Bern (novaradio.ch): Viele Menschen nehmen die Fastenzeit als eine Zeit der Entbehrungen wahr, bei der man auf viele Dinge verzichten muss. Tatsächlich fordert die Kirche uns auf, uns zu besinnen und dabei unser Essen und Trinken einzuschränken. Wir sollen uns dadurch öffnen für Gott und unsere Mitmenschen. Es ist aber nicht so, dass diese Zeit deswegen langweilig wäre. Gerade durch das Fasten entkommen wir der Monotonie des Alltags, in der wir oft gefangen sind. Unser Leben hat oft die gleichen Abläufe und wir schaffen es nicht, unserem Leben neue Impulse und Facetten zu schenken. In der Fastenzeit werden wir empfindsamer für die vielen neuen Dinge, die Gott uns schenken möchte. Ich bin überzeugt, dass Gott jedem Menschen an jedem Tag etwas Neues schenken möchte, was ihn glücklich macht. Neu nicht in dem Sinn, dass wir immer neue Bekanntschaften machen oder einen neuen Job bekommen. Ich meine «neu» in dem Sinne, dass wir einen neuen Blick auf unser Leben erhalten und auf unsere Mitmenschen. Wir erhalten neue Kraft, um unser Leben zu meistern und die Probleme zu bewältigen, die uns Tag für Tag gestellt sind. Nutzen wir daher jeden Tag, um Gottes Liebe neu zu erfahren und nicht in alte Muster zurückzukehren. Die Fastenzeit ist ein Geschenk, keine Bürde. Gehen wir daher mit diesem Gedanken durch die Fastenzeit: Gott zeigt uns jeden Tag Neues! DR

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