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Jahresbilanz von «Kirche in Not (ACN)»: Rund Euro 123 Millionen für bedrängte Christen

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Die Päpstliche Stiftung «Kirche in Not (ACN)» hat im Geschäftsjahr 2020 Spenden in Höhe von Euro 122,7 Millionen für notleidende und bedrängte Christen gesammelt. Im Vergleich mit dem Vorjahr hat das Hilfswerk, das in 23 Ländern Nationalbüros unterhält, Euro 16,4 Millionen mehr eingenommen; das ist ein Plus von 15,4 Prozent. Der Schweizer und liechtensteinische Zweig von «Kirche in Not (ACN)» mit Sitz in Luzern konnte Einnahmen in Höhe von Euro 7,168 Millionen (CHF 7,675 Millionen) beitragen.
Dies erschwert es, an Grundnahrungsmittel und Dienstleistungen zu kommen. „Die Covid-19-Pandemie hat die Nöte der Christen dramatisch verschärft, die in vielen Regionen von heute auf morgen buchstäblich ohne Lohn und Brot dastanden“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von «Kirche in Not (ACN)», Dr. Thomas Heine-Geldern. „In dieser Notsituation haben die Wohltäter dem Hilfswerk die Treue gehalten. Das war nicht abzusehen, zumal die Krise ja auch viele wirtschaftliche Unsicherheiten und Schwierigkeiten für unsere Spender mit sich gebracht hat“, so Heine-Geldern.

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Zum Spendenergebnis erklärte Jan Probst der Geschäftsführer von «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein: „In der Krise hat sich einmal mehr bewahrheitet: Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch. Unsere Wohltäter haben grosszügig auf die Nöte unserer Projektpartner reagiert: sei es infolge von Corona, sei es nach der schrecklichen Explosion von Beirut im August, um nur zwei Beispiele zu nennen. Diese Hilfsbereitschaft freut mich sehr.“
4758 Projekte in 138 Ländern unterstützt
Mit den Spendeneinnahmen hat «Kirche in Not (ACN)» 4758 Einzelprojekte in 138 Ländern unterstützt. Diese hatten ein Gesamtvolumen von Euro 102,1 Millionen. Euro 20,6 Millionen konnten aufgrund von Verzögerungen wegen der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2021 ausbezahlt werden.
79 Prozent der im Jahr 2020 ausgegebenen Mittel flossen in Projektarbeit, Information, mediale Unterstützung und Gebetsaktionen. Rund acht Prozent wurden für Verwaltung aufgewendet und 12,5 Prozent für Wohltäterbetreuung und Spendenwerbung. «Kirche in Not (ACN)» arbeitet ausschliesslich spendenfinanziert und erhält weder Einnahmen aus der Kirchensteuer noch sonstige öffentliche Gelder.

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Nach Ausbruch der Pandemie hat das Hilfswerk 401 Corona-Hilfsprojekte mit einem Umfang von über Euro 6,2 Millionen gefördert. So konnten sich unter anderem Ordensleute und Priester mit Schutzausrüstungen für ihren Dienst ausstatten, ihre pastorale Arbeit fortsetzen und finanzielle Engpässe aufgrund der Pandemie ausgleichen.
Pandemie verändert regionale Schwerpunkte
Rund ein Drittel (32,6 Prozent) der Projekthilfen von «Kirche in Not (ACN)» floss 2020 nach Afrika. „Besonders die Länder der Sahelregion machen uns grosse Sorge. Dort breitet sich der Terror immer weiter aus. Die Pandemie hat die Lage der geflüchteten und vertriebenen Menschen noch verschärft. Vielfach ist die Kirche die einzige Institution, die jetzt noch bei den Menschen ist“, erklärte Präsident Heine-Geldern.
Im Nahen Osten, zum Beispiel in Syrien und im Irak, mussten viele Wiederaufbauprojekte vorerst pausieren, da wegen der Corona-Krise nicht genügend Baustoffe geliefert werden konnten. Dennoch bleibt die Region ein Schwerpunkt von «Kirche in Not (ACN)». Nach der Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut am 4. August 2020 hat das Hilfswerk ein Nothilfeprogramm für das Land mit der grössten christlichen Gemeinschaft im Nahen Osten gestartet. Weitere Hilfen zielten auf den Wiederaufbau des christlichen Viertels in Beirut, das besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dort unterstützte «Kirche in Not (ACN)» schwerpunktmässig die Instandsetzung von Kirchen und Konventen. Die Hilfe für den Libanon belief sich 2020 auf knapp Euro vier Millionen.

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Ein weiterer Förderschwerpunkt (18 Prozent der Projektgelder) ist der Mittlere und Ferne Osten. Die meisten Hilfsgelder im Jahr 2020 flossen nach Indien – rund 5,4 Millionen Euro. Der Kontinent wurde von der Pandemie besonders schwer betroffen; bisweilen war die christliche Minderheit von öffentlichen Hilfeleistungen abgeschnitten. So hat «Kirche in Not (ACN)» zum Beispiel in Pakistan die Verteilung von Hilfsgütern an Christen unterstützt, die infolge der Corona-Krise ihre Lebensgrundlage verloren hatten.
Vom Kirchenbau bis zum Seelsorger-Auto
Die Liste der geförderten Projekte weltweit führt wie in der Vergangenheit die Bauhilfe an. 744 Kirchen, Pfarrhäuser, Klöster, Priesterseminare, Kindergärten und Gemeindezentren konnten mithilfe von «Kirche in Not (ACN)» neu gebaut, renoviert oder nach Zerstörungen infolge von Krieg und Terror wiederinstandgesetzt werden. Ein Beispiel ist die maronitische Kathedrale St. Elias im syrischen Aleppo. Zwischen 2012 und 2016 durch Raketenbeschuss stark beschädigt, konnte sie im Juli 2020 wieder eingeweiht werden.
„Gerade in der Corona-Krise waren Mess-Stipendien ein Zeichen der Verbundenheit im Gebet und für viele Priester die einzige Quelle zum Überleben. Über 1,7 Millionen Mess-Stipendien konnten wir weiterleiten“, erklärte Heine-Geldern. Jeder neunte Priester weltweit erhielt diese direkte und geistliche Form der Unterstützung. Bei den Priesteramtskandidaten ist es jeder achte, der von «Kirche in Not (ACN)» Hilfe beim Studium oder für die Unterbringung im Seminar bekommt – 14 000 Priester von morgen hat das Hilfswerk gefördert.
Die Corona-Krise hat in vielen Regionen der Welt die Einnahmequellen von Ordensfrauen zum Versiegen gebracht; «Kirche in Not (ACN)» hat im Jahr 2020 Existenz- und Ausbildungshilfen für über 18 000 Ordensfrauen geleistet und ihre Aufgaben unterstützt.

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„Die Pandemie und ihre Folgen werden uns auch in Zukunft beschäftigen“, bilanzierte Thomas Heine-Geldern. „Auch die schreckliche Situation auf dem afrikanischen Kontinent, wo Terrorismus und Gewalt sich immer mehr ausbreiten, ist eine grosse Sorge unseres Hilfswerks. Genauso wichtig wie die äussere Not zu lindern, ist es, den bedrängten und verfolgten Christen Stimme und Gesicht zu geben. Das tun wir durch Information, Gebet und tatkräftige Hilfe. Wir sind froh und dankbar, dass wir dabei auf unsere Wohltäter und Förderer weltweit zählen können.

Quelle: Kirche in Not

News vom 17.06.2021

Es gibt neue Spannungen um die „alte Messe“

Die ausserordentliche Form der römischen Liturgie rückt wieder in den Fokus. In Rom wird über eine Revision des Motu Proprio Summorum Pontificum spekuliert. Kardinal Müller warnt vor neuen Spannungen unter den Gläubigen.

Bereits nach einer grossangelegten Umfrage der Kongregation für die Glaubenslehre zur Etablierung der „alten Messe“ in der Weltkirche, wurde Misstrauen unter traditionell orientierten Katholiken laut. Sie befürchteten eine Einschränkung ihrer durch das Motu proprio Summorum Pontificum etablierten Rechte, wie es auch von progressiver Seite, beispielsweise dem italienischen Liturgiewissenschaftler Andrea Grillo, gefordert wurde. Seitdem rissen die Gerüchte nicht ab, Papst Franziskus plane eine Revision der Regelungen, die Benedikt XVI. 2007 erlassen hatte.  Nicht zuletzt wurden diese Gerüchte durch Äusserungen des Papstes genährt, der hinter traditionellen Tendenzen im jüngeren Klerus Rigidität und Starrsinn vermutet, nicht zuletzt motiviert durch einzelne, zu einem Extremismus tendierenden Anhängern der „alten Messe“, die die Legitimität der erneuerten Liturgie und der nachkonziliaren Reformen in Zweifel ziehen.

Überlieferte römische Liturgie

Doch Summorum Pontificum sollte der überlieferten römischen Liturgie, wie sie vom Konzil von Trient bis zur Liturgiereform im Anschluss an das II. Vatikanische Konzil in der katholischen Kirche gefeiert worden war, ein Heimatrecht gewähren, das auch die „ordentliche Form“ und ihre Ars celebrandi befruchten sollte. Als „ausserordentlicher Form“ des römischen Ritus sollte jeder Priester das Recht haben, sie zu zelebrieren: Nicht im Gegensatz zur neueren Form, sondern zu ihrer positiven Befruchtung. Insofern sollte nicht nur dem Wunsch Rechnung getragen werden, die irreguläre Situation der Anhänger des Erzbischofs Marcel Lefebvre und seiner Priesterbruderschaft St. Pius X. zu sanieren. Vielmehr sah Benedikt XVI. darin eine Korrektur, die einen von traditionalistischer wie progressistischer Seite ausgemachten Gegensatz zwischen liturgischer Tradition und Reform aufheben sollte.

Neue Kompetenzen

Im Rahmen der Pläne einer Kurienreform, die Papst Franziskus seit Beginn seines Pontifikats vorantreibt, ist immer wieder auch eine Verteilung der Kompetenzen der Kongregation für die Glaubenslehre für die traditionelle Liturgie und die Gemeinschaften, die ihr verbunden sind, in der Diskussion. Seit der Auflösung der in der Kongregation angesiedelten Kommission „Ecclesia Dei“, die ursprünglich für die früheren Anhänger Lefebvres gegründet worden war, ist eine vierte Sektion etabliert worden, die jedoch in fachlicher Hinsicht mit einer Materie beschäftigt ist, die ansonsten bei der Gottesdienst- und Religiosenkongregation liegt.

Seit Monaten geht man daher davon aus, dass die vierte Sektion der Glaubenskongregation aufgelöst werden soll und die Zuständigkeit für die ausserordentliche Form an die Gottesdienstkongregation gehen wird, die Verantwortung für die Gemeinschaften an die Religiosenkongregation. Auch dieser Schritt, der im Entwurf der Kurienreform bereits enthalten sein soll, stieß in traditionell gesinnten Kreisen auf starke Vorbehalte, da sie befürchten, künftig gegnerischen Ressentiments ausgesetzt zu sein.

Beide Formen gut in Einklang

Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller warnt unterdessen vor den Konsequenzen einer Revision des Motu proprio. Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, der als Kritiker traditionalistischer Tendenzen gilt, hat jetzt gegenüber dem italienischen Nachrichtenportal „La Nuovo Busolla Quotidiana“ Summorum Pontificum verteidigt. Benedikt XVI habe weise gehandelt: „Er hat die beiden Formen gut in Einklang gebracht.“ Die Kirche habe zwar die Autorität, die äußeren Elemente der Liturgie zu regeln, aber offensichtlich nicht den Inhalt. Er mahnt zur Vorsicht, da man nicht mit Autoritarismus verhindern könne, dass sich viele Gläubige der alten Liturgie zuwendeten.

Quelle: Die Tagespost

Information vom 15.06.2021

Ab Morgen diskutiert die US-Bischofskonferenz über Präsident Biden und Pelosi, ob sie von der Kommunion ausgeschlossen werden. Da die beiden Personen eine liberale Abtreibungspolitik befürworten. Mehr dazu in unsere Nachrichtensendung am Freitag um 18.30h.

Zoom und Theologiestunde vom 14.06.2021

Geschichte eines Priesters

Von Tel Aviv nach Rom, ist die Geschichte eines Priesters zur Vorbereitung des 52. IEC 2021.
In der Sendung Theologiestunde hören Sie über die letzten Dinge.

Information

Ab morgen starten wir eine neue Reihe, mit dem Titel „Die letzten Dinge“, in der Sendung „Theologiestunde“.