Bern (novaradio.ch): Momentan bin ich in Kroatien in den Ferien. Gestern war ich in der schönen Stadt Sibenik, deren Kathedrale ein architektonisches Meisterwerk ist. Die Kathedrale ist dem Heiligen Jakobus gewidmet. Als ich in der Kathedrale war, fing eine Frau an, den Rosenkranz laut zu beten. Wie automatisch habe ich angefangen, den Rosenkranz mitzubeten. Die Frau fragte mich dann, ob ich mitbeten möchte, was ich bejaht habe. Anschliessend haben auch andere Besucher der Kathedrale angefangen, den Rosenkranz mitzubeten. Für mich ist dies ein wunderbares Zeichen gewesen. In einer Kathedrale, in der ich noch nie war, fangen fremde Menschen an, gemeinsam zu beten. Dies zeigt, wie verbindend der Rosenkranz wirkt. Sogar wenn ich nicht die kroatische Sprache beherrscht hätte, wäre es mir möglich gewesen, den Rosenkranz mitzubeten.
Es wäre wichtig, wenn wir auch in der Schweiz wieder vermehrt lernen würden, den Segen zu erkennen, welcher das Rosenkranzgebet den Christen spendet. In einer Zeit, die so von digitaler Schnelligkeit geprägt ist und in der man ständig mit Nachrichten konfrontiert wird, hilft der Rosenkranz, sich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu fokussieren. Indem man das Leben Jesu betrachtet, wird einem klar, was die zentralen Wahrheiten sind und wie man als Christ ein richtiges Leben führen muss. Diese zentralen Wahrheiten betreffen jeden Menschen, unabhängig vom Alter, Geschlecht, sozialer Stellung und Nationalität. Daher ist das Beten des Rosenkranzes so verbindend. Entdecken wir daher wieder dieses zentrale Gebet und vertrauen wir uns der Gottesmutter an, damit sie uns zu Jesus führt. DR
