Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers. 6 Monate vor der Geburt Jesu feiern wir den letzten Heiligen des Alten Bundes und gleichzeitig auch den ersten Heiligen des Neuen Bundes, da Johannes zu Lebzeiten Jesu für das Evangelium gestorben ist. Johannes war der Cousin Jesu und hat mit seinem Leben den Weg für den Sohn Gottes vorbereitet. Johannes war es, der Jesus getauft hat, obwohl ihm bewusst war, dass er eigentlich von Jesu getauft werden müsste. Johannes der Täufer hat die Menschen zur Umkehr aufgerufen. Dieser Aufruf hat ihm viele Feinde eingebracht, es gab aber auch viele Menschen, die ihn respektierten und wussten, dass Johannes ein grosser Prophet war. Johannes der Täufer ist ein Vorbild für uns, da er für seine Überzeugungen einstand und sich vor niemandem fürchtete. Oft sind wir sehr ängstlich, wenn es darum geht, unsere christlichen Überzeugungen zu vertreten. Diese Angst stammt nicht von Gott. Gott ermutigt uns alle, so wie er es bei Johannes getan hat, mit grosser Leidenschaft für die Frohe Botschaft einzutreten. Wenn wir uns dabei auch Feinde machen, so dürfen wir trotzdem nicht vor dieser Aufgabe zurückweichen. Eine andere Tugend, die bei Johannes sehr wichtig ist, ist seine Demut. Johannes wusste, dass es nicht um ihn ging, sondern um die Sache Gottes. Wir sollten auch bei allen Dingen, die wir für die Kirche tun, immer im Auge behalten, dass es nicht um uns, sondern um die Sache Gottes geht. Zuerst sollte die Ehre Gottes im Zentrum stehen, erst viel später unser Ego. Wenn wir dies ständig berücksichtigen, können wir dazu beitragen, das Reich Gottes auf Erden aufzubauen. Nehmen wir uns daher alle ein Beispiel am Johannes dem Täufer und ebnen wir Jesus den Weg für und in die Herzen aller Menschen. Tun wir dies mit Leidenschaft und Demut. DR
