Papst Leo XIV. stellt klar: Kein Katholik kann für Abtreibung sein
Rom – Mit deutlichen Worten hat Papst Leo XIV. katholische Politiker an ihre Glaubensverpflichtung erinnert. „Man kann nicht katholisch sein und zugleich Gesetze unterstützen, die Abtreibung ermöglichen oder fördern“, erklärte der Papst bei einer Ansprache im Vatikan.
Die Botschaft ist eindeutig: Abtreibung ist aus kirchlicher Sicht kein Randthema, sondern eine fundamentale Frage von Leben und Tod. Schon die frühkirchliche Didache verurteilte Abtreibung als schwere Sünde. Papst Johannes Paul II. sprach in seiner Enzyklika Evangelium Vitae vom „schreienden Unrecht“, das dem ungeborenen Kind angetan wird.
Leo XIV. knüpft an diese Tradition an. Für ihn ist der Schutz des Lebens nicht eine moralische Meinung, sondern universales Naturrecht: „Ohne das Leben gibt es keine Freiheit, keine Gerechtigkeit, keine Menschenwürde.“
Damit richtet sich der Papst vor allem an jene Politiker, die ihren katholischen Glauben zwar öffentlich bekennen, im politischen Handeln aber das Gegenteil vertreten. Ein bloss „privates Dagegensein“ bei gleichzeitiger Zustimmung zu liberalen Abtreibungsgesetzen sei ein Widerspruch in sich.
Bereits unter Benedikt XVI. hatte die Glaubenskongregation 2004 betont, dass katholische Politiker, die aktiv pro Abtreibung stimmen, von der Kommunion ausgeschlossen werden können. Leo XIV. verschärft nun den Ton und stellt die Frage nach der Glaubwürdigkeit katholischer Amts- und Mandatsträger ins Zentrum.
Die Ansprache dürfte europaweit, insbesondere in Ländern mit liberalen Abtreibungsgesetzen, hohe Wellen schlagen. Sie ist zugleich ein Signal an die Kirche selbst: Der Schutz des Lebens bleibt nicht verhandelbarer Kern der katholischen Wahrheit.
Kommentar: Ein klares „Nein“ zum doppelten Spiel
Von der Kanzel ins Parlament – und zurück. Viele katholische Politiker versuchen, diesen Spagat zu schaffen: Am Sonntag den Glauben bekennen, unter der Woche liberale Abtreibungsgesetze mittragen. Papst Leo XIV. hat diesem doppelten Spiel nun ein Ende gesetzt: „Ihr könnt nicht katholisch und für Abtreibung sein.“
Das ist kein Machtwort, sondern ein Weckruf. Denn es geht hier nicht um Detailfragen der Sozialpolitik, sondern um den Kern des christlichen Menschenbildes: das Recht auf Leben. Wer es preisgibt, macht sich zum Komplizen einer „Kultur des Todes“ (Johannes Paul II.).
Die Worte des Papstes sind unbequem. Sie treffen besonders dort, wo das Etikett „katholisch“ gern zur Imagepflege dient, während das eigene Abstimmungsverhalten im Parlament dem Glauben ins Gesicht schlägt. Aber Leo XIV. macht deutlich: Es gibt keine Neutralität im Bösen.
Die Botschaft ist radikal einfach: Entweder Christus – oder die Logik des Todes. Ein Katholik, der politisch für Abtreibung stimmt, widerspricht nicht nur der Kirche, sondern Christus selbst.
novaradio.ch meint: Diese Klarheit war überfällig. Papst Leo XIV. hat das gesagt, was viele Bischöfe nicht mehr zu sagen wagten. Wer katholisch ist, muss es auch dann sein, wenn es kostet – auch im Parlament. Alles andere ist Heuchelei.
