Bern (novaradio.ch): Am gestrigen Aschermittwoch, dem Beginn der 40-tägigen Fastenzeit, ruft der Priester den Menschen zu, dass sie umkehren und ans Evangelium glauben sollen. Es mutet manchmal seltsam an, dass wir ständig dazu aufgerufen werden, Busse zu tun und umzukehren. Als Gläubige sind wir oft der Meinung, dass gerade wir keine Umkehr notwendig haben, da wir besser sind als die anderen Menschen. Vor solch einem Hochmut warnt uns jedoch Jesus immer wieder. Wir müssen uns jeden Tag neu für Jesus Christus und Seine Frohe Botschaft entscheiden. Es genügt dabei nicht, dass wir unseren Glauben einfach zu einer Routine machen, bei der wir unsere Gebete verrichten, zur Messe gehen und die Sakramente empfangen. Es geht um wahre innere Umkehr, um die wir jeden Tag Gott bitten müssen. Diese Umkehr ist notwendig, da uns der Ablauf des Alltags in eine Richtung weg von Gott bringt. Wir müssen uns daher immer wieder neu besinnen und neu zu Gott blicken. Wir müssen jeden Tag umkehren. Dies schaffen wir nicht mit Hochmut, sondern nur mit grosser Demut.

Ich möchte Ihnen und auch mir in dieser Fastenzeit diese Demut wünschen. DR

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