Mittwochskolumne vom 10.08.2022

Bern (novaradio.ch): Heute gedenkt die Kirche des Heiligen Laurentius. Der Heilige Laurentius war ein Diakon, der sich um die Armen gekümmert hat. Er hat sich standhaft geweigert, dem römischen Kaiser den Kirchenschatz herauszugeben, sondern hat diesen an die Mitglieder der Gemeinde verteilt. Anschliessend versammelte er die Armen und Kranken und präsentierte diese dem Kaiser als den wahren Schatz der Kirche.

Wir dürfen nie vergessen, dass der materielle Reichtum eine grosse Gefahr für unser Seelenheil und auch für das Heil der Kirche darstellen kann. Es geht nicht darum, jede Form von Reichtum zu kritisieren. Natürlich braucht der Mensch materielle Dinge und es ist gut, dass in vielen Ländern der Welt die Menschen nicht mehr Angst haben müssen, vor Hunger und Durst zu sterben. Trotzdem sollte uns immer das Wort der Bibel vor Augen stehen, wonach der Mensch nicht von Brot alleine lebt. Uns auf den materiellen Reichtum zu verlassen und diesen als unser Glück zu betrachten, ist äusserst gefährlich und falsch. In der Schweiz ist die Kirche in vielen Gegenden sehr reich und trotzdem ist sie innerlich leer. Der Schatz dieser Ortskirchen sind nicht die Menschen, welche die Kirche durch ihre Taten und Gebete beleben, sondern das Geld. Mit Geld lässt sich aber keine lebendige Gemeinschaft aufbauen. Auch Staaten, die das Gefühl haben, dass der Zusammenhalt ihrer Menschen auf dem Geld basiert, gehen früher oder später unter.

Das Beispiel des Heiligen Laurentius lehrt uns, dass nur eine Kirche, die sich selbst als arm betrachtet und auch für die Armen da ist, eine Zukunft hat. Der Heilige Laurentius verlor sein Leben für seinen Glauben, jedoch schenkte er dadurch vielen Menschen ein Glaubenszeugnis. Möge der Heilige Laurentius für uns Fürsprache halten bei Gott, dass wir in der Schweizer Kirche den Weg der Erneuerung finden, indem wir der weltlichen Macht und dem weltlichen Reichtum entsagen, damit Platz geschaffen wird für den Neuaufbau einer authentischen Kirche. Einer Kirche von den Armen für die Armen. DR

Theologiestunde vom 08.08.2022

Heute können Sie den 11. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

NEWS: Bedenkzeit fordert „Marsch fürs Läbe“

Die Anti-Abtreibungs-Demonstration „Marsch fürs Leben“ („Marsch fürs Läbe“) wird am 17. September 2022 in Zürich-Oerlikon stattfinden. In diesem Jahr ruft die Organisation insbesondere zu einer angemessenen Bedenkzeit für Frauen auf, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen.

Mindestens zehn Prozent der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, bereuen ihren Schritt, sagt Beatrice Gall, Medienverantwortliche des Schweizer „Marschs für das Leben“. „Sie realisieren, dass ihr Kind tot ist und dass sie es nie in ihren Armen halten werden“, fügt sie an. Mit solchen Argumenten wirbt die Organisation in diesem Jahr für die Bedenkzeit.

Laut den Organisatoren des 12. Marsches, der in der Regel in Zürich stattfindet, sollten sich die Betroffenen Zeit nehmen, nach Unterstützungsmöglichkeiten für ein Leben mit einem Kind suchen und darüber nachdenken, was sie brauchen, um das Kind willkommen heißen zu können.

Unter Mitwirkung von Bischof Eleganti

Der „Marsch fürs Läbe“ – wie er auf Schweizerdeutsch offiziell heißt – greift damit die Forderung der Volksinitiative „Nachts ist Rat teuer“ auf, die einen Bedenktag vor jedem Schwangerschaftsabbruch einführen will. Die Initiative wurde im Dezember 2021 von den SVP-Nationalrätinnen Andrea Geissbühler (Bern) und Yvette Estermann (Luzern) lanciert.

Sie befindet sich noch im Stadium der Unterschriftensammlung. Eine weitere von den beiden Politikerinnen lancierte Initiative mit dem Titel „Rettet lebensfähige Babys“ wendet sich gegen Spätabtreibungen. Beide Texte werden auf der Veranstaltung vorgestellt. Yvette Estermann soll bei dieser Gelegenheit eine Rede halten. Zu dem Marsch werden mehrere christliche Persönlichkeiten erwartet, darunter der ehemalige Weihbischof von Chur, Marian Eleganti.

Quelle: Vatican News

NEWS: Chinesische Botschaft in Frankreich veröffentlicht antikatholische Karikatur

Am Tag des umstrittenen Besuchs von Nancy Pelosi, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, in Taiwan hat die chinesische Botschaft in Frankreich eine politische Karikatur getwittert, die wegen ihrer scheinbar antikatholischen Botschaft kritisiert wird.

Das von einem chinesischen Künstler und Propagandisten namens Wuheqilin geschaffene Bild zeigt eine hagere, vermummte und hexenähnliche Frau – gekrönt mit einem Sternenkranz, der an die Jungfrau Maria erinnert –, die in ein Kinderzimmerfenster springt und versucht, ein Baby aus seinem Bettchen zu reißen. Ein muskulöser Mann mit einem Hammer in der Hand, eine klare Allegorie für den Kommunismus, schaut zu.

Das Gesicht der Frau ist das von Pelosi, was auch in der Bildunterschrift durch zwei Hashtags deutlich wird: #Taiwan und #Pelosivisit. Der Tweet enthält jedoch auch den Titel des Bildes auf Chinesisch, was auf eine zweite Bedeutung schließen lässt: „Maria, die Babydiebin“.

Pelosi ist eine der bekanntesten Katholiken in der US-Politik, gleich nach Präsident Joe Biden. Ihr Besuch am Dienstag auf der Insel Taiwan – die von den USA nicht offiziell als unabhängig von China anerkannt wird – war, wie die Washington Post berichtete, der höchste Besuch eines US-Beamten auf der selbstverwalteten Insel seit Jahrzehnten.

Eine Bildunterschrift auf dem Foto (in englischer Sprache) lautet: „Niemand mag Krieg, aber kein Vater würde jemals zulassen, dass jemand sein Kind stiehlt“. An der Wand befinden sich eine Landkarte Chinas sowie das Bild eines Frosches über dem Kopf des Babys.

In einem Kommentar für UCA News wies der Theologe und Kulturanthropologe Michel Chambon darauf hin, dass es einen Präzedenzfall dafür gibt, dass das Bild eines Frosches in China als Schimpfwort für die Menschen in Taiwan verwendet wird. Er sagte auch, die Karikatur stelle Pelosi als „eine Hexe dar, die Taiwan seinem Vaterland wegnehmen will“.

Benedict Rogers, ein britischer Menschenrechtsanwalt, der sich mit China befasst, nannte das Bild „schockierend grob, frevelhaft und zutiefst beleidigend für Katholiken und viele Christen anderer Traditionen auf der ganzen Welt“.

„Es ist ein Beispiel für das Regime der Kommunistischen Partei Chinas in seiner brutalsten, verdorbensten, ekelhaftesten und unmenschlichsten Form und signalisiert die klare Bereitschaft, Nancy Pelosi sowohl wegen ihres katholischen Glaubens als auch wegen der politischen Situation anzugreifen“, so Rogers in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

„Dies signalisiert, was diejenigen von uns, die China verfolgen, schon lange wissen – die absolute Feindseligkeit des Regimes der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber der Religion. In den letzten Jahren haben wir eine Verschärfung der Verfolgung von Christen, einschließlich Katholiken, und ein hartes Durchgreifen gegen die Religionsfreiheit insgesamt erlebt.“

Der Autor von UCA News wies darauf hin, dass der Heilige Stuhl eine der wenigen Organisationen von „globaler Bedeutung“ sei, die diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums, während Taiwan seine Unabhängigkeit beansprucht.

„Für chinesische Propagandisten mit Verfolgungssyndromen ist es ein einfacher Schritt, die US-Politik mit dem globalen Katholizismus zu vermengen“, schrieb Chambon.

Der chinesische Botschafter in Frankreich, Lu Shaye, bezeichnete den Besuch von Pelosi als „unnötige Provokation“ und sagte diese Woche, dass, sobald China sein erklärtes Ziel erreicht habe, die Kontrolle über Taiwan zu erlangen, ein Prozess der „Umerziehung“ der Inselbevölkerung folgen werde, berichtete Newsweek. Dies scheint auf einen ähnlichen Prozess hinzudeuten, wie er derzeit in Xinjiang stattfindet, wo Millionen uigurischer Muslime in den letzten Jahren in „Umerziehungs“-Lagern zusammengetrieben und gewaltsam an die chinesische Kultur angepasst wurden.

China hat in dieser Woche umfangreiche Militärübungen durchgeführt, bei denen während des Besuchs auch große Raketen auf das Meer um Taiwan abgefeuert wurden.

Chambon, der Kolumnist von UCA News, merkte an, das getwitterte Bild sei „nicht nur beleidigend, sondern signalisiert auch eine mögliche Rückkehr zur frühen kommunistischen Ideologie, die vielen schaden könnte“. Er erklärte, dass eine weitere Bedeutungsebene des Bildes auf einen von der Regierung in den 1950er-Jahren verbreiteten „Mythos“ zurückgehen könnte, wonach „katholische Waisenhäuser Fabriken waren, um chinesische Babys zu stehlen und zu töten“.

Die regierende Kommunistische Partei Chinas ist offiziell atheistisch, und religiöse Gläubige aller Couleur sind in China seit Jahren der Verfolgung ausgesetzt. Die katholische Kirche in China ist gespalten in die verfolgte, papsttreue katholische „Untergrundkirche“ und die von der Regierung sanktionierte Chinesische Patriotische Katholische Vereinigung.

Der Vatikan hat 2018 eine bislang unveröffentlichte vorläufige Vereinbarung mit der chinesischen Regierung getroffen, welche die Einheit der staatlich sanktionierten Chinesischen Patriotischen Katholischen Vereinigung und der Untergrundkirche in Gemeinschaft mit Rom herbeiführen soll. Stattdessen wurde die Verfolgung der Untergrundkirche fortgesetzt und nach Meinung einiger sogar verschärft. Hongkongs Kardinal Joseph Zen, 90, ein lautstarker Kritiker des Abkommens zwischen dem Vatikan und China, wird im September zusammen mit vier anderen prominenten Verfechtern der Demokratie vor Gericht gestellt.

Die Vereinigten Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, aber das Außenministerium spricht von „robusten inoffiziellen Beziehungen“, zu denen auch intensive Handelsbeziehungen gehören. Seit Jahren betreiben die USA eine „Ein-China-Politik“, um die chinesische Regierung nicht zu verärgern. US-Außenminister Anthony Blinken erklärte, der Besuch sei kein Zeichen für eine Änderung der US-Politik gegenüber Taiwan.

Rogers, der ein scharfer Kritiker des 2018 geschlossenen Abkommens zwischen dem Vatikan und China über die Ernennung von Bischöfen ist, meinte, die klare Feindseligkeit der chinesischen Regierung gegenüber dem Katholizismus – die seit langem bekannt ist, aber in der Karikatur voll zur Geltung kommt – sei „ein weiterer Grund, warum der Vatikan seine Beziehungen zu Peking überdenken sollte“.

Papst Franziskus hat gesagt, er hoffe, dass das Abkommen zwischen dem Vatikan und China über die Ernennung katholischer Bischöfe im Oktober für eine zweite Zweijahresperiode erneuert werde.

„Da die Frist für die Erneuerung des Abkommens mit Peking näher rückt, sollte der Vatikan angesichts des Völkermords an den Uiguren, des Abbaus der Freiheiten in Hongkong, der Verhaftung des 90-jährigen Hongkonger Kardinals Joseph Zen, der schweren Verfolgung von Christen in China und nun dieser eklatanten Beleidigung von Katholiken auf der ganzen Welt eine Aussetzung des Abkommens in Erwägung ziehen“, so Rogers gegenüber CNA.

Quelle: CNA Deutsch

NEWS: Medjugorje-Festival endet – Busunglück überschattet Feier

Mit einem großen Gottesdienst am Freitagabend und einer Bergmesse ist in Medjugorje das 33. Internationale Jugendfestival („Mladifest“) zu Ende gegangen. Überschattet wurde der Abschluss von einem Busunglück am frühen Samstagmorgen. Insgesamt 12 polnische Pilger starben auf der Fahrt zum Abschlussgottesdienst.

Mutter Gottes in Medjugorje

Der Reisebus der Pilger war nordöstlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb von der Autobahn abgekommen. 31 weitere Personen seien verletzt worden, teilweise lebensgefährlich, hieß es.

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und sein kroatischer Amtskollege Andrej Plenkovic drückten auf Twitter ihr Beileid aus. Es seien alle Rettungsdienste im Einsatz, um den Überlebenden zu helfen, hieß es. Laut Morawiecki wollten der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski sowie der stellvertretende Außenminister Marcin Przydacz noch am Samstag nach Kroatien reisen.

50.000 Jugendliche aus 70 Ländern

Der Päpstliche Visitator für den bosnischen Marienwallfahrtsort, Aldo Cavalli, verglich die bevorstehende Rückkehr in die Heimat für die rund 50.000 anwesenden Jugendlichen aus 70 Ländern mit dem Moment der Entsendung der Apostel in den Evangelienberichten. „Geht in alle Länder der Welt und verkündet, was ihr hier in Medjugorje gesehen und gehört habt“, sagte der italienische Erzbischof. Das am Montagabend gestartete Jugendfestival stand unter dem Motto des Jesus-Wortes „Lernt von mir, und ihr werdet Frieden finden“.

Erstmals nahm auch der zuständige Bischof von Mostar-Duvno Petar Palic an dem Treffen teil. Neben Erzbischof Cavalli und Bischof Palic waren beim Jugendfestival unter anderen auch der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Juan Jose Omella, sowie Bischöfe aus Italien, Irland, Frankreich, der Ukraine, Albanien, Polen und aus Paraguay zugegen.

Hintergrund

Mit zuletzt wieder mehr als einer Million Pilgern pro Jahr zählt Medjugorje zu den größten katholischen Wallfahrtsorten. Bekannt wurde der Ort durch Berichte von Marienerscheinungen seit Juni 1981 von damals sechs Jugendlichen, die bei einigen bis heute andauern sollen. Aus der Gruppe der „Seher“ war beim diesjährigen Jugendfestival nur Jakov Colo präsent. Der 51-Jährige erzählte von seinen Erfahrungen bei der von ihm geleiteten Hilfsorganisation „Hände Mariens“ (Marijine Ruke), die derzeit rund 700 bedürftige Familien in Herzegowina unterstützt. Zudem betreibt die Organisation eine Volksküche in der nahe Medjugorje gelegenen Stadt Ljubuski.

Erscheinungen nicht offiziell anerkannt

Die Kirche hat die Marienerscheinungen bislang nicht offiziell anerkannt, jedoch mehrmals untersucht. Papst Franziskus äußerte sich zur Frage nach deren Echtheit nicht, entsandte jedoch seit 2017 einen Bischof als vor Ort lebenden Beauftragten und Visitator und erlaubte 2019 erstmals auch von Bischöfen geleitete Pilgerfahrten nach Medjugorje. Das Jugendfestival gilt neben dem Jahrestag der Erscheinungen als Höhepunkt des Jahres in Medjugorje. Seit 1989 findet es jährlich im August statt und dauert fünf Tage.

Quelle: Vatican News

NEWS: Deutscher Bericht zur Weltsynode

SCHWEIZER BERICHT KOMMT MITTE AUGUST HERAUS

Die deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am Freitagmittag in deutscher und englischer Sprache ihren Bericht für die Weltsynode zur Synodalität veröffentlicht, die 2021 ihren Auftakt nahm und im Oktober 2023 mit einer Generalversammlung der Bischofssynode abschließen soll.

Die Rückmeldungen aus den einzelnen Diözesen, die in den vergangen Monaten zusammengestellt worden waren, wurden nun von der Bischofskonferenz zusammengefasst. Der Bericht hält dabei fest, dass die „Anzahl der Gläubigen, die sich in den Diözesen an der Befragung zur Weltbischofssynode beteiligt haben“, nur „im untersten einstelligen Prozentbereich“ liege.

„Die Rückmeldungen aus den Diözesen wünschen, dass die Themen des Synodalen Weges in Deutschland (1. Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, 2. Priesterliche Existenz heute, 3. Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche, 4. Leben in gelingenden Beziehungen) als wichtige ortskirchliche Anliegen in die Weltbischofssynode eingebracht werden“, so der Bericht. „Die Bearbeitung der mit diesen Themenstellungen verbundenen innerkirchlichen Reformbedarfe wird als Voraussetzung für eine neue Glaubwürdigkeit der Kirche in Deutschland und ihrer Sendung in die heutige Gesellschaft hinein angesehen.“

Andererseits hätten „einige Bischöfe“ auch darauf hingewiesen, „dass einzelne Gruppen von Gläubigen einen Mangel an geistlicher Tiefe und Glaubenskraft beklagen und mehr Engagement für eine Erneuerung der Christusbeziehung fordern, wie es in manchen Diözesen schon geschieht“.

Ausgrenzung von Personengruppen

Laut Bericht erfahren sich bestimmte Gruppen in der Kirche als „ausgegrenzt“, darunter solche, die „nicht mit der Lehre der Kirche konform gehen (z.B. LGBTQ-Personen, Menschen mit Lebensbrüchen, aus der Kirche Ausgetretene …)“, die „von kirchlichen Ämtern oder Diensten ausgeschlossen sind (vor allem Frauen, aber auch verheiratete Männer, Jugendliche, Ehrenamtliche)“, sowie jene, die „nicht dem bildungsorientierten, bürgerlichen Milieu angehören (z. B. von Armut betroffene Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund …)“.

„Es wird bemängelt, dass Bischöfe oder Generalvikare, Priester und hauptberufliche pastorale Mitarbeiter/innen nicht oder zu wenig auf Laien, Ehrenamtliche, junge Menschen, ‚einfache Gläubige‘ … hören“, heißt es weiter. Die Kirche werde stattdessen „als ‚definierende und nicht zuhörende Institution‘ wahrgenommen“.

„Innerkirchlich wird mehrfach bezweifelt, dass eine offene, angstfreie Rede möglich ist“, erklärte die deutsche Bischofskonferenz im Bericht. „Es gibt Tabuthemen, die innerkirchlich nicht offen besprochen werden können, wie vor allem Fragen zur Sexualität (z. B. Verhütung, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe …). Theolog/innen fürchten im Fall einer differenzierten und offenen Äußerung um den Entzug ihrer Lehrerlaubnis. Laien fühlen sich in ihrer Sprachfähigkeit und Mitsprachemöglichkeit Klerikern und anderen theologisch gebildeten Personen gegenüber unterlegen und oft nicht verstanden.“

Am Ende wird ausdrücklich eine Stimme zitiert, wonach es in der Kirche „eine klare Positionierung der Bischöfe zu den drängenden Anfragen dieser Zeit“ brauche, darunter „den gleichberechtigten Zugang aller Getauften zu den kirchlichen Ämtern, eine Neubewertung in der Sexualmoral und einen diskriminierungsfreien Umgang mit homosexuellen und queeren Menschen. Eine klare Positionierung bedeutet auch, eine Sprache zu sprechen, die die Menschen verstehen können und die sich nicht hinter Verklausulierungen versteckt.“

Liturgie

Es gebe „in allen deutschen Bistümern eine qualitätvoll gefeierte Liturgie“, wobei dennoch eine „Deutung der Riten“ in „einer konkreten und verständlichen Sprache“ gefordert werde, um so „die Lebenswirklichkeit der Menschen“ zu betreffen. „Viele konkrete Vorschläge werden gemacht: Predigtdienst durch Laien, Reform der Leseordnung, Gottesdienste in einfacher Sprache, eine Willkommenskultur, Abbau der Distanz zwischen Altarraum und Gemeinde …“

„Begrüßt werden liturgische Feiern, die von dazu befähigten Frauen, Jugendlichen, Ehrenamtlichen … geleitet werden“, insbesondere „liturgische Tauffeiern und Eheassistenz durch Laien“.

Autorität und Teilhabe

Zum Themenfeld „Autorität und Teilhabe“ heißt es im Bericht:

Strukturell werden u. a. gewünscht: Partizipationsstrukturen, Transparenz und Beteiligung bei der Wahl von Bischöfen und bei der Bestellung von Pfarrern, zeitliche Befristung der Ämter und Aufgaben, Kontrolle von Macht und Machtausübung, Aufklärung und Ahndung von Machtmissbrauch, eine Feedback-Kultur und Beschwerdewege … Konkret wird eine Beteiligung von Frauen mit Stimmrecht an der Weltbischofssynode gefordert. In vielen Rückmeldungen geht es um eine „heilsame Dezentralisierung der katholischen Kirche“.

Priester sollten sich primär der Seelsorge widmen können, nicht der Verwaltung.

Quelle: CNA Deutsch

Nachrichtensendung vom 05.08.2022

Opus Dei in Argentinien wird angezeigt
Russische vs. ukrainische Kirche
Dämpfer für Pro-Life Bewegung

Mittwochskolumne vom 03.08.2022

Nationalfeiertag

Bern (novaradio.ch): Am letzten Montag feierten wir den Nationalfeiertag. Ich war in der Heiligen Messe und habe mich darüber gefreut, dass wir in unserer Bundesverfassung, in unserer Hymne sowie in unserer Landesfahne einen Gottesbezug haben. Auf der anderen Seite war aber auch eine Trauer da, dass dieser Gottesbezug im Alltag so eine geringe Rolle in der Schweiz spielt. Die Kirchen in der Deutschschweiz sind sehr leer und das Wissen rund um den Glauben ist sehr gering. Viele Menschen glauben, dass dies mit dem Wohlstand zu tun hat. Ich teile diese Auffassung jedoch nicht. Auch andere Länder sind wohlhabend und trotzdem sind dort mehr Menschen religiös aktiv als in der Schweiz. Auch ist es nicht so, dass in der Schweiz ein Zusammenhang bestünde zwischen der Armut und der religiösen Partizipation. Es ist auffallend, dass gerade die Generationen, die nach der Hochkonjunktur-Phase der 50er und 60er Jahre geboren sind, noch viel distanzierter gegenüber der Kirche sind. Wenn man sich anschaut, wer jetzt noch in den normalen Pfarreien in der Kirche aktiv ist, dann sind dies eher gutbürgerliche Menschen, die keiner finanziellen Unsicherheit ausgesetzt sind. Die ganzen Diskussionen darüber, dass die Menschen nur dann gläubig sind, wenn sie arm sind, sind verfehlt. Wenn wir heute in einem der säkularsten Länder der Welt leben, wenn nicht sogar dem säkularsten, dann ist dies nicht auf äussere, sondern auf innere Faktoren zurückzuführen, die im Menschen zu suchen sind. Leider haben sich viele Menschen in der Schweiz von Gott entfremdet. Ich glaube, dies hängt damit zusammen, dass bereits sehr früh die wirkliche Beziehung zu Gott zweitrangig wurde und der Glaube oft nur kulturelle Zwecke hatte. Nichts schadet dem wahren Glauben so sehr, wie wenn er nur als Übung praktiziert wird, ohne dass das innere Feuer der Überzeugung da ist. Ich selber merke auch immer wieder, wie oft ich gedanken- und leider auch herzlos bete, ohne dass mich das innere Feuer packt. Jeder Katholik muss sich vor dieser Gewohnheit hüten.

Wir müssen von den Fehlern der früheren Generationen lernen. Vieles wurde in den letzten Jahrzehnten in der Schweizer Kirche falsch gemacht. Es gab aber auch sehr viele gute Menschen in dieser Kirche, welche die Saat für einen Neuanfang gelegt haben. Orientieren wir uns daran. Unsere Hymne, unsere Verfassung und unsere Fahne machen uns nicht zu Christen. Es ist unsere Nächstenliebe im Alltag und unsere tiefe Beziehung zu Gott. DR

Mögliches Treffen in Kasachstan

Bei der am Montag offiziell angekündigten Apostolischen Reise von Papst Franziskus nach Kasachstan vom 13. bis zum 15. September könnte es auch zu einer Begegnung mit dem russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill kommen.

Bischof Adelio Dell’Oro von Karaganda in Kasachstan sagte am Dienstag gegenüber Vatican News, in dem Land lebten „Menschen mit mehr als 130 verschiedenen Nationalitäten und vielen Religionen“, weshalb die Reise „eine große ökumenische und interreligiöse Chance für Papst Franziskus“ sei.

„Außerdem scheint es, dass auch Patriarch Kyrill zu diesem Kongress kommen wird“, so Dell’Oro mit Blick auf den Anlass der Apostolischen Reise, nämlich den „Kongress der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“.

„Es könnte daher auch eine Gelegenheit für die Führer der beiden Kirchen sein, sich hier nach ihrem Treffen in Kuba und nach dem Online-Gespräch im März zu treffen“, spekulierte der Bischof. „Hoffen wir, dass dieses Treffen stattfinden kann.“

Erstmals war Papst Franziskus dem Moskauer Patriarchen erstmals im Jahr 2016 in Kuba begegnet.

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 sprach Franziskus im März per Videokonferenz erneut mit Kyrill.

In einem Interview sagte der Papst anderthalb Monate später, in der ersten Hälfte des 40-minütigen Gesprächs habe Kirill „mir alle Rechtfertigungen für den Krieg vorgelesen“.

„Ich habe zugehört und ihm gesagt: Ich verstehe das alles nicht. Bruder, wir sind keine Staatskleriker, wir können nicht die Sprache der Politik verwenden, sondern die Sprache Jesu. Wir sind Pfarrer desselben heiligen Volkes Gottes. Deshalb müssen wir nach Wegen des Friedens suchen, um das Feuer der Waffen zu stoppen“, so Franziskus.

„Der Patriarch darf nicht zum Messdiener Putins werden“, warnte der Papst.

Quelle: CNA deutsch

Reiseprogramm nach Kasachstan

Einen Tag nach der offiziellen Ankündigung, Papst Franziskus werde vom 13. bis zum 15. September in die kasachische Hauptstadt Nur-Sultan reisen, hat der Vatikan das detaillierte Programm veröffentlicht. Der Pontifex wird innerhalb von drei Tagen fünf Ansprachen bzw. Predigten halten.

Der Papst wird am frühen Morgen des 13. September, einem Dienstag, von Rom nach Nur-Sultan aufbrechen. Er landet dort um 17:45 Ortszeit, wobei die Zeitverschiebung vier Stunden beträgt. Am Abend wird er dem kasachischen Präsidenten einen Höflichkeitsbesuch abstatten und dann vor Vertretern der Zivilgesellschaft eine Rede halten.

Zur Eröffnung des „Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“, dem eigentlichen Anlass der Reise, wird der Papst am nächsten Morgen eine Ansprache halten. Danach stehen private Begegnungen mit Führungspersönlichkeiten verschiedener Religionen auf dem Programm. Der Vatikan nannte keine Namen, doch wird spekuliert, dass der Papst dabei auch auf den russisch-Orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill treffen könnte.

Am späten Nachmittag findet die einzige öffentliche Messe mit Papst Franziskus statt.

Für den Donnerstag steht, wie bei anderen Papstreisen auch, eine private Begegnung mit Mitgliedern der Gesellschaft Jesu an. Papst Franziskus ist selbst Jesuit. Gefolgt wird dies von einer Ansprache vor Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und anderen in der Pastoral tätigen Menschen.

Zum Abschluss des zweitägigen „Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“ am Nachmittag hält der Papst wiederum eine Rede, bevor er um 16:45 Uhr nach einer Abschiedszeremonie den Rückflug antritt.

Die Ankunft in Rom ist für 20:15 (Ortszeit) vorgesehen.

Quelle: CNA deutsch

Klartext vom 01.08.2022

Frau Dr. des. phil. Anik Sienkiewicz, Co-Sekretärin Bioethik Kommission der schweizerischen Bischofskonferenz. Beantwortet Fragen zum Thema Abtreibung.

Quelle: Privat, Anik Sienkiewicz

Theologiestunde vom 01.08.2022

Der 10. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

Pax Vobis vom 31.07.2022

Danasnja tema je, jedan od sedam Sakramenata, ispovijed.
In der heutigen Sendung geht es um die Beichte.

Nachrichtensendung vom 29.07.2022

Kurze Zusammenfassung vom 4. Tag der Papstreise
Papst Franziskus arbeitet weiter an seiner Agenda

PAPSTREISE NACH KANADA 2022

LINKS ZU DEN ERSTEN TAGE:

Franziskus in Kanada: Das war Tag 1 – Vatican News

Wortlaut: Franziskus am „See Gottes“ in Kanada – Vatican News

Die kanadische Presse: Was sich durch den Papstbesuch ändert – Vatican News

Kanadas Premier Trudeau: Bessere Zukunft für alle schaffen – Vatican News

Mittwochskolumne vom 27.07.2022

Das kirchliche Leben ausserhalb der Schweiz

Bern (novaradio.ch): Ich darf momentan in Becej in Nordserbien meine Sommerferien verbringen.  Dies ist die Heimatstadt meines Vaters, der ein Ungar ist. Viele Ungarn leben in der Provinz Vojvodina. Die katholischen Ungarn leben mit den orthodoxen Serben friedlich zusammen. Am Sonntag ging ich in die Messe und gestern habe ich die Stadtkirche besichtigt. Die Sakristanin, die dieses Amt ehrenamtlich ausübt, hat mir die Kirche gezeigt. Sie hat sich viel Zeit genommen, um mir alles zu erklären. Mich hat ihre Freundlichkeit sehr berührt. Zudem war es auch schön zu sehen, wie viele junge Menschen in der Messe waren. Da meine Mutter Kroatin war, haben wir zu Hause immer Kroatisch gesprochen und nicht Ungarisch. Daher ist mein Ungarisch relativ schlecht. Trotzdem konnte ich der Messe ohne Probleme folgen, da die Elemente der Messfeier natürlich die gleichen sind wie in jeder Heiligen Messe. Dies ist ein grosser Reichtum der katholischen Kirche, dass die Messfeier überall gleich gefeiert wird und man deswegen nie Mühe hat, einer Messfeier auf einer Sprache zu folgen, die einem nicht völlig vertraut ist. Wehmütig habe ich dabei an die Schweiz bzw. an die Situation im Bistum Basel gedacht. Wie oft habe ich Menschen aus dem Ausland angetroffen, die sich sehr darüber gewundert haben, wie bei uns im Bistum Basel die Gottesdienste gefeiert werden. Erstens finden oft gar keine Heiligen Messen statt, sondern sogenannte Wortgottesdienste. Und auch wenn eine Messe stattfindet, hält sich der Priester oft nicht an die liturgischen Vorgaben. Eine Pastoralassistentin oder ein Pastoralassistent liest das Evangelium, hält Predigt und macht auch sonst Teile des Gottesdienstes, die eigentlich nur dem Priester vorbehalten sind. Zudem ist man auch sonst sehr experimentierfreudig, was die Liturgie anbelangt. All diese Bemühungen, die sicherlich am Anfang von guten Absichten geleitet waren, haben nicht dazu geführt, dass mehr Menschen an den Gottesdiensten teilnehmen. Ganz im Gegenteil. Währenddem in anderen Ländern immer noch viele Menschen an die Messfeiern kommen, sind die Schweizer Gottesdienste leer. Speziell wenn keine Heiligen Messen stattfinden, kommt fast niemand in die Kirche. Ein Besuch im Ausland müsste vielen Schweizer Reformkatholiken klarmachen, dass der Schweizer Sonderweg in die Sackgasse führt. Kehren wir um und richten wir die hiesige Kirche wieder an der Weltkirche aus. DR

Kathnews spezial: Papstreise nach Canada

Alles zur Reise von Papst Franziskus nach Canada.

Opus Dei vom 25.07.2022

Heute geht es um die Weltkriese, da es an Heiligen fehlt.

Klartext vom 25.07.2022

Pater Martin Ramm, von der Petrusbruderschaft Schweiz, hat uns einen Text zur Verfügung gestellt, zum Thema Keuschheit.

Theologiestunde vom 25.07.2022

Der neunte Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

Nachrichtensendung vom 22.07.2022

Teen Vogue wirbt für Abtreibungen
Papstreise ist eine Reise der Busse
Kleines Mädchen aus Brasilien schreibt dem Papst

HL. BIRGITTA VON SCHWEDEN

Ordensgründerin

Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, wurde 1303 (oder 1302) in Finstad bei Uppsala geboren. Es war das Jahr, in dem Papst Bonifaz VIII. und die hl. Gertrud die Große starben. 1316 vermählte sich Birgitta mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossten acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie „liebte wie ihr eigenes Herz“, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch „Erlöserorden“ genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zu Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie in schwedischer Sprache niederschrieb.

Quelle: Tagesimpuls – Erzabtei Beuron (erzabtei-beuron.de)

NEWS: Papst Franziskus ändert Status von Opus Dei neu!

Papst Franziskus hat in einem am Freitag veröffentlichten Motuproprio die Personalprälatur Opus Dei bestätigt und „ihre Organisation gemäß dem Zeugnis des Gründers, des heiligen Josefmaria Escrivá de Balaguer, und gemäß der Lehre der konziliaren Ekklesiologie über die Personalprälaturen“ präzisiert.

Zuständig für Personalprälaturen – bislang hat nur das Opus Dei diese kirchenrechtliche Form – ist nun das Dikasterium für den Klerus, nicht mehr das Dikasterium für die Bischöfe bzw. die Bischofskongregation, wie Papst Johannes Paul II. im Jahr 1982 in der Apostolischen Konstitution Ut sit verfügt hatte.

Zu den weiteren Änderungen durch das Motuproprio Ad charisma tuendum, das vom Presseamt des Heiligen Stuhls am Freitag nur auf Italienisch veröffentlicht wurde, gehört, dass der Prälat des Opus Dei dem zuständigen Dikasterium nun jedes Jahr einen Bericht „über den Zustand der Prälatur und die Durchführung ihrer apostolischen Arbeit“ vorlegen muss, nicht mehr nur alle fünf Jahre.

Das Motuproprio forder das Opus Dei auf, die Eigenstatuten „selbst entsprechend anzupassen“ und dann „von den zuständigen Organen des Apostolischen Stuhls“ genehmigen zu lassen.

Der Prälat des Opus Dei – der Obere der Personalprälatur – wird in Zukunft nicht mehr „mit dem Bischofsamt“ geehrt, sondern nur mit dem Titel des Apostolischen Protonotars. So solle „die Überzeugung gestärkt werden, dass zum Schutz der besonderen Gabe des Geistes eine Leitungsform erforderlich ist, die mehr auf dem Charisma als auf hierarchischer Autorität beruht“, argumentierte Papst Franziskus.

Der gegenwärtige Prälat, Msgr. Fernando Ocáriz Braña, wurde nach seiner Amtsübernahme Anfang 2017 – also schon während des Pontifikats von Papst Franziskus – nicht zum Bischof geweiht. Seine beiden Vorgänger, Javier Echevarría und Álvaro del Portillo, empfingen jeweils von Papst Johannes Paul II. persönlich die Bischofsweihe. Der Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá, war kein Bischof und starb, bevor die Personalprälatur errichtet wurde.

Das Motuproprio soll ab 4. August 2022 Rechtskraft entfalten.

Stellungnahme des Prälaten

In einer Stellungnahme erklärte der Prälat des Opus Dei: „Der Heilige Vater ermutigt uns, unsere Aufmerksamkeit auf das Geschenk zu richten, das Gott dem heiligen Josefmaria gemacht hat, um es voll zu leben.“

„Er ermahnt uns, das Charisma des Opus Dei zu pflegen, ‚um die Evangelisierungstätigkeit seiner Mitglieder zu fördern‘ und auf diese Weise ‚den Ruf zur Heiligkeit in der Welt zu verbreiten, durch die Heiligung der Arbeit und der familiären und sozialen Berufe'“, so Ocáriz. „Ich wünsche mir, dass diese Aufforderung des Heiligen Vaters in jedem einzelnen von uns einen starken Widerhall findet. Es ist eine Gelegenheit, den Geist zu vertiefen, den der Herr unserem Gründer eingeflößt hat, und ihn mit vielen Menschen in der Familie, am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld zu teilen.“

Zur Absage an die Bischofsweihe für die Prälaten des Opus Dei hielt Ocáriz fest, diese sei „für die Leitung des Opus Dei nicht notwendig. Der Wunsch des Papstes, jetzt die charismatische Dimension des Werkes zu betonen, lädt uns ein, die familiäre Atmosphäre der Zuneigung und des Vertrauens zu stärken: Der Prälat muss ein Führer, aber vor allem ein Vater sein.“

Quelle: cna deutsch

PAPSTREISE NACH KANADA: Programm

Logo Papstreise nach Kanada

Der heilige Vater besucht Kanada, um Busse zu tun, von 25.07-29.07.2022.
Hier stellen wir Ihnen das Programm zur Papstreise vor:

Montag, 25. Juli 2022
2.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den indigenen Völkern Kanadas, First Nations, Metis und Inuit in Maskwacis

8.45 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den indigenen Völkern und den Mitgliedern der Pfarrgemeinden in der „Holy Heart Church“ in Edmonton

Dienstag, 26. Juli 2022
2.15 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Heilige Messe im „Commonwealth Stadium“ in Edmonton

9.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Teilnahme an der “LAC STE. ANNE”-Pilgerfahrt und Wortgottesdienst am See „Lac Ste. Anne“

Mittwoch, 27. Juli 2022
10.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Höflichkeitsbesuch beim Generalgouverneur in der „Zitadelle von Québec“

10.20 live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit dem Premierminsiter in der „Zitadelle von Québec“

10.45 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den Vertretern der Zivilgesellschaft und der indigenen Völker mit dem diplomatischen Korps in der „Zitadelle von Québec“

Donnerstag, 28. Juli 2022
4.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Heilige Messe beim Nationalheiligtum „Sainte Anne de Beaupré“

Freitag, 29. Juli 2022
11.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den Jugendlichen und älteren Menschen auf dem Platz vor der Grundschule von Iqaluit

NEWS: Vatikan stoppt Synodaler Weg

In einer Erklärung von diesem Donnerstag präzisiert der Vatikan, dass die Gesprächsinitiative des Synodalen Wegs in Deutschland „nicht befugt“ sei, „die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten“. Gleichzeitig wird die Einladung ausgesprochen, die Vorschläge des Synodalen Weges in den Synodalen Prozess der Weltkirche einzuspeisen.

Hier die Mitteilung im offiziellen Wortlaut:

Zur Wahrung der Freiheit des Volkes Gottes und der Ausübung des bischöflichen Amtes erscheint es notwendig klarzustellen: Der „Synodale Weg“ in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten.

Es wäre nicht zulässig, in den Diözesen vor einer auf Ebene der Universalkirche abgestimmten Übereinkunft neue amtliche Strukturen oder Lehren einzuführen, welche eine Verletzung der kirchlichen Gemeinschaft und eine Bedrohung der Einheit der Kirche darstellen würden. In diesem Sinne rief der Heilige Vater in seinem Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland in Erinnerung: „Die Weltkirche lebt in und aus den Teilkirchen, so wie die Teilkirchen in und aus der Weltkirche leben und erblühen; falls sie von der Weltkirche getrennt wären, würden sie sich schwächen, verderben und sterben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Gemeinschaft mit dem ganzen Leib der Kirche immer lebendig und wirksam zu erhalten” [1]. Daher ist es wünschenswert, dass die Vorschläge des Weges der Teilkirchen in Deutschland in den synodalen Prozess, auf dem die Universalkirche unterwegs ist, einfließen mögen, um zur gegenseitigen Bereicherung beizutragen und ein Zeugnis der Einheit zu geben, mit welcher der Leib der Kirche seine Treue zu Christus, dem Herrn, bekundet.

[1] FRANZISKUS, Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland, 9.

Quelle: Vatican News

Mittwochskolumne vom 20.07.2022

Die Sonne der Gerechtigkeit

Bern (novaradio.ch): An diesen heissen Tagen kommt mir das Kirchenlied „Die Sonne der Gerechtigkeit“ in den Sinn. Dieses Lied, welches oft auch an Friedenskundgebungen in den 80er Jahren gesungen wurde, passt zu den jetzigen Temperaturen und auch zur politischen und gesellschaftlichen Stimmung gut. Als Christen sind wir aufgerufen, Gerechtigkeit zu schaffen. Nur wahre gesellschaftliche und internationale Gerechtigkeit kann zu langfristigem Frieden führen. Es stimmt, wenn gesagt wird, dass nur Gott den wahren Frieden schaffen kann. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht verantwortlich dafür wären, Hände, Füsse und Köpfe Gottes zu sein, um den Frieden in die Welt zu tragen. Gerade die katholische Kirche hat eine sehr lange Tradition, wenn es darum geht, die Verantwortung jedes Einzelnen zu betonen. Das Naturrecht lehrt uns, das Gute zu tun und das Böse zu meiden. Als Teil einer Familie, eines Dorfes oder einer Stadt, eines Landes und als Teil der Menschheitsfamilie sind wir verpflichtet, gerecht zu handeln. Kein Mensch lebt für sich alleine. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten, Gutes für seinen Nächsten zu tun. Das Wichtigste ist meines Erachtens, wahres Interesse am Mitmenschen zu zeigen. Nichts ist heutzutage so schlimm wie das Desinteresse, das viele Menschen an ihren Mitbrüdern und Mitschwestern zeigen. Wenn Gott in Jesus Mensch wurde, weil er jeden einzelnen Menschen liebt und Interesse an jedem einzelnen Menschen hat, wer sind wir dann, um kein Interesse an unseren Mitmenschen zu zeigen? Es ist noch viel mehr unsere Aufgabe, uns gegenüber unseren Mitmenschen zu öffnen und sie kennenzulernen.

Seien wir also allen Mitmenschen eine Sonne der Gerechtigkeit, ein Licht Gottes, welches das Dunkel dieser oft herzenskalten Welt erhellt. DR

ZOOM: Ritteroden vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Frau Dr. phil. Donata Maria Krethlow-Benziger, Vorsteherin vom Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Statthalterei Schweiz und Lichtenstein. Beantwortet meine Fragen zum Ritterorden.

Bild: Privat
Wappen und Logo der Statthalterei

Theologiestunde vom 18.07.2022

Heute können Sie den 8. Teil, aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“, hören.

PROGRAMMHINWEIS

AM DIENSTAG, 19.07.22, UM 16H KÖNNEN SIE DAS INTERVIEW MIT FRAU DR. PHIL. DONATA MARIA KRETHLOW-BENZIGER ZUM THEMA: RITTERORDEN ZUM HEILIGEN GRAB ZU JERUSALEM.

NEWS: Mgr. Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St.Gallen, ist gestorben

Ein Aktivmitglied der Kirchengeschichte

Mgr. Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St.Gallen, ist am Dienstagnachmittag den 12. Juli in seinem 93. Lebensjahr nach längerer Parkinsonkrankheit verstorben. Ivo Fürer war 1995 bis 2006 Bischof des Bistums St. Gallen. Seine Verdienste gehen aber weit darüber hinaus. Die Auferstehungsfeier ist am kommenden Montag, 10 Uhr, in der Kathedrale St.Gallen.

Der offenherzige Geist von Bischof Ivo Fürer liess er auch in die Kirche einfliessen. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, Kirche mit den Menschen zu gestalten. «Dem Volk Gottes dienen» lautete der bischöfliche Wahlspruch von Ivo Fürer. Und er lebte auch danach. Stets näherte sich Ivo Fürer den Menschen mit grosser Achtsamkeit. Er zollte allen seinen Respekt, innenkirchlich, überkonfessionell, interreligiös. Ivo Fürer war Visionär, Diplomat, Vordenker und ein mutiger Kirchenmann.
2002 hatte er nach einem Missbrauchsfall im Bistum St. Gallen das Fachgremium gegen sexuelle Übergriffe in der Seelsorge gegründet, vermutlich als Pioniertat in einer Zeit, als diese Thematik noch zu sehr unter dem Deckel gehalten wurde.

Bischof Ivo hat vorab als Bischofsvikar in seiner Diözese, dann als Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE, mit Sitz in St. Gallen) ein halbes Jahrhundert kirchlicher Entwicklungen nicht nur erlebt, sondern mitgestaltet. Für sein unermüdliches Engagement zur praktischen Umsetzung der Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils auf diözesaner, schweizerischer und europäischer Ebene wird ihm 2005 die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Fribourg verliehen, zudem ist er Ehrensenator der Universität St. Gallen.

Innerhalb der Schweizer Bischofskonferenz war Bischof Ivo unter anderem für die Diakonie und für die kanonischen Fragen zuständig. Er war oft in Spurgruppen tätig, wo es beim Erarbeiten von Dokumenten um feinfühlige kirchenrechtliche Definitionen ging.

Seine wichtigsten Stationen

1954               Priesterweihe in der Kathedrale St.Gallen
1954 – 1958    Studium Kanonischen Rechts an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Rom
1958 – 1963    Vikar in Herisau
1963 – 1967    Vikar in Altstätten
1967               Bischöflicher Sekretär
1969               Bischofsvikar in St. Gallen
1977– 1995    Generalsekretär CCEE, Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, St. Gallen
1991               Wahl zum Domdekan
1995 – 2006   Bischof des Bistums St. Gallen
2005               Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Fribourg

Auferstehungsgottesdienst

Der Trauer- und Auferstehungsgottesdienst findet am Montag, 18. Juli, um 10 Uhr in der Kathedrale St. Gallen statt. Von 9.30 bis 9.45 Uhr läutet in allen Kirchen des Bistums die tiefste Glocke – verbunden mit der Einladung zum Gebet für Bischof Ivo. Für alle, die persönlich von Bischof Ivo Abschied nehmen möchten, wird er am Freitag, 15. Juli, von 9 bis 18 Uhr im Chor der Kathedrale aufgebahrt. Die Trauerfeier vom 18. Juli kann auch per Livestream mitverfolgt werden unter: https://www.bistumsg-live.ch

Quelle: SBK

NEWS: «Kirche in Not (ACN)» schickt Hilfe an bedürftige Diözesen in Sri Lanka

Sri Lanka, ein Priester mit einem vom Hilfswerk finanzierten Töff

Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» kündigt eine Sonderhilfe für Ordensschwestern und Priester in Sri Lanka an, die unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise leiden.

„Die wirtschaftliche Lage im Land ist sehr ernst. Es gibt viele arme Menschen, die weder Lebensmittel noch Medikamente haben. Die Warteschlangen sind riesig, kilometerlang; Menschen stehen Schlange, um Treibstoff, Benzin, Milchpulver, Zucker, Reis, Medikamente zu kaufen…. Zahlreiche Menschen sind in den Warteschlangen gestorben, während sie etwas kaufen wollten. Es gibt Kinder, die wegen fehlender Aufsicht in ihren Häusern ums Leben gekommen sind, weil ihre Eltern so lange abwesend waren“, so beschreibt Msgr. Valence Mendis, Bischof von Kandy und apostolischer Administrator von Chilaw, die schreckliche Situation, unter der die Bevölkerung leidet.

Sri Lanka, ein Sommerkurs für Kinder/Jugendliche

Kirche kämpft selbst ums Überleben
Die lokale Kirche ist nicht in der Lage, ihre eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber hat keine Mittel, um das Leid derer zu lindern, die um Hilfe bitten. „Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und die Preise sind in astronomische Höhen gestiegen. Die Menschen sind nicht in der Lage ihren täglichen Bedarf zu decken. Auch unsere Priester und Ordensleute sind von der Krise stark betroffen. Daher wäre ich dankbar, wenn ich in dieser kritischen Zeit Messstipendien für Priester und finanzielle Unterstützung für Ordensleute erhalten könnte“, schreibt Mgr Mendis an «Kirche in Not (ACN)»: „Wir brauchen Ihr Gebet“, bittet er.
Dies ist eine der vielen Anfragen, die das Hilfswerk aus dem asiatischen Land erhalten hat. Als unmittelbare Reaktion wird «Kirche in Not (ACN)» insgesamt 19 Projekte unterstützen, um Priestern mit Messstipendien und Ordensschwestern und Katecheten mit Nothilfeprogrammen zu helfen.
Der Gesamtbetrag der Unterstützung beläuft sich auf € 465.365. Während der Pandemie hat «Kirche in Not (ACN)» bereits die Kirche im Sri Lanka mit einem ähnlichen Notprogramm für die Diözesen unterstutzt.

Chaotische Zustände im Land
Papst Franziskus bat während des Angelusgebets am Sonntag, den 10. Juli, darum, den Schmerz des sri-lankischen Volkes zu hören. Der Heilige Vater versicherte die Menschen in Sri Lanka seiner Nähe in ihrem Leid und rief dazu auf, den Schrei der Armen nicht zu ignorieren und für den Frieden im Land zu beten.  
Sri Lanka befindet sich in einer schweren Finanzkrise, die durch korrupte politische und wirtschaftliche Praktiken verursacht wurde, die die Auslandsverschuldung des Landes in die Höhe getrieben haben, sowie durch eine enorme Inflation und willkürliche Vorschriften, die in den letzten zwei Jahren die Ernte und die Erträge des Landes geschmälert haben. Dazu kamen die Folgen der Corona-Pandemie, durch die die Einnahmen aus dem Tourismus wegfielen. Die Finanzkrise hat zu politischem Chaos und landesweiten Massenprotesten geführt, die den Rücktritt von Präsident Gotabaya Rajapaska gefordert haben. Am Freitag, den 15. Juli, trat Rajapaska in Singapur zurück, wohin er nach seiner Flucht auf die Malediven gekommen war.

Quelle: Kirche in Not

Nachrichtensendung vom 15.07.2022

Zerstörung und Vandalismus gegen kath. Kirchen in USA
US-Bischof Naumann kritisiert Präsident Biden
Seligsprechung von Philipp Jeningen

NEWS: Spielen Sie gewalttätige Angriffe auf katholische Kirchen nicht herunter

Katholische Kirchen wurden von Brandstiftung und Vandalismus heimgesucht, seit der Oberste Gerichtshof Roe v Wade aufgehoben hat. Wo ist die Empörung?

„Wird die katholische Kirche angegriffen?“, lautet die Überschrift eines kürzlich erschienenen Artikels von Molly Olmstead von Slate.

Warum muss sie fragen? Kirchen werden im ganzen Land verwüstet. Es gab sogar Versuche, sie niederzubrennen. Doch Olmstead macht die „katholische Rechte“ für ihre „verfrühten oder rücksichtslos dramatischen“ Bedenken verantwortlich – obwohl sie einräumt, dass „um fair zu sein, anekdotisch scheint es eine Zunahme von Vandalismus an Kirchen gegeben zu haben“.

Anekdotisch? Scheint?

Die Catholic News Agency hat eine laufende Liste von Fällen von Vandalismus im Zuge der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs geführt, Roe v. Wade aufzuheben.

Pro-Life-Schwangerschaftszentren, von denen viele von glaubensinspirierten Organisationen, einschließlich der katholischen Kirche, betrieben werden, haben seit dem Durchsickern eines Entwurfs der Dobbs-Entscheidung im vergangenen Mai Vandalismus durch Abtreibungsbefürworter erlitten.

MARYLAND-BEHÖRDEN UNTERSUCHEN BRÄNDE, VANDALISMUS IN MEHREREN BETHESDA-KIRCHEN

Anfang dieser Woche sagte Senatorin Elizabeth Warren, D-Mass., Reportern, dass der Kongress diese Zentren schließen muss – die schwangeren Frauen kostenlose Ultraschalluntersuchungen, Windeln und Elternkurse anbieten. „Sie sollten nicht in der Lage sein, eine schwangere Person so zu foltern“, bemerkte Warren.

Katholische Pfarreien waren auch auf der Empfängerseite der Wut. Vier Kirchen in Wisconsin wurden zwischen dem 2. und 3. Juli mit Pro-Abtreibungs-Graffiti verwüstet. Ein Gebäude auf dem Gelände einer katholischen Schule im Norden von Ohio erlitt am 30. Juni durch einen Brand einen geschätzten Schaden von 1 Million US-Dollar.

WEISSES HAUS VERURTEILT BRANDSTIFTUNG IN DER KIRCHE, VANDALISMUS, DA DIE GEWALT NACH DOBBS ENTSCHEIDUNG ZUNIMMT

Letzte Woche zertrümmerte ein maskierter Eindringling die Glastür der katholischen Kirche St. Louise in Bellevue, Washington. Und am vergangenen Sonntag war die Pfarrei St. Jane Frances de Chantal in Bethesda, Maryland, das Ziel von Brandstiftung.

„Letzte Nacht wurde unsere Kirche verwüstet. Menschen brachen ein. Sie warfen Statuen um. Sie rissen den Kreuzweg nieder. Sie haben den Tabernakel geschändet und versucht, die Kirche in Brand zu setzen“, erklärte Pater Samuel Giese während des Live-Streamings der Gemeinde um 10 Uhr. Sonntagsmesse, die in der Schulturnhalle wegen schwerer Schäden durch das Feuer abgehalten wurde.

Dann ist da noch die Terrorbotschaft, die von der radikalen Abtreibungsgruppe „Jane’s Revenge“ an die Wände katholischer Kirchen und Schwangerschaftszentren gespuckt wird – „wenn Abtreibungen nicht sicher sind, bist du es auch nicht“. Olmstead von Slate schreibt: „Niemand wurde bei einem der Angriffe verletzt.“ Was wird sie sagen, wenn sie es sind?

KATHOLISCHE KIRCHE VON VIRGINIA MIT FEUER UND GRAFFITI INS VISIER GENOMMEN, NACHDEM SCOTUS ROE UMGESTÜRZT HAT

Stellen wir uns vor, dass Moscheen nach einem islamistischen Terrorvorfall das Ziel von Vandalen und Brandstiftern waren. Glauben Sie, dass Slate amerikanische Muslime der „Opferidentifikation“ beschuldigen würde?

Hier sind ein paar Erinnerungen für die heutigen Apologeten von Angriffen auf Kirchen:

Brandstiftung schwarzer Kirchen war im Süden während der Bürgerrechtskämpfe der 1960er Jahre üblich. Am 15. September 1963 pflanzten vier Mitglieder eines lokalen Ku-Klux-Klan-Kapitels 19 Stangen Dynamit, die an einem Zeitmessgerät befestigt waren, unter den Stufen der 16th Street Baptist Church in Birmingham, Alabama. Die Explosion tötete vier Mädchen und verletzte zwischen 14 und 22 weitere Menschen.

Die Brandstiftung in der Kirche setzte sich in den 1990er Jahren fort und beschädigte viele schwarze Kirchen. Infolgedessen verabschiedete der Kongress 1996 den Church Arson Prevention Act, und Präsident Bill Clinton gründete die National Church Arson Task Force.

ROE UMGESTÜRZT: KATHOLISCHE KIRCHE IN WISCONSIN MIT ABTREIBUNGSGRAFFITI VERWÜSTET

Das Bundesgesetz verbietet auch die Einschüchterung von Kirchgängern. Der Freedom of Access to Clinic Entrances (FACE) Act von 1994 verbietet die Anwendung oder Androhung von Gewalt und körperlicher Behinderung, die eine Person verletzt, einschüchtert oder stört, die reproduktive Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen oder erbringen oder das Recht des Ersten Verfassungszusatzes auf Religionsfreiheit an einem Ort der religiösen Anbetung ausüben möchte. FACE verbietet auch die vorsätzliche Sachbeschädigung einer Einrichtung, die reproduktive Gesundheitsdienste anbietet, oder eines Ortes der religiösen Anbetung.

PRIESTER BETET FÜR VANDALEN NACH „HASSVERBRECHEN“, DAS ZU EINEM SCHADEN VON TAUSENDEN FÜHRT UND EINEN MITARBEITER ANGREIFT

Sie fragen sich vielleicht, wie die Biden-Regierung auf den Vandalismus und die Brandstiftung katholischer Kirchen reagiert hat.

Was sagt der zweite katholische Präsident unseres Landes über das Recht der Katholiken, sicher und ohne Gewaltandrohung zu beten?

Fast nichts.

Das Weiße Haus sprach am Donnerstag mit Fox News über die Angriffe auf Kirchen. „Der Präsident ist zutiefst besorgt über diese Berichte und verurteilt Brandstiftungen und anderen Vandalismus an Gotteshäusern auf das Schärfste“, sagte der stellvertretende Pressesprecher des Weißen Hauses, Andrew Bates, gegenüber Fox. „Solche Angriffe sind verabscheuungswürdig, gefährden Leben und haben das entsetzliche Ziel, Angst zu schüren. Sie sind auch rechtswidrig.“

Aber die Kommentare wurden von einem stellvertretenden Pressesprecher gemacht, während Biden außer Landes war. Der Präsident besuchte die Kirchen nicht und sprach nicht vor laufender Kamera über die Angriffe. Und obwohl der Vandalismus und die Brandstiftung am vergangenen Wochenende stattfanden, äußerte sich das Weiße Haus erst fast eine Woche später.

Quelle: Fox News

THEMENWOCHE: Bischöfe kritisieren Papst wegen Biden und Pelosi

Weihbischof Schneider und Bischof Stirckland kritisieren Papst Franziskus, da der Papst diese zwei Politiker nicht ermahnt hat.

THEMENWOCHE: US-Schauspieler macht sich lustig über Adoption

Ein US-Schauspieler macht sich lustig über Eltern die ein Kind adoptieren wollen.

THEMENWOCHE: Statement und Ausblick

Frau Beatrice Gall, Medienverantwortlich von der Organisation Marsch fürs Läbe Schweiz, hat ein Statement abgegeben, zum Entscheid des EU-Parlaments und auf den diesjährigen Marsch einen Ausblick gegeben.

Mittwochskolumne vom 13.07.2022

Rosa Mystica

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche das Fest der Rosa Mystica. Dieser Ehrentitel Mariens macht uns Katholiken darauf aufmerksam, wie wichtig die Muttergottes für uns ist. Es ist richtig und gut, den katholischen Glauben vor allem auch mit dem Verstand annehmen zu können. Ich persönlich bin sehr dafür, dass ein Katholik sich stets bemühen soll, sich so viel Wissen wie möglich über seinen Glauben anzueignen. In der heutigen Welt kann man das Christentum nur dann glaubwürdig verteidigen, wenn man sich in verschiedenen Gebieten auskennt. Hierzu gehören vor allem auch die Theologie und die Philosophie. Bei allem Streben nach Wissen müssen wir aber auch die Demut haben, uns selbst einzugestehen, dass wir in unserer beschränkten Erdenzeit den Glauben jedoch nie vollständig mit unserem Verstand fassen werden können. Der Glaube wird immer auch ein Mysterium bleiben. Für viele Menschen ist dies schwierig. Auch für mich war dies in meiner Jugendzeit oft sehr schwierig zu akzeptieren. Die Muttergottes, zu der ich früher ein distanziertes Verhältnis hatte, half mir sehr stark dabei, diese Einstellung zu ändern. Sie ist diejenige, die uns Jesus zeigt. Durch die Muttergottes Maria können wir uns völlig in den Glauben versenken, ohne dass wir alles verstehen müssen. Die Bibel schildert uns Maria nicht als einfältige und naive Frau, sondern als eine Frau, die dem Erzengel Gabriel eine Frage stellt, was die Geburt Jesu anbelangt. Viele Darstellungen der Muttergottes zeigen sie lesend, als der Erzengel sie besucht. Maria hatte ein Streben nach Wissen, hat dann aber im entscheidenden Moment sich der Fügung Gottes überlassen. Ihr Ja zu Gott entstammte nicht ihrem Verstand, sondern ihrem Glauben an die Güte des Herrn. Wie viele heutige Theologen, Laienseelsorger, Priester und Bischöfe könnten sich an der Muttergottes ein Vorbild nehmen. Beten wir heute ganz innig zur Maria, zur Rosa Mystica, dass sie uns immer mehr in die Geheimnisse des Glaubens einführt. DR

THEMENWOCHE: Papst Franziskus: Bidens Unterstützung für Abtreibung ist eine Angelegenheit für sein „Gewissen“ und seinen „Pastor“

Papst Franziskus hat die „Inkohärenz“ der Unterstützung von Präsident Joe Biden für Abtreibung als Katholik festgestellt, sagte aber, dass er es Bidens „Gewissen“ überlässt, ob er die Heilige Kommunion empfangen soll oder nicht.

Im Gespräch mit dem spanischen Fernsehsender Univision in einem Interviewsegment, das am 12. Juli veröffentlicht wurde, verurteilte der 85-jährige Papst die Abtreibung und sagte, dass „wissenschaftliche Daten“ zeigen, dass „einen Monat nach der Empfängnis die DNA des Fötus bereits vorhanden ist und die Organe bereits ausgerichtet sind“.

„Ist es fair, ein menschliches Leben zu eliminieren?“, fragte er.

Was die Position des selbsternannten „katholischen“ US-Präsidenten Joe Biden und seine prominente Förderung der Abtreibung betrifft, so nahm Papst Franziskus keine autoritative Haltung ein.

Er erklärte, er überlasse es Bidens „Gewissen“ und sagte: „Lass ihn mit seinem Pastor über diese Inkohärenz sprechen.“

Die Kontroverse hat den Vatikan in den letzten Monaten in Bezug auf dieses Thema getrübt.

Die katholische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, empfängt regelmäßig die Eucharistiefeier, wurde aber kürzlich von ihrem örtlichen Bischof, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen. Trotzdem empfing Pelosi seit der Erklärung von Cordileone weiterhin die Heilige Kommunion bei öffentlichen Messen, insbesondere bei einer päpstlichen Messe am 29. Juni.

Auf die Frage nach diesem besonderen Fall, in dem er sich Cordileone widersetzte, wiederholte der Papst einen seiner heute bekannten Sätze und sagte: „Wenn ein Hirte die pastorale Dimension verliert, schafft er ein politisches Problem.“

Erst letzte Woche hatte sich Papst Franziskus mit dem jüngsten Sturz von Roe v befasst. Wade und das prominente Thema der Pro-Abtreibungspolitiker, die sich für die Kommunion präsentieren. In Anlehnung an seine Kommentare für 2021 sprach Franziskus fast identisch mit Reuters: „Wenn die Kirche ihren pastoralen Charakter verliert, wenn ein Bischof seine pastorale Natur verliert, verursacht dies ein politisches Problem. Das ist alles, was ich sagen kann.“

Canon 915 des Kirchenkodex des kanonischen Rechts weist jedoch an: „Diejenigen, die nach der Verhängung oder Erklärung der Strafe exkommuniziert oder verboten wurden, und andere, die hartnäckig in offenkundiger schwerer Sünde ausharren, dürfen nicht zum heiligen Abendmahl zugelassen werden.“

Joe Biden selbst sagte Reportern letztes Jahr in Rom, dass Papst Franziskus ihm in einem privaten Treffen gesagt habe, er solle „weiterhin die Kommunion empfangen“, trotz der anhaltenden, standhaften Pro-Abtreibungs-Haltung des Politikers und der Unterstützung für die LGBT-Ideologie.

Biden sagte Reportern, dass das Thema Abtreibung während des Treffens nicht zur Sprache kam.

Quelle: Lifesitenews

THEMENWOCHE: Pro-Life

Die Regierung Biden, organisiert Flüge um Teenager und Frauen in Abtreibungskliniken zu fliegen.

NEWS: Seligsprechung von Papst Johannes Paul I

Johannes Paul I.: Programm der Seligsprechung veröffentlicht

Dass der „lächelnde Papst“ Johannes Paul I. am 4. September seliggesprochen wird, hat der Vatikan schon vor kurzem bekanntgegeben. Jetzt wurde auch das übrige Programm zu Ehren des Papstes, der im Jahr 1978 schon 33 Tage nach seiner Wahl starb, publiziert.

Demnach wird der Kardinalvikar für das Bistum Rom, Angelo De Donatis, am 3. September abends eine Gebetsvigil in der Basilika San Giovanni in Laterano leiten. Der 3. September war 1978 auch der Tag der offiziellen Amtseinführung Johannes Pauls auf dem Petersplatz.

Am 11. September wiederum soll im Geburtsort Johannes Pauls, dem norditalienischen Canale d’Agordo, ein Dankgottesdienst für die Seligsprechung gefeiert werden.

Verfahren zur Seligsprechung startete 2003

Der 1912 geborene Albino Luciani, Patriarch von Venedig, wurde am 26. August 1978 zum Papst gewählt – als Nachfolger von Paul VI. (1963-78). Mit seiner Einfachheit und Spontanität gewann Johannes Paul I. – der erste Papst mit einem Doppelnamen – schnell die Herzen von Menschen in aller Welt. Umso größer war die Bestürzung, als er schon am 28. September 1978 starb. Sein Nachfolger, der Pole Karol Wojtyla, nahm dem Vorgänger zu Ehren den Papstnamen Johannes Paul II. (1978-2005) an.

Sowohl Paul VI. als auch Johannes Paul II. sind von Papst Franziskus bereits heiliggesprochen worden. Das Verfahren zu einer Seligsprechung von Papst Johannes Paul I. startete 2003. Im Oktober letzten Jahres hat Franziskus ein Wunder anerkannt, das auf Fürsprache des Luciani-Papstes gewirkt wurde.

Quelle: vatican news

THEMENWOCHE: EU-Parlament und Abtreibung

In dieser Sendung können Sie, über das Grundrecht, EU- und UN-Charta und Lebensschützer, hören.

Programmhinweis: THEMENWOCHE

Vom 11.07. bis 17.07.2022 werden wir über Pro – Life und gegen Abtreibungen berichten.

Nachrichtensendung vom 08.07.2022

EU Parlament beschliesst Ja für Abtreibung
Papst Franziskus nimmt zwei Frauen auf für Bischofswahl
Franziskus hofft auf Verlängerung des China Vertrag

NEWS: Kampf gegen den Missbrauch

In der römisch-katholischen Kirche gibt es Papst Franziskus zufolge Gegner eines harten Kurses im Kampf gegen Kindesmissbrauch.

„Es gibt Widerstände, aber mit jedem neuen Schritt wächst das Bewusstsein, dass dies der richtige Weg ist“, so Franziskus in dem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, von dem in den letzten Tagen schon eine Reihe von Exzerpten bekanntgeworden sind. Der Papst hat Anfang 2019 einen Kinderschutz-Gipfel im Vatikan durchgeführt, der in allen Teilen der Weltkirche das Bewusstsein für das Phänomen Missbrauch schärfen sollte.

In den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerieten Missbrauchsskandale im kirchlichen Bereich 2002 nach Enthüllungen der US-Zeitung „Boston Globe“. „(Nach Boston) begann die Kirche langsam mit der Nulltoleranz und bewegte sich vorwärts“, so der Papst. „Das ist unumkehrbar. Das ist heute ein Problem, das von keinem angefochten wird.“

Franziskus hat, was den Umgang mit Missbrauchsfällen betrifft, neue Meldeverfahren eingeführt, die Bischöfe stärker in die Verantwortung genommen und das „päpstliche Geheimnis“ in diesem Bereich aufgehoben. 2022 strukturierte er das Glaubensdikasterium um: Die Disziplinarabteilung, die sich mit Fällen von sexuellem Missbrauch befasst, hat seither mehr Gewicht.  Die Umstrukturierung laufe gut, bemerkte der Papst.

In dem Interview wies Franziskus darauf hin, dass die weitaus meisten Missbrauchsfälle im familiären Kontext geschähen. Dennoch sei auch schon ein einziger Fall von Missbrauch in der Kirche beschämend. „Wir müssen gegen jeden einzelnen Fall kämpfen… Als Priester muss ich den Menschen helfen, zu wachsen… Wenn ich missbrauche, bringe ich sie um. Das ist schrecklich. Null Toleranz!“

Quelle: Vaticannews

FAMBRO vom 06.07.2022

LUKA, IVAN UND MEINE WENIGKEIT (DAVOR NOVAKOVIC) SPRECHEN UND FRAGEN UNS ZUM THEMA KATHOLISCHER GLAUBE. HEUTE GEHT ES UM FERIEN UND GLAUBE.

„PAPST FRANZISKUS, WAS DESIDERIO DESIDERAVI SAGT“

Papst Franziskus´ Apostolischer Brief Nr. 83 ist die Antwort des Papstes auf die Frage der traditionellen Messe. Herausgegeben am 29. Juni und formell in San Giovanni in Laterano unterzeichnet, weil der Papst es vorzog, damit seine Rolle als Bischof von Rom zu unterstreichen. Desiderio Desideravo besteht aus 65 Paragraphen und ist praktisch eine kleine Zusammenfassung des Denkens des Papstes. Formal betrifft er die Liturgie. Der Brief sagt uns jedoch viel mehr.

Das Erste, was auffällt, ist, daß Papst Franziskus die Form eines Apostolischen Briefes wählt und daß er das 82 mal zuvor getan hat. Papst Franziskus zieht es vor, das Volk Gottes direkt anzusprechen. Wenn seine offiziellen Standpunkte apostolische Briefe sind werden andere, informellere Dinge von Briefen begleitet, die direkt an das Volk adressiert ist.

Für Papst Franziskus ist der apostolische Brief eine Methode zu regieren und ein Weg, Macht auszuüben. Aber wie immer ist Form auch Substanz. Und jeder, der in dieser Informalität von Papst Franziskus einen Mangel an Form sieht, würde sich irren.

Papst Franziskus möchte kommunizieren, daß er das Volk Gottes ungefiltert anspricht. Beweis ist die Tatsache, daß der Brief in erster Person verfaßt ist und das persönliche Denken von Papst Franziskus ausdrückt. In dem Brief sind, das ist wahr, viele Zitate, sogar gelehrte. Aber die sind alle Teil des Planes von Papst Franziskus, sein Denken zu rechtfertigen. Schließlich stellt Papst Franziskus Thesen auf und eröffnete keine Diskussionen. Tatsächlich zielt dieser apostolische Brief darauf ab, jede Diskussion zu beenden.

Das zweite betrifft den sehr persönlichen Stil des Briefes. Nicht, daß andere Päpste nicht ihren persönlichen Stil benutzt und die Bischöfe und das Gottesvolk direkt und herzlich angesprochen hätten.

Um ein jüngeres Beispiel zu zitieren, hat Benedikt XVI das mindesten bei zwei sehr wichtigen Gelegenheiten getan: als er an die durch Mißbrauchsfälle erschütterten Bischöfe und Menschen Irlands schrieb und als er nach der Aufhebung der Exkommunizierung von vier Lefebvre- Bischöfen an seine Mitbrüder im Bischofsamt schrieb.

Der Brief zu den Lefevbrianern wurde einfach als Brief definiert; der an die Irischen Katholiken als Hirtenbrief. Der Apostolische Brief ist zweifellos weniger wichtig als eine Apostolische Kontitution, eine Enzyklika oder eine Apostolische Exhortation, bleibt aber Ausdruck des päpstlichen Lehramtes.

Deshalb wird eine persönliche Ansicht von Papst Franziskus lehramtlich. Das ist schon in anderen Fällen in diesem Pontifikat passiert. Der berühmteste ist der, in dem Papst Frangiskus entschied, daß er den Brief zur Anwendung der Apostolischen Exhortation Amoris Laetitia , den er an die Argentinischen Bischöfe schickte, in die Acta Apostolica Sedis, die offiziellen Dokumente des Hl. Stuhls, einfügen ließ.

Aus diesem Ansatz können wir erkennen, daß Papst Franziskus ein Papst ist, der mehr zentralisiert als er zeigen möchte. Es wird viel über Synodalität und Parrhesia geredet, aber wir haben einen Papst, der via motu proprii regiert und seine Meinungen durch Apostolische Briefe offiziell macht. Das gibt Grund zum nachdenken.

Und deshalb ein dritter Grund aufmerksam zu sein: Papst Franziskus´ Idee von Einheit

In Nr. 61 des Apostolischen Briefes schreibt der Papst, daß „wir alle berufen sind, immer wieder den Reichtum der Hauptprinzipien in den ersten Kapiteln von Sacrosanctum Concilium wieder zu entdecken, indem wir die innige Verbindung zwischen der ersten der Konzilskonstitutionen und allen anderen verstehen.

Aus diesem Grund, fügt der Papst hinzu- „können wir nicht zu einer Form des Ritus zurückkehren, die zu reformieren, die Konzilsväter ,-cum Petro et sub Petro- für nötig befanden und unter der Führung des Geistes und ihrem Gewissen als Hirten folgend – Prinzipien zu approbieren, aus denen die Reform entsprungen ist.“

Papst Franziskus beschreibt Traditionis Custodes, das die Freigabe der alten Riten widerruft, als Geste der Kontinuität mit den Entscheidungen von Papst Paul VI und Johannes Paul II. Er erklärt, daß er es geschrieben hat, „damit die Kirche in den verschiedenen Sprachen das einzige und gleiche Gebet erheben kann, das in der Lage ist ihre Einheit auszudrücken. Diese Einheit bezweckt- sie ich bereits geschrieben habe- soll in der gesamten Kirche des Römischen Ritus etabliert werden. „

Praktisch gesehen führt der Papst Einheit mit Gewalt ein. Das ist exklusiv statt in inklusiv zu sein und es ist paradox, wenn man bedenkt, daß das gesamte Pontifikat durch seine Inklusivität beschrieben wurde.

Früher hat die Kirche versucht, diejenigen einzubeziehen, die aus dem allgemeinen Verstehen heraustraten, solange sie zeigten, daß sie in Gemeinschaft mit der Kirche bleiben wollten. Johannes Paul II. versuchte bis zuletzt, die Kluft mit den Lefevbristen zu heilen und räumte nur die illegitime Weihe von vier Bischöfen ein.

Benedikt hat das Problem gelöst, indem er die Freigabe des Alten Ritus gewährte aber die Lefebvristen aufforderte, ein vorläufiges Dokument zu unterschreiben, in dem sie für die Kommunion mit Rom das II. Vaticanische Konzil akzeptierten.

Papst Franziskus wählt einen anderen Ansatz. Er behandelt diejenigen auerhalb der Kirche mit äußerstem Respekt, und sie Lefevbrianer haben erlebt, daß ihrer Beichten und Trauungen während dieses Pontifikates anerkannt wurden. Zur selben Zeit war Fellay, das frühere Oberhaupt der FSSPX sogar Richter in einigen Prozessen der Rota.

Diejenigen jedoch, die in der Kirche bleiben und andere Ansichten haben, werden sofort gezwungen zurück zu weichen, weil Papst Franziskus eine präzise Meinung davon hat, was Pluralität sein sollte. Am Ende ist sogar auch hier, Papst Franziskus ein Papst der das Kommando allein ausübt.

Da gibt es kein Vertun: Desiderio Desideravi hat auch faszinierende und schöne Passagen zur Ausbildung der Priester in der Liturgie und zur Liturgie selbst und die rechtzeitige Einladung die Symbolde neu zu entdecken. Dennoch ist Desiderio Desideravi auch ein fantastisches Eintauchen in das Denken von Papst Franziskus. Bis zur nächsten Episode. „

Quelle: A. Gagliarducci, Monday in the Vatican, beiboot-petri

Mittwochskolumne vom 06.07.2022

Der Glaube ist lebensbejahend

Bern (novaradio.ch): In den USA und anderen Ländern der Welt wird momentan sehr intensiv über die Frage diskutiert, inwiefern Abtreibung erlaubt sein darf. Die katholische Position diesbezüglich ist klar. Das Leben ist schützenswert von der Empfängnis bis zum Ende des menschlichen Lebens. Es geht nicht darum, Frauen zu verurteilen, die zu so einem Schritt greifen. Es geht um die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Bejahen wir das Leben in all seinen Formen oder wollen wir uns zu Herren über die Frage machen, wer leben darf und wer nicht. In der Geschichte haben uns Unrechtsysteme gezeigt, dass der Mensch sich nicht zum Herrn über diese Frage machen darf. Und auch die heutigen Gesellschaften, man muss es an dieser Stelle offen sagen, sind Unrechtssysteme geworden. Wenn in der reichen Schweiz Menschen am Lebensende die Sterbehilfe nahegelegt wird oder viele werdende Kinder, nur weil sie einen gesundheitlichen Mangel aufweisen, abgetrieben werden, handelt es sich um ein Unrechtssystem.  Das Recht ist in einer Gesellschaft da, um die Schwächsten zu schützen. Ungeborene, kranke und ältere Menschen sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Schafft es unser Recht nicht, Lebensbedingungen zu schaffen, die diesen Menschen gerecht werden, dann dürfen wir uns nicht als Rechtsstaat bezeichnen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass werdende Mütter und Menschen, die durch Krankheit und Alter leiden, einen Sinn im Leben ihrer Kinder und in ihrem eigenen Leben sehen. Wir müssen eine Kultur des Lebens schaffen. Es tut mir sehr weh, wenn ich ältere Menschen in der Schweiz sehe. Oft sind sie einsam und haben keine sozialen Kontakte. Es ist kein Wunder, dass ältere Menschen, wenn sie sich total überflüssig fühlen, aus dem Leben scheiden wollen. Auch werdende Mütter wissen oft nicht, wie sie eine Existenz aufbauen können für sich und ihr Kind. Dabei stehen nicht nur finanzielle Aspekte im Vordergrund, sondern auch soziale und mitmenschliche. Der Individualismus in der Schweiz hat zu einer Kultur geführt, bei dem jeder Einzelne sich selber durchschlagen muss. Das Leben wird nicht mehr als eine Gnade Gottes zelebriert, sondern als eine Optimierungsmaschinerie. Schwangerschaft, Krankheit und Alter sind hierbei Hindernisse auf dem Weg zu dieser Optimierung. Leider weiss aber niemand, was denn das Optimum eines Lebens sein soll. Hat man es erst dann geschafft, wenn man reich, schön und beruflich erfolgreich ist? Ist dies ein geglücktes Leben? Ich denke nicht, dass dies die ersten Ziele eines Christen sein sollten. Jesus verspricht uns, dass wir das Leben in Fülle haben werden, wenn wir ihm nachfolgen. Das Evangelium ist eine lebensbejahende Botschaft. Wir alle müssen dafür Sorge tragen, dass dieses Ja zum Leben auch das Leben unserer Mitmenschen bereichert. Das ist unsere Aufgabe als Katholiken. DR

PROGRAMMHINWEIS

HEUTE UM 16H, KÖNNEN SIE EINE NEUE SENDUNG – MIT DEM TITEL „FAMBRO“ – HÖREN. LUKA, IVAN UND MEINE WENIGKEIT (DAVOR NOVAKOVIC) SPRECHEN UND FRAGEN UNS ZUM THEMA KATHOLISCHER GLAUBE. HEUTE GEHT ES UM FERIEN UND GLAUBE.

Papst Franziskus bricht Schweigen über Roe-Umkehr und kritisiert die Verweigerung der Kommunion an Abtreibungsbefürworter

Papst Franziskus hat sein Schweigen über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gebrochen, Roe v. Wade, der den Staaten die Befugnis einräumt, Abtreibung zu verbieten, und sagt, dass Bischöfe mit Pro-Abtreibungspolitikern „pastoral“ sein müssen.

In einem 90-minütigen Interview mit dem Vatikan-Korrespondenten von Reuters, Philip Pullella, das am Montag veröffentlicht wurde, sagte der Papst, dass er zwar die Entscheidung des Gerichts respektiere, das wegweisende Urteil von 1973 aufzuheben, das allen 50 Staaten Abtreibung auferlegte, aber er könne nicht „aus juristischer Sicht darüber sprechen“, weil er das Gesetz nicht studiert habe, heißt es in dem Bericht.

Obwohl er es ablehnte, das einst angebliche und jetzt überstimmte „Recht“ auf Abtreibung in den USA zu kommentieren, erklärte der Pontifex seine Ablehnung der Abtreibung und verglich die barbarische Praxis mit der „Einstellung eines Auftragskillers“ in Bemerkungen, die an seine Verurteilung der Abtreibung im Jahr 2018 erinnerten.

Der Papst fragte: „Ist es legitim, ist es richtig, ein menschliches Leben zu eliminieren, um ein Problem zu lösen?“

Berichten zufolge befragte Pullella Franziskus zu der umstrittenen Frage, ob katholische Politiker die Heilige Kommunion empfangen, während er offen das „Recht“ unterstützte, Kinder im Mutterleib zu töten, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die katholische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, regelmäßig die Eucharistie empfängt. Pelosi hat sich für Abtreibung ausgesprochen und wurde anschließend von ihrem örtlichen Bischof, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen.

Die katholische Kirche lehrt, dass die Eucharistie der buchstäbliche Leib, das Blut, die Seele und die Göttlichkeit Jesu Christi ist und somit auch, dass niemand, der eine Todsünde begangen hat, sich zum Heiligen Abendmahl erscheinen soll, bis er Buße getan und im Sakrament der Versöhnung gebeichtet hat.

Quelle: Lifesite news

Brasilianischer Kardinal Cláudio Hummes nach langer Krankheit gestorben

Kardinal Cláudio Hummes, der emeritierte Erzbischof von São Paulo, Brasilien, ist am Montag nach langer Krankheit gestorben.

Der Kardinal, der eine wichtige Rolle bei der Amazonas-Synode im Jahr 2019 gespielt hat, stand nur knapp einen Monat vor seinem 88. Geburtstag. Er starb an Lungenkrebs, wie die brasilianische Journalistin Mirticeli Medeiros berichtet.

Sein Tod wurde am 4. Juli von Kardinal Odilo Pedro Scherer, dem derzeitigen Erzbischof von São Paulo, bekannt gegeben, der sagte, dass Hummes‘ Leichnam in der Kathedrale von São Paulo zur Trauer und für Gebete aufgebahrt werde.

Hummes, ein Franziskaner, war Präsident des pan-amazonischen kirchlichen Netzwerks REPAM und der neu gegründeten kirchlichen Konferenz von Amazonien (CEAMA).

Papst Franziskus ernannte Hummes zum Generalreferenten der Synode über die pan-amazonische Region und zum Mitglied des vorsynodalen Rates. Als Generalreferent war Hummes für die Erstellung des Abschlussberichts der Synode verantwortlich.

Hummes war außerdem von 2006 bis 2010 Präfekt der vatikanischen Kongregation für den Klerus, nachdem er 2001 zum Kardinal ernannt worden war.

Er war bekannt für seinen Aktivismus, unter anderem in den Bereichen Klimawandel, Armut und Schutz indigener Völker.

Als enger Freund von Papst Franziskus soll Hummes ihn nach dessen Wahl umarmt und gesagt haben: „Vergiss die Armen nicht.“

Der Kardinal wurde am 8. August 1934 in Montenegro, Brasilien, als Sohn eines deutsch-brasilianischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren.

Er nahm den Namen Cláudio an, als er den Franziskanern beitrat, und wurde 1958 zum Priester geweiht.

Bevor er Bischof wurde, lehrte er Philosophie in Seminaren und an einer katholischen Universität. Von 1972 bis 1975 war er Provinzoberer der Franziskaner von Rio Grande do Sul und Präsident der Union der lateinamerikanischen Konferenzen der Franziskaner.

Hummes studierte am Ökumenischen Institut von Bossey in Genf, Schweiz, und wurde später Berater für ökumenische Angelegenheiten der brasilianischen Bischofskonferenz.

Im März 1975 wurde er zum Koadjutor-Bischof von Santo André ernannt und trat im darauffolgenden Dezember die Nachfolge von Jorge de Oliveira als Bischof an.

Im Jahr 1996 wurde er Erzbischof von Fortaleza und 1998 Erzbischof von São Paulo.

Quelle: CNA deutsch

ZOOM vom 04.07.2022

Eine Zwischenbilanz zum Papst Franziskus, mit Vermächtnis des Schreckens.

Theologiestunde vom 04.07.2022

Den 6 Teil – aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“ – können Sie hier hören

Nachrichtensendung vom 01.07.2022

Apostolisches Schreiben zur Liturgie
Vatikan an Mittelmeerspiele
Pelosi nahm verbotenerweise die Kommunion

NEWS: Vatikan stellt Logo des Heiligen Jahres 2025 vor

Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor
Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor  (Vatican Media)

Der Vatikan hat am Dienstag das Logo des Heiligen Jahres 2025 vorgestellt. Die vier bunten Figuren repräsentieren die Menschen aus den „vier Ecken der Welt“, erklärte der Leiter des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella. Sie umarmen sich als Zeichen „für Solidarität und Geschwisterlichkeit“.

Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sprach ebenfalls bei der Vorstellung des Logos für das Heilige Jahr im Vatikan. Erzbischof Fisichella sagte, dass das Jahr 2023 dem Zweiten Vatikanischen Konzil gewidmet sei und das Jahr 2024 dem Gebet, um die Pilger auf das Heilige Jahr vorzubereiten.

Das Logo und seine theologische Bedeutung

Das Logo des Heiligen Jahres 2025 zeige vier stilisierte Personen, die für die Menschheit aus den vier Ecken der Erde stehen und sich gegenseitig umarmen, um auf die Solidarität und Geschwisterlichkeit hinzuweisen, erläuterte Erzbischof Fisichella. Die Umarmung zeige die Vereinigung der Völker vereinen, wobei sich einer an das Kreuz klammere, ein Zeichen des Glaubens. Das sei aber auch ein Zeichen der Hoffnung, die besagt, dass man niemals aufgegeben dürfe. Die Wellen unter dem Bild seien in Bewegung, um zu zeigen, dass die Pilgerreise des Lebens nicht immer in ruhigen Gewässern verlaufe. Und um die Hoffnung in persönlichen Wechselfällen und in Zeiten, in denen das Weltgeschehen sie mit größerer Intensität aufzwinge, einzuladen, werde der untere Teil des Kreuzes verlängert und zu einem Anker – einer Metapher für die Hoffnung -, der sich dem Wellengang entgegenstemme.

Und die Wahl der Farben für die Figuren sei ebenfalls kein Zufall: Rot stehe für Liebe, Aktion und Teilen; Gelb/Orange seien die Farbe der menschlichen Wärme; Grün erinnere an Frieden und Gleichgewicht; Blau an Sicherheit und Schutz. Das Schwarz/Grau des Kreuzes/Ankers hingegen stehe für Autorität und den inneren Aspekt. Das gesamte Bild zeige auch, dass der Weg des Pilgers kein individueller sei, sondern ein gemeinschaftlicher und dynamischer Weg. Es sei ein Weg, der sich auf das Kreuz zubewege, das ebenfalls dynamisch sei, indem es sich der Menschheit entgegenbeuge, als ob es ihr entgegenkäme und sie nicht allein ließe. Damit werde die Gewissheit der Gegenwart und die Sicherheit der Hoffnung dargesellt. Die Darstellung werde durch das Motto des Heiligen Jahres 2025, „Peregrinantes in Spem“, in grüner Farbe ergänzt. Das Logo, fügt Erzbischof Fisichella hinzu, stelle „einen Kompass dar, an dem man sich orientieren kann, und einen ausdrucksstarken gemeinsamen Nenner, der in der Lage ist, alle Elemente, die um die Feier des Heiligen Jahres kreisen, transversal zu durchdringen“ und die Identität und das besondere spirituelle Thema auszudrücken, das den theologischen Sinn umfasse, um den herum das Heilige Jahr entwickelt und realisiert werde.

Quelle: Vatican Media

Hochfest Petri und Pauli

Hl. Petrus und Hl. Paulus

Peter und Paul (Hl. Petrus und hl. Paulus) ist die Bezeichnung des Festes der Apostel Petrus und Paulus. Das Fest wird nach dem Gregorianischen Kalender am 29. Juni und entsprechend dem Julianischen Kalender, nach dem sich die Orthodoxen Kirchen richten, am 12. Juli in vielen Christlichen Konfessionen begangen. In der römisch-katholischen Kirche hat es den Rang eines Hochfestes.

Liturgie

Das Fest geht nicht auf den Todestag der Namensgeber, sondern auf die Überlieferung zurück, dass zur Zeit der Valerianischen Verfolgungen an diesem Tag in Rom die Reliquien der beiden Apostel in die Sebastian-Katakombe an der Via Appia übertragen wurden. Die älteste Feier dieses Gedenkens ist aus dem Jahr 354 belegt.

Das Apostelfest des 29. Juni wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von Konstantinopel übernommen. In Jerusalem und Palästina feierte man das Apostelpaar anfangs (Ende 4./Anfang 5. Jh.) am 28. Dezember jedes Jahres; der 29. Juni kam später (vor 614?) als Nebenfest hinzu. Bis 1969 war der Vortag des Festes Peter und Paul, der 28. Juni, der Vigiltag.

Am Fest Peter und Paul findet in vielen Diözesen der römisch-katholischen Kirche die Spendung des Weihesakramentes statt. In den Orthodoxen Kirchen beginnt eine Woche nach dem Pfingstfest das „Apostelfasten“, das bis zum Fest Petrus und Paulus dauert.

Gründer der Kirche in Rom

Nach dem Tod Jesu am Kreuz gehörte Petrus zu den ersten Zeugen der Auferstehung. Als Sprecher der Apostel sorgte er dafür, dass sich die Jünger bald wieder in Jerusalem sammelten und die Botschaft von der Auferstehung verkündeten. Sicher ist sein späterer Aufenthalt in Rom, wo er unter Kaiser Nero den Märtyrertod (64 oder 67) erlitt. Petrus gilt als Gründer und Haupt der Kirche von Rom. Von ihm leitet sich bis in die heutige Zeit das Papstamt des römischen Bischofs ab.

„Damaskuserlebnis“ bewirkt Umkehr

Paulus entstammte einer frommen jüdischen Familie. Sein ursprünglicher Name lautete Saulus (nach Saul, dem ersten König Israels), unter Griechen und Römern nannte er sich dagegen Paulus. Als treuer Anhänger seines Glaubens wurde er zu einem erbitterten Gegner der Judenchristen und war auch an der Steinigung des Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, beteiligt.

Auf einer Reise nach Damaskus erschien ihm Jesus, der Gekreuzigte, als Sohn Gottes. Dieses „Damaskuserlebnis“ bewirkte in Paulus eine vollständige Umkehr: Er ließ sich taufen, ging nach Arabien und war vor allem unter den Heiden missionarisch tätig. Auf drei großen Missionsreisen gründete er die ersten christlichen Gemeinden in Europa. Nach der Rückkehr nach Jerusalem wurde er verhaftet und später nach Rom überführt. Ob er hier – ebenso wie Petrus – den Märtyrertod erlitt, ist unklar.

Feiertag der katholischen Welthauptstadt

Petrus und Paulus sind bis heute die beiden wichtigsten Säulen der katholischen Kirche. Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung wurde ihnen bereits im vierten Jahrhundert ein eigenes Hochfest gewidmet, das alljährlich am 29. Juni begangen wird. Vor allem in Rom – dem Schicksalsort der beiden Apostel – hat das Fest große Bedeutung, da Petrus und Paulus die Stadtpatrone Roms sind und dort auch begraben liegen. Die Römer haben an diesem Tag arbeitsfrei und feiern ihre Apostelfürsten und sich selbst mit Gottesdiensten, Ausflügen aufs Land und volkstümlichen Vergnügungen.

Im kirchlichen Brauchtum spielt das Hochfest ebenfalls eine wichtige Rolle. Traditionell segnet der Papst an diesem Tag die aus der Wolle zweier Lämmer gewebten Pallien für im vergangenen Jahr ernannte Erzbischöfe. Meist werden die Pallien den Erzbischöfen auch am 29. Juni feierlich überreicht. Auch der berühmte bronzene Petrus in der Vatikan-Basilika wird an diesem Tag besonders geehrt: Die Figur mit ihrem von zahllosen Pilgerhänden blank geriebenen Fuß trägt zur Feier des Tages ein kostbares rot-goldenes Gewand.

Quelle: Wikipedia, Katholisch.de

Klartext vom 27.06.2022

Ich habe mit Herr David Trachsel, Präsident von Jungen SVP Schweiz, über die zwei Initiativen und Abtreibung gesprochen.

Für einen Tag Bedenkzeit vor jeder Abtreibung – Einmal-darüber-schlafen-Initiative (einmal-darueber-schlafen-initiative.ch)

Für den Schutz von ausserhalb des Mutterleibs lebensfähigen Babys – Lebensfähige-Babys-retten-Initiative (lebensfaehige-babys-retten-initiative.ch)

Bild: David Trachsel

Pax Vobis vom 26.06.2022

Nasa danasnja tema je sve o Samostanu i Redovnici.

ZOOM vom 23.06.2022

Über Liturgiebekleidung bis Predigten

BREAKING NEWS: US-SUPREME COURT VERBIETET ABTREIBUNGEN

Der Oberste Gerichtshof der USA hat das liberale Abtreibungsrecht gekippt. Der mehrheitlich konservativ besetzte Supreme Court machte mit seiner Entscheidung am Freitag den Weg für schärfere Abtreibungsgesetze frei – bis hin zu kompletten Verboten in einzelnen Bundesstaaten.

«Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung», heisst es in der Urteilsbegründung. Die Entscheidung ist keine Überraschung: Anfang Mai hatte das Magazin «Politico» einen Entwurf dazu veröffentlicht. Daraus ging bereits hervor, dass das Gericht so entscheiden will. Daraufhin gab es einen Aufschrei von Frauenrechtsorganisationen, Kliniken und Liberalen. Das Urteil ist nun so drastisch wie erwartet. In etwa der Hälfte der Bundesstaaten dürfte es nun zu weitgehenden Einschränkungen kommen.

Quelle: msn.com

Mittwochskolumne vom 22.06.2022

Herz Jesus

Bern (novaradio.ch): An diesem Freitag feiern wir das Herzjesu-Fest. Für mich war und ist die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu eine ganz wichtige geistige Übung. Gott hat ein Herz für uns. Er ist zwar allmächtig, jedoch ist seine Liebe uns gegenüber grenzenlos. Obwohl Gott alle Macht in seinen Händen hält, liefert er sich den Menschen aus, die ihn ans Kreuz nageln. Es ist unvorstellbar, wie grossartig dieses Heilsgeschehen ist. Wir Christen stumpfen leider mit der Zeit immer mehr und mehr ab und vergessen dabei, welche grosse Tat der Heiland für uns vollbracht hat. In seinem Herzen trägt Gott für jeden Menschen eine unvorstellbare Liebe, die jedem Menschen das Leben in Fülle schenken möchte. Wie antworten wir aber auf diese Liebe? Eine Antwort ist, seine Liebe abzulehnen und ein Leben ohne Gott zu führen. Viele Menschen glauben, dass sie besser ohne Gott leben. Eine andere Antwort ist, Gottes Liebe zwar anzunehmen, jedoch die Gebote Gottes abzulehnen. Diese Einstellung sieht keine Notwendigkeit darin, nach Gottes Geboten zu leben. Eine dritte Haltung akzeptiert Gottes Liebe, folgt auch seinen Geboten, jedoch verschliesst sie das eigene Herz für die Liebe zum Mitmenschen. Gottes Barmherzigkeit für das eigene Heil wird akzeptiert, jedoch nicht die Barmherzigkeit für den Mitmenschen. Sicherlich ist die erste von mir beschriebene Haltung die schlechteste, gefolgt von der zweiten und der dritten. Ein Leben ohne Gott führt nicht zum selbstbestimmten Leben, sondern schlussendlich zur Sklaverei der Sünde. Ein Leben ohne den Versuch, die Gebote Gottes zu halten, führt ebenfalls schlussendlich in die spirituelle Sackgasse. Und ein Leben, dass sich vor der Liebe und Barmherzigkeit zum Mitmenschen verschliesst, verharrt im ständigen Widerspruch zur Liebe, die wir durch Gott erfahren dürfen. Auch dies ist der falsche Weg.

Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu soll uns vor Augen führen, wie Gottes Liebe zu uns ist und wie wir zu unseren Mitmenschen sein müssen. Gott ist demütig, liebevoll und jederzeit bereit, uns unsere Sünden zu vergeben. Dies muss die Haltung jedes Christen sein. Nichts macht die Welt so kalt wie die Herzenshärte. Erwärmen wir unser Herz an diesem Fest und seien wir bereit, dem Herzen unseres Heilands Jesus Christus zu folgen. DR

ZOOM vom 20.06.2022

Vom 22.06.-26.06.22 findet im Vatikan das X. Weltfamilientreffen

Weltfamilientreffen 2022 | Familienliebe – Berufung und Weg zur Heiligkeit

(631) Dicastery Laity Family Life – YouTube

Programm – #WMOF22 (romefamily2022.com)

Quelle: Die Tagespost

Theologiestunde vom 20.06.2022

Der fünfte Teil aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“

Nachrichtensendung vom 17.06.2022

Junge Republikanerin ist Pro-Life
Deutsche Franziskaner (Provinzial) sind für Frauenweihe
Heiliges Land und Biden Besuch

NEWS vom 17.06.2022

Open Doors veröffentlichte eine neue Statistik über Flucht der Kirche.

Hier können Sie ein Text (Englisch) zu diesem Thema lesen.

Mittwochskolumne vom 15.06.2022

Eucharistie ist das Zentrum des christlichen Lebens

Bern (novaradio.ch): Morgen feiern wir Fronleichnam. An diesem Hochfest danken wir Gott für das grösste Geschenk, das er uns hinterlassen hat. Die Eucharistie. Eucharistie bedeutet auf Griechisch Danksagung. Wir danken Gott, dass er uns so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn für uns hingab, damit alle gerettet werden können. In der Eucharistie vollzieht sich dieses Heilsgeschehen immer wieder von Neuem. Ich glaube, es ist uns allen nicht bewusst, wie wunderbar dieses Sakrament ist. Wir werden seine Tiefe auch nie ausschöpfen können. Jede Eucharistiefeier bringt so viel Segen für die Welt, dass wir dies nicht mit Worten ausdrücken können. Umso trauriger ist es, dass viele Menschen den Wert dieses grossen Sakramentes nicht mehr erkennen. In unserem Bistum Basel beispielsweise wird die Eucharistie immer mehr an den Rand gedrängt. Moderne Theologen wollen die Eucharistie durch andere Formen des Gottesdienstes ersetzen. Dabei vergessen sie, dass das Feiern der Eucharistie von Jesus Christus selbst als Auftrag an seine Jünger gegeben wurde. Das zweite Vatikanum betont ebenfalls die zentrale Stellung der Eucharistie. Sie ist das Zentrum des christlichen Lebens. Aus der Eucharistie heraus lebt die Kirche und jeder einzelne Katholik.

Es gibt heutzutage viele Überlegungen, wie man das Pfarreileben gestalten kann. In unserem Bistum zeigen sich grosse Ermüdungserscheinungen, da das Pfarreileben in den meisten Pfarreien am Boden liegt. Die Partizipation an der Kirche ist sehr gering und viele Menschen wenden sich von der Kirche ab. Es gibt in der heutigen Zeit sicherlich keine Geheimrezepte für ein erfolgreiches kirchliches Wirken, jedoch gibt es ein Mittel, um die Kirche mit Sicherheit zugrunde zu richten. Überall dort, wo die Eucharistie nicht ins Zentrum gestellt wird, zerfällt die Kirche. Umgekehrt ist jeder Neuanfang nur möglich, wenn die Eucharistie ins Zentrum aller Pfarreiaktivitäten gesetzt wird. Die christliche Gemeinschaft besteht darin, dass Katholiken zusammenkommen und die Eucharistie feiern. Das Feiern dieses grossen Mysteriums hält uns in der Liebe zueianander zusammen. Denken wir morgen wieder daran, wenn wir Fronleichnam feiern. Die Eucharistie muss unser Zentrum sein.

NEWS vom 09.06.2022

STÄNDERAT DARF POLITISCHE INKLUSION NICHT BLOCKIERENMedienmitteilung vom 08.06.2022: Sommersession

Am 16. Juni 2022 entscheidet der Ständerat als Zweitrat über die parlamentarische Initiative 20.505, welche die Barrierefreiheit des Live-Streams des Parlaments fordert. Folgt der Rat der Nein-Parole seines Büros, werden hörbehinderte und gehörlose Menschen weiterhin von den politischen Debatten im Bundeshaus ausgeschlossen. Damit würde er sich auch gegen den Nationalrat stellen, der die parlamentarische Initiative mit 180 Ja-Stimmen sehr deutlich angenommen hat.

Die rund 10’000 gehörlosen und 1 Million hörbehinderten Menschen sind in ihrem Alltag ständig mit Kommunikationsbarrieren konfrontiert. Ob am Arbeitsplatz oder in der Bildung, ständig entstehen durch die Hörbeeinträchtigung zusätzliche Hindernisse. Dies gilt auch für Videos und Live-Streams. Sind diese nicht untertitelt oder werden sie nicht in die Gebärdensprache übersetzt, ist es für hörbehinderte und gehörlose Menschen unmöglich, den Inhalt zu verstehen.

Parlamentsdebatten sollen untertitelt werden

Handlungsbedarf besteht auch bei den Parlamentsdebatten. Der Live-Stream der Nationalrats- und Ständeratsdebatte ist bis heute nicht untertitelt. Damit sind gehörlose und hörbehinderte Menschen von der Möglichkeit, die Debatten live mitzuverfolgen, ausgeschlossen. Der Nationalrat ist grossmehrheitlich der Meinung, dass dieser Missstand behoben werden muss. Er hat im Frühling 2022 die Motion 20.505 mit 180 zu 7 Stimmen klar angenommen. Die parlamentarische Initiative verlangt, dass die Debatten von National- und Ständerat untertitelt werden und dass geprüft wird, wie eine Übersetzung in die Gebärdensprachen aussehen könnte.

Breit abgestütztes Anliegen

Dieser wichtige Schritt für die politische Inklusion von gehörlosen und hörbehinderten Menschen könnte aber vom Ständerat blockiert werden. Das Büro des Ständerates hat das Anliegen bereits zweimal abgelehnt. Lehnt auch das Plenum des Ständerates die parlamentarische Initiative ab, ist das Thema vom Tisch.

Dazu meint Gabriela Suter (Nationalrätin SP/AG), welche die Initiative eingereicht hat: «Auch gehörlose und schwerhörige Bürgerinnen und Bürger sollen die politischen Debatten live mitverfolgen können. Die technischen Möglichkeiten sind heute vorhanden: In Österreich, Deutschland und im Genfer Kantonsparlament wird längst live untertitelt. Das Anliegen ist überparteilich breit abgestützt. Ich hoffe sehr, dass auch der Ständerat meinem Vorstoss zustimmt und damit einen Beitrag zur Barrierefreiheit des Parlaments leistet.»

Inclusion Handicap fordert vom Ständerat, die politische Inklusion von gehörlosen und hörbehinderten Menschen ernst zu nehmen und dem Vorschlag zuzustimmen. Denn auch das Parlament ist durch die UNO-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet, seine Informationen allen Menschen zugänglich zu machen.

Quelle: Inclusion Handicap

NEWS vom 14.06.2022

BVG-REFORM – DER STÄNDERAT DARF INVALIDENRENTNER:INNEN NICHT VERGESSENMedienmitteilung vom 13.06.2022: Sommersession

Am 15. Juni debattiert der Ständerat im Rahmen der BVG-Reform darüber, wie die Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8% auf 6,0% durch einen Rentenzuschlag ausgeglichen werden soll. Da sich der Mindestumwandlungssatz sowohl auf Altersrenten als auch auf Invalidenrenten auswirkt, hatte der Bundesrat ursprünglich auch für Invalidenrenten einen Rentenzuschlag vorgesehen. Nachdem dieser vom Nationalrat gestrichen wurde, droht nun auch eine Streichung durch den Ständerat. Für Inclusion Handicap ist klar: Bei der Frage des Rentenzuschlags sind Invaliden- und Altersrenten gleich zu behandeln. Alles andere ist nicht akzeptabel.

Am 15. Juni 2022 behandelt der Ständerat die BVG-Reform (20.089). Zum Ausgleich der Senkung des Mindestumwandlungssatzes beantragt die Mehrheit der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) Massnahmen, die sowohl vom Vorschlag des Bundesrats als auch vom Beschluss des Nationalrats deutlich abweichen. In einem Punkt decken sich jedoch das Modell des Nationalrats und das Modell der Kommissionsmehrheit: Beide sehen keinen Rentenzuschlag für Invalidenrenten vor. Dies obwohl die Senkung des Mindestumwandlungssatzes die Höhe einer Invalidenrente im gleichen Ausmass betrifft, wie die Höhe einer Altersrente.

„Inclusion Handicap ist dezidiert der Ansicht, dass Invaliden- und Altersrenten bei der Frage des Rentenzuschlags gleich zu behandeln sind. Alles andere ist nicht akzeptabel“, meint Matthias Kuert Killer, Leiter Politik beim Dachverband der Schweizer Behindertenorganisationen. Daher erwartet Inclusion Handicap vom Ständerat, dass er die vom Nationalrat beschlossene Streichung des Rentenzuschlags für Invalidenrenten korrigiert. Dazu hat der Dachverband die Mitglieder des Ständerats auch schriftlich aufgefordert. Der Ständerat darf Invaliden-rentner/innen bei der Frage des Rentenzuschlags nicht vergessen.

Quelle: Inclusion Handicap

NEWS vom 14.06.2022

DISKRIMINIERUNGSFREIER ZUGANG ZU INTENSIVMEDIZINISCHEN BEHANDLUNGEN GEFORDERTMedienmitteilung vom 13.06.2022: Sommersession

Am 14. Juni 2022 behandelt der Ständerat eine Motion, welche eine Rechtsgrundlage für Triage-Entscheidungen beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen fordert. Ziel der Motion ist insbesondere, dass Menschen bei Ressourcenknappheit in Schweizer Spitälern nicht mehr aufgrund ihrer Behinderungen diskriminiert werden.

Durch die Covid-19-Pandemie ist die Bedeutung von Triage-Entscheidungen im Falle einer Ressourcenknappheit bei der Intensivmedizin ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Eine Motion (22.3246) von Maya Graf, Ständerätin (Grüne/BL) und Co-Präsidentin von Inclusion Handicap, soll den Bundesrat nun damit beauftragen, eine rechtliche Grundlage für Triage-Entscheidungen zu schaffen, welche die Situation von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt und diese vor Diskriminierungen schützt.

Rechtsverbindliche Grundlage fehlt

Bis vor kurzem sah die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) im Falle einer Ressourcenknappheit Hilfsbedürftigkeit bei Menschen ab 65 Jahren als entscheidendes Kriterium für die Nicht-Aufnahme auf eine Intensivpflegestation an. Viele Menschen mit Behinderungen sind von der Hilfe Dritter abhängig – deshalb werden sie durch ein solches Kriterium überproportional von einer intensivmedizinischen Behandlung ausge-schlossen. Zwar hat die SAMW als Reaktion auf das Postulat 20.4404 von Maya Graf und die Kritik von Behindertenorganisationen ihre Richtlinien bereits angepasst, was begrüssenswert ist. Erstens sind diese Richtlinien aber nicht rechtsverbindlich – und zweitens müssen Entscheidungen von solcher Tragweite im Rahmen eines demokratischen Prozesses diskutiert werden.

Gesetzgeber muss Schutzpflicht erfüllen

Aktuell erfüllt der Schweizer Gesetzgeber beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungenseine Schutzpflicht vor Diskriminierung nach Artikel 11 und 25 der UNO-Behindertenrechtskonvention sowie Artikel 8 Absatz 2 und 4 der Bundesverfassung nicht. Inclusion Handicap als Stimme der 1.8 Mio. Menschen mit Behinderungen, fordert den Ständerat deshalb entschieden auf, sich für einen diskriminierungsfreien Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen auszusprechen und die Motion anzunehmen. 

Quelle: Inclusion Handicap

Theologiestunde vom 13.06.2022

Hier könne Sie den vierten Teil der Buchserie „Wahrer Gehorsam“ hören.

Nachrichtensendung von 10.06.2022

Spanien: Extreme Reformen werden erwartet
USA: Morddrohungen gegen Richter
Neues Buch über Beziehung zwischen Pius XII. und Hitler

Zoom-Spezial vom 09.06.2022

Alles zum allfälligen Rücktritt vom Papst Franziskus und die bevorstehende Konsistorium.

Mittwochskolumne vom 08.06.2022

Bern (novaradio.ch):

An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen

In der Kirche gibt es verschiedene Lager. Auf der einen Seite die sogenannt Progressiven, welche die Glaubenslehre mit Reformen an den Zeitgeist anpassen wollen, auf der anderen Seite die sogenannt Konservativen, welchen sogar einige Reformen, die das zweite Vatikanum brachte, zu weit gehen und diese rückgängig machen wollen. Ich persönlich habe diese beiden Begriffe – konservativ und progressiv – immer abgelehnt, da sie nicht sehr aussagekräftig sind. Auch wenn ich Forderungen wie die Frauenordination, die Aufhebung des Zölibats oder die Änderung der katholischen Morallehre in Bezug auf die Sexualität ablehne, so sehe ich mich trotzdem nicht als Konservativen. Als Christen müssen wir an die Wahrheit glauben. Die Wahrheit ist weder konservativ noch progressiv, sondern durch unser Herz und unsere Vernunft objektiv erkennbar. Die Gebote Gottes dienen uns und unseren Mitmenschen. Der Wille Gottes ist kein willkürlicher Wille, der uns aufgezwungen wird, sondern dient uns zum Heil.

Gefährlich finde ich aber die Tendenz, wenn sich ein Christ nur darüber definiert, ob er konservativ oder progressiv ist. Es gibt in beiden Lagern gute Menschen, die Gott und den Mitmenschen redlich und aufrichtig dienen wollen. Und es gibt in beiden Lagern Menschen, die nur sich selber dienen wollen. Diese Wahrheit muss offen ausgesprochen werden. In der Bibel steht, dass wir sie an ihren Früchten erkennen werden. Gott wird uns beim jüngsten Gericht nicht danach fragen, ob wir uns selbst als konservative oder progressive Christen bezeichnet haben, sondern was wir konkret für unsere Mitmenschen getan haben. So steht es im Evangelium. Wer seinen Mitmenschen nicht dienen will, dem fehlt die Liebe. Wem die Liebe fehlt, der möchte nicht den Willen Gottes umsetzen, sondern seinen eigenen. Hüten wir uns also davor, uns zu stark mit Etiketten zu schmücken. Es ist zwar wichtig, die Lehre der Kirche zu verteidigen, aber ebenfalls ist es wichtig, im Alltag die Nächstenliebe zu praktizieren. Die Welt soll uns daran erkennen, wie viel Liebe wir für unsere Mitmenschen in uns tragen, und nicht daran, wo wir uns kirchenpolitisch verorten. DR

Theologiestunde vom 06.06.2022

In dieser Ausgabe, können Sie den dritten Teil aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“ hören.

NEWS vom 06.06.2022

Theater und Glaube

«… dies sind die verborgenen Worte» – so der Titel eines Theaterstückes zum Menschenbild des Thomasevangeliums in der Pfarrei St. Martin in Worb.

Im 17. Jahrhundert malte Matthias Stom ein Bild des ungläubigen Thomas. Dieser Apostel gibt quasi das Stichwort dafür, dass das Christentum seit seinen Ursprüngen sehr vielfältig ist. Manche Schriften, Bücher und Verse schafften den Sprung in die Bibel, andere wiederum waren als sogenannte Apokryphen zwar bekannt, aber wenig verbreitet. So auch das Thomasevangelium. Wenn nun der apokryphe Schriftsteller Thomas den biblischen Evangelisten Johannes trifft, so entstehen Diskussionen und Impulse, die uns den Ursprüngen des Christentums näherbringen, aber auch heute aktuell sind und berühren.

Die Schauspieler Lars Wellings und Jürg Wysbach sind in der Region Bern in bester Erinnerung durch ihre Aufführungen des Stückes «Abrahams Erprobung» – sie spielen eine fiktive Begegnung von Thomas und Johannes, als

• Theaterstück mit Diskussion, Freitag, 10. Juni, 20.00.

• Theater-Gottesdienst, Samstag, 11. Juni, 18.00.

Der Kieler Theologe Enno Edzard Popkes, der das Buch «Das Menschenbild des Thomasevangeliums» verfasst hat, wird ebenfalls die Premiere des Theaterstücks bei uns miterleben und steht für ein Nachgespräch zur Verfügung. Gemeindeleiter Peter Sladkovic freut sich: «Möge uns die Begeisterung des Theologen und der beiden Schauspieler für biblische Texte mitreissen und uns erahnen lassen, was wirklich wichtig ist im Christentum!»

Pfarrei St. Martin, Bernstrasse 16, 3076 Worb. Weitere Infos: www.kathbern.ch/worb 

Pfingsten 2022

Alles zum Thema Pfingsten, unter anderem die Kinder- und Jugendsendung und unser Experte Msgr. Dr. Peter von Steinitz.

Nachrichtensendung vom 03.06.2022

Papst Franziskus ernennt einen Pro-Homo Bischof zum Kardinal
Papst gegen Tradition
Schweizer Bischöfe machen weiter den Synodalen Weg

Mittwochskolumne vom 01.06.2022

Pfingsten

Bern (novaradio.ch): Der Geburtstag der Kirche, Pfingsten, steht vor der Tür. Der Herr schenkte seinen Jüngern an Pfingsten die Gaben des Heiligen Geistes, damit diese sich nicht mehr hinter verschlossenen Türen aufhalten, sondern draussen in der Welt den Glauben aktiv verkünden. Pfingsten muss uns alle inspirieren, unsere Selbstbezogenheit zu überwinden und den Glauben im Alltag zu leben und zu bezeugen. Der Heilige Geist befähigte die Jünger, in verschiedenen Sprachen zu reden. Auch wenn wir nicht auf das Wunder hoffen sollten, dass wir plötzlich über Nacht Fremdsprachen erlernen, so können wir diese Gabe in einem kleineren Ausmass vom Heiligen Geist erbitten. Wir vermeiden es heute oft, mit Menschen zu reden, die nicht den gleichen Glaubenshintergrund wie wir haben. Oft sind Katholiken nur unter ihresgleichen. Diese Haltung widerspricht aber dem missionarischen Auftrag der Kirche. Wir müssen erlernen, die Frohe Botschaft auf verschiedene Weisen an die Frau und den Mann zu bringen. Das bedeutet nicht, dass wir den Glauben verkürzen oder relativieren dürfen. Ganz im Gegenteil. Aber wir müssen Wege finden, Menschen die Fülle des Evangeliums nahezubringen, die über kein grosses Wissen über das Christentum verfügen. Niemand darf verurteilt werden, nur weil er sich bisher nicht mit dem Glauben auseinandergesetzt hat. Ich bin sogar felsenfest überzeugt, dass gerade die Menschen, die bisher fern vom Glauben gelebt haben, am offensten für den lehramtstreuen Glauben sind. Es ist leider wie vor 2000 Jahren, als die Schriftgelehrten ihr Herz verschlossen hielten, währenddem diejenigen, die bisher ohne Gott lebten, sich für die Frohe Botschaft öffneten. Wenn die Jünger nicht in verschiedenen Sprachen zu allen Menschen gesprochen hätten, wäre die Kirche eine Lokalkirche in Jerusalem geblieben und nicht die weltumspannende Gemeinschaft, die sie heute ist. Wenn die Jünger hinter verschlossenen Türen geblieben wären, wäre der Glaube nicht gewachsen. Der Glaube ist aber etwas, was wir nicht für uns behalten dürfen, sondern mit unseren Mitschwestern und Mitbrüdern teilen müssen. Auch das zweite Vatikanum forderte uns auf, offen den Glauben im Alltag durch Taten der Nächstenliebe und unser Glaubenszeugnis zu verkünden. Pfingsten findet immer dann statt, wenn wir unsere Verschlossenheit ablegen und uns dem Heiligen Geist anvertrauen, dass er uns zu seinen Werkzeugen macht, die Liebe Gottes zu allen Menschen zu verbreiten. Öffnen wir uns daher und lassen wir uns vom Heiligen Geist führen. DR

Schule der Theologie vom 31.05.2022

Zum ersten Mal, in dieser Sendung, hören Sie ein Vortrag zum Thema Dreifaltigkeit. Den Vortrag hat Dr. Andreas Wildhaber (Priester von Opus Dei) durchgeführt.

Quelle: Privat

Theologiestunde vom 30.05.2022

Wollen wir eigentlich in den Himmel? Ist ein Text von unserem Experten, Msgr. Peter von Steinitz, zum Thema Christi Himmelfahrt.

Christi Himmelfahrt 25.5.2022

Wollen wir eigentlich in den Himmel?

Benedikt XVI. hat einmal gesagt: “Die Himmelfahrt Jesu ist nicht eine Weltraumfahrt zu fernen Gestirnen”. Das haben unsere heutigen Christen weitgehend verstanden, wenngleich der grundlegende Unterschied zwischen natürlicher (diesseitiger) und übernatürlicher (jenseitiger) Welt durchaus nicht immer so klar ist, selbst bei einigen Theologen nicht.

Es fällt auf, mit welcher Leidenschaft die Astrophysik – und mit ihr weite Teile des gebildeten Publikums – nach Leben, möglichst menschenähnlichen Leben, auf anderen Planeten sucht. Dahinter steckt wohl auch manchmal der uneingestandene Wunsch, eine bessere Welt zu finden, zu der man sich – wenn auch nur in Gedanken – aus dem hiesigen Elend flüchten kann. Bisher steht allerdings fest, dass es einen “besseren” Planeten als die Erde wohl nicht gibt, in unserem Sonnensystem sowieso nicht (alle anderen Planeten sind tote Felsbrocken oder unwirtliche Feuerhöllen), aber auch unter den mit viel Aufwand gefundenen Exoplaneten zeigt sich durchaus nicht die ideale Welt.

Immerhin, diese Menschen haben wenigstens noch so etwas wie eine Sehnsucht nach Höherem.

Für viele Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft stellt sich aber die Frage anders: Wollen wir überhaupt in den Himmel? Haben wir uns nicht schon einen Himmel auf Erden gemacht? Gewiss vorbei sind die Zeiten, wo die Gegner des Christentums höhnten: euch Christen wird das Schöne im Leben vorenthalten, dafür lasst ihr euch auf ein besseres Jenseits vertrösten. Das “Schöne” im Leben haben die Christen inzwischen – teilweise unter Biegung der Moral – unter dem Begriff “wellness” in ihr religiöses Leben einbezogen. Das Argument zieht nicht mehr.

Wir müssen uns also ernsthaft fragen: wie kommt es, dass die meisten Christen sich für den Himmel, das ewige Leben kaum oder gar nicht interessieren?

Der hl. Josefmaria sagte einnmal: “Der größte Feind des Christentums ist die Unwissenheit”. Das ist heute mit Händen zu greifen. Die Jüngeren haben de facto kein religiöses Wissen vermittelt bekommen, die Älteren haben es vergessen, da sie ja ständig der heutigen Ablenkungskultur ausgesetzt sind.

Früher sagte man sich, wenn man nur das Notwendigste hatte, ohne gleich am Hungertuch zu nagen, dass es ein besseres Leben geben muss, das man den Himmel nannte. Wer heute reichlich zum Leben hat, müsste eigentlich trotzdem immer noch so denken, denn die Elemente des “guten” Lebens, Essen und Trinken vom Feinsten, Sex nach Belieben, Zweitwagen, gut gepolsterte Versicherungen und wenigstens drei Urlaubsreisen im Jahr können doch bei einigem Nachdenken nicht wirklich den Himmel ersetzen. Es sei denn, man hat überhaupt keine Vorstellung von dem, was der Himmel ist, oder besser gesagt, man hat eine unzutreffende Vorstellung.

Der Mensch ist aber von Gott so geschaffen, dass er auf das Unendliche zielt, dass das kleine Glück in der Sofaecke, Fläschchen Bier und Bundesliga, ihm nicht genügt. Selbst wenn es statt Bier und Sofa immerhin Chardonnay und ein Logenplatz in der Philharmonie sind.

Friedrich Nietzsche hat diesen Hang des Menschen zum Absoluten, allerdings ohne übernatürlichen Aspekt, in das schöne dicherische Wort gefasst: “Denn alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit” (aus Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra (1883-1891).

Noch besser sagt es der hl. Augustinus: „Auf dich hin hast du uns geschaffen, Herr. Und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir“ (Bekenntnisse I,1).

Die Unruhe ist da, aber viele wissen nicht, woher sie kommt. Die Psychologie hat Erklärungen für psychische Probleme zur Hand. Aber die tief innen pochende Unruhe im Herzen des Menschen, das Ungenügen an den begrenzten Dingen dieser Welt, die unklare Sehnsucht nach dem Hohen und Reinen, kurz die Suche nach dem wahren Glück – das kann keine Psychologie erfüllen. Erst wenn der Mensch das Paulus-Wort ernst nimmt: „Unsere Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20), erst dann wird er zu dieser wahrhaft erlösenden Perspektive kommen. Dann wird er die oberflächliche Sicht überwinden, die so tut, als wäre uns der Himmel sowieso garantiert, und man müsste sich gar nicht besonders darum kümmern.

Hier zwei Lösungsansätze für den Himmelsunkundigen:

  1. Beten! Unsere wohlwollenden Gedanken sollen sich auf den Nächsten richten, das ist richtig, aber zuvor erst einmal auf Gott, unseren Schöpfer und Erlöser.
  2. Versuchen, die zweidimensionale Sicht zu überwinden, d.h. auch die übernatürliche, also die jenseitige Welt in den Blick  zu nehmen. Das Jenseits, also Himmel, Hölle, Läuterungsort, ist sicher mindestens so reich differenziert wie das Diesseits Das bedeutet, es geht nicht einfach darum, dass ich „in den Himmel komme“, sondern zu ergründen, was dazu nötig ist.

Wenn wir irgendetwas Wichtiges in der diesseitigen Welt erreichen wollen, müssen wir uns anstrengen. Ein Millionenverdienst, eine politische oder akademische Karriere, ein gesichertes Leben für die Familie – das sind doch Dinge, die uns nicht in den Schoß gelegt werden. Und keiner erwartet das. Aber das allerhöchste Glück, eine Seligkeit ohne Ende, verbunden mit einem auf ewig beglückenden Tätigsein in Gott – das sollen wir nur so nebenbei mitnehmen können?

Jesus Christus, der von Ewigkeit im Himmel war, der Mensch wurde, um uns den Weg zum Himmel zu öffnen, er hat dafür sein Leben geopfert, denn der Himmel war buchstäblich verschlossen. Selbst die guten Menschen des Alten Bundes konnten erst hinein, nachdem Jesus das Werk der Erlösung vollendet hatte.

Wie immer spricht Jesus nicht nur davon, was zu tun ist. Er macht es uns vor. „Wer mein Jünger sein will, nehme täglich sein Kreuz auf sich, und so folge er mir nach!“ (Lk 9,23) Und auch was danach kommt – denn das Kreuz ist nicht das letzte Wort – auch da geht Christus uns voran. Himmelwärts geht es dann, und jeder von uns ist eingeladen. Ein Alternative dazu gibt es nicht, entschließen wir uns also!

Maria als der vollkommene und vollkommen erlöste Mensch ist ebenfalls schon den Weg zuende gegangen. Denn am Ende wird auch uns – wenn wir es wollen – dieses bereitet, nämlich in der ganzen von Gott gedachten Vollständigkeit, also mit Leib und Seele in den Himmel einzugehen.

Es wäre schade, wenn wir dann nicht dabei wären!

Quelle: Peter von Steinitz, Novaradio.ch

PAX VOBIS 29.05.2022

Tema: Marija-svibanjska kraljica/duhovi

Nachrichtensendung vom 27.05.2022

Bald drei Päpste?
Pelosi darf keine Hostie empfangen
WEF und Kirche

Christi Himmelfahrt 2022

In den drei Sendungen, Kinder- und Jugendsendung sowie theologische Sendung, werden wir die Christi Himmelfahrt ausdeuten.

ZOOM vom 25.05.2022

In dieser Speziallausgabe der Zoom-Sendung, geht es um das Verhältnis Russland zu den Balkanstaaten.

Mittwochskolumne

Christi Himmelfahrt

Bern (novaradio.ch): Mein Lieblingssatz morgen am Hochfest Christi Himmelfahrt wird wieder der folgende sein: Ihr Männer von Galiläa, was steht Ihr da und schaut zum Himmel empor? Die beiden Engel rufen dies nicht nur den Männern von früher hinzu, sondern auch uns allen, Frauen und Männern, die auf den Namen Jesu getauft sind. Christi Himmelfahrt ist ein wunderbares Fest, welches uns einerseits darauf aufmerksam macht, wo unser Ziel als Christen liegt. Wir sind nicht für die Erde geschaffen worden, sondern vor allem für den Himmel. Aber der Weg zum Himmel geht über die Erde. Daher ist diese Aufforderung, uns nicht nur darauf zu konzentrieren, Christus im Himmel zu erblicken, sondern die Herausforderungen des Alltags mutig anzunehmen, sehr wichtig. Heutzutage geht diese Aufforderung an all jene Katholiken, die glauben, man könne sich den Himmel ohne Taten der Nächstenliebe gewinnen. Als Katholiken sind wir vor allem auch Menschen der Tat und des tatkräftigen Einsatzes. Das Gebet und der Besuch der Messe sind wichtig, aber dabei darf nicht vernachlässigt werden, im Alltag den Glauben zu leben. Der Blick auf das Göttliche darf uns nicht den Blick wegnehmen für die Nöte unserer Mitmenschen. Auf die Kirche bezogen ist dies auch ein wichtiger Aufruf. Viele Katholiken leben ihr Glaubensleben als Konsumkatholiken, die nur froh darüber sind, ihre Messe zu besuchen und die Sakramente zu empfangen, ohne dass sie sich überlegen, was getan werden muss, um auch anderen Mitmenschen die Freude und Fülle der katholischen Kirche nahezubringen. Der Heilige Vater betont immer wieder, dass die Kirche missionarisch sein muss. Im Bistum Basel beispielsweise haben wir sehr grosse Missstände und viele Katholiken, die eigentlich das Lehramt unterstützen, schauen untätig zu. Das sakramentale Leben in vielen Pfarreien ist beinahe komplett zerstört, wobei diese Zerstörung noch aktiv durch Kirchensteuern finanziert wird. Ich bin für das duale System, welches wir in der Deutschschweiz kennen, jedoch glaube ich, dass es wichtig ist, sich aktiv einzubringen, um eine authentische Kirche aufzubauen, die nicht ihr Wesen verleugnet. Es kann nicht sein, dass Katholiken nur in den Himmel schauen und dabei vergessen, was ihre Mission hier auf Erden wäre. Jesus Christus hat seinen Jüngern sein Werk hinterlassen, damit diese es weiterführen. In den letzten Jahren haben wir nur vom Erbe der Kirche gelebt, jedoch keinen Wiederaufbau geleistet. Es ist daher kein Wunder, dass es so viele selbsternannte Reformer gibt, welche die Kirche nun komplett umbauen und damit zerstören wollen. Das alles ist auch unsere Schuld, da wir diese Reformer gewähren lassen und sie noch finanzieren. Seien wir daher nicht wie die Männer in Galiläa, die nur in den Himmel schauen. Unsere Heimat ist im Himmel, jetzt sind wir aber auf Erden und vor uns liegt viel Arbeit. Packen wir es an – Jetzt! DR

Theologiestunde vom 23.05.2022

In dieser Ausgabe, hören Sie den zweiten Teil, aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“.

NEWS: Bidens Regierung ist für’s töten ungeborene Babys

Diesmal ist ihre vampirische Leidenschaft real. Sie kümmert sich wirklich um das „Recht“, ungeborene Babys zu töten.

Es ist nicht verwunderlich, dass, während sich die Biden-Administration auf den möglichen Sturz von Roe v. Wade vorbereitet, Vizepräsidentin Kamala Harris im Mittelpunkt steht. Diese Woche veranstaltete sie ein virtuelles Gespräch mit Abtreibungsärzten aus Kansas, Texas, Missouri und Montana. Wenn Roe fällt, sagte Harris: „Es wäre ein direkter Angriff auf das Grundrecht auf Selbstbestimmung, ohne Einmischung der Regierung zu leben und zu lieben.“ 

Harris hat eine lange Geschichte als Abtreibungsextremistin. Als Generalstaatsanwältin für den Bundesstaat Kalifornien leitete sie eine Untersuchung gegen David Daleiden und das Center for Medical Progress ein, nachdem er Undercover-Videos veröffentlicht hatte, die enthüllten, dass die Abtreibungsindustrie Körperteile von abgetriebenen Babys erntet und sie an medizinische Forscher verkauft. Daleidens Wohnung wurde sogar überfallen und sein Eigentum beschlagnahmt.  

Als Reaktion auf Enthüllungen, dass Planned Parenthood – von der Harris ein langjähriger Unterstützer ist – an grotesken Verbrechen gegen die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft beteiligt ist, entschied sich Harris, den Journalisten und nicht die Kriminellen zu untersuchen. (Übrigens ist die Pro-Life-Bewegung eine der wenigen Menschenrechtsbewegungen, die auf fast universellen Widerstand von Medien stößt, die an der Vertuschung beteiligt sind. Daleiden musste Planned Parenthood untersuchen, weil die New York Times es nie tun würde.) 

Es ist nicht nur ihre Ausrichtung auf Pro-Life-Journalisten – Harris‘ Bilanz ist eine der totalen Hingabe an die Abtreibungsindustrie bis hinunter. Sie hat eine 100% Pro-Abtreibungs-Abstimmungsbilanz von NARAL, unterstützt die Kodifizierung Roe v. Wade im Gesetz (ein weiterer Versuch, dies in diesem Monat zu tun), will das Hyde Amendment aufheben und verpasst selten eine Gelegenheit, sich zur Verteidigung von Amerikas blutigstem Geschäft zu äußern. 

Und so hat Harris, nachdem sie monatelang in der Biden-Administration herumgealbert und sich blamiert hat, indem sie es irgendwie geschafft hat, weniger artikuliert zu sein als ihr geriatrischer Chef, endlich ein Thema gefunden, in dassie sich mit Leidenschaft stürzen kann: Abtreibung. Sie gibt Medieninterviews, spricht mit Abtreibungsgruppen, setzt sich für eine Abstimmungskampagne ein, um die Abtreibung in Amerika zu retten, und trifft sich mit Abtreibungsbefürwortern. Sie wirkt konzentriert und wütend. Das liegt daran, dass ihre vampirische Leidenschaft diesmal real ist. Sie kümmert sich wirklich um das „Recht“, ungeborene Babys zu töten. Sie muss es nicht vortäuschen. 

Ich frage mich, weshalb Papst Franziskus und einige Bischöfe sowie Kardinäle dazu schweigen und diesen Präsident nicht Exkommunizieren? Einen solchen Pseudo Katholiken der für Abtreibungen ist, muss man entsprechend handeln. Es ist erstaunlich, dass beim letzten Vatikan-Besuch keine Pressemitteilung veröffentlicht wurde. Womöglich wurde Biden damit bestärkt seine Politik weiter zu führen. Er nennt die Pro-Life Aktivisten beschämend und die Randalierer ruft er dazu auf weiter so zu machen.

Die Schweizer Bischöfe haben auch nichts damals, wo es hier in der Schweiz ein Referendum gab, nichts getan, dass die Abstimmung zu Gunsten von Pro-Life aus geht.

Quelle: Lifesitenews, Novaradio.ch

Nachrichtensendung vom 20.05.2022

Belgrad anerkennt mazedonische Kirche
Kloster in Mariupol zerstört
Sechs Voraussetzungen für das Heiraten

NEWS: Pro-Life Marsch in Kroatien

Tausende von Pro-Life-Kroaten, meist junge Menschen, gingen am Samstag, den 14. Mai, in die Straßen von Zagreb, um das ungeborene Leben zu feiern und Gesetzesänderungen zu fordern, die die Abtreibung in dem überwiegend katholischen Land vollständig verbieten würden.

Der siebte jährliche Marsch für das Leben in der kroatischen Hauptstadt Zagreb fand inmitten einer aggressiven Pro-Abtreibungskampagne statt, die von linken Politikern und kroatischen Mainstream-Medien sorgfältig geplant und gefördert wurde.  

Kroatien hat ein Abtreibungsgesetz, das die legale Tötung von Ungeborenen bis zur zehnten Schwangerschaftswoche erlaubt. 

Dies ist jedoch nicht genug für die Pro-Abtreibungs-Linke in Kroatien, die in den letzten Wochen sorgfältig eine nationale Kampagne mit einer Frau (Mirela Cavajda) organisiert hat, die mit einem sechs Monate alten Jungen schwanger ist, der aufgrund eines angeblichen Tumors an ihrem Baby eine Abtreibung beantragt hat.  

Kein kroatisches Krankenhaus oder Arzt ist jedoch bereit, das Verfahren durchzuführen. Es würde bedeuten, eine Injektion vonP-Otassiumchlorid oder Digoxin in das Herz des Babys zu stecken, was einen Herzinfarkt verursacht, und dann das Baby grausam auseinander zu reißen und die verbleibenden Elemente des Körpers auszusaugen.  

Stattdessenwird der grausige Eingriff in einem Krankenhaus im benachbarten Slowenien durchgeführt. Während über 60 Prozent der kroatischen Gynäkologen gesagt haben, dass sie sich weigern, Abtreibungen durchzuführen, beträgt die Zahl solcher Pro-Life-Gynäkologen in Slowenien nur 3 Prozent. 

Obwohl Mütter, die ähnliche Situationen durchgemacht und ihre kranken Babys zur Welt gebracht haben, versucht haben, Frau Cavajda zu kontaktieren, um sie zu unterstützen, hat die Mutter, eine Yogalehrerin, alle diese Appelle abgelehnt.  

Linke Parlamentarier haben eine Änderung des Abtreibungsgesetzes gefordert, um die Anzahl der Schwangerschaftswochen für legale Abtreibungen zu erhöhen, und haben sich dafür eingesetzt, dass die gesetzlich zulässigen Kriegsdienstverweigerungen von Gynäkologen verboten werden, wodurch sie gezwungen werden, das Ungeborene zu töten. Die schwache konservative Regierung hat im Moment alle derartigen Vorschläge verworfen, ist aber gleichzeitig nicht bereit, das bestehende kommunistische Abtreibungsgesetz von 1978 zu ändern. 

Tausende von Pro-Life-Kroaten, meist junge Menschen, gingen jedoch am Samstag, dem 14. Mai, in die Straßen von Zagreb, um das ungeborene Leben zu feiern und Gesetzesänderungen zu fordern, die die Abtreibung in dem überwiegend katholischen Land vollständig verbieten würden. Die katholische Kirche in Kroatien, obwohl sie nicht direkt an der Organisation der Märsche für das Leben beteiligt ist, die im Mai und Juni in kroatischen Städten und Gemeinden stattfinden, gibt den Marken und der gesamten Pro-Life-Bewegung ihre stillschweigende und moralische Unterstützung. 

 In einer direkten Antwort auf Aufrufe, das angeblich kranke sechs Monate alte ungeborene Baby zu töten und zu zerstückeln, gab die Pro-Life-Mutter Tea Bekavac den Teilnehmern des Marsches öffentlich Zeugnis, wie bei ihr auch ein ungeborenes Kind eine bösartige Krankheit diagnostiziert wurde. Sie erklärte, dass sie als Mutter nicht die Möglichkeit habe, nicht zu gebären. Sie gebar, und ihr kleines Mädchen lebte zweieinhalb Monate weiter. Alle kroatischen Medien berichteten über diese Aussage sowie über die Tatsache, dass Pro-Life-Slowenen, die gegen den „Abtreibungstourismus“ in ihrem Land sind, auch beim Zagreber Marsch anwesend waren.  

Quelle: Lifesitenews

Mittwochskolumne vom 18.05.2022

Die Gebote Gottes

Bern (novaradio.ch):Die Barmherzigkeit Gottes ist für mich sehr wichtig. Ich bin ein grosser Verehrer der Barmherzigkeit Gottes. Wenn man über die grosse Barmherzigkeit und Liebe Gottes nachdenkt, stellt sich unweigerlich die Frage, für was denn überhaupt Gottes Gerechtigkeit da ist? Wenn uns Gott unendlich liebt, weshalb sind wir überhaupt dazu aufgerufen, die Gebote Gottes zu halten? Ist uns dann nicht einfach alles erlaubt? Das sind theologisch schwierige Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind. In meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Einhaltung der Gebote Gottes keinen Gegensatz zur Barmherzigkeit Gottes darstellt. Gott gibt uns seine Gebote nicht deswegen, um uns in unserer Freiheit zu berauben, sondern um uns den Weg in das Reich Gottes zu zeigen. Es ist auffallend, dass sehr viele Menschen, welche die Gebote Gottes ablehnen, auch ein grosses Problem mit der Vorstellung eines barmherzigen Gottes haben. Barmherzigkeit macht eben nur Sinn, wenn wir an eine Gerechtigkeit glauben. Diese Menschen sind dann aber auch gegenüber ihren Mitmenschen sehr hart und unbarmherzig. Es gibt aber leider auch Christen, die sich sehr fromm geben, jedoch gegenüber ihren Mitschwestern und Mitbrüdern sehr hart sind. Mein Ideal – wobei ich tagtäglich daran scheitere – ist es, gegenüber mir selbst hart zu sein und gegenüber anderen nachsichtig und barmherzig. Es ist daher wichtig, sich zu fragen, inwiefern man im Einklang mit den Geboten Gottes lebt. Sie sind nicht überflüssig, wenn wir an die Barmherzigkeit Gottes glauben, sondern eine wichtige Voraussetzung dafür, die Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. rc

Handicap: Diskriminierung am Arbeitsplatz

In der Stadt Genf wurde eine Frau mit MS am Arbeitsplatz diskriminiert. Das Bundesgericht gab der Frau recht. Mehr dazu in der Sendung zu hören.

Theologiestunde vom 16.05.2022

Jeweils am Montag werde ich, aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“, vorlesen.

Klartext vom 16.05.2022

Im deutschen Sprachraum ist der sog. „Synodaler Weg“ auf dem Vormarsch. Man spricht immer über systemischer Fehler. Unsere Experte Msgr. Dr. Peter von Steinitz, hat uns einen Text zur Verfügung gestellt.

NEWS: BIDEN UND SEINE ADMIN. VERHERRLICHEN GEWALT

Beamte der Biden-Regierung gaben am 9. Mai eine Erklärung gegen Gewalt ab, nachdem sie vor den Häusern von zwei Richtern des Obersten Gerichtshofs in der Region Washington protestiert hatten, sowie nach einer Flut von Vandalismus und Störungen, die auf Orte von Gruppen abzielten, die gegen Abtreibung sind. Einige von ihnen umfassen katholische Kirchen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, schrieb auf Twitter, Präsident Joe Biden „glaubt fest an das verfassungsmäßige Recht zu protestieren.

„Aber das sollte niemals Gewalt, Drohungen oder Vandalismus beinhalten. Richter erfüllen eine unglaublich wichtige Funktion in unserer Gesellschaft, und sie müssen in der Lage sein, ihre Arbeit zu erledigen, ohne sich um ihre persönliche Sicherheit zu kümmern“, twitterte sie.

Die Erklärung kam, nachdem Nachrichtenagenturen über Proteste vor dem Haus von Richter Brett Kavanaugh in Chevy Chase, Maryland, und dem nahe gelegenen Haus des Obersten Richters John Roberts berichtet hatten. Andere sagten, dass ein anderer Richter und seine Familie wegen Drohungen an einen unbekannten Ort gebracht werden mussten, aber es stellte sich heraus, dass es unbegründet war.

Nachdem die Online-Nachrichtenseite Politico Ende 2. Mai einen Bericht aus einem durchgesickerten Meinungsentwurf veröffentlicht hatte, der signalisierte, dass die Mehrheit der Richter des Obersten Gerichtshofs bereit zu sein scheint, Roe v. Wade, die Entscheidung, die Abtreibung zu legalisieren, diejenigen, die dagegen sind, dass sie aufgehoben wird, sind auf die Straße gegangen, um zu protestieren. Aber auch Vandalismus, der Unzufriedenheit mit dem möglichen Urteil zeigt, scheint auf dem Vormarsch zu sein.

Die New York Times berichtete am 7. Mai, dass ein Teil der Wand des Hauptquartiers der Wisconsin Family Action in Madison in Brand gesteckt wurde und Graffiti hinterließ, auf denen stand: „Wenn Abtreibungen nicht sicher sind, dann sind Sie es auch nicht.“

Bischof Donald J. Hying von Madison nannte den Vandalismus in einer Erklärung vom 9. Mai „einen dreisten Akt der Gewalt, den alle Bürger verurteilen sollten, als Angriff auf den Respekt und die Sorge, die wir einander bei der Suche nach dem Gemeinwohl schulden“.

Beamte des Büros für Religionsfreiheit der US-Konferenz der katholischen Bischöfe sagten, sie hätten am Wochenende nach dem Leck, das sich von New York bis Los Angeles erstreckte, neun ähnliche Vorfälle dokumentiert.

Die meisten waren Störungen oder Zerstörung von Eigentum, wie sie von The Denver Channel in Colorado, einer ABC-Tochtergesellschaft, berichtet wurden, wo Mitarbeiter der Sacred Heart of Mary Church in Boulder am Muttertagswochenende Graffiti, Farbe und Glasscherben entfernten.

Obwohl der durchgesickerte Entwurf nicht endgültig ist, bestätigte Chief Justice Roberts seine Authentizität und forderte eine Untersuchung. Der Entwurf, so der Politico-Bericht, zeigt die Ausrichtung von fünf Richtern gegen Roe v. Wade – genug, um es umzustürzen. Die endgültige Entscheidung des Gerichts könnte in den nächsten zwei Monaten bekannt gegeben werden.

Die Behörden in Washington, müde nach dem, was während der Angriffe auf das nahe gelegene US-Kapitol am 6. Januar 2021 passiert ist, haben hohe und schwer zu skalierende Zäune um den Obersten Gerichtshof errichtet, wo einige Schläge geworfen wurden und Spannungen unter denen, die anderer Meinung sind, zunehmen.

Quelle: americanmagazine.org

Nachrichtensendung vom 13.05.2022

Papst Franziskus antwortet Homo Unterstützer Pater James Martin
Mazedonien: Orthodoxie Schisma
Churer Bischof beharrt auf Verhaltungskodex
Vandalismus gegen Kirche in USA

Theologiestunde vom 11.05.2022

Vielmals braucht man diese zwei Wörter, Glaube und Glauben. Wo liegt der Hauptunterschied zu diesen Wörtern? In dieser Ausgabe der Sendung Theologiestunde erklären wir es Ihnen.

BREAKING NEWS

BREAKING: Hongkongs Kardinal Zen wegen „angeblicher Absprachen mit ausländischen Kräften“ verhaftet


Kardinal Zen ist 90 Jahre alt und ein ausgesprochener Kritiker des drakonischen nationalen Sicherheitsgesetzes in Hongkong.

Eine vierte Person, Xu Baoqiang, wurde am Abend des 10. Mai verhaftet, als er Hongkong verlassen wollte.

Die Hongkonger Sicherheitspolizei soll die vier wegen ihrer Rolle als Treuhänder des 612 Humanitarian Relief Fund verhaftet haben. Der fünfte Treuhänder, Cyd Ho Sau-lan, sitzt bereits wegen „illegaler Versammlungen“ im Gefängnis und wurde laut der South China Morning Post nicht erneut verhaftet.

Der Fonds wurde eingerichtet, um denjenigen, die an den Protesten 2019 gegen das Auslieferungsgesetz der Regierung beteiligt waren, „rechtliche, medizinische, psychologische und finanzielle Nothilfe“ anzubieten, die es ermöglichen würde, Gefangene zur Verhandlung nach China zu überstellen.

Der Fonds beschreibt sich selbst als „Bereitstellung humanitärer und relevanter finanzieller Unterstützung für Personen, die während der Anti-ELAB-Proteste verletzt, verhaftet, angegriffen oder mit Gewalt bedroht werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Aktionen am 12. Juni“.

Kardinal Zen und seine drei Treuhänderkollegen wurden Berichten zufolge noch nicht angeklagt und werden immer noch zur Befragung festgehalten. 

Die Verhaftung wurde Berichten zufolge unter den Bedingungen des drakonischen nationalen Sicherheitsgesetzes von Hongkong ermöglicht, das 2020 verabschiedet wurde, und die Polizei untersucht den 612-Fonds seit September 2021 und behauptet, dass er gegen das nationale Sicherheitsgesetz verstoßen hat. Der 612-Fonds kündigte Ende 2021 an, dass er den Betrieb zum 31. Oktober 2021 einstellen werde, teilweise aufgrund des neuen Gesetzes, aber auch, weil die Bank, die das durch Spenden an den Fonds gesammelte Geld hielt, das Geld „eingefroren“ hatte.

Das nationale Sicherheitsgesetz wurde am 30. Juni 2020 erlassen, was zu Massenprotesten unter den Bewohnern führte, und wurde von vielen, einschließlich der Abtreibungsbefürworterin Amnesty International, weithin kritisiert. Laut BBC kriminalisiert das immer noch geheime Gesetz „Sezession, Subversion und Absprache mit ausländischen Kräften“.

Es kann auch „Proteste und Redefreiheit effektiv einschränken“ und gilt für jeden auf Hongkonger Boden, unabhängig von der Staatsbürgerschaft.

Kardinal Zen gestand zuvor, dass er bereit sei, unter den Bedingungen des neuen Gesetzes ins Gefängnis zu gehen, und sagte: „Wenn richtige und angemessene Worte gegen ihr Gesetz in Betracht gezogen würden, werde ich alle Klagen, Prozesse und Verhaftungen ertragen.“

In einem Interview mit EWTN im Jahr 2020 sagte Kardinal Zen, dass das neue Gesetz es der Kommunistischen Partei Chinas erleichtert, gegen Stadtdemonstranten vorzugehen und die Unabhängigkeit Hongkongs weiter zu untergraben.

„Ich bin den ganzen Gesetzestext durchgegangen“, sagte Kardinal Zen gegenüber Raymond Arroyo von EWTN. „Es ist leicht, Ihnen in nur einem Satz zu sagen: ‚Jetzt können sie alles tun'“, fügte er hinzu.

„Wir sind dieser neuen Kommission ausgeliefert … Wir haben keine Religionsfreiheit, weil wir keine Freiheit haben.“

Die Verhaftung von Kardinal Zen wird den Vatikan und Papst Franziskus nun in eine schwierige Situation bringen. Der Kardinal war ein lautstarker Kritiker und Gegner von Franziskus‘ geheimem Deal mit China und beschuldigte Franziskus sogar, „ein Schisma zu fördern“, „die katholische Kirche in China zu verkaufen“ und den Deal als „unglaublichen Verrat“ zu bezeichnen.

Er deutete auch an, dass das Schweigen des Vatikans über Chinas lange Geschichte der Menschenrechtsverletzungen und der Verfolgung der Kirche vielleicht ein Versuch sei, „diplomatische Beziehungen zu (China) aufzunehmen“, sagte er.

Quelle: BREAKING: Hongkongs Kardinal Zen wegen „angeblicher Absprachen mit ausländischen Kräften“ verhaftet – LifeSite (lifesitenews.com)

Mittwochskolumne 11.05.2022

Leben, Leib und Liebe

Bern (novaradio.ch): Das Wort Liebe wird heutzutage sehr rege gebraucht. In Songs, Filmen und Büchern wird sehr häufig auf dieses Wort verwiesen. Auch im Alltag kommt dieser Begriff sehr häufig vor. Für uns Christen ist es wichtig, allen Begriffen, die wir gebrauchen, einen konkreten Inhalt zu geben. Das deutsche Wort Liebe, in dem die Wurzel durch die beiden Buchstaben L und B gebildet wird, ist verwandt mit Leben und Leib, welche die gleichen Wurzeln aufweisen. Diese drei Begriffe machen nur Sinn, wenn man sie gemeinsam betrachtet. Die Voraussetzung allen Lebens ist Gottes Liebe zu seiner Schöpfung. Ohne seine Liebe wäre kein Leben entstanden. Weiter hat Gott die Schöpfung so angeordnet, dass die Liebe zwischen Mann und Frau weiteres Leben schafft. Damit hat er den Menschen nicht nur als Objekt geschaffen, sondern als tätiges Subjekt. Gott hat die Menschen als Frau und Mann erschaffen, damit diese in ihrer gegenseitigen Liebe zum Abbild Gottes werden können. Wenn wir diese Wahrheit erkennen, sehen wir die Problematik aller Denkrichtungen, welche die Tatsache ablehnen, dass Gott die Einteilung in Mann und Frau wollte. Die Gender-Ideologie beispielsweise, welche es ablehnt, von zwei Geschlechtern zu reden, muss notwendigerweise auch in einen Konflikt mit dem Idealbild der christlichen Liebe geraten. Die christliche Liebe zwischen Mann und Frau akzeptiert, dass jedes Geschlecht für sich alleine unvollkommen ist und eine Ergänzung im Gegenüber braucht. Wenn jemand aber ein Problem mit seiner eigenen Geschlechtlichkeit hat und unsicher ist, ob er dem einen oder dem anderen Geschlecht zugehört, wird es ihm schwerfallen, eine Ergänzung in einer anderen Person zu finden. Eine Philosophie wie die Gender-Ideologie, welche die Menschen noch in diesem Denken fördert, trägt nicht dazu bei, dass Menschen in der Liebe eine Erfüllung finden. Sie relativiert das dritte Wort, das neben Leben und Liebe entscheidend ist. Den Leib. Gott hat den Menschen nicht als reines Geisteswesen geschaffen, sondern ihm einen Leib gegeben. Daher sind alle geistigen Strömungen, die von der Gnosis in der Antike bis zum Puritanismus der Neuzeit den Leib negierten, abzulehnen. Es ist bemerkenswert, wie unsere heutige Zeit, die sich so offen und liberal gibt, im Grunde genommen leibfeindlich ist. Der Körper wird nur noch als Optimierungsmaschine wahrgenommen, die man durch spezielles Essen oder spezielles Training verbessern muss. Der moderne Mensch, vor allem viele Jugendlichen, schwanken daher von einem Extrem ins andere. Entweder hasst man den eigenen Körper oder man inszeniert ihn total. Als Geschenk Gottes an den Menschen wird er aber nicht wahr- und angenommen. Als Christen hingegen erkennen wir, dass Liebe, Leib und Leben zusammengehören. Gott hat alles wunderbar angeordnet. Seien wir dafür dankbar. dr

Theologiestunde vom 10.05.2022

Wie geht die Kirche mit Wissenschaft, Autorität und Sünde um?

Quelle: Churchmilitant

NEWS: REGISTRIERUNG für Debatte

Online Anfang Juni: Eine Debatte über Affektivität und Sexualität

Am 4. und 5. Juni 2022 findet der weltweite Online Kongress des IFFD (International Federation for Family Development) unter dem Titel “Love Talks” statt.

Mehr dazu auf: Online Anfang Juni: Eine Debatte über Affektivität und Sexualität – Opus Dei

Registrierung für spanische Sprache: Love Talks: Sexualidad y afectividad por IFFD (heysummit.com)

Registrierung für englische Sprache: Love Talks: Sexualität und Affektivität von IFFD (heysummit.com)

ZOOM vom 09.05.2022

Man hat viel über die Dogmen, aber was bedeuten sie überhaupt? In dieser Ausgabe der Sendung ZOOM werden Sie darüber informiert.

Nachrichtensendung vom 06.05.2022

Joe Bidens Mob, will katholische Kirchen angreifen
Bischof Bonnemain rudert etwas zurück
Vatikan und Schweizergarde vereinbaren neuen Vertrag

Audienz im Vatikan: Cassis spricht mit Papst über Ukraine-Krieg

Bundespräsident Ignazio Cassis hat heute Papst Franziskus getroffen. Thema waren offensichtlich nicht nur die Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl, sondern auch der Ukraine-Krieg.

Eben erst eine Audienz bei der Queen, nun ein Treffen mit dem Papst: Für Bundespräsident Ignazio Cassis (61) reiht sich derzeit ein hochrangiger Besuch an den nächsten. Gemeinsam mit Ehefrau Paola Rodoni war der Aussenminister heute bei Papst Franziskus geladen. Die Begegnung sei «spannend und inspirierend» gewesen, twitterte Cassis, selbst katholisch, anschliessend. Begleitet wurde Cassis unter anderem von Nationalratspräsidentin Irène Kälin (35, Grüne) mit Sohn und Partner und dem Ständeratspräsidenten Thomas Hefti (62, FDP) und seiner Frau.

Audienz im Vatikan: Cassis spricht mit Papst über Ukraine-Krieg (msn.com)

NEWS: Papst Franziskus benutzt den Rollstuhl auf ärztliche Anordnung nach einem medizinischen Eingriff für verletztes Knie

Papst Franziskus hatte bereits im Juli 2021 nach seiner Darmoperation einen Rollstuhl benutzt, leidet aber seit einigen Monaten an einer unbekannten Knieverletzung.

Heute benutzte Papst Franziskus zum ersten Mal seit seiner Darmoperation im Juli 2021 einen Rollstuhl, nachdem er diese Woche einen medizinischen Eingriff wegen eines verletzten Knies durchgeführt hatte.

Der Papst wurde in einem Rollstuhl von Helfern zu seinem Platz im Paul-VI.-Saal geschoben, wo er Teilnehmer der Vollversammlung der Internationalen Union der Generaloberen empfing.

Am 3. Mai unterzog sich der Papst einer medizinischen Intervention wegen eines gerissenen Bandes, das Schmerzen in seinem rechten Knie und Bein verursacht hat. Der Heilige Vater sagte am 30. April, dass sein Arzt ihm befohlen habe, nicht zu gehen.

„Ich habe einen Bänderriss“, sagte der 85-jährige Pontifex laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera. „Ich werde eine Intervention mit Infiltrationen machen und wir werden sehen. Ich bin seit einiger Zeit so, ich kann nicht laufen. … Es bringt auch ein wenig Schmerz, Demütigung.“

Vatikansprecher Matteo Bruni sagte der katholischen Nachrichtenagentur, das Verfahren sei „im Grunde eine Injektion“.

Bei der Weihe Russlands und der Ukraine an das Unbefleckte Herz Mariens am 25. März ging der Papst humpelnd in und aus dem Petersdom.

Diese Woche, nach der medizinischen Intervention für sein Knie, brauchte der Papst bei der Generalaudienz am Mittwoch, dem 4. Mai, auf dem Petersplatz Hilfe, als er von seinem Stuhl aufstand.

Die Benutzung des Rollstuhls durch Papst Franziskus erfolgte, nachdem sich seine körperliche Verfassung in den letzten Monaten sichtbar verschlechtert hatte, was dazu führte, dass sein Tagesablauf in den letzten Wochen kurzfristig freigegeben wurde.

Die Pläne des Papstes für die kommenden Monate beinhalten jedoch eine Reihe von Auslandsreisen, abgesehen von den normalen täglichen Operationen im Vatikan. Er soll im Juni den Libanon besuchen; Kongo und Südsudan Anfang Juli; möglicherweise Ende Juli Kanada besuchen; und er wird im September an einem interreligiösen Treffen in Kasachstan teilnehmen.

Quelle: Lifesitenews

BREAKING NEWS

ABSCHRIFT

Könnte es das Ende von Roe sein? Die Intensität ist auf einem Höhepunkt, nachdem das liberale Medienunternehmen Politico gestern Abend einen Entscheidungsentwurf des Obersten Gerichtshofs der USA (SCOTUS) durchgesickert ist. Dieses Dokument legt nahe, dass SCOTUS bald Roe v. Wade – 49 Jahre nachdem es die Pro-Life-Gesetze im ganzen Land ausgelöscht hatte, was zum Abschlachten von 65 Millionen unschuldigen Kindern führte.

Rodney Pelletier von Church Militant hat das Neueste.

Abtreibungsaktivisten versammelten sich letzte Nacht vor dem Obersten Gerichtshof. Sie reagierten damit auf einen durchgesickerten Gutachtenentwurf des Richters am Obersten Gerichtshof, Samuel Alito. Das Dokument – vom 10. Februar – beschreibt Roe als „von Anfang an ungeheuerlich falsch“ und erklärt, es sei „an der Zeit, die Verfassung zu beachten und die Frage der Abtreibung an die gewählten Vertreter des Volkes zurückzugeben“.

Die Richter Amy Coney Barrett, Neil Gorsuch, Brett Kavanaugh und Clarence Thomas stehen Berichten zufolge auf der Seite von Alito.

Der Oberste Gerichtshof hat das Dokument heute früh beglaubigt und klargestellt, dass die Richter „Entwürfe von Gutachten intern als routinemäßigen und wesentlichen Teil der vertraulichen Beratungsarbeit des Gerichts verbreiten“.

Es fügt hinzu, dass das Dokument „keine Entscheidung des Gerichts oder die endgültige Position eines Mitglieds darstellt“.

Der Oberste Richter John Roberts verurteilte das Leck als „Verrat am Vertrauen des Gerichts“.

Er fügte hinzu: „Ich habe den Marschall des Gerichts angewiesen, eine Untersuchung der Quelle des Lecks einzuleiten.“

Präsident Donald Trump verurteilte das Leck und nannte es „einen sehr gefährlichen Präzedenzfall“, der „das Gericht verbilligt“.

Der falsche Katholik Joe Biden äußerte sich heute mit einer Erklärung: „Es wird auf die Wähler fallen, im November Pro-Choice-Beamte zu wählen. Auf Bundesebene werden wir mehr Pro-Choice-Senatoren und eine Pro-Choice-Mehrheit im Repräsentantenhaus brauchen, um Gesetze zu verabschieden, die Roe kodifizieren, an deren Verabschiedung und Unterzeichnung ich arbeiten werde.“

Der demokratische Senator Chuck Schumer versprach: „Der Senat wird eine Abstimmung über ein Gesetz abhalten, um das Recht auf Abtreibung gesetzlich zu kodifizieren. Dies ist keine abstrakte Übung. Das ist dringend.“

Pro-Life-Befürworter freuen sich vorsichtig und hoffen, dass dies ihren 50-jährigen Kampf gegen Roe beenden wird. Aber selbst in einer Post-Roe-Welt verschwindet die Abtreibung nicht. Stattdessen wird sich der Kampf zum Schutz des Lebens auf die staatliche Ebene verlagern.

Die Abtreibungsindustrie zieht jedes Jahr mehr als eine halbe Milliarde Dollar an Steuergeldern ein.

Quelle: churchmilitant

Mittwochskolumne vom 04.05.2022

Christus statt Kriegsrhetorik

Bern (novaradio.ch): Wir alle sind geschockt über den Krieg, der in der Ukraine tobt. Kriege gehören leider seit den Anfängen der Menschheit zu einer ständigen Bedrohung der Zivilisation. Auch wenn der Krieg nun sehr nahe ist, dürfen wir nicht vergessen, wie viele Kriege nur schon in den letzten Jahrzehnten Hunderttausende Menschenleben gefordert haben. Afghanistan, Irak, Lybien, Syrien, Jemen, etc. etc. Wenn etwas in weiter Ferne ist, nehmen wir es anders war, was eine normale menschliche Eigenschaft ist. Aber als Christen müssen wir mit allen Menschen mitfühlen, mit den Fernen wie den Nahen. Als Christen dürfen wir auch keine Kriegsrhetorik verwenden, die den Hass zwischen den Menschen nur noch anstachelt. Ich bin schockiert, wie viele Menschen in der Schweiz, vor allem auch in den Medien, keine versöhnlichen Worte anstimmen, sondern im Gegenteil zu mehr Hass aufrufen. Gerade auch die Kirchen in der Schweiz versagen sehr, da sie es verpassen, richtige Zeichen zu setzen. Von den Kirchen in der Schweiz, der katholischen wie der reformierten, müssten mehr Signale des Friedens gesendet werden. Sehr stolz bin ich auf das Handeln des Heiligen Vaters. Es war eine richtige Entscheidung, zwei Frauen, von denen eine die russische und die andere die ukrainische Staatsbürgerschaft hat, das Kreuz am Karfreitag im Kolosseum tragen zu lassen. Als Menschen und Christen verbindet uns das Leid genauso wie die Hoffnung, dass Gott uns vom Leid erlösen wird. Das, was uns in Christus verbindet, ist grösser und viel wichtiger als unsere Nationalität. Es ist der grosse Verdienst von Papst Franziskus, immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Christus ist weder Russe noch Ukrainer, er ist kein Schweizer noch Italiener, Christus ist der Herr und Bruder aller Menschen.

Es wäre schön, wenn es in diesem Geist wieder vermehrt zu einer christlichen Friedensbewegung käme. In den Medien ist nur die Rede von Nationalität, von Rache und Hass. Als Christen müssen wir zeigen, dass wir dagegen nur in Kategorien von Friede und Liebe denken. Der Friede auf der Erde wird dann dauerhaft sein, wenn wir Gott und nicht uns selbst ins Zentrum stellen. Die Slava (in slawischen Sprache bedeutet dies Ruhm oder Ehre) sei weder der Ukraine noch Russland oder sonst einem Land auf dieser Erde, sondern dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wer Christus liebt, kann nicht seinen Mitbruder und seine Mitschwester hassen. Seien wir Menschen der Liebe und des Friedens.

ZOOM vom 02.05.2022

Was ist das Lehramt der Kirche? Dass werde ich es in kurzem Bericht erklären.

Quelle: churchmilitant

Schule der Theologie vom 02.05.2022

Schon oft hat man sich gefragt, weshalb Gott das Böse zu lässt. In dieser Ausgabe geht es genau, um diese Problematik.

Quelle: churchmilitant

NEWS: Skandal in Bistum Chur

„Nichtsdestotrotz hätte der Bischof dieses Dokument niemals unterzeichnen dürfen“, fügten die Priester hinzu.

Während sie anerkannten, dass es „absolut notwendig ist, alles zu tun, um eine bessere Prävention [sexueller Übergriffe] zu gewährleisten, zitierten die Priester mehrere Passagen des Kodex, die ihrer Meinung nach „die Lehre des Glaubens und der Moral mundtot machen würden“.

In einer dieser Passagen müssen Priester zustimmen, „von pauschalen negativen Bewertungen von angeblich unbiblischem Verhalten auf der Grundlage der sexuellen Orientierung abzusehen“.

Die Priester stellten fest, dass dies sie daran hindern würde, „die Lehre der Kirche über Homosexualität zu verkünden, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) steht“.

Der CCC lehrt, dass „homosexuelle Handlungen an sich ungeordnet sind“, „gegen das Naturgesetz verstoßen“ und „unter keinen Umständen“ genehmigt werden können.

Priester, die sich dem neuen Kodex verpflichten, müssten sich auch darauf einigen, „Themen im Zusammenhang mit Sexualität nicht aktiv aufzugreifen und von beleidigenden Fragen über das intime Leben und den Beziehungsstatus abzusehen“, wenn sie sich an pastoralen Gesprächen beteiligen.

„Dies gilt auch für Gespräche, die ich als Vorgesetzter führe“, fügt der Code hinzu.

Laut den Priestern, die ihre Erklärung gegen das neue Gesetzbuch abgegeben haben, würde dies die Priester daran hindern, die notwendigen Fragen für die Ehevorbereitung zu stellen, die unter anderem dazu da sind, sicherzustellen, dass die zukünftigen Ehepartner mit der Lehre der Kirche übereinstimmen, dass die Ehe eine „sakramentale Gemeinschaft des Lebens und der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau“ ist.

Sie stellten auch fest, dass, wenn der Leiter eines Seminars oder ein Diözesanbischof den neuen Verhaltenskodex unterzeichnen würde, sie nicht mehr in der Lage wären, die von Papst Franziskus am 8. Dezember 2016 genehmigte und ratifizierte Bestimmung Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis einzuhalten, die besagt, dass „Personen, die Homosexualität praktizieren, tief sitzende homosexuelle Tendenzen haben, oder die die sogenannte ‚homosexuelle Kultur‘ unterstützen“ dürfen nicht in das Seminar aufgenommen werden.

„Wie könnte man von einem Kandidaten für das Priestertum noch glaubhaft verlangen, dass er sich ‚im vorgeschriebenen Ritus öffentlich vor Gott und der Kirche‘ zum lebenslangen Zölibat bekennt (Kanon 1037), wenn gleichzeitig erklärt wird, dass sein ‚Beziehungsstatus‘ für die Kirchenleitung tatsächlich tabu ist?“, fragten die Priester rhetorisch.

Die Priester wiesen auch darauf hin, dass, wenn Priester oder Diakone, die in unmoralischen Situationen leben, „nicht mehr zur Rechenschaft gezogen oder aus dem kirchlichen Dienst entlassen werden können“, dies zu einer „Doppelmoral“ führen würde, da die Kirche weiterhin predigen würde, was sie nicht mehr von ihren Priestern und Laien verlangt.

Die Priester beendeten ihre Erklärung, indem sie eine andere Passage des neuen Kodex kritisierten, die besagt: „Ich unterlasse jede Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Identität [und] ich erkenne sexuelle Rechte als Menschenrechte an, insbesondere das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.“

Ihrer Meinung nach würde diese Passage bedeuten, dass die Leiter von Seminaren wieder nicht mehr in der Lage wären, Menschen mit homosexuellen Tendenzen oder die Homosexualität praktizieren, daran zu hindern, das Seminar zu betreten.

„Auf die gleiche Weise wäre die Weigerung, ein gleichgeschlechtliches Paar zu ’segnen‘, nicht mehr möglich“, fügten die Priester hinzu.

Sie zitierten eine Erklärung der Kongregation für die Glaubenslehre (CDF) vom 22. Februar 2021, in der es hieß: „Es ist nicht erlaubt, Beziehungen oder stabilen Partnerschaften einen Segen zu geben, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe beinhalten (dh außerhalb einer unauflöslichen Vereinigung eines Mannes und einer Frau, die in sich selbst offen für die Weitergabe des Lebens sind). wie es bei Vereinigungen von Personen des gleichen Geschlechts der Fall ist.“

Die Priester erklärten, dass die Anwendung solcher Prinzipien nichts mit Diskriminierung zu tun hat, sondern eher mit der „Aufrechterhaltung der immerwährenden Lehren der Kirche“.

«Vorläufig erklären wir mit unserer Unterschrift unter die vorliegende Erklärung, dass wir aus Gewissensgründen den Verhaltenskodex der Diözese Chur nicht unterzeichnen werden», folgerten die Priester.

Quelle: Lifesitenews

Nachrichtensendung vom 29.04.2022

Geschäft mit Leihmutter
Ganz Kolumbien gegen Abtreibungen
Kardinal aus Spanien gestorben

NEWS: Alle Termine abgesagt

„Aufgrund von Schmerzen im Knie und auf ärztlichen Rat hin hat Papst Franziskus die für heute geplanten Aktivitäten unterbrochen, einschließlich der Teilnahme am Kardinalsrat, dessen neue Sitzung in diesen Tagen stattfindet.“

Das teilte der Vatikan am gestrigen Dienstag um 12.45 Uhr mit. 

Beim gestrigen Treffen mit Mitgliedern des Trinitarierordens verwies Papst Franziskus auf seine Kniebeschwerden, die ihn daran hinderten, aufzustehen, um alle zu begrüßen.

„Nach dem Foto werde ich Sie begrüßen, aber entschuldigen Sie mich, ich muss es im Sitzen tun, nicht zu Fuß, wegen des Knies … Es ist diese Krankheit, die früher ‚Nonnenschmerz‘ genannt wurde, weil es die Zeit war, in der die Nonnen beteten, und weil sie so viel auf den Knien beteten, wurden sie krank! Das wird heilen, aber in der Zwischenzeit müssen wir die Dinge richtig machen“, sagte er am 25. April in der Klementinenhalle des Vatikans zu den Teilnehmern der Internationalen Trinitarischen Solidaritätskonferenz.

Die Trinitarier sind ein Bettelorden, der im 12. Jahrhundert vom Heiligen Johannes von Matha gegründet wurde, um christliche Gefangene freizukaufen.

Der 85-jährige Franziskus leidet seit einiger Zeit unter Schmerzen im rechten Knie, die ihn dazu veranlassen, bei einigen Liturgien eine kleinere Rolle zu übernehmen und öfter sitzen zu bleiben.

Sein Terminkalender wurde am 22. April für ärztliche Untersuchungen freigemacht, und am 24. April predigte er in der Osteroktav, ohne die Messe zu feiern.

Die Bewegungsfreiheit des Papstes ist seit Anfang des Jahres deutlich eingeschränkt worden.

Bei der Generalaudienz am 26. Januar sagte er, der Grund, warum er die Pilger nicht wie üblich begrüßen konnte, sei ein vorübergehendes „Problem mit meinem rechten Bein“, ein entzündetes Knieband.

Mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Man sagt, das passiert nur alten Menschen, und ich weiß nicht, warum es mich getroffen hat, aber … ich weiß es nicht.“

Am Karfreitag hat sich Papst Franziskus nicht vor dem Kreuz niedergeworfen.

Der Papst entschied sich auch, die Osternachtsmesse nicht zu feiern, obwohl er daran teilnahm, die Predigt hielt und mehrere Taufen vornahm.

Und am Ostersonntag musste er sich während der Predigt und des Segens „Urbi et Orbi“ teilweise hinsetzen.

Papst Franziskus hat in den letzten Wochen auch mehr Hilfe beim Gehen und Treppensteigen erhalten.

Quelle: CNA deutsch

Theologiestunde: Predigt zu Barmherzigkeit Sonntag 2022

Barmherzigkeit Sonntag 2022

Wahre und falsche Barmherzigkeit

Wie recht hatte doch der sel. Johannes Paul II., als er kurz vor seinem Tod den so genannten Barmherzigkeitssonntag einführte, der am Sonntag nach Ostern in der ganzen Kirche begangen wird. Für unsere unbarmherzige Welt in der Tat bitter notwendig. Diese liturgische Feier soll an das Wort Jesu erinnern: “Seid barmherzig wie euer Vater im Himmel barmherzig ist!” (Lk 6,36)

Barmherzigkeit (im Lateinischen Misericordia: darin steckt das Wort miser = elend und cor =  Herz) ist gewissermaßen eine der Haupteigenschaften Gottes – auch die Muslime sprechen von “Gott, dem Allerbarmer” – und schon im Alten Testament zeigt der allmächtige Gott, wie sehr er die Menschen liebt, die ihn so oft enttäuschen, und wie er immer wieder Barmherzigkeit zu üben bereit ist. In ergreifender Weise spricht Gott durch den Propheten Hosea davon, wie seine Barmherzigkeit gewissermaßen im Streit liegt mit seiner Gerechtigkeit, und wie die Barmherzigkeit trotz aller Undankbarkeit der Menschen obsiegt:

“Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten. Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg. Sie opferten den Baalen und brachten den Götterbildern Rauchopfer dar. Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte. Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war für sie wie die (Eltern), die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen. Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim, wie dich aufgeben, Israel? Wie könnte ich dich preisgeben wie Adma, dich behandeln wie Zebojim? Mein Herz wendet sich gegen mich, mein Mitleid lodert auf. Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken und Efraim nicht noch einmal vernichten. Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte …“ (Hos 11,1-4.7-9)

So aktuell wie der Barmherzigkeitssonntag, so aktuell ist auch das, was Gott durch den Propheten Hosea uns Menschen zum Vorwurf machen kann. Auch heute bringen wir den Götterbildern Rauchopfer dar. Für die Götzen Geld, Sex und Gewalt ist uns kein Opfer zu groß. Und wir opfern auch den Baalen. In der alten Zeit warfen die Menschen ihre Kinder in den Feuerofen des Baal und des Moloch. Heute werden sie – allerdings in viel größerer Zahl – in den Abtreibungskliniken getötet, in sauberen Kitteln und ganz aseptisch. Eine unglaubliche Zahl von Kindern, jeden Tag etwa 1o Klassenzimmer, sagte einmal der Kölner Kardinal Meisner. Der Erzbischof fuhr damals fort, die Liberalisierung des Paragraphen 218 im Jahr 1995 habe eine de-facto-Freigabe der Abtreibung gebracht. «Damit haben wir die Gesellschaft auf einen Weg in das Unmenschliche, in die Barbarei geführt.» Augsburger Allgemeine 12.4.2012).

Wir brauchen also den Blick gar nicht so weit gehen zu lassen. In der Ukraine wird die Gewalt irgendwann enden, aber bei uns ist kein Ende abzusehen. Ja, schlimmer: das Übel nimmt zu. Ohne dem Kultur-Pessimismus das Wort reden zu wollen, muss man leider feststellen, dass sich im Laufe der letzten 50 Jahre eine stetige Abwärtsentwicklung erkennen lässt.

In der Aufbruchszeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs, und nachdem die menschenverachtende Herrschaft der Nazis zu Ende gegangen war, hatte man in Deutschland in der Öffentlichkeit ein vergleichsweise hohes moralisches Niveau. Abtreibung oder gar Euthanasie waren undenkbar – das machten ja die Nazis.

Aber hier zeigte sich bald die Macht des Geldes. Mit diesen Dingen, Abtreibung und neuerdings auch Euthanasie und Leihmutterschaft u.a., lässt sich unendlich viel Geld verdienen. Die moralische Hemmschwelle musste also beseitigt werden. Wie machte man das? Wie hat man die Auffassungen der Bürger verändert?

Man appellierte nicht an die Vernunft, denn es ist unvernünftig, Kinder im Mutterschoß zu töten. Es wurde das Gefühl angesprochen, das sich ja, wenn es sehr stark gereizt wird, über den Verstand und den Willen hinwegsetzt. Die Methode war infam: man sprach das Mitgefühl der Menschen an. Es wurden einzelne Fälle vorgeführt (im Fernsehen und in den Printmedien), aus denen hervorging, dass es für eine junge Frau, die ungewollt Mutter wurde, sehr schwer, ja unzumutbar war, das Kind auszutragen. Anfangs sprach man noch von Schwangerschaftsunterbrechung, so als ob man die Schwangerschaft wieder aufnehmen könnte, wenn die Probleme überwunden sind. Viele brave Zeitgenossen ließen sich tatsächlich von falschem Mitleid rühren („das arme Mädchen, seine ganze Zukunft ist verbaut!“) und stimmten zu. Was umso leichter war, als man ja den barbarischen Vorgang der Kindestötung nicht sah (im Fernsehen wurde der Film „Der stumme Schrei“, der eine Abtreibung zeigt, aus dem Programm entfernt).

Inzwischen sind mehr als sechzig Jahre verstrichen. Die Saat ist aufgegangen. „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“ (Friedrich Schiller, Die Piccolomini, V, 1). Es war denn doch noch ein langer Weg von der anfänglich zurückhaltend und mit Einschränkungen zugelassenen Abtreibung bis zur heutigen, auch von vielen Christen akzeptierten Einstellung, die Frau habe ein Recht auf Abtreibung.

Ähnlich wie am Anfang des Lebens sollte es den Menschen an ihrem Lebensende ergehen. Zunächst wurde ganz vorsichtig argumentiert, wieder mit extremen Einzelfällen (schmerzvolle unheilbare Krankheit, keine Lebensqualität etc.). Das Gefühl des Mitleids wurde heftig angesprochen. Auch gutwillige Leute meinten nach entsprechenden Fernseh-Dokumentationen, dass es unbarmherzig sei, jemanden so leiden zu lassen (in der Wellness-Zivilisation hat Leid keinen Platz, es muss entfernt werden, wenn es sein muss, der Leidende selbst, denn er beeinträchtigt ja auch das Wohlbefinden der Gesunden).

War die Gesetzgebung erst einmal durch, ging die Entwicklung rasch weiter. Man blieb nicht bei extremen Einzelfällen. Inzwischen ist es in Holland und Belgien ganz leicht, ein Team zur Selbsttötung zu bestellen. Der nächste Schritt ist schon eingeleitet: alten Menschen wird nahegelegt, auch ohne schwerwiegenden Grund der Selbsttötung zuzustimmen, und in vielen Fällen geht es dann auch ohne diese Zustimmung (wohlgemerkt kein Horrorszenarium, sondern Wirklichkeit).

Wenn man die Menschen soweit hat, braucht man das Mitleid nicht mehr zu bemühen.

Aber was für ein Triumph für den Widersacher Gottes, dass es ihm gelingt, ausgerechnet eine der edelsten Herzensregungen, nämlich die Barmherzigkeit, für seine Zwecke zu missbrauchen. Indem er dafür sorgt, dass aufgrund eines pervertierten Mitleids massenhaft menschliches Leben vernichtet wird, trifft er mitten hinein ins Herz Gottes, aus dem alles Leben stammt. Das menschliche Herz Gottes, das uns trotz allem oder vielleicht gerade deswegen in unserer Zeit seine Barmherzigkeit noch deutlicher zeigt als je zuvor.

In der westlichen Welt empören wir uns wegen der Übergriffe islamistischer Gruppen, die Christen in einigen Ländern das Leben kosten. Was uns aber gar nicht einleuchtet und nie thematisiert wird, ist, dass sich die gläubigen Muslime dort über die moralische Dekadenz in unseren „entwickelten“, angeblich christlichen Ländern entsetzen. Das Wort „Recht auf Abtreibung“ empfinden sie als schockierend. Sie lassen ihre Kinder am Leben. Euthanasie ist für sie das Ende einer Zivilisation.

Wenden wir uns dennoch, oder besser gerade deswegen, an das menschliche Herz Gottes, das seine Barmherzigkeit heute in überreichem Maße anbietet:

„Künde der Welt meine große, unergründliche Barmherzigkeit! Bereite die Welt vor auf meine zweite Ankunft! Bevor ich als Richter komme, öffne ich noch ganz weit die Tore meiner Barmherzigkeit“, sagte der Herr in einem inneren Wort der heiligen Faustyna Kowalska (Krakau 1935).

Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Mittwochkolumne vom 27.04.2022

Aus Ostern leben

Bern, (novaradio.ch): Zwei Wochen nach Ostern ist die Gefahr gross, dass wir Christen wieder in den Alltagstrott zurückkehren. Es ist wichtig, sich als Katholik immer bewusst zu machen, dass wir jeden Sonntag ein kleines Osterfest feiern. Viele Christen gehen an Ostern in die Kirche, spüren aber danach keinen Drang mehr, ihren Glauben zu praktizieren. Dabei ist der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu das ganze Jahr hindurch eine Realität, welche uns als Gläubige berühren und bewegen muss. Wir dürfen nun nicht wie die ersten Jünger sein, die aus Angst vor diesem grossen Ereignis hinter verschlossenen Türen verharren. Vor allem dürfen wir nicht lauwarm sein und eine Kälte in unser Herz lassen. Das österliche Feuer muss gerade jetzt in uns brennen. Wenn wir glauben, dass der Herr uns zu Grossem berufen hat, müssen wir nun voller Mut unseren eigenen Glaubensweg gehen. Diese österliche Zeit muss uns inspirieren, im Alltag als Laien Christus zu bezeugen. Ich erwähnte in meinen Kolumnen immer wieder die Verantwortung der Laien, weil ich überzeugt bin, dass die jetzige Krise der Kirche nur durch das Engagement und die Opferbereitschaft der Laien überwunden werden kann. Das bedeutet nicht, dass die Laien die Priester in ihrer liturgischen Rolle oder als Leiter von Pfarreien verdrängen sollen, sondern dass die Laien im Alltag durch Taten der Nächstenliebe zur Neuevangelisierung beitragen. Eine Erneuerung der Kirche wird nicht dadurch erreicht, dass die katholische Lehre dem Zeitgeist angepasst wird, sondern dass die katholischen Laien den Zeitgeist beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass die Schweizer Gesellschaft nach einer Neuevangelisierung dürstet. Die Frohe Botschaft zeigt den Menschen den Weg zum Leben in Fülle. Lassen wir uns in dieser Zeit nach Ostern durch diese Botschaft anstecken und geben wir diese Botschaft an unsere Mitmenschen weiter.

Theologiestunde vom 26.04.2022

Nachdem wir über das Thema Aberglaube gesprochen haben, zeigen wir wie Atheismus gefährlich ist.

ZOOM: Christentum in Gefahr

Erzbischof Fulton Sheen, hat im Jahr 1974, schon prophezeit was heute Wirklichkeit ist. Um was es genau geht, können Sie in dieser Ausgabe der Sendung „Zoom“ hören.

Quelle: Wikipedia

Quelle: NCR

Nachrichtensendung vom 22.04.2022

Vatikan hält weiter noch an Green-Pass und an FFP2 Masken
Biden Regierung will Katholiken zwingen Abtreibungen durchzuführen
Russland weist Opus Dei Priester aus.

Mittwochskolumne vom 20.04.2022

Die Barmherzigkeit Gottes

Bern (novaradio.ch): Seit Karfreitag bete ich die Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit. Am Sonntag dürfen wir den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit feiern. Mir bedeutet dieses Fest sehr viel. Die Barmherzigkeit Gottes ist die Rettung aller Menschen. Tröstlich ist, dass es keine Rolle spielt, wie fromm oder schlecht man ist. Jesus sagte der Ordensschwester Faustyna, dass vor allem die grossen Sünder ein Anrecht auf die Barmherzigkeit Gottes hätten. Es ist doch unglaublich, wie unser Herr ist. Er liebt uns Menschen so sehr, dass er sich nichts so sehr wünscht, wie dass wir unsere Zuflucht zu seiner Barmherzigkeit suchen. Und obwohl er seine Arme so weit offen für jeden einzelnen Menschen hält, lehnen so viele Menschen diese Barmherzigkeit ab. Ein Hauptproblem besteht darin, dass die heutigen Theologen das Wort Sünde vermeiden. Sie vermitteln den Menschen keinen Sinn mehr dafür, was richtig und was falsch ist. Zwar gibt es einige allgemeine Grundsätze, wie ein Mensch ethisch handeln sollte. Diese Grundsätze sind aber sehr schwammig und beziehen sich mehr auf kollektive Ziele wie soziale Gerechtigkeit oder ökologisches Handeln. Im individuellen Bereich wird dem Menschen suggeriert, er könne handeln wie er wolle. Das ist eine falsche Lehre und widerspricht dem Evangelium. Der Mensch ist aufgerufen, das Gute zu tun und das Böse zu meiden. Es gibt die Sünde und die Sünde trennt uns von Gott. Die heutige Theologie führt durch die Vermeidung des Begriffs Sünde nicht nur dazu, dass wir keinen Massstab mehr für Gut und Böse haben, sondern auch dazu, dass wir die Tiefe des Göttlichen Erbarmens nicht erkennen können. Wer braucht schon Barmherzigkeit, wenn er nicht an die Göttliche Gerechtigkeit glaubt? Wie schaffen wir es, den Kreuzestod Jesu zu verstehen, wenn wir nicht in unsere eigene tiefe Anfälligkeit für die Sünde blicken können? Auf all diese Fragen hat diese Art der Theologie, wie sie heute leider in vielen Schweizer Pfarreien gepredigt wird, keine Antwort. Deshalb hat sie auch keine Antwort auf die Probleme der heutigen Gesellschaft. Auch wenn man dem Menschen immer wieder sagt, er dürfe alles machen, so hat jeder Mensch ein Gewissen, das ihm doch gut zu erkennen gibt, welche Taten sündhaft sind. Die vielen psychologischen Probleme, welche heute in der Schweiz viele Menschen belasten, zeugen davon. Der Mensch ist sich bewusst, dass er fehlerhaft ist. Gottes Barmherzigkeit ist aber grösser als all unsere Fehler. Nutzen wir dieses grosse Fest, um uns dieser Quelle des Heils zu nähern. Glauben wir an die Göttliche Barmherzigkeit, die grösser als unsere Sünden ist.

Theologiestunde vom 19.04.2022

Viele Menschen Glauben am Aberglaube. Wie ist es überhaupt mit dem Christentum vereinbar? Was sagt die Psychologie und KKK dazu? Das alles können Sie in dieser Folge hören.

ZOOM vom 18.04.2022

Ein Priester und Arzt erklärt, an was Jesus Christus gestorben sein könnte. Er nimmt dazu die Bibel sowie die Medizin zur Hand.

Quelle: catholic herald

Pax Vobis: Uskrs 2022

Sve o uskrsu. Citaju Drazenka Pavlic i Vera Novakovic. Uskrsni govor od apostolski nuncijus iz Berlin, nadbiskup Msgr. Dr. Nikola Eterovic. Na kraju cita Davor Novakovic iz KKK.

OSTERN 2022

Zu Beginn hören Sie, Luka, Ivan und meine Wenigkeit Davor Novakovic, wo wir aus der Bibel vorlesen. Danach kommt die Kinder- und Jugendsendung. Nach einer Musikpause liest uns Don Nerio Medici aus der Bibel vor (Latein-Deutsch). Die Osterbotschaft sagt uns der apostolischer Nuntius aus Berlin, Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic.

VOM GANZEN NOVARADIO.CH TEAM WÜNSCHEN WIR FROHE OSTERN

Karsamstag vom 16.04.2022

Alles wichtigste zum Karsamstag

Karfreitag vom 15.04.2022

Wir, Luka, Ivan und meine Wenigkeit Davor Novakovic, lesen die Passion nach Markusevangelium. Danach hören Sie den Kreuzweg.

Karwoche: Triduum Sacrum

Als Triduum Sacrum (lat. „heiliger Zeitraum von drei Tagen“ bezeichnet man in der christlichen Liturgie heute den Zeitraum von der abendlichen heiligen Messe des Gründonnerstags – der Feier des Letzten Abendmahls – bis zur Vesper des Ostersonntags. Das ganze Triduum mit dem Karfreitag, dem Tag des Leidens und Sterbens des Herrn, dem Karsamstag als Tag der Grabesruhe des Herrn und dem Ostersonntag als Tag der Auferstehung des Herrn gilt als ein einziges Hochfest und bildet den „Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres“. Es führt in den liturgischen Büchern den Titel Sacrum Triduum Paschale Passionis et Resurrectionis Domini „Die heiligen drei österlichen Tage vom Leiden und von der Auferstehung des Herrn“.

Mit der Karwoche von Palmsonntag bis zum Nachmittag des Gründonnerstags bildet das Triduum Sanctum die „Heilige Woche“ (in der alten Kirche auch „Große Woche“, μεγἀλη ἑβδομάς megálē hebdomás, genannt).

Geschichte

Die frühchristliche Osterfeier bestand in einem einzigen nächtlichen Gottesdienst in der Nacht zum Ostersonntag, der Paschanacht. Er war liturgisch als Vigilfeier (Nachtwache) ausgestaltet – die „Mutter aller Vigilien“ (mater omnium vigiliarum, Augustinus) -, beinhaltete die Matutin („Trauerphase“) und endete mit der morgendlichen Messfeier (anfangs ein freudiges Gedächtnis- und Agapemahl, als „Freudenphase“) und den Laudes. Die Osternacht hatte bereits einen ausgedehnten Wortgottesdienst mit mehreren Lesungen, bei dem die biblischen Passions-und Auferstehungserzählungen als zentrale Perikope vorgetragen wurde, ferner eine Lichtfeier und die Tauffeier, die in den folgenden Jahrhunderten noch an Bedeutung zunahm. Der Paschafeier ging ein mehrtägiges Fasten voraus, der Freitag und Samstag vor Ostern waren durch ein Ganzfasten gekennzeichnet, hatten aber noch keine besonders akzentuierte Liturgie.

Seit etwa dem Ende des 4. Jahrhunderts entfaltete sich diese Osternachtfeier, und die Kirche beging jetzt den Freitag, Samstag und Sonntag als Gedenken an das Leiden, die Grabesruhe und die Auferstehung Christi. Ambrosius sprach um 386 vom triduum als den Tagen, an denen Christus litt, vom Leiden ausruhte und auferstand, Augustinus um 400 vom triduum crucifixi, sepulti, suscitati (den „drei Tagen des Gekreuzigten, Begrabenen, Auferweckten“). Augustinus kennt bereits einen Gedenkgottesdienst an den Tod Jesu am Freitag vor Ostern und einen zweiten Ostergottesdienst am Ostersonntag. Der Begriff „Pascha“ (Ostern) war jedoch der Osternacht und dem Ostersonntag vorbehalten. In derselben Zeit bildeten sich auch liturgisch in einem „Historisierungs- und Dramatisierungsprozess“ die „Heilige Woche“ oder „Karwoche“ und die nachfolgende Osteroktav heraus. Die einzelnen Tage wurden in der Tendenz liturgisch voneinander isoliert; bis ins – dem Konkreten zugeneigte – Mittelalter wurden die Einzeltage weiter ausgestaltet, und die Verbindung von Tod und Auferstehung (das „Pascha-Mysterium“) geriet liturgisch aus dem Blick.

Seit dem 6. Jahrhundert war in der Liturgie eine Verkürzung und Vorverlegung der Osternacht zu beobachten: Sie endete gegen Mitternacht, später fand sie am Samstagnachmittag und seit dem 15. Jahrhundert am Vormittag des Karsamstags statt. Papst Pius V. verbot 1570 die Messfeier nach der Mittagsstunde. Mit der Ausbreitung des Christentums nach Nordeuropa und dem dort üblichen Arbeitsrhythmus ging eine Verkürzung der Arbeitsruhe während der Osteroktav einher: An Osterdonnerstag war die Landarbeit wieder erlaubt. Im Hochmittelalter ist jetzt neben dem traditionellen Pascha-Triduum von Freitag bis Sonntag ein Ostertriduum von Montag bis Mittwoch nach Ostern zu beobachten. Durch Edikt von Papst Urban VIII. um 1642 sind nur noch Sonntag, Montag und Dienstag arbeitsfrei, es entwickelte sich ein „Auferstehungs-Triduum“ (Ostersonntag – Montag – Dienstag) neben einem „Leidenstriduum“ (Hoher Donnerstag – Karfreitag – Karsamstag). Seit 1970 wird die Zeit von Donnerstagabend bis einschließlich des Ostersonntags als Triduum Sanctum angesehen.

Die heutige Form, in der das Triduum gefeiert wird, geht auf die Reform der Karwochenliturgie durch Papst Pius XII. zurück, der nach liturgiewissenschaftlichen Forschungen und den Bestrebungen der Liturgischen Bewegung zunächst 1951 die Liturgie der Osternacht ad experimentum reformierte und dann durch den Erlass der Ritenkongregation Maxima redemptionis nostrae mysteria vom 16. November 1955 die ganze Liturgie der Heiligen Woche in einem Ordo hebdomadae sanctae restitutus („Erneuerte Ordnung der Heiligen Woche“) mit Wirkung zu Ostern 1956 erneuerte. Wesentlich dabei war, dass die Hauptgottesdienste jetzt wieder zur hora competens („angemessenen Uhrzeit“) stattzufinden hatten, also abends und nachts (Gründonnerstag und Osternacht) bzw. zur Sterbestunde Jesu (Karfreitag).

Quelle: Kathpedia

Karwoche vom 14.04.2022

Luka und Ivan erklären, in ihrer jeweiligen Sendungen, über den Gründonnerstag. Von meiner Seite erkläre ich noch etwas genauer den Gründonnerstag.

Theologiestunde vom 13.04.2022

Ich erkläre Ihnen die Bedeutung von Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostern und Ostermontag.

Quelle: mdr.de

Mittwochskolumne

Kein Ostern ohne Karfreitag

Heute am Mittwoch freuen wir uns auf das bevorstehende Osterfest. Aber vor Sonntag kommt der Freitag, vor Ostern Karfreitag. Die Freude der Auferstehung ist unmöglich, ohne dass Jesus vorher den Kreuzestod für uns erlitten hätte. Die Frage, ob wir uns als wahre Christen bezeichnen können, entscheidet sich nicht daran, wie wir Ostern feiern, sondern wie wir durch die Karfreitage unseres Lebens gehen. Jeder von uns erlebt Leid in seinem Leben, da dies eine Grundkonstante jeder menschlichen Existenz ist. Enttäuschungen, Krankheiten, der Verlust lieber Menschen – all dies gehört zum Leben. Es ist falsch zu glauben, Gott wäre eine Wundermaschine, die durch Gebet dazu bewogen werden kann, uns alles Leid von unseren schwachen Schultern zu nehmen. Gott möchte uns zu wahren Menschen machen, die seine Liebe in aller Tiefe spüren können. Hierzu gehört, dass wir an seinem Erlösungswerk Anteil haben. Gott wird uns nicht das Leid ersparen, uns aber in jeder Situation stärken. Vor 12 Jahren starb meine Mutter, die heute Geburtstag hätte. Für mich war die Vorstellung, meine Mutter zu verlieren, so schlimm, dass ich mir nicht vorstellen konnte, ihren Tod zu ertragen. Ihr Tod war eine meiner schlimmsten Ängste. Innerhalb von drei Monaten verstarb dann meine Mutter an Krebs. Gerade in dieser Zeit zeigte Gott mir, dass seine Liebe auch die schlimmsten Ängste übersteigt und einen Frieden schenkt, den die Welt nicht kennt. Mein damaliger Karfreitag führte mich zu Ostern, da ich reifer wurde und innerlich stärker. Im Wissen, dass meine Mutter nun bei Gott ist, konnte ich mein Leben weiterführen, ohne dass mich Hass und Verzweiflung zerstörten. So viele Menschen zerbrechen an ihren Karfreitagen im Leben, da sie diese Hoffnung auf Gott nicht haben. Sie sehen nicht, dass Ostern kommt und Gott für jeden Menschen ein frohes Ende möchte. Gott liebt jeden Menschen, auch den grössten Sünder. Dies sei auch all denjenigen Katholiken gesagt, die den jetzigen Krieg und die Corona-Krise zum Anlass nehmen, das baldige Ende der Erde zu prophezeien. Da Gottes Liebe und Barmherzigkeit ohne Grenzen ist, können wir Menschen nicht wissen, wann das Ende bevorsteht. Jesus sagt dies auch eindrücklich im Evangelium. Daher sind solche endzeitlichen Prophezeiungen und Aussagen überflüssig. Anstatt das Ende zu sehen, sollten wir alle durch Jesus Christus einen Neuanfang wagen. Der jetzige Karfreitag mit Corona und Krieg kann durch Gebet und Umkehr zu einem grossen Ostern führen. Die jetzige Krise der Kirche, die sich in wenigen Berufungen und Glaubensschwund zeigt, kann zu einem grossen österlichen Frühling werden. Glauben wir daran. Jeder Karfreitag ist für ein grosses Osterfest bestimmt! Frohe Ostern Ihnen allen.

Theologiestunde vom 12.04.2022

Man hat schon viele Male gehört, dass unser Herr in der Seite mit einer Lanze durchbohrt wurde. Nur wer war dieser römische Soldat? Wir informieren Sie über Longinus! Wer er war und wie seine Augen wieder geheilt wurden.

Quelle: Wikipedia, Heiligenlexikon

Theologiestunde vom 11.04.2022

Am 15. Mai 2022 wird die Schweizer Bevölkerung über das Gesetz für die Bioethik abstimmen. Die Kommission für Bioethik der Schweizerischen Bischofskonferenz empfiehlt die Parole mit Nein zustimmen. Weshalb, können Sie in dieser Sendung hören.

Palmsonntag 2022

Zuerst hören Sie das Tagesevangelium zum Palmsonntag. Danach kommt die Kinder- und Jugendsendung zum Thema Karwoche und Palmsonntag. Nach einer Musikpause geht Frau Eva Hoffman etwas ins Detail zum Palmsonntag. Zum Schluss hören Sie eine Zusammenfassung.

Nachrichtensendung vom 08.04.2022

Spaltungszeichen in Bosnien – Herzegowina
US Bischof und Priester kritisieren Kardinal Marx
Grösserer Bericht mit Umgang von abgetriebenen Babys

NEWS: Programmhinweis

Spaltungszeichen in Bosnien – Herzegowina
US Bischof und Priester kritisieren Kardinal Marx
Grösserer Bericht mit Umgang von abgetriebenen Babys

HEUTE UM 18.20h – UNTER LIVESTREAM – AUF UNSERER WEBSEITE ZU HÖREN!

NEWS vom 07.04.2022

Mit grosser Freude darf ich Ihnen, liebe Leser und Leserinnen sowie Zuhörer und Zuhörerinnen, unseren neuen Experten (der Theologie) und Mitarbeiter vorstellen.
Es ist Herr Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Kurze Biografie:
Peter von Steinitz wurde am 8. Februar 1940 in Lima, Peru, geboren. Seine Jugend verbrachte er in Gelsenkirchen. Nach seinem Abitur 1958 studierte er Jura in Köln und machte 1968 seinen Diplom-Ingenieur in Architektur in Braunschweig. 1984 promovierte er in Theologie in Rom und erhielt am 31. Mai des selben Jahres seine Priesterweihe durch den hl. Johannes-Paul II.. Im Anschluss daran wirkte er ab 1987 für 20 Jahre als Pfarrer von St. Pantaleon in Köln. Seit 2007 ist er Seelsorger der Personalprälatur Opus Dei in Münster.

ZOOM vom 06.04.2022

Papst Franziskus will Kiew besuchen, aber Moskau hat was dagegen.

Quelle: die Tagespost

Mittwochskolumne vom 06.04.2022

Palmsonntag

Bern (novaradio.ch): An diesem Sonntag feiern wir wieder Palmsonntag. Die Menschenmassen rufen Jesus zu. Nur einige Tage später fordern sie seine Kreuzigung. Dieser Stimmungswechsel ist auch für unsere heutige Zeit und jeden einzelnen Christen sehr aktuell. Wie oft sind wir voller Enthusiasmus, wenn es um Christus und seine Kirche geht. Kommt dann die Bedrängnis, sei es von aussen oder von innen, kippt die Stimmung schnell. Eine authentische Kirche lässt sich jedoch nicht aufbauen, wenn ihre Mitglieder nur Schönwetter-Katholiken sind. Gerade heute, wo so viele Skandale die Kirche erschüttern, braucht es Christen, die voll und ganz zu Christus stehen und sich nicht entmutigen lassen. Ansonsten sind wir gleich wie die Menschen in Jerusalem, die an Palmsonntag Jesus zujubeln, am Karfreitag dann aber seinen Tod fordern. Zu Christus stehen bedeutet, dass wir auch dann seinen Willen befolgen, wenn alles aussichtslos erscheint. Viele Christen heutzutage glauben, dass es sich nicht mehr lohnt, für die Kirche einzustehen. Sie sehen in allem keinen Sinn mehr. Dies ist eine sehr kurzfristige Denkweise. Wir können nicht in die Herzen der Menschen schauen und wir wissen nicht, wie viele Menschen nur auf ein gutes Wort von uns warten, damit sich ihr Herz für das Evangelium öffnet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man oft bei den Menschen, bei denen man es am wenigsten erwartet, auf fruchtbarsten Boden stösst, wenn man über den Glauben redet. Zudem sind Menschen, die nie mit dem Christentum in Berührung kamen, sehr beeindruckt, wenn man im Alltag christlich handelt. Gerade jetzt wäre es ein sehr starkes Zeichen der Christen, wenn sie unbeeindruckt durch alle negativen Schlagzeilen das Christentum im Alltag leben. Die Früchte dieses Handeln werden wir nicht sofort erblicken, aber sie werden entstehen, ganz sicher.

Wir sind das Salz der Erde, das Licht der Welt. Wir müssen uns nicht schämen, uns zu Christus zu bekennen – gerade jetzt!

Handicap vom 04.04.2022

Die UNO hat der Schweiz ein schlechtes Zeugnis erstellt

Fastenzeit vom 04.04.2022

Alles zum Thema Kreuzverhüllung

Fastenzeit vom 03.04.2022

Gott meint es gut mit uns! So beginnt die Betrachtung zum 5. Fastensonntag, von Msgr. Dr. Peter von Steinitz, nach dem Tagesevangelium.

Nachrichtensendung vom 01.04.2022

Kardinal Marx stellt Katechismus in Frage
Christliche EU-Abgeordnete wurde – nach ihrer Bibel-Tweet – vom Gericht freigesprochen
Unerfüllter erster Samstag von Fatima-Gebot

Klartext: Moral und Weihe

Bild: novaradio.ch

Die Moral wird in diesen Wochen sehr strapaziert. Sei es, von der Seite der Ukraine, EU oder von USA, oft auch Missbraucht, sowie bei der Abtreibung. Nach einer Musikpause kommen wir zum Thema Weihe Russland und Ukraine.

Mittwochskolumne vom 30.03.2022

Kirche im Umbruch

Gestern wurden wieder die Zahlen zu den Kirchenaustritten der katholischen und der reformierten Landeskirche veröffentlicht. Wieder stiegen die Zahlen der Kirchenaustritte bei beiden Landeskirchen auch in absoluten Grössen an. Wer gedacht hat, dass die absoluten Austrittszahlen sich senken werden und vielleicht nur die relativen Austrittszahlen stabil bleiben, hat sich massiv getäuscht. Noch mehr täuschten sich die Menschen, die glaubten, dass durch die Corona-Krise den Menschen wieder die Wichtigkeit der Kirche bewusst wird und dadurch eine Kehrtwende bei den Austritten erreicht wird. Ich möchte hier kurz analysieren, weshalb die beiden Annahmen so falsch waren.

Es ist ein offenkundiger Fakt, dass nur ein Bruchteil der Kirchgemeindemitglieder auch aktive Gläubige sind. Jahrelang sind diese Menschen weiterhin Mitglied der Landeskirchen geblieben, weil es zum guten Ton gehörte, einer Landeskirche anzugehören. Umso mehr Menschen austreten, desto geringer wird die Hemmschwelle, selbst den Austritt zu prüfen und ihn sogar durchzuziehen. Jeder Austritt eines Mitglieds vergrössert daher die Wahrscheinlichkeit bei anderen Mitgliedern, dass sie den Austritt prüfen und ihn auch früher oder später vollziehen. Die absoluten Zahlen der Austritte werden daher in der Zukunft bestimmt steigen und die relativen Zahlen sogar explodieren. Sind wir nun bei 2.5% Austritten bei beiden Landeskirchen angekommen, werden diese in der nahen Zukunft vielleicht sogar zweistellige Ausmasse annehmen. Die Planungssicherheit für die Finanzverantwortlichen der Kirchgemeinden wird gegen Null gehen.

Die weitere Fehlannahme, die immer wieder gehört wird, ist diejenige, dass eine Krise die Menschen wieder an die Kirche binden wird. Nun sind es in der Schweiz de facto schon zwei Generationen, die fast keinen Bezug zur Kirche haben. Weshalb sollten Menschen, die nie eine Beziehung zu Gott und zur Kirche pflegten, diese gerade in einer Krise suchen? Eher werden solche Menschen das versuchen zu bewahren, was ihnen bisher als wichtig erschien, nämlich die materielle Sicherheit. Daher wird das finanzielle Argument, aus der Kirche auszutreten, in einer Krise noch wichtiger. Es ist daher umgekehrt eher so, dass Menschen vermehrt austreten werden in Krisenzeiten.

Wenn wir die Zahlen ganz nüchtern betrachten, dann ist klar, dass die Zeiten der Kirche als Steuergemeinschaft bald der Vergangenheit angehören. Ich persönlich bin ein Befürworter des dualen Systems, aber sehe trotzdem ein, dass es keine Rettung mehr für ein System gibt, dem die Mitglieder in Scharen davonlaufen. Die Kirche in der Schweiz wird wieder auf eine kleine Gemeinschaft der Glaubenden zusammenschrumpfen, in der jeder seinen Teil dazu beitragen muss, dass die Kirche gedeiht. Dies nicht nur mit Geld. Einfach wird es nicht und diejenigen, die glauben, dass sich durch eine Abschaffung der Steuern alle Probleme auf einmal lösen werden, täuschen sich. Es wird viel Weisheit und Geduld brauchen, aus den Trümmern dessen, was übrig gelassen wird, eine neue und authentische Kirche aufzubauen. Trotzdem müssen wir es anpacken.

Schule der Theologie vom 29.03.2022

Bild: Novaradio.ch

In der zweiten Stunde der Sendung „Schule der Theologie“ geht es, um die Moral und das Sittengesetz.

Tagesevangelium und Betrachtung vom 28.03.2022

Kreuz aus der Kirche des Hl. Jerolim in Pucisca Insel Brac (Kroatien)

Geh dein Sohn lebt (Joh 4, 43-54)! Zur Betrachtung: Das persönliche Gebet.

PAX VOBIS 27.03.2022

Bild: novaradio.ch

U ovoj episodu od Pax Vobis tematiziramo veliki tjedan.

Fastenzeit vom 27.03.2022

Zu beginn hören Sie das Tagesevangelium, danach den Impuls. Msgr. Peter von Steinitz hat uns seine Predigt vom 2013 zur Verfügung gestellt. Danach welche Bedeutung hat Leatare bzw. Rosensonntag?

Nachrichtensendung vom 25.03.2022

Alles wichtige zur Weihe an das unbefleckte Herz Mariens.

25. März 1984

Die Muttergottes an Don Gobbi

Hochfest der Verkündigung des Herrn ICH BITTE ALLE UM DIE WEIHE

»Blickt auf den unaussprechlichen Augenblick der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel, der von Gott gesandt wurde, mein ,Ja‘ einzuholen, um Gottes ewigen Erlösungsplan und das große Geheimnis der Fleischwerdung des Wortes in meinem jungfräulichen Schoß zu verwirklichen, und ihr werdet verstehen, warum ich euch bitte, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

Ja, ich selbst habe meinen Wunsch in Fatima geoffenbart, als ich 1917 erschienen bin. Mehrere Male habe ich meine Tochter Schwester Lucia, die sich noch auf Erden befindet, darum gebeten, diese Mission, die ich ihr anvertraut habe, zu erfüllen. In diesen Jahren habe ich eindringlich durch die Botschaft, die ich meiner Priesterbewegung anvertraut habe, darum gebeten. Heute bitte ich neuerlich alle um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz.

Ich erbitte sie vor allem von Papst Johannes Paul IL, dem ersten vielgeliebten Sohn, der sie aus Anlaß dieses Festes in feierlicher Weise vollzieht, nachdem er an die Bischöfe der Welt geschrieben hat, sie in Einheit mit ihm zu vollziehen.

Leider ist nicht von allen Bischöfen die Einladung angenommen worden. Besondere Umstände haben es ihnen noch nicht gestattet, mir Rußland ausdrücklich zu weihen, wie ich es schon mehrmals erbeten habe. Wie ich euch schon gesagt habe, wird diese Weihe an mich gemacht werden, wenn blutige Ereignisse bereits auf dem Weg der Verwirklichung sein werden.

Ich segne diesen mutigen Akt ,meines‘ Papstes, der die Welt und alle Nationen meinem Unbefleckten Herzen anvertrauen wollte; ich nehme diesen Akt mit Liebe und Dankbarkeit entgegen und verspreche dafür einzugreifen, um die Stunden der Reinigung um vieles abzukürzen und um die Prüfung weniger schwer zu machen.

Aber ich bitte auch alle Bischöfe, alle Priester, alle Ordensleute und alle Gläubigen um diese Weihe. Das ist die Stunde, da sich die ganze Kirche im sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens sammeln muß!

Warum bitte ich euch um die Weihe?

Wenn eine Sache geweiht wird, wird sie jedem anderen Gebrauch entzogen, um nur zu einem heiligen Zweck gebraucht zu werden. So geschieht es mit einem Gegenstand wenn er für den göttlichen Kult – für die göttliche Verehrung – bestimmt ist.

Aber es kann sich auch um eine Person handeln, wenn diese von Gott berufen wird, ihm eine vollkommene Verehrung darzubringen. Versteht darum, daß der wahre Akt eurer Weihe jener der Taufe ist.

Mit diesem von Jesus eingesetzten Sakrament bekommt ihr die Gnade, in eine Lebensordnung eingefügt zu werden, die höher als eure ist – das heißt, in die übernatürliche Ordnung. Ihr erhaltet Anteil an der göttlichen Natur, tretet in eine Gemeinschaft der Liebe mit Gott ein, und eure Handlungen haben daher einen neuen Wert, der den eurer Natur übersteigt, denn sie haben einen wirklich göttlichen Wert.

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Nach der Taufe seid ihr nun zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit bestimmt und geweiht, in der Liebe des Vaters, in der Nachfolge des Sohnes und in der vollkommenen Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist zu leben.

Der Umstand, der den Akt der Weihe charakterisiert, ist ihre Totalität: Wenn ihr geweiht seid, dann seid ihr es alle und für immer.

Wenn ich euch um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz bitte, so geschieht dies, um euch verständlich zu machen, daß ihr euch mir vollkommen anvertrauen müßt, total und für immer, damit ich entsprechend dem Willen Gottes über euch verfügen kann.

Ihr müßt euch mir vollständig anvertrauen und mir alles schenken; ihr dürft mir nicht nur etwas geben und etwas anderes noch für euch behalten; ihr müßt alle wirklich mein und nur ganz mein sein.

Und dann dürft ihr euch mir nicht einen Tag anvertrauen und einen anderen Tag wieder nicht anvertrauen, oder nur eine Zeitspanne lang, die ihr bestimmt, sondern ihr müßt euch mir für immer anvertrauen. Gerade um diesen wichtigen Aspekt der vollkommenen und andauernden Zugehörigkeit zu mir, eurer himmlischen Mutter, zu unterstreichen, bitte ich euch um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz.

Wie soll die Weihe von euch gelebt werden?

Wenn ihr das unaussprechliche Geheimnis betrachtet, an das die Kirche heute erinnert, werdet ihr verstehen, wie die Weihe gelebt werden soll, um die ich euch gebeten habe.

Das Wort des Vaters hat sich mir aus Liebe vollkommen anvertraut. Nach meinem ,Ja‘ ist es in meinen jungfräulichen Schoß herabgestiegen.

Es hat sich mir in seiner Gottheit anvertraut. Das ewige Wort, die zweite Person der Heiligsten Dreieinigkeit, hat sich nach der Fleischwerdung in der winzigen Wohnung, die der Heilige Geist wunderbar in meinem jungfräulichen Schoß bereitet hatte, verborgen und klein gemacht.

Es hat sich mir in seiner Menschheit in so tiefer Weise anvertraut, wie sich jedes Kind seiner Mutter anvertraut, von der es alles erwartet: Blut, Fleisch, Atem, Nahrung und Liebe, um täglich in ihrem Schoß und dann – nach der Geburt jedes Jahr immer an der Seite der Mutter zu wachsen.

Darum bin ich – ebenso wie ich die Mutter der Fleischwerdung bin – auch die Mutter der Erlösung. Die Erlösung hat ja schon bei der Verkündigung ihren wunderbaren Anfang.

Seht, wie ich deshalb zuinnerst meinem Sohn Jesus verbunden bin; zusammen mit ihm wirke ich an seinem Heilswerk mit: während seiner Kindheit, seiner Jugend und der dreißig Jahre seines verborgenen Lebens in Nazaret, während seines öffentlichen Wirkens, während seines schmerzvollen Leidens bis unter das Kreuz, wo ich mit ihm opfere und leide und seine letzten Worte der Liebe und des Schmerzes aufnehme, mit denen er mich der ganzen Menschheit als wahre Mutter schenkt.

Vielgeliebte Söhne, ihr seid aufgerufen, Jesus in allem nachzuahmen, denn ihr seid seine Diener. Ahmt ihn auch in diesem seinen vollkommenen Sich-Anvertrauen an die himmlische Mutter nach.

Darum bitte ich euch alle, euch durch eure Weihe mir darzubringen.

Ich werde für euch eine aufmerksame und bemühte Mutter sein können, um zu bewirken, daß ihr im Plan Gottes wachst und daß ihr in eurem Leben das große Geschenk des Priestertums, zu dem ihr berufen worden seid, verwirklicht. Ich werde euch jeden Tag zu einer immer besseren Nachfolge Jesu, der euer einziges Vorbild und eure größte Liebe sein muß, bringen. Ihr werdet seine wahren Werkzeuge sein, treue Mitarbeiter seiner Erlösung.

Heute ist dies notwendig für die Rettung der ganzen Menschheit, die so krank und von Gott und seiner Kirche so fern ist.

Der Herr kann sie durch ein außerordentliches Eingreifen seiner barmherzigen Liebe erretten. Und ihr, Priester Christi und meine vielgeliebten Söhne, seid berufen, die Werkzeuge des Triumphes der barmherzigen Liebe Jesu zu sein.

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Dies ist heute unabdingbar für meine Kirche, die von den Wunden der Untreue und der Abtrünnigkeit geheilt werden muß, um zu ihrer erneuten Heiligkeit und zu ihrem Glanz zurückzukehren.

Eure himmlische Mutter will sie durch euch, meine Priester, heilen. Ich werde dies bald tun, wenn ihr mich in euch wirken lassen werdet, wenn ihr euch mit Gefügigkeit und mit Einfachheit meinem barmherzigen, mütterlichen Wirken anvertraut.

Deshalb bitte ich heute alle mit betrübtem Flehen weiterhin,‘ euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.«

PROGRAMMHINWEIS

HEUTE UM 16h KÖNNEN SIE AUF UNSERER WEBSEITE (UNTER LIVESTREAM) EINE SPEZIELLE AUSGABE DER NACHRICHTENSENDUNG HÖREN.

ZOOM-Spezialsendung zur Weihe an das unbefleckte Herz Mariens

ALLES ZUM THEMA WEIHE AN DAS UNBEFLECKTE HERZ MARIENS

AKT DER WEIHE AN DAS UNBEFLECKTE HERZ MARIENS

O Maria, Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, wir kommen zu dir in dieser Stunde der Bedrängnis. Du bist Mutter, du liebst uns und du kennst uns. Dir ist nicht verborgen, was uns im Herzen bewegt. Mutter der Barmherzigkeit, wie oft haben wir deine zärtliche Fürsorge erfahren, deine friedenbringende Gegenwart, denn du geleitest uns immer zu Jesus, dem Fürsten des Friedens.

Wir aber sind vom Weg des Friedens abgekommen. Wir haben die Lehren aus den Tragödien des letzten Jahrhunderts und das Opfer der Millionen in den Weltkriegen Gefallenen vergessen. Wir haben die Verpflichtungen, die wir als Gemeinschaft der Nationen eingegangen sind, nicht erfüllt, und wir verraten die Träume der Völker vom Frieden und die Hoffnungen der jungen Menschen. Wir sind an Gier erkrankt, wir haben uns in nationalistischen Interessen verschlossen, wir haben zugelassen, dass Gleichgültigkeit und Egoismus uns lähmen. Wir haben Gott nicht beachtet, wir haben es vorgezogen, mit unseren Lügen zu leben, Aggressionen zu nähren, Leben zu unterdrücken und Waffen zu horten. Dabei haben wir vergessen, dass wir die Hüter unserer Nächsten und unseres gemeinsamen Hauses sind. Mit Kriegen haben wir den Garten der Erde verwüstet, mit unseren Sünden haben wir das Herz unseres Vaters verletzt, der will, dass wir Brüder und Schwestern sind. Wir sind allen und allem gegenüber gleichgültig geworden, außer uns selbst. Und schamerfüllt sagen wir: Vergib uns, Herr!

Im Elend der Sünde, in unserer Erschöpfung und Hinfälligkeit, in der geheimnisvollen Ungerechtigkeit des Bösen und des Krieges erinnerst du, heilige Mutter, uns daran, dass Gott uns nicht verlässt, sondern stets mit Liebe auf uns schaut, mit dem Wunsch, uns zu vergeben und uns aufzurichten. Er selbst hat dich uns geschenkt und der Kirche und der ganzen Menschheit in deinem Unbefleckten Herzen eine Zuflucht geschaffen. Aufgrund der Liebe Gottes bist du bei uns und auch durch die schwierigsten Momente der Geschichte geleitest du uns voll Zärtlichkeit.

So kommen wir zu dir und klopfen an die Tür deines Herzens, wir, deine geliebten Kinder, die du zu allen Zeiten unermüdlich aufsuchst und zur Umkehr einlädst. Komm in dieser dunklen Stunde zu uns, um uns beizustehen und uns zu trösten. Sag uns immer wieder neu: „Bin ich denn nicht da, ich, die ich deine Mutter bin?“ Du kannst die Verstrickungen unseres Herzens und die Knoten unserer Zeit lösen. Wir setzen unser Vertrauen in dich. Wir sind gewiss, dass du, besonders in Zeiten der Prüfung, unser Flehen nicht verschmähst und uns zu Hilfe kommst.

So hast du dich auch in Kana in Galiläa verhalten, als du erwirkt hast, dass Jesus eingriff, noch ehe seine Stunde gekommen war. So hast du der Welt sein erstes Zeichen vermittelt. Als sich die Festesfreude in Trübsal verwandelt hatte, sagtest du zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3). Verwende dich erneut für uns, o Mutter, denn heute ist uns der Wein der Hoffnung ausgegangen, die Freude ist geschwunden, die Geschwisterlichkeit verwässert. Wir haben die Menschlichkeit verloren, wir haben den Frieden verspielt. Wir sind zu aller Gewalt und Zerstörung fähig geworden. Wir bedürfen dringend deines mütterlichen Eingreifens.

Nimm an, o Mutter, unser Gebet.

Du Stern des Meeres, lass uns im Sturm des Krieges nicht untergehen.

Du Arche des Neuen Bundes, zeige uns Möglichkeiten und Wege der Versöhnung.

Führe, „du Irdische im Himmel“, die Welt wieder zu göttlicher Eintracht.

Beende den Hass, besänftige die Rachsucht, lehre uns Vergebung.

Befreie uns von Krieg, bewahre die Welt angesichts der nuklearen Bedrohung.

Du Königin vom Rosenkranz, erwecke in uns wieder das Bedürfnis zu beten und zu lieben.

Du Königin der Menschheitsfamilie, zeige den Völkern den Weg der Geschwisterlichkeit.

Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den Frieden.

Deine Traurigkeit, o Mutter, erweiche unsere verhärteten Herzen. Die Tränen, die du für uns vergossen hast, mögen dieses Tal wieder aufblühen lassen, das unser Hass verdorren ließ. Lass uns, bei allem Lärm der Waffen, durch dein Gebet zum Frieden finden. Liebkose mit deinen mütterlichen Händen alle, die leiden und vor den Bomben fliehen. Lass alle, die ihr Zuhause und ihr Land verlassen müssen, in deiner mütterlichen Umarmung Trost finden. Dein betrübtes Herz erwecke in uns Mitgefühl und dränge uns, unsere Türen zu öffnen und uns der verwundeten und verstoßenen Menschen anzunehmen.

Heilige Mutter Gottes, als du unter dem Kreuz gestanden bist, sagte Jesus, als er den Jünger neben dir sah: „Siehe, dein Sohn“ (Joh 19,26). Damit hat er dir einen jeden von uns anvertraut. Dann sagte er zu dem Jünger, und somit zu einem jeden von uns: „Siehe, deine Mutter“ (V. 27). Mutter, wir wollen dich heute in unser Leben und in unsere Geschichte bereitwillig aufnehmen. Die erschöpfte und verstörte Menschheit steht in dieser Stunde mit dir unter dem Kreuz. Und sie verspürt die Notwendigkeit, sich dir anzuvertrauen und sich durch dich Christus zu weihen. Das ukrainische Volk und das russische Volk, die dich liebevoll verehren, kommen zu dir, und dein Herz schlägt für sie und für alle Völker, die unter Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit und Armut leiden.

Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, dir vertrauen wir uns an und feierlich weihen wir die Kirche und die ganze Menschheit, insbesondere Russland und die Ukraine, deinem Unbefleckten Herzen. Nimm diesen unseren Weiheakt an, den wir mit Vertrauen und Liebe vollziehen. Gib, dass der Krieg aufhört und schenke der Welt den Frieden. Durch dein von Herzen kommendes Ja trat der Fürst des Friedens ein in die Geschichte; wir vertrauen darauf, dass der Friede auch jetzt wieder über dein Herz zu uns kommt. Dir also weihen wir die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie, die Nöte und Erwartungen der Völker, die Ängste und Hoffnungen der Welt.

Die göttliche Barmherzigkeit ergieße sich durch dich über die Erde und der liebliche Herzschlag des Friedens bestimme wieder unsere Tage. Frau des Ja, auf die der Heilige Geist herabkam, lass uns miteinander wieder in die Harmonie Gottes finden. Stille den Durst unserer Herzen, du „strömender Quell der der Hoffnung“. Du hast das Menschsein in Jesus eingewoben, so mach auch uns zu Handwerkern der Gemeinschaft. Du bist auf unseren Wegen gewandelt, geleite uns auf den Pfaden des Friedens. Amen.

Lieber Bruder,

fast ein Monat ist nun vergangen seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine, der immer mehr Leid über die gepeinigte Bevölkerung bringt und auch den Weltfrieden bedroht. In dieser dunklen Stunde ist die Kirche dringend aufgerufen, beim Fürsten des Friedens Fürsprache einzulegen und denjenigen beizustehen, die die Folgen des Konflikts an ihrem eigenen Leib zu spüren bekommen. In diesem Sinne bin ich allen dankbar, die meinen Aufrufen zum Gebet, zum Fasten und zu Werken der Nächstenliebe großherzig nachgekommen sind.

Nun möchte ich, auch aufgrund zahlreicher Bitten aus dem Volk Gottes, der Gottesmutter in besonderer Weise die Nationen anvertrauen, die sich im Konflikt befinden. Wie ich gestern nach dem Angelus sagte, beabsichtige ich, am 25. März, dem Hochfest der Verkündigung des Herrn, in einem feierlichen Akt die Menschheit, insbesondere Russland und die Ukraine, dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen. Da es gut ist, sich darauf vorzubereiten und durch Gottes Vergebung innerlich erneuert um den Frieden zu bitten, wird dies im Rahmen einer Bußfeier geschehen, die um 17:00 Uhr Ortszeit im Petersdom stattfindet. Der Weiheakt ist für etwa 18:30 Uhr vorgesehen.

Dies soll ein Akt der Weltkirche sein, die in diesem dramatischen Augenblick durch die Mutter Jesu, die auch unsere Mutter ist, den Schmerzensschrei aller, die leiden und ein Ende der Gewalt herbeisehnen, vor Gott trägt. Zugleich vertraut sie die Zukunft der Menschheit der Königin des Friedens an. Ich lade Sie also ein, sich diesem Weiheakt anzuschließen und für Freitag, den 25. März, die Priester, die Ordensleute und die übrigen Gläubigen zum gemeinsamen Gebet in die Kirchen einzuladen, damit sich das heilige Volk Gottes einmütig und innig im Gebet an die Muttergottes wenden kann. Dazu sende ich Ihnen den Text des vorgesehenen Weihegebets, damit es an diesem Tag in brüderlicher Verbundenheit gebetet werden kann.

Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft und Ihr Mitwirken. Von Herzen segne ich Sie und die Ihrer Hirtensorge anvertrauten Gläubigen. Möge Jesus euch beschützen und die heilige Jungfrau über euch wachen. Betet für mich.

In brüderlicher Verbundenheit,

Sankt Johannes im Lateran, den 21. März 2022

FRANZISKUS

Quelle: Vatican News, kathpedia, br.de

NEWS

HEUTE UM 16h, SPEZIALSENDUNG ZUM THEMA WEIHE ZUM UNBEFLECKTEN HERZEN MARIEN

Fastenzeit vom 22.03.2022

In dieser Ausgabe geht es, um die Fastentücher und Passionskrippe.

Mittwochskolumne 23.03.2022

Verkündigung des Herrn – Weihen wir unsere Herzen Maria

Bern (novaradio.ch): Der Krieg in der Ukraine muss jeden Christen traurig machen. Traurig auch deshalb, weil es jahrelang nicht gelungen ist, diesen Krieg zu vermeiden. Ich habe es bereits vor ein paar Wochen geschrieben, dass ich es nicht verstehe, wie wenig Menschen sich an Friedensdemonstrationen beteiligen. Vor allem für Christen, unabhängig davon, welcher Konfession sie angehören, müsste es jetzt zentral sein, sich für den Frieden einzusetzen. Stattdessen wird in den Medien und leider auch im privaten Umfeld nur Hass gepredigt. Wenn der Papst am kommenden Freitag, am Fest Verkündigung des Herrn, die Ukraine und Russland dem Unbefleckten Herzen Mariens weiht, müssen wir alle ebenfalls unsere Herzen der Gottesmutter anvertrauen. Denn nicht nur in der Ukraine herrscht Krieg, sondern oft auch in unseren Herzen und in unserer Gesellschaft. Wir führen auch in unserem Land Krieg: Krieg gegen die Ungeborenen, gegen die Behinderten, gegen die Alten und Einsamen – schlussendlich gegen Gott. Wenn uns dies nicht endlich bewusst wird, steuern wir auf eine Katastrophe zu, die noch schlimmer ist als diejenige, welche die Menschen momentan in der Ukraine erleiden. Häuser und Städte kann man schnell wieder aufbauen, für zerstörte und entleerte Seelen braucht es mehr Zeit, diese wieder aufzubauen und mit Leben zu füllen.

Das Fest Verkündigung der Herrn macht uns darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, dem Willen Gottes zu vertrauen. Maria vertraute dem Wort Gottes und machte dadurch die Geburt des Heilands möglich. Maria vertraute jedoch nicht blind. Sie fragte kritisch nach, wie denn die Geburt eines Kindes möglich ist, wenn sie sich doch entschieden hat, jungfräulich zu bleiben. Das Gespräch Mariens mit dem Erzengel Gabriel lehrt uns, wie wahrer Glaube sein muss. Es ist kein naiver Glaube, sondern ein reifer und trotzdem von Vertrauen geleiteter Glauben an die Güte Gottes. Gott hat dem Menschen eine Vernunft gegeben, die dieser auch gebrauchen soll. Die Vernunft darf aber nicht die Existenz Gottes und seine Vollmacht infrage stellen, da sie sonst ihre Möglichkeiten übersteigt. Nutzen wir unsere Vernunft wie Maria zur Ehre Gottes und nicht um Gott zu leugnen, wie es heute in unserer Gesellschaft oft der Fall ist. Bitten wir Gott, dass er uns ein Herz schenkt, das wie Mariens Herz offen für die Liebe Gottes ist. Schaffen wir Frieden in unserem Herzen, so tragen wir dazu bei, dass sich der Frieden auf der ganzen Welt ausbreitet. rc

Fastenzeit vom 21.03.2022

Fastenzeit, wie man Jugendliche auf Verzicht in dieser Zeit vorbereiten kann, als Vorbild dient da der Hl. Joseph. Jugendpredigt vom Msgr. Peter von Steinitz.

ZOOM vom 20.03.2022

Neues Grundgesetz im Vatikan

Quelle: Vatican News

Fastenzeit vom 20.03.2022

FASTENZEIT: Tagesevangelium und Betrachtung von Priester Msgr. Peter von Steinitz

Nachrichtensendung vom 18.03.2022

novaradio.ch

ALLES RUND UM UKRAINE

Papst Franziskus und Patriarch Kyrill sprechen über Ukraine
1. Interview mit Frau Katharina Schindler, Presseverantwortliche von Rotes Kreuz Schweiz
2. Interview mit Herr Reto Kormann, stv. Presseverantwortlicher der Staatssekretariat für Migration
Vorbereitung zur Weihe des unbefleckten Herzens Marien am 25. März 2022, für Russland und Ukraine

ZOOM vom 16.03.2022

Viel wurde vom dritten Geheimnis von Fatima gesprochen und gehört. In dieser Sendung gebe ich Ihnen den Interpretationsschlüssel zum Weltgeschehen.

Quelle: Rorate ceali, novaradio.ch, CNA Deutsch, Roberto di Mattei

Kindersendung vom 16.03.2022

Ivan führte ein Interview mit Frau Andrea Burkhardt, Leiterin der Abteilung Klima von Bundesamt für Umwelt (BafU).

Bild: Andrea Burkhardt

Mittwochskolumne vom 16.03.2022

Der Heilige Joseph – Beschützer der Kirche

Bern (novaradio.ch): Am 19. März dürfen wir den Gedenktag des Heiligen Josephs feiern. Die Heilige Teresa von Avila sagte, dass sie sich nicht erinnere, den Heiligen Joseph um etwas gebeten zu haben, dass er ihr nicht gegeben hätte. Der Heilige Joseph ist der Patron der Kirche und unser grosser Beschützer. Wir müssen das Evangelium genau lesen, um zu erkennen, wie unglaublich gerecht der Heilige Joseph war und darüber hinaus unglaublich barmherzig. Dafür müssen wir uns wirklich in das Leben der Heiligen Familie reinversetzen und erkennen, wie revolutionär die Taten Josephs waren. Als er erkannte, dass Maria schwanger war, wollte er sie nicht blossstellen. Er hätte Maria beschuldigen können, die Verlobung gebrochen und mit einem anderen Mann ein Verhältnis zu haben. Maria wäre dadurch dem Hass und der Verachtung der Mitmenschen total ausgeliefert gewesen. Anstatt dies zu tun, hat Joseph das für uns Undenkbare getan: Er wollte seine Heimat, seinen Beruf und damit seine ganze Existenz verlassen, nur um Maria zu schützen und ihr Glück zu ermöglichen. Welcher Mann würde dies heute tun? Als dann der Engel des Herrn Joseph im Traum sagte, er solle Maria zu sich nehmen, tat er dies, da er dem Willen Gottes vertraute. Wieder die Frage: Welcher Mann würde dies heute tun? Joseph wusste, dass er durch die Annahme seiner Rolle als Ziehvater auf seine eigene Sexualität verzichten muss. Da er Gottes Heilsplan für wichtiger erachtete als seine eigenen Bedürfnisse, nahm er das Zölibat an, um Gott zu dienen. Joseph ist damit auch der Schutzherr aller Priester und aller keuschen Menschen. In allen Taten zeichnete sich der Heilige Joseph durch eine grosse Demut aus. Er selbst tritt zurück, damit Jesus in seiner Obhut wachsen kann. Um Jesus und damit das Reich Gottes auf Erden zu schützen, hört er immer auf Gott. Seine Flucht nach Ägypten mit der Heiligen Familie zeugt von diesem Hören auf Gottes Wort. Das fehlt heute in unserer Kirche. Es gibt sicherlich viele gute Menschen, die redlich die Kirche verbessern wollen. Aber bei einigen Vorschlägen, wie man die Kirche verändern soll, fehlt das Hören auf Gottes Wort und die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift. Vor allem fehlt auch die Demut, sich von Gott leiten zu lassen. Wir wissen wenig über den Heiligen Joseph. Vielleicht war er verwitwet und ein älterer Mann, vielleicht auch jünger. Unabhängig davon, wie seine Situation war, bevor er sich mit der Gottesmutter verlobte, hat er später seine eigene Existenz aufgegeben für Gott. Das Frühere schien ihm bedeutungslos gegenüber dem, was Gott ihm in der Gegenwart bietet. In der Nähe Gottes zu sein war ihm wichtiger als sein früheres Leben. Diese Haltung müssen wir alle einnehmen. Gott verlangt von uns Opfer nur deshalb, weil er uns frei machen möchte für seine Gnaden, die er uns schenken möchte. Wenn heute sich selbst als progressiv bezeichnende Theologen predigen, dass das Zölibat und andere tradierte Lehren keinen Sinn machen, dann liegen sie total falsch. Wie vor 2000 Jahren ist es auch heute so, dass der Mensch Demut üben und Verzicht leisten muss, um Gott Platz zu machen. Alles andere ist ein Irrweg. Wir haben die Würde des freien Willens und müssen diesen auch nutzen, um uns für das Richtige zu entscheiden.

Bitten wir den Heiligen Joseph, dass er uns auf unserem persönlichen Weg der Liebe und des damit verbundenen Kreuzes unterstützt und uns Gottes Willen immer klarer erkennen lässt. rc

BREAKING NEWS

Heute ab 16h können Sie zwei interessante Sendungen hören, zum Thema Klima – was Ivan gemacht hat – und danach eine speziell Ausgabe von Zoom, Interpretationsschlüssel über Fatima zum Weltgeschehen.

Opus Dei und Fastenzeit vom 14.03.2022

In der ersten Sendung geht es um die Busse und gegenwahrt Gottes. Nach einer Musikpause, hören Sie zum Thema Fastenzeit etwas.

Fastenzeitsendung vom 13.03.2022

Im Tagesevangelium, vom 13.03.22, geht es um die Verklärung des Herren. Sowieso hören Sie die Betrachtung dazu. In der Sendung „Theologiestunde“ hören Sie die letzten drei Teilen der Reihe „Benedikt von Nursia“.

Nachrichtensendung vom 11.03.2022

Leuchtende Engel über Kiew
Urteil im Prozess zum Fall Pater Hamel
Papst Franziskus schickt zwei Kardinäle nach Ukraine

NEWS: Auf den Spuren der Kirchenväter

Wir freuen uns, Ihnen die neuen Daten für die Vorträge
über die Kirchenväter bekannt zu geben!

Bild: Dreifaltigkeitskirche Bern


In unserer Basilica, oberhalb jeder Säule, befindet sich ein
Medaillon mit der Darstellung eines Heiligen. Es handelt
sich um Kirchenväter. An zwei Abenden laden Sie Carsten
Mumbauer und Christian Schaller ein, auf die Spur des
Heiligen Basil und des Heiligen Ambrosius zu gehen und
ihre Werke zu entdecken.
Daten: Jeweils am Donnerstag, 10. und 31. März 2022 um
19.00 im Saal des Pfarramtes an der Taubenstrasse 4. Alle
sind herzlich willkommen!

Quelle: Pfarrei Dreifaltigkeit Bern

NEWS vom 10.03.2022

Beten wir für den Frieden und zeigen wir Solidarität mit den ukrainischen Flüchtlingen

Die 335. ordentliche Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) fand vom 7.–9. März 2022 im Bildungshaus Centre Saint-François in Delsberg/JU statt. Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine sowie die diözesane und die gesamtschweizerische Phase der Bischofssynode 2023 bildeten die Schwerpunkte auf der Traktandenliste.

„Nein zum Krieg!“

Die Schweizer Bischöfe bekunden ihre tiefe Besorgnis in Bezug auf den derzeitigen Krieg in der Ukraine. Mit Entschlossenheit und voller Überzeugung wiederholen sie den Aufruf zum Frieden zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine, der in ihrer gemeinsamen Erklärung zum Ausdruck kam, welche Papst Franziskus und Seine Heiligkeit Kyrill, Patriarch von Moskau, am 12. Februar 2016 in Havanna unterzeichnet hatten: «Wir verurteilen die Kriegshandlungen in der Ukraine.» 

Die dramatische Situation in dem mitteleuropäischen Land war bei den Sitzungen und den Feierlichkeiten an den drei Versammlungstagen stets präsent. Eröffnet wurde die ordentliche Versammlung mit einer Gebetsstunde für den Frieden in der Ukraine und den anderen Regionen der Welt, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Den Abschluss bildeten drei Minuten stilles Gebet zum Glockengeläut.

Einsatz für den Frieden

Die Schweizer Bischöfe bekunden ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Kriegsopfern in der Ukraine und appellieren, dass diese Situation nicht dazu führen darf, das russische Volk pauschal zu verurteilen oder zu stigmatisieren.

Sie sprechen bereits jetzt allen Gläubigen sowie allen Männern und Frauen guten Willens, die sich seit dem Ausbruch der Kriegshandlungen am 24. Februar für die ukrainische Bevölkerung und die Hunderttausenden Menschen, die vor den Kriegshandlungen fliehen, einsetzen, ihren herzlichen Dank aus. Sie rufen dazu auf, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit diese Welle der Solidarität nicht abebbt – dies begleitet von unablässigem Friedensgebet.

Schreiben an Patriarch Kyrill

Am Montag, den 7. März, versandte der Präsident der SBK, Bischof Felix Gmür, einen eingeschriebenen Brief an Seine Heiligkeit Kyrill, Patriarch von Moskau.

In dem Schreiben fordert er seinen Amtsbruder im Namen Jesu Christi auf, sich beim russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür einzusetzen, dass dieser die Militäroperation in der Ukraine umgehend einstellt.

Solidarische Initiativen

Vor diesem Hintergrund grosser Sorge und Dringlichkeit hat die SBK mehrere konkrete Massnahmen beschlossen, namentlich:

– Die vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vorgesehene Heilige Messe, die am Montag, den 11. April 2022 (Ostermontag) für die an Covid-19 Verstorbenen geplant ist, soll auch für den Frieden in der Ukraine bestimmt sein. Sie wird um 11.15 Uhr in der Klosterkirche Einsiedeln gefeiert, von Abt Urban Federer geleitet und per Livestream auf der Website der Klosterkirche (www.kloster-einsiedeln.ch) übertragen.

– Die liturgischen Verantwortlichen der deutschsprachigen Länder haben für die Karfreitagsfeier (15. April 2022) ein spezifisches Gebetsanliegen für den Frieden in der Ukraine vorbereitet. Dieses wird in Kürze ins Französische und Italienische übersetzt.

– Die Bischöfe haben die diözesanen Nothilfe-Initiativen für die ukrainische Bevölkerung koordiniert. Insbesondere haben sie für den 20. März (3. Fastensonntag) eine Kollekte in den Bistümern und Gebietsabteien beschlossen.

Und schliesslich appelliert die SBK nachdrücklich an die politischen Stellen und die gesamte Bevölkerung, dass die Schweiz bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine, die an unsere Landesgrenzen klopfen, menschliche Solidarität beweisen soll.

Diözesane Phase der Bischofssynode 2023

«Der synodale Prozess ist noch nicht beendet. Im Gegenteil: Er steht erst am Anfang!» Das ist die Meinung der Mitglieder der SBK, welche die ersten Ergebnisse des «Synodalen Weges», der in den vergangenen Monaten stattgefunden hat, auf Ebene der Schweizer Bistümer weitergetragen und vertieft haben.

Sie danken allen, die auf die eine oder andere Weise an der diözesanen Konsultation mitgewirkt haben. Sie äusserten den Wunsch, dass diese Art des gemeinsamen Betens und des Dialogs immer mehr zu einem «ganz gewöhnlichen Ansatz» im kirchlichen Leben in der Schweiz und anderswo werden solle. Dies mit dem Ziel, zu einem spirituellen Konsens über die verschiedenen Fragestellungen zu gelangen, die das Volk Gottes heute bewegen – als Ergebnis einer Entscheidungsfindung, welche die Kirche unter Beteiligung aller durchführt.

Nachdem die diözesane Phase nun abgeschlossen ist, hat die SBK die Pastoralkommission mit dem Verfassen eines nationalen Berichts beauftragt. Dieser soll an der Schweizer Synodalversammlung im Programm vom 30. Mai 2022 im Kloster Einsiedeln zur Diskussion stehen. Der nationale Bericht wird sodann im Sommer nach Rom geschickt, um das erste Instrumentum laboris vorzubereiten – jenes Dokument, das anschliessend auf kontinentaler Ebene diskutiert werden soll.

Neuer Generalsekretär und neuer stellvertretender Generalsekretär

Die Mitglieder der SBK begrüssten den neuen Generalsekretär Davide Pesenti und seinen Stellvertreter Martin Wey, die kürzlich ihr Amt angetreten haben. Sie wünschten ihnen für ihren neuen Wirkungsbereich alles Gute.

Richtlinien des Frauenrates der SBK

Die Schweizer Bischöfe haben die neuen «Richtlinien» des Frauenrates der SBK verabschiedet. Dieser ist das beratende Organ für Fragen im Zusammenhang mit der Stellung und dem Auftrag von Frauen in der katholischen Kirche in der Schweiz. Das Dokument sieht insbesondere vor, dass darin Frauen aus verschiedenen Sprachregionen, unterschiedlichen kirchlichen Berufungen und Lebensumständen sowie aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen vertreten sein sollen.

Begegnung mit dem Apostolischen Nuntius

Traditionsgemäss empfing die SBK am Montagnachmittag den Apostolischen Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Martin Krebs, zu einem brüderlichen Austausch über aktuelle Themen. Vor allem brachte der Nuntius die Initiativen zur Sprache, welche Papst Franziskus für einen Waffenstillstand in der Ukraine und für den Weltfrieden unternommen hat.

Ernennungen

Die SBK hat die folgenden Ernennungen vorgenommen:

•          Marianne Pohl-Henzen für den Stiftungsrat der Fastenaktion

•          Pfarrer Stefan Buchs CCN und Stève Bobillier für die Kommission für Bioethik

•          Pfarrer Andreas Fuchs, Bischofsvikar, und Don Carlo de Stasio (Bistum Chur) für die Kommission Migration

•          Helena Jeppesen-Spuhler als neues Mitglied der Kommission Justitia et Pax

•          Markus Thürig, Generalvikar des Bistums Basel, für die Fachgruppe 3 der Mitfinanzierung SBK-RKZ

•          Annette Mayer Gebhardt, Spitalseelsorgerin, katholische Vertreterin für die ökumenische Kommission « Palliative Care »

•          Martin Wey, stellvertretender Generalsekretär, für die Kommission der RKZ für    Kirchenrecht und Religionsrecht

•          Davide Pesenti, Generalsekretär, für die Planungs- und Finanzierungskommission SBK-  RKZ

Freiburg, 10. März 2022

Quelle: SBK

Handicap vom 08.03.2022 und katholischer Orden vom 09.03.2022

Die Schweiz wird in diesem Jahr zum ersten Mal geprüft, ob sie die UN-Behindertenkonvention richtig umgesetzt hat. Der Schattenbericht von der Organisation Inclusion-Handicap Schweiz zeigt, dass die Schweiz sehr weit davon entfernt ist.
Nach einer Musikpause hören Sie den letzten Teil der Reihe „Vorstellung von den katholischen Orden“. Mein Interviewgast war der Kapuzinerbruder, Bruder Niklaus Kuster vom Kloster Rapperswil.

Mittwochskolumne vom 09.03.2022

Frauen in der Kirche

Bern (novaradio.ch): Gestern durften wir den internationalen Frauentag feiern. Es ist wichtig, die Bedeutung der Frauen in der Gesellschaft hervorzuheben. Auch ist es wichtig, in der Kirche zu betonen, dass Männer und Frauen gleichwertig sind. Gott hat Eva aus der Seite Adams genommen, damit dieser weder über Eva herrsche noch dass sie über ihn herrsche. Beide sind gleichberechtigte und geliebte Geschöpfe Gottes.

Es ist historisch noch interessant, dass die Bedeutung der Frauen in der Gesellschaft von Jahrhundert zu Jahrhundert schwankte und es nicht so ist, dass es eine stete Zunahme der Gleichberechtigung gab. Im Mittelalter hatten die Frauen teilweise mehr Zugang zu wichtigen Positionen als in der Neuzeit. Im 19. Jahrhundert waren die Frauen teilweise stärker ins Industrieleben integriert als in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Auch lässt sich nicht klar sagen, dass in teilweise traditionellen Staaten die Frauen weniger Einfluss haben als in sogenannt progressiven Ländern. Bei Fragen der Emanzipation herrschen sehr viele Zerrbilder vor, die verschleiern, dass in unserer Gesellschaft die Frauen immer noch massiv benachteiligt sind. Ich behaupte sogar, dass die Situation für die Frauen schlechter ist als vor 40 Jahren, da sie ständig mit unerreichbaren Idealen konfrontiert werden, denen sie unmöglich gerecht werden können. Vor allem viele junge Frauen zerbrechen an diesen Erwartungen, die an sie gestellt werden. Was auch einmal gesagt werden muss, aber als ein Tabu-Thema bei vielen Feministinnen erscheint, ist die Tatsache, dass die Familie der Frau einen sehr grossen Schutz bietet. Die evolutionäre Errungenschaft, dass der Mann gezwungen wird, eine lebenslange Bindung zur Frau einzugehen, wenn er mit ihr die Geschlechtlichkeit ausleben möchte, ist vor allem für die Frau wichtig. Daher wird der Zerfall der familiären Werte und der Sexualmoral, wie wir ihn heute in Westeuropa und den USA sehen, langfristig vor allem den Frauen schaden. Sie werden ökonomisch und gesellschaftlich im Stich gelassen durch die Auflösung der Familie.

Was die katholische Kirche anbelangt, so haben die Menschen, die der Kirche attestieren, dass die Frau im Katholizismus nicht vollwertig ist,  ein falsches Bild vom Priestertum. Das Wesen des Priestertums liegt nicht in der Macht, sondern im Dienst. Es ist eine Berufung, keine Machtposition. Wenn Jesus nur Männer als Apostel berufen hat, dann können wir diesen Willen des Heilands nicht ignorieren. Dieser Wille bringt damit aber sicherlich nicht zum Ausdruck, dass die Frau weniger Wert hätte. Ganz im Gegenteil müsste man sogar sagen, dass Gott damit die Evolution auf den Kopf gestellt hat und das körperlich stärkere Geschlecht auserkoren hat, um Diener aller zu sein. Denn das ist der Priester – Diener aller. Frauen sind – logischerweise – unersetzbar in der Kirche. Um die Gleichberechtigung voranzutreiben, ist es wichtig, sich über das Wesen des Priestertums und die grosse Würde der Laien im Klaren zu sein. Auch wäre es wichtig, sich zu fragen, weshalb die tradierte katholische Moral betreffend Sexualität und Ehe gerade für die Frauen vorteilhaft ist. Gott liebt die Frauen wie er die Männer liebt. Gott liebt den Menschen. Wenn wir unser Machtdenken ablegen würden, würden wir erkennen, wie wunderbar er die Welt geschaffen hat, indem er Mann und Frau erschaffen hat.  

NEUE SENDUNG: Schule der Theologie

In dieser neuen Sendung vertiefen wir, entweder Textvorlesen, Interview oder und das wird der häufigste Fall sein, dass ein oder eine Theologe/in ein Thema uns genau erklärt, theologische Themen.
Heute geht es um Ex Cathedra und Motu Proprio.

Fastenzeitsendung vom 06.03.2022

7 Punkte zur Fastenzeit
Erster Fastensonntag (Gedanken von Msgr. Peter von Steinitz, Priester von Opus Dei Deutschland)
13 + 14 Teil der Reihe „Benedikt von Nursia“

Nachrichtensendung vom 04.03.2022

Bischöfe fordern Papst Franziskus auf, Russland und Ukraine zu weihen
Papst reist im Juli nach Kongo und Sudsudan
Biden gibt keine Antwort auf Fragen zur Abtreibung

Katholischer Orden vom 02.03.2022

Der vorletzter Teil, der Reihe „Katholische Orden“. In dieser Sendung geht es um die Zisterzienser

Fastenzeit, Fastenspeise und Fastenbotschaft 2022

In dieser Ausgabe der Sendung „Fastenzeit auf Novaradio.ch“ erklären wir Ihnen, die Bedeutung sowie Traditionen der Fastenzeit. Die Geschichte und Traditionen von Fastenspeisen in der Fastenzeit. Fastenbotschaft 2022 von Papst Franziskus.

https://www.vatican.va/content/francesco/de/messages/lent/documents/20211111-messaggio-quaresima2022.html

Aschermittwoch vom 02.03.2022

Am Aschermittwoch können Sie hören, um die Bedeutung des Aschermittwochs. Danach ein Interview mit Pater Bernhard Kaufmann aus Österreich. Nach einer Musikpause kommt die Kinder- und Jugendsendung. Bevor Sie das Rosenkranzgebet hören, hält unser geistlicher Berater – Dr. Don Nerio Medici, Priester von Opus Dei – die Fastenzeitansprache.

ZOOM vom 28.02.2022

Stellungnahme von Justitia et Pax zum Krieg in Ukraine

Mittwochskolumne

Frieden

Bern (novaradio.ch): In Europa herrscht wieder Krieg. Für viele Menschen ist dies schockierend. Doch Krieg wurde in den letzten Jahren in vielen Ländern auf der Erde geführt. In Syrien starben unglaublich viele Menschen. Ebenfalls im Irak und in anderen Teilen der Welt. Wenn wir als Christen daran glauben, dass jeder Mensch vor Gott gleich ist, müssen uns alle Kriege auf der Welt schockieren, nicht nur diejenigen, die in Europa stattfinden. Wichtig wäre auch, dass wir uns fragen, was wir persönlich dafür tun können, um der Welt Frieden zu schenken. Heute fängt die Fastenzeit an, die Zeit der Umkehr. Sicherlich sind Gebet und Fasten ganz wichtige Mittel, um der Welt Frieden zu schenken. Als Katholiken sind wir aber auch Menschen der Tat. Wir müssen aktiv handeln, um Frieden zwischen den Nationen zu fördern. Es braucht die katholische Stimme der Nächstenliebe dringlicher denn je. Wenn sogar Politiker, die sonst gegen das Militär sind, nun Aufrüstung fordern, sehen wir, wie stark das christliche Element in Politik und Gesellschaft fehlt. Die Welt braucht Christus, nicht Waffen. Jeder Katholik soll sich nun bemühen, auf nationalistische Kriegsrhetorik zu verzichten und den Frieden im Alltag zu leben. Beginnen wir damit, den Frieden in unserem eigenen Herzen zu suchen. Nutzen wir die Fastenzeit, um uns Gott wieder zu nähern. Nutzen wir auch die Fastenzeit, um unseren Mitmenschen zu dienen. Wir können als Individuen keine geopolitischen Kriege, die momentan stattfinden, stoppen. Aber wir können in unserem Umfeld dafür sorgen, dass der Frieden im Kleinen vorherrscht. Als Kind habe ich den Krieg im ehemaligen Jugoslawien sehr nah mitverfolgt. Ich bin stolz auf viele Kroaten, Serben und Bosnier, die es nach dem Krieg in den 90er Jahren geschafft haben, auf zwischenmenschlicher Ebene Frieden zu schliessen. Dabei hat der Glaube an Jesus Christus eine grosse Rolle gespielt. Nach dem zweiten Weltkrieg waren es auch die katholischen Politiker wie de Gaulle und Adenauer, die den Frieden in Europa förderten. Der Christ ist ein Mensch des Friedens. Wenn alle Menschen erkennen würden, dass es wichtiger ist, in Christus Brüder und Schwestern zu sein, anstatt irgendeiner Nation anzugehören, würden Kriege der Vergangenheit angehören. Mich hat kürzlich jemand gefragt, ob ich mich als Kroate, Ungare oder Schweizer fühle. Die Antwort war für mich sehr klar. Als katholischer Christ. Als allumfassender, die Grenzen der Nationen überwindender Christ.  

Klartext vom 28.02.2022

Bild: novaradio.ch

Es könnte sein, dass der Wiederstand gegen Traditionis Custodes gewirkt hat, oder doch nur Fassade?!

Quelle: Rorate caeli

Neue Sendung und Theologiestunde vom 27.02.2022

Prva hrvatska katolicka emisija „Pax Vobis“ u Svicarsku, teme su Korizma i Dalmacija u biblji.
Erste kroatische katholische Sendung „Pax Vobis“ in der Schweiz, zum Thema Fastenzeit und Dalmatien in der Bibel.
Danach hören Sie die Sendung „Theologiestunde“, den 11 + 12 Teil der Reihe „Benedikt von Nursia“.

Nachrichtensendung vom 25.02.2022

Bild: Novaradio.ch

Kirche und Staat müssen nicht zusammenstossen (opusdei.org)
Kirche spielt kein Faktor mehr

Zwei Sendungen vom 23.02.2022

In der ersten Sendung hat Herr Peter Baumann, Philosoph und China Kenner, auf unsere kritische Fragen geantwortet. Zum Thema „Christen und Volksrepublik China“. Danach stelle ich Ihnen den Jesuitenorden vor.

Mittwochskolumne vom 23.02.2022

Fest Kathedra Petri

Bern (novaradio.ch): Gestern durften wir das Fest Kathedra Petri feiern. Wir feierten, dass Petrus zum Bischof von Rom ernannt wurde und dadurch über das Lehramt in der ganzen Kirche verfügt. Er ist der Fels, auf welchem die Kirche gebaut ist. Dieses Fest muss uns vor Augen führen, dass wir im Bistum keine autonome Kirche sind, sondern ein Teil der Weltkirche. Der Bischof von Basel soll wie die anderen Bischöfe ein Hirte sein, der seine Herde nicht abkapselt von der weltweiten Herde, sondern sie lehrt, Mitschwestern und Mitbrüder aller Katholiken zu sein. Oft wird darüber gesprochen, dass die Kirche Rücksicht nehmen muss auf die lokalen Gepflogenheiten. Man redet davon, dass kulturelle Besonderheiten einer jeweiligen Ortskirche eine andere Pastoral erfordern als in anderen Gebieten der Welt. Dass also die Pastoral in Italien oder Polen anders aussehen muss als in der Schweiz. Ich erachte dieses Argument für übertrieben und meistens sogar für gänzlich falsch. Erstens ist die Schweiz sehr multikulturell geprägt, vor allem das Bistum Basel. Wie soll denn genau eine Schweizer Seelsorge aussehen? Zweitens glaube ich, dass die existentiellen Nöte, welche der Glaube an Jesus Christus und die frohe Botschaft heilt, unabhängig von der Kultur sind. Als Menschen möchten wir wissen, woher wir kommen, ob wir geliebt sind und was nach dem Tode kommt. Diese Fragen sind kulturübergreifend. Was sicherlich von Land zu Land unterschiedlich ist, sind Fragen der Diakonie oder die Art und Weise, wie die Verkündigung betrieben werden muss. Aber leider beschäftigen sich die synodalen Prozesse in der Schweiz gerade nicht mit diesen Fragen. Es geht nur um eine Änderung der Glaubenslehre, die nur dem Bischof von Rom vorbehalten wäre, solange diese mit dem tradierten Glauben und dem Evangelium in Einklang zu bringen wäre. Denn auch der Papst ist vor allem der erste Diener des Wortes Gottes. Er ist der erste Diener der Kirche. Weder der Papst noch die Bischöfe sind berufen worden, um den Glauben abzuändern, sondern ihn zu bewahren. Papst Franziskus hat sicherlich viele Reformer enttäuscht, die darauf gehofft haben, er werde den Zölibat abschaffen, die Frauenordination einführen oder die gleichgeschlechtliche Ehe befürworten. Diese Reformer verstehen aber das Wesen des Papstes und der Kirche nicht. Wir sind als Katholiken nicht auf der Erde, um Gottes Wort zu ändern, sondern um danach zu leben.

Opus Dei vom 22.02.2022

Eine kleine Betrachtung und Input für das Gebet.

Verschiedene Sendungen vom 21.02.2022

In den beiden Sendungen geht es, um das II. Vaticanum, Kirchenrecht und Glauben.

Theologiestunde vom 20.02.2022

Wie in den letzten Sonntagen haben wir über den Heiligen Benedikt von Nursia berichtet. In dieser Sendung haben Sie die Teile 9+10 gehört.

Nachrichtensendung vom 18.02.2022

Neue katholische Universität in Erbil/Irak
Papst Franziskus verschiebt und stärkt einzelne Kompetenzen
Bischof von St. Gallen ist für Priesterinnen und gegen Zölibat
II. Vaticanum ist schuld an Missbrauchsfällen

Katholische Orden vom 16.02.2022

Wie vor einer Woche angekündigt, geht es in dieser Ausgabe um den Karmeliten Orden. Über den Berg Karmel, Entstehungsgeschichte u.v.m.

Mittwochskolumne vom 16.02.2022

Wo bleibt das Gebet für den Frieden?

Bern (novaradio.ch): Mich schockiert, wie viel Hass heutzutage gesät wird in unserer Welt. In den letzten Wochen wurde in den Medien immer wieder ein drohender Krieg heraufbeschworen. Dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland schwierig ist, leuchtet sicherlich allen Menschen ein, die sich mit der Geschichte beider Länder auseinandersetzen. Umso mehr sollten alle Medien bemüht sein, kein Schwarz-Weiss-Denken zu betreiben. Anstatt einseitig Schuld zuzuweisen, sollte man für den Frieden beten. Ein Krieg in Europa betrifft vor allem die Europäer, die bereits so oft Leidtragende von Kriegen waren. Mich schockiert, wie wenig Menschen heute auf die Strasse gehen, um ohne ideologische Schuldzuweisung einfach für den Frieden zu demonstrieren. In den 1980er Jahren gab es eine Friedensbewegung, bei der auch Christen mitgewirkt haben. Wo sind die Jugendlichen, wo die Studenten, wo die Menschen, die die Lehre Jesu ernst nehmen? Es wird für die Ökologie demonstriert, für ein Ende der Rassendiskriminierung und für viele weitere Dinge . Das ist alles gut und recht, aber der Friede muss unser aller Hauptziel sein. Der Frieden zwischen Staaten, der Frieden in Gemeinschaften, der Frieden im Herzen jedes einzelnen Menschen. Jesus Christus ist unser Frieden. Frieden wird es nur dann geben, wenn wir alle Christus als unseren Heiland annehmen, da bin ich überzeugt. Beten wir als Christen daher für den Frieden. In der Ukraine und in Russland leben Christen, Mitbrüder und Mitschwestern von uns. Am Montag durften wir die Patrone Europas, Kyrill und Method, feiern. Sie sind unsere Fürsprecher und eine Brücke zwischen Ost und West. Wir brauchen keinen neuen kalten Krieg, sondern einen warmherzigen Frieden. Dieser ist durch den Glauben an Christus möglich.

News vom 15.02.2022

Jahrelang benutzte ein katholischer Priester bei Taufen ein falsches Wort. Die Kirche sagt jetzt, dass die Rituale ungültig waren.

Kirche in Pucisca/Insel Brac Kroatien (Bild: novaradio.ch)

Immer wieder goss Pastor Andres Arango während der Taufzeremonien Weihwasser auf die Köpfe seiner Gemeindemitglieder und führte das katholische Sakrament durch, das die Umkehrung aller vergangenen Sünden und die Geburt einer unschuldigen Person bedeutet.

„Wir taufen euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, wiederholte Arango, ein Priester in der Diözese Phoenix, während unzähliger Zeremonien.

Aber Arango missbrauchte ein Wort, das schließlich die Gültigkeit all dieser Rituale gefährdete: Anstatt zu sagen: „Ich taufe dich“, benutzte er das Wort „wir“, hat die römisch-katholische Diözese Phoenix in einer Pressemitteilung angekündigt.

Arangos falsches Wort machte alle Taufen zunichte, die der Priester in dieser Sprache durchführte, wie eine von der Diözese kürzlich durchgeführte Untersuchung ergab.

„Wenn Sie mit den falschen Worten getauft wurden, bedeutet das, dass Ihre Taufe ungültig ist und Sie nicht getauft sind“, sagte dieDiözese auf ihrer Website. „Du wirst dich taufen lassen müssen.“

Nach der Nachricht trat Arango, der im April 2017 zum Pastor der Pfarrei St. Gregory in Phoenix ernannt wurde, zurück. Sein Rücktritt wurde am 1. Februar wirksam.

„Es macht mich traurig zu erfahren, dass ich während meines gesamten Dienstes als Priester ungültige Taufen durchgeführt habe, indem ich regelmäßig eine falsche Formel verwendet habe“, sagte Arango in einem Brief, der auf der Website der Diözese Phoenix veröffentlicht wurde. „Ich bedauere zutiefst meinen Fehler und wie sich dies auf zahlreiche Menschen in Ihrer Pfarrei und anderswo ausgewirkt hat.“

Arango reagierte am frühen Dienstag nicht sofort auf Nachrichten der Washington Post. Weder die römisch-katholische Diözese Phoenix noch die katholische Kirche St. Gregory beantworteten am frühen Dienstag Nachrichten von The Post.

Der Fehler geht über die Taufe, das erste katholischeSakrament, hinaus. Da die Taufe ein Sakrament ist, das die Tür für andere öffnet, muss eine Person, die von Arango unsachgemäß getauft wurde und später andere Sakramente wie Firmung oder Ehe empfing, einige oder alle dieser Sakramente wiederholen, nachdem sie gültig getauft wurde.

Im Jahr 2020 sagte Erzbischof Giacomo Morandi, dass es andere Fälle zu geben schien, in denen Priester den Wortlaut während der Taufen änderten. Morandi sagte, dass nach Angaben des Vatikans kein Priester „irgendetwas in der Liturgie aus eigener Autorität“ hinzufügen, entfernen oder ändern darf – ein Vorfall, der das Sakrament wahrscheinlich ungültig machen würde.

Bevor er der Diözese Phoenix beitrat, war Arango Mitglied der eudistischen Gemeinschaft, einem Orden, der sich der Ausbildung zukünftiger Priester und der Predigt von Missionen widmet. Nach Angaben der Diözese war Arango daran gewöhnt, „Wir taufen dich“ anstelle von „Ich“ zu sagen, wenn er über Taufen auf Spanisch und Englisch präsidierte.

Nachdem Bischof Thomas J. Olmsted berichtet wurde, dass Arango das falsche Wort verwendete, ergab eine „sorgfältige Studie“, dass „alle Taufen, die er bis zum 17. Juni 2021 durchgeführt hat, als ungültig gelten“.

Alle Taufen, die Arango nach dem 17. Juni 2021 durchgeführt hat, gelten als gültig, sagte die Diözese Phoenix, und es besteht keine Notwendigkeit, sie zu wiederholen.

Olmsted, der sagte, er glaube nicht, dass Arango in böser Absicht gehandelt habe, versprach, bei der Korrektur ungültiger Taufen zu helfen.

Nach Angaben der Diözese Phoenix hat sich Arango „nicht von seiner Berufung und seinem Dienst disqualifiziert“ und wird weiterhin denen helfen, die falschgetauft wurden. Es fügte hinzu, dass er als Priester in „gutem Ansehen“ bleibt. Die Diözese sagte, dass ab sofort andere Sakramente, die von Arango durchgeführt werden, als gültig gelten.

Der Priester bittet seine Gemeindemitglieder um Vergebung.

„Ich entschuldige mich aufrichtig für alle Unannehmlichkeiten, die meine Handlungen verursacht haben, und bitte aufrichtig um Ihre Gebete, Vergebung und Verständnis“, sagte Arango.

Quelle: Washington Post

Klartext vom 14.02.2022

Seit dem 4. Februar haben die 24. Olympischen Winterspiele in Peking begonnen. Mehrere Millionen Christen leben in China, wo sie extrem unterdrückt werden. Darüber habe ich mit dem Leiter von Open Doors, Herr Philippe Fonjallaze, gesprochen.

Tagesheilige

HL. CYRILL

Mönch

und

HL. METHODIUS

Bischof

Schutzpatrone Europas

Cyrill und Methodius waren Brüder und stammten aus Thessalonike (Saloniki). Seit 863 wirkten sie gemeinsam als Missionare bei den slawischen Völkerschaften von Mähren und Ungarn. Cyrill übersetzte biblische und liturgische Texte in die Volkssprache (Altslawisch), für die er auch eine eigene Schrift schuf. Die Verwendung der slawischen Sprache in der Liturgie stieß bei den westlichen Bischöfen auf harten Widerstand, wurde aber von Papst Hadrian II. gebilligt. Cyrill starb am 14. Februar 869 in Rom, Methodius am 6. April 885. Die beiden vom byzantinischen Kaiser und dem Patriarchen Photius ausgesandten Missionare brachten den Slawen mit dem Glauben auch die Kultur und die Verbindung mit der römischen Kirche.

In allen Sprachen

Als Johannes VIII. im Jahr 880 die slawische Liturgie guthieß, schrieb er: „Derselbe Gott, der die drei hauptsächlichen Sprachen, nämlich hebräische, griechische und lateinische, geschaffen hat, er hat auch alle anderen Sprachen zu seinem Lob und seiner Ehre geschaffen.“

Quelle: Schott Tagesliturgie

Theologiestunde vom 13.02.2022

Wir fahren mit der Reihe „Benedikt von Nursia“ weiter. Heute können Sie den 7+8 Teil hören.

Nachrichtensendung vom 11.02.2022

EU-Bischöfe gegen Macrons Idee
30 Jahre Unabhängigkeit Sloweniens. Präsident im Vatikan
Vatikansitzung zum Thema: Zölibat und Frauenpriestertum

NEWS: 10.02.2022

Papst Franziskus, wie wird das nächste Pontifikat aussehen?

Es ist kein Geheimnis, dass man über die Nachfolge eines Papstes nachdenkt, wenn der Papst noch im Amt ist. Und es ist nicht einmal ein Geheimnis, dass nach der Operation vom 4. Juli häufiger über eine mögliche Nachfolge von Papst Franziskus gesprochen wird. Papst Franziskus hat das nicht gefallen. Als er aus der Slowakei zurückkehrte, ließ er verlauten, dass einige ihn bereits für tot hielten. Seitdem ist der Papst noch unberechenbarer geworden. Und das hat nichts anderes bewirkt, als dass sich die Gespräche, die Begegnungen, die Dialoge über die mögliche Nachfolge vervielfacht haben.

Das Neue an diesen Gesprächen ist nicht so sehr, dass über die Nachfolge des Papstes gesprochen wird. Vielmehr werden die Differenzen zwischen Progressiven und Konservativen immer subtiler, immer nuancierter, immer unklarer. Es gibt eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Pontifikat. Es gibt Erwartungen an eine Wachablösung, um einen Neuanfang zu machen.

Wie hat Papst Franziskus alle verärgert? Bis jetzt hat Papst Franziskus nicht auf die Ideologie geschaut. Er hat mit klarem Pragmatismus geschaut, wer ihm helfen würde, die Macht zu verwalten. Er hat allen zugehört, aber dann hat er sich für die Lösung entschieden, die ihn vor Kritik bewahrt hat. Der Papst ist trotz schwieriger Situationen immer geschützt geblieben.

Bei den sexuellen Übergriffen in Chile zum Beispiel ignorierte Papst Franziskus erst alle Signale und schickte dann eine Kommission, die sich über Fehler beschwerte. Schließlich rief er zweimal die chilenischen Bischöfe vor, die alle zurücktraten.

Der veröffentlichte Bericht war darauf bedacht, den Papst von der Verantwortung in der McCarrick-Frage abzuschirmen, indem er fast alles auf frühere Pontifikate schob. Der Papst billigte das Dokument der Glaubenskongregation, in dem die Segnung homosexueller Paare abgelehnt wurde, ließ dann aber mit vagen, von der Presse hervorgehobenen Äußerungen durchblicken, dass er Vorbehalte gegen diesen Ansatz hatte. Als er während einer Pressekonferenz im Flugzeug dazu befragt wurde, blieb er vage.

Nun hat der Papst bei der Leitung der Prozesse im Vatikan mit vier verschiedenen Reskripten persönlich eingegriffen. Aber er hatte auch persönlich in das Londoner Immobiliengeschäft eingegriffen, das trotz der Verluste einen Gewinn abwarf. Der Prozess befindet sich im Moment noch in der Anfangsphase und wird als Beweis für die Transparenz des Papstes dargestellt. Aber wird sich das Bild ändern, wenn sich herausstellt, dass diese Transparenz dazu dient, einige falsche Handlungen zu vertuschen?

Dies sind die jüngsten Beispiele, die zeigen, dass der Papst in jeder Situation frei von Kritik ist. Diejenigen, die von einer Verschwörung gegen den Papst sprechen, wissen nicht, dass es immer Angriffe auf Päpste gegeben hat, weil die Kirche angegriffen wurde. Man denke nur an Benedikt XVI., der immer noch als Sündenbock in zeitlich weit entfernten und bereits geklärten Situationen herhalten muss. Jeder kleine Kommunikationsfehler wird bei Benedikt XVI. zu einem großen. Nicht so bei Papst Franziskus.

Und das liegt wahrscheinlich daran, dass die Kommunikation von Papst Franziskus auf ihn selbst ausgerichtet ist. In den Interviews des Papstes geht es darum, was der Papst denkt, und was er mit Teilen der Kirchengeschichte untermauert. Die anderen Päpste gingen von der Kirche aus und traten immer einen Schritt zurück von der Rolle, die sie innehatten. Selbst bei Johannes Paul II. war das der Fall, trotz seines offensichtlichen Charismas, das die Massen anlockte.

Die Amtszeit von Papst Franziskus war also ein Wechsel der Epoche. Zusätzlich zu den Beispielen, die zeigen, wie der Papst sich von Problemen fernhielt, gibt es einige Widersprüche bei der Verwaltung komplexer Dossiers.

Der Vatikanexperte Sandro Magister hat beispielsweise eine unterschiedliche Behandlung in drei besonderen Fällen festgestellt: die Frage des Malteserordens, die Behandlung der Gemeinschaft Sant’Egidio und der Ausschluss des Gründers der Gemeinschaft Bose, Bruder Enzo Bianchi, der auch als Freund von Papst Franziskus galt und den der Papst bei den Synoden über die Familie haben wollte.

Diese drei Beispiele zeigen, dass es keine Menschen gibt, die der Papst immer als Freunde betrachtet. Auch die persönlichen Sekretäre von Papst Franziskus haben im Laufe des Pontifikats gewechselt. Das liegt daran, dass Papst Franziskus alles persönlich regeln will. Seine Strategie ist es, anderen die Macht zu entziehen. Und so hat niemand die Kontrolle. Die jeweiligen Sekretäre haben sie nicht, da sie dazu bestimmt sind, ersetzt zu werden, und die vielen Ernennungen des Papstes ohnehin nicht kennen. Die Leiter der Dikasterien haben sie nicht, da sie über die Entscheidungen des Papstes im Unklaren sind und nicht länger als zwei Fünfjahresperioden bleiben werden. Nicht einmal die Ortsbischöfe haben sie, die gezwungen sind, auf unsicheren Beinen zu stehen und zu hoffen, dass sie keine schweren Fehler machen.

So entstehen die Paradoxien. Kardinal Antonio Cañizares, Erzbischof von Valencia, hat in seinem Übereifer die Traditionis Custodes, die Weisung des Papstes, die die Verwendung des alten Messbuchs fast vollständig verbietet, buchstäblich in die Tat umgesetzt. Cañizares war jedoch der Kardinal, der die Feier der Wallfahrt Summorum Pontificum für die Gläubigen leitete, die das alte Messbuch bevorzugten. Konnte er seine Meinung so radikal ändern?

Gleichzeitig war es überraschend, dass Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna, stattdessen die Traditionis Custodes weniger wörtlich anwandte und sofort ankündigte, dass die Feiern mit dem tridentinischen Ritus fortgesetzt würden. Zuppi ist ein als fortschrittlich geltender Kardinal, der nie im tridentinischen Ritus gefeiert hätte.

In der Praxis sucht jeder seinen eigenen Platz, wohl wissend, dass ein Fehler eine Rüge des Papstes nach sich ziehen könnte, der sich noch nie davor gescheut hat, diejenigen zu entlassen, die er für unwürdig hält.

Was könnte also bei einem bevorstehenden Konklave passieren? Zunächst einmal wird es keine gegensätzlichen Blöcke geben, da der Papst, getreu dem Prinzip der Entmachtung, die Kardinäle nie in Konsistorien zusammenkommen ließ, außer bei der Einsetzung neuer Kardinäle. Es wird also keine gegnerischen Seiten geben. Andererseits werden viele Menschen verstehen müssen, was vor sich geht.

Im Allgemeinen sagen einige Kardinalskreise, dass „der Fehler von 2013 nicht noch einmal gemacht werden wird“. Wie genau, das wird sich zeigen. Einige Kardinäle sagen, sie hätten mindestens 41 Stimmen zu bewältigen, aber selbst das könnte eine unsichere Zahl sein. Letztendlich stimmen die Kardinäle so ab, wie sie wollen, wie sie sich inspiriert fühlen, und ganz sicher nicht nach einer „Parteibestellung“.

Papst Franziskus weiß das. Mit einer Reihe von gezielten Ernennungen versucht er, die Nachfolge zu sichern. Wahrscheinlich wird er das Kardinalskollegium im nächsten Konsistorium, das – wenn es keine Überraschungen gibt – nicht vor Oktober stattfinden soll, auf diese Weise „gestalten“. Für das erste Konsistorium nach der Operation von Papst Franziskus sollen mindestens 15 Kardinäle ernannt werden, von denen mindestens zehn Wahlmänner sind. Da die überwältigende Mehrheit der Kardinäle seinem Bild und seiner Ähnlichkeit entspricht, hofft der Papst, dass sie jemanden wählen werden, der die Linie seines Pontifikats fortsetzen wird.

Es ist jedoch nicht sicher, dass es ein Franziskus II. sein wird. Es könnte auch ein Paul VII. sein, ein Papst aus Mitteleuropa mit herausragender Kompetenz im Kirchenrecht, der damit einige juristische Lücken in diesem Pontifikat „schließen“ kann. Alles ist ungewiss.

Es drängt sich der Gedanke auf, dass diese Ungewissheit gewollt ist, damit sich niemand im Hinblick auf ein Konklave organisieren kann. Alles muss ungewiss sein, denn es muss klar sein, dass Papst Franziskus der einzige ist, der die Macht verwaltet.

Aber welche Kirche wird Papst Franziskus verlassen? Wenn man genau hinsieht, wird er eine Kirche hinterlassen, die wieder aufgebaut werden muss, die sich sogar davor fürchtet, Initiativen zu ergreifen, die die Menschen und die Evangelisierung zurückhält. Das Ergebnis wird eine Kirche sein, die vielleicht zu nett und nicht sehr einfühlsam ist. Eine Kirche, die für sich werben muss, anstatt zu evangelisieren. Diese Aussagen mögen stark erscheinen. Ich denke jedoch, dass dies eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist.

Ist es das, was Papst Franziskus will? Wir werden sehen.

Quelle: Monday Vatican

Sendungen vom 09.02.2022

In der ersten Sendung, Klartext, geht es um die Causa Traditionis Custodes (Teil 3). Danach kommt die Sendung katholische Orden, wo ich Ihnen den Franziskanerorden vorstelle.

Mittwochskolumne vom 09.02.2022

Der synodale Weg

Bern (novaradio.ch): In Deutschland ist momentan der synodale Weg das beherrschende Thema in der Kirche. Auch im Bistum Basel finden viele Treffen statt, an denen über die Zukunft der Kirche diskutiert wird. Grundsätzlich ist es richtig, dass Gläubige zusammenkommen, um sich der Frage zu stellen, wie die Frohe Botschaft in der heutigen Zeit verkündet werden kann. Es gibt viele Bereiche, in denen die Kirche sich verbessern muss. Gerade im Bereich der sozialen Medien muss die Kirche neue Wege beschreiten, um junge Menschen zu erreichen. Auch ist es wichtiger denn je, das Evangelium so zu verkünden, dass die Menschen es verstehen. Das bedeutet weder eine Infantilisierung des Glaubens, bei dem alles nur noch kindlich erklärt wird, noch eine Relativierung der zentralen Botschaften, sondern vertiefte Bildungsarbeit. Das Problem des synodalen Weges im deutschsprachigen Raum ist es, dass viele Teilnehmer glauben, man müsse das Evangelium ändern bzw. dessen zentralen Aussagen relativieren, um Menschen für den Glauben zu gewinnen.  Dieser Weg führt aber weg von Gott. Wenn der synodale Prozess erfolgreich sein soll, dann kann dies nur auf der Grundlage des Evangeliums und der kirchlichen Lehre geschehen. Es ist vermessen zu glauben, dass wir heutzutage alles viel besser wissen als die Gläubigen früherer Zeiten. Anstatt die Lehre zu verändern, müssen wir uns fragen, welche Herausforderungen die heutige Zeit uns stellt. Viele Menschen haben heutzutage grosse Probleme und suchen Hilfe bei Gott. Jeder synodale Weg muss bei den Problemen des einzelnen Menschen beginnen und sich fragen, welche Antwort das Evangelium für diese Nöte hat. Zu oft wird versucht, das Evangelium an die Nöte der Menschen anzupassen, was nicht im Sinne unseres Herrn ist – und auch keine Hilfe für die Betroffenen. Um es am Beispiel der Homosexualität zu verdeutlichen: Glaubt jemand wirklich, dass ein homosexueller Mensch glücklicher wird und ein erfüllteres Leben führt, wenn die biblischen Stellen, welche die Homosexualität als Sünde bezeichnen, uminterpretiert werden? Jeder, der ehrlich zu sich ist, weiss, dass dies eine Lüge ist. Aber es wird andere Stellen im Evangelium geben, die einen Menschen, dessen Sexualität nicht dem Ideal der Kirche entspricht, aufbauen und Stück um Stück zu Gott führen werden. Es bringt niemandem etwas, die Lehre zu verändern, die Jesus Christus uns selbst gegeben hat. Darin ist kein Heil. Versuchen wir also, auf all unseren Wegen, auch auf dem synodalen Weg, nicht Gottes Lehre zu verändern, sondern uns selbst.

INFORMATIONEN

Täglich ab 16h (ver. Sendungen und Musik)
Täglich 18h (Rosenkranz)
Montag 18.30h (Betrachtungen, Opus Dei oder Aktuelles)
Freitag 18.30h (Nachrichtensendung)
Samstag und Sonntag 15.00-17.00h (Wdh. Nachrichtensendung etc.)

Sendungen vom 07.02.2022

In den folgenden drei Sendungen geht es um:

Klartext: Traditionis custodes Teil 2
Betrachtungen: Der Einzelne und die Vielen, die Welt als Schöpfung
Opus Dei: Die heilige Messe

Quelle: Summorum Pontificum, Opus Dei

In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Mk 6, 53-56

Theologiestunde vom 06.02.2022

Wir fahren mit der Sendereihe „Benedikt von Nursia“ fort, die Teile 5 + 6 könnt Ihr hören.

Klartext: Traditionis costudes

Man ist gespannt, ob Papst Franziskus am Aschermittwoch den endgültigen Todesstoss für die tridentinische Messe gibt.
Die Causa TC geht in eine weitere Runde. Wir zeigen Ihnen auf was für die Ecclesia Dei Gemeinschaft bedeutet und was oder wer sie sind.

Quelle: kathpedia, katholisches.info

Nachrichtensendung vom 04.02.2022

Olympia und Christen
15% Verlust bei Peterspfennige Verkauf
Synodaler Weg in Deutschland, eine Fars Veranstaltung
Indien und der Missbrauch

Sendungen vom 03.02.2022

In diesen Sendungen habe ich Ihnen über die Bollandisten gesprochen, sowie über den Hl. Blasius.

Sendungen vom 02.02.2022

Fest der Darstellung des Herrn
Kinder- und Jugendsendung zum Thema Karneval
Vorstellung des Benediktiner Ordens

Mittwochskolumne vom 02.02.2022

Darstellung des Herrn

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche Darstellung des Herrn. Jesus Christus wurde in den Tempel gebracht, wo ihn Simeon und Hanna sahen. Beide warteten sehnsüchtig auf die Verheissung Gottes, wonach Israel das Heil geschenkt wird. Hanna und Simeon zeichneten sich durch ihre Beharrlichkeit im Gebet aus und ihre unermüdliche Hoffnung, die sie auf Gott gesetzt haben. Wir heutigen Christen sind teilweise sehr lauwarm geworden und verzweifeln oft, wenn es in unserem Leben nicht so läuft, wie wir dies erhoffen. Dabei sollten wir gerade dann, wenn wir am meisten zur Verzweiflung neigen, zu Gott beten und auf seine Hilfe hoffen. In unserer Kirche ist auch ein unguter Geist vorhanden, der alles schlechtredet. Selbstverständlich sind in unserer Kirche schlechte Sachen passiert, da die Kirche aus Menschen besteht, die Sünden und Fehler machen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Kirche als Institution, ihre tradierte Lehre sowie der Glaube an das Evangelium schlecht wären. Ganz im Gegenteil zeigt es uns, wie wichtig es ist, sich immer wieder auf Gott zurückzubesinnen. Hanna und Simeon haben nicht an Gott gezweifelt, sondern in Ruhe gebetet und auf das Heil gewartet. Wir müssen die gleiche Demut aufbringen und Gott Raum geben, in uns und seiner Kirche zu wirken. Die Kirche braucht keine grundlegenden Reformen wie Frauenordination, Aufhebung des Zölibats oder eine Änderung der Morallehre, wie einige Theologen dies vorschlagen. Die Kirche braucht Menschen wie Hanna und Simeon, die beharrlich sind und an Gottes Heil glauben. Jede Reform fängt im Herzen des Einzelnen an.

Theologiestunde vom 01.02.2022

Ich stelle Ihnen die Acta Sanctorum vor.

Sendungen vom 31.01.2022

In den beiden Sendungen könne Sie hören, was James Bond mit der katholischen Kirche an sich hat und Betrachtung zum gestrigen Evangelium.

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger an das andere Ufer des Sees, in das Gebiet von Gerasa.
Als er aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war. Er kam von den Grabhöhlen,
in denen er lebte. Man konnte ihn nicht bändigen, nicht einmal mit Fesseln.
Schon oft hatte man ihn an Händen und Füßen gefesselt, aber er hatte die Ketten gesprengt und die Fesseln zerrissen; niemand konnte ihn bezwingen.
Bei Tag und Nacht schrie er unaufhörlich in den Grabhöhlen und auf den Bergen und schlug sich mit Steinen.
Als er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sich vor ihm nieder
und schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!
Jesus hatte nämlich zu ihm gesagt: Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!
Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Mein Name ist Legion; denn wir sind viele.
Und er flehte Jesus an, sie nicht aus dieser Gegend zu verbannen.
Nun weidete dort an einem Berghang gerade eine große Schweineherde.
Da baten ihn die Dämonen: Lass uns doch in die Schweine hineinfahren!
Jesus erlaubte es ihnen. Darauf verließen die unreinen Geister den Menschen und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See. Es waren etwa zweitausend Tiere, und alle ertranken.
Die Hirten flohen und erzählten alles in der Stadt und in den Dörfern. Darauf eilten die Leute herbei, um zu sehen, was geschehen war.
Sie kamen zu Jesus und sahen bei ihm den Mann, der von der Legion Dämonen besessen gewesen war. Er saß ordentlich gekleidet da und war wieder bei Verstand. Da fürchteten sie sich.
Die, die alles gesehen hatten, berichteten ihnen, was mit dem Besessenen und mit den Schweinen geschehen war.
Darauf baten die Leute Jesus, ihr Gebiet zu verlassen.
Als er ins Boot stieg, bat ihn der Mann, der zuvor von den Dämonen besessen war, bei ihm bleiben zu dürfen.
Aber Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte: Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat.
Da ging der Mann weg und verkündete in der ganzen Dekapolis, was Jesus für ihn getan hatte, und alle staunten.
(Mk 5,1-20)

Theologiestunde vom 30.01.2022

Den 3 und 4 Teil der Sendereihe Benedikt von Nursia

Nachrichtensendung vom 28.01.2022

Katholische Kirche in Kroatien erhält 160 Millionen Euro, aus dem Solidaritätsfond
Hauptthema: Causa Erzbistum München/Papst Benedikt XVI
Zwei US-Bundesstaaten, South Dakota und Nebraska, sind für Pro-Life

Katholische Orden: Dominikaner

In der zweiten Sendung von katholische Orden, stellen wir Ihnen kurz den Orden der Dominikaner vor.

Mittwochskolumne vom 26.01.2022

Synodaler Weg

Bern (novaradio.ch): In unserem Bistum, dem Bistum Basel, und in anderen Bistümern findet momentan der synodale Weg statt. Es ist richtig und gut, dass Menschen sich über die Zukunft der Kirche Gedanken machen. Man muss nicht gegen diesen Prozess sein, da doch auch viele Früchte aus Gesprächen entstehen können. Schlimm ist es aber, wenn wie im Bistum Basel Jesus Christus nicht mehr im Zentrum steht. Jede Diskussion über die Zukunft der Kirche muss sich der Frage stellen, wie Gott ins Zentrum gerückt werden kann. Wie können wir IHM den Weg bahnen. Es wird im Bistum Basel seit Jahren über Konzepte, über Dokumente und andere Papiertiger gesprochen, die in all den Jahren die Entleerung der Kirchen nicht gestoppt haben. Man muss sich der Tatsache stellen, dass auch die bestgemeinten Konzepte völlig blutleer sind, wenn sie nicht mit dem Geist Gottes gefüllt sind. Vieles in unserem Bistum würde sich bessern, wenn vor jeder Konferenz um den Beistand des Heiligen Geist gebetet würde. Als Menschen müssen wir uns im Klaren sein, dass wir ohne Gott wenig ausrichten können. Gott ist der Herr seiner Kirche. Wollen wir seine Kirche mit Leben füllen, müssen wir ihr weiten Raum für Gott geben. Lassen wir Gott auf dem synodalen Weg nicht links liegen!

Theologiestunde: Ost- und Westkirche

Es trennt uns nicht nur der Kalender, sondern der theologische Graben ist grösser als man denkt, zwischen der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche.

Quelle: Vatican Magazin

ZOOM: Gutachten zum Fall Bistum München

In dieser Sendung habe ich einige Nachrichtenportale zusammengeführt und meine Gedanken zum Fall Bistum München und Freising, sowie wie man mit dem em. Papst Benedikt XVI an den Pranger gestellt hat.

Theologiestunde vom 23.01.2022

Ab heute und am kommenden Sonntage, werden wir den hl. Benedikt von Nursia vorstellen. Wir starten mit den ersten zwei Kapiteln.

INFORMATION

AB MORGEN – DANN JEDEN SONNTAG – WERDEN WIR DEN HEILIGEN BENEDIKT VON NURSIA VORSTELLEN. AUS DEM CD „MANN GOTTES FÜR JEDE ZEIT“

Von Didier Descouens – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52066438

Nachrichtensendung vom 21.01.2022

Macron will Abtreibungen in EU-Charta als Grundrecht eintragen lassen
Papst Franziskus „weiht“ neue Laienämter ein
Interview mit Herr Philippe Fonjallaz von Open Doors, zum Thema Weltverfolgungsindex 2022
Mexico: Über 250 Priester und Bischöfe an Covid-19 gestorben

ZOOM: Augustiner Orden

In den nächsten Wochen, jeweils am Mittwoch, werde ich Ihnen die verschiedenen Orden der katholischen Kirche vorstellen. Heute beginne ich mit dem Augustiner Orden.

Mittwochskolumne vom 19.01.2022

Wort Gottes

Bern (novaradio.ch): Diesen Sonntag feiert die Kirche den Sonntag des Wortes Gottes. Papst Franziskus hat diesen Sonntag ins Leben gerufen, um der Heiligen Schrift mehr Bedeutung zu geben. Das Wort Gottes soll dabei nicht die Eucharistie ersetzen, sondern innerhalb der Heiligen Messe verstärkt zur Entfaltung kommen. Das zweite Vatikanum hat zu Recht einen grossen Wert darauf gelegt, dass die normalen Gläubigen sich mit der Heiligen Schrift, dem Wort Gottes, auseinandersetzen sollten. Wir können uns nicht Christen nennen, wenn wir dem Wort Gottes keine Beachtung schenken und es lesen.

Leider ist es so, dass in vielen Pfarreien im Bistum Basel fast jeden Sonntag nur ein Wortgottesdienst stattfindet. Diese Praxis ist nicht das, was der Heilige Vater wünscht und sie widerspricht den Vorgaben des Vatikans. Leider ist es auch nicht so, dass an diesen Gottesdiensten dem Wort Gottes tatsächlich grosse Beachtung geschenkt wird. Meist stellen diese Gottesdienste eine reine Nachahmung der Eucharistiefeier da, wobei der Feier kein Priester vorsteht. Es ist sehr traurig, dass dort, wo tatsächlich kein Priester die Heilige Messe feiern kann, die Gelegenheit nicht genutzt wird, um der Heiligen Schrift mehr Bedeutung zu schenken. Vielleicht würden sich einige Männer für die Priesterberufung entscheiden, wenn das alte und neue Testament wieder mehr gelesen würde. Dann könnten wieder alle Pfarreien des Bistums den Auftrag Jesu erfüllen und die Eucharistie Sonntag für Sonntag feiern. Lassen wir uns daher vom Wort Gottes erfüllen, hören wir auf dieses Wort und schenken wir seiner Kirche neues Leben.

Sendungen vom 17.01.2022

In diesen zwei Sendungen, geht es um den Hl. Antonius der Grosse sowie, um den zweiten Teil zum Thema „Traditionis custodes“.

Quelle: Wikipedia, summorum pontificum.de

Nachrichtensendung vom 14.01.2022

2025 Heiliges Jahr
Demos für den alten Ritus in Chicago
Super Green Pass und FFP2 Maske im Vatikan
Warten auf Gutachten

Sendungen vom 12.01.2022

In den beiden Sendungen, Zoom und Theologiestunde, hören Sie über Opus Dei und Transsubstantiation.

Quelle: Heiligenlexikon

Mittwochskolumne vom 12.01.2022

Die Würde des Laien

Bern (novaradio.ch): Es wird viel darüber diskutiert, weshalb die Priesterweihe nur unverheirateten Männern erlaubt ist. Gerade säkulare Kreise und sich selbst als progressiv bezeichnende Theologen kritisieren, dass Frauen die Priesterweihe nicht offensteht. Dabei wird vergessen, dass das Priestertum vor allem einen Dienst darstellt. Es ist nicht so, dass Männer in der katholischen Kirche einen höheren Wert als Frauen hätten. Frauen und Männer sind beide von Gott geliebte Geschöpfe und gleichberechtigt. Nur hat Jesus speziell Männer berufen, um sie in den Priesterdienst zu stellen. Die Kirche hat keine Vollmacht, dies zu verändern. Wer selber Priester kennt, die sich aufopferungsvoll für die Menschen einsetzen, weiss, dass der Priesterdient kein Privileg, sondern eine Pflicht darstellt. Zu behaupten, Frauen spielen eine untergeordnete Rolle, ist daher falsch. Auch ist es falsch, die Rolle der Laien runterzuspielen. Als Laien haben wir eine grosse Würde, den Glauben im Alltag zu leben und ihn durch Taten zu bezeugen. Wir müssen nicht neidisch sein gegenüber den Priestern und in Konkurrenz zu ihnen stehen, sondern sollten Priester unterstützen. Nur gemeinsam können Priester und Laien der Kirche neue Impulse geben und ihr neues Leben einhauchen. Macht- und Konkurrenzdenken sind völlig fehl am Platz. Nutzen wir die grosse Würde, die wir in unserer Kirche als Laien haben, Licht und Salz für unsere Gesellschaft zu sein. 

Klartext vom 10.01.2022

In dieser Sendung erläutere ich die Problematik über Traditionis custodes und dem alten Ritus.

Sendungen vom 09.01.2022

Alles zum Thema Taufe des Herrn (in der Kinder- und Jugendsendung sowie in der Sendung „Zoom“), moderiert von Ivan, Luka und Davor Novakovic.

Sendungen vom 07.01.2022

Zoom: Zölibat

Kathnews:
Papst wünscht den orthodoxen Gläubigen frohe Weihnachten
Erzbischof Gänswein bestreitet
Papst Franziskus attackiert Traditionalisten und Konservative

WEIHNACHTEN: 06.01.2022

Heilige drei Könige (vorgelesen von Luka und Ivan in der Jugend- und Kindersendung)
Bräuche und Geschichte zum Dreikönigstag (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Interview mit Luka und Ivan zum Abschluss der Advents- und Weihnachtszeit
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 05.01.2022

Erklärung von Priester- und Ordensgewand
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Mittwochskolumne vom 05.01.2022

Die Heiligen drei Könige – was bieten wir dem Herrn als Geschenk an?

Bern (novaradio.ch): Morgen feiern wir die Erscheinung des Herrn, volkstümlich auch Dreikönigsfest genannt. Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten ihre Gaben vor dem neugeborenen König der Juden, vor dem neugeborenen König der Welt. 2000 Jahre später müssen wir uns als Christen des 21. Jahrhunderts fragen, was wir dem Herrn als Geschenke anbieten können? Das erste Geschenk ist sicherlich der innige Wunsch, Christus zu sehen und ihn zu empfangen. Die Weisen aus dem Morgenland sind sicherlich Hunderte Kilometer gereist, um Jesus zu sehen. Viele Christen sind dagegen zu träge, um jeden Sonntag in die Messe zu gehen. Auch wenn gerade in unserem Bistum oft wenig Messfeiern stattfinden, so ist es trotzdem für jeden Katholiken möglich, etwas Zeit aufzuopfern, um Jesus im Heiligsten Sakrament des Altares zu begegnen. Die zweite Gabe, die jeder von uns gegen kann, ist das persönliche Gebet. Das Gebet entfaltet die stärkste Kraft der Welt. Wenn auch Gottes Sohn speziell in den Sakramenten erfahrbar ist, so ist er in jedem Herzen jedes Menschen. Gott möchte auch im Alltag bei uns sein, jedes Leid und jede Freude spüren. Mit dem Gebet danken wir Gott und bitten ihn, uns ständig beizustehen. Speziell der Rosenkranz ist ein Gebet, mit welchem wir uns in das Leben Jesu vertiefen können. Durch Maria nähern wir uns so Schritt für Schritt Gott.

Die letzte Gabe ist die tätige Nächstenliebe. Christus können wir in jedem Mitmenschen begegnen. Jede gute Tat ist eine Gabe an Gott. Gott möchte Barmherzigkeit, da er barmherzig ist. Wer seinen Nächsten liebt, bezeugt die Liebe Gottes zu uns Menschen.

Der Besuch der Eucharistie, das Gebet und die Nächstenliebe. Das sind drei Gaben, die wir Jesus schenken können. Ich werde mir dies als Vorsatz für dieses Jahr nehmen. Ihnen wünsche ich Gottes Segen für 2022!

WEIHNACHTEN: 04.01.2022

Entstehung des Weihnachtsfestkreis (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Erklärung des Weihegrades (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 03.01.2022

Herrenfest: Name Jesu (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Bedeutung von Kirchenvätern (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 02.01.2022

THEMENTAG: Bischof Basilius der Grosse (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 01.01.2022

THEMENTAG: Muttergottes (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)
Muttergottes und Weltfriedenstag (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 31.12.2021

Alles zum Thema Silvester und zum hl. Papst Silvester I. (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Kathnews
Dazwischen immer wieder Adventsmusik 

GUTES NEUES 2022 JAHR

DAS GANZE TEAM VON NOVARADIO.CH, WÜNSCHT IHNEN EIN GUTES UND GESEGNETES NEUES 2022 JAHR

WEIHNACHTEN: 30.12.2021

THEMENTAG: Wann endet die Weihnachtszeit? (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Jugendsendung: Ende der Weihnachtszeit
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

WEIHNACHTEN: 29.12.2021

THEMENTAG: Jahresende (vorgelesen von Herr Davor Novakovic) Jugendsendung: Wie begegnen wir das Jahresende (vorgelesen von Luka)
Kindersendung: Silvester (vorgelesen von Ivan)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Weihnachtslieder

Mittwochskolumne vom 29.12.2021

Wir stehen vor einem neuen Anfang

Bern (novaradio.ch): Am Ende des Jahres bietet sich immer die Gelegenheit, sich der Frage zu stellen, was gut und was schlecht gelaufen ist in den vergangenen zwölf Monaten. Dabei ist die Versuchung gross, entweder alles zu glorifizieren, was man gemacht hat, oder alles schlechtzureden. Als Christen müssen wir zwar hart mit uns ins Gericht gehen, jedoch dürfen wir dabei immer auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen. Wir sind nur schwache Menschen und können nur beschränkt Gottes Willen gänzlich erfüllen. Daher sind wir weder perfekt noch total schlecht. Wichtig ist auch immer wieder den Mut zu fassen, aufzustehen und weiterzugehen, wenn wir gefallen sind. Jesus fiel dreimal unter dem Kreuz, stand jedoch immer wieder auf. Das muss auch uns ein Vorbild sein. Gerade in unserer Kirche sind viele Menschen entmutigt. Es ist von vielen Skandalen die Rede und viele Gläubige fragen sich, wohin die Kirche steuert. Wir müssen darauf hoffen und fest daran glauben, dass es schlussendlich Jesus selbst ist, der seine Kirche steuert und zum Heil führt. Was wir aber auf keinen Fall tun dürfen, ist entmutigt zu sein oder Angst zu haben, unseren Glauben zu bekennen und uns für seine Kirche einzusetzen. Ich wünsche Ihnen allen und auch mir diesen Mut für das kommende Jahr. Wir stehen vor einem neuen Anfang und dürfen nicht zu einer Salzsäule erstarren, wenn wir die Vergangenheit betrachten. Gottes Reich liegt vor uns. Einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

WEIHNACHTEN: 28.12.2021

THEMENTAG: Fest der unschuldigen Kinder (vorgelesen von Frau Marina Kuoni und Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Weihnachtslieder

EIN PRIESTER WIRD GESUCHT

Pfarrer / Gemeindeleiter/-in. Voraussetzungen für die Übertragung der Leitungsverantwortung

Grundsatz und Richtlinien

1.  Ordentliche / ausserordentliche Leitung der Pfarrei

Grundsatz:

Für die ordentliche Leitung einer Pfarrei/mehrerer Pfarreien ernennt der Bischof einen Priester, der im Bistum inkardiniert ist oder von einem anderen Bistum bzw. von einem Orden für diese Aufgabe freigestellt worden ist als Pfarrer.

Steht für die Leitung einer Pfarrei kein Priester als Pfarrer zur Verfügung, so ernennt der Bischof für die ausserordentliche Leitung einer Pfarrei/mehrerer Pfarreien einen Diakon als Gemeindeleiter gemeinsam mit einem Leitenden Priester bzw. beauftragt eine Theologin / einen Theologen als Gemeindeleiter/-in gemeinsam mit einem Leitenden Priester.

2.  Pfarrer: Voraussetzungen für die Übertragung der Leitungsverantwortung

Richtlinien:

Voraussetzungen für die Übertragung der ordentlichen Leitung einer Pfarrei/mehrerer Pfarreien im Bistum Basel als Pfarrer sind:

  • Einsatz als Vikar / Kaplan in der Regel während mindestens vier Jahren im Bistum Basel, wenn immer möglich an zwei verschiedenen Orten in der allgemeinen Pfarreiseelsorge oder im ersten Dienst in der allgemeinen Pfarreiseelsorge und dem zweiten Dienst in der Spezialseelsorge (z.B. Jugendseelsorge, Spitalseelsorge). Bei Personen, die vor dem Theologiestudium in einem anderen Beruf gearbeitet haben, wird diese Berufserfahrung angemessen berücksichtigt
    • Bereitschaft und Fähigkeit für die Leitung einer Pfarrei bzw. mehrerer Pfarreien
    • Bereitschaft und Fähigkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit im Leitungsdienst mit Priestern, Diakonen, Theologinnen/Theologen, Katechetinnen/Katecheten (RPI/KIL/FH) und weiteren kirchlichen Mitarbeiterinnen, ebenso mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen
    • Bereitschaft für eine längerfristige Verpflichtung in dieser Aufgabe (ca. acht bis zwölf Jahre in derselben Pfarrei)
    • Dient an einem neuen Ort: Der Vikar wird in der Regel nicht am selben Ort Pfarrer, in dem er zuletzt als Vikar tätig gewesen ist
    • Bereitschaft, die Residenzpflicht zu erfüllen (vgl. c. 533 § 1 CIC)

Der Bischof kann in Ausnahmefällen von der Residenzpflicht dispensieren, wenn folgende Gründe vorliegen:

  • zwei oder mehrere Pfarrer verschiedener Pfarreien wohnen zusammen, weil sie eine Lebens- und Gebetsgemeinschaft bilden (vgl. c. 533 § 1 CIC; c. 543 § 2 CIC)
    • zwischen Mietzins und Lohn besteht ein grosses Missverhältnis
    • der Wohnraum ist für die entsprechende(n) Person(en) nicht zumutbar (z.B. zu klein, zu laut, Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt)
    • falls das Pfarrhaus bereits vermietet ist, als Büroräumlichkeiten verwendet oder renoviert wird. In solchen Fällen ist durch die Regionalleitung eine Lösung anzustreben, dass der Pfarrer die Residenzpflicht wieder erfüllen kann.

Falls der Bischof von der Residenzpflicht dispensiert, so hat der Pfarrer innerhalb des Pastoralraumes Wohnsitz zu nehmen. Zur Dispens des Bischofs braucht es eine Erklärung der Anstellungsbehörden, dass sie mit der Dispens von der Residenzpflicht einverstanden sind.

Solange das Ernennungsschreiben (Missio canonica) gilt, sind sämtliche Wohnortswechsel gemäss den oben genannten Bestimmungen durch die zuständige(n) Instanz(en) zu bewilligen.

Priester aus anderen Bistümern oder Orden, die den obengenannten Voraus- setzungen entsprechen, werden für eine bestimmte Zeit als Pfarradministrator (ca. zwei Jahre) eingesetzt, damit beidseitig geprüft werden kann, ob eine längerfristige Übernahme einer Leitungsaufgabe in Frage kommt. Der Dienst als Vikar / Kaplan kann in solchen Fällen auch ausserhalb des Bistums Basel erfolgt sein.

3.  Gemeindeleiter / Gemeindeleiterin: Voraussetzungen für die Übertragung der Leitungsverantwortung (gemeinsam mit einem Leitenden Priester)

Richtlinien:

Voraussetzungen für die Übertragung einer ausserordentlichen Leitung einer Pfarrei/ mehrerer Pfarreien im Bistum Basel an einen Diakon bzw. eine Theologin als Gemeindeleiterin / einen Theologen als Gemeindeleiter sind:

  • Dienst als Diakon bzw. als Pfarreiseelsorgerin / als Pfarreiseelsorger in der Regel während mindestens vier Jahren im Bistum Basel, wenn immer möglich an zwei verschiedenen Orten in der allgemeinen Pfarreiseelsorge oder im ersten Dienst in der allgemeinen Pfarreiseelsorge und dem zweiten Dienst in der Spezialseelsorge

(z.B. Jugendseelsorge, Spitalseelsorge). Bei Personen, die vor dem Theologiestudium in einem anderen Beruf gearbeitet haben, wird diese Berufserfahrung angemessen berücksichtigt.

  • Bereitschaft und Fähigkeit für die Leitung einer Pfarrei/mehrerer Pfarreien gemein- sam mit einem Leitenden Priester
    • Bereitschaft und Fähigkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit im Leitungsdienst mit Priestern, Diakonen, Theologinnen/Theologen, Katechetinnen/Katecheten (RPI/KIL/FH) und weiteren kirchlichen Mitarbeiterinnen, ebenso mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen
    • Bereitschaft für eine längerfristige Verpflichtung in dieser Aufgabe (ca. acht bis zwölf Jahre in derselben Pfarrei)
    • Bereitschaft für einen Dienst an einem neuen Ort: der Diakon bzw. die Pfarreiseelsorgerin/der Pfarreiseelsorger wird in der Regel nicht am selben Ort Gemeindeleiter/-in, in dem er zuletzt als Diakon bzw. er / sie zuletzt als Pfarreiseelsorger/-in tätig gewesen ist
    • Kein von den Weiheverpflichtungen entbundener Priester oder Diakon
    • Bereitschaft, die Residenzpflicht zu erfüllen (vgl. c. 533 § 1 CIC), vgl. dazu den obigen Abschnitt für den Dienst als Pfarrer; zusätzlich gilt hinsichtlich der Dispensgründe: der Wohnraum des Pfarrhauses ist für Familien nicht geeignet

Theologinnen/Theologen aus anderen Bistümern oder Orden/ geistlichen Gemein- schaften, die den obengenannten Voraussetzungen entsprechen, werden für eine bestimmte Zeit (ca. zwei Jahre) als Gemeindeleiter/-in ad interim eingesetzt, um beidseitig zu prüfen, ob eine längerfristige Übernahme einer Leitungsaufgabe in Frage kommt.

Veröffentlicht:    11.01.2005/ 11.02.2020 Verantwortlich: Abteilung Personal

WICHTIG: IHRE HILFE IST GEFRAGT

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PASTORALRAUM

’t, REGION BRUGG-WINDISCH

Pfarrer/Pastoralraumpfarrer (100%)

KATH. KIRCHGEMEINDE

BRUGG

Der Pastoralraum Region Brugg-Windisch besteht aus den Pfarreien St. Nikolaus Brugg und St. Marien Windisch. Der Pastoralraum, welcher in einem Diasporagebiet liegt und in diesem Jahr das fünfjährige Bestehen feiert, setzt sich aus fünf Kirchenzentren mit zirka 11‘000 Katholikinnen und Katholiken aus 18 Gemeinden zusammen. Aktuell ist eine befristete Interimsleitung eingesetzt. Deshalb suchen wir per 1. August 2022 oder nach Vereinbarung einen Pfarrer/Pastoralraumpfarrer (100%)

Aufgaben

  • Allgemeine Seelsorge
  • Leitung des Pastoralraums Region Brugg-Windisch
  • wertschätzende Führung der Mitarbeitenden
  • Hauptverantwortung für alle Bereiche der Seelsorge
  • Vielfältige und zeitgemässe Gestaltung der Liturgie
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung unseres jungen und dynamischen Pastoralraums
  • Förderung der Gemeinschaft, der Freiwilligen und der Ökumene
  • Vertretung des Pastoralraumes nach innen und aussen

Ihr Profil

  • Abgeschlossenes Theologiestudium an einer Theologischen Fakultät oder Hochschule und NDS «Berufseinführung Bistum Basel» oder gleichwertige Ausbildung
  • Gefestigte Persönlichkeit mit Führungs- und Lebenserfahrung
  • Team- und Integrationsfähigkeit
  • Interesse am strategischen und vernetzten Arbeiten Vertiefte Kenntnisse der schweizerischen Kirchenstrukturen
  • Neugierde und Freude im Umgang mit Menschen
  • Fähigkeit, Glaubensinhalte lebensnah weiterzugeben
  • Offenheit für aktuelle gesellschaftliche Themen
  • Kommunikative, offene Persönlichkeit

Wir bieten lhnen

  • Einen Pastoralraum mit erprobten Strukturen und Gestaltungspotential
  • Arbeit in einem dynamischen und aufgeschlossenen Team auf der Grundlage unseres Leitbildes (auch zu finden unter www.kathbrugg.ch )
  • Pfarreiangehörige, welche das Pfarreileben aktiv mitgestalten
  • Organisation mit Leitungsassistenz möglich
  • Zeitgemässe Infrastruktur
  • Anstellungsbedingungen nach den Richtlinien der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau
  • Zusammenarbeit mit engagierter Kirchenpflege und Pfarreiräten

Auskunft erteilt gerne:

Hans Schilling, Kirchenpflegepräsident, 079 697 89 25 / hans.schiIling@kathbrugg.ch

Haben wir Ihr lnteresse geweckt? Gerne erwarten wir Ihre vollständige Bewerbung bis 3. Januar 2022 an:

Bischöfliches Ordinariat, Abteilung Personal, Baselstrasse 58, Postfach, 4502 Solothurn / personalamt@bistum-basel.ch

mit Kopie an:

Katholische Kirchgemeinde Brugg, Stapferstrasse 15, Postfach, 5201 Brugg / verwaltung@kathbrugg.ch

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WEIHNACHTEN: 27.12.2021

THEMENTAG: Hl. Johannes (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Kindersendung: Hl. Johannes (vorgelesen von Ivan)
Kurzes Gedicht von Hl. Benedikt von Nursia (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Weihnachtslieder

WEIHNACHTEN: 26.12.2021

Einleitung in die Weihnachtszeit (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Matthäusevangelium 10, 17-22 (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Heiliger Stephanus (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Jugendsendung: Heiliger Stephanus (vorgelesen von Luka)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Weihnachtslieder

WEIHNACHTEN: 25.12.2021

Johannesevangelium (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsbotschaft Teil 1 von dem apostolischen Nuntius Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic
Gott wird Mensch (vorgelesen von Frau Martin Kuoni)
Ankündigung Geburt von Jesu
Jugendsendung: Welche Feste feiern wir nach Weihnachten (vorgelesen von Luka)
Weihnachtsgeschichte: Wie Ochs und Esel zur der Krippe kamen (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)
Rosenkranzgebet
Weihnachtsgeschichte: Wenn es weihnachtet von Axel Hacker (vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Bedeutung der Raunächte (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Etymologie zu Weihnachten (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Die Weihnachtszeit im Kirchenjahr (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsbotschaft Teil 2 von dem apostolischen Nuntius Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic
Dazwischen immer wieder Weihnachtslieder

Apostolischer Nuntius in Berlin, Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic

HEILIGABEND: 24.12.2021

Zu jeder Stunde und zu jedem Augenblick: von Karl Boromäus (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Kindersendung: Vorlesung aus der Kinderbibel (vorgelesen von Ivan)
Jugendsendung: Vorlesung aus der Youcat-Bibel (vorgelesen von Luka)
Was bedeutet heiliger Abend (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Jugendsendung: Heiliger Abend (vorgelesen von Luka)
Stern von Bethlehem (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Lukasevangelium: Latein / Deutsch (vorgelesen von unserem geistlichen Berater Dr. Don Nerio Medici, Priester von Opus Dei)
2.5 Mrd. Christen feiern Weihnachten (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Gedicht vom Heiligen Benedikt von Nursia (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Kathnews
Betrachtung von Pfarrer Peter Jansen, Pfarrei St. Peterskirche in Linz (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weshalb hat Gott für seinen Sohn einen Stall ausgesucht (kurzes Gespräch mit unserem geistlichen Berater Dr. Don Nerio Medici, Priester von Opus Dei)
Konzert aus Kloster Einsiedeln
Klassische Weihnachtslieder

ADVENT: 23.12.2021

Interview mit Pater Lorenz Moser, Kommunikationsbeauftragter von Kloster Einsiedeln
Rosenkranzgebet
Einige Bibeltexte zur Vorbereitung auf Weihnachten (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Maria und der Weihnachtsmann von Spensia Alisonia (12J.) (vorgelesen von Ivan)
Kurze Betrachtung zum Weihnachten von Gründer des Opus Dei (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 22.12.2021

New Yorker Weihnachten (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Opus Dei zum Thema: Lesung der hl. Messe
Text zum Thema die Krippe, vom Papst Franziskus (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Mittwochskolumne vom 22.12.2021

Die Geburt Christi ist ein Auftrag für alle von uns

Bern (novaradio.ch): Bald feiern wir die Geburt von Jesus Christus. Was bedeutet uns heutzutage die Geburt des Erlösers? Es gibt viele Menschen, teilweise auch sehr fromme Kirchgänger, die daran glauben, dass es genügt, nur an Gott zu glauben, ohne selbst am Erlösungswerk Gottes mitzuwirken. Dies ist aber eine Auffassung, gegen die sich die Katholische Kirche wehrt. Wenn Gott so demütig war und aus Liebe zu uns Mensch wurde, sind auch wir alle aufgerufen, mit Demut und Liebe unseren Mitmenschen zu begegnen. Dies beinhaltet ebenfalls, uns für die Kirche einzusetzen. Die Katholische Kirche in der Schweiz hat in den letzten Jahrzehnten viele Fehlentwicklungen durchgemacht, deren Früchte nun überall sichtbar sind. Vieles von dem konnte nur geschehen, weil Menschen keinen Mut hatten, sich für eine authentische Kirche zu wehren. Oft ging man jedem Streit aus dem Weg, weil man glaubte, dies sei unchristlich. Diese Einstellung widerspricht jedoch dem Evangelium. Gott ist Mensch geworden, weil er seine Liebe zu jedem einzelnen Menschen zeigen wollte. Seine Menschwerdung ist ein Auftrag an uns. Niemand kann sich Christ nennen, der von dieser grossen Botschaft unberührt bleibt. Wenn wir daran glauben, dass Gott kein ferner und kalter Gott ist, sondern ein naher und liebender Vater, dann muss uns dieser Glaube vorantreiben, sein Reich auf Erden zu verwirklichen. Hierzu gehört auch, überall dort mutig die Stimme zu erheben, wo Gottes Wort und die Sakramente seiner Kirche weggedrängt werden. Werden wir uns bewusst, dass Gott unser ganzes Herz möchte, aber auch unsere Hände und unseren Kopf. Wir haben von ihm Talente erhalten, die wir zugunsten unserer Mitmenschen nutzen sollen. Wahrer Christ zu sein bedeutet auch wahrer Mensch zu sein. Da Gott kein ferner Gott sein möchte, sondern ein konkreter und naher, müssen auch wir keine fernen und nur theoretischen Menschen sein, sondern konkret und nah für unsere Mitmenschen und die Kirche da sein. Beherzigen wir dies in dieser Adventszeit und auch im Neuen Jahr.

Ihnen allen frohe Weihnachten!

NEWS: 22.12.2021

FAZ zu TC-Dubia-Antworten

Das Ende der alten Messe: Banausenhafter Zentralismus

Tridentinische Messe

So liest sich der bürokratische Todesstoß für die überkommene lateinische Liturgie: Das jüngste vatikanische Schreiben „Responsa ad dubia“ ist päpstliche Exklusions-Propaganda. Das Begründungsniveau ist dürftig, die Regelungsdichte total. So viel lässt sich über die jüngste Verlautbarung aus der vatikanischen Schreibwerkstatt sagen. Es geht um die am Samstag publizierten Ausführungsbestimmungen zu dem päpstlichen Schreiben „Traditionis custodes“ (Wächter der Tradition), das im Sommer die überkommene, jahrhundertelang maßgebliche Liturgie zwar restriktiv reguliert hatte, aber doch den Bischöfen der Weltkirche einen gewissen Ermessensspielraum bot, je nach den Umständen von Ort und Zeit. Damit ist nun Schluss. Unter dem Titel „Responsa ad dubia“ (Antworten auf Zweifel) sollen vorderhand Verständnisfragen geklärt werden. Tatsächlich aber lebt sich hier der römische Zentralismus aus, die Stigmatisierung der alten lateinischen Messe wird verschärft und jedes Mauseloch geschlossen, das „Traditionis custodes“ offen gelassen hatte.

Das neue Schreiben degradiert die Bischöfe zu Antragstellern bei den päpstlichen Funktionären der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Im Stil einer fixen Idee wird Tabula rasa gemacht. Und dies im Auftrag eines Papstes, der bei anderen Reformthemen alles in der Schwebe lässt und mit Andeutungen kokettiert. Hier geht der Pontifex aber aufs Ganze, als hinge sein eigenes Seelenheil davon ab. Die alte lateinische Messe soll auf mittlere und lange Sicht nicht etwa als eine außerordentliche Form neben der in den Siebzigern modernisierten Gestalt bestehen und damit ein Dasein im Zeichen der Vielfalt beanspruchen dürfen, wie es noch Joseph Ratzinger als Vorgängerpapst ermöglicht hatte.

Nein, seit Samstag ist klar: Die alte Liturgie gehört ausgemustert aus der laufenden Kirchengeschichte, ohne Pardon, jede lebendige Tradierung ihrer Formulare und Feierlichkeiten in die Zukunft hinein soll unterbunden werden. Und zwar, darin liegt das Banausenhafte des Vorgangs, ganz unabhängig davon, welcher kulturelle Reichtum in diesen liturgischen Formen steckt, ob man ihnen persönlich nun gewogen ist oder nicht. Die Restgemeinde der alten Messe soll vor aller Augen ghettoisiert werden, auch wenn es gönnerhaft heißt, es sei nicht beabsichtigt, „die Gläubigen, die in der vorherigen Zelebrationsform verwurzelt sind, auszugrenzen“. Mit solchen Ironien hatte Rom schon die Albigenser auf die „vom Heiligen Vater vorgegebene Linie“ (Responsa ad dubia) bringen wollen. Damals wie heute wird an diese Linientreue appelliert zur Sicherung des „Geschenks der kirchlichen Gemeinschaft“, wie die Ausführungsbestimmungen gebetsmühlenartig wiederholen. Dass für solche Exklusionspropaganda auch noch „die Überzeugung des Verstandes und des Herzens“ beansprucht wird, ist kurios.

Frühere FAZ-Artikel zu TC

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/alte-lateinische-messe-der-liturgie-hammer-des-papstes-17456928.html?premium

NEWS: 22.12.2021

Veni, veni, Emmanuel!

Stellungnahme der Laienvereinigung „Pro Missa Tridentina“ zu den am 18.12.2021 veröffentlich- ten Ausführungsbestimmungen zum Motu proprio „Traditionis“ Custodes (vom 16.7.2021):

Form und Inhalt dieser Restriktionen können von traditionellen Katholiken nicht akzeptiert werden.

Mit fassungslosem Entsetzen nehmen die der römischen Tradition verbundenen Gläubigen weltweit das Dokument zur Kenntnis, das Erzbischof Roche mit Einverständnis von Papst Franziskus an die Vorsitzen- den der Bischofkonferenzen gerichtet hat und das am Samstag,18.12.2021, bekanntgemacht wurde.

Es handelt sich um Ausführungsbestimmungen für das im Juli veröffentlichte Motu proprio Traditionis Cus- todes, das die Spendung der Sakramente im Usus antiquior einschränkt. Sie sind in die Form von Antwor- ten auf angebliche Anfragen zur Umsetzung des Motu proprio gekleidet, die aber sehr künstlich und kon- struiert wirken. Die Ausführungsbestimmungen verbieten alle Sakramente mit Ausnahme der Meßfeier, für die den Priestern strikte Bedingungen auferlegt werden: Sie dürfen maximal eine heilige Messe pro Tag im Usus antiquior feiern – werktags aber nur dann, wenn sie nicht auch im Novus Ordo zelebrieren.

Meßfeiern in der überlieferten römischen Form sollen möglichst nicht in Pfarrkirchen stattfinden, auf keinen Fall in der Gottesdienstordnung aufgeführt werden und auf eine feste Gruppe von Gläubigen beschränkt bleiben.

Die Wahl des Zeitpunkts für die Veröffentlichung dieser Ausführungsbestimmungen, eine Woche vor Weih- nachten, dem zweihöchsten Fest der Christenheit, läßt ebensowenig väterliche Liebe und Fürsorge erken- nen wie der rigide Inhalt den vielbeschworenen Frieden fördert und den wohlbekannten Schlagworten wie

„Barmherzigkeit“, „Zärtlichkeit“, „Geschwisterlichkeit“, „Offenheit“, „Gehen an die Ränder“ entspricht.

Entgegen der vatikanischen Präferenz der letzten Jahre, allen möglichen Flüchtlingen ein Zuhause zu ver- schaffen, soll den traditionsverbundenen Katholiken die geistliche Heimat genommen werden: Familien, die ihren Kindern den Schatz des Glaubens und der überlieferten Liturgie weitergeben, Gläubige, die auf die- selbe Weise wie unzählige Heilige ihre persönliche Beziehung zu Christus vertiefen wollen, Priestern und Ordensleuten, die im Vertrauen auf die kirchlichen Zusagen ihr gesamtes Leben nach den traditionellen römischen Regeln ausgerichtet haben.

Erzbischof Roche betont in seinem Schreiben immer wieder die „kirchliche Gemeinschaft“ und das tiefe

„Band der Einheit“, die durch die gemeinsame Form der Eucharistiefeier entstünden.

Die Unterschiedlichkeit real existierender Meßfeiern, die jeder Gläubige beim Wechsel zwischen verschie- denen Gemeinden und Zelebranten allein im deutschen Sprachraum erlebt, wirft Fragen auf:

Welche Einheit im Ritus besteht zwischen Gottesdiensten, in denen die Zelebranten über die vorgesehe- nen Alternativen in den liturgischen Büchern hinaus (die schon mehrere Milliarden Möglichkeiten eröffnen) eigene Ideen verwirklichen?

Welche Gemeinschaft haben die verschiedenen Sprachgruppen untereinander, die in ihren Landesspra- chen und mit eigenen Erweiterungen die heilige Messe feiern? (Italiener, Kroaten, Polen, …)

Reist man gar ins Ausland, wird es noch schwieriger.

In der überlieferten lateinischen Messe hingegen wird in der gesamten Weltkirche dieselbe Form verwen- det – und bis auf die Predigt und evtl. einige ergänzende landessprachliche Lieder können Meßbesucher sich an den Gebeten und Gesängen beteiligen. Auch ist es nicht notwendig in einer Stadt mehrere sprach- spezifische Gottesdienste zu feiern.

Weder im Motu proprio Traditionis Custodes noch in den Antworten auf die Dubia wird klar benannt, welche Personen/Gruppen durch welche Aktivitäten/Meinungen die kirchliche Einheit angeblich stören oder gar unmöglich machen. Die vagen Andeutungen treffen auf den Großteil der Meßbesucher im Usus antiquior nicht zu, die die Gültigkeit des Novus Ordo anerkennen sowie für Papst Franziskus und ihren jeweiligen Ortsbischof beten.

Zur Konzelebration als Zeichen der Einheit für Priester (in beiden Dokumenten gefordert) ist in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils nichts zu finden. Dort wird Konzelebration nur als Möglichkeit beschrie- ben – im Zusammenhang mit besonderen Ereignissen wie Chrisammesse, Konzil, Synode, Abtsweihe, oder nach dem Ermessen des Ortsbischofs, sofern „das geistliche Wohl der Christgläubigen nicht die Ein- zelzelebration aller anwesenden Priester verlangt“. (SC 57. § 1. 2a)

Desweiteren heißt es im Konzilstext: Jedem Priester bleibt die Freiheit, einzeln zu zelebrieren, jedoch

nicht zur selben Zeit in derselben Kirche während einer Konzelebration und nicht am Gründonnerstag.“ (SC 57. § 2.2)

Zur Frage der Konzelebration legt der CIC/1983 fest:

Can. 902 – Wenn nicht der Nutzen für die Gläubigen etwas anderes erfordert oder geraten sein läßt, kön- nen Priester die Eucharistie in Konzelebration feiern; den einzelnen aber bleibt die Freiheit unbenom- men, die Eucharistie einzeln zu feiern, allerdings nicht zu der Zeit, zu der in derselben Kirche oder Ka- pelle eine Konzelebration stattfindet.

Sowohl im Konzilstext als auch im CIC steht das Seelenheil der Gläubigen an erster Stelle.

Diese Priorität sollte auch für das Motu proprio Traditionis Custodes sowie für dessen Ausführungsbestim- mungen gelten. Inwiefern die Zerschlagung von in Jahrzehnten gewachsenen Gruppen traditioneller Katho- liken, die sich um den Usus antiquior gebildet haben, deren Seelenheil förderlich sein soll, erschließt sich nicht – v.a. da keine Begründung angegeben wird, warum die überlieferte Form des römischen Ritus auf einmal nicht mehr der lex orandi der katholischen Kirche entsprechen soll: Mehr als 1500 Jahre lang gab es keine Diskrepanz – und noch im Frühjahr 2020 ergänzte Papst Franziskus den Usus antiquior um zu- sätzliche Präfationen und fügte neue Heiligenfeste hinzu.

Auch wenn im Motu proprio Traditionis custodes behauptet wird, der Novus Ordo sei der „einzige Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus“ – und auch wenn Erzbischof Roche dies in seinem Dokument 5(!)-mal mit fast identischen Worten wie einen Refrain wiederholt, wird die Aussage dadurch nicht zutreffender. Man denke nur an Divine Worship der zur katholischen Kirche konvertierten Anglikaner (Anglican Use), deren Meßbuch eine „seelsorgliche Variante des römischen Ritus“ ist.

Das Motu proprio spricht von der rituellen Form, die uns durch die Reform des Zweiten Vatikanischen Kon- zils geschenkt wurde und die Zeugnis eines unveränderten Glaubens sei sowie Ausdruck einer erneuerten Ekklesiologie.

Gemäß dem Grundsatz „Lex orandi – lex credendi“ gibt es keinen berechtigen Grund, dem Usus antiquior seine Übereinstimmung mit dem „unveränderten Glauben“ und dem dazugehörigen „Gesetz des Betens“ abzusprechen, nachdem er viele Jahrhunderte lang Glauben und Beten der katholischen Kirche getragen hat.

Wie „unveränderter Glaube“ und „erneuerte Ekklesiologie“ zusammenpassen, bleibt ein Geheimnis der Au- toren. Ebenso, wie der Novus Ordo einerseits eine glaubenstreue Weiterentwicklung des Usus antiquior sein soll – andererseits aber der überlieferte römische Ritus im Widerspruch zur modernen Theologie und deren „Gesetz des Betens“ stehen soll. Das Ganze läßt sich auch nicht stringent auf das Vaticanum II zu- rückführen, das als „Pastoralkonzil“ keine Veränderung des Glaubensguts vornehmen wollte – diese kam erst durch den angeblichen „Geist des Konzils“.

Papst Benedikt XVI drückte in seinem Begleitschreiben an die Bischöfe zum Motu propio Summorum Pon- tificum (2007) aus, wovon alle traditionellen Katholiken überzeugt sind: „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben.“

21.12.2021, Monika Rheinschmitt, Vorsitzende der Laieinvereinigung Pro Missa Tridentina

Veni, veni, Emmanuel!

Veni o Iesse virgula! Ex hostis tuos ungula, De specu tuos tartari Educ, et antro barathri.

Veni clavis Davidica! Regna reclude coelica, Fac iter tutum superum, Et claude vias inferum.

Komm, o Spross des Jesse!

Aus des Feindes Klauen führe die Deinen heraus, aus der Tiefe der Unterwelt,

aus dem Abgrund der Hölle.

Komm, Schlüssel Davids!

Schließe auf die himmlischen Reiche.

Mach sicher den Weg nach oben

und verschließe die Wege nach unten.

ADVENT: 21.12.2021

Dritter und letzter Teil von der Geschichte: Der Weg (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Israel (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Zwei kurze Adventsgedichte (vorgelesen von Ivan)
Weihnachtsgeschichte: Polen (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)

ADVENT: 20.12.2021

Interview mit der Ordensschwester Maria-Hedwig, von der Ordensgemeinschaft «Kleine Schwestern von Jesu»
Schenken von Joachim Ringelnatz (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Theologische Erläuterung zum Thema: Theologie der Weihnachtsliturgie (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Fazit der Erläuterungen (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Brasilien (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)

NEWS: 20.12.2021

Pro Ecclesia Schweiz hat uns gebeten, folgenden Text zu veröffentlichen.

Medienmitteilung der Katholischen Volksbewegung Pro Ecclesia

Personelle Neubesetzung bei kath.ch ist eine Provokation

Die Katholische Volksbewegung Pro Ecclesia hat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Stil und grundsätzlichen Kurs von kath.ch bemängelt. Insbesondere der Umstand, dass die Redaktionsleitung immer wieder gravierend gegen die Leitsätze drei, «dialogische Gesprächskultur», und vier, «Toleranz und Respekt gegenüber anderen Überzeugungen», des Rahmenstatuts für die sprachregionale Medienarbeit der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz vom 4. August 2014 verstösst, konnte und kann nicht hingenommen werden. Auch die Polemik, persönlichen Angriffe auf kirchliche Amtsträger und lehramtsferne Positionen von kath.ch stossen in weiten Teilen der katholischen Gläubigen auf Unverständnis und Ablehnung. So kamen bei viele, nicht nur in der Pro Ecclesia, zur Überzeugung, dass kath.ch mit Agitation und einseitigem innerkirchlichem Kurs der Katholischen Kirche einen Bärendienst erweist.

Die Einstellung von Jacqueline Straub als Chefin vom Dienst bei kath.ch zeigt leider auf, dass die verantwortlichen Gremien von kath.ch nicht gewillt sind, die Kritik, welche von unterschiedlicher Seite kam und kommt, ernst zu nehmen.  Anders ist nicht zu erklären, dass sie eine Person in eine massgebliche Position einsetzen, die sich in der vom hl. Papst Johannes Paul II. klar endgültig geregelten Frage des Frauenpriestertums klar gegen die Lehre der Kirche stellt. Des Weiteren müssen wir mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass sich der Vorstand des Vereins Katholisches Medienzentrum mit einer solchen Personalpolitik weiterhin um eine ausgewogene Repräsentierung des gesamten katholischen Spektrums in der Redaktion foutiert.

Für die Katholische Volksbewegung Pro Ecclesia ist es stossend, dass ein wesentlicher Teil der katholischen Gläubigen über ihre Kirchensteuern ein Medium mitfinanzieren müssen, welches ihre Werte und religiösen Gefühle immer wieder mit Füssen tritt. Die Verantwortlichen der Schweizer Bischofskonferenz und der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz stehen in der Verantwortung, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Katholische Volksbewegung Pro Ecclesia

Postfach 42, 5401 Baden

ADVENT: 19.12.2021

Kathnews Spezialaugabe
Vor Ort: Interview mit Herr Daniel Häberli (Landwirtschaftler) zum Thema Tannenbäume
Teil 2: Der Weg (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Tagesevangelium
Auslegung des Evangeliums von I.E. apostolischer Nuntius in Berlin Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic
Weihnachtgeschichte: Finnland (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)
Rosenkranzgebet
Weihnachtsgeschichte: Bennos Weihnachtswunsch (vorgelesen von Daisy)
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Erzbischof Msgr. Dr. Nikola Eterovic

ADVENT: 18.12.2021

Zuhause (kurzes Gedicht vorgelesen von Ivan)
Der Weg – Teil 1 – von Kurt Josef Wecker (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Spanien (vorgelesen Frau Vera Novakovic)
Rezept: Apfelpunch (vorgelesen von Frau Christine Augsburger)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

BREAKING NEWS

Hochwürdigste Eminenz / Exzellenz,

nach der Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens in Form des „Motu Proprio“ Traditionis custodes über den Gebrauch der liturgischen Bücher vor der Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils durch Papst Franziskus, erhielt die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung – die für die in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten die Autorität des Heiligen Stuhls ausübt (vgl. Traditionis custodes, Nr. 1) – mehrere Anfragen zur Klärung der ordnungsgemäßen Anwendung dieses Schreibens. Einige Fragen wurden von mehreren Seiten und mit größerer Häufigkeit aufgeworfen: Nachdem wir sie sorgfältig geprüft, den Heiligen Vater informiert sowie seine Zustimmung erhalten haben, werden nun die Antworten auf die am häufigsten wiederkehrenden Fragen veröffentlicht.

Der Text des Motu Proprio und der Begleitbrief an alle Bischöfe bringen die Gründe für die Entscheidung von Papst Franziskus klar zum Ausdruck. Das erste Ziel besteht darin, „in der beständigen Suche nach der kirchlichen Gemeinschaft“ (Traditionis custodes, Einleitung) fortzuschreiten, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass in den von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgierten liturgischen Büchern der einzige Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus erkannt wird (vgl. Traditionis custodes, Nr. 1). Das ist die Richtung, in die wir gehen wollen, und das ist der Sinn der Antworten, die wir hier veröffentlichen: Jede Norm, die vorgeschrieben wird, hat immer das einzige Ziel, das Geschenk der kirchlichen Gemeinschaft zu bewahren, indem wir gemeinsam, mit Überzeugung des Verstandes und des Herzens, auf der vom Heiligen Vater vorgegebenen Linie gehen.

Es ist traurig zu sehen, wie das tiefste Band der Einheit – die Teilhabe an dem einen gebrochenen Brot, das Sein Leib ist, der geopfert wird, damit alle eins seien (vgl. Joh 17,21) – zu einem Grund für Spaltung wird: Es ist die Aufgabe der Bischöfe, cum Petro et sub Petro, die Gemeinschaft zu erhalten, die eine notwendige Voraussetzung ist – daran erinnert uns der Apostel Paulus (vgl. 1 Kor 11,17-34) –, um am eucharistischen Tisch teilnehmen zu können.

Eines ist unbestreitbar: Die Konzilsväter spürten die Dringlichkeit einer Reform, damit die Wahrheit des gefeierten Glaubens immer mehr in ihrer ganzen Schönheit zum Vorschein komme und das Volk Gottes in einer vollen, bewussten und tätigen Teilnahme an der liturgischen Feier wachse (vgl. Sacrosanctum Concilium Nr. 14), dem gegenwärtigen Moment der Heilsgeschichte, dem Gedenken an das Osterfest des Herrn, unserer einzigen Hoffnung.

Als Hirten dürfen wir uns nicht zu unnützen Streitereien hinreißen lassen, die nur zu Spaltungen beitragen und bei der das Rituelle oft für ideologische Ansichten instrumentalisiert wird. Vielmehr sind wir alle aufgerufen, den Wert der Liturgiereform wiederzuentdecken, indem wir die Wahrheit und Schönheit des Ritus bewahren, die sie uns geschenkt hat. Wir sind uns bewusst, dass eine erneuerte und kontinuierliche liturgische Bildung sowohl für die Priester als auch für die Laien notwendig ist, um dies zu verwirklichen.

Beim feierlichen Abschluss der zweiten Sitzungsperiode des Konzils (4. Dezember 1963) drückte der heilige Paul VI. dies so aus (Nr. 11):

„Im Übrigen fehlt es dieser schwierigen und komplexen Diskussion keineswegs an reicher Frucht: Das Thema, das vor allen anderen behandelt worden ist und in gewisser Hinsicht von allen das wichtigste ist, sowohl wegen seiner Natur wie auch wegen seiner Würde, die ihm in der Kirche zukommt, die heilige Liturgie, ist zu einem glücklichen Abschluss gekommen und wird heute in feierlicher Form von Uns promulgiert. Wir empfinden darüber aufrichtige Freude. Wir können nämlich feststellen, dass auf diese Weise die rechte Ordnung der Gegenstände und Pflichten gewahrt worden ist. Wir haben dadurch bekannt, dass Gott der erste Platz zukommt, dass das Gebet unsere erste Pflicht ist, dass die heilige Liturgie die erste Quelle jener Verbindung mit Gott ist, in der das göttliche Leben uns selbst mitgeteilt wird, die erste Schule unseres geistlichen Lebens, das erste Geschenk, das wir dem christlichen Volk anbieten können, das mit uns im Glauben und im Gebet verbunden ist, dass es schließlich die erste Einladung an die Welt ist, damit ihre stumme Zunge sich zu beglückendem und wahrhaftem Gebet löse und jene unaussprechliche und die Seele stärkende Kraft spüre, die aus dem gemeinsamen Lob Gottes und der menschlichen Hoffnung durch Christus im Heiligen Geist fließt.“

Wenn Papst Franziskus (Ansprache an die Teilnehmer der 68. Nationalen Liturgischen Woche, Rom, 24. August 2017) uns daran erinnert, dass „[wir] im Anschluss an dieses Lehramt, an diesen langen Weg […] mit sicherer Gewissheit und lehramtlicher Autorität bekräftigen [können], dass die Liturgiereform unumkehrbar ist“, will er uns die einzige Richtung zeigen, in die wir mit Freude gerufen sind, unser Mühen in der Pastoral als Hirten zu lenken.

Vertrauen wir Maria, der Mutter der Kirche, unseren Dienst an, „die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3).

Am Sitz der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, dem 4. Dezember 2021, 58. Jahrestag der Promulgation der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium.

✠ Arthur Roche
Präfekt

 Papst Franziskus wurde im Rahmen einer dem Präfekten dieser Kongregation am 18. November 2021 gewährten Audienz über die vorliegenden RESPONSA AD DUBIA samt den beigefügten ERLÄUTERNDEN NOTEN informiert und hat ihre Veröffentlichung gutgeheißen.            
Traditionis custodes Art. 3. Episcopus, in dioecesibus ubi adhuc unus vel plures coetus celebrant secundum Missale antecedens instaurationem anni 1970:    […] § 2. statuat unum vel plures locos ubi fideles, qui his coetibus adhaerent, convenire possint ad Eucharistiam celebrandam (nec autem in ecclesiis paroecialibus nec novas paroecias personales erigens); Art. 3. In den Diözesen, in denen es bisher eine oder mehrere Gruppen gibt, die nach dem Missale vor der Reform von 1970 zelebrieren, hat der Bischof: §2 einen oder mehrere Orte zu bestimmen, wo die Gläubigen, die zu diesen Gruppen gehören, sich zur Eucharistiefeier versammeln können (jedoch nicht in den Pfarrkirchen und ohne neue Personalpfarreien zu errichten);

Auf das vorgelegte Dubium:

Kann der Diözesanbischof, wo es nicht möglich ist, eine Kirche oder ein Oratorium oder eine Kapelle zu finden, um die Gläubigen aufzunehmen, die mit dem Missale Romanum (Editio tipyca 1962) feiern, die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung um eine Ausnahme von der Bestimmung des Motu Proprio Traditionis custodes (Art. 3 § 2) bitten, und somit die Feier in der Pfarrkirche erlauben?

Wird geantwortet:

Ja.

Erläuternde Note.

Artikel 3 § 2 des Motu proprio Traditionis custodes fordert den Bischof auf, in Diözesen, in denen es bisher eine oder mehrere Gruppen gibt, die nach dem Missale vor der Reform von 1970 feiern, „einen oder mehrere Orte zu bestimmen, wo die Gläubigen, die zu diesen Gruppen gehören, sich zur Eucharistiefeier versammeln können (jedoch nicht in den Pfarrkirchen und ohne neue Personalpfarreien zu errichten)“. Mit dem Ausschluss der Pfarrkirche soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Feier der Eucharistie nach dem vorherigen Ritus als ein auf die oben genannten Gruppen beschränktes Zugeständnis nicht zum Alltag des Lebens der Pfarrgemeinde gehört.

Diese Kongregation, die für die in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten die Autorität des Heiligen Stuhls ausübt (vgl. Traditionis custodes, Nr. 7), kann auf Antrag des Diözesanbischofs die Verwendung der Pfarrkirche für die Zelebration nach dem Missale Romanum von 1962 nur in den Fällen bewilligen, in denen feststeht, dass es unmöglich ist, eine andere Kirche, ein Oratorium oder eine Kapelle zu benutzen. Die Beurteilung dieser Unmöglichkeit muss mit äußerster Sorgfalt erfolgen.

Außerdem ist es nicht angemessen, eine solche Feier in die Gottesdienstordnung der Gemeinde aufzunehmen, da sie nur von den Gläubigen besucht wird, die Mitglieder der Gruppe sind. Schließlich ist zu vermeiden, dass sie gleichzeitig mit pastoralen Aktivitäten der Pfarrgemeinde stattfindet. Es wird davon ausgegangen, dass diese Erlaubnis zurückgezogen wird, wenn ein anderer Ort verfügbar wird.

Mit diesen Bestimmungen wird nicht beabsichtigt, die Gläubigen, die in der vorhergehenden Zelebrationsform verwurzelt sind, auszugrenzen: Sie haben nur den Zweck, daran zu erinnern, dass es sich (in Anbetracht des gemeinsamen Gebrauchs der einzigen Ausdrucksform der lex orandi des Römischen Ritus) um ein Zugeständnis aus Sorge um ihr Wohl handelt und nicht um eine Gelegenheit, den vorherigen Ritus zu fördern.

 Traditionis custodes Art. 1. Libri liturgici a sanctis Pontificibus Paulo VI et Ioanne Paulo II promulgati, iuxta decreta Concilii Vaticani II, unica expressio “legis orandi” Ritus Romani sunt. Art. 8. Normae, dispositiones, concessiones et consuetudines antecedentes, quae conformes non sint cum harum Litterarum Apostolicarum Motu Proprio datarum praescriptis, abrogantur.  Art. 1. Die von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgierten liturgischen Bücher sind die einzige Ausdrucksform der lex orandi des Römischen Ritus. Art. 8. Die vorausgehenden Normen, Instruktionen, Gewährungen und Gewohnheiten, die nicht dem entsprechen, was in diesem Motu Proprio festgelegt wird, sind außer Kraft gesetzt.

Auf das vorgelegte Dubium:

Ist es nach den Bestimmungen des Motu Proprio Traditionis Custodes möglich, die Sakramente mit dem Rituale Romanum und dem Pontificale Romanum vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu feiern?

Wird geantwortet:

Nein.

Nur für die kanonisch errichteten Personalpfarreien, die gemäß den Bestimmungen des Motu Proprio Traditionis Custodes mit dem Missale Romanum von 1962 feiern, ist der Diözesanbischof befugt, die Erlaubnis für den Gebrauch allein des Rituale Romanum (letzte editio typica 1952) – nicht des Pontificale Romanum vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils – zu erteilen.

Erläuternde Note.

Das Motu proprio Traditionis custodes beabsichtigt, in der gesamten Kirche des Römischen Ritus ein einziges und übereinstimmendes Gebet wiederherzustellen, das ihre Einheit zum Ausdruck bringt, und zwar gemäß den von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. promulgierten liturgischen Büchern, in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Tradition der Kirche.

Der Diözesanbischof als Leiter, Förderer und Wächter des gesamten liturgischen Lebens muss sich dafür einsetzen, dass man in seiner Diözese zu einer einheitlichen Zelebrationsform zurückkehrt (vgl. Papst Franziskus, Begleitbrief an die Bischöfe in aller Welt zum Text des Motu Proprio Traditionis custodes).

Diese Kongregation, die für die in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten die Autorität des Heiligen Stuhls ausübt (vgl. Traditionis custodes, Nr. 7), ist der Ansicht, dass man, um in der vom Motu proprio angegebenen Richtung voranzuschreiten, die Erlaubnis zur Verwendung des Rituale Romanum und des Pontificale Romanum vor der Liturgiereform nicht erteilen darf, weil diese liturgischen Bücher wie alle vorausgehenden Normen, Instruktionen, Gewährungen und Gewohnheiten außer Kraft gesetzt worden sind (vgl. Traditionis custodes, Nr. 8).

Nur für die kanonisch errichteten Personalpfarreien, die nach den Bestimmungen des Motu Proprio Traditionis Custodes mit dem Missale Romanum von 1962 zelebrieren, ist der Diözesanbischof befugt, nach seinem Ermessen die Erlaubnis zur Verwendung des Rituale Romanum (letzte editio typica 1952) – nicht jedoch des Pontificale Romanum vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils – zu erteilen. Es sei daran erinnert, dass die Formel für das Sakrament der Firmung vom heiligen Paul VI. mit der Apostolischen Konstitution Divinæ consortium naturæ (15. August 1971) für die gesamte lateinische Kirche geändert wurde.

Mit dieser Bestimmung soll die Notwendigkeit unterstrichen werden, die vom Motu Proprio vorgegebene Richtung klar zu bekräftigen, die in den von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgierten liturgischen Büchern den einzigen Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus sieht (vgl. (vgl. Traditionis custodes, Nr.1).

Bei der Umsetzung der Bestimmungen ist darauf zu achten, dass all jene, die in der früheren Zelebrationsform verwurzelt sind, zu einem vollen Verständnis des Wertes der Zelebration in der rituellen Form, die uns durch die Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils geschenkt wurde, geführt werden, und zwar durch eine angemessene Ausbildung, die es ermöglicht, zu entdecken, wie diese Zeugnis eines unveränderten Glaubens, Ausdruck einer erneuerten Ekklesiologie und primäre Quelle der Spiritualität des christlichen Lebens ist.

Traditionis custodes Art. 3. Episcopus, in dioecesibus ubi adhuc unus vel plures coetus celebrant secundum Missale antecedens instaurationem anni 1970: § 1. certior fiat coetus illos auctoritatem ac legitimam naturam instaurationis liturgicae, normarum Concilii Vaticani II Magisteriique Summorum Pontificum non excludere;           Art. 3. In den Diözesen, in denen es bisher eine oder mehrere Gruppen gibt, die nach dem Missale vor der Reform von 1970 zelebrieren, hat der Bischof: §1 sicherzustellen, dass diese Gruppen nicht die Gültigkeit und die Legitimität der Liturgiereform, der Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste ausschließen;

Auf das vorgelegte Dubium:

Wenn ein Priester, dem der Gebrauch des Missale Romanum von 1962 erlaubt wurde, die Gültigkeit und die Legitimität der Konzelebration nicht anerkennt – es ablehnt, insbesondere bei der Chrisam-Messe zu konzelebrieren –, kann er dann weiterhin diese Erlaubnis in Anspruch nehmen?

Wird geantwortet:

Nein.

Bevor der Bischof jedoch die Erlaubnis, das Missale Romanum von 1962 zu verwenden, widerruft, soll er dafür Sorge tragen, mit dem Priester in einen mitbrüderlichen Austausch zu treten, um sicherzustellen, dass diese Haltung die Gültigkeit und Legitimität der Liturgiereform, die Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils und das Lehramt der Päpste nicht ausschließt, und ihn zu einem Verständnis für den Wert der Konzelebration, insbesondere bei der Chrisam-Messe, zu begleiten.

Erläuternde Note.

Art. 3 § 1 des Motu Proprio Traditionis custodes fordert den Diözesanbischof auf, sicherzustellen, dass Gruppen, die die Feier mit dem Missale Romanum von 1962 beantragen, „nicht die Gültigkeit und die Legitimität der Liturgiereform, der Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste ausschließen“.

Der heilige Paulus ermahnt die Gemeinde von Korinth nachdrücklich, die Einheit als notwendige Voraussetzung für die Teilnahme am eucharistischen Tisch zu leben (vgl. 1 Kor 11,17-34).

In dem Brief an die Bischöfe in aller Welt, der dem Text des Motu Proprio Traditionis custodes beigefügt ist, drückt sich der Heilige Vater wie folgt aus: „‘Die liturgischen Handlungen sind nicht privater Natur, sondern Feiern der Kirche, die das „Sakrament der Einheit“ ist‘ (vgl. Sacrosanctum Concilium, Nr. 26), und müssen daher in Gemeinschaft mit der Kirche erfolgen. Während das Zweite Vatikanische Konzil die äußeren Bande der Eingliederung in die Kirche – das Glaubensbekenntnis, die Sakramente, die Gemeinschaft – bekräftigte, sagte es mit dem heiligen Augustinus, dass es Bedingung des Heiles sei, nicht nur ‚dem Leibe‘, sondern auch ‚dem Herzen‘ nach im Schoße der Kirche zu verbleiben (vgl. Lumen Gentium, Nr. 14).“

Der ausdrückliche Wille, nicht an der Konzelebration, insbesondere bei der Chrisam-Messe, teilzunehmen, scheint Ausdruck eines Mangels, sowohl der Annahme der Liturgiereform wie der kirchlicher Gemeinschaft mit dem Bischof zu sein, die notwendige Voraussetzungen sind, für die Gewährung, mit dem Missale Romanum von 1962 zu feiern.

Bevor der Bischof jedoch die Erlaubnis zur Verwendung des Missale Romanum von 1962 widerruft, bietet er dem Priester die nötige Zeit für einen aufrichtigen Austausch über die tieferen Beweggründe an, die ihn dazu veranlassen, den Wert der Konzelebration nicht anzuerkennen, insbesondere in der Messe, der der Bischof vorsteht, und ihn einzuladen, in der beredten Geste der Konzelebration jene kirchliche Gemeinschaft zu leben, die eine notwendige Voraussetzung dafür ist, am Tisch des eucharistischen Opfers teilnehmen zu können.

 Traditionis custodes Art. 3. Episcopus, in dioecesibus ubi adhuc unus vel plures coetus celebrant secundum Missale antecedens instaurationem anni 1970: […] § 3. constituat, in loco statuto, dies quibus celebrationes eucharisticae secundum Missale Romanum a sancto Ioanne XXIII anno 1962 promulgatum permittuntur. His in celebrationibus, lectiones proclamentur lingua vernacula, adhibitis Sacrae Scripturae translationibus ad usum liturgicum ab unaquaque Conferentia Episcoporum approbatis;    Art. 3. In den Diözesen, in denen es bisher eine oder mehrere Gruppen gibt, die nach dem Missale vor der Reform von 1970 zelebrieren, hat der Bischof: §3 am angegebenen Ort die Tage zu bestimmen, an denen die Feier der Eucharistie unter Verwendung des vom heiligen Johannes XXIII. 1962 promulgierten Römischen Messbuchs möglich ist.[7] Bei diesen Feiern sollen die Lesungen in der Volkssprache vorgetragen werden, wobei die Übersetzungen der Heiligen Schrift zu verwenden sind, die von den jeweiligen Bischofskonferenzen für den liturgischen Gebrauch approbiert wurden;

Auf das vorgelegte Dubium:

Ist es möglich, bei Eucharistiefeiern, die das Missale Romanum von 1962 verwenden, für die Lesungen die Gesamtausgabe der Bibel zu verwenden und die im Messbuch angegebenen Perikopen auszuwählen?

Wird geantwortet:

Ja.

Erläuternde Note.

Art. 3 § 3 des Motu Proprio Traditionis Custodes legt fest, dass die Lesungen in der Volkssprache unter Verwendung der von den jeweiligen Bischofskonferenzen für den liturgischen Gebrauch approbierten Übersetzungen der Heiligen Schrift zu verkünden sind.

Da die Texte der Lesungen im Missale selbst enthalten sind und es somit kein Lektionar gibt, muss man, um die Bestimmungen des Motu Proprio zu befolgen, notwendigerweise auf das Buch der Heiligen Schrift in der von den einzelnen Bischofskonferenzen für den liturgischen Gebrauch approbierten Übersetzung zurückgreifen und die im Missale Romanum von 1962 angegebenen Perikopen wählen.

Die Veröffentlichung volkssprachlicher Lektionare, die den Lesezyklus des vorherigen Ritus wiedergeben, kann nicht erlaubt werden.

Hier ist daran zu erinnern, dass das vorliegende Lektionar eine der wertvollsten Früchte der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils ist. Die Veröffentlichung des Lektionars überwindet nicht nur die „vollständige“ Form des Missale Romanum von 1962 und kehrt zu der alten Tradition der einzelnen Bücher zurück, die den einzelnen Diensten entsprechen, sondern erfüllt auch den in Sacrosanctum Concilium, Nr. 51, geäußerten Wunsch: „Auf dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde, soll die Schatzkammer der Bibel weiter aufgetan werden, so dass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten Teile der Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden.“

Traditionis custodes Art. 4. Presbyteri ordinati post has Litteras Apostolicas Motu Proprio datas promulgatas, celebrare volentes iuxta Missale Romanum anno 1962 editum, petitionem formalem Episcopo dioecesano mittere debent, qui, ante concessionem, a Sede Apostolica licentiam rogabit. Art. 4. Die Priester, die nach der Veröffentlichung dieses Motu Proprio geweiht werden und beabsichtigen, nach dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, müssen eine formale Anfrage an den Diözesanbischof richten, der vor der Erteilung der Genehmigung den Apostolischen Stuhl konsultiert.            

Auf das vorgelegte Dubium:

Muss der Diözesanbischof vom Apostolischen Stuhl ermächtigt sein (vgl. Traditionis custodes, Nr. 4), um Priestern, die nach der Veröffentlichung des Motu Proprio Traditionis custodes geweiht wurden, die Zele­-bration mit dem Missale Romanum von 1962 zu gestatten?

Wird geantwortet:

Ja.

Erläuternde Note.

Der lateinische Text (offizieller Bezugstext) lautet in Artikel 4 wie folgt: „Presbyteri ordinati post has Litteras Apostolicas Motu Proprio datas promulgatas, celebrare volentes iuxta Missale Romanum anno 1962 editum, petitionem formalem Episcopo dioecesano mittere debent, qui, ante concessionem, a Sede Apostolica licentiam rogabit“.

Dabei handelt es sich nicht nur um eine beratende Stellungnahme, sondern um eine notwendige Ermächtigung, die dem Diözesanbischof von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung erteilt wird, die die Autorität des Heiligen Stuhls in den in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten ausübt (vgl. Traditionis custodes, Nr. 7).

Erst nach Erhalt dieser Genehmigung kann der Diözesanbischof Priestern, die nach der Veröffentlichung des Motu Proprio (16. Juli 2021) geweiht wurden, erlauben, mit dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren.

Diese Regel will dem Diözesanbischof bei der Beurteilung eines solchen Ersuchens helfen: Seine Einschätzung wird von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung gebührend berücksichtigt werden.

Das Motu Proprio bringt deutlich den Willen zum Ausdruck, als einzigen Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus das anzuerkennen, was in den von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgierten liturgischen Büchern enthalten ist: Es ist daher absolut wünschenswert, dass die nach der Veröffentlichung des Motu Proprio geweihten Priester diesen Wunsch des Heiligen Vaters teilen.

Da es unsere Absicht ist, mit Eifer in die von Papst Franziskus angegebene Richtung zu gehen, werden alle Ausbilder der Seminare ermutigt, die zukünftigen Diakone und Priester zu begleiten, damit sie den Reichtum der vom Zweiten Vatikanischen Konzil gewünschten Liturgiereform verstehen und erfahren: Sie hat es verstanden, jedes Element des Römischen Ritus wertzuschätzen und – wie die Konzilsväter wünschten – jene volle, bewusste und tätige Teilnahme des ganzen Gottesvolkes an der Liturgie zu fördern (vgl. Sacrosanctum Concilium Nr. 14), die die Hauptquelle der authentischen christlichen Spiritualität ist.

 Traditionis custodes Art. 5. Presbyteri, qui iam secundum Missale Romanum anno 1962 editum celebrant, ab Episcopo dioecesano licentiam rogabunt ad hanc facultatem servandam. Art. 5. Die Priester, die schon nach dem Missale Romanum von 1962 zelebrieren, erbitten vom Diözesanbischof die Genehmigung, weiterhin von dieser Befugnis Gebrauch zu machen.        

Auf das vorgelegte Dubium:

Kann die Erlaubnis, nach dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, ad tempus erteilt werden?

Wird geantwortet:

Ja.

Erläuternde Note.

Die Entscheidung, die Verwendung des Missale Romanum von 1962 für einen bestimmten Zeitraum zu gestatten – für die Dauer, die der Diözesanbischof für angemessen hält –, ist nicht nur möglich, sondern auch empfehlenswert: Das Ende des festgelegten Zeitraums bietet die Möglichkeit zu überprüfen, ob alles mit der vom Motu Proprio festgelegten Ausrichtung übereinstimmt. Das Ergebnis dieser Überprüfung kann die Gründe für die Verlängerung oder Aussetzung der Erlaubnis liefern.

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Auf das vorgelegte Dubium:

Gilt die vom Diözesanbischof erteilte Erlaubnis, nach dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, nur für das Gebiet seiner Diözese?

Wird geantwortet:

Ja.

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Auf das vorgelegte Dubium:

Muss, wenn der berechtigte Priester abwesend oder verhindert ist, auch wer ihn vertritt, eine formale Berechtigung erhalten haben?

Wird geantwortet:

Ja.

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Auf das vorgelegte Dubium:

Müssen Diakone und zu Diensten Beauftragte, die an der Feier nach dem Missale Romanum von 1962 teilnehmen, vom Diözesanbischof ermächtigt werden?

Wird geantwortet:

Ja.

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Auf das vorgelegte Dubium:

Kann ein Priester, der berechtigt ist, mit dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, und der aufgrund seines Amtes (Pfarrer, Kaplan,…) an Wochentagen auch mit dem Missale Romanum der Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils zelebriert, unter Gebrauch des Missale Romanum von 1962 binieren?

Wird geantwortet:

Nein.

Erläuternde Note.

Der Pfarrer oder Kaplan, der in Ausübung seines Amtes werktags mit dem derzeitigen Missale Romanum zelebriert, das der einzige Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus ist, kann nicht mit dem Missale Romanum von 1962 feiernd binieren, und zwar weder mit einer Gruppe noch privat.

Es ist nicht möglich, die Bination zu gewähren, weil nämlich kein Fall von „gerechtem Grund“ oder „pastoraler Notwendigkeit“ vorliegt, wie dies can. 905 §2 CIC verlangt: das Recht der Gläubigen, die Eucharistie zu feiern, wird in keiner Weise verweigert, da ihnen die Möglichkeit geboten wird, an der Eucharistie in ihrer derzeitigen rituellen Form teilzunehmen.

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Auf das vorgelegte Dubium:

Kann ein Priester, der berechtigt ist, mit dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, am selben Tag mit demselben Messbuch für eine andere Gruppe von Gläubigen zelebrieren, die eine Genehmigung erhalten hat?

Wird geantwortet:

Nein.

Erläuternde Note.

Es ist nicht möglich, die Bination zu gewähren, weil nämlich kein Fall von „gerechtem Grund“ oder „pastoraler Notwendigkeit“ vorliegt, wie dies can. 905 §2 CIC verlangt: das Recht der Gläubigen, die Eucharistie zu feiern, wird in keiner Weise verweigert, da ihnen die Möglichkeit geboten wird, an der Eucharistie in ihrer derzeitigen rituellen Form teilzunehmen.

ADVENT: 17.12.2021

Geschichte des Weihnachtsbaums (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Kindersendung (Warum gibt es Bescherung am Heiligabend vorgelesen von Ivan)
Weihnachtsgeschichte: Der Weg nach Bethlehem mit der hl. Familie (vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Theologische Auslegung zum Thema: Der Weg nach Bethlehem mit der hl. Familie (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Russland (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Rosenkranzgebet
Kathnews
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 16.12.2021

Ein Jahr Weihnachten (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Akzeptanz (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Weihnachtsgeschichte: Mexiko (vorgelesen von Frau Vera Novakovic)
Kindersendung (Verse zum Advent vorgelesen von Ivan)
Weihnachtsgeschichte: Das Hirtenlied (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 15.12.2021

Weihnachtsbäume von Gustav Falke (vorgelesen von Luka)
Religiös geprägte Heiligabendfeier (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Interview mit Herr Stefan Gribi, Medienverantwortlicher von Caritas Schweiz
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Link Caritas-Markt: www.caritas-markt.ch

Spendenkonto Caritas Schweiz : Postkonto 60-7000-4 (oder über unsere Spendenfunktion auf www.caritas.ch)

Stefan Gribi

Mittwochskolumne vom 15.12.2021

Der Glaube ändert in der Pandemie viel.

Bern (novaradio.ch): Leider gibt es viele Theologen in der Schweiz, die nicht daran glauben, dass der Glaube die objektive Realität verändern kann. Für diese Theologen ist der Glaube nur in den Gefühlen zu verorten. Daher spielt es auch keine grosse Rolle, ob die Kirche den Menschen Sakramente anbietet oder sie mit anderen Angeboten vertröstet, die nichts mit den Sakramenten oder dem Lehramt der Kirche zu tun haben. Es ist daher kein Wunder, dass im Bistum Basel viele Verantwortungsträger keine grossen Anstrengungen unternehmen, um den Menschen das Feiern der Eucharistie zu ermöglichen. Diejenigen, die den Menschen sagen, Ihr Gebet bringe nichts, glauben auch nicht an die Realpräsenz. Wenn verkündet wird, der katholische Glaube ändere nichts an der Pandemie, sondern nur an der Einstellung, wie man der Pandemie begegne, dann verwirrt man die Gläubigen. Selbstverständlich ist es wichtig, eine positive Lebenseinstellung zu haben und alles zu tun, um sich selbst und die anderen Menschen zu schützen. Aber der Christ glaubt auch, dass er durch sein Gebet die Welt verändern kann. Gott ist in Jesus Mensch geworden, da er sich voll und ganz mit uns verbrüdern wollte. Er wollte uns gleich werden, ausser in der Sünde. Wenn wir Weihnachten ernsthaft feiern, können wir unmöglich die Auffassung vertreten, unser Gebet zu Gott kann nicht die Welt zum Besseren verändern. Immanuel – Gott mit uns. Die Menschwerdung Gottes ist ein sichtbarer Beweis, dass Gott den Menschen so sehr liebt, dass er auch die Naturgesetze ausser Kraft setzt, um den Menschen zu retten. Auch in dieser Pandemie können wir sicher sein, dass Gott den Menschen nicht alleine lässt. Gott ist nicht nur in unseren Gefühlen, er ist ein realer Vater. Diese Wahrheit feiern wir an Weihnachten.

ADVENT: 14.12.2021

Johannes vom Kreuz (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Vorfreude auf Weihnachten (vorgelesen von Luka)
Interview mit Pater Bernhard Kaufmann zum Thema lebendiger Rosenkranz
Verse zu Advent von Theodor Fontane (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
O Tannenbaum (vorgelesen von Frau Christine Augsburger)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 13.12.2021

THEMENTAG: Hl. Lucia (vorgelesen von Herr Davor Novakovic, Ivan und Luka in der Kinder- und Jugendsendung)
Rosenkranzgebet
Dritter Teil von der Weihnachtsgeschichte: Gottes Weihnachtskrippe (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 12.12.2021

Theologische Bedeutung zum Thema Gaudete
Tagesevangelium: Lk 3, 10-18 (vorgelesen von Herr Davor Novakovic) Auslegung des Tagesevangelium durch Abbe Christian Schaller von der Kirche Dreifaltigkeit in Bern
Kindersendung (ver. Geschichten vorgelesen von Ivan)
Theologische Betrachtung zum Thema Riten (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 10.12.2021

THEMENTAG Bescherungen (vorgelesen von Frau Martina Kuoni, Luka in der Jugendsendung und Christine Augsburger)
Weihnachtsgeschichte (Bennos Weihnachtswunsch von Daisy)
Rosenkranzgebet
Kathnews
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 09.12.2021

Theologische Auslegung zum Thema Sohn Gottes (vorgelesen Herr Davor Novakovic)
Zuhause ist es am schönsten (kurzes Gedicht vorgelesen von Ivan)
Krippenfeier von Heinrich Böll (vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: Friedenslicht/Bern/SBB

Das Friedenslicht kommt am Gaudete-Sonntag (nächsten Sonntag) um ca. 20.00 Uhr in die Kirche (Dreifaltigkeit Bern). Wie immer ist hinten in der Kirche eine grosse Laterne aufgestellt mit einer Kerze drin mit dem Licht aus Bethlehem. Die Kirche ist von 07.00 bis 19.00 Uhr offen. Sie können also jederzeit (auch während eines Gottesdienstes) das Licht holen kommen – ohne Anmeldung aber mit Maske. Falls grad ein Gottesdienst sein sollte, werden Sie das Covid-Zertifikat zeigen müssen. Nehmen Sie bitte, um das Licht abzuholen, am besten eine Laterne mit.

Bild: Verein Friedenslicht Schweiz

Bewilligung für Aktion «Friedenslicht Schweiz»

Für den „Heim-Transport“ des Friedenslichtes erteilen wir Ihnen die folgende Bewilligung:

Datum: Samstag, 11. Dezember 2021 bis Freitag, 31. Dezember 2021

Standort: Zürich, Bürkliplatz / Luzern KKL / Basel / Fribourg / Lausanne / Genf /

Sarnen, Sachseln (Ranfttreffen)

Transportmittel: S-Bahnen, Regional-, Schnell- und Intercityzüge, Postauto, Bus und Tram

Folgende Punkte sind zu beachten und einzuhalten:

– Das Licht darf nur unter Aufsicht einer erwachsenen Person transportiert werden.

– Das Friedenslicht ist nur in Laternen, Windlichtern oder Transportkerze auf die Reise mitzunehmen.

– Fackeln, Petrollampen, und offenes oder rauchendes Feuer dürfen nicht im öffentlichen Verkehr

transportiert werden. (Eine übermässige Rauchentwicklung kann die Brandmeldeanlage auslösen)

– Die Anweisungen der Mitarbeitenden des öffentlichen Verkehrs, der Transportpolizei oder den

Sicherheitskräften sind Folge zu leisten.

– Die Bewilligung gilt nicht zur Fahrt im öffentlichen Verkehr und ist unseren Mitarbeitenden auf

Verlangen vorzuweisen.

– Der öffentliche Verkehr lehnt jegliche Haftung für Zwischenfälle ab, die sich im Zusammenhang mit dem

Lichttransport ereignen. Die Haftung übernimmt jeder Reisende oder der Verantwortliche der

Reisegruppe. (gilt auch bei Auslösen der Brandmeldeanlage)

– Betriebsabläufe und der Zugverkehr dürfen nicht gestört werden

Wir wünschen Ihnen zu Ihrer Aktion viel Erfolg und eindrückliche Stunden zusammen mit Gleichgesinnten.

Schweizerische Südostbahn AG

Bahnproduktion

Schweizerische Bundesbahnen SBB AG

Personenverkehr, Geschäftskunden

ADVENT: 08.12.2021

Opus Dei zum Thema Hl. Messe
Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und – Gottesmutter Maria (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Ein Vers Namens Weihnachten (kurzes Gedicht vorgelesen von Ivan)
Heilige Nacht von Selma Lagelöf (vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 07.12.2021

Der Weihnachtsbaum von Ernst Moritz Arndt (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Der Christbaum (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Die Winternacht von Christian Morgenstern (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
THEMENTAG: Weihrauch (Weihrauch im Gottesdienst vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Heute werde ich sie über den Weihrauch informieren (vorgelesen von Herr Davor Novakovic)
Rosenkranzgebet
Interview mit Herr Johannes Ertelt (Apotheker aus Deutschland) zum Thema Weihrauch
Rezept: Glühwein (vorgelesen von Frau Christine Augsburger)
Das Krippenspiel (vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

https://www.weihrauch-apotheke.de

https://www.aureliasan.de

www.weihrauch.org

https://www.nature.com/articles/s41589-020-0544-7

Quelle: Johannes Ertelt

ADVENT: 06.12.2021

Tragt in die Welt ein Licht (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
THEMENTAG: Hl. Nikolaus (vorgelesen von Frau Martina Kuoni)
Kindersendung (Hl. Nikolaus und Maria vorgelesen von Ivan)
Jugendsendung (Christbaum vorgelesen von Luka)
Weihnachtsgeschichte (Hl. Nikolaus hilft den Menschen vorgelesen von Frau Eva Hoffman)
Rosenkranzgebet
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

ADVENT: 05.12.2021