Bern (novaradio.ch): Über den Monat April, der nun dem Ende zugeht, wird gesagt, dass er macht, was er will. Da das Wetter im April oft schwankt und man von Sonnenschein bis Schnee alles erwarten kann, wird diese Redewendung oft bemüht. Auch in unserer Gesellschaft scheint es so zu sein, dass viele Menschen das Ideal haben, nur das zu machen, was sie gerade möchten. Die Auslebung des eigenen Willens scheint das oberste Gebot der Stunde zu sein. Der Begriff Selbstverwirklichung ist in aller Munde. Die Wahrheit ist jedoch, dass die meisten Menschen irgendwelchen Zwängen ausgesetzt sind, sei es wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen. Die grosse Freiheit, die man für sich in Anspruch nimmt, ist oft eine sehr kleine. Trotzdem ist es für viele Menschen ein Traum, seinen eigenen Willen auszuleben, ganz ohne Rücksicht auf die Mitmenschen oder die Moral.
Wir als Christen sollten hier gerade anders denken und anders handeln. Wir haben zwar als Christen die Freiheit der Kinder Gottes, da Jesus uns von den Sünden befreit hat, die uns geknechtet hatten. Diese Freiheit besteht gerade darin, nicht den eigenen Trieben zu folgen, sondern den festen Willen zu haben, Gottes Gebote höher zu achten als die Befriedigung der eigenen Wünsche. Oft ist die Freiheit, die uns die Welt bieten möchte, nichts anderes als die Knechtschaft der Sünde. Zu glauben, man sei frei, wenn man einfach das macht, was man gerade will, ist ein grosser Trugschluss. Der Katholik macht nicht, was er will. Der Katholik macht das, was Gott will. DR
