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Querida Amazonas – Kommentare

 

 

 

 

 

 

EINIGE KOMMENTARE ZUM NACHSYNODALEN SCHREIBEN VOM PAPST FRANZIRKUS

AM FREITAG WERDEN SIE EINE AUSFÜHRLICHE ZUSAMMENFASSUNG HÖREN.

CNA DEUTSCH

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, hat das „mit großen Hoffnungen und bangen Befürchtungen erwartete“ Nachsynodale Schreiben Querida Amazonia als ein „Dokument der Versöhnung“ bezeichnet, und als eine „Gesamtschau der Herausforderungen und Chancen für dieses Land“.

Einen „überraschenden neuen Weg“ geht Papst Franziskus laut Kardinal Christoph Schönborn mit seinem Schreiben „Querida Amazonia“: Er präsentiere offiziell das Schlussdokument der Synode und stelle dieses in den „Mittelpunkt“, betont der Erzbischof von Wien und Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz.

Kardinal Reinhard Marx räumt laut einer Mitteilung der deutschen Bischofskonferenz ein, dass die von einigen Stimmen angekündigte Einführung verheirateter Priester als Viri Probati nicht stattfindet. Gleichzeitig sei das Schlussdokument „nicht vom Tisch“, so Marx. Dennoch gebe „Querida Amazonia“ wichtige Impulse, so der scheidende Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Deutlich „enttäuscht“ reagierte die „Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands“ (KFD). In einer Presseerklärung schreibt der Verband: „Das vorliegende Papier ist ein herber Schlag für alle Frauen, die auf ein starkes Signal zur Gleichberechtigung in der katholischen Kirche gehofft haben“. Es sei unerträglich, dass „die Amtskirche“ Frauen gleiche Rechte abspreche und sie „aus biologistischer Argumentation heraus zu Dienstleisterinnen“ degradiere.

Der Katholische Deutsche Frauenbund Berlin e.V. (KDFB Berlin) wirft dem Papst derweil auf Twitter vor, sich einer „paternalistischen Sprache“ zu bedienen:
„Keine Frauenweihe, keine Lockerung des Zölibats, paternalistische Sprache – das päpstliche Schreiben Querdia Amazonia befremdet auf ganzer Linie. Nun setzen wir mit ganzer Kraft auf den ‚Synodalen Weg‘, dass er mutig für längst fällige Gleichberechtigung eintritt.“

Das Mediennetzwerk „Pontifex“, eine Laieninitiative von jungen Katholiken, begrüßte das klare Statement des Papstes. „Synodalität ja, aber keine Demokratie“ – so fasst Benno Schwaderlapp, der Sprecher des Netzwerks, den Aufruf des Papstes zusammen.
„Die gerade in Deutschland aktuellen Themen der Weihe verheirateter Männer und einer niederen Weihe für Frauen werden im Text des Papstes überhaupt nicht erwähnt oder ablehnend beschrieben. Hier verkündet der Heilige Vater in Einheit mit seinen Vorgängern die Lehre der lateinischen Kirche. Die Letztgültigkeit der Entscheidung des Hl. Johannes Paul II. zur Unmöglichkeit einer Weihe von Frauen wird so auch durch Papst Franziskus erneut bestätigt.“

DIE TAGESPOST

Overbeck: Hätte Amazonas-Gemeinden „viri probati“ gewünscht
Der Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck bedauert, dass Papst Franziskus in der Frage der „viri probati“ nicht den Beschlüssen der Amazonassynode gefolgt sei. Er hebt aber auch zahlreiche positive Aspekte des nachsynodalen Schreibens „Querida Amazonia“ hervor.

Kommentar um „5 vor 12“: Die Revolution fällt aus
Weder Lockerung des Zölibats noch Frauenweihe: Das Amazonas-Schreiben von Papst Franziskus legt den Akzent auf die bewährten Wege der Pastoral.

TAGESANZEIGER

Papst Franziskus stellt sich gegen eine Lockerung des Zölibats
Viele Katholiken hatten sich von der Amazonas-Synode grosse Reformen erhofft – mit Strahlkraft für die restliche Welt. Papst Franziskus erteilt ihnen eine Absage.
Papst Franziskus erlaubt vorerst nicht die Weihe verheirateter Männer zu Priestern. Auch Frauen sollen keine Weiheämter in der Kirche zukommen. In seinem mit Spannung erwarteten Apostolischen Schreiben «Querida Amazonia» (Geliebtes Amazonien) spricht er von den besonderen Aufgaben der Priester, die «nicht delegierbar» seien. In dem Schreiben fasst er seine Gedanken zur Amazonas-Synode vom vergangenen Oktober zusammen.