te in nomine patria et filia et spiritus Sancti“, und daß Du deshalb eine zweite Taufe für notwendig hieltest. Aber, ehrwürdiger Bruder, wenn der Pfarrer nicht die Absicht hatte, irgendeinen Irrtum oder eine Häresie zu bekräftigen, sondern sich einfach aus Unwissenheit im Lateinischen versprochen hat, können wir einer Wiederholung des Taufritus nicht zustimmen. Denn Du weißt ja, daß auch jemand, der von einem Ketzer auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft worden ist, nicht noch einmal getauft werden muß, sondern einfach durch Handauflegung losgesprochen wird. Wenn es also wirklich so ist, wie es in dem Bericht steht, solltest Du keine entsprechenden Anweisungen mehr erteilen. Du mußt Dich bemühen, Dich der Lehre und Verkündigung der Kirchenväter anzupassen (Brief VII des Papstes Zacharias, PL 89, 929).

Wie schlimm muß es um die Kirche bestellt sein, daß man fast 1300 Jahre nach diesem Ereignis und nach dem großen Ereignis des Zweiten Vatikanischen Konzils, das das ganze Volk Gottes zu solcher Reife gebracht hat, auf dieses Thema zurückkommen muß! Indietrismus in Reinkultur.

Quelle: Katholisches.info

NEWS: Spuckangriff auf Abt Schnabel

Am Samstag wurde Abt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei von Jerusalem Opfer einer Spuckattacke radikaler Juden. Der Benediktiner ist im Ordenskleid eindeutig als Christ zu erkennen. Das machte den deutschen Ordensmann mitten in Jerusalem zur Zielscheibe fanatischer Juden. Das Lateinische Patriarchat verurteilte den „unprovozierten und schändlichen Angriff“. Die Täter, zwei junge Juden, wurden festgenommen.

Die Angreifer hatten den Abt bespuckt und Christus und das Christentum auf übelste Weise beleidigt. Abt Schnabel dokumentierte den Angriff mit seinem Smartphone.

„Die Strafverfolgung der Täter solcher Haßverbrechen ist ein wichtiges Mittel zur Abschreckung und zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls christlicher Geistlicher im Heiligen Land, vor allem in Jerusalem“, so das Lateinische Patriarchat.

Ähnliche Attacken gegen Christen, insbesondere Priester und Ordensleute, häufen sich in Jerusalem. Die Regierung Netanjahu versprach ein hartes Durchgreifen, doch dazu ist es bisher nicht gekommen. Zu sehr scheint die Regierung von politischen Kräften abhängig, denen die Angreifer nahestehen. Siehe dazu: Warum spucken (manche) Juden auf Nichtjuden?

Gegenüber Radio Vatikan betonte der Abt, daß er für seine Angreifer bete. Schnabel war bereits mehrfach Ziel solcher Anfeindungen geworden, die längst nicht alle mediale Aufmerksamkeit fänden, wie er erklärte. Radio Vatikan berichtete gestern dazu:

„In Israel nehmen Spuckattacken und verbale Aggression radikaler Juden gegen Geistliche und Ordensleute seit Monaten zu, auch Abt Schnabel selbst hatte mehrfach darüber berichtet. Ebenso mehren sich Fälle von Vandalismus gegen Kirchen und religiöse Einrichtungen. Die Täter stammen oft aus strengreligiösen Talmud-Schulen (Jeschiwas) und sprechen Nichtjuden das Recht ab, ihre Religion in Israel zu praktizieren.“

Der Angriff, der tiefste Verachtung zeigt, wirft eine grundsätzliche Frage auf: Auf welchem Nährboden wächst der Haß auf Christus und das Christentum, daß junge, strenggläubige Juden an einem Sabbat zu einer solchen Tat schreiten? Was für ein Geist ist das, in dem sie erzogen werden?

Die sich häufenden Angriffe gegen Christen in Israel machen eine Seite des Judentums sichtbar, die zweitausend Jahre alt ist. Ausgangspunkt ist der Ruf: „Kreuzige ihn!“ Das nachchristliche Judentum ist aus dem Pharisäertum hervorgegangen, also aus einer dezidiert antichristlichen Richtung. Das fand seinen Niederschlag im Talmud, sowohl in der Jerusalemer als auch in der Babylonischen Ausgabe. Ein roter Faden im Talmud ist eine abscheuliche Christus‑, Marien- und Christenfeindlichkeit.

Das nachchristliche Judentum hat diese Seite ihrer Religion in der Öffentlichkeit kaum gezeigt, weil sie in der Minderheit waren. Sie pflegten diese Tradition aber offensichtlich weiter. In Israel tritt diese häßliche Seite heute auch wieder an die Öffentlichkeit.

Wer Antworten auf die Frage nach dem Nährboden sucht, findet eine in dem Buch von Thomas Schäfer: „Jesus im Talmud“ (2007). Der 1943 geborene Schäfer war bis 1983 Professor für Judaistik am Martin-Buber-Institut der Universität Köln, ab 1983 an der Freien Universität Berlin und ab 1998 gleichzeitig Professor an der Universität Princeton. Er hatte Gastprofessuren an der Hebräischen Universität Jerusalem, am Oxford Centre for Postgraduate Hebrew Studies, an der Universität Yale und am Jewish Theological Seminary of Ameri. Neben zahlreichen anderen Preisen erhielt er 1994 den Leibniz-Preis, 2006 den Mellon Award und 2021 den Orden Pour le Mérite. Bis 2019 war er Direktor des Jüdischen Museums in Berlin.

Die Lektüre des Buches ist allerdings nur für jene empfehlenswert, die starke Nerven und einen guten Magen haben.

Die Angriffe haben zahlreiche politische Implikationen. Sie konterkarieren den von zionistischen Kreisen mit großem Aufwand betriebenen „Schulterschluß“ der Christen mit dem Judentum gegen den Islam. In den USA wurde dafür unter den protestantischen Freikirchen eine eigene Richtung mit eindeutig politischer Zielsetzung aufgebaut.

Obwohl die Angriffe in einem für Israel heiklen Moment diese „Allianz“ gefährden, da sie Christen weltweit vor den Kopf stoßen und eine verborgene Seite des Judentums sichtbar machen, finden sie dennoch statt. Die Frage ist nicht die nach den jungen Burschen, deren Handeln als „Jugendsünde“ abgetan werden könnte, sondern nach den Erwachsenen, die hinter ihnen stehen und in ihnen diesen Geist genährt haben.

Quelle: katholisches.info

Nachrichtensendung vom 02.02.2024

Papst sagt:“Wer beschimpft ist ein Ideologe“

Abtreibung in der französischen Verfassung

Themenwoche: Liturgie Teil 3

Mittwochskolumne: Darstellung des Herrn

Darstellung des Herrn

Bern (novaradio.ch): Am 2. Februar feiert die Kirche das Hochfest Darstellung des Herrn, volkstümlich auch Mariä Lichtmess genannt. Maria und Josef bringen Jesus in den Tempel, wie es das jüdische Gesetz vorschreibt. Dort begegnen ihnen Simeon und Hanna, die auf das Heil Israels warten. Beide erkennen in Jesus die ersehnte Rettung und preisen Gott für seine Grösse und Güte.

Was sagt uns dieses Fest heute? Für mich ist die Demut zentral, mit der Maria und Josef die jüdischen Tempelgesetze befolgen. Beide wussten, dass Jesus kein normales Kind war. Sie hätten voller Stolz und Hochmut alle Gesetze des alten Bundes ignorieren können, was sie aber nicht getan haben. In der heutigen Zeit gibt es so viele Menschen, die das Gefühl haben, sie müssten sich nicht an die kirchlichen Regeln halten, da sie besser als die Kirche wissen, was richtig und was falsch ist. Beispielsweise gehen sie nicht der Sonntagspflicht nach, da sie glauben, Gott verlange dies nicht. Auch das Gebet vernachlässigen sie. Diese Menschen sollten sich an Beispiel an der Heiligen Familie nehmen. Diejenigen, die glauben, sie seien auserwählt, müssen noch mehr Demut zeigen und die Gebote Gottes noch intensiver befolgen als die anderen Menschen. Gott liebt die Demütigen und diejenigen, die sich nicht über die Regeln Gottes und seiner Kirche stellen. Der zweite Punkt hängt mit dem ersten zusammen. Simeon und Hanna warten auf das Heil Israels. Sie gehen hierfür ständig in den Tempel und beten. Auch wir sollten unser Heil nicht von materiellen Dingen oder anderen weltlichen Angelegenheiten erwarten, sondern vom Gebet. Papst Franziskus hat das Jahr 2024 zum Jahr des Gebets ausgerufen. Wir sollten alle seinem Aufruf folgen und uns vermehrt dem Gebet widmen. Wie Simeon und Hanna sollten wir hierbei die Geduld aufbringen, nicht aufzugeben, sondern beharrlich zu bleiben und auf unser Heil zu hoffen. Leider gibt es viele Menschen in unserer Gesellschaft, die traurig und unzufrieden sind mit ihrem eigenen Leben. Sie fallen in Depression und Verzweiflung, da sie keinen Ausweg sehen. Gerade diese Menschen sollten all ihre Kraft auf das Gebet konzentrieren. Im Gebet sehen wir unser Leben durch die Augen Gottes. Wir erkennen, dass Gott jeden von uns einzigartig erschaffen hat und uns alle liebt. Dies gibt uns die Stärke, unseren Alltag zu meistern. Nutzen wir daher das Hochfest Darstellung des Herrn, um uns neu darauf zu besinnen, dass die Kirche uns mit ihren Geboten, die Heilige Messe zu besuchen und zu beten, keine Last auferlegt, sondern diese Gebote zu unserem Heil einfordert. DR

Themenwoche: Liturgie Teil 2

NEWS: Kardinal Fernandez wieder bei Papst

Während sich weltweit Widerspruch gegen Fiducia supplicans regt, aber Papst Franziskus seinen Kritikern die kalte Schulter zeigt, begab sich die derzeit umstrittenste Person an der Römischen Kurie, Kardinal Victor Manuel „Tucho“ Fernández, erneut zu Papst Franziskus. Manche befürchten nichts Gutes. Als Fernández am 13. November in Audienz empfangen wurde, folgte darauf die Veröffentlichung von Fiducia supplicans.

Der Aufstieg von Tucho Fernández gilt in seinem Kontext seit der Zeit einiger in den Geschichtsbüchern verruchter Renaissance-Päpste als beispiellos. Der Karriere-Turbo wurde im vergangenen Jahr erst so richtig gezündet, indem ihn Franziskus offiziell nach Rom berief, zum Kardinal kreierte und an die Spitze der einstigen Glaubenskongregation setzte, einer römischen Institution, die beide vor ihrem Sprung nach Rom zutiefst verachteten. Wäre es nach Franziskus gegangen, hätte er Fernández bereits 2017 direkt zum Nachfolger des entlassenen Glaubenspräfekten Kardinal Gerhard Müller ernannt. Manchmal stehen Franziskus aber seine vielen strategischen und taktischen Überlegungen im Weg. Er wagte den zu offensiven und provokanten Schritt noch nicht. Benedikt XVI. war noch zu rüstig. 

Er ist als Präfekt des Glaubensdikasteriums erst seit Ende September im Amt, schaffte es jedoch, innerhalb der ersten 50 Tage zur umstrittensten Gestalt am bergoglianischen Hof zu werden, den derzeit täglich Rücktrittsaufforderungen erreichen.

Doch Franziskus hält an seinem Lieblings-Zögling, der es sogar zum Übernamen „Pornopräfekt“ gebracht hat, fest. Der argentinische Blogger Caminante Wanderer, bestens vertraut mit Bergoglios Umfeld, schrieb am Tag nach der Veröffentlichung von Fiducia supplicans zu Victor Manuel Fernández:

„Ein Narr, der aus reiner Vetternwirtschaft an die Spitze des wichtigsten Dikasteriums der Kirche gesetzt wurde, ist in der Lage, die seit mehr als zwanzig Jahrhunderten geltende Lehre zu ändern, nur weil er, wer weiß mit welchen Mitteln, die Unterschrift des Papstes erhält. Früher hätten solche Wichtigtuer allenfalls eine luxuriöse Villa in irgendeinem Winkel des Kirchenstaates oder Zugang zu einem privilegierten Lupanar [antikes Bordell] erhalten. Heute bekommen sie die Aufhebung der Gebote des Gesetzes Gottes, und die Kirche hat keine angemessenen und wirksamen Mechanismen, um dies zu verhindern.“

Die Anspielung, „wer weiß mit welchen Mitteln“, bezieht sich auf das ungeklärte Verhältnis, das Papst Franziskus und Tucho Fernández verbindet. 

„Wahrscheinlich gibt es auch persönliche Motive. Bergoglio und Fernández besitzen labyrinthische Persönlichkeiten – der eine psychopathisch, der andere feminin…“, so Caminante Wanderer am selben 19. Dezember.

Gestern empfing Papst Franziskus erneut Kardinal Fernández in Audienz. Im Tagesbulletin des Heiligen Stuhls wurde bekanntgegeben:

Der Heilige Vater Franziskus hat heute morgen in Audienz empfangen:

– Seine Eminenz Kard. Victor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre.

Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekanntgegeben. Manche befürchten die nächste Aktion, für die sich Franziskus, laut eigenen Worten, auf den „Gott der Überraschungen“ beruft.

Quelle: katholisches.info

Themenwoche: Liturgie Teil 1

Opus Dei: Heilige Reinheit Teil 1

Pax Vobis: Korizma

Sve o korizmi.

NEWS: Bischof Felix Gmür unterstützt Homo-Segnungen

Diese Ideologie muss gestoppt werden. Schreiben sie an Bischof Felix auf kanzlei@bistum-basel.ch

Nachrichtensendung vom 26.01.2024

Kardinal Fernandez steigt auf

Kardinal Koch: Christentum in der Krise

Heilige: Hl. Timotheus

Mitarbeiter des Apostel Paulus, erster Bischof von Ephesus, Märtyrer
* in Lystra, heute das Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya in der Türkei
† 97 in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk in der Türkei

Timotheus wurde als Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter namens Eunice geboren. Der Tatsache, dass die Mutter eine Mischehe eingegangen war und dass sie ihren Sohn nicht hatte beschneiden lassen, lässt vermuten, dass Timotheus in einer nicht sehr gläubigen Familie aufgewachsen ist, auch wenn gesagt wird, dass er die Schriften von Kindheit an kannte (2. Timotheusbrief 3,15). Als Paulus zu Beginn der zweiten Missionsreise durch Lystra – das heutige Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya – kam, wählte er Timotheus zum Gefährten, da er ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium hatte; er wurde dann von Paulus beschnitten, um einen Konflikt mit Juden zu vermeiden (Apostelgeschichte 16, 2 – 3).

Als Mitarbeiter von Paulus wurde Timotheus mit wichtigen Missionen beauftragt. So wirkte er in den griechischen Städten Beröa – dem heutigen Veria – (Apostelgeschichte 17, 14), wo die Bema gezeigt wird, von der Paulus (angeblich) predigte. Timotheus missionierte auch in Athen 1 und Thessaloniki (1. Thessalonicherbrief 3, 1 – 6), in Korinth (1. Korintherbrief 4, 17) sowie später in Ephesus – heute Ruinen bei Selçuk – (1. Korintherbrief 16, 8. 10) und in den römischen Provinzen von Makedonien (Apostelgeschichte 19, 22). Timotheus begleitete Paulus auf seiner Rückreise nach Jerusalem (Apostelgeschichte 20, 4), war jedoch offensichtlich anderswo tätig, als dieser nach Rom aufbrach.

Timotheus war von Paulus hoch geschätzt. Ich habe keinen Gleichgesinnten, der in so echter Weise für eure Angelegenheiten Sorge tragen wird, schreibt er den Philippern (2, 20); als mein geliebtes und treues Kind im Herrn bezeichnet er ihn im 1. Brief an die Korinther (4, 17); als Mitabsender wird er im 1. Brief an die Thessalonicher, im 2. Brief an die Korinther, im Brief an die Philipper und im Philemonbrief genannt.

Während Paulus‘ erster Gefangenschaft in Rom besuchte ihn Timotheus und wurde vermutlich mit einer Botschaft nach Philippi – den heutigen Ruinen bei Krinides in Griechenland – geschickt (Philipperbrief 2, 19); dort kann man die Reste der ihrer Form wegen Oktagon genannten, auf der ältesten Kirche der Stadt erbauten Bischofskirche sehen.

Der traditionellen Auslegung des 1. und 2. Briefes an Timotheus zufolge zog Paulus nach seiner Freilassung in den Osten zu Timotheus und übertrug ihm die Aufsicht in Ephesus, eine Stellung, die große Verantwortlichkeit erforderte. Aus Sorge schickte er ihm demnach einen Brief, der Ratschläge und Warnungen enthielt und als 1. Brief an Timotheus bekannt ist, und während seiner zweiten Gefangenschaft schrieb er den 2. Brief an Timotheus, der einen Aufruf an seinen geliebten Schüler enthält, ihn so schnell wie möglich zu besuchen. 

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde nach den Angaben des Hebräerbriefes (13, 23) auch Timotheus verhaftet, jedoch nach kurzer Zeit wieder entlassen. Gut bezeugt – im 1. Timotheusbrief (1, 3) und durch Eusebius von Cäsarea – ist der weitere Aufenthalt von Timotheus in Ephesus; die Überlieferung nennt ihn Bischof von Ephesus und berichtet von seinem Märtyrertod, nachdem er sich einem ausschweifenden heidnischen Fest widersetzt hatte; unter => Nero schwer gemartert, wurde er von Engeln getröstet, sah den Himmel offen und die Märtyrerkrone, die Christus ihm bereithielt.

Timotheus‘ Leichnam wurde von Ephesus in die Apostelkirche nach Konstantinopel – dem heutigen Ístanbul – überführt und nahe der Gebeine von Lukas und Andreas bestattet, wie Hieronymus 356 in seiner Chronik berichtete. Von dort kamen sie 1204 in die Kathedrale nach bei Campobasso, wo sie am 11. Mai 1945 bei Bauarbeiten wieder entdeckt wurden.

 Die erste Kirche in Athen gab es der Überlieferung zufolge schon im 1. Jahrhundert, sie habe eine von Lukas selbst gefertigte Marienikone besessen. 1859 entdeckte der Archäologe Kyriakos Pittakis an der Stelle der heutigen Lukas-Kirche im Stadtteil Agios Loukas von Athen, 5 km nördlich der Akropolis die Mauern dieser Kirche an dem Platz einer kleinen Lukas-Kirche, die dann der heutigen gewichen ist.

 Paulus‘ wird als Verfasser der beiden Timothesbriefes weithin bestritten.

 Attribute: Keule, Steine
 Patron gegen Bauchschmerzen und Magenleiden
 Bauernregel: Timotheis, / der bricht das Eis; / hat er keins, / dann macht er eins.

NEWS: Lebensrecht in der Praxis: Wie katholische Einrichtungen in den USA Müttern helfen

Während sich am Freitag Zehntausende von Abtreibungsgegnern aus den ganzen USA zum Marsch für das Leben (March for Life) in Washington, D.C., versammelten, hat CNA, die englischsprachige Partneragentur von CNA Deutsch, einen genaueren Blick auf Einrichtungen geworfen, die Müttern in Not Schutz, Unterstützung, Kinderbetreuung und mehr bieten.

In diesem Jahr stand der Marsch für das Leben unter dem Motto „Mit jeder Frau, für jedes Kind“.

Die pro-life-Bewegung nimmt in den Vereinigten Staaten viele Formen an. Einige Abtreibungsgegner leiten Schwangerschaftsberatungsstellen, andere beten vor Abtreibungskliniken. Einige setzen sich für das ungeborene Leben ein und klären darüber auf, während andere schwangere Frauen in Mütterheimen unterbringen und unterstützen.

In den USA gibt es mehr als 400 solcher Mütterheime. CNA hat drei dieser Einrichtungen, die in ihrer Gründung und ihrem Auftrag katholisch sind, unter die Lupe genommen. Was eint sie alle? Laien arbeiten mit Ordensleuten zusammen, um jede werdende Mutter und jedes Kind zu unterstützen.

Mit jeder Frau: Good Counsel Homes

„Unsere Türen stehen jeder schwangeren Frau offen“, sagt Christopher Bell, Präsident und Mitbegründer von Good Counsel, einem Mütterheim in New York.

1985 gründeten Bell und der 2014 verstorbene Pater Benedict Groeschel CFR Good Counsel Homes in New York. Seitdem ist die Organisation auf vier verschiedene Standorte angewachsen, von denen sich drei im Bundesstaat New York befinden (in der Bronx, auf Staten Island und im Rockland County) und einer in Burlington County in New Jersey.

Bell sprach mit CNA darüber, was Good Counsel so besonders macht.

„Egal wie verzweifelt die Situation ist, egal wie schlimm oder wie tragisch, egal wie missbraucht jemand ist – wir wissen, dass wir durch die Liebe Christi Schönheit wachsen sehen können“, sagte Bell. „Und das können wir nur, wenn wir den Müttern und ihren Kindern die Möglichkeit geben, zu wachsen.“

„Und deshalb rufen uns auch in New York und New Jersey, wo das Umfeld so für Abtreibungen ist, immer noch viele Frauen an, die gebären und gebären wollen, trotz des ganzen Drucks und obwohl sie eine oder zwei oder mehr Abtreibungen hinter sich haben“, so Bell weiter.

Good Counsel hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1985 mehr als 8.200 Müttern und Kindern Schutz und Unterstützung geboten. Insgesamt 1.314 Babys wurden von Müttern in Good Counsel Homes geboren.

„Wir wissen, dass wir in den Mütterheimen die Wahrheit sehen und glauben nämlich, dass die Liebe siegt. Jede echte Liebe ist ein Opfer, und wo Liebe ist, ist auch Leben“, sagte Bell. „Und wo es Leben gibt, gibt es Hoffnung, und wo es Hoffnung gibt, gibt es Kreativität, und diese Kreativität gibt uns die Möglichkeit, noch mehr zu lieben.“

Die Organisation nimmt alle Frauen auf, unabhängig von ihrer Suchtproblematik, der Anzahl ihrer Kinder, psychischen Erkrankungen oder anderen Faktoren. Bell stellte fest, dass viele der Frauen, die sie unterstützen, vor häuslicher Gewalt zu Hause fliehen. Sie unterstützen auch häufig Frauen mit schwierigen Schwangerschaftsdiagnosen, bei denen die Ärzte den Frauen oft zu einer Abtreibung raten.

Auf die Frage nach den Auswirkungen der New Yorker Abtreibungsgesetze – die in manchen Fällen eine Abtreibung bis zur Geburt erlauben – erinnerte Bell daran, dass fast jede Frau, der sie halfen, von jemandem in ihrem Leben zu einer Abtreibung ermutigt worden war.

„Die Hälfte der Frauen, die zu uns kommen, hatte bereits eine Abtreibung hinter sich, und bei vielen von ihnen geschah dies auf Drängen eines Elternteils oder eines Freundes“, so Bell. „60 Prozent oder mehr der Frauen, die abgetrieben haben, fühlten sich unter Druck gesetzt; sie spürten einen gewissen Druck. Wenn sie also Unterstützung statt Druck bekämen, würden viele, ich will nicht sagen alle, aber viele dieser Babys geboren werden und diese Frauen wären glücklicher.“

Laut einer Studie des Charlotte Lozier Research Institute aus dem Jahr 2023 beschreiben mehr als 60 Prozent der Frauen ihre Entscheidung zur Abtreibung „als gezwungen, unter Druck gesetzt oder als unvereinbar mit ihren eigenen Werten und Präferenzen“.

Quelle: CNA deutsch

Opus Dei: Der Weg Teil 11

Theologiestunde: Vorstellung von 4 Bücher aus dem AT

NEWS: Buenos Aires: Blitz auf dem Heiligenschein und den Schlüsseln des Petersdoms. Bergoglio am Ende der Schlange?

Nun, wie sollen wir vom Standpunkt des Glaubens aus den Blitz interpretieren, der am 17. Dezember in die Statue des heiligen Petrus einschlug?

Am Sonntag, den 17. Dezember 2023, pulverisierte ein Blitz buchstäblich den Schlüssel und den Heiligenschein der Statue des Heiligen Petrus, die sich an der Fassade des Heiligtums Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von San Nicolas nördlich von Buenos Aires, Argentinien, befindet.

Die Nachricht wurde vom Telegram-Kanal „Die Perlen des Papstes“ berichtet: Es schien eine Fälschung zu sein, da keine Nachrichten im Internet zu finden waren, aber das Ereignis wurde gerade von Pfarrer Justo Lofeudo, einem Priester, der sicherlich aus Bergoglia stammt, bestätigt.

Ein typischer „Ratzinger-Effekt“, offensichtlich jenes besondere Phänomen, bei dem die Bergoglianer oder die Una (konservative Bergoglio-Legitimisten) unwissentlich Informationen, Dokumente und Zeugnisse anbieten, die für die Rekonstruktion der Magna Quaestio sehr nützlich sind. In diesem Fall wäre es natürlich nur ein „Zeichen des Himmels“, das jedoch von vielen Katholiken ohne allzu große Schwierigkeiten interpretiert wurde.

Natürlich war sich Pater Lofeudo nicht bewusst, welche Wirkung die Veröffentlichung des Fotos haben würde.

Die Priester des Heiligtums haben eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die symbolische Interpretation der Tatsache zurückweisen, aber nicht die Tatsache selbst: „El Santuario no avala ni comulga con la interpretación que sa ha dado con respecto sobre el daño producido a la imagen del apóstol San Pedro.“

Bemerkenswert ist nämlich, dass das Ereignis genau am Tag des Geburtstages von Jorge Mario Bergoglio stattfand, einen Tag vor der Veröffentlichung der Erklärung „Fiducia supplicans“, die sich für Segnungen für homosexuelle Paare öffnet.

Diese Maßnahme markierte eine Art Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt: Die Gläubigen beginnen zu verstehen, dass etwas nicht funktioniert.

Auch der Ort, an dem sich der Vorfall ereignete, ist von großer Bedeutung: Zunächst einmal befindet sich das Heiligtum von San Nicolas in Argentinien, der Heimat des Gegenpapstes, nur wenige Kilometer von Buenos Aires entfernt, der Stadt, deren Bischof Bergoglio lange Zeit war.

„Vor allem aber ist es ein Ort der Anbetung und Verehrung, denn im Inneren befindet sich die wunderschöne Statue Unserer Lieben Frau vom Rosenkranzdie der Seherin Gladys Quiroga de Motta seit Anfang der 80er Jahre jahrelang erschien und ihr mehr als 1800 Botschaften überbrachte.

Darin sagt die Heilige Jungfrau, dass sie zurückgekehrt ist, um die Erscheinungen von Fatima fortzusetzen, und viele von ihnen sprechen deutlich von dem schrecklichen Kampf zwischen dem Teufel und der Kirche.

Seit dem 11. Februar 2013 haben verschiedene sogenannte „suggestive“ Ereignisse die Geschichte der Usurpation des Stuhls Petri unterbrochen, die in drei Dokumentarfilmen im Rahmen der Untersuchung des „Ratzinger-Codes“ rekonstruiert wurden.

Man erinnere sich an den Blitz, der in der Nacht des „Rücktritts“ von Papst Benedikt in die Kuppel einschlug; die unerklärliche Sperrung der Glocken von Castel Gandolfo bei der ungültigen Wahl von Franziskus; die Tötung von Tauben, die von Bergoglio freigelassen wurden, durch Krähen und Möwen; der Brand der Kapelle in Bethlehem wenige Stunden nach dem Besuch von Franziskus; der Brand im Konsistorialsaal von Castel Gandolfo vor einigen Monaten, in den gleichen Tagen, in denen wir diesen geschätzten Bericht veröffentlichten

und viele andere Ereignisse, die Katholiken noch vor einem Jahrhundert als eindeutige „Pressemitteilungen“ des Ewigen Vaters interpretiert hätten.

Nun, wie sollen wir vom Standpunkt des Glaubens aus den Blitz interpretieren, der am 17. Dezember in die Statue des heiligen Petrus einschlug?

Es scheint, dass die Zeit für Franziskus abläuft: Der Himmel hat symbolisch seinen Heiligenschein zerstört und den Schlüssel, der die Autorität des Papstes repräsentiert, aufgelöst. Seltsam, dass die Statue anscheinend nur einen Schlüssel besaß. Symbolisch spielt der goldene Schlüssel auf die Macht im Himmelreich an, und der silberne Schlüssel weist auf die geistliche Autorität des Papsttums auf Erden hin. Das Seil, das die Ösen der Tasten verbindet, spielt auf die Verbindung zwischen den beiden Kräften an.

Quelle: romait.it

NEWS: Reaktion der niederländischen Bischöfe auf die Bittsteller der Fiducia

Die Erklärung des Dikasteriums für die Glaubenslehre Fiducia supplicans vom 18. Dezember betonte die Bedeutung der Begleitung in der Kirche für Personen, die in homosexuellen Beziehungen leben, und für Geschiedene, die wieder ein Eheleben führen. Weil unsere Kirche eine einladende Kirche ist, unterstreichen die niederländischen Bischöfe gemeinsam mit Papst Franziskus die pastorale Bedeutung von Nähe und Begleitung.

Die Bischofskonferenz stellt fest, daß das Dikasterium für die Glaubenslehre in seiner Erklärung Fiducia supplicans in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche darauf besteht, daß die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau möglich und unauflöslich ist und daß irreguläre Beziehungen jeglicher Art auf innere moralische Einwände stoßen.

Die holländischen Bischöfe wollen niemandem die Stütze und Kraft Gottes vorenthalten. Es ist möglich, ein Gebet für einzelne Gläubige zu sprechen, die in einer irregulären Beziehung leben. Worum man im Gebet bittet und wie man betet, ist wichtig. Im Falle einer Person, die in einer irregulären oder homosexuellen Beziehung lebt, kann der geweihte Amtsträger ein einfaches Gebet außerhalb des Rahmens einer Hochzeitsfeier oder einer Gebetsfeier sprechen. In diesem Gebet kann Gott um Kraft und Beistand gebeten werden, indem er seinen Geist anruft, damit er Gottes Willen mit seinem Leben verstehen und weiter wachsen kann.

Dies macht in der gewählten Formulierung deutlich, dass es sich nicht um einen Segen oder eine Bestätigung einer irregulären Beziehung handelt und vermeidet auch eine Verwechslung mit einer Ehe, die nach Ansicht der katholischen Kirche nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann.

Auf diese Weise kann uns das Gebet die Kraft geben, uns Gott zu nähern und in Übereinstimmung mit seinen Absichten für die Schöpfung von Mann und Frau und die Ehe zu leben.

Quelle: Niederländische Bischofskonferenz

NEWS: Wie sich der Petersdom auf Homo-Segnungen vorbereitet

Vor wenigen Tagen noch dementiert, sind die Vorbereitungen im Petersdom für die Segnung von Homo-Paaren bereits in vollem Gange. Währenddessen sieht sich Papst Franziskus als „Opfer“ notwendiger Entscheidungen wie der Homo-Segnung und „erlebt Einsamkeit“. Was bedeutet das konkret?

Am Donnerstag der vergangenen Woche konfrontierte Franca Giansoldati, die Vatikanistin der römischen Tageszeitung Il Messaggero, Kardinal Mauro Gambetti, den Erzpriester des Petersdoms, bei einer Pressekonferenz mit der Frage, ob es demnächst auch in der bedeutendsten Kirche der Christenheit Homo-Segnungen geben werde. Solche sind von der umstrittenen Erklärung Fiducia supplicans vorgesehen, die am vergangenen 18. Dezember von Kardinal Victor Manuel Fernández, dem Präfekten des Glaubensdikasteriums, mit ausdrücklicher Billigung von Papst Franziskus veröffentlicht wurde. Seither gibt es, für kirchliche Verhältnisse, einen regelrechten Aufstand dagegen.

Rom zeigt sich davon aber bisher unbeeindruckt. Der sichtlich erheiterte Minorit Gambetti, den Papst Franziskus als Erzpriester des Petersdoms nach Rom geholt und zum Kardinal kreiert hatte, erklärte ohne Zögern, daß es derzeit noch keine Anweisungen gebe, daß man aber, sobald es solche geben wird, keine Probleme haben werde, Homo-Segnungen durchzuführen.

Diese Anweisungen wurden anschließend sofort geliefert, denn bereits am Sonntagmorgen wurden im Kapitelsaal der Domherren von Sankt Peter erste Instruktionen an Priester erteilt, die im Petersdom ihren Dienst tun.

Franca Giansoldati veröffentlichte nun, wie man sich im Petersdom bereits auf Homo-Segnungen vorbereitet:

„Generalprobe im Petersdom, um zu lernen, wie man homosexuelle Paare segnet. Der Priester, der vor dem Bittsteller steht, soll mit leiser Stimme einen Segensspruch aufsagen, der natürlich sehr kurz sein muß, um die vom Präfekten des Glaubensdikasteriums vorgeschlagene Zeit nicht zu überschreiten, während er mit dem Finger ein kleines Kreuz auf die Stirn des Gläubigen zeichnet.“

Wegen der weltweiten Proteste geht Kardinal Tucho Fernández in seinen Anweisungen so weit, daß Homo-Segnungen auf maximal 15 Sekunden beschränkt sein sollten. In seinen Richtlinien wird die Zeitgrenze, die nicht überschritten werden soll, ausdrücklich genannt. Giansoldati gibt die erteilten Instruktionen wie folgt wieder:

„Die Geste, die symbolisch und einfach zugleich ist, muß sehr schnell sein.“

Doch, ob lang oder kurz, die Frage der Homo-Segnung ist nicht eine Frage der Sekunden, sondern prinzipieller Natur. Das weiß man auch in Santa Marta und im Palazzo del Sant’Uffizio, dem Sitz des Glaubensdikasteriums. Dort geht es offenbar darum, den revolutionären Vorstoß Wirklichkeit werden zu lassen, egal wie „bescheiden“ die Geste anfangs auch umgesetzt werden muß, wie Giansoldati anklingen läßt:

„Denn Gesten sind wichtig, eine Art, mit allen Situationen umzugehen und eine Praxis zu normalisieren, die im Moment ein echtes Novum für den Vatikan darstellt.“

Das Ziel ist die „Normalisierung“ des Paradigmenwechsels durch die Anerkennung der Homosexualität. Darum noch einmal die mit der neuen Maßnahme sympathisierende Giansoldati:

„Der Papst hat die Maßnahme trotz der hochgezogenen Schilde und des heftigen Widerstands zahlreicher Episkopate mit gezücktem Schwert verteidigt, und gestern abend, während des Fernsehinterviews mit Fabio Fazio, tat er dies mit offenem Herzen.“

Die „Offenherzigkeit“, welche die Messaggero-Journalistin attestiert, bezieht sich darauf, daß Franziskus sich am Sonntag im Fernsehsender Nove als Opfer präsentierte. Er sehe die Notwendigkeit bestimmter Entscheidungen, erlebe dabei aber „immer eine gewisse Einsamkeit“, weil er sich unverstanden fühle. Dabei gehe es ihm darum, „daß die Kirche alle umarmen müsse, niemanden zurücklassen dürfe und alle segnen muß“, eben „alle, alle, alle“.

Quelle: katholischee.info

ZOOM: Das Asperges-Ritual und das Mysterium des Wohnens

Bisher war es der Zweck der Reihe „Lost in Translation“, die eigentlichen Elemente der römischen Liturgie, insbesondere der Orationen, zu untersuchen, mit dem Ziel, Bedeutungsnuancen aufzudecken, die normalerweise nicht ins Englische übersetzt werden und manchmal auch nicht übersetzt werden können. Die Orationen eignen sich besonders gut für eine solche Untersuchung, denn sie sind veritable römische Haikus, eine einzigartige Art der Rhetorik, die auf geniale Weise straffe Struktur, poetischen Rhythmus, literarische Ordnung, prägnante Bilder und eine Fülle menschlicher Erfahrung miteinander verbindet. Die Früchte unserer Untersuchung finden Sie auf dieser Website und in meinem Buch zu diesem Thema.

Wir mögen noch hin und wieder auf die römischen Propers zurückkommen, aber mit der heutigen Folge wenden wir uns einer Betrachtung des Lateinischen zu, das im Ordinarium der Messe verwendet wird. Während das Latein der Orationen wohl homogener ist (Regeln bezüglich Struktur und Metrum werden in der Regel unabhängig vom Jahrhundert, in dem sie geschrieben wurden, befolgt), ist das Latein des Ordo der Messe vielfältiger und verrät den Einfluss verschiedener Jahrhunderte, verschiedener Stile und sogar verschiedener Kulturen. Es ist nicht unsere Absicht, eine erschöpfende zeilenweise Analyse des Lateinischen aus dem Ordo anzubieten, sondern einige seiner interessanteren Aspekte hervorzuheben.

Wir beginnen unsere Untersuchung mit dem Asperges-Ritual, das in allen Kathedralen und Stiftskirchen vor der Hauptsonntagsmesse stattfinden sollte; Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil befahlen die englischen Bischöfe allen Pfarrkirchen, dasselbe zu tun, auch wenn die Hauptmesse niedrig war. [1] Die Zeremonie verbindet uns wieder mit unserem Taufgelübde, aber sie hat auch die Qualität eines Exorzismus, der das Unreine austreibt, um den Weg für das heilige Opfer zu bereiten. Die Beziehung des Asperges zur Taufe erklärt, warum sie nur an einem Sonntag erlaubt ist. Der „achte Tag“ (Sonntag, der Tag der Auferstehung) ist mystisch mit dem Sakrament der Taufe verbunden (daher die Beliebtheit achteckiger Taufbecken), und die ersten sakramentalen Taufen, die in der Heiligen Schrift ausdrücklich erwähnt werden, sind die des heiligen Petrus, der am ersten Pfingstsonntag 3.000 Seelen tauft. (siehe Apostelgeschichte 2,41)

Die Beziehung des Asperges zum Exorzismus hingegen mag erklären, warum es nur einmal an einem Sonntag erlaubt ist, denn wenn der Ort einmal exorziert ist, muss es nicht mehr sein – zumindest nicht bis zum folgenden Sonntag.

Außerhalb der Liturgie ist das Asperger-Syndrom weniger eingeschränkt: Es wird traditionell jedes Mal verwendet, wenn ein Priester einem Kranken die Heilige Kommunion bringt oder wenn er die letzte Ölung spendet.

Dieser schöne Besprengungsritus endet mit der folgenden Rede:

Exáudi nos, Dómine sancte, Pater omnípotens, ætérne Deus, et míttere dignéris sanctum Angelum tuum de cælis, qui custódiat, fóveat, prótegat, vísitet, atque deféndat omnes habitántes in hoc habitáculo. Per christum dóminum nostrum.

Was ich übersetze als:

Erhöre uns, o Herr, heiliger Vater, allmächtiger und ewiger Gott, und sende Deinen heiligen Engel vom Himmel herab, um alle, die in dieser Wohnung wohnen, zu behüten, zu hegen, zu beschützen, zu besuchen und zu verteidigen. Durch Christus, unseren Herrn.

Das Gebet hat meiner Meinung nach zwei Rätsel.

Erstens: Wer ist Gottes heiliger Engel? Einige, wie Abbé Claude Barthe in seinem kürzlich erschienenen Buch Ein Wald der Symbole, behaupten, dass es „Christus selbst ist, der gebeten wird, an diesen Ort herabzusteigen“. [2] Barthes Hypothese deckt sich mit der Spekulation, dass der Engel, der gebeten wird, die geweihten Gaben zum himmlischen Altar Gottes zu tragen, auch der Sohn Gottes und kein himmlischer Geist ist (siehe die Supplices te rogamus im Kanon). Diese Interpretation stützt sich auf die Tatsache, dass „Engel“ (angelos) auf Griechisch „Bote“ bedeutet, und Jesus Christus ist sicherlich der Gesandte Gottes (angelos Theou), wie ihn der heilige Paulus in Galater 4,14 nennt. Auf der anderen Seite ist es nichts Falsches daran, zu wollen, dass ein Engel herabkommt und sich reinigt, um die sakramentale Ankunft Jesu Christi in der Eucharistie vorzubereiten, genauso wie es nichts Falsches ist, zu glauben, dass ein Engel unser Opfer zu Gott während des Kanons trägt, wie es sich einige Künstler vorgestellt haben.

Das zweite Rätsel ergibt sich aus der Zeile omnes habitantes in hoc habitaculo, und es ist zweifach. Die meisten Übersetzungen verwenden „Haus“ für habitaculum, und das ist in der Tat eine gültige Art, das Wort zu übersetzen. Ich biete die unbeholfenere Übersetzung „alle, die in dieser Wohnung wohnen“ an, um die Aufmerksamkeit auf die redundante Verwendung von habito in den Wörtern habitantes und habitaculum zu lenken. Das zweifache Rätsel ist folgendes: Warum bezeichnet die Kirche dieses Gotteshaus als „Wohnstätte“ und verwendet nicht einen religiöseren Begriff wie „Kirche“ (ecclesia), „Tempel“ (templumaedes) oder sogar „Tabernakel“ (tabernaculum), wie sie es an anderer Stelle in ihren liturgischen Gebeten tut? Wenn die Oration auf die Kirche als das Haus Gottes (Ps. 26,4) oder als ein Haus des Gebets (Mt 21,13) anspielt, warum wird dann nicht das lateinische Wort domus verwendet, wie es die Vulgata in diesen beiden Fällen tut?

Zweitens: Warum bittet das Gebet um einen Segen nicht für den Raum selbst, sondern für diejenigen, die darin wohnen, womit vermutlich wir gemeint sind? Und obwohl wir uns danach sehnen, alle Tage unseres Lebens im Hause des Herrn zu wohnen (siehe Ps. 26,4), ist es eine Tatsache, dass diesseits des Grabes die meisten von uns nur eine Stunde in der Woche in einer Kirche wohnen und kaum als ständige Bewohner betrachtet werden können.

Die Teilantwort auf diese Fragen besteht darin, sich daran zu erinnern, dass diese Oration im Rituale Romanum eine wichtige Rolle spielt, wo sie bei der Segnung von Häusern sowohl in Paschaltide als auch außerhalb, bei der Segnung eines neuen Seminars und bei der feierlicheren Segnung einer Schule verwendet wird. Und natürlich wird es in den beiden oben genannten Krankmeldungen verwendet. Vermutlich wurde das Gebet also nicht mit Blick auf eine geweihte Kirche geschrieben.

Aber diese Antwort ist nicht ganz befriedigend, denn sie deutet darauf hin, dass diejenigen, die das Asperges-Ritual vor die Feier der Sonntagsmesse stellten, einfach zu faul waren, sich ein passenderes Gebet auszudenken.

Ich schlage daher vor, weiter über das Wort habitaculum, Wohnstätte, nachzudenken. Ein Habitaculum kann ein beliebiges Gebilde sein oder sogar kein ebenes Gebilde, denn du kannst wirklich in einem Land wohnen, ohne dass auch nur eine dünne Schicht Zelt oder Tipi dich vom weiten Sternenhimmel trennt. Außerdem war die erste Wohnstätte Jesu Christi der Schoß seiner Mutter. In der Kollekte zum Fest der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria heißt es, dass Gott der Vater den Schoß Mariens zu einer „würdigen Wohnstätte“ (dignum habitaculum) für seinen Sohn gemacht hat. Aber wenn der Schoß der Jungfrau das Habitaculum Ihres Sohnes ist, dann ist er auch das Habitaculum derer, die Glieder Seines mystischen Leibes sind.

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf wird ein allgemeines Gebet, das zur Segnung aller Arten von Gebäuden verwendet werden kann, zu einem Gebet, das Gott bittet, uns zu segnen, die wir Glieder dessen sind, die im Schoß seiner Mutter gewohnt haben und die gegenwärtig im Schoß der Kirche, d.h. im Heiligtum, oder zumindest in der Nähe davon wohnen, wo, Wie der Schoß der Jungfrau Maria wird das Wort Fleisch und wohnt unter uns. So verweist die Oration auf eine bevorstehende Menschwerdung, auf die Fruchtbarkeit der Elemente Brot und Wein durch das Einatmen der Weiheworte des Priesters durch die alles überschattende Kraft des Heiligen Geistes.

Und so ist die Oration in dieser Prolog-Zeremonie ein passendes Gegenstück zum Epilog der Messe. Das letzte Evangelium an sich ist eine Betrachtung über das Wohnen oder den Mangel daran: Der Vers „Er kam zu den Seinen und nahm ihn nicht auf“ erinnert an einen anderen: „Die Füchse haben Löcher und die Vögel des Himmels Nester, aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ (Matth. 8,20) Und doch, trotz der Ablehnung durch die Welt, verkündet das letzte Evangelium: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ – oder, um das Griechische sklavisch wörtlich zu übersetzen, „hat er sein Zelt unter uns aufgeschlagen“. Und wenn wir die Nachricht von dieser Behausung hören, ahmen wir die Bewegung des Himmlischen Sohnes nach, der herabsteigt, um die Erde mit Seiner fleischgewordenen Gegenwart zu küssen, indem wir unsere Knie auf den Boden legen.

Im Heiligen Abendmahl schaffen wir im Mark unseres Wesens eine Wohnung für unseren Herrn, der auf Erden keinen Ort fand, wo er sein Haupt hinlegen konnte. Im Asperges-Ritual beten wir, nachdem wir mit der sakramentalen Erinnerung an unsere Taufe besprengt wurden, darum, dass wir zu würdigen Wohnstätten des Gottmenschen gemacht werden, in der Nachahmung dessen, der Ihn zuerst geboren hat.

Autor: MICHAEL P. FOLEY

Quelle: Neue liturgische Bewegung (newliturgicalmovement.org)

Kirchenjahr: Die wichtigsten Termine

14.02.2024      Aschermittwoch

24.02.2024      Hl. Matthias, Apostel

19.03.2024      Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria

24.03.2024      Palmsonntag

29.03.2024      Karfreitag

31.03.2024      Ostersonntag

25.04.2024      Hl. Markus, Evangelist

03.05.2024      Hl. Philippus und hl. Jakobus, Apostel

19.05.2024      Pfingsten

30.05.2024      Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam

11.06.2024      Hl. Barnabas, Apostel

13.06.2024      Hl. Antonius von Padua, Ordenspriester, Kirchenlehrer (1231)

24.06.2024      Hl. Geburt Johannes‘ des Täufers

29.06.2024      Hl. Petrus und hl. Paulus, Apostel

03.07.2024      Hl. Thomas, Apostel

11.07.2024      Hl. Benedikt von Nursia, Vater des abendländischen Mönchtums (547)

16.07.2024      Hl. Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel

15.08.2024      Mariä Aufnahme in den Himmel

24.08.2024      Hl. Bartholomäus, Apostel

29.08.2024      Enthauptung Johannes‘ des Täufers

03.09.2024      Hl. Gregor der Große, Papst, Kirchenlehrer (604)

12.09.2024      Mariä Namen

14.09.2024      Kreuzerhöhung

15.10.2024      Hl. Theresia von Avila, Ordensfrau, Kirchenlehrerin (1582)

18.10.2024      Hl. Lukas, Evangelist

28.10.2024      Hl. Simon und hl. Judas, Apostel

01.11.2024      Allerheiligen

02.11.2024      Allerseelen

09.11.2024      Weihetag der Lateranbasilika

18.11.2024      Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom

30.11.2024      Hl. Andreas, Apostel

01.12.2024      Erster Adventssonntag

04.12.2024      Hl. Barbara, Märtyrin in Nikomedien (306)

06.12.2024      Hl. Nikolaus, Bischof von Myra (um 350)

07.12.2024      Hl. Ambrosius, Bischof von Mailand, Kirchenlehrer (397)

11.12.2024      Hl. Damasus I., Papst (384)

12.12.2024      Gedenktag Unserer Lieben Frau von Guadalupe

14.12.2024      Hl. Johannes vom Kreuz, Ordenspriester, Kirchenlehrer (1591)

24.12.2024      Heiligabend

25.12.2024      Weihnachten

26.12.2024      Hl. Stephanus, erster Märtyrer der Kirche

27.12.2024      Hl. Johannes, Apostel und Evangelist

28.12.2024      Hl. Unschuldige Kinder

29.12.2024      Fest der Heiligen Familie

31.12.2024      Hl. Silvester I., Papst (335)

Nachrichtensendung vom 19.01.2024

Vigano fordert Verhaftung

Kontroverse zur Segnung

Existenz Gottes

NEWS: Medjugorje Visitator bei Papst Franziskus

Das Tagesbulletin des vatikanischen Presseamtes meldet, daß heute morgen der Vatikandiplomaten Msgr. Aldo Cavalli von Papst Franziskus in Audienz empfangen wurde.

Die Nachricht im Tagesbulletin lautet:

„Der Heilige Vater Franziskus hat heute Morgen in Audienz empfangen:
– S.E. Msgr. Aldo Cavalli, Titularerzbischof von Vibo Valentia (Italien), Apostolischer Nuntius.“

Msgr. Cavalli wird mit seiner Titulatur und seinem Dienstrang, aber nicht mit seiner derzeitigen Aufgabe benannt.

Der 77jährige Msgr. Cavalli, der aus der Lombardei stammt, absolvierte seine Priesterausbildung am römischen Priesterseminar und studierte anschließend an der Päpstlichen Lateranuniversität. 1971 für seine Heimatdiözese Bergamo zum Priester geweiht, vollendete er seine Studien, um 1975 die Ausbildung an der Diplomatische Akademie des Heiligen Stuhls anzutreten. Anschließend trat er 1979 in den diplomatischen Dienst ein. 1996 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Apostolischen Nuntius und zum Titularerzbischof von Vibo Valentia. Msgr. Cavalli diente als Nuntius in Chile, Kolumbien, auf Malta und in den Niederlanden. Mit Vollendung seines 75. Lebensjahres ernannte ihn Papst Franziskus im November 2021 zum Apostolischen Visitator für Medjugorje, konkret der dortigen Pfarrei.

Als Franziskus inthronisiert wurde, hatte er ein sehr distanziertes Verhältnis zu Medjugorje, das er in einer morgendlichen Predigt in Santa Marta auch drastisch zum Ausdruck brachte. Doch 2017 erklärte Kardinal Ernest Simoni, sein offizieller Vertreter beim damaligen Jugendfestival in dem herzegowinischen Ort, der Papst habe seine „Meinung zu Medjugorje geändert“.

  • Im selben Jahr hatte Franziskus einige Monate zuvor den polnischen Erzbischof Henryk Hoser zu seinem Sondergesandten für Medjugorje ernannt und kurz darauf das Motu proprio Sanctuarium in Ecclesia erlassen. In diesem wurden die rechtlichen Grundlagen geschaffen, Medjugorje – das nicht namentlich genannt wird – in ein internationales Heiligtum umzuwandeln.
  • 2018 wurde Msgr. Hoser von Franziskus zum Apostolischen Visitator ernannt und die Pfarrei Medjugorje direkt der Aufsicht des Heiligen Stuhls.
  • 2019 erlaubte Franziskus unter vatikanischer Kontrolle, daß von Diözesen und Pfarreien offiziell Pilgerfahrten nach Medjugorje organisiert werden dürfen. Seit den ersten Berichten über Marienerscheinungen in dem herzegowinischen Ort im Sommer 1981 waren, fast 40 Jahre lang, Wallfahrten nur privat möglich gewesen.
  • Im April 2021 erlaubte Franziskus dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung Medjugorje als einen von 30 „repräsentativen Heiligtümern“ in einen päpstlichen Gebetsmarathon einzubinden.

Diesen Maßnahmen waren Disziplinaraktionen gegen Franziskaner und Seher und die Emeritierung des Medjugorje-Kritikers Msgr. Ratko Perić von Mostar vorausgegangen, mit denen der herzegowinische Ort „normalisiert“ werden sollte. Konkret bedeutet das die Zurückdrängung der „Seher“ und der „Botschaften“.

Franziskus drückte es 2018 in dem Gesprächsbuch von Alexandre Awi Mello so aus: „Mich nervt es, wenn sie mit den Botschaften kommen. Die Jungfrau ist ja kein Postamt!“ Er erzählte auch, daß er als Erzbischof von Buenos Aires ein Gebetstreffen mit einem Medjugorje-Seher verboten hatte, das aber dennoch abgehalten wurde. „Sie wußten, daß ich nicht damit einverstanden bin.“ Die Neuheit war jedoch, daß Franziskus zu verstehen gab, zwischen den von ihm abgelehnten Botschaften und den in Medjugorje „trotzdem“ gewirkten Wundern zu differenzieren.

In der Tat besteht kein Zweifel daran, daß in Medjugorje viele Menschen von Gott berührt wurden und zum Glauben und sogar zu einer geistlichen Berufung fanden (s. u. a. Frühe, innige Beziehung zu Jesus).

Die Anerkennung zumindest der ersten sieben Erscheinungen, die 2017 unmittelbar bevorzustehen schien, kam aber bis heute nicht zustande. Ebenso wenig die Errichtung als internationales Heiligtum. Die Entscheidung liegt bei Franziskus.

Msgr. Cavalli trat am 11. Februar 2022 seine neue Aufgabe in Medjugorje an und folgte damit dem dem im Sommer 2021 verstorbenen polnischen Erzbischof Henryk Hoser, der erster Apostolischer Visitator von Medjugorje war. Msgr. Hoser hatte 2019 dort die Handkommunion untersagt.

Über den Inhalt des heutigen Gesprächs wurde nichts bekanntgegeben. Da Cavallis einziger Auftrag derzeit der des Apostolischen Visitators für Medjugorje ist, darf daraus geschlossen werden, daß die Audienz damit zusammenhängt, auch wenn sie nicht als solche dargestellt wird. Papst Franziskus ließ sich heute über die Situation in Medjugorje informieren.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Todsünde ein Recht?

Ist die Todsünde zu einem Recht geworden? Es scheint so, da es in offenkundig skandalöser Weise so präsentiert wird, sowohl im Apostolischen Schreiben Amoris Laetitia vom 19. März 2016 (ein blasphemisches „Geschenk“ an den heiligen Josef und die Kirche, wie Pater Serafino Lanzetta aufgezeigt hat) als auch in der Erklärung Fiducia supplicans des Dikasteriums für die Glaubenslehre, die kurz vor dem Weihnachtsfest, am 18. Dezember 2023, veröffentlicht wurde: ein blasphemisches „Geschenk“ an das Jesuskind und an die zu ihm bekehrten Seelen.

Unter dem Deckmantel honigsüßer Güte, mit lutherisch-modernistisch-rahnerisch-relativistischer Theologie… und jetzt auch noch mit pornographischer Theologie, deren Träger der derzeitige Präfekt des Glaubensdikasteriums, der argentinische Kardinal Víctor Manuel Fernández, ist – Autor von Büchern wie „Saname con tu boca. El arte de besar“ (1995) und „La pasión mística: espiritualidad y sensualidad“ (1998) – versucht man glauben zu machen, daß die Todsünde keinen Einfluß auf den christlichen Zustand hat, so daß der Beichtvater, selbst wenn man sich entschließt, seine Sünden, einschließlich der Todsünden, zu bekennen, verpflichtet ist, auch den Unbußfertigen loszusprechen, alle zu segnen, als ob nichts geschehen wäre, und den „armen Schwachen“ in dem Zustand zu belassen, in dem er sich befindet, ohne die Notwendigkeit einer Bekehrung, und somit ohne sein Leben zu ändern.

Kurzum, die Todsünde scheint zu einem Recht geworden zu sein, zu einem vollwertigen Teil der laizistischen „Erklärung der Menschenrechte“. Der Säkularismus und der Liberalismus sind seit mehreren Jahrzehnten in die irdische Kirche eingedrungen, und unter dem Pontifikat von Papst Franziskus sind wir angesichts des literarischen Hintergrundes des derzeitigen Präfekten für die Glaubenslehre zu einer extremen Laxheit und sogar Laszivität gelangt. Die Sünder haben das „Recht“, in ihrem Zustand der Todsünde zu verharren, ohne zu Reue, Bekehrung und Heiligung eingeladen zu werden. Das aber sind die grundlegenden Faktoren, um sich wirklich als Angehöriger der Kirche Christi zu bezeichnen. Wir haben es mit einem pastoralen Glaubensabfall zu tun, der logischerweise auch den doktrinären Bereich untergräbt.

Dies sind die Worte, die Papst Franziskus wörtlich am 14. Januar in der Sendung „Che tempo che fa“ auf Canale Nove an Fabio Fazio richtete: „Der Herr segnet alle, alle, die kommen. Der Herr segnet alle, die sich taufen lassen können, d. h. jeden Menschen; aber dann müssen die Menschen mit dem Segen des Herrn ins Gespräch kommen und sehen, was der Weg ist, den der Herr ihnen vorschlägt, aber wir müssen sie an der Hand nehmen und ihnen helfen, diesen Weg zu gehen, und sie nicht von vornherein verurteilen, und das ist die pastorale Arbeit der Kirche; das ist eine sehr wichtige Arbeit für die Beichtväter. Ich sage den Beichtvätern immer: Vergeben Sie alles und behandeln Sie die Menschen mit viel Freundlichkeit, so wie der Herr uns behandelt, und wenn Sie dann den Menschen helfen wollen, dann können Sie mit ihnen reden und ihnen helfen, weiterzugehen, aber vergeben Sie allen. In 54 Jahren als Priester habe ich, das ist eine Beichte, 54 Jahre, die ich Priester bin, ich bin eh alt, in diesen 54 Jahren habe ich nur ein einziges Mal die Vergebung verweigert wegen der Heuchelei der Person, ein einziges Mal; immer habe ich alles vergeben, auch, wie ich sage, mit dem Wissen, daß diese Person vielleicht rückfällig wird, aber der Herr vergibt uns; helfen, nicht rückfällig zu werden oder weniger rückfällig zu werden, aber immer vergeben.

Die Heilige Schrift und die Mutter Kirche bejahen nicht dieses liberale subjektive Empfinden, das Irrtum über Irrtum hervorbringt und die Seelen ihrem unbußfertigen Schicksal mit seinen Folgen der Finsternis überläßt, wie es bei der stiefmütterlichen Kirche der Fall ist.

Der Erlöser kam für die Sünder in die Welt, nicht um sie in ihrem Zustand zu belassen: Er kam mit unendlicher Liebe, um sie durch Sein Blutopfer von der Sünde zu erlösen. Aber Sein Opfer reicht nicht aus, um uns zu retten, wir müssen auch unseren kleinen Teil dazu beitragen, indem wir uns entscheiden, unser Leben zu ändern und dem zu entsagen, was uns von Gott trennt, der Sünde, die der schlimmste Feind des Menschen ist.

Satan verführt die Seelen, um sie ins Verderben zu führen, Christus lädt die Seelen zu Sich ein, um sie zur ewigen Seligkeit zu führen. Der Häretiker Luther vertrat ausdrücklich die Ansicht, daß der Glaube ausreicht, um in das Himmelreich zu gelangen, weil Christus bereits für alles bezahlt hat. Die Sünder in ihrem Zustand der Todsünde zu segnen, bedeutet daher, sie in ihrem gefangenen Zustand zu begünstigen, in diesem Fall religiös gesehen irreguläre und homosexuelle Paare. Die Kirche ist als gute Mutter verpflichtet, ihre getauften Kinder vor der Todsünde zu bewahren.

Gott sorgt, belohnt und bestraft, sagt der Katechismus, und er ist in dem Maße barmherzig, wie er in vollkommener Gerechtigkeit handelt. Papst Franziskus erklärte aber Fazio: „Was ich jetzt sage, ist kein Glaubensdogma, sondern eine persönliche Sache von mir. Mir gefällt es zu denken, daß die Hölle leer ist, ich hoffe, daß das die Realität ist.“ Tatsache ist, daß die Hölle existiert: Jesus hat von ihr gesprochen, die Tradition der Kirche hat sie immer bestätigt, von den Aposteln bis zu den Kirchenvätern und ‑lehrern, die Heiligen haben sie gesehen, und die Gottesmutter selbst hat den drei Hirtenkindern von Fatima die Hölle und ihre Bewohner gezeigt.

Das Sechste der Zehn Gebote, die Mose gegeben wurden und die heute niemand mehr ernst zu nehmen scheint, lautet: „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“. Was sagt Jesus zu dem jungen Mann? „Wenn du ins Leben eingehen willst, dann halte die Gebote“ (Mt 19,17). Die zweite der vier Sünden, die vor Gott nach Rache schreien, ist die Sünde wider die Natur; die dritte Sünde wider den Heiligen Geist ist die Sünde des „Widerstrebens gegen die erkannte Wahrheit“.

Der heilige Paulus sagt: „Oder wißt ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht: Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Verweichlichte, noch Sodomiten, noch Diebe, noch Geizige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Habgierige werden sein Reich erben“ (Gal 5,19–21); und der Evangelist Johannes spricht ausdrücklich von den Sünden, die in die Hölle führen: „Für die Feigen und Ungläubigen, die Niederträchtigen, Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, die Götzendiener und alle Lügner ist der Pfuhl von Feuer und Schwefel bestimmt: Das ist der zweite Tod“ (Offb 21,8).

Jesus fordert die Ehebrecherin, die niemand verurteilt hat, mit Nachdruck auf: „Geh hin und sündige nicht mehr“, und zu Magdalena sagt Er, nur weil sie reumütig ist: „Deine Sünden sind dir vergeben“ (Lk 7,48), also das, was jeder gute Beichtvater tun muß.

Der Apostel der Heiden erklärt „meinem rechtmäßigen Sohn im Glauben, TimotheusWir wissen, daß das Gesetz gut ist, wenn man es rechtmäßig anwendet; wir wissen auch, daß das Gesetz nicht für die Gerechten gemacht ist, sondern für die Ungerechten und Widerspenstigen, für die Gottlosen und Sünder, für die Frevler und Ungläubigen, für die, die Vater und Mutter töten, für die Mörder, für die Hurer, für Sodomiten, für Sklavenhändler, für Lügner, für Meineidige und für alles andere, was der gesunden Lehre widerspricht, nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist“ (1 Tim 1,1–11).

Das ist unser Glaube, im übrigen: „Wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium predigen würden als das, was wir euch gepredigt haben, so wäre es anathema“ (Gal 1,8). Eine gesunde Seelsorge ist nichts anderes als die Anwendung der gesunden Lehre, sonst infiziert die pathologische und verwirrende Seelsorge die Lehre selbst. Der Teufel bedient sich nun an allem und jedem, aber nicht an denen, die im Glauben widerstehen, um weiterhin Kinder Gottes zu sein: „Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben: Erben Gottes, Miterben Christi, wenn wir wahrhaftig an seinen Leiden teilhaben, um auch an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. Denn ich bin überzeugt, daß die gegenwärtigen Leiden nicht vergleichbar sind mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Röm 8,17–18).

*Cristina Siccardi, Historikerin und Publizistin, zu ihren jüngsten Buchpublikationen gehören „L’inverno della Chiesa dopo il Concilio Vaticano II“ (Der Winter der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Veränderungen und Ursachen, 2013); „San Pio X“ (Der heilige Pius X. Das Leben des Papstes, der die Kirche geordnet und reformiert hat, 2014) und vor allem ihr Buch „San Francesco“ (Heiliger Franziskus. Eine der am meisten verzerrten Gestalten der Geschichte, 2019).

Quelle: katholisches.info

NEWS: Beinahe 14’800 Angriffe auf Kirchen, christliche Schulen und Krankenhäuser 

Weltverfolgungsindex 2024: Beinahe 14’800 Angriffe auf Kirchen, christliche Schulen und Krankenhäuser  Regierungen und Extremisten wollen christliches Leben auslöschen
Die Zahl der zerstörten oder geschlossenen christlichen Einrichtungen wie Kirchen, Schulen oder Krankenhäuser hat in den vergangenen Monaten ein besorgniserregendes Ausmass angenommen, berichtet das internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 des neuen Weltverfolgungsindex wurden 14‘766 christliche Gebäude zerstört oder geschlossen. Darüber hinaus spitzt sich die Situation der Christen in Subsahara-Afrika weiter dramatisch zu; in immer mehr Ländern sind sie von extremer Gewalt betroffen.
Der Weltverfolgungsindex (WVI), der am 17. Januar 2024 veröffentlicht wurde, listet die 50 Länder auf, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben und zu bekennen. Christen sind in vielen Ländern grosser Feindseligkeit, Hass und der Androhung ihrer Vertreibung oder Vernichtung ausgesetzt. Durch Regierungen, die Kirchen zerstören oder schliessen lassen, durch extremistische Gruppen, die Dörfer und Gottesdienste überfallen und Christen töten sowie durch gewalttätige Menschenansammlungen, die mit roher Gewalt Christen vertreiben oder ermorden. 

Gewalt gegen Christen: Angriffe auf Kirchen sowie unmittelbare physische Gewalt

Die zehn Länder des WVI 2024, in denen die meisten Kirchen betroffen waren, sind: China, Indien, Nigeria, Nicaragua, Äthiopien, Ruanda, Sudan, Burkina Faso, Niger und Angola.
In China (Platz 19 auf dem Weltverfolgungsindex) wurden aufgrund alter und neuer Massnahmen des Regimes mehr als 10‘000 Kirchen geschlossen. Dagegen werden in Pakistan (# 7) und Indien (# 11) Angriffe auf Kirchen überwiegend durch gewalttätige Menschenansammlungen verübt. Im indischen Bundesstaat Manipur wurden im Mai 2023 insgesamt etwa 400 Kirchen zerstört. Mehr als 100 Christen wurden dabei ermordet, Zehntausende von ihnen vertrieben. Die UN äusserte in einer Erklärung ihr Entsetzen über die Gewalt, die vielfach gegen christliche Mädchen und Frauen gerichtet ist. Die Zahl der wegen ihres Glaubens ermordeten Christen in Indien stieg von 17 im Vorjahr auf mindestens 160. Mehr als 82 Prozent der weltweit wegen ihres Glaubens getöteten Christen lebten in Nigeria (# 6). In Subsahara-Afrika wurden weitaus mehr Morde im Zusammenhang mit dem Glauben verübt als in jeder anderen Region auf dem WVI. Das ist ein Trend, der seit mehreren Jahren zu beobachten ist. In Äthiopien (# 32) nahm die Zahl der Angriffe auf Kirchen und Schulen dramatisch zu, von 22 im Vorjahr auf 284. In Burkina Faso (# 20) und der Zentralafrikanischen Republik (# 28) stieg die Zahl der niedergebrannten, geplünderten oder beschlagnahmten Geschäfte in christlichem Besitz sprunghaft an.
Weiteren afrikanischen Ländern auf dem WVI droht eine ähnliche Entwicklung. Der Weltverfolgungsindex (WVI) 2024 in Zahlen:  Mehr als 365 Millionen Christen weltweit (1 von 7) sind wegen ihres Glaubens mindestens in hohem Masse Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.4998 Christen weltweit wurden in Zusammenhang mit der Ausübung ihres Glaubens getötet. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, doch zahlreiche Konflikte in den Ländern erschweren die Dokumentation.Die Zahl der Angriffe auf Kirchen, christliche Schulen und Krankenhäuser hat sich versiebenfacht, von 2110 (WVI 2023) auf 14‘766 (WVI 2024). Von physischer Gewalt oder Todesdrohungen waren 42‘849 Christen betroffen (2023: 29‘411).Angriffe auf Häuser von Christen nahmen gegenüber 2023 um 371 Prozent zu: von 4547 auf 21‘431.278‘716 Christen wurden aus ihren Häusern vertrieben oder mussten in den Untergrund gehen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit 124‘310.

Kirchliches Leben von Auslöschung bedroht: Angriffe und Schliessungen in grosser Zahl in China und Indien

Die Zahlen zeigen, dass Kirchen in China (geschätzte 10‘000 geschlossene Kirchen) und Indien (2228 angegriffene Kirchen) am stärksten von Schliessung oder Zerstörung bedroht sind. Auf diese beiden Länder entfallen fast 83 Prozent aller Angriffe oder Schliessungen von Kirchen in allen Ländern des WVI 2024.  China hat durch eine Reihe alter und neuer autoritärer Massnahmen Tausende von Kirchen geschlossen. Grosse, nicht registrierte «Hauskirchen», die in Hotels oder Bürogebäuden zusammentrafen, wurden gezwungen, sich in eine Vielzahl von weniger sichtbaren Hausgruppen aufzuspalten. Viele Veranstaltungsorte wurden genötigt, auch staatlich anerkannte Kirchen auszusperren. Diese mussten häufig mit grösseren Kirchen fusionieren, um der Regierung eine einfachere Kontrolle zu ermöglichen. Im Gegensatz dazu werden die Angriffe auf Kirchen in Indien von aggressiven Mobs verübt. Nach Angaben des Erzbischofs von Imphal, Dominic Lupon, wurden in den ersten 36 Stunden der Gewalt in Manipur 249 Kirchen zerstört. Dabei handelte es sich ausschliesslich um Kirchen der Meitei, die nicht vom Stamm der Kuki (die mehrheitlich Christen sind), sondern von Meitei-Hindus zerstört wurden, die also Christen aus ihrem eigenen Stamm angriffen. Im gesamten Verlauf der Unruhen wurden etwa 400 Kirchen zerstört.  

Zwei Probleme in Subsahara-Afrika: radikaler Islam und autokratische Regime, die durch den Einfluss von aussen gestärkt werden

In 18 der 26 Länder des WVI, die südlich der Sahara liegen, wurden mindestens 4606 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Mehr als 82 Prozent der weltweit getöteten Christen lebten in Nigeria. 15 dieser 26 Länder erreichten die höchste Stufe in der Bewertung der Gewalttaten gegen Christen. «Die Bedrohung durch militante Islamisten in Subsahara-Afrika hat sich so verschärft, dass viele Christen in der Region zunehmend Angst haben», erläutert Frans Veerman, Leiter von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors.  Christen werden gezielt ins Visier genommen oder sind besonders verwundbar auf einem Kontinent, der von dem doppelten Problem radikaler islamischer Elemente und zunehmend autokratischer Regime heimgesucht wird. Das stellt eine ständig wachsende Bedrohung für Christen in Subsahara-Afrika dar. Man muss erwarten, dass dieser doppelte Druck sie überwältigen und sie aus ihren Häusern und Dörfern vertreiben wird, wenn er nicht unter Kontrolle gebracht wird. Mindestens 16,2 Millionen Christen in Subsahara-Afrika wurden bis Ende 2022 gewaltsam vertrieben, davon über hunderttausend als direkte Reaktion auf religiöse Verfolgung.» Radikale islamische Gruppen, die instabile politische Verhältnisse ausnutzen, sind auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet. Die Umbrüche in der Regierungsführung und Sicherheit haben den dschihadistischen Aktivitäten Tür und Tor geöffnet, wie sie beispielsweise in Burkina Faso (# 20), Mali (# 14), Mosambik (# 39), Nigeria und Somalia (# 2) zu beobachten sind.
«Wir sind besonders besorgt über die Zunahme der gewalttätigen Angriffe auf christliche Gemeinschaften. Der sehr starke Anstieg der Zahl der angegriffenen, zerstörten oder geschlossenen Kirchen ist alarmierend und zeigt, dass die Freiheit, seinen Glauben ‹allein oder in Gemeinschaft› zu bekunden, wie in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte dekretiert, in vielen Teilen der Welt in Gefahr ist. Wir sind auch sehr besorgt über die zahlreichen Angriffe auf Christen in Afrika südlich der Sahara, die hunderttausend von ihnen gezwungen hat, aus ihren Dörfern in Vertriebenenlager zu fliehen, wo sie unter sehr schwierigen Bedingungen und ohne Zukunftsperspektive leben. Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und einzugreifen, damit die betroffenen Regierungen Massnahmen ergreifen, um ihre Bevölkerung zu schützen und dem Recht der Christen, ihren Glauben in Frieden zu leben, Geltung zu verschaffen», stellt Philippe Fonjallaz, Direktor von Open Doors Schweiz, fest. 

Weitere Schlaglichter: Nicaragua ( # 30) und Nordkorea (# 1)

Die kommunistischen Diktaturen in Lateinamerika stehen der Kirche zunehmend feindlich gegenüber. In Nicaragua zeigt sich das besonders deutlich, das Land ist auf dem WVI 2024 um 20 Plätze gestiegen. Die Regierung Ortega unterdrückt die Religionsfreiheit immer offener. Universitäten und anderen Einrichtungen, die mit der Kirche verbunden sind, wird die Zulassung entzogen. In christlichem Besitz befindliche Immobilien und Medien werden beschlagnahmt. Kritiker dieser Restriktionen durch die Regierung, sowohl kirchliche als auch weltliche, werden verhaftet, ebenso wie ihre Verteidiger. So wurde im Februar 2023 dem katholischen Bischof von Matagalpa, Rolando Álvarez, als einem offenen Verfechter der bürgerlichen Freiheiten, die Staatsbürgerschaft entzogen und er wurde zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt.  Nordkorea steht erneut auf Platz eins des Weltverfolgungsindex, wie seit 1992, mit Ausnahme von 2022, als Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban den WVI anführte. Christen sind gezwungen, ihren Glauben in völliger Geheimhaltung zu praktizieren. Berichte über Razzien gelangen nur selten in die internationalen Medien, aber ein Beispiel wurde im April 2023 bekannt, als sich fünf Christen in einem abgelegenen Bauernhaus im Zentrum Nordkoreas zum Gebet versammelten, nur um festzustellen, dass die Polizei von einem Informanten benachrichtigt worden war und auf sie wartete. Den fünf verhafteten Christen drohen nun Jahre der Zwangsarbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen. In Nordkorea gibt es etwa 200‘000 politische und religiöse Gefangene, die in mehreren über das ganze Land verteilten Lagern festgehalten werden. Schätzungsweise 50‘000 bis 70‘000 von ihnen sind Christen, die nur aufgrund ihres Glaubens inhaftiert sind. 

TOP 50 mit sehr hoher und extremer Verfolgung

In den 50 Ländern des Weltverfolgungsindex (WVI) sind rund 317 Millionen Christen einem sehr hohen bis extremen Mass an Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Betrachtet man ausserdem die Länder mit einem hohen Mass an Verfolgung, so sind rund 365 Millionen Christen betroffen. Mittels einer Indexpunktzahl werden die Länder den Verfolgungsrubriken «extrem» (81-100 Punkte), «sehr hoch» (61-80 Punkte) und «hoch» (41-60 Punkte) zugeordnet.  

TOP 10 im WVI 2024 (Rang im WVI 2023 in Klammern)

1.    Nordkorea (1)
2.    Somalia (2)
3.    Libyen (5)
4.    Eritrea (4)
5.    Jemen (3)
6.    Nigeria (6)
7.    Pakistan (7)
8.    Sudan (10)
9.    Iran (8)
10.  Afghanistan (9)  

Open Doors setzt sich in über 70 Ländern durch Hilfsprojekte für verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das Ausmass an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür liefern betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, unabhängige Experten sowie Analysten von Open Doors International. Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex wird durch das Internationale Institut für Religionsfreiheit geprüft und zertifiziert

Quelle: opendoors.ch

Mittwochskolumne: Ökumene

Ökumene

Bern (novaradio.ch): Vom 18. bis 25. Januar findet die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. Es ist schön, dass jedes Jahr für die Einheit der Christen gebetet wird. Jesus Christus wollte keine gespaltene Christenheit, sondern dass wir alle eins sind. Daher sollte jeder Christ, dies unabhängig von seiner Konfession, dazu beitragen, diese Einheit zu fördern. Man trägt jedoch nicht dazu bei, indem man seine eigene Konfession verleugnet. Leider wurde dies in den letzten Jahren zu häufig getan. Katholiken haben darauf verzichtet, die katholische Lehre zu vertreten, um die Reformierten nicht zu beleidigen. Beispielsweise wurde auf die Feier der Eucharistie verzichtet, um ökumenische Gottesdienste zu ermöglichen. Da ich viele Freunde habe, die reformiert sind, weiss ich, dass glaubensfeste Reformierte sicherlich keinen Anstoss daran nehmen, wenn Katholiken das zentrale Geheimnis ihres Glaubens – die Eucharistie – feiern. Ganz im Gegenteil haben reformierte Mitchristen häufig ein grosses Interesse an der Heiligen Messe, da ihnen die reformierten Gottesdienste sehr wortlastig und wenig sinnesfreudig vorkommen. Daher sollte die Praxis, die Eucharistiefeier aufgrund von einem ökumenischen Gottesdienst ausfallen zu lassen, vermieden werden. Wenn wir eine wahrhaftige Ökumene wünschen, dann darf dies nicht auf Kosten der Katholischen Identität geschehen. Auch wir als Katholiken können von den evangelischen Mitchristen nicht verlangen, auf ihre Identität zu verzichten.

Ökumene bedeutet für mich daher nicht Verwässerung des Glaubens, sondern die Suche nach Gemeinsamkeiten. Die grösste Gemeinsamkeit ist dabei der Glaube an Jesus Christus und an sein Wort, das uns in der Heiligen Schrift offenbart wird. Es wäre sehr schön, wenn Christen vermehrt zusammenkämen, um die Bibel zu lesen. Auch könnten Christen gemeinsam diakonische Projekte starten. Für Menschen in Not spielt es keine Rolle, ob ihnen ein Katholik oder Protestant hilft. Das Tragische an der heutigen Ökumene ist, dass sie krampfhaft versucht, gerade dort Gemeinsamkeiten zu schaffen, wo die grössten Unterschiede sind (Liturgie), währenddem in den Bereichen, wo man gemeinsam wirken könnte, keine Anstrengungen unternommen werden (Diakonie und Verkündigung).

Nutzen wir diese Woche, um Gott darum zu bitten, uns Wege der Einheit zu zeigen, ohne dass wir unseren katholischen Glauben relativieren müssen. DR

FSSP: Heilig-Land-Wallfahrt vom 21. April bis 5. Mai 2024

Es wird nicht verwundern, dass für diese Wallfahrt wieder einige Plätze frei sind. Deshalb möchte ich hiermit versuchen, um Mitpilger zu werben.

  • Wir werden ab Zürich mit der Fluggesellschaft ELAL fliegen. Diese ist seit Anfang Oktober ohne Unterbrechung und ohne jeden Zwischenfall geflogen. Die Zahl der Flüge ab Zürich wurde sogar vermehrt.
  • Seit Ausbruch des Krieges gab es an keinem einzigen der von uns besuchten Orte irgendwelche ernsthaften Zwischenfälle. Die Studenten der Dormitio haben vor Weihnachten die heiligen Orte in Galiläa besucht und sind in der Christnacht sogar zu Fuß nach Bethlehem gepilgert. Aus Israel und Palästina habe ich nur Ermutigungen gehört, die Wallfahrt durchzuführen.
  • Der Frühling ist auch in Israel die allerschönste Zeit, und Galiläa wird einem Blumenstrauß gleichen. Die Aussicht, dass voraussichtlich weniger Touristen unterwegs sein werden, könnte die Wallfahrt sogar ganz besonders attraktiv machen.

Erbitten Sie gerne das detaillierte Programm samt Anmeldeformular! p.ramm@fssp.ch

Heilige: Hl. Antonius der Grosse

Opus Dei: Der Weg Teil 10

Nachrichtensendung vom 12.01.2024

Franz Beckenbauer ist Tod

Kardinal Sarah ist gegen Homosegnungen

Mittwochskolumne vom 10.01.2024

Die Heilige Schrift lesen

Bern (novaradio.ch): Es ist heute bei vielen Menschen, leider auch Katholiken, nicht mehr beliebt, die Heilige Schrift zu lesen. Viele Christen kennen das Alte und Neue Testament nur sehr schlecht. Sogar bei sehr frommen Katholiken ist es oft so, dass sie zwar regelmässig die Heiligen Messen besuchen und zuhause beten, jedoch die Bibel nicht lesen. Ich möchte heute dazu aufrufen, sich wieder vermehrt dem Lesen der Bibel zu widmen. Drei Gründe sind für mich hierbei entscheidend. Erstens ist die Bibel das Fundament unseres Glaubens. Wenn wir unseren Glauben kennenlernen und verstehen wollen, ist es unverzichtbar, die Bibel zu lesen. Beispielsweise können wir die Grösse des Osterfestes viel besser nachvollziehen, wenn wir im Alten Testament über den Exodus der Israeliten aus Ägypten lesen. Wir sehen Zusammenhänge zwischen der Geschichte des jüdischen Volkes im Alten Testament und der Frohen Botschaft, die uns im Neuen Testament verkündet