Bern (novaradio.ch): Morgen feiern wir Fronleichnam. Es ist ein Tag, an dem wir uns alle daran erinnern sollten, wie zentral das Geheimnis der Eucharistie für den katholischen Glauben ist. Jesus betont im Evangelium, dass er uns sich selbst als Speise hingibt. Wir hören ebenfalls im Evangelium, wie viele Anhänger sich damals von Jesus abwenden, als sie diese Lehre hören. Auch heute ist es so, dass viele Menschen nicht daran glauben, dass Jesus ganz gegenwärtig ist in der Heiligen Eucharistie. Gerade im Bistum Basel scheint es, dass viele Pfarreien den unermesslichen Wert der Heiligen Messe nicht mehr erkennen. Leider auch viele Bistumsverantwortliche! An vielen Orten wird die Eucharistie durch Wortgottesdienste ersetzt. Es ist kein Zufall, dass dort, wo die Eucharistie nicht mehr gefeiert wird, auch das religiöse Leben zurückgeht. Es ist auch kein Zufall, dass es im Bistum Basel fast keine Priesterberufungen mehr gibt. Ich möchte alle Katholiken dazu aufrufen, die Eucharistie immer und überall zu verteidigen. Wir dürfen keine Konsumkatholiken sein, die sich damit zufriedengeben, dass wir selbst an eine Heilige Messe gehen dürfen. Wir müssen dafür kämpfen, dass allen Menschen der Zugang zur Eucharistie ermöglicht wird und dass die Eucharistie ins Zentrum aller religiöser Bemühungen in den Pfarreien gerückt wird. Schauen wir nicht nur auf unser Heil, sondern auch auf das Heil unserer Mitmenschen. Wenn wir die Heilige Messe durch Wortgottesdienste ersetzen, dann verflacht das religiöse Leben einer Pfarrei. Die Folge wird sein, dass alle Bemühungen, das Evangelium im Alltag zu leben, schwinden werden. Seien wir daher Menschen der Eucharistie. Feiern wir nicht nur morgen Fronleichnam, sondern sorgen wir dafür, dass die Eucharistiefeier wieder den Platz erhält, den sie verdient. Sie muss im Zentrum unserer Pfarreien und unserer Herzen sein. DR
