Bern (novaradio.ch): Gestern feierte die Katholische Kirche das Hochfest Erscheinung des Herrn. Ich möchte diese Kolumne nutzen, um alle Katholiken aufzufordern, ebenfalls als Christen im Alltag in Erscheinung zu treten. Wenn wir dieses Hochfest feiern, dann ehren und preisen wir Gott für sein öffentliches Wirken in der Person Jesus Christus. Auch wir sollten daher bereit sein, unseren Glauben öffentlich zu bekennen und danach zu handeln. Leider leben viele Katholiken ihren Glauben nur am Sonntag in der Kirche (wenn überhaupt!) und sind sonst im Alltag so verweltlicht wie ihre Mitmenschen, die nicht an Jesus glauben. Daher ist es kein Wunder, dass unsere Gesellschaft immer stärker säkularisiert wird und der Glaube aus der Öffentlichkeit schwindet. Wir sollten als Katholiken auch in Gesellschaft vor nicht gläubigen Menschen über unseren Glauben reden, wenn wir danach gefragt werden oder wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das bedeutet nicht, dass wir ständig versuchen müssen, andere Menschen zu missionieren, wie es teilweise evangelikale Christen tun. Es bedeutet aber, Rede und Antwort zu stehen, wenn die Situation dies verlangt.
Vor allem sollten wir aber durch unser Handeln ein glaubwürdiges Zeugnis ablegen. Wenn ein Mitmensch keinen Unterschied zwischen unserem Handeln und dem Handeln eines Atheisten bemerkt, dann machen wir etwas falsch als Christen. Wir sollten uns den festen Vorsatz für das noch sehr junge Jahr nehmen, unseren Glauben durch Wort und Tat authentisch zu leben. Bitten wir die Muttergottes, die bei der Hochzeit zu Kana Jesus um das erste Wunder bat, uns auf diesem Weg beizustehen. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Neues Jahr! DR
