Tageszusammenfassung

Papst Leo XIV. hat den sechsten Tag seiner apostolischen Spanienreise auf Gran Canaria verbracht. Der Fokus dieses Tages lag ganz besonders auf den Themen Migration, Solidarität und christliche Nächstenliebe:

  • Gedenken im Hafen von Arguineguín: Am Vormittag besuchte das Kirchenoberhaupt den Hafen von Arguineguín, der als zentraler Ankunftsort für Bootsflüchtlinge gilt. In einer emotionalen Zeremonie warf der Papst einen Gedenkkranz ins Meer, um der auf See ertrunkenen Menschen zu gedenken. Zudem segnete er ein Kreuz, das aus den Holzfragmenten von Flüchtlingsbooten gefertigt wurde, und sprach persönlich mit Migranten sowie ehrenamtlichen Helfern der Caritas.
  • Besuch in Las Palmas: Am Nachmittag reiste der Papst in die Hauptstadt der Insel. In der Kathedrale Santa Ana traf er sich mit Vertretern der kanarischen Diözesen und nahm symbolisch den Goldenen Schlüssel der Stadt Las Palmas von Bürgermeisterin Carolina Darias entgegen.
  • Große Abendmesse: Den Höhepunkt des Tages bildete eine feierliche Heilige Messe im Estadio de Gran Canaria. Vor rund 40.000 Gläubigen rief der Papst zu Frieden und Mitgefühl auf. Das Vorprogramm wurde von bekannten kanarischen Künstlern gestaltet.

Wichtigste Aussagen und ihre Bedeutung

In seinen heutigen Ansprachen fand Papst Leo XIV. sehr deutliche und bewegende Worte:

„Die Menschenwürde hat keinen Reisepass und verliert ihren Wert beim Überqueren einer Grenze nicht.“

  • Die Universalität der Würde: Mit diesem Satz betonte der Papst, dass das Recht auf Schutz und Respekt für jeden Menschen gilt – völlig unabhängig von Herkunft oder rechtlichem Status.
  • Appell gegen die Gleichgültigkeit: Er warnte eindringlich davor, das Leid der Menschen an den Küsten als „alltäglichen Anblick“ zu akzeptieren. Wegzusehen gefährde letztlich die eigene Menschlichkeit der europäischen Gesellschaften.
  • Scharfe Verurteilung von Schleusern: Menschenhändler und kriminelle Netzwerke, die die Not der Flüchtlinge ausnutzen, bezeichnete er unmissverständlich als „Ungeheuer“, die Frauen und Kinder versklaven.
  • Auftrag an die Kirche: Bei der Stadionmesse forderte er die Anwesenden auf, nicht nur passive Zuschauer zu sein, sondern im Alltag als „Boten von Barmherzigkeit und Frieden“ aktiv zu werden.

Ausblick für morgen (Freitag, 12. Juni 2026)

Morgen bricht der letzte Tag der einwöchigen Spanienreise des Papstes an. Das Programm führt ihn auf die Nachbarinsel Teneriffa, bevor es zurück nach Italien geht:

  • 09:30 Uhr: Ankunft auf Teneriffa und Besuch des Migranten-Aufnahmezentrums „Las Raíces“.
  • 10:10 Uhr: Begegnung mit verschiedenen Organisationen und Verbänden, die sich für die Integration von Zugewanderten einsetzen, auf der Plaza del Cristo in La Laguna.
  • 12:15 Uhr: Die grosse Abschlussmesse im Hafen von Santa Cruz de Tenerife, die den offiziellen Schlusspunkt der Reise markiert.
  • 15:00 Uhr: Abschiedszeremonie am Flughafen Teneriffa Nord und Rückflug nach Rom (erwartete Ankunft im Vatikan gegen 20:10 Uhr).

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Von admin