Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche den Gedenktag unserer Lieben Frau in Lourdes und gleichzeitig den Welttag der Kranken. Im Evangelium hören wir immer wieder, wie Jesus Kranke heilt und auch seinen Jüngern aufträgt, es ihm gleichzutun. Die Muttergottes hat in Lourdes und in anderen Wallfahrtsorten immer wieder wunderreich zugunsten kranker Menschen gewirkt. Gott steht auf der Seite der Kranken. Es ist auch unsere Aufgabe, uns für die Schwachen, Gebrechlichen und Kranken einzusetzen und dadurch zu zeigen, dass unser Glaube nicht nur leere Worte beinhaltet, sondern wir bereit sind, den Worten Taten folgen zu lassen. Ich möchte daher diese Kolumne nutzen, alle Leserinnen und Leser zu ermutigen, nicht die Augen vor den Menschen zu schliessen, die in unserer Mitte leiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Christen oder Nicht-Christen handelt. Jeder Mensch hat unsere Aufmerksamkeit und unsere Zuwendung verdient. Manchmal können es nur schon ein paar Worte des Zuspruchs sein, die bereits ein grosses Zeichen für die betroffenen Personen bedeuten. Selbstverständlich ist es auch unsere christliche Aufgabe, für alle kranken Menschen zu beten. Das Gebet bringt in vielen Fällen nicht gleich die Heilung, aber sie gibt den Kranken die Kraft, ihr Leiden durchzuhalten und trotzdem viel Freude im Leben zu haben.

Wenn wir über Krankheiten reden, dann dürfen wir dabei nicht vergessen, dass die grösste Krankheit die Sünde ist. Es gibt kein schlimmeres Übel auf dieser Welt, als Gottes Liebe abzulehnen und seine Gebote zu übertreten. Der uneinsichtige Sünder ist schlimmer dran als jeder kranke Mensch. Bitten wir daher auch die Muttergottes, dass sie für uns Fürsprache einlegt, damit wir die Versuchung meiden und nicht sündigen. DR

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