Bern (novaradio.ch): Wer momentan die Nachrichten anschaut, wird mit Kriegsbildern konfrontiert und anderen schlimmen Meldungen. Die Welt scheint aus den Fugen geraten sein. Auch wenn es immer Kriege gab, ist der Krieg nun sehr nahe an Europa gerückt und wir wissen nicht, wie sich die Situation entwickeln wird. Ich finde es äusserst traurig, dass die normalen Menschen nicht auf die Strasse gehen und für den Frieden demonstrieren. Ich hoffe, dass zumindest viele Katholiken zuhause und in den Kirchen für Frieden beten. In so einer Weltlage läuft der einzelne Katholik Gefahr, dass er sich zu fest auf das Weltgeschehen konzentriert und dabei vergisst, das eigene Leben im christlichen Geist zu führen. Persönlich glaube ich fest daran, dass Gott uns die Gnade gibt, unser und das Leben unserer Mitmenschen durch unser authentisches christliches Leben zum Besseren zu verändern. Wenn wir aber durch Dinge abgelenkt werden, die ohnehin nicht unmittelbar in unserer Macht stehen, werden wir passiv und verpassen es, die guten Dinge zu tun, die wir tun könnten. Wir verlieren dadurch unser reines Herz, da wir nicht mehr im Moment leben, sondern uns nur noch durch äussere Nachrichten ablenken, oft sogar lenken lassen. Damit möchte ich nicht sagen, dass man sich nicht für die Welt interessieren solle. Wie oben geschrieben finde ich es ja schade, dass die einfachen Bürger sich nicht stärker für den Frieden einsetzen und unseren Regierungen klarmachen, dass wir dieses mörderische Wettrüsten in den zivilisatorischen Untergang nicht mittragen. Ich meine aber damit, dass wir unser Herz nicht verwirren lassen dürfen und weiterhin den alltäglichen Pflichten nachgehen müssen, die darin bestehen, unseren Nächsten und Gott zu lieben. Wenn wir durch dieses Pflichtbewusstsein die Welt im Kleinen verbessern, kann dies auch grosse Auswirkungen auf die Welt als Ganzes haben. Die kleine Liebe im Alltag darf nie unterschätzt werden.
Bewahren wir uns daher trotz aller Unruhen ein reines Herz, das weiss, dass Gott der Herr der Welt ist und wir uns vor nichts fürchten müssen. DR
