Bern (novaradio.ch): Noch einige Stunden und wir begrüssen das Neue Jahr. Silvester ist für viele Menschen ein Grund, ausgelassen zu feiern. Selbstverständlich ist es schön und auch gut, dass sich Menschen an diesem Übergang vom alten ins Neue Jahr erfreuen. Als Christen sollten wir uns jedoch Gedanken machen, welche Bedeutung die Zeit in unserem Leben hat. Viele Menschen leben heutzutage in der Vergangenheit, da sie Dinge bereuen, die sie gemacht haben oder die anders liefen, als sie es sich gewünscht haben. Dann gibt es auch Menschen, die in der Zukunft leben, da sie sich ständig Sorgen machen über den morgigen Tag. Durch den Blick zurück und den Blick nach vorne können viele Menschen ihr Leben nicht geniessen, sondern verfallen in Depressionen.

Das Beten des Ave Maria erinnert uns daran, welche zwei Zeitpunkte für einen Katholiken die beiden einzig wichtigen sind. «Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.» Gott gehört die ganze Zeit, die Vergangenheit und die Zukunft. Unsere Aufgabe ist es, im Hier und Jetzt zu leben und uns den Herausforderungen zu stellen, die Gott uns in der Gegenwart gibt. Ebenfalls ist es unsere Pflicht, uns Gedanken um unsere Endlichkeit zu machen. Niemand von uns wird für immer auf der Erde weilen. Wir alle werden uns vor Gott für unsere Taten verantworten müssen. Daher sind der jetzige Moment und unser Tod, unser Eintritt in die Ewigkeit, die einzige Zeit, die wirklich wichtig ist. Der Rest gehört Gott. Wenn wir mit dieser Einstellung durchs Leben gehen, werden wir viel gelassener sein und wir werden erkennen, wie viel Glück und Liebe Gott uns in jedem Augenblick unseres Lebens schenken möchte. Richtiges Leben findet nur in der Gegenwart statt. Und unsere Vollendung findet bei Gott statt, wenn wir zu IHM gehen werden nach unserem Tod.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für das Neue Jahr 2026, aber vor allem wünsche ich Ihnen die Gnade, den Moment geniessen zu können und die Fähigkeit, Gottes Wille jederzeit zu erkennen. DR

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