Bern (novaradio.ch): Ich bin schockiert über den Entscheid des Schweizer Parlaments, Abtreibungen vollumfänglich durch die Krankenkassen finanzieren zu lassen. Dies bedeutet, dass die Tötung eines Kinds weniger kostet, als wenn jemand im Winter eine Grippe bekommt und krank wird. Bei der Grippe wird er seinen Selbstbehalt übernehmen müssen, bei der Tötung von ungeborenen Kindern wird die Krankenkasse alle Kosten übernehmen. Wir leben nun in einem Staat, der das Töten von ungeborenem Leben nicht nur erlaubt, sondern auch noch finanziert. Es ist unsere Pflicht als Katholiken, gegen diese Politik des Todes zu kämpfen und für eine lebensbejahende Gesellschaft einzutreten. Wir können nicht zulassen, dass das Leben als Krankheit betrachtet wird. Genau dieses Denken beherrscht die Politiker, welche die Krankenkasse dafür zahlen lassen wollen, um ein werdendes Leben im Mutterleib zu töten.
Ähnlich sieht es leider am Lebensende aus. Wenn Organisationen ihre Dienste anbieten, um älteren und kranken Menschen zu helfen, sich selbst umzubringen, dann widerspricht dies fundamental der christlichen Lehre. Das Leben ist von der Empfängnis bis zum natürlichen Lebensende kostbar und ein Geschenk Gottes. Es gibt nie einen Grund, dieses zu beenden.
Der Entscheid des Parlaments, bei dem es fast keine Opposition gab, zeigt, dass wir von den Politikern in unserem Land nicht erwarten können, dass sie sich für eine lebensbejahende Gesellschaft engagieren. Daher ist es unsere Aufgabe als Katholiken, Salz und Licht der Erde zu sein, wie Jesus uns dies aufgetragen hat. Setzen wir uns für eine Kultur des Lebens ein und wählen wir auch Politiker, die sich für das Leben einsetzen. Geben wir unsere Stimme nur Menschen, die für lebensbejahende Gesetze eintreten und keine Angst haben, ihre Haltung auch öffentlich zu bekunden. Unser Gott ist ein Gott des Lebens und ER wird denen helfen, die sich für das Leben einsetzen. DR
