Papst Leo XIV. hat heute seine einwöchige apostolische Reise nach Spanien begonnen. Für das im Mai 2025 gewählte Kirchenoberhaupt ist dies der erste grosse Besuch in einem europäischen Land ausserhalb Italiens. Der heutige Auftakt in Madrid war dicht gepackt mit offiziellen Empfängen, gesellschaftspolitischen Appellen und einer emotionalen Großveranstaltung mit Jugendlichen.

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Stationen des ersten Tages

  • Ankunft und königlicher Empfang: Nach der Landung in Madrid-Barajas wurde der Papst von König Felipe VI. und Königin Letizia im Königspalast begrüsst. Dort kam er auch mit Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und dem diplomatischen Korps zusammen.

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  • Sozialer Fokus am Nachmittag: Leo XIV. besuchte das Caritas-Sozialprojekt „CEDIA 24 Horas“ im Madrider Stadtteil Carabanchel, um direkt mit den Mitarbeitern und Menschen zu sprechen, die am Rande der Gesellschaft leben.

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Grosse Jugendvigil am Abend: Den Abschluss des Tages bildete eine riesige Gebetswache auf der Plaza de Lima vor dem Real-Madrid-Stadion. Laut Behörden und Organisatoren versammelten sich dort zwischen 500.000 und 600.000 junge Menschen.

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Die wichtigsten Aussagen des Papstes

Papst Leo XIV. nutzte seine Ansprachen und die Pressegespräche auf dem Hinflug für klare und tiefgründige Botschaften:

  • Gegen Polarisierung und Ideologien: In seiner Rede vor den Vertretern des öffentlichen Lebens warnte der Papst eindringlich vor gesellschaftlicher Spaltung. Man müsse von „fruchtlosen Vereinfachungen zu einer fruchtbaren Anerkennung der Komplexität“ gelangen. Er mahnte: „Vermeiden wir Worte, die erniedrigen oder gegeneinander aufbringen.“
  • Dringender Friedensappell: Auf dem Hinflug forderte er ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges. Nach mittlerweile viereinhalb Jahren verschlimmere sich die Lage immer weiter, weshalb dringend eine Lösung gefunden werden müsse. Spanien lobte er in diesem Kontext für seine Treue zum Völkerrecht.
  • Aufarbeitung von Missbrauch: Den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bezeichnete er als weiterhin „offene Wunde“. Der Vatikan bestätigte parallel dazu, dass sich der Papst im Laufe der Reise mit Betroffenen treffen wird.
  • Appell an die Jugend: Bei der abendlichen Vigil rief er den Hunderttausenden gläubigen Jugendlichen zu: „Seid das Licht“, und ermutigte sie, sich in einer zunehmend säkularen Welt sozial zu engagieren und den Glauben mutig zu leben.

Ausblick auf das weitere Programm

Die Reise des Pontifex geht noch bis zum 12. Juni weiter und verspricht hochkarätige Termine:

  • Sonntag, 7. Juni (Fronleichnam): Nach einer feierlichen Messe auf der Plaza de Cibeles folgt ein emotionaler Höhepunkt für den Papst persönlich: Ein privates Treffen mit dem Augustinerorden, dem er vor seiner Papstwahl selbst jahrelang als Generalprior vorstand. Am Abend gibt es ein Kulturevent in der Movistar Arena, bei dem unter anderem Hollywood-Star Antonio Banderas spricht.
  • Montag, 8. Juni: Politische Gespräche mit dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in der Nuntiatur und eine historische Ansprache vor den spanischen Parlamentariern im Abgeordnetenkongress. Abends folgt ein Treffen mit der Diözesangemeinschaft im Stadion Santiago Bernabéu.
  • Dienstag & Mittwoch (Barcelona): Neben dem Besuch einer Strafvollzugsanstalt steht eine Messe in der weltberühmten Sagrada Família an, bei der der fertiggestellte, 172,5 Meter hohe Jesus-Christus-Turm gesegnet wird.
  • Donnerstag & Freitag (Kanarische Inseln): Zum Abschluss reist der Papst nach Gran Canaria und Teneriffa. Hier wird das hochbrisante Thema der Migrationskrise und Flüchtlingspolitik im Mittelpunkt stehen, bevor er am Freitagabend den Rückflug nach Rom antritt.

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