Bern (novaradio.ch): In einigen Tagen feiert die Kirche die beiden Feste Allerheiligen und Allerseelen. Einen Tag vor Allerheiligen, am 31. Oktober, feiern Kindern und Jugendliche Halloween. Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den Katholiken, die weltliche Feste schlecht finden und glauben, dass jedes Fest einen religiösen Charakter haben muss. Gott hat die Welt erschaffen und die Welt ist gut. Daher sollen sich Christen auch an der Welt erfreuen. Trotzdem habe ich grosse Mühe mit Halloween, da es ganz klar einen Gegensatz darstellt zu dem, was die Kirche im November ihren Gläubigen näherbringen möchte. Die beiden Feste Allerheiligen und Allerseelen und der ganze Monat November fordern uns auf, uns mit unserer Endlichkeit auseinanderzusetzen. Uns soll bewusst werden, dass wir alle sterbliche Wesen sind und unsere Heimat nicht auf der Erde ist, sondern bei Gott. Halloween möchte gerade das Gegenteil aufzeigen. Es suggeriert den Kindern und Jugendlichen, dass wir nach dem Tod als Geister auf der Erde herumirren und es keine Erlösung gibt. Natürlich werden nun viele Leser denken, dass ich hier übertreibe und zu viel reininterpretiere. Ich bleibe aber bei meiner Meinung. Halloween wird bewusst als eine Gegenbewegung zum Christentum propagiert und ist vor allem für die Seelen der Kinder und Jugendlichen, die sehr beeinflussbar sind, gefährlich.
Als Katholiken sollten wir unseren Mitmenschen zeigen, dass wir daran glauben, dass Gott das letzte Wort hat und wir alle nach unserem Tod vor IHM stehen werden. Wir sollten unseren Mitmenschen zeigen, dass wir daran glauben, dass wir mit unseren Verstorbenen weiterhin eine Gemeinschaft bilden, bei der wir für die Verstorbenen und die Verstorbenen für uns beten.
Nutzen wir daher den Monat November, um durch unser christliches Beispiel eine Neuevangelisierung einzuleiten. Wir glauben an das ewige Leben und die ewige Freude bei Gott. Diese Botschaft und das damit verbundene Glück ist unendlich grösser als der Spass, den die Menschen beim Halloween haben. Die Liebe Gottes ist grösser als der Tod. Verkünden wir diese Botschaft in der Welt! DR
