Bern (novaradio.ch): Heute feiert die ganze Kirche die Geburt unseres Herrn Jesus Christus. Wir müssen als Christen aufpassen, uns durch die Routine dieses alljährlichen Festes und den Kommerz, der mit Weihnachten betrieben wird, nicht abstumpfen zu lassen. Wir feiern nichts anderes als die Menschwerdung Gottes. Wir feiern, dass Gott solch Mitleid mit unserer durch die Sünde erniedrigten Existenz hatte, dass ER selbst Mensch wurde, um uns zu erretten. Diese Tat ist so gross, dass sie keine menschliche Vernunft wirklich fassen kann. Weshalb sollte ein allmächtiger Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, seinen göttlichen Thron verlassen, um mit uns Menschen zu leben und schlussendlich für uns Menschen am Kreuz zu sterben? Die Antwort auf diese Frage ist in der Liebe zu suchen. Wir glauben an einen Gott, der den Menschen mit einer unfassbaren Liebe liebt. In der heutigen Zeit, in der dieses Wort Liebe so häufig und für viele Dinge gebraucht und missbraucht wird, ist es wichtig, dass wir Christen uns klarmachen, dass jede wahre Liebe von Gott kommt. Gott hat uns zuerst geliebt. Jede menschliche Liebe ist nur eine Antwort auf die Liebe, die von Gott stammt.

Wenn wir dieses Jahr Weihnachten feiern, dann sollten wir uns überlegen, wie unsere Antwort auf diese grosse Liebe Gottes ist. Gott ist Immanuel, ein Gott mit uns. Auch wir müssen daher Menschen sein, die nicht die Nähe unserer Mitmenschen scheuen, sondern überall bereit sind, den Schwächsten unserer Mitbrüder und Mitschwestern beizustehen. Ein gleichgültiger Christ kann kein guter Christ sein. Die Liebe Gottes, die in der Krippe in Bethlehem sichtbar wurde, muss an unsere Mitmenschen weitergegeben werden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest. Immanuel – Gott ist mit uns. DR

Von admin