Lux Domini vom 05.12.2022

Martina Kuoni Adventsgedicht: Christkind im Walde, Ernst von Wildenbruch
Christina Augsburger Weihnachtsrezepte: Süsse Bauerbrote
Exegese zum 2. Adventssonntag vom 2021
Luka, Jugendsendung, warum gibt es das Friedenslicht von Bethlehem
Davor Novakovic, theologische Erklärung zum Advent
Das Rosenkranzgebet auf Latein
Martina Kuoni Weihnachtsgeschichte: Gottestränen, Gottesweihnachtsgeschichten
Dazwischen immer wieder Adventslieder

Lux Domini vom 04.12.2022

Alles zum Thema Hl. Barbara
Exegese zum heutigen Evangelium von Abbe Nicolas Betticher
Theologische Deutung von Advent Teil 1
Das Rosenkranzgebet auf Latein
U.v.m.
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Lux Domini vom 03.12.2022

Schule der Theologie: Vortrag von Herr Dr. Andreas Wildhaber, Priester von Opus Dei Schweiz, zum Thema Existenz Gottes
Motto: Stern von Bethlehem, Davor Novakovic über die Sterne als Symbol Volk Gottes
Das Rosenkranzgebet auf Latein
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Lux Domini vom 02.12.2022

Martina Kuoni Adventsgedicht: Bethlehem von Peter Schütt
Opus Dei: Christliche Berufungen
Ivan, Kindersendung, Stern der Hoffnung
Davor Novakovic, Information zur Krippeneinweihung und Weihnachtsbaum
Ivan, Kindersendung, zum Thema: Christbaum
Das Rosenkranzgebet auf Latein
Kathnews: SBK und Jugendliche, Hackerangriff auf Vatikan
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Lux Domini vom 01.12.2022

Martina Kuoni: Adventsgedicht, New Yorker Weihnachten von Rose Auslander
Ivan, Kindersendung, erklärt einige Begriffe zum Advent und Weihnachten
Luka, Jugendsendung, warum gibt es das Friedenslicht?
Das Rosenkranzgebet
Davor Novakovic, Gespräch zwischen Zündholz und Kerze
Dazwischen immer wieder Adventslieder

Lux Domini: 30.11.2022

Martina Kuoni über die 1. Franziskuskrippe
Davor Novakovic, das wunderbare Zeichen der Krippe
Luka, Jugendsendung, informiert Sie über den Advent
Davor Novakovic, über die Krippe, Krippenlegung und Krippenspiel
Luka, Jugendsendung, Brauch der Weihnachtskrippe
Interview: Motto „Stern von Bethlehem“, Gast: Herr Urs Scheifele, Schweizer Diplom Astrophysiker & Leiter des Planetariums Zürich
Das Rosenkranzgebet auf Latain
Interview: Thema Krippe, Gast: Herr Raul Blanchart, Schweizerische Vereinigung der Krippenfreunde
Herr Daniel Kühnis-Gerig, Krippenbauer
Dazwischen immer wieder Adventslieder

Bild: Urs Scheifele

WICHTIG: Für Kartenreservation bitte den folgenden Link benützen: Planetarium Zürich – Tournee (plani.ch)

Mittwochskolumne vom 30.11.2022

Die Vernetzung der Katholiken

Bern (novaradio.ch): Mit dem Anbeginn des neuen Kirchenjahres sollte sich jeder Katholik Vorsätze nehmen, die er für das kommende Jahr zu erreichen versucht. Selbstverständlich sollte der grösste Vorsatz immer sein, nach Heiligkeit zu streben. Diese Heiligkeit erreichen wir meistens nicht dadurch, dass wir grosse Taten vollbringen, sondern dass wir kleine Taten mit grosser Liebe tun. Meistens sind es die unscheinbaren Dinge, die sehr viel Segen für uns und die ganze Welt bringen. Ich möchte heute jedem Katholiken folgenden Vorsatz mit auf den Weg geben. Wir Katholiken, leider auch die sehr frommen, haben die Tendenz, uns sehr abzuschotten und unseren eigenen Glauben zu leben. Dies oft mit anderen Menschen, jedoch bleiben wir in unserer Gruppe. Es interessiert uns wenig, was andere Gruppen innerhalb der katholischen Kirche tun. Die Nachbarspfarrei, eine andere Gebetsgruppe oder die fremdsprachige Mission, welche die Messen in der gleichen Kirche feiert: Oft sind wir reine Konsumkatholiken, die nur an unser eigenes Heil denken. Als Katholiken müssen wir verstehen, dass die Kirche universell ist, ja katholisch ist. Katholisch bedeutet allumfassend und es gehört daher zu den Pflichten jedes Katholiken, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Wichtig ist es, dass sich die Katholiken vernetzen und miteinander an einer authentischen Kirche wirken. Hierzu ist es unerlässlich, dass wir uns gegenseitig kennenlernen und miteinander im Sinne Jesu handeln.

Am heutigen Tag feiert die Kirche den Apostel Andreas, den Bruder von Petrus. Beide waren Fischer, die ihre Netze später als Jünger Jesu auswarfen, um Menschen für den Glauben zu fangen. Gott hat sie nicht zu Einzelkämpfern gemacht, sondern gemeinsam berufen. Lasst uns daher ebenfalls gemeinsam für die Kirche arbeiten. Katholiken der Schweiz – vernetzt Euch! DR

Lux Domini: 29.11.2022

Martina Kuoni mit einem Adventsgedicht
Luka, Jugendsendung, informiert Sie über den Adventskranz
Vera Novakovic erzählt über die Geschichte des Lebkuchenbackens
Christine Augsburger gibt das Rezept, vom Lebkuchen, durch
Opus Dei: Christliche Berufungen
Martina Kuoni liest das Gedicht von Christian Morgenstern, die Winternacht
Das Rosenkranzgebet
Motto: Stern von Bethlehem. Erklärung von Sternen in der Bibel, vorgetragen von Davor Novakovic
Dazwischen immer wieder Adventsmusik

Lux Domini: 28.11.2022

Martina Kuoni mit einem Adventsgedicht
Dürfen wir Katholiken schon im Advent Weihnachtslieder- und Filme schauen?
Ivan, Kindersendung, informiert Sie über den Adventskalender und Adventskranz
Luka, Jugendsendung, informiert Sie welche Heiligen- und Gedenktage wir im Advent feiern
Eva Hoffman liest, aus dem Buch „Unsere schönsten Weihnachtsgeschichten“, das Adventslicht
Rosenkranzgebet
Fehler von Gestern: erst heute werden Sie das Interview mit Herr Martin von Walterskirchen, Präsident Malteserorden Schweiz

Adventssendung: Lux Domini 27.11.2022

Adventsansprache und Exegese zum heutigen Evangelium, von unserem geistlichen Berater Herr Dr. Don Nerio Medici.
Dazu ein Interview (W) mit dem Malteser Orden, und Adventsmusik u.v.m.

PAX VOBIS vom 27.11.2022

Sve od docasce i adventske glazbe.

NEWS: Veranstaltungen im Advent

Nachrichtensendung vom 25.11.2022

Deutscher Missionar entführt
Bischof sanktioniert Pater wegen Äusserungen zu Contra-Abtreibung

Mittwochskolumne vom 23.11.2022

Als Katholik von der Fussball-WM lernen

Bern (novaradio.ch): Die Fussball-WM in Katar hat angefangen. Grosses Aufsehen erregte gleich zu Beginn das Verbot der FIFA, Armbinden zu tragen, die gleichgeschlechtliche Liebe propagieren. Katar erlaubte es den Captains einiger Fussballmannschaften, darunter auch der Schweiz, nicht, regenbogenfarbige Binden zu tragen. Sicherlich ist hier nicht nur reine Überzeugung am Werk, sondern auch finanzielle Interessen. Die FIFA ist eine Organisation, die nicht nur von Staaten des Westens getragen wird, sondern weltweit von vielen Nationen. Dies sollte uns in der Schweiz aufzeigen, dass die Werte, die momentan in vielen westlichen Nationen vertreten werden, weltweit nicht mitgetragen werden. Ich bin dagegen, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung rechtlich benachteiligt werden, aber ich sehe ein, dass viele Staaten nicht daran interessiert sind, die Grundlagen der Familie zu zerstören, indem den Bewohnern suggeriert wird, Homosexualität und Heterosexualität seien gleichwertig. Daher habe ich volles Verständnis für Katar und andere Länder, die solche Symbole nicht an der WM wollen. Wenn es den Spielern verboten ist, politische Symbole zu tragen, weshalb sollten sie dann solche Symbole tragen dürfen?

Das Beispiel mit den Armbinden zeigt, dass gewisse Ideale, die heute in der Öffentlichkeit stark vertreten sind, sehr stark durch den Einsatz von Geld gefördert werden. Entzieht man das Geld, schwinden auch diese Ideale. Daher ist es für jeden Katholiken wichtig, sich zu überlegen, wo er sein Geld einsetzt. Viele Kirchgemeinden, die Landeskirchen und leider auch Bischöfe werden sofort ihre Meinung ändern, wenn das Geld entzogen wird und die Befürwortung einer anderen Position mehr finanzielle Sicherheit bringt. Wer zahlt, der befiehlt. In einer perfekten Welt wäre es nicht so, aber wir leben nicht in einer perfekten Welt. Daher sollte jeder Katholik über die Finanzen versuchen, Druck auf die Kirche zu machen. Wenn beispielsweise eine Kirchgemeinde keine Sakramente anbietet oder die katholische Lehre verleugnet, kann er den partiellen Kirchenaustritt geben, bei dem er der Kirchgemeinde die Steuergelder entzieht, jedoch weiterhin katholisch bleibt. Zu schweigen und die Häresie zu finanzieren ist sicherlich nicht katholisch. Lernen wir daher als Katholiken von der Fussball-WM. DR

NEWS: Die katholische Kirche angesichts eines Schismas, das es seit Martin Luther nicht mehr gegeben hat? Alles beginnt wieder von Deutschland, schlägt im Vatikan Alarm

Zwei Tage Gespräche von 62 deutschen Bischöfen mit Papst Franziskus und seinen engsten Mitarbeitern, darunter der Staatssekretär von Kardinal Pietro Parolin, konnten die tiefe Kluft zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und dem Vatikan nicht überbrücken.

Kardinal Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sagte nach den Treffen, die Ende letzter Woche stattfanden, dass Kardinal Marc Ouellet, Leiter des vatikanischen Dikasteriums für Bischöfe, sie gebeten habe, das Moratorium für die Synode einzuhalten.

Dies bedeute, so Kardinal Bätzing, dass es in Deutschland nicht mehr möglich sei, über die Rolle der Frau in der Kirche, Homosexualität, kirchliche Sexualmoral und den Umgang mit Macht und Zölibat zu diskutieren. Und das, betonte er, kommt für sie nicht in Frage.

Ein Abbruch der Diskussion kommt nicht in Frage

Kardinal Bätzing sagte Reportern, dass Kardinal Ouellet leider „die Rolle eines Bösewichts in der Diskussion gespielt hat, aber jemand musste es tun“, und fügte hinzu, dass der Kardinal die deutsche Synode als ein Feuer sieht, das sich überall in der Kirche ausbreiten könnte. „Aber die Synode zu stoppen, ist keine Option“, sagte Bischof Bätzing und kam zu dem Schluss, dass das Volk Gottes in Deutschland sehr ungeduldig sei.

Bei einem Treffen mit deutschen Bischöfen warnten mehrere führende Vatikanbeamte ihre deutschen Amtskollegen besorgt, dass ihr Beharren auf diesen sensiblen Themen Elemente der kirchlichen Lehre in Frage stellen könnte, die „nicht verhandelbar“ sind.

Zuvor hatte man Vorwürfe gehört, die Deutschen wollten die katholische Kirche in eine evangelische Kirche umwandeln. Der renommierte deutsche Kirchenhistoriker Hubert Wolf antwortete sofort, dies sei „eine bekannte Meistererzählung der Konservativen und eine absolutemische Einschätzung der deutschen Situation und des aktuellen Standes der Debatte über den synodalen Weg“.

Eine tiefe religiöse Krise in der deutschen Kirche

Er kam zu dem Schluss, dass Papst Franziskus die Ernsthaftigkeit der deutschen Forderungen leider nicht versteht. Streitigkeiten zwischen dem Vatikan und den deutschen Bischöfen, die radikalere Reformen der katholischen Kirche fordern, sind nicht von gestern. Sie begannen 2019 und haben sich seitdem nur vertieft.

Die Forderungen nach tiefgreifenden Reformen in der katholischen Kirche in Deutschland sind auf die schwere Krise zurückzuführen, die diese Religionsgemeinschaft durchmacht. Allein im Jahr 2021 verließen 359.338 Katholiken die Kirche. Da dieser Trend des Austritts aus der katholischen Kirche schon lange anhält, sind die deutschen Bischöfe einfach gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Abfluss der Gläubigen zu stoppen.

Erstmals gehört weniger als die Hälfte der Bundesbürger einer der größten Kirchen an, 21,6 Millionen Katholiken, 4,3 Prozent weniger. Kardinal Bätzing warnte, dass die Menschen „enttäuscht gehen, weil sie nicht sehen, dass sich die Kirche wirklich mit wichtigen Themen befasst“. Auch der Reformprozess des synodalen Weges in Deutschland hat diesen Trend nicht umgekehrt.

Sexueller Missbrauch von 3.677 Minderjährigen

Einen schweren Schlag für Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die katholische Kirche haben Enthüllungen über den sexuellen Missbrauch von 3.677 Minderjährigen durch Geistliche in Deutschland erlitten. Aus diesem Grund, so sind sie sich einig, ist es unerlässlich, eine Reihe von Dingen innerhalb der Kirche zu ändern, von der Art der Leitung, der Rolle der Frau, den Bedingungen des Zölibats für Priester und den Lehren über Sexualität.

Nachdem der Vatikan im vergangenen Jahr die Segnung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit der Begründung verboten hatte, Gott könne die Sünde nicht segnen, antwortete Kardinal Bätzing, dass er solche Segnungen niemals leugnen würde. Dies veranschaulicht am besten den Widerstand der deutschen Bischöfe gegen die Politik des Vatikans, einschließlich Papst Franziskus selbst.

Einige Analysten sagen, dass die deutschen Bischöfe, ermutigt durch die Öffnung des Papstes zu Themen wie der Frauenordination, dem priesterlichen Zölibat und der Homosexualität, dachten, dass sie in einer solchen Atmosphäre eine Debatte über tiefere Reformen innerhalb der katholischen Kirche initiieren könnten.

Es ist noch zu früh, um über tiefgreifende Reformen zu sprechen.
Es stellte sich jedoch heraus, dass es dafür noch zu früh war: Innerhalb der Kirche herrschen immer noch harte Traditionalisten und Konservative, die die notwendigen Anpassungen an neue Zeiten nicht zulassen. Da es ihnen nicht gelang, eine gemeinsame Basis mit Vertretern des Vatikans zu finden, haben deutsche katholische Bischöfe angekündigt, dass sie weiterhin Änderungen der kirchlichen Lehren zu kontroversen Themen wie Homosexualität und Frauenordination diskutieren werden.

Sie wird auch die Diskussionen über Macht und Machtteilung in der Kirche, über das priesterliche Leben, das heißt über den Zölibat, über die Rolle der Frau in den Amtsdiensten und Ämtern der Kirche, über das Leben in Liebe und Sexualität und über die Beziehungen zwischen Paaren intensivieren.

Einige Analysten sagen, dass die deutschen Bischöfe, ermutigt durch die Öffnung des Papstes zu Themen wie der Frauenordination, dem priesterlichen Zölibat und der Homosexualität, dachten, dass sie in einer solchen Atmosphäre eine Debatte über tiefere Reformen innerhalb der katholischen Kirche initiieren könnten.

Es ist noch zu früh, um über tiefgreifende Reformen zu sprechen.
Es stellte sich jedoch heraus, dass es dafür noch zu früh war: Innerhalb der Kirche herrschen immer noch harte Traditionalisten und Konservative, die die notwendigen Anpassungen an neue Zeiten nicht zulassen. Da es ihnen nicht gelang, eine gemeinsame Basis mit Vertretern des Vatikans zu finden, haben deutsche katholische Bischöfe angekündigt, dass sie weiterhin Änderungen der kirchlichen Lehren zu kontroversen Themen wie Homosexualität und Frauenordination diskutieren werden.

Sie wird auch die Diskussionen über Macht und Machtteilung in der Kirche, über das priesterliche Leben, das heißt über den Zölibat, über die Rolle der Frau in den Amtsdiensten und Ämtern der Kirche, über das Leben in Liebe und Sexualität und über die Beziehungen zwischen Paaren intensivieren.

Papst Franziskus hat den deutschen Synodalweg bereits mehrmals kritisiert, und die Gegner deutscher Bischöfe haben vor dem Prozess der zunehmenden Entfernung der deutschen Kirche aus Rom gewarnt. Kardinal Bäting antwortete auf solche: „Wir sind Katholiken und wir werden bleiben, aber wir wollen auf andere Weise Katholiken sein.“

Deutschland bewegt sich zunehmend von der römischen Straße weg
Wie tief die Lücke zwischen der Sicht der deutschen Bischöfe und dem Vatikan ist am besten durch die Aussage des Bischofs Franz-Josef Bode aus Osnabrück veranschaulicht, der fragt, dass es andere Formen des priesterlichen Lebens gibt.

Abgesehen von den Priestern, die in Zölibat leben, sind verheiratete Menschen mit Familie genauso nützlich wie diejenigen mit zivilen Angelegenheiten. Überall in der Weltkirche „ist das Bedürfnis nach differenzierten Formen des Lebens von Priestertum und Pastoralismus offensichtlich“, schloss Kardinal Bode.

Die heftigen Kritiker deutscher Anforderungen sind erwartungsgemäß die amerikanischen Bischöfe, die so weit gehen, dass die Deutschen ohne das erste Mal in der Geschichte ein Schisma in der katholischen Kirche verursachen könnten.

Ungelöster Kardinal Woelki Fall

Inmitten deutscher Reformanfragen hat die Konferenz der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten eine neue Führung ausgewählt, die auf der strengen Umsetzung des Gesetzes gegen Abtreibung bestehen wird. Im Gegensatz dazu gab Papst Franziskus anderen Fragen wie Armut und Klimawandel mehr Gewicht.

Während ihres Besuchs im Vatikan baten die deutschen Bischöfe Papst Franziskus, den Fall von Kardinal Rainer Mary Welki so schnell wie möglich zu lösen. Nämlich hatte er lange darauf bestanden, dass alle Fälle von Missbrauch eines Minderjährigen ausgesetzt werden und in diesem Bereich extrem bestimmt waren. Die Vorwürfe, ein Missbraucher zu sein, kamen jedoch bald aus der Kirche.

Obwohl der Glaube, dass Woelki fälschlicherweise angeklagt wurde, fälschlicherweise Papst Franziskus suspendierte. Es hat jedoch seit Monaten keine Entscheidung getroffen. Andernfalls bot Kardinal an, sich selbst zurückzutreten, obwohl er behauptet, er sei fälschlicherweise angeklagt worden. Aus diesem Grund baten die Bischöfe deutscher Bischöfe den Papst, so schnell wie möglich eine Entscheidung zu treffen, da die Situation für die Erzdiözese und der Kardinal selbst unerträglich ist.

Behaupten, dass es keine Rede vom Schisma mit dem Vatikan gibt

Nach dem Interview bekräftigten die deutschen Bischöfe, dass es keine Rede von Schisma gab, da es keine Option für Bischöfe oder Laien in der deutschen Synode war. Papst Franziskus tröstete sie jedoch etwas und behauptete, dass es immer Unterschiede in der Kirche gibt, „dass die Kirche von Spannungen lebt, weshalb die Spannungen Teil einer lebenden Kirche sind.“

Nach dem Treffen im Vatikan bitten die deutschen Bischöfe den Vatikan weiterhin, seinen Synodalweg zu respektieren. „Als Kirchenmenschen hoffen wir, dass schließlich ein großer Dialog zu den Themen einer synodalen Straße in Deutschland und allen anderen brennenden Problemen gestartet wird und eine gefährliche Kommunikationslücke mit dem Vatikan schließt“, sagten sie.

Papst Franziskus wird nicht nur die Anforderungen der deutschen Bischöfe umgehen können. Obwohl es die Gefahr der Unterschiede in der Kirche wirklich bedroht, ist es immer noch unmöglich, die Reformen Vorschläge zu tauben, die die katholische Kirche für neue Generationen akzeptabler und erschwinglicher machen würden. Darüber hinaus ist die katholische Kirche in Deutschland die reichste in Europa und zahlt am meisten in der Vatikan -Registrierkasse, was keineswegs unterschätzt wird.

Quelle: Telegram.hr, translator.eu, webtran.de

Kirche im Herbst

Vorbereitung auf die Adventszeit

Klartext vom 21.11.2022

Ideologie, Menschenrechte und WM

NEWS: Papst kritisiert Christen, die sich nicht um den Frieden kümmern, während der Messe auf der Familienreise in Asti

Der Papst wetterte gegen eine „Make-up-Spiritualität“ und kritisierte Christen, „die behaupten, an Gott zu glauben“, sich dann aber „nicht um ihren Nächsten kümmern“ und „nicht am Frieden interessiert sind“. Dies sagte er bei einer Messe in der gotischen Kathedrale von Asti, der norditalienischen Provinz, in die er am Samstag gereist war, um mit seiner Familie den neunzigsten Geburtstag seines Cousins zweiten Grades zu feiern.

„Wir werden zu Wasserchristen, die sagen, dass sie an Gott glauben und Frieden wollen, aber nicht beten und sich nicht um ihren Nächsten kümmern und sich nicht für Gott und Frieden interessieren“, warnte der Papst in seiner Predigt.

Unter den Familienmitgliedern, die in der ersten Reihe der Basilika saßen, war auch Carla Rabezzana, die Cousine des Papstes, die am Samstag ihren 90. Geburtstag feierte. Es war eine einfache, familiäre und private Feier, bei der keine Kameras oder Journalisten anwesend sein durften.

Francis erklärte, dass seine Reise an den Ort, von dem aus seine Eltern 1929 nach Argentinien ausgewandert waren, eine Rückkehr zu „seinen Wurzeln“ sei.

Er warnte auch davor, dass „das Böse ansteckend ist“. „Die Welle des Bösen breitet sich immer auf diese Weise aus: Sie beginnt damit, dass sie uns dazu bringt, uns zu distanzieren, indem sie uns dazu bringt, hinzuschauen, ohne etwas zu tun, uns nicht zu kümmern, dann denken wir nur an das, was uns interessiert, und wir gewöhnen uns daran, wegzuschauen“, sagte er.

So wies er darauf hin, dass die „Gleichgültigkeit“ eine „Gefahr“ für den Glauben darstellt, der verkümmern kann, „wenn er nur in der Theorie bleibt und nicht in die Praxis umgesetzt wird, wenn es keine Beteiligung gibt“.

Schließlich erklärte der Papst, dass Gott immer mit „offenen Armen“ empfängt, ein Satz, den er im piemontesischen Dialekt aussprach, der Sprache, die seine Eltern und Großeltern sprachen. „Gott hat sich selbst zum Diener gemacht, damit sich jeder wie ein Sohn fühlen kann. Er kam hierher, zum Paradoxon des Kreuzes, gerade um all das anzunehmen, was unser ist, unseren Tod, unseren Schmerz, unsere Armut, unsere Zerbrechlichkeit, unser Elend“, fügte er hinzu.

Quelle: news360

Opus Dei: Christkönig

20. November 2022

Das Christkönigsfest, der letzte Sonntag im Kirchenjahr Er ist König und will in unseren Herzen, den Herzen der Kinder Gottes, herrschen. Denken wir aber nicht an eine Herrschaft wie unter Menschen, so als wolle Christus uns beherrschen, noch sucht Er sich aufzudrängen, denn Er ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen.
Christus Begegnen 93,1 Seine Herrschaft ist der Frieden, die Freude, die Gerechtigkeit. Christus, unser König, erwartet von uns nicht leere Beteuerungen, sondern Taten, denn nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der wird eingehen.
Christus Begegnen 93,2 Das liturgische Jahr geht zu Ende. In dieser heiligen Messe bringen wir von neuem Gott Vater das Opfer dar, das Christus selbst ist, Er, der König der Heiligkeit und der Gnade, der König der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens […]. Ihr alle spürt in eurer Seele eine große Freude, wenn ihr die heilige Menschheit unseres Herrn betrachtet, eines Königs, mit einem Herzen aus Fleisch wie unser Herz, der das All geschaffen hat und jedes Geschöpf. Er zwingt sich nicht als Herrscher auf, Er zeigt uns schweigend seine durchbohrten Hände und bittet um etwas Liebe.
Christus Begegnen 179,1 Christus soll herrschen, vor allem in unserer Seele. Was würden wir antworten, wenn Er uns fragte: Willst du, daß ich in dir herrsche? Ich würde Ihm antworten, daß ich dazu die Fülle seiner Gnade brauche. Denn nur so wird sich alles verwandeln in ein Hosanna, einen Freudenruf zu Christus, meinem König: jeder Herzschlag, jeder Atemzug, selbst jeder flüchtigste Blick, jedes einfachste Wort, jede Empfindung.
Christus Begegnen 181,2

NEWS: Katar ist diese Woche im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, doch die Kirchen des Landes sind im Abseits

Während sich Fussballfans aus aller Welt anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar versammeln, geht die internationale Hilfsorganisation Open Doors der Frage nach, warum alle offiziell registrierten christlichen Kirchen in Katar in einem einzigen Gebäude versteckt sind.
«Die Besucher werden ermutigt, Katars Museen, historische Stätten und Einkaufszentren zu besichtigen, doch sie werden nicht in der Lage sein, eine Kirche zu besuchen», sagt Anastasia Hartman, Sprecherin von Open Doors für den Nahen Osten. «Die lebendige christliche Gemeinschaft des Landes ist völlig aus der Öffentlichkeit verbannt.»
Alle offiziell registrierten christlichen Kirchen in Katar befinden sich auf einem einzigen Gelände in der Hauptstadt Doha: dem Mesaymeer-Komplex. Er steht den Christen zur Verfügung, die einen nennenswerten Teil der beträchtlichen Zahl internationaler Fachkräfte im Land ausmachen. Sichtbare religiöse Zeichen wie Kreuze sind den Kirchen nicht erlaubt. Einheimische Kataris dürfen das Gelände nicht betreten. Es gibt noch einige andere Auslandskirchen, die jedoch keine gesetzliche Erlaubnis zur Ausübung ihrer Religion erhalten.
«Im Jahr 2020, mit der Ausbreitung von Covid-19, teilte die Regierung den Kirchen mit, dass die Erlaubnis, sich ausserhalb des Komplexes zu versammeln, ausgesetzt wurde», berichtet Hartman. «Über hundert Kirchen hatten daraufhin keine Erlaubnis mehr, ihre Aktivitäten fortzuführen. Jetzt, da die Pandemie abgeklungen ist, ist das Land wieder offen. Es gibt jedoch immer noch keine Anzeichen dafür, dass die Kirchen die Erlaubnis zur Wiedereröffnung erhalten. Es gab zwar Ankündigungen, dass die Regierung Lizenzen ausstellen würde, aber das ist nicht geschehen.»
Die wenigen indigenen katarischen Konvertiten haben keine offizielle Erlaubnis, sich zu treffen oder ihren Glauben zu praktizieren. Der Übertritt zu einer nicht-muslimischen Religion gilt als Glaubensabfall (Apostasie) und wird nach dem islamischen Scharia-Recht offiziell mit dem Tod bestraft. Das wurde seit vielen Jahren zwar nicht mehr umgesetzt, allerdings sind die Konvertiten extremem Druck seitens ihrer muslimischen Familie und Gesellschaft ausgesetzt. Ein Übertritt vom Islam kann nicht offiziell anerkannt werden und führt zu rechtlichen Problemen und dem Verlust von sozialen Rechten, dem Sorgerecht für Kinder und von Eigentum.Sowohl einheimische als auch zugewanderte Konvertiten stehen in Gefahr, Diskriminierung, Schikanen und polizeilicher Überwachung ausgesetzt zu sein. Der Mesaymeer-Komplex wurde vom Vater des derzeitigen Emirs von Katar als eine Massnahme der Regierung zur Förderung des interreligiösen Dialogs gegründet. Hartman erklärt: «Das ist eine schöne Geste. Aber jetzt ist das Areal viel zu überfüllt. Es ist an der Zeit, dass sich die Christen in Katar frei entfalten können – die Religionsausübung ist ein Menschenrecht und nicht etwas, das man verstecken muss, als wäre es eine Schande.»
«Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen besagt, dass jeder in der Lage sein sollte, seinen Glauben ›in Gottesdienst, Beachtung religiöser Bräuche, Ausübung und Unterricht‹ auszudrücken», unterstreicht Kurt Igler, Geschäftsführer von Open Doors Österreich. «Während wir die Schritte anerkennen, die unternommen wurden, um ausländische Kirchen im Mesaymeer-Komplex unterzubringen, fordert Open Doors das offizielle Katar auf, religiösen Organisationen – sowohl ausländischen als auch einheimischen – zu erlauben, friedlich und frei von Überwachung und Einmischung tätig zu sein.»
Auf dem Weltverfolgungsindex 2022 von Open Doors, der die 50 Länder auflistet, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, liegt Katar auf Rang 18.

Quelle: OpenDoors Schweiz

Nachrichtensendung vom 18.11.2022

„St. Gallen Mafia“, Verschwörung und Wahl von Franziskus
Vatikan: Weihnachtsbaumproblem gelöst

Kirche im Herbst: Christkönig

Alles zum Fest Christkönig.

ZOOM: Mund- oder Handkommunion Teil 4

ZOOM: In Namen der Ökoreligion

Der in diesem Jahr für den Petersplatz vorgesehene Weihnachtsbaum wird nicht nach Rom geliefert, sondern durch einen anderen Baum ersetzt werden. Eine kuriose Programmänderung in einer schrägen Zeit.

Die Geschichte des Mannes, der die Weißtanne retten wollte, die an den Vatikan geschickt werden sollte, um den Petersplatz weihnachtlich zu schmücken, ging um die Welt. Und tatsächlich wird „sein“ Baum nicht gefällt, sondern ein anderer.

Dario Rapino ist ein Naturphotograph, Buchautor und als Zivilrichter ein versierter Jurist. Seit zwei Jahren setzte er sich in den Kopf, die Fällung eines bestimmten Baumes in der Gemeinde Rosello zu verhindern, der für den Petersplatz bestimmt war. Dafür holte er sich die Rückendeckung durch den WWF, mit dem er schon früher zusammengearbeitet hatte. Der Naturphotograph prangerte die Absicht, den Baum zu schlägern, als „Arborizid“ an. Rapino selbst gab nun die Nachricht bekannt, „aus zuverlässiger Quelle“ erfahren zu haben, daß die Gemeinde Rosello den ihm wichtigen Baum nicht fällen wird.

„Die Region Abruzzen hat einen anderen Baum, keine Weißtanne, zur Verfügung gestellt“, so Rapino gegenüber einer Lokalzeitung. Der neue Baum stamme aus der Baumschule von Palena, einem Standort zu fällender Bäume. Rapino freut sich, daß ihm die „Rettung der jahrhundertealten Pflanze gelungen ist“ Das sei „ein Grund zu großer Freude“. Worum es geht, läßt der Richter in einem Nebensatz erkennen. Sein „Sieg“ sei dadurch „überschattet“, daß ein anderer Baum für den Petersplatz gefällt wird. Den Brauch des Christbaums bezeichnet er als „tribale Tradition, die früher oder später enden“ müsse.

Seinen Kampf um die Weißtanne nahm Rapino vor zwei Jahren mit einem Brief an Papst Franziskus auf. Er will durch genaue Lokalisierung nachgewiesen haben, daß die Tanne nicht in den Abruzzen, sondern auf dem Gebiet der Nachbarregion Molise steht, weshalb die Genehmigung zu ihrer Schlägerung nichtig sei. Am 15. September 2020 erhielt er die Empfangsbestätigung aus dem Vatikan. Sein Kampfgeist sei damals erwacht, als der Vizebürgermeister von Rosello bekanntgab, daß die Gemeinde der Abruzzen dem Papst für 2022 den Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz schenken und dafür eine Weißtanne aussuchen wird. Die Weißtannen der Gegend stehen, so Rapino, alle in einem Naturschutzgebiet und dürfen nicht gefällt werden.

Im Schreiben an Papst Franziskus erinnerte er an dessen Enzylika Laudato si’ über das Verhältnis von Mensch und Natur, und daß der Mensch nicht mehr seiner Umwelt entnehmen dürfe, als er selbst braucht. Er ersuchte den Papst, die Schlägerung des Baumes zu verhindern, da er „mit all seinen Funktionen für das Ökosystem“ wichtig sei. Antwort erhielt er allerdings keine.

Am Montagmorgen haben die Carabinieri vom zuständigen Forstamt Molise, auf Rapinos Anzeigen hin, die Schlägerung der Weißtanne verhindert. Gesiegt hat er, denn die Zeit läuft. Wenn ein Baum auf dem Petersplatz rechtzeitig aufgestellt werden soll, muß er jetzt gefällt und nach Rom transportiert werden. Eine Klärung der strittigen Frage kann nicht abgewartet werden.

Was Rapino und zahlreiche Medien, die ihm viel Raum boten, nicht berichtet haben: Es stimmt, daß die Weißtanne, die kein Baum des mediterranen Südens ist, auf dem Apennin einst weiter verbreitet war als heute, dann durch Schlägerung und Aufforstung von der Buche verdrängt wurde. Allerdings ist die Weißtanne kein so seltener Baum, wie man rund um die kuriose Geschichte meinen könnte. Allein in dem kleinen Molise gibt es einen Bestand von fast 1000 Hektar. In Rosello in den Abruzzen, wo sich ebenfalls ein ausgedehnter Weißtannenhain befindet, steht auch die mit 45 Metern höchste Weißtanne Italiens. Da diese Baumart die sommerliche Trockenheit besser verträgt als die Buche, die ihr lange vorgezogen wurde, könnte sie bald wieder größere Verbreitung finden.

Nachdenklicher stimmt, ohne dies auf den umtriebigen Naturphotographen zu beziehen, zu dessen genauen Beweggründen keine Kenntnisse vorliegen, daß allgemein festgestellt werden kann, daß beim Verblassen der wahren Religion kein Vakuum entsteht, sondern Ersatzreligionen an ihre Stelle treten. Eine davon nennt sich Ökoreligion. Sie treibt, von Medien und reichen Milliardärsstiftungen befeuert, derzeit besonders schräge und skurrile Blüten, einschließlich der Herausbildung eines Ökoterrorismus. Dabei wird die Gradualität im Schöpfungswerk mißachtet und vielfach Gott selbst nicht mehr anerkannt. An Seine Stelle tritt eine götzenhafte Gaia, die als „Mutter Erde“ betrachtet wird und – ab da wird es wirklich gefährlich – das Leben eines Menschen geringer achtet als einen übersteigerten „Naturschutz“, der den Menschen absurderweise ausklammert.

Quelle: katholisches.info

ZOOM: Mund- oder Handkommunion Teil 3

ZOOM: Mund- oder Handkommunion Teil 2

Mittwochskolumne vom 16.11.2022

Christkönigsfest

Bern (novaradio.ch): An diesem Sonntag endet das Kirchenjahr mit dem Christkönigsfest. Dieses Fest wurde 1925 von Pius XI. eingeführt. Mir bedeutet das Christkönigsfest sehr viel, da es das Patrozinium meiner Heimatpfarrei ist. Wer Christus als König annimmt, fürchtet sich vor keiner weltlichen Macht. Er läuft auch nicht irgendwelchen Ideologien hinterher, sondern bleibt Christus treu. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass wir alle irgendeinmal nicht vor dem Richtstuhl einer weltlichen Macht gelangen werden, sondern vor Gott. Auch wenn wir auf Gottes grenzenlose Liebe und seine Barmherzigkeit hoffen dürfen, ist es wichtig, Rechenschaft für seine Taten abzulegen. Mit Christus als König endet das Kirchenjahr, mit Christus als König endet unsere irdische Existenz. Es ist traurig, wie viele Menschen Angst vor der Meinung ihrer Mitmenschen haben und dadurch fundamentale Wahrheiten verleugnen, nur um nicht negativ in der Öffentlichkeit aufzufallen. Viele fürchten sich öffentlich zu sagen, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und nur die Liebe zwischen Mann und Frau Segen bei Gott findet. Viele fürchten sich zu sagen, dass Christus in der Eucharistie real gegenwärtig ist und es daher völlig falsch ist, die Eucharistie durch andere Formen des Gottesdienstes wegzudrängen. Viele fürchten sich zu sagen, dass das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tode heilig ist und nicht angetastet werden darf. Wenn all diesen Menschen bewusst wäre, dass Christus König dieser Welt ist, würde diese Angst weichen. Ich möchte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass wir fundamentalistisch durch die Welt gehen sollen und allen Menschen die katholische Lehre ins Ohr schreien müssen. Sicherlich ist hier viel Demut, Weisheit und auch Nächstenliebe verlangt. Aber es gibt Momente, in denen wir nicht schweigen sollten. Der November stellt uns die grossen eschatologischen Fragen vor Augen. Und da ist es die Pflicht von jedem Katholiken, sich zu Christus und seiner Kirche zu bekennen, wenn es die Situation verlangt. Nur wer Christus als seinen König annimmt, wird Frieden in seinem Herzen findet. Christus ist kein König, der uns unterdrückt, sondern uns mit seinen Geboten die Freiheit der Kinder Gottes schenkt. Er ist ein König, der Mensch wurde und am Kreuz für uns starb, damit wir alle seine Liebe erkennen. Feiern wir daher dieses letzte Fest des Kirchenjahres würdig und bekennen uns zu Christus. DR

ZOOM: Mund- oder Handkommunion

Heute können Sie den ersten Teil, der Vierteiligen Serie, zum Thema Mund- oder Handkommunion

Fatima „Das letzte Geheimnis“

Heute können Sie den vierten Teil der Sendungsreihe Fatima „Das letzte Geheimnis“. Wir fahren im Jahr 2023 weiter.

NEWS: Schweizer Delegation ist vorbereitet um an der Europäischen Versammlung der Synode teilzunehmen

Eine Schweizer Delegation, bestehend aus drei Frauen aus verschiedenen kirchlichen Kontexten, und der Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK), Bischof Felix Gmür, werden vom 5. bis 12. Februar 2023 nach Prag reisen, um an der Europäischen Synodenversammlung der katholischen Kirche teilzunehmen.   

Im Oktober 2021 berief Papst Franziskus alle Mitglieder der katholischen Kirche zu einer Synode ein und löste Hunderttausende von Treffen auf der ganzen Welt aus. Pfarreien, Diözesen, Bischofskonferenzen, Orden, kirchliche Vereinigungen und Bewegungen sowie vatikanische Dikasterien brachten sich in dieser ersten Phase des Zuhörens und Teilens zum Ausdruck.  war die größte Konsultation von Gottes Volk überhaupt.

Alle diese nationalen Beiträge, die nach Rom geschickt wurden, wurden von einer Gruppe von Sachverständigen zusammengestellt, die unter genauer Beobachtung der Gemeinschaft das „Arbeitsdokument für die kontinentale Bühne“ ausgearbeitet hat.  Von Januar bis März 2023 werden siebenkontinentale Synodenversammlungen auf der ganzen Welt zusammenkommen, die Afrika, Ozeanien, Asien, den Nahen Osten, Europa, Lateinamerika und Nordamerika vertreten, um den Text zu diskutieren und zu vertiefen.

Schweizer Delegation
Die Schweizer Delegation für die europäische synodale Versammlung in Prag besteht aus vier Personen: Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz; Cristina Vonzun, Direktorin des Katholischen Medienzentrums der italienischen Schweiz und Mitglied der Steuerungsgruppe der diözesanen Phase in Lugano; Tatjana Disteli, Generalsekretärin der Aargauen Landeskirche; Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin bei Fastenaktion.

Zehn weitere Teilnehmer, die in den kommenden Wochen nach den vom Synodenbüro festgelegten Kriterien ausgewählt werden, werden per Videokonferenz teilnehmen.

Zeigen Sie die Vielfalt des Volkes Gottes
Die Delegationen müssen sich aus Personen zusammensetzen, die so weit wie möglich die Vielfalt repräsentieren, die das Volk Gottes in ihrer Nation auszeichnet. Besondere Aufmerksamkeit muss der Anwesenheit von Frauen, jungen Menschen, schutzbedürftigen oder marginalisierten Menschen gewidmet werden. Die Teilnahme von Delegierten anderer christlicher Konfessionen oder Religionen sowie von Personen ohne Religionszugehörigkeit ist ebenfalls erwünscht.

Immer mehr gemeinsam unterwegs
Die nationalen Delegationen werden zusammenkommen, um den Dialog zu fördern und Unterscheidungsvermögen im spezifischen kulturellen Kontextjedes Kontinents auszuüben, beginnend mit dem „Arbeitsdokument für die Etappe Continentale“. Die kontinentale Phase ist daher noch nicht der Ort, um Antworten vorzuschlagen oder über konkrete Maßnahmen zu entscheiden. Andererseits geht es darum, das zu vertiefen, was aus den Konsultationen in den Diözesen und im Bericht der verschiedenen Bischofskonferenzen hervorgegangen ist, die offenen Fragen zu klären und eine Gesamtvision für den Kontinent zu unterstützen.

Auf dem Weg zur Generalversammlung der Bischofssynode
Am Ende dieser Treffen wird jede Kontinentalversammlung ein Schlussdokument ausarbeiten, das Ergebnis eines Weges ist, der den synodalen processus respektiert und die Stimme des Volkes Gottes widerspiegelt. Dies ist der Zusammenfluss von Zusammenfassungen im Arbeitsdokument „Instrumentum laboris“ für die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode, die in zwei Phasen in den Monaten Oktober 2023 und 2024 im Vatikan stattfinden wird.  

Berufungsverfahren Die Schweizer Delegation wurde vom Präsidium der SBK nach Erörterung und Beratung mit der „Nationalen Arbeitsgruppe Synodalität in der katholischen Kirche in der Schweiz“ (Spurgruppe) ernannt, die gemeinsam von der Schweizerischen Bischofskonferenz und der Zentralen Römisch-Katholischen Konferenz der Schweiz im Anschluss an die Synodenversammlung vom 30. Mai im Kloster Einsiedeln eingesetzt wurde.

Quelle: SBK

Nachrichtensendung vom 11.11.2022

Katholik DeSantis gewinnt in Florida
Bischöfe bestürzt
Michigan und Pro-Lifer

Zoom vom 11.11.2022

Alles zum Thema Heiliger Martin

HL. MARTIN

Bischof

Gedenktag

Martin wurde um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren. Mit fünfzehn Jahren wurde er in die Gardereiterei eingereiht und wenig später in den Westen versetzt. Am Stadttor von Amiens teilte er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler; in der Nacht darauf erschien ihm Christus, mit dem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Mit achtzehn Jahren ließ sich Martin taufen, diente aber noch bis 356 in der kaiserlichen Garde. Nach seinem Abschied vom Heer (in der Nähe von Worms) ging er zum Bischof Hilarius von Poitiers, der ihn in die pannonische Heimat zurückschickte. ­ Um 360 traf er wieder mit Hilarius zusammen. 361 gründete er Ligugé, das erste Kloster Galliens. 371 wurde er Bischof von Tours, 375 gründete er das Kloster Marmoutier an der Loire, das zu einem Mittelpunkt monastischer Kultur wurde und als Missionsseminar bezeichnet werden kann. Unermüdlich widmete er sich der Glaubenspredigt in den noch weithin heidnischen Gebieten. Er starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours begraben. Sein Grab wurde zum Nationalheiligtum der Franken. Martin ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.

Nichts anderes als Christus

Sulpicius Severus, der das Leben des hl. Martin schrieb, berichtet: „Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat … In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“

Quelle: Erzabtei Beuron

NEWS: RedWeek 2022: Die Welt in Rot für verfolgte Christen

«Kirche in Not (ACN)» lädt Pfarreien, Gebetsgruppen und Einzelpersonen ein, während der RedWeek Kirchen und öffentliche Gebäude als Zeichen der Solidarität mit verfolgten und diskriminierten Christen weltweit rot anzustrahlen. „Hunderte Millionen Christen leben rund um den Erdball in einem Umfeld, in dem sie gewaltsam verfolgt, diskriminiert oder an der freien Ausübung ihres Glaubens gehindert werden“, erklärte der Geschäftsführer, Jan Probst von «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/FL den Hintergrund der internationalen Aktion RedWeek. Viele Pfarreien und ihre Gruppierungen solidarisieren sich und feiern Gottesdienste, Prozessionen, Mahnfeuer, Anbetungen, Podien etc. während der RedWeek in Gedenken an die verfolgten Christen.

Die Kathedrale von Lugano

Nachdem in den vergangenen Jahren Kirchen oft über einen längeren Zeitraum in Rot getaucht wurden, empfiehlt «Kirche in Not (ACN)» in diesem Jahr mit Blick auf die geltenden Energiesparverordnungen kurzzeitigere Beleuchtungen. „Das Menschenrecht der Religionsfreiheit ist jedoch auch unter diesen Umständen wertvoll genug für ein weithin sichtbares Zeichen“, betont Jan Probst. So könnten Kirchen zum Beispiel für zwei bis drei Stunden rund um einen Gottesdienst, ein Konzert oder einen Gebetsabend von aussen oder innen beleuchtet werden. Probst erklärt: „Im Zentrum der Kampagne stehen Information und Gebet, die rote Beleuchtung ist das dazugehörige äusserliche Zeichen.“

Fontani di Trevi – Rom

Weltweite Solidarität mit verfolgten Christen
Bereits seit 2015 werde durch das rote Anstrahlen von Kirchen und staatlichen Gebäuden die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen gelenkt. Zu den Bauwerken, die in den vergangenen Jahren rot angestrahlt wurden, zählen das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, das österreichische Parlamentsgebäude sowie in Deutschland der Paderborner und Frankfurter Dom. In vielen Kirchen fanden darüber hinaus „Abende der Zeugen“ statt, während denen Christen von Verfolgung und Diskriminierung in ihren Heimatländern berichteten.

Patriarch em. Gregorios aus Syrien

RedWeek in der Schweiz
Vom 12. bis 20. November 2022 sind katholische und evangelische Gemeinden aufgerufen, in der RedWeek Informations- und Gebetsveranstaltungen durchzuführen und ihre Kirchen rot zu beleuchten. In der Schweiz haben sich bereits über 50 Pfarreien für die Aktion registriert. Eine Teilnahme an der Aktion ist weiterhin möglich, dafür bittet «Kirche in Not (ACN)» um Anmeldung. Auf der Webseite des Hilfswerks finden sich auch Informationen zur RedWeek sowie Anregungen und Bausteine für Gottesdienste und Andachten.

Bischof Bruno Ateba aus Kamerun

Gäste aus der Weltkirche besuchen die Schweiz und Liechtenstein
«Kirche in Not (ACN)» CH/FL organisiert während der RedWeek „Zeugnisse mit Gästen“ aus der betroffenen Regionen, die über Verfolgung und Diskriminierung von Christen berichten.
Aus dem „Hohen Norden“ Kameruns kommt Bischof Bruno Ateba in die Schweiz und ins Fürstentum Liechtenstein. Seine in der Grenzregion zu Nigeria gelegene Diözese Maroua-Mokolo ist Schauplatz wiederkehrender Anschläge der Islamisten von Boko Haram. „Die lokale Bevölkerung ist machtlos gegen die scheinbare Unbesiegbarkeit der aus Nigeria stammenden Terrorgruppe“, klagt Bruno Ateba, Bischof von Maroua-Mokolo, der in vielen Pfarreien auf die Christenverfolgung in seiner Heimat aufmerksam machen wird.

Weiter nimmt auch Patriarch em. Gregorios III. Laham aus Damaskus an der RedWeek teil. In der Stadt Bern feiert er am Wochenende des 12./13. Novembers 2022 Gottesdienste. Patriarch em. Gregorios war während 17 Jahren verantwortlich für die Geschicke der mit Rom unierten melkitisch griechisch-katholischen Kirche in Syrien. Er berichtet über die aktuelle Situation der Christen im kriegsgeplagten Syrien.

Jan Probst, Geschäftsführer von Kirche in Not Schweiz

ANMELDUNGEN

  • 3910 Saas-Grund, St Bartholomäus in Saas-Grund, Pfarrkirche Saas-Grund, Wallis [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • 8805 Richterswil, Heilige Familie Richterswil, Pfarrkirche, Zürich [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Adliswil, Die Evangelisch-Methodistische Kirche Adliswil, die Evangelische Freikirche Chrischona Adliswil, die Reformierte Kirche Adliswil und die Römisch-Katholische Kirche Adliswil, , Zürich [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Adliswil-Zürich 2, Evanglisch-methodistische Kirche, EMK Adliswil, ZH [ Vortrag (Zeugen) ]
  • Amden, St. Annakapelle, Amden, St. Annakapelle, St. Gallen [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Bad Ragaz, Seelsorgeeinheit Bad Ragaz Taminatal, St. Leonhard, St. Gallen [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Bendern FL, Mariä Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt, Fürstentum Liechtenstein [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Bern, Kath. Pfarrei Dreifaltigkeit, Basilika , BE [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Bischofzell, St. Pelagius, Stiftskirche St. Pelagius, TG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Bonstetten, St. Mauritius Bonstetten-Stallikon-Wettswil, St. Mauritius, Zürich [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Brunnen, Pfarrei St. Leonhard Ingenbohl-Brunnen, Bundeskapelle , Schwyz [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Buochs, Pfarrei St. Martin, kath. Pfarrkirche St. Martin, Nidwalden [ Anderes ]
  • Chalais, Paroisse St-Gall, Église de Chalais St-Gall, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Chur, Katholische Kirchgemeinde Chur, Erlöser Pfarrei, GR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Chur, Katholische Kirchgemeinde Chur, Heiligkreuzpfarrei, GR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Chur, Dompfarrei, Kathedrale, GR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Collombey, Monastère des Bernardines, Église du Monastère des Bernardines, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Collombey, Paroisse Collombey, Église St-Didier, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Crans-Montana , Paroisse Sacré-Coeur, Sacré-Coeur, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Dussnang, Pastoralraum Tannzapfenland, Maria Lourdes, TG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Vortrag (Zeugen) ]
  • Ettingen, Ettingen, St. Peter und Paul, Baselland [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Feusisberg, Feusisberg, St. Jakob, Schwyz [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Fribourg, Christ-Roi, Eglise, Fribourg [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Fribourg, Abbaye de la Maigrauge, Église de l’Abbaye de la Maigrauge, FR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Fribourg, Couvent des Carmes, Église du Couvent des Carmes, FR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Genève , Notre-Dame Genève , Notre-Dame , Genève [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Gossau , Seelsorgeeinheit Gossau, Andreaskirche, SG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Gossau, Seelsorgeeinheit Gossau, Pauluskirche, SG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Horgen, St. Josef, St. Josef, ZH [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Inwil, Eschenbach und Ballwil, Pastoralraum Oberseetal, St. Peter und Paul, Jakobus d.Ä. und St. St. Margaretha, Luzern [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Kirche von innen rot ausleuchten, Wortgottesdienst / Andacht ]
  • Kaltbrunn, St. Georg, Kaltbrunn, St. Georg, St. Gallen [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Kerzers, Katholische Pfarrei Murten, Kirche Bruder Klaus, Freiburg [ Kirche von innen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Küsnacht, St. Georg, Küsnacht ZH, St. Georg, Zürich [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Laupersdorf, Menzinger Schwestern vom Hl. Kreuz, Haus der Stille Höngen, SO [ Anderes ]
  • Lugano, Sede vescoviale, Cattedrale di San Lorenzo, Ticino [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Mols, Mols-Murg-Quarten, kath. Kirche St. Antonius von Padua, St. Gallen [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Monthey , Paroisse catholiques Monthey-Choex, Église Immaculée Conception, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Ausstellung «Weltweit 200 Mio. verfolgte Christen» ]
  • Muraz, Paroisse Collombey-Muraz , Église de Muraz, VS [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Neudorf, Wallfahrtskapelle Gormund, Wallfahrtskapelle Maria Mitleiden Gormund, LU [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Vortrag (Zeugen) ]
  • Pfäfers, Seelsorgeeinheit Bad Ragaz Taminatal, Pfarr- und Klosterkirche Maria Himmelfahrt, Sankt Gallen [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Place de l’Eglise, Grolley, Église catholique de Grolley , Fribourg [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Anderes ]
  • Quarten, Mols-Murg-Quarten, kath. Kirche St. Gallus, St. Gallen [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Regensdorf, Pfarrei St. Mauritius Furttal, Röm.-katholische Kirche in Regensdorf, Zürich [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Kirche von innen rot ausleuchten, Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Romont FR, Abbaye de la Fille-Dieu, Église de l’Abbaye, FR [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Sarmenstorf, Heilig Kreuz Sarmenstorf, Heilig Kreuz, Aargau [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Schänis SG, Schänis SG, St. Sebastian, St. Sebastian, St. Gallen [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Subingen , Subingen , St Urs und Viktor , Solothurn [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Vaduz, Dompfarrei St. Florin, St. Florin, FL [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Widnau, St. Jakobus Widnau, St. Jakobus, SG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier, Vortrag (Zeugen) ]
  • Wil, Kirchgemeinde Wil, St. Peter, SG [ Hl. Messe / Eucharistiefeier ]
  • Winterthur-Wülflingen , St. Laurentius , St. Laurentius, ZH [ Kirche von aussen rot ausleuchten, Hl. Messe / Eucharistiefeier, Ausstellung «Weltweit 200 Mio. verfolgte Christen», Vortrag (Zeugen) ]
  • Zizers, Kath. Pfarramt Zizers, Hl. Peter und Paul, Graubünden [ Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Zürich, Liebfrauen Zürich, Liebfrauen Zürich, ZH [ Wortgottesdienst / Andacht, Hl. Messe / Eucharistiefeier, Kirche von aussen rot ausleuchten ]
  • Zürich, Röm.-kath. Pfarramt Maria Krönung Zürich-Witikon, Maria Krönung Zürich-Witikon, ZH [ Kirche von innen rot ausleuchten ]

Quelle: Kirche in Not

Mittwochskolumne vom 09.11.2022

Weihetag der Lateranbasilika

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche den Weihetag der Lateranbasilika. Sogar viele fromme Katholiken wissen nicht, dass es sich hierbei um ein so genanntes Herrenfest handelt, das spezielle Aufmerksamkeit im liturgischen Kalender geniesst, da es uns Katholiken an die Menschwerdung Gottes und die ganze Heilsgeschichte erinnert. Viele Katholiken denken, der Petersdom sei die Kathedrale des Bistums Rom. In Wahrheit ist es die Lateranbasilika, welche diesen Titel trägt und auch als Mutter aller Kirchen bezeichnet wird. Jeder, der schon einmal in Rom war, weiss, wie beeindruckenden schön diese ranghöchste aller Kirchen ist.

Letzten Samstag war ich in Strassburg. Strassburg ist eine Stadt, die ich immer wieder besuche, da der Anblick des Strassburger Münsters ein unvergessliches Erlebnis ist. Die Lateranbasilika, der Petersdom, das Strassburger Münster sowie viele andere romanische, gothische, barocke und auch moderne Kirchenbauten ziehen viele Besucher an. An diesem Weihetag der Mutter aller Kirchen soll uns in Erinnerung gerufen werden, welche grosse Arbeit zur Evangelisierung die Bauleute geleistet haben, welche diese Kirchen erschufen. Jahrhunderte später führt der Anblick dieser Meisterwerke dazu, dass Menschen eine Kirche betreten und dadurch einen Zugang zu Jesus Christus finden. Ich kriege immer Gänsehaut, wenn ich in einer solchen Kirche daran denke, dass Menschen mit ihren Händen etwas gebaut haben, dass Generationen später andere Mitmenschen zum Glauben führt. Dies ist ein sichtbarer Beweis für mich, dass alle Generationen der Menschheit unweigerlich zusammen verbunden sind und zu einer Familie gehören. Genauso wie die Menschen, die uns vorangegangen sind, Bauwerke erschufen, die uns heute zum Glauben führen, sind wir verpflichtet, für die Menschen zu beten, die vor unserer Zeit gelebt haben. Dies nicht nur im November, sondern das ganze Jahr hindurch.

Der Anblick der wunderschönen Kirchen dieser Welt soll uns auch klarmachen, dass es früher Menschen gab, die Gott als das Allerwichtigste betrachteten und daher keine Mühen scheuten, diese Hochachtung durch solche Bauwerke auszudrücken. Heute strebt der Mensch auch nach Höchstleistungen, aber sein ganzes Streben ist im Endlichen verwurzelt. Der Mensch strebt nach mehr Geld, Macht und Einfluss. Dies alles macht ihn schlussendlich nur unglücklich. Wirkliche menschliche Grösse erreicht der Mensch im Streben nach dem höchsten Gut, nach Gott alleine. Die Menschen, welche die Lateranbasilika und andere grossartige Kirchen errichteten, wussten dies. Lernen wir von unseren Vorfahren, das wirklich wichtige Gut – Gott – anzustreben.

NEWS: Hilfe für die Traditionalisten

Der Heilige Vater Papst Franziskus möchte Ihnen und allen anwesenden Mitgliedern versichern, dassPlenarvom Herbst 2022], von seinem Gebet und seiner brüderlichen und geistlichen Unterstützung.

Während die Kirche Frankreichs wieder einmal von der Tragödie des Missbrauchs durch einige ihrer Hirten erschüttert wird, lädt er euch ein, euch mit eurem Blick auf das Kreuz Christi nicht entmutigen zu lassen, sondern in der Gewissheit auszuharren, daß dieHeiliger Geistbegleitet Sie bei Ihren Bemühungen, die wieder Gegenstand Ihrer Arbeit sein werden. Er kennt eure Entschlossenheit, die Kirche Frankreich zu ihrem wahren missionarischen Gesicht zu machen, und er ermutigt euch, mutig und mit Unterscheidungsvermögen voranzukommen.

Mehr denn je seid ihr aufgerufen, auf die Wunden des Volkes Gottes zu schauen. In erster Linie die Opfer dieser Missbräuche, aber auch all jene, die empört, enttäuscht und vor Gericht gestellt werden, besonders eure Priester, deren schöner Dienst entehrt und noch schwieriger gemacht wird und die eure Nähe mehr denn je brauchen.

Papst Franziskus lädt Sie auch zur größten Sorge und Vaterschaft der Menschen ein – besonders der Jugendlichen, Priester oder Priester.Legen– desorientiert durch dieMotu ProprioTraditionis Custodes, an deren Umsetzung Sie arbeiten werden. Sie sind oft verletzte Schafe, die Begleitung, Zuhören, Zeit brauchen.

Ihre Arbeit wird sich auch auf die Fürsorge und den Respekt für die am stärksten gefährdeten Menschen konzentrieren, wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie Ihrer Gesellschaft helfen können, gerechte Gesetze zum Lebensende zu finden. Der Heilige Vater betet, dass in Ihrem Land eine Debatte auf der Grundlage der Wahrheit und frei von Ideologie stattfinden möge und dass Ihre Stimme gehört werde.

Papst Franziskus erkennt daher die Schwierigkeit und Bedeutung der Themen, mit denen ihr konfrontiert werdet, und ruft euch zu den Gaben derHeiliger Geist. Er vertraut euch der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Lourdes und aller Heiligen Frankreichs an und erteilt euch von Herzen seinen Segen.

Kardinal Pietro Parolin Staatssekretär Seiner Heiligkeit Vatikan, 27. Oktober 2022

Die Antwort lautet: Es tut mir leid, Ihre Blase platzen zu lassen, Kardinal Parolin, aber traditionelle Katholiken sind nicht „desorientiert“. Sie sind empört. Sie wissen, dass KEIN PAPST die Autorität hat, die traditionellen Riten der Kirche zu verbieten oder auszulöschen. Nicht Paul VI. und schon gar nicht Franziskus, der große Jesuitenfehler von 2013

Quelle: Rorate-caeli, Egliese catholique en France

Theologiestunde vom 07.11.2022

Sie können den 23. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören.

Fatima „das letzte Geheimnis“

Heute können Sie den vierten Teil der Reihe „das enthüllte Geheimnis“, aus der Sendung Fatima „das letzte Geheimnis“, hören.

NEWS: Papst Franziskus lobt Abtreibungsbefürworterin

Papst Franziskus lobt Abtreibungsbefürworterin als Mitglied von päpstlicher Akademie Kommission in einer Rede über Frauen

Als Papst Franziskus am Sonntag bei seiner Pressekonferenz auf dem Rückflug von Bahrain über die Gaben der Frauen sprach, erwähnte er die kürzliche Ernennung einer Abtreibungsbefürworterin zum Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.

„Ich habe das im Vatikan gesehen; jedes Mal, wenn eine Frau in den Vatikan kommt, um dort zu arbeiten, werden die Dinge besser“, sagte der Papst am 6. November auf dem Flug von Bahrain nach Rom.

Er erwähnte mehrere Positionen, die inzwischen von Frauen besetzt sind, und nannte namentlich die Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato, die sich für Abtreibungen einsetzt.

„Und jetzt hole ich Mazzucato, eine großartige Wirtschaftswissenschaftlerin aus den Vereinigten Staaten, in den Familienrat, um der Sache ein wenig mehr Menschlichkeit zu verleihen“, sagte er.

Mazzucato, die für ihre Arbeit zur Stärkung der Rolle des öffentlichen Sektors bei der Innovationsförderung bekannt ist, war eine von sieben Akademikern, die der Papst am 15. Oktober für eine fünfjährige Amtszeit in die Päpstliche Akademie für das Leben berief.

In seinen Kommentaren sagte Papst Franziskus, dass die Ernennung einer Frau zur Vizegouverneurin des Staates der Vatikanstadt und die Aufnahme von Frauen in den Wirtschaftsrat ein Gewinn für den Vatikan gewesen sei.

Der Wechsel von nur Männern zu fünf Frauen im Wirtschaftsrat sei „eine Revolution, denn Frauen wissen, wie man einen richtigen Weg findet, sie wissen, wie man vorankommt“, fügte er hinzu.

Mazzucatos Berufung in die Akademie für das Leben stieß auf Kritik, weil sie sich offen für ein „Recht“ auf Abtreibung einsetzt und Äußerungen über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA, wonach die gesetzliche Regelung von Abtreibung wieder den Bundesstaaten zukommt, getwittert

Quelle: cna deutsch

NEWS: Die Weltsynode wird wie eine Bombe einschlagen

Die Bischofssynode über die Synodalität wird zur Einfallspforte für eine Vielzahl heterodoxer Theorien und Forderungen. Mit der Veröffentlichung des Arbeitspapiers für die kontinentale Synodenphase liegt der Beweis schwarz auf weiß vor. Nicht anders war es absehbar, da der Anstoß dazu vom „Synodalen Weg“ der Deutschen Bischofskonferenz kam. Frauenpriestertum und Homosexualität bilden die Speerspitze des häretisierenden Maßnahmenkatalogs, die bestimmte Kirchenkreise und die Medien am meisten interessieren.

Letztere berichten von einer angeblich „ungelösten Frauenfrage in der Kirche“ und von „zunehmenden Anfragen aus verschiedenen Teilen der Welt nach grünem Licht für das Frauenpriestertum oder das Frauendiakonat“. Nun wurde diese Forderung offiziell in ein vatikanisches Dokument aufgenommen, in das Arbeitspapier, das die Grundlage für die Diskussionen bei der zweiten, der kontinentalen Phase der Synodalitätssynode bilden wird. Die Synodalitätssynode war von Papst Franziskus einberufen worden und wird sich ab nun also mit einer Reihe von „Tabuthemen“ zu befassen haben. Die dritte und letzte Phase wird dann die eigentliche Bischofssynode in Rom sein.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Papst Franziskus und der Islam

Papst Franziskus besuchte in den vergangenen Tagen Bahrain und setzte dort den Dialog mit dem Islam fort. Dagegen äußerte ein Mitbruder aus dem Jesuitenorden scharfe Kritik. Franziskus wirft er vor, den Dialog mit jenen zu verweigern, die den Islam wirklich kennen.

Papst Franziskus sucht den Dialog mit dem Islam auf seine Weise so sehr, daß er im Februar 2019 in Abu Dhabi zusammen das Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen unterzeichnete. Auf islamischer Seite wurde das Dokument von Großscheich Ahmad al-Tayyeb, Imam von al-Azhar in Kairo, unterschrieben. Das Dokument enthält die „Häresie aller Häresien“, so Kritiker, was Papst Franziskus jedoch ungerührt ließ. Doch nicht einmal alle seine Mitbrüder im Jesuitenorden stimmen seiner Einschätzung des Islam zu. Zwei bekannte Kritiker sind der ägyptische Jesuit und Islamwissenschaftler Pater Samir Khalil Samir und der ebenfalls in Ägypten geborene und lebende Jesuit syrisch-libanesischer Herkunft P. Henri Boulad. Pater Boulad beklagte 2010, daß Europa „die Seele abhanden gekommen“ sei. Er äußerte nun im Zusammenhang mit der Bahrein-Reise von Papst Franziskus deutliche Kritik an der päpstlichen Haltung zum Islam.

Papst Franziskus beendete am Sonntag seinen Besuch in Bahrain, der von seiner Verurteilung der Todesstrafe und seinem Aufruf zum interreligiösen Dialog geprägt war. „Ich bin zu Ihnen gekommen als ein Gläubiger an Gott, ein Bruder und ein Pilger des Friedens“, sagte Franziskus. Diese Umarmung des Islams predigt der argentinische Papst seit Jahren trotz der Zweifel, die dies in Teilen der katholischen Kirche hervorruft.

Zu den größten Skeptikern gehört Pater Henri Boulad, ein 90-jähriger ägyptischer Jesuit, der einen scharfen Brief an den Heiligen Vater geschrieben hat:

„Unser Dialog mit den Muslimen hat sich in Kompromissen und Mißverständnissen festgefahren. Wir müssen unbedingt einen Kurswechsel vornehmen. Werden wir den Mut dazu haben? Es ist eine Frage von Leben und Tod, sowohl für das Christentum als auch für die westliche Zivilisation. Die Zeit ist nicht reif für Zweideutigkeiten oder Spekulationen. Wir stehen an einem Scheideweg, und jede Selbstzufriedenheit angesichts des Unannehmbaren ist ein Verrat.“

Das Schreiben, das 2016 in der ägyptischen Mittelmeerstadt Alexandria, dem Geburtsort von Pater Boulad, verfaßt wurde, hat den Papst auf Umwegen, aber sicher erreicht. Eine Antwort erhielt der Jesuit und Islamexperte aber nicht. Der spanischen Tageszeitung El Independiente sagte er:

„Ich habe überhaupt nichts erhalten. Ich habe ihm den Brief zunächst auf französisch und dann eine Übersetzung auf spanisch geschickt. Beide wurden dem Papst persönlich übergeben. Das Ausbleiben einer Antwort bedeutet, daß er nicht reden will. Was können wir von ihm erwarten? Für mich ist er bereits ein hoffnungsloser Fall. Der Papst glaubt an diese Art des Dialogs, der seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil keine Ergebnisse gebracht hat.“

Pater Boulad nahm sich kein Blatt vor den Mund: Großscheich al-Tayyeb, den Papst Franziskus in den vergangenen fünf Jahren zu seinem bevorzugten Ansprechpartner im Islam gemacht hat und den er auch in Bahrain traf, ist für den ägyptischen Jesuiten „ein Lügner“:

„Ich traue ihm nicht über den Weg. Er ist nicht einmal zu einem Dialog mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah as-Sisi fähig.“

Die Aussage von Franziskus, so Pater Boulad, sei völlig unzureichend und ignoriere die Realität. Zu Papst Franziskus sagte der ägyptische Jesuit:

„Er will einfach nicht verstehen, was der Islam ist. Das ist das Hauptproblem, und es ist sehr schwerwiegend. Der Papst hat seine Vorstellungen und weigert sich, denen zuzuhören, die die wirkliche Situation kennen. Wie kann Franziskus von Dialog sprechen, wenn er nicht einmal mit mir sprechen will?“

„Ich gebe zu, daß ich angesichts der Entwicklung sehr skeptisch und pessimistisch bin. Der Papst sollte die östlichen Christen unterstützen, die Jahrhunderte lang überlebt haben“, nun aber zu verschwinden drohen. Die Aussagen zum Islam von Papst Benedikt XVI. in seiner berühmten Regensburger Rede seien viel zutreffender und ehrlicher gewesen. Benedikt XVI. hatte die Rede eines byzantinischen Kaisers zitiert, die in der muslimischen Gemeinschaft ein Erdbeben auslöste. Der Kaiser hatte gesagt:

„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“

Daraus folgert Pater Boulad:

„Die einzige Lösung, die ich sehe, ist, mit denen zu sprechen, die den Islam aus erster Hand kennen. Ist der Papst dazu bereit?“

Pater Boulad bezeichnet sich selbst als „islamophob“. Die meisten Muslime seien „gute und tolerante Menschen“.

„Ich klage den Islam an, weil er ein politisches System darstellt. Jesus hat das Böse verachtet, aber nicht die Bösen, die er zu retten versuchte.“

Weder in den meisten westlichen Staatskanzleien noch im Vatikan findet er jedoch Gehör. Ausnahmen wie Ungarn bestätigen die Regel. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verlieh Pater Boulad die ungarische Staatsbürgerschaft für seinen Einsatz für die verfolgten Christen, aber auch für seine Verteidigung der restriktiven ungarischen Einwanderungspolitik.

„Diese Christen haben eine andere Sicht der Dinge als einige der Spezialisten des islamisch-christlichen Dialogs, die sich in ihrer erschreckenden Ahnungslosigkeit irren. Viele von ihnen haben nur ein akademisches Wissen über den Islam, das oft verfälscht und selbstgefällig ist. Diese ‚Experten‘ sind weit weniger gut informiert als die Mehrheit der Christen im Nahen Osten, die den Islam leibhaftig erleben und ihn aus nächster Nähe kennen. Ohne diese Art von Wissen besteht die Gefahr, die Substanz der koranischen Lehre aus den Augen zu verlieren, was das offensichtliche Scheitern des islamisch-christlichen Dialogs erklärt“, so Boulad.

Zum Islam ist Boulad jedoch kategorisch:

„Der Islam kann nicht reformiert werden. Der Islam wählte seinen Weg im 9. Jahrhundert nach Christus, indem er sich zwischen zwei gegensätzlichen Formen entschied, jenen der Städte Mekka und Medina. Mekka steht für einen spirituellen und toleranten Islam, Medina dagegen für ein politisches, repressives System. Die Ulema waren sich einig, daß Medina Vorrang haben sollte.
Die zweite Entscheidung war die Feststellung, daß der Koran direkt vom Himmel gekommen sei. Im Gegensatz zur Bibel, einem von Gott inspirierten Buch, ist der Koran ein geheimes, himmlisches Werk, dessen Übersetzung aus dem Arabischen jahrhundertelang verboten war.
Die dritte Entscheidung bestand darin, jegliches kritische Denken zu unterbinden. Die getroffenen Maßnahmen sind endgültig und können nicht rückgängig gemacht werden. Der rigorose und intolerante Islam hat gewonnen. Er ist in seiner eigenen Falle gefangen.“

Quelle: katholisches.info

NEWS. Römische – katholische Kirche und die Wunder

Albino Luciano, der Welt besser bekannt als Papst Johannes Paul I., regierte nur 34 Tage vor seinem Tod im September 1978 als Papst. Aber er wird sich bald den Reihender Päpste des 20. Jahrhunderts anschließen, die die katholische Kirche heiliggesprochen hat. Dies bedeutet wörtlich, dass sie in den „Kanon“ oder die Liste der Menschen eingetragen wurden, die formell im Himmel erklärt wurden und den Titel „Seliger“ oder „Heiliger“ erhalten haben.

Der Prozess erfordert eine strenge Prüfung des Lebens und der Heiligkeit eines Kandidaten und umfasstmehrere Phasen, die Jahre oder sogar Jahrhunderte dauern können.

Nachdem jemand mit einem Ruf für außergewöhnliche Heiligkeit gestorben ist, kann ein Bischof eine Untersuchung seines Lebens einleiten. In diesem Stadium kann der Person der Titel „Diener Gottes“ verliehen werden. Weitere Details und Forschung sind erforderlich, damit sie als „Ehrwürdig“ anerkannt werden, die nächste Stufe der Heiligsprechung.

Der nächste Schritt ist die Seligsprechung, wenn jemand für „selig“ erklärt wird. Dies erfordert normalerweise, dass der Vatikan bestätigt, dass die Person ein „Wunder“ vollbracht hat, indem sie bei Gott Fürsprache gehalten hat. Zwei Wunder sind erforderlich, bevor ein „Seliger“ zum Heiligen erklärt werden kann.

Was ist dann ein Wunder?

Mehr als Medizin

Das Wort wird häufig auf nichtreligiöse Weise verwendet. DerKatechismus der Katholischen Kirche, der die Lehren der Kirche zusammenfasst, definiert sie jedoch als „ein Zeichen oder Wunder wie eine Heilung oder Kontrolle der Natur, die nur der göttlichen Macht zugeschrieben werden kann“.

Im Heiligsprechungsprozess bezieht sich ein Wunder fast immer auf die spontane und dauerhafte Remissioneiner schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung. Die Heilung muss auf eine Weise stattgefunden haben, die die am besten informierten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht erklären und den Gebeten zur heiligen Person folgen können.

Die Seligsprechung von Papst Johannes Paul I. wurde durchdie plötzliche Heilungeines 11-jährigen Mädchens in Buenos Aires genehmigt, das an schweren akuten Hirnentzündungen, schwerer Epilepsie und septischem Schock gelitten hatte. Sie hatte sich dem fast sicheren Tod der Ärzte im Jahr 2011 genähert, als ihre Mutter, das Pflegepersonal und ein Priesterbegannen, verzweifeltzum ehemaligen Papst zu beten.

Das große Ganze

Der katholische Glaube an Wunder ist seit langem und verwurzelt in dem, was die Kirche über das Leben und Werk Jesu von Nazareth glaubt. Die Evangelien porträtieren Jesus als Lehrer, aber auch als Wundertäter, der Wasserin Wein verwandelte, auf Wasser ging undeine große Menschenmengemit minimalem Essen ernährte.

Alskatholischer Theologe und Professor habe ich über Heilige geschrieben, insbesondere über die Jungfrau Maria, und Universitätskurse über Hagiographie oder über das Leben von Heiligen geschrieben. In der katholischen Tradition stellen Wunder mehr dar als körperliche Heilung. Sie bestätigen auch, was Jesus gepredigt hat: dass Gott bereit ist, in das Leben der Menschen einzugreifen und ihr Leiden wegzunehmen.

Für Christen deuten die Wunder Jesu also stark darauf hin, dass er Sohn Gottes ist. Sie weisen auf das hin, was Jesus „das Reich Gottes“ nannte, in dem Christen hoffen, in einer Welt, die in ihrer ursprünglichen Vollkommenheit wiederhergestellt wurde, wieder mit Gott vereint zu sein.

Des Teufels Advokat?

Natürlich können nachdenkliche Menschen gegen den behaupteten übernatürlichen Ursprung solcher Ereignisse Einspruch erheben. Und die Entwicklung der medizinischen Wissenschaft bedeutet, dass einige Heilungsprozesse jetzt tatsächlich rein als das Werk der Natur erklärt werden können, ohne behaupten zu müssen, dass göttliches Eingreifen am Werk war. Einige christliche Schriftsteller, insbesondere der protestantische TheologeRudolf Bultmann, haben auch die Wunder Jesu als rein symbolisch interpretiert und sie als notwendigerweise historische, wörtliche Wahrheit abgelehnt.

Die katholische Kirche vertritt seit Jahrhunderten die Auffassung, dass Wissenschaft und Glaube keine eingeschworenen Feindesind, sondern unterschiedliche Arten des Wissens, die sich gegenseitig ergänzen. Dieses Verständnis leitet die Untersuchungen angeblicher Wunder, die von dervatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse durchgeführt werden, die etwa zwei Dutzend Mitarbeiter und mehr als 100 klerikale Mitglieder und Ratgeber hat.

Theologen, die für die Kongregation arbeiten, bewerten alle Aspekte des Lebens eines Heiligsprechungskandidaten. Dazu gehört der „Förderer des Glaubens“ (manchmal auch „Advokat des Teufels“ genannt), dessen Rolle1983von der Suche nach Argumenten gegen die Heiligsprechung zur Überwachung des Prozesses geändert wurde.

Unabhängig davon wird ein medizinisches Gremiumunabhängiger wissenschaftlicher Experten ernannt, um ein behauptetes Wunder zu untersuchen. Sie beginnen damit, nach rein natürlichen Erklärungen zu suchen, während sie die Krankengeschichte überprüfen.

Neue Regeln

Der Prozess der Heiligsprechung wurde im Laufe der Geschichte ständig überarbeitet.

Im Jahr 2016 initiierte Papst FranziskusReformen in der Art und Weise, wie die Kirche Wunder bewertet, die den Prozess strenger und transparenter machen sollen.

Die katholischen Gruppen, die beantragen, einen Heiligsprechungsfall für eine bestimmte Person zu eröffnen, finanzieren die Untersuchung. Die Kosten umfassen Honorare, die an medizinische Experten für ihre Zeit, Verwaltungskosten und Forschung gezahlt werden. Aber die Fälle waren oftundurchsichtig und teuer und reichten weit in die Hunderttausende von Dollar, schrieb der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi in einem Buch von 2015.

Zu den Reformen von Franziskus im Jahr 2016 gehörte eine neue Regel, dass alle Zahlungen per nachvollziehbarer Banküberweisung erfolgen müssen, damit Gruppen die Ausgaben des Vatikans besser verfolgen können.

Eine weitere Reform von Franziskus besteht darin, dass zwei Drittel der medizinischen Kammerbestätigen müssen, dass das wundersame Ereignis nicht durch natürliche Ursachen erklärt werden kann, damit ein Heiligsprechungsfall fortgesetzt werden kann. Bisher war nur eine einfache Mehrheit erforderlich.

Der übergeordnete Sinndieser Reformenbesteht darin, die Integrität des Heiligsprechungsprozesses zu schützen und Fehler oder Skandale zu vermeiden, die die Kirche diskreditieren oder die Gläubigen irreführen würden.

Da Katholiken glauben, dass die „Seligen“ und Heiligen im Himmel sind und vor Gott für Menschen Fürsprache halten, die ihre Hilfe suchen, ist die Frage der Wunder eine Frage der Zuversicht, dass Gebete gehört werden können und werden.

Quelle: The conversation

NEWS: Was ist Seligsprechung? Wie die katholische Kirche den Weg zur Heiligkeit bestimmt

Am 5. November 2022 wird die katholische Kirche Schwester Maria Carola Cechin (1877-1925) offiziell als „selig“ anerkennen. Die in Italien geborene Nonne diente zwei Jahrzehnte lang in Kenia.

Danach können an Orten, die eng mit Schwester Carola oder innerhalb ihres Ordens verbunden sind, katholische Gottesdienste zu ihren Ehren abgehalten werden. Auch eine jährliche Feier im kirchlichen Kalender der Jahreszeiten kann ihr gewidmet werden. Darüber hinaus können Kirchen und andere Institutionen in diesen Gebieten nach ihr benannt werden.

Der Prozess, der darin gipfelt, Schwester Carola „selig“ zu nennen, wird als Seligsprechung bezeichnet. Dies ist der vorletzte Schritt vor der Heiligsprechung, der offiziellen Anerkennung der Heiligkeit.

Wie entscheidet also die katholische Kirche, wer auf diese Weise geehrt werden darf?

Die Geschichte

Seit den frühesten Jahren des Christentums wurden einige Menschen nach ihrem Tod als außergewöhnlich heilig anerkannt. In den ersten 500 Jahren der Kirche erhielten sie den Titel „Heiliger“. Sie wurden so angesehen, als wären sie bereits im Himmel, Gott nahe. Ihre Gebete für die Menschen auf der Erde, die ihre Fürsprache suchten, wurden als besonders wirksam angesehen.

Allmählich wurden lokale Bischöfe in solche Fälle einbezogen. Ab Beginn des zweiten Jahrtausends – um möglichen Missbrauch zu vermeiden und universelle Standards zu schaffen – wurde derProzess der formalen Anerkennung als Heiligerzunehmend im Vatikan, dem Hauptsitz der römisch-katholischen Kirche, zentralisiert.

Wie man seliggesprochen wird

Derzeit umfasst der Weg zur Anerkennung als Heiliger mehrere Etappen und kann viele Jahre dauern.

Um eine gewisse Objektivität zu ermöglichen und rein emotionale Reaktionen zu vermeiden, müssen nach dem Tod einer Person normalerweise mindestens fünf Jahre vergehen, bevor eine Bitte an den örtlichen Bischof gerichtet wird, mit dem „Heiligsprechungsprozess“ zu beginnen.

Diese lokale Untersuchung von jemandem, von dem angenommen wird, dass er ein sehr heiliges Leben geführt hat, beinhaltet die Befragung von Menschen, die die Person kannten. Auch Historiker, Archivare und Theologen beschäftigen sich intensiv mit den Taten der Person. Dieser Prozess soll ihre außergewöhnliche Heiligkeit bestätigen und ihre Schriften untersuchen, um sicherzustellen, dass sie nichts geschrieben haben, was dem katholischen Glauben widerspricht. Wenn schlechtes Benehmen oder Skandale entdeckt werden, müssen auch Beweise für eine gründliche Veränderung des Lebens vorgelegt werden.

Andere Bischöfe und der Vatikan werden dann konsultiert. Nach positiver Bewertung verleiht der Vatikan der Person den Titel „Diener Gottes“ und der Heiligsprechungsprozess wird offiziell eröffnet.

In diesem Stadium kann ihr Körper exhumiert und untersucht und Reliquien entnommen und konserviert werden. Öffentliche Gottesdienste zu ihren Ehren sind jedoch verboten.

Nach eingehenderen Untersuchungen ihres Lebens und ihrer Arbeit durch die römischen Behörden und mit Beweisen dafür, dass andere Menschen sie als Vorbild für das christliche Leben genommen haben, können sie dann als „ehrwürdig“ bezeichnet werden. Mit diesem Titel erkennt die Kirche an, dass jemand ein außergewöhnlich gutes Leben geführt hat und dass sein Ruf für Heiligkeit und Tugend wohlverdient ist.

Der nächste Schritt ist die Seligsprechung. Mit der Änderung des Titels in „Selig“ erklärt die katholische Kirche effektiv, dass es „glaubenswert“ ist, dass die Person jetzt bei Gott im Himmel ist.

In den meisten Fällen kommt der Beweis dafür in Form einesWunders, das der Intervention der Person zugeschrieben wird. (In Fällen von Martyrium, in denen eine Person wegen ihres katholischen Glaubens Tod oder Verfolgung erlitten hat, ist für die Selig- oder Heiligsprechung kein Wunder erforderlich.)

Schwester Carolas Wunder

Die katholische Kirche untersucht behauptete Wunder akribisch. Die überwiegende Mehrheit dieser Wunder beinhaltet Fälle wissenschaftlich unerklärlicher Heilung.

Ein Gremium von Wissenschaftlern wird in der Diözese einberufen, in der sich das Wunder ereignet haben soll. Damit der Prozess der möglichen Seligsprechung fortgesetzt werden kann, ist das positive Urteil der Wissenschaftler erforderlich, das besagt, dass eine Heilung spontan, augenblicklich und dauerhaft war.

Das medizinische Dossier wird dann in Rom von einem anderen wissenschaftlichen Gremium geprüft. Und ein Team von in Rom ansässigen Theologen untersucht das Leben der „Ehrwürdigen“ neu.

Positive wissenschaftliche und theologische Bewertungen werden an ein Gremium von Kardinälen und Bischöfen weitergeleitet. Sie geben ihre Empfehlungen an den Papst weiter, der die Person für würdig erklärt, den Titel „Seliger“ zu tragen.

Bei der Seligsprechungszeremonie von Schwester Carola in Kenia wird ein Bischof einen Bericht über ihr Leben vorlegen und ein Vertreter des Papstes wird einen Brief verlesen, der ihr den Titel „Selig“ verleiht.

Die Seligsprechung von Schwester Carola folgt der Bestätigung einesWunders, das ihr zugeschrieben wird. Im Dezember 2021 stimmten Beamte in Rom zu, dass ein Gebet für ihre Intervention zumÜberleben eines Jungenführte, der ohne Herzschlag in einem Dorf in Meru, Zentralkenia, geboren wurde.

Schwester Carola ist nachSchwester Irene Stefaniim Mai 2015 die zweite Person, die in Kenia gearbeitet hat, die seliggesprochen wird. Das Wunder, das Schwester Stefanis Fürsprache zugeschrieben wird, beinhaltete keine Heilung, sondern die Vermehrung des Wassers in einem Brunnen in einer mosambikanischen Pfarrei, die während eines Bürgerkriegs 1989 als Versteck diente.

Wie man ein Heiliger wird

Es gibt keine offizielle Zählung der Heiligen, aber die letzten drei Päpste haben viel mehr Menschen seliggesprochen und heiliggesprochen als ihre unmittelbaren Vorgänger, oft während ihrer internationalen Reisen. Dies geschah normalerweise an Orten, an denen sie starke lokale Verbindungen haben, und in Ländern, in denen das Christentum vergleichsweise neu ist und lokale Heilige nur wenige sind. Afrika hat eine Handvoll Heiliger, die in der Neuzeit heiliggesprochen wurden. Dazu gehören die 22Märtyrer Ugandas, denen der Titel 1964 verliehen wurde.

Im Jahr 1983 vereinfachte Papst Johannes Paul II. (der imApril 2014 heiliggesprochen wurde) den Prozess der Seligsprechung. Er verkürzte die Zeit zwischen dem Tod der Person und der Eröffnung des Prozesses von 50 Jahren auf derzeit fünf.

Während seines Pontifikats wurden 1.340 Menschenseliggesprochen. Dies ist mehr als alle seine Vorgänger seit den 1660er Jahren, als Seligsprechungen üblich wurden, nachdem der Vatikan die Heiligsprechung zentralisiert hatte.

Der derzeitige Papst, Papst Franziskus, hat denReformprozess fortgesetzt. Im Jahr 2016 wurde eine größere finanzielle Transparenz hinsichtlich der erheblichen Kosten eingeführt, die der Prozess mit sich bringen kann. Im Jahr 2020 fügte er auch einen neuen Weg zur Seligsprechung im Falle von jemandem hinzu, der sein Leben opferte, damit jemand anderes leben kann.

Viele „Selige“ bleiben für Jahrhunderte oder für immer auf dieser Ebene. Die Anerkennung als Heiliger erfordert ein zusätzliches Wunder, um bestätigt zu werden.

Quelle: the conversation

Nachrichtensendung vom 04.11.2022

Papst in Bahrain und die Knieschmerzen
Hauptthema: Karin Iten und das Bistum Chur

Kinder- und Jugendsendung vom 02.11.2022

Ivan und Luka bereiten Sie auf das Fest von Hl. Martin vor.

NEWS: Katholiken schützen Klima

Katholikinnen und Katholiken könnten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie wieder vermehrt die jahrhundertealte Tradition des Fleischverzichts am Freitag pflegen würden. Das geht aus einer englischen Studie hervor.

Ein vom Agrarökonomen Shaun Larcom geleitetes Forscherteam untersuchte, wie sich 2011 ein Appell der Bischöfe der katholischen Kirche in England und Wales zur Einhaltung des traditionellen freitäglichen Fleischverzichts auswirkte.

Wenn der Papst die Pflicht zum Fleischverzicht wieder weltweit aufstellen würde, wäre dies «ein wichtiges und mit wenig Aufwand verbundenes Mittel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen», sagt Larcom, der Koordinator der Studie, der an der Universität Cambridge tätig ist. Die Studie wurde auf dem Netzwerk Social Science Research Network veröffentlicht.

Demnach würde der Verzicht selbst dann Wirkung entfalten, wenn nur eine Minderheit der Katholiken dem päpstlichen Gebot folgen würde. Angesichts von mehr als einer Milliarde Gläubigen weltweit sei die katholische Kirche «sehr gut aufgestellt», um zur Bekämpfung der Erderwärmung beizutragen.

Der freitägliche Fleischverzicht zur Erinnerung an die an diesem Wochentag erfolgte Kreuzigung Jesu ist eine der ältesten christlichen Traditionen. Seit den 1960er Jahren ist der fleischlose Freitag für Katholiken aber nur noch in der Karwoche vor Ostern verpflichtend.

Quelle: blick.ch

Mittwochskolumne vom 02.11.2022

Allerseelen

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche Allerseelen. Dabei wird allen Menschen gedacht, die gestorben sind. Für mich persönlich ist es wichtig, an diesem wie auch an vielen anderen Tagen ans Grab meiner Mutter zu gehen. Es ist eine der schönsten Gaben unseres Glaubens, dass wir uns mit dem Gebet mit den Menschen verbinden können, die uns vorangegangen sind. Traurig ist es, wie oft auch Katholiken vergessen, dass es wichtig ist, für die Verstorbenen zu beten. Wir wissen wenig über den konkreten Zustand unserer Mitmenschen, die gestorben sind. Für viele Menschen ist der Ort der Reinigung, das sogenannte Fegefeuer, ein Mythos. Dabei spricht aber sehr viel für diese Lehre der Kirche. Die wenigsten Menschen sind zu ihren Lebzeiten so perfekt, als dass sie sofort zur Anschauung Gottes gelangen könnten. Um die ganze Grösse der Liebe Gottes zu erkennen, ist es wichtig, selbst dafür bereit zu sein. Daher werden viele Menschen noch eine Zeit der Reinigung brauchen, um für die ewige Begegnung mit dem liebenden Vater diesen Zustand zu erreichen. Dies nennt die Kirche Fegefeuer oder Purgatorium. Wir können aber, und hier kommt die ganze Schönheit des katholischen Glaubens zum Zuge, diesen Menschen durch Gebete und gute Taten helfen. Auch wenn uns liebe Menschen wie meine Mutter nicht mehr auf Erden sind, so bleibt das Band bestehen, welches uns zu Lebzeiten verbunden hat. Es ist daher wichtig, weiterhin durch Gebet, Almosen und Fasten für unsere Freunde und Verwandten zu beten.

Ich möchte an dieser Stelle auch noch darum bitten, nicht nur für die Menschen zu beten, die wir kannten, sondern auch für die Armen Seelen, an die niemand denkt. Für viele Verstorbene wird nicht gebetet. Wir können diese Menschen in unser Gebet einschliessen. Es wäre schön, wenn sich jeder heute an diesem Tag Zeit nehmen würde, um zumindest ein Vaterunser und ein Ave Maria für die Menschen zu beten, an die heute niemand denkt.

Der Tod hat nicht das letzte Wort, an diese Wahrheit glaubt jeder Katholik. Wir sind durch die Liebe weiterhin mit allen Menschen verbunden, die jemals auf dieser Erde gelebt haben. Beten wir heute, dass Gott sich aller Menschen erbarmt und sie in seine liebenden Arme aufnimmt.DR

Allerseelen

Der Allerseelentag am 2. November geht auf den heiligen Abt Odilo von Cluny zurück; er hat diesen Gedenktag in allen von Cluny abhängigen Klöstern eingeführt. Das Dekret Odilos vom Jahr 998 ist noch erhalten. Bald wurde der Allerseelentag auch außerhalb der Klöster gefeiert.

Wenn der 2. November auf einen Sonntag fällt, wird das Gedächtnis Allerseelen an diesem Tag begangen.

Statt der Schriftlesungen, die hier für die drei Messformulare angegeben sind, können auch andere gewählt werden.

Allerheiligen

Hochfest

Die Anfänge des Allerheiligenfestes gehen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Ephräm der Syrer und Johannes Chrysostomus kennen bereits ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai bzw. am 1. Sonntag nach Pfingsten, der im griechischen Kalender heute noch der Sonntag der Heiligen heißt. Im Abendland gab es seit dem 7. Jahrhundert ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai (Einweihung des römischen Pantheons zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und aller heiligen Märtyrer am 13. Mai 609). Das Fest aller Heiligen (nicht nur der Märtyrer) am 1. November kam im 8. Jahrhundert aus Irland und England auf den europäischen Kontinent und hat sich bald allgemein durchgesetzt.

Allerheiligen   ist wie ein großes Erntefest; eine „Epiphanie von Pfingsten“ hat man es auch genannt. Die Frucht, die aus dem Sterben des Weizenkorns wächst und reift, sehen wir. Noch ist die Ernte aber nicht beendet; Allerheiligen richtet unseren Blick auf das Endziel, für das Gott uns geschaffen hat. Noch stöhnen wir unter der Last der Vergänglichkeit, aber uns trägt die Gemeinschaft der durch Gottes Erwählung Berufenen und Geheiligten; uns treibt die Hoffnung, dass auch wir zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes gelangen werden. Und wir besitzen als Anfangsgabe den Heiligen Geist.

Kirche im Herbst vom 31.10.2022

Heute erkläre ich Ihnen den Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen.

Fatima vom 31.10.2022

Heute können Sie den dritten Teil der Reihe „Die Enthüllung“, aus der Sendung Fatima „Das letzte Geheimnis“.

Klartext: „Ruft es von den Dächern“

Anhand eines Interviews von Kardinal Müller und der Bibel, werde ich aufzeigen weshalb die LGBTQ Lobby mit der Sünde und Unzucht spielen.

Pax Vobis vom 30.10.2022

Za vas smo danas pripremili dvije teme, a to su:

  1. Sve o Danu svih svetih i Danu svih duša. Kao i preko sv. Luka i sv. Jakov.
  2. 11. studenog slavimo sv. Martin. O tome sam napravio intervju s našom kolegicom Draženkom Pavlic.

Pročitajte naglas:

Draženka Pavlic
Vera Novaković

Nachrichtensendung vom 28.10.2022

Papst em. Benedikt XVI neuer Brief
US-Bischöfe warnen Biden
ICE 2024 in Qinto

NEWS: Vatikan will in Ukraine – Krieg vermitteln

Der Staatssekretär des Vatikans, Kardinal Pietro Parolin, hat die Bereitschaft Russlands begrüßt, mit den Vereinigten Staaten und dem Papst zu sprechen, um eine friedliche Lösung für den Krieg in der Ukraine zu finden, und glaubt, dass „wenn es eine kleine Öffnung gibt“, diese auch genutzt wird.

Dies war Parolins Meinung zu der Möglichkeit, dass Papst Franziskus und US-Präsident Joe Biden in die Verhandlungen eingreifen könnten, um einen Ausweg zu finden, eine diplomatische Lösung, die auch der französische Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen hat.

Parolin sagte jedoch, dass es „noch zu früh“ sei und dass man noch darüber nachdenken müsse, wie diese Vermittlung in der Praxis durchgeführt werden könne.

„Wir denken darüber nach, wie das konkret geschehen könnte. Wie wir schon oft gesagt haben, sind wir offen und bereit, alles zu tun, was möglich ist, aber bis jetzt wissen wir nicht, was diese Worte bedeuten, welche Grundlage sie haben und welche Entwicklung sie haben können“, sagte Parolin laut italienischen Medienberichten.

Die Antwort des Vatikans erfolgte, nachdem der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärt hatte, man sei bereit, „all dies (die Situation in der Ukraine) mit den Amerikanern, mit den Franzosen und mit dem Papst zu besprechen“.

Beim internationalen Gebet für den Frieden, das von der Gemeinschaft Sant’Egidio im Kolosseum in Rom organisiert wurde, beklagte der Papst am Dienstag die „Bedrohung“ durch den Einsatz von Atomwaffen und forderte die internationale Gemeinschaft auf, einen „ernsthaften Dialog“ über die Nichtverbreitung und den Abbau von Atomwaffen aufzunehmen.

„Wir sind Zeugen dessen, was man befürchtet hat und nie hören wollte: dass der Einsatz von Atomwaffen, die seit Hiroshima und Nagasaki schuldhaft weiter produziert und getestet werden, nun offen eine Bedrohung darstellt“, sagte der Pontifex damals.

Quelle: msn.com

Mittwochskolumne vom 26.10.2022

Stoppen wir den Ausverkauf der Kirche

Bern (novaradio.ch): Diese Woche erschien ein Bericht darüber, dass die Kirche in der Schweiz sehr viele Immobilien hat, die nicht richtig bewirtschaftet werden. In den Augen der Autoren der Studie müsste die Kirche Pfarrhäuser und Pfarreiräumlichkeiten entweder vermieten oder verkaufen. Dadurch liesse sich sehr viel Geld machen. Auch die Profanierung von vielen Kirchen wird vorgeschlagen. Ich finde es sehr traurig, dass es in der Schweiz keinen grösseren Aufschrei gibt bei solchen Vorschlägen. Die Kirche wird immer mehr ausverkauft und nur noch als Institution gesehen, die ihren Angestellten und Mitgliedern finanzielle Vorteile bringen soll. Niemand redet von einer Neuevangelisierung. Es scheint wie klar, dass die Kirche in Zukunft viel weniger praktizierende Mitglieder haben wird und man ihr daher eine Neuausrichtung geben muss. Allen Menschen, die so etwas fordern, muss aber bewusst sein, dass eine Kirche, die sich selbst verleugnet, keine Zukunft hat. Weder hat sie eine Zukunft als Immobilienhändlerin noch als eine Art NGO. Die katholische Kirche hat nur eine Zukunft, wenn sie der Frohen Botschaft verpflichtet ist und ihre Talente nutzt, um der Welt Gottes Liebe zu jedem einzelnen Menschen zu verkünden. Es ist daher unsere Pflicht, den Ausverkauf der Kirche zu stoppen. Die Kirche muss hierfür missionarisch sein. Missionarisch nicht in dem Sinne, dass wir von Tür zu Tür missionieren gehen, sondern missionarisch darin, dass wir im Alltag als Christen Zeugnis von unserem Glauben abgeben. Dazu gehört auch, dass wir uns für eine authentische Kirche einsetzen und den Menschen, welche die Kirche nur noch als Mittel zum Zweck sehen, sich selbst und Nahestehende zu bereichern, Paroli bieten. Die Kirche ist für alle Menschen da und nicht nur für die finanziellen Interessen Einzelner. Lasst uns gemeinsam mit Gottes Hilfe diesen Ausverkauf der Kirche stoppen. DR

Theologiestunde vom 24.10.2022

Der 22. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ beginnt mit einem neuen Kapitel.

Fatima das letzte Geheimnis

Heute hören Sie den zweiten Teil vom „Das enthüllte Geheimnis“.

Nachrichtensendung vom 21.10.2022

Vertrag mit China verlängert
Vatikan beschmutzt das Erbe von Johannes Paul II
Stein gefunden mit Inschrift Jesus und Maria

NEWS: Papst beruft Abtreibungsbefürworterin in die Kommission


Eines der von Papst Franziskus neu ernannten Mitglieder der Päpstlichen Akademie für das Leben ist eine ausgesprochene Verfechterin eines „Rechts“ auf Abtreibung und hat sich kürzlich auf Twitter gegen die Aufhebung des amerikanischen Urteils Roe v. Wade ausgesprochen, das von 1973 bis 2022 – verfassungswidrig – Abtreibungen im ganzen Land erlaubt hatte.

Die italienisch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato, die für ihre Arbeit zur Förderung der Rolle des öffentlichen Sektors in der Innovationsförderung bekannt ist, ist eine von sieben Akademikern, die der Papst am Samstag für eine fünfjährige Amtszeit in die Akademie berufen hat.

In seinem 2020 erschienenen Buch „Let Us Dream: The Path to a Better Future“ (Lasset uns träumen. Der Weg zu einer besseren Zukunft) beschrieb Papst Franziskus das Werk Mazzucatos als „ein Denken, das nicht ideologisch ist, das sich über die Polarisierung von freiem Marktkapitalismus und Staatssozialismus hinausbewegt und dem die Sorge zugrunde liegt, dass die gesamte Menschheit Zugang zu Land, Wohnraum und Arbeit hat“.

Die Internetseite Catholic Culture veröffentlichte am Dienstag Links zu den jüngsten Social-Media-Posts von Mazzucato, in denen sie nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA, das Thema Abtreibung den einzelnen Bundesstaaten zu überlassen, Aussagen getwittert und retweetet hat, die sich für vorgeburtliche Kindstötungen aussprechen.

Als Reaktion auf einen Tweet mit einem Kommentar, der die Aufhebung des Urteils Roe v. Wade bedauerte, twitterte Mazzucato schlicht: „So gut!“

Quelle: cna deutsch

Mittwochskolumne vom 19.10.2022

Der Heilige Lukas

Bern (novaradio.ch): Am 18. Oktober feiert die Kirche den Evangelisten Lukas. Ich finde es wichtig, dass wir der Evangelisten gedenken, da sie uns in Erinnerung rufen, wie wichtig es für einen Katholiken ist, sich mit der Heiligen Schrift auseinanderzusetzen. Vor allem das Evangelium ist das Fundament unseres Glaubens. Für jeden Christen sollte es selbstverständlich sein, die Frohe Botschaft zu kennen und immer wieder zu lesen. Durch das ständige Lesen der Bibel tauchen wir ein in das ewige Wort Gottes und können dieses für unser Leben fruchtbar machen. Ich bin überzeugt, dass Gott uns in allen Lebenslagen mit seinem Wort hilft.

Der Evangelist Lukas ist der Überlieferung nach ein Arzt gewesen und hat als erster Bilder von der Heiligen Gottesmutter Maria gemalt. Lukas gilt als der Evangelist, der die griechische Sprache von den vier Evangelisten am besten beherrschte. Die Tatsache, dass gerade Lukas trotz seines tiefen und enormen Sprachvermögens auch gemalt hat, zeigt uns, dass bei aller Liebe zur Schrift einige Glaubensbotschaften nicht nur mit dem Verstand aufgenommen werden können. Der Mensch ist ein Wesen, welches von Gott mit allen Sinnen angesprochen wird. Immer wenn ich eine alte mittelalterliche Stadt besuche, staune ich über die gotischen Kirchen und Kathedralen, welche die Künstler erbaut haben. Ohne ein geschriebenes Wort zu hinterlassen, haben sie unglaublich viel für die Evangelisierung bis ins 21. Jahrhundert hinein getan. Bis heute kommen viele Menschen zum Glauben an den Auferstandenen, da sie beeindruckt sind von der grossen Liebe, mit welcher diese Bauwerke erschaffen wurden. Sie zeugen von der Liebe Gottes. Ich möchte hier an dieser Stelle darum auch für die Kunstschaffenden ein gutes Wort einlegen. Die Kunst ist ein wichtiges Mittel, den Menschen die Grösse und Würde des Menschseins aufzuzeigen. Damit meine ich nicht nur die spezifisch christliche Kunst. Alles Schöne, Wahre und Gute führt uns schlussendlich zu Gott. In unserer Gesellschaft wird die Kunst leider an den Rand gedrängt. Alles andere scheint wichtiger. Ich sehe einen engen Zusammenhang zwischen dem Niedergang des Christentums und dem Niedergang der Kunst. Unterstützen wir daher alle Menschen, die mit ihren Talenten sich der Kunst widmen und bitten wir den Heiligen Lukas, dass Gott den Künstlern die Kraft gibt, mit ihren Werken zur Neuevangelisierung beizutragen. DR

Theologiestunde vom 17.10.2022

Heute können Sie den 21. Teil, aus der Reihe „Wahrer Gehorsam“, hören.

Kirche im Herbst

Sie hören den zweiten Teil für die Vorbereitungen, auf die Allerheiligen und Allerseelen. Nächsten Montag geht es, um den Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen.

NEWS: Frühere Kardinäle wussten, weshalb man keinen Jesuiten wählt

Abbé Philippe Laguérie
Bild: La Croix

Die französische Tageszeitung Présent veröffentlichte ein Interview mit Abbé Philippe Laguérie, dem ehemaligen Generaloberen des Institut du Bon Pasteur, zum Motu proprio Traditionis custodes und dem Feldzug Roms gegen den überlieferten Ritus. Das Interview stammt bereits vom 19. Januar 2022, soll aber dokumentiert werden.

Abbé Laguérie war von 2006 bis 2019 Generaloberer des von ihm gegründeten altrituellen Institut du Bon Pasteur. Laguérie wurde 1979 von Erzbischof Marcel Lefebvre zum Priester geweiht und gehörte bis 2004 der Priesterbruderschaft St. Pius X. an. Anschließend gründete er das Institut du Bon Pasteur und kehrte mit diesem unter Papst Benedikt XVI. in die volle Einheit mit Rom zurück. Das Institut umfaßt heute mehr als 50 Priester, ebenso viele Seminaristen (im September sind zwölf neue Seminaristen eingetreten) und seit kurzem auch einen weiblichen Zweig, die Sœurs Servantes Réparatrices de la Sainte Famille. Im März 2019 legten die ersten Novizinnen ihre feierlichen Gelübde ab. Das Institut ist mit elf kanonisch errichteten Häusern in neun Staaten auf drei Kontinenten vertreten. 2019 übergab Abbé Laguérie die Leitung des Instituts an seinen Nachfolger P. Luis Gabriel Barrero Zabaleta, einen Kolumbianer, der 1997 für die Piusbruderschaft zum Priester geweiht wurde und sich dann dem Institut du Bon Pasteur anschloß. Sitz des Generaloberen ist das institutseigene internationale Priesterseminar Saint-Vincent-de-Paul im französischen Courtalain (Eure-et-Loir). Dort begann vor kurzem das neue Studienjahr mit der Ablegung des Antimodernisteneides durch die Professorenschaft.

Présent: Abbé, dachten Sie, daß Sie eines Tages wieder eine Zeit der Hexenjagd (wenn ich diesen Ausdruck wagen darf) gegenüber dem überlieferten Ritus erleben würden?

Abbé Laguérie: Ja und nein! Betrachtet man die tieferen Ursachen der liturgischen Revolution der 1960er Jahre, die modernistische Verseuchung des Raubs des Zweiten Vatikanischen Konzils – weitaus unheilvoller als die von Ephesus! –, so haben die gleichen Ursachen die gleichen Wirkungen: Ja! Trotz des heute als gescheitert zu bezeichnenden Versuchs unter Benedikt XVI., der zweitausend Jahre alten Liturgie der Kirche wieder zu ihren Rechten zu verhelfen, blieb und bleibt das kirchliche Personal grundlegend revolutionär. „Ein schlechter Baum kann keine guten Früchte tragen…“. Aber wenn man die Gewalt der letzten beiden Dokumente Traditionis Custodes und die Responsa ad dubia betrachtet, ihre Mißachtung der liturgischen Tradition, den Zynismus der ergriffenen Maßnahmen, die Wut der systematischen Zerstörung, die von Haß trieft, dann würde man sagen, daß der Papst nicht mehr „an den Rändern“ arbeitet, sondern in einer anderen Galaxie. Außerdem zeigen uns seine Reisen, daß seine Orthodoxie umgekehrt proportional zur Flughöhe ist! Ja: Bestürzung. Wir sind wieder in den 1970er Jahren, bei den Suspendierungen a divinis, beim „wilden Seminar“, bei den „Exkommunikationen“. Es liegt der Geruch von Pulverdampf in der Luft.

Présent: Wie ist die Haltung von Papst Franziskus zu verstehen: durch und durch schädlich oder einfach nur im Einklang mit dem Zweiten Vaticanum?

Abbé Laguérie: Zunächst einmal darf man nicht aus den Augen verlieren, daß der derzeitige Papst ein Jesuit ist! Es ist das erste Mal und hoffentlich auch das letzte Mal. Ein Jesuit wird immer die Wirksamkeit der Konsequenz vorziehen. Der heilige Ignatius wußte das sehr wohl und hatte seine Ordensleute einem vierten Gelübde unterworfen: dem des Gehorsams gegenüber dem Papst, um die Zahl der Genies zu begrenzen (von denen es in der Gesellschaft Jesu eine ganze Menge gibt). Effektivität, die sich selbst überlassen wird, ist nichts anderes als Extravaganz, Anmaßung, Größenwahn und Selbstbezogenheit. Die Kardinäle hatten das verstanden und wählten nie einen Jesuiten. Ein Jesuit als Papst, der also keinen Vorgesetzten hat, ist ein verrücktes Genie am Steuer einer Mirage oder Rafale (Kampfflugzeuge). Ohne daß man im internen Forum die geringste Bosheit vermuten müßte. Wer erlaubt ihnen das? Ein Jesuit kann jemanden ad maiorem Dei gloriam ausschalten, wenn sein Vorgesetzter nichts dagegen hat und er seine Absicht entsprechend formuliert. Im 17. Jahrhundert hatten sie so viele Irrlehren erfunden (Probabilismus, Molinismus, Kasuistik usw.), daß der Papst sie zum Schweigen bringen mußte. Und sie haben geschwiegen! Aber heute ist nicht klar, wer, außer Jesus Christus selbst, einen Jesuiten ohne Oberen zum Schweigen bringen könnte… Er sollte zumindest nicht mehr das Flugzeug nehmen.

Présent: Was halten Sie von dem Einwand: „Nur im überlieferten Ritus zelebrieren zu wollen bedeutet, den Wert des neuen Ritus in Frage zu stellen“?

Abbé Laguérie: Nach einer Zeit des diplomatischen Schweigens muß ich mich klar äußern. Ich gehöre zu denen, die meinen, daß unsere absolute Ablehnung der Messe Pauls VI. weder affektiv, noch disziplinarisch, noch charismatisch, etc. ist. Sie ist theologal, theologisch, dogmatisch und moralisch. Sie ist absolut! Die Erbsünde dieses beklagenswerten liturgischen Streits innerhalb der Kirche ist die unsägliche und wahnsinnige Kühnheit von Papst Paul VI., der einen Novus Ordo Missae verkündete, der auf den Forschungen von Experten, Freimaurer und Protestanten, beruht und die Messe der Päpste Leo und Gregor, die beide groß waren, in die Brennesseln wirft. Die katholische Liturgie kann und darf nur eine Weitergabe des Erbes der Apostel sein. Eine 19 Jahrhunderte später zusammengebastelte Messe kann nur ein prometheischer Ehrgeiz sein, ein romantisch-libertäres Hirngespinst, ein Populismus von schlechtestem Geschmack, der der Kirche Jesu Christi unwürdig ist. Die Promulgierung des Novus Ordo Missae von Paul VI. ist zweifellos legal und gültig, aber sicher nicht legitim. In dieser Krise ist es sehr aufschlußreich, wie sich jeder positioniert: Diejenigen, die mit kirchlicher Diplomatie und kirchlichem Rundbuckel überleben, werden schließlich untergehen. Nur diejenigen, die sich für die Wahrheit einsetzen, werden überleben. Nachdem ich mein Leben lang gekämpft habe, bin ich froh, daß ich mich vorbereite, nicht als Deserteur, sondern als Soldat zu sterben.

Présent: Wie sehen Sie die Frage der Ordinationen?

Abbé Laguérie: Ich überlasse diese Frage dem Generaloberen unseres Instituts, Abbé Gabriel Barrero, der sie gut und mit einigen schönen Perspektiven in die Hand genommen hat, aber zu Recht um Ruhe bittet…

Présent: Besteht Ihrer Meinung nach eine reale Gefahr, daß die Weitergabe des überlieferten Ritus unterbrochen wird? Wenn ja, was sind die Folgen?

Abbé Laguérie: Keine, keine! Die „Schlacht“ um die katholische Messe wurde in den 1980er Jahren von Erzbischof Lefebvre endgültig und unwiderruflich gewonnen. Was geschehen ist, ist geschehen! Es gibt Zehntausende von Priestern in der Welt, die die gregorianische Messe zelebrieren, und ein Nicken eines römischen Sekretärs oder eines Ortsbischofs, der „Überstunden“ macht, wird nicht ausreichen, um die Dinge zu ändern. Es ist zu spät: Wir haben die Schlacht gewonnen. Ich gehöre nicht zu denen, die auf einen Herzinfarkt oder eine Synkope des Papstes spekulieren: Ich fände das miserabel, und der Glücksspieler riskiert, den Preis für seine Wette zahlen zu müssen. Ich weiß hingegen, daß ALLE Priester, die ich kenne (angefangen bei mir), niemals zu dieser Messe wechseln werden, die die Kirche im Westen ruiniert hat. Es wird für Macron leichter sein, Föten zu impfen, als für Franziskus, uns die Synaxis von Paul VI. aufzuzwingen. Glauben Sie, daß ich nach 43 Jahren als Priester irgendjemanden um Erlaubnis bitten werde, die Messe meiner Priesterweihe zelebrieren zu dürfen?

Quelle: katholisches.info

HL. LUKAS

Evangelist

Fest

Lukas, der als Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte gilt, war nach der Überlieferung in Antiochien in Syrien als Heide geboren; nach Kol 4,14 war er Arzt und hat als solcher gewiss auch den Apostel Paulus behandelt. Für sein Evangelium hat er als Quellen das Markusevangelium und andere Überlieferungen benützt, dem Ganzen aber sein persönliches Gepräge gegeben. Er betont vor allem die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Jesu zu den Armen und den Sündern; über das Gebet und über den Heiligen Geist sagt Lukas mehr als Matthäus und Markus. In der Apostelgeschichte berichtet er mit historischem Blick und literarischer Kunst über die Anfänge des Christentums. Auch hier hat er verschiedene Quellen benützt; zum guten Teil konnte er als Augenzeuge berichten, da er Paulus auf der zweiten und der dritten Missionsreise begleitete und auch während der römischen Gefangenschaft in seiner Nähe war (vgl. Kol 4,10-14; Phlm 24; 2 Tim 4,11). Die liturgische Verehrung des hl. Lukas ist seit dem 8. Jahrhundert bezeugt.

Quelle: erzabtei beuron

Fatima „Das letzte Geheimnis“

Im dritten Teil der Reihe Fatima „Das letzte Geheimnis“, geht es um das enthüllte Geheimnis. Am nächsten Montag geht es dann weiter aus diesem Kapitel. Heute moderiert es Luka.

HL. IGNATIUS VON ANTIOCHIEN

Bischof, Märtyrer

Gedenktag

Ignatius mit dem Beinamen Theophoros, „Gottesträger“, war nach dem Apostel Petrus und dem hl. Evodius der dritte Bischof von Antiochien in Syrien. Nach der Legende war er das Kind, das Jesus den Jüngern vorstellte, als sie darüber stritten, wer der Größte sei. Der Apostel Johannes soll sein Lehrer gewesen sein. Um 110 wurde er unter Kaiser Trajan wegen seines Glaubens verhaftet und nach Rom gebracht. Auf der mühsamen Reise schrieb er seine berühmten sieben Briefe, Ausdruck seiner glühenden Christusliebe und seiner Sorge um die Einheit der Gemeinden unter ihrem Bischof. An die Gemeinde von Rom schickte er einen Brief voraus, in dem er flehentlich darum bat, man möge nichts für seine Freilassung unternehmen. In Rom wurde Ignatius zum Tod verurteilt und im Kolosseum von den wilden Tieren zerrissen.

Die Einheit

„Seid darauf bedacht, nur eine Eucharistie zu feiern; denn es gibt nur einen Leib unseres Herrn Jesus Christus und nur einen Kelch zur Vereinigung mit seinem Blut; es gibt nur einen Altar, wie auch nur einen Bischof mit der Priesterschaft und den Diakonen.“ (Ignatius, Brief an die Gemeinde von Philadelphia)

„Lasst es geschehen, dass ich den wilden Tieren zum Fraß diene; durch sie wird es mir vergönnt sein, zu Gott zu gelangen. Ich bin ein Weizenkorn Gottes; ich muss von den Zähnen der wilden Tiere zermahlen werden, um reines Brot Christi zu werden … Feuer, Kreuz, ein Haufen wilder Tiere mögen über mich kommen, nur damit ich zum Herrn Jesus Christus gelange … Gönnt es mir, die Leiden meines Gottes nachzuahmen!“ (Ignatius, Brief an die Gemeinde von Rom)

Quelle: erzabtei beuron

NEWS: Michigan Abtreibungsänderung ebnet den Weg für Kindersterilisation, „Recht“ auf Übergang: Rechtsexperten

„Die Verfasser des RRFI haben jedoch absichtlich eine Sprache entwickelt, die einen wichtigen Verfassungsanalysetest untergräbt und einschränkt, „in einer Weise, die offensichtlich ungerechte Ergebnisse hervorbringt“.

Eine vorgeschlagene Änderung der Verfassung von Michigan, um ein Recht auf Abtreibung auf staatlicher Ebene zu verankern, würde auch ein Recht schaffen, Minderjährige ohne das Wissen oder die Zustimmung ihrer Eltern zu sterilisieren und möglicherweise sogar zu überführen, warnen Rechtsexperten und religiöse Autoritäten im Bundesstaat der Großen Seen.

Michigan Proposal 3, die sogenannte Right to Reproductive Freedom Initiative (RRFI), würde ein staatliches verfassungsmäßiges Recht auf „reproduktive Freiheit“ verankern, definiert als das „Recht, Entscheidungen über alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Schwangerschaft zu treffen und zu treffen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Schwangerschaftsvorsorge, Geburt, postpartale Pflege, Empfängnisverhütung, Sterilisation, Abtreibungspflege, Fehlgeburtenmanagement und Unfruchtbarkeitspflege“.

Als der Oberste Gerichtshof der USA im Juni in der Entscheidung Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization anerkannte, dass die US-Verfassung „keinen Bezug auf Abtreibung nimmt und kein solches Recht implizit durch eine Verfassungsbestimmung geschützt ist“, stellte er wieder her. die Fähigkeit der Staaten, ihre eigenen Abtreibungsgesetze zu beschließen. Pro-Abtreibungsaktivisten hoffen, die staatlichen Gesetzgeber daran zu hindern, dies zu tun, indem sie neue „Rechte“ auf Abtreibung in staatlichen Verfassungen einführen.

Michigan ist einer von drei Staaten, die nächsten Monat über solche Initiativen abstimmen (andere Staaten arbeiten daran, mit Pro-Life-Initiativen das Gegenteil zu erreichen). Laut einer Analyse des Great Lakes Justice Center (GLJC) sowie einem Artikel des ehemaligen Michigan Solicitor General John Bursch, der von der Michigan Catholic Conference veröffentlicht wurde, reichen die Implikationen weit über den umfangreichen Text hinaus.

„Vorschlag 3 geht viel weiter als nur die Kodifizierung von Roe v. Wade, der mehr als zwei Dutzend Pro-Life-Gesetze in Michigan für ungültig erklärt und Minderjährigen erlaubt, Abtreibungen ohne die Zustimmung oder sogar Benachrichtigung eines Elternteils zu erhalten „, schreibt Bursch. Und „weil Vorschlag 3 dieses Recht „jedem Individuum“ ohne Altersbegrenzung gewährt, bedeutet das, dass der Vorschlag auf den ersten Blick einen Minderjährigen ermächtigt, eine Sterilisation ohne elterliche Zustimmung oder sogar Benachrichtigung zu erhalten, z. B. wenn ein Minderjähriger sein Geschlecht ändern möchte.“

GLJC stellt fest, dass, weil der Vorschlag keinen seiner Begriffe definiert, er „garantiert, dass viele neue Rechte von aktivistischen Gerichten ‚geschaffen‘ werden […] Was ist mit geschlechtsangleichenden Operationen (d.h. der Sterilisation von Männern und Frauen) und der damit verbundenen medizinischen Versorgung verbunden? Die Möglichkeiten sind uneingeschränkt und endlos.“

Die Gruppe warnt ferner davor, dass die Verfasser des Verfassungszusatzes „absichtlich eine Sprache entworfen haben, die den Test der „strengen Prüfungsanalyse“, mit dem Konflikte zwischen Gesetzen und Verfassungssprache entschieden werden, untergräbt und einschränkt, „in einer Weise, die zu offensichtlich ungerechten Ergebnissen führen wird“.

„Unter normalen Umständen würde ein Gesetz, das beispielsweise sexuelles Verhalten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen verbietet, als Förderung des staatlichen Interesses am Schutz von Minderjährigen vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch durch räuberische Erwachsene charakterisiert werden“, erklärt GLJC. Aber der Änderungsantrag erklärt, dass ein staatliches Interesse nur dann „zwingend“ ist, wenn „es dem begrenzten Zweck dient, die Gesundheit einer pflegebedürftigen Person zu schützen, im Einklang mit anerkannten klinischen Standards der Praxis und der evidenzbasierten Medizin, und nicht die autonome Entscheidungsfindung dieser Person verletzt“.

Dies, warnt GLJC, bedeutet, dass „alle anderen legitimen und anerkannten zwingenden staatlichen Interessen wie der Schutz von Minderjährigen, der Schutz der elterlichen Rechte sowie viele andere niemals ausreichen werden, um ein Gesetz aufrechtzuerhalten, wenn es unter dem RRFI angefochten wird“.

Vorschlag 3 und die anderen staatlichen Abtreibungsreferenden werden zu den ersten großen Tests gehören, wie die öffentliche Meinung auf Amerikas neuen Abtreibungsstatus quo reagieren wird. Eine vorgeschlagene Änderung zur Klarstellung, dass die Verfassung von Kansas die Abtreibung nicht schützt, scheiterte bei der Abstimmung im August, zum Teil dank allgegenwärtiger Fehlinformationen über die Auswirkungen von Pro-Life-Gesetzen auf Frauen, die mit medizinischen Notfällen konfrontiert sind.

Die richtige Beurteilung der öffentlichen Meinung zur Abtreibung wird seit langem durch inkonsistente oder ungenau formulierte Umfragefragen, populäre Missverständnisse darüber, was Abtreibungsgesetze und -urteile getan haben und was nicht, und Diskrepanzen zwischen dem, was die Wähler über das Thema denken, und der Art und Weise, wie sie es priorisieren, behindert. Letztendlich wird eine genauere Lesart des Themas wahrscheinlich nicht klar werden, bis sich die Reaktionen der Wähler auf neu durchgesetzte staatliche Gesetze in Wahlen widerspiegeln.

Quelle: Lifesite

Nachrichtensendung vom 14.10.2022

Es ist nicht genug Gerechtigkeit
Richterin in NY will „Homoehe“ und Polyamorie
Film über Petrus

Mittwochskolumne vom 12.10.2022

Zweites Vatikanisches Konzil

Bern (novaradio.ch): Am 11. Oktober vor 60 Jahren wurde das zweite Vatikanische Konzil eröffnet. Grossartige Theologen und Philosophen nahmen am Konzil teil. In persönlichen Gesprächen erlebe ich immer wieder, wie Menschen das zweite Vatikanum zitieren, jedoch in Tat und Wahrheit nicht wissen, was die Kernaussagen des Konzils waren. Für die einen ist das Konzil der Freipass für alle modernistischen Forderungen an die Kirche, für die anderen ein Schreckgespenst, welches möglichst schnell rückgängig gemacht werden sollte. Ich plädiere hier für mehr Nüchternheit in der Betrachtung dieser Frage. Zuerst einmal muss man sich in Erinnerung rufen, weshalb die Einberugung des Konzils so notwendig war. Die katholischen Monarchien sind im 19. und 20. Jahrhundert zusammengebrochen, die Welt war geteilt in Ost und West und die Stellung der Kirche war in den säkularisierten Staaten nicht mehr so prägend wie Jahrhunderte zuvor. Zudem gab es einen immer stärkeren Glaubensverlust in der Gesellschaft.

Es brauchte daher ein Aggiornamento der Kirche. Heute glauben viele, dass Aggiornamento bedeutet, die Lehre der Kirche dem Zeitgeist anzupassen. Dies stimmt so nicht. Ein Aggiornamento bedeutet, die Kirche einer neuen Situation anzupassen. Jeder Christ macht solche Anpassungen in seinem Leben durch und die Kirche als Ganzes ebenfalls. Katholisch zu sein im 18. Jahrhundert ist anders als im 21. Jahrhundert, auch wenn die zentralen Dogmen die gleichen bleiben.

Das zweite Vatikanum erkannte, dass den Laien in einer säkularisierten Gesellschaft eine wichtige Rolle zukommt. Sie müssen durch aktives Handeln das Salz und Licht der Welt sein. Das Konzil sagte jedoch nicht, dass Laien Priester in der Liturgie oder bei der Spendung der Sakramente verdrängen sollen. Diese Lesart der Konziltexte ist völlig falsch und stellt einen Missbrauch der grossen Gedanken dar, welche die Konzilsväter vor 60 Jahren hervorbrachten. Der Geist des Konzils, der immer wieder erwähnt wird, besteht nicht darin, die Kirche völlig zu verändern, sondern Formen und Wege zu finden, die frohe Botschaft in eine säkularisierte Welt zu tragen. Dies ist heute notwendiger denn je. Darum ist es die Pflicht jedes Katholiken, sich mit den Konzilstexten auseinanderzusetzen und im Geiste des Konzils zu handeln. Haben wir keine Angst davor.  DR

NEWS: Grund für den Rücktritt

Lazzeri habe während neun Jahren im Dienste des kirchlichen Lebens in der Schweiz gestanden. Er habe sich insbesondere in der theologischen Forschung und Ausbildung engagiert.

In den letzten beiden Jahren habe er eine grosse innere Müdigkeit gespürt. Die Belastung und die grosse Anspannung, die das Amt eines Bischofs mit sich bringe, habe ihm zugesetzt, gestand Lazzeri vor den Medien.

Das Amt des Bischofs habe er seinerzeit bei seinem Antritt aus vollem Herzen angestrebt. Nach langer Überlegung habe er sich jedoch zum Wohle der Diözese entschieden, das ihm anvertraute Mandat wieder in die Hände des Heiligen Vaters zurückzulegen.

Er bitte um Vergebung für seine Unzulänglichkeiten und Versäumnisse, zitiert das Tessiner Radio und Fernsehen (RSI) den scheidenden Bischof. Er werde dem Tessin treu bleiben, sich aber zurückziehen.

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Lazzari angenommen und Bischof Alain de Raemy, Weihbischof der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, zum Apostolischen Administrator der Diözese Lugano ernannt, bis ein neuer Bischof gewählt wird.

Quelle: SDA

Kirche im Herbst

Wir bereiten Sie langsam auf die Allerheiligen und Allerseelen vor.

Theologiestunde vom 10.10.2022

Der 20. Teil von der Reihe „Wahrer Gehorsam“.

Fatima „das letzte Geheimnis“

Der letzte Teil von dem „Drei Geheimnisse“. Nächsten Montag geht es, um die Enthüllung des Geheimnisses.

NEWS: Rücktritt von Bischof Valerio Lazzeri, Bischof von Lugano, und Ernennung eines Apostolischen Administrators „sede vacante“

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat mit Bedauern die Entscheidung von Bischof Valerio Lazzeri zur Kenntnis genommen, mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Bischof der Diözese Lugano zurückzutreten.

Die Mitglieder der SBK danken Bischof Lazzeri besonders für die Aufgaben, die er während der neun Jahre in ihrer Mitte, im Dienste des kirchlichen Lebens in der Schweiz erfüllt hat. Insbesondere im Bereich der theologischen Forschung und Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit ihrem Tessiner Mitbruder war stets gut und fruchtbar!

Papst Franziskus hat Bischof Alain de Raemy, Weihbischof der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, zum Apostolischen Administrator der Diözese Lugano ernannt, bis ein neuer Diözesanbischof gewählt wird. Die Mitglieder der SBK sprechen Bischof de Raemy ihre besten Wünsche aus und werden ihn bei seiner neuen Aufgabe im Tessin selbstverständlich unterstützen.

Freiburg, den 10. Oktober 2022

Bischof Felix Gmür
Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

NEWS: Ad charisma tuendum

Motu Proprio „Ad charisma tuendum“: Fragen und Antworten

Wir bieten Ihnen einige Fragen und Antworten an, die das Informationsbüro des Opus Dei zum Motu Proprio „Ad charisma tuendum“ vorbereitet hat.

1. Was ist der Zweck dieses Motu Proprio?

Das Motu Proprio „Ad charisma tuendum“ („Zum Schutz des Charismas“) entwickelt und konkretisiert den durch die Apostolische Konstitution „Praedicate Evangelium“ erfolgten Wechsel der Zuständigkeit für die Personalprälaturen vom Dikasterium für die Bischöfe auf das Dikasterium für den Klerus. Sowohl der Titel als auch die Einleitung zeigen die Entschlossenheit des Heiligen Vaters, dass diese Veränderung in voller Achtung vor dem Charisma des Opus Dei durchgeführt wird.

2. Was bedeutet dieses Motu Proprio für das Leben der Gläubigen der Prälatur?

Das Motu Proprio ist ein Aufruf, sich des Potenzials des Charismas des Opus Dei für die Sendung der Kirche bewusst zu werden. Wie der Heilige Vater sagt, “erfüllt die Prälatur Opus Dei unter der Leitung des eigenen Prälaten die Aufgabe, den Ruf zur Heiligkeit in der Welt zu verbreiten durch die Heiligung der Arbeit und der familiären und sozialen Pflichten, und zwar gemäß des Geschenkes des Geistes, den der heiligen Josefmaria Escrivá empfangenen hat“. Da es der Papst selbst ist, der an diese Verantwortung erinnert, fühlen sich die Gläubigen des Opus Dei dazu bewegt, sich immer tiefer in dieses Charisma zu vertiefen und im Licht des Heiligen Geistes zu erkennen, wie es in den neuen Situationen unserer Welt realisiert werden kann.

3. Warum die Betonung des „Charismas“? Sind Charisma und Hierarchie entgegengesetzte Wirklichkeiten?

Wie das Zweite Vatikanische Konzil sagt, werden die hierarchischen und charismatischen Gaben vom Heiligen Geist geschenkt, um die Kirche zu leiten („Lumen gentium“, Nr. 4). Das Motu Proprio bekräftigt das Charisma des Opus Dei, das der heilige Josefmaria Escrivá empfangen hat, und seine Sendung zum Aufbau der Kirche. Einige Gaben stehen im Dienst der anderen, und die Kirche braucht sie alle. Im Laufe der Geschichte hat sie kluge Wege gefunden, sie gegenseitig zu bereichern und zu schützen. Das Motu Proprio erinnert uns daran, dass die Leitung des Opus Dei im Dienst des Charismas stehen muss – dessen Verwalter, nicht dessen Eigentümer wir sind –, damit es wachsen und Frucht bringen kann, im Vertrauen darauf, dass es Gott ist, der alles in jedem wirkt.

4. Wie ergänzen sich Charisma und Hierarchie im Opus Dei?

Das Charisma des Opus Dei besteht darin, allen Menschen, Männern und Frauen, aus allen Schichten und Berufen, geistlich zu helfen, sich dort zu heiligen, wo sie sind. Ihnen zu helfen, den universalen Ruf zur Heiligkeit mitten in der Welt zu verbreiten. Dazu sind sie befähigt und verpflichtet einzig deshalb, weil sie getauft sind. Die Gläubigen der Prälatur bilden also keine Gruppe, weil sie dem Opus Dei angehören, und handeln auch nicht als solche.

Das Charisma des Opus Dei bedarf des priesterlichen Dienstes und deshalb muss hier die Hierarchie eingreifen. Aus diesem Grund, so erinnert Papst Franziskus jetzt, „hat mein Vorgänger der hl. Johannes Paul II. zum Schutz des Charismas in der Apostolischen Konstitution Ut sit vom 28. November 1982 die Prälatur Opus Dei errichtet und ihr die pastorale Aufgabe anvertraut, in besonderer Weise zur Evangelisierung der Kirche beizutragen.“ Mit fortschreitender Reifung und Aneignung der Lehren des Konzils über die hierarchischen und charismatischen Gaben wird immer deutlicher werden, dass sie im Opus Dei keineswegs im Gegensatz zueinander stehen, sondern einander ergänzen.

5. Ändert sich etwas in der Leitung der Prälatur?

Die Änderung betrifft die Beziehungen der Prälatur zum Heiligen Stuhl. Das Motu Proprio sieht keine direkten Änderungen in der Leitung der Prälatur vor, auch nicht in den Beziehungen der Leitung der Prälatur zu den Bischöfen. Gleichzeitig sieht es vor, dass das Opus Dei eine Anpassung der Statuten in Übereinstimmung mit den Angaben des Motu Proprio vorschlagen wird.

6. Was sind die Statuten? Warum sind sie so wichtig für die Prälatur?

Bei der Errichtung einer Personalprälatur sieht der Codex des kanonischen Rechts vor, dass der Heilige Stuhl Statuten erlässt, die den Aufgabenbereich der Prälatur, den besonderen pastoralen Auftrag, der ihre Existenz rechtfertigt, und die Bestimmungen über ihre Leitungsform festlegen. Zusammen mit dem päpstlichen Dokument, das sie errichtet, sind sie die Verfassungsnormen der Körperschaft. Im Fall der Statuten der Prälatur Opus Dei enthalten sie neben der Definition der Sendung (Förderung der Heiligkeit inmitten der Welt) und der Erklärung ihres universalen Charakters auch eine Beschreibung des Charismas, von dem Papst Franziskus spricht – „des Geistes, den der heilige Josefmaria Escrivá empfangen hat“, – und der Mittel, mit denen die Gläubigen des Opus Dei ihre Sendung verwirklichen sollen. Die Statuten beschreiben die Organisation der Leitung der Prälatur. Sie sehen nicht nur Vikare und Räte vor, die dem Prälaten direkt zur Seite stehen, sondern schreiben auch vor, dass die Ausübung der Leitung nach zwei Richtlinien erfolgt, die der heilige Josefmaria ausdrücklich gewünscht hat: Kollegialität bei der Entscheidungsfindung und eine maßgebliche Beteiligung der Laien (Männer und Frauen).

7. Warum wird festgelegt, dass der Prälat kein Bischof sein wird?

Dies ist eine Initiative und Entscheidung des Heiligen Stuhls im Rahmen einer Umstrukturierung der Kurienleitung, um – wie es im Motu Proprio heißt – die charismatische Dimension zu stärken.

8. Worauf bezieht sich der im Motu Proprio erwähnte Titel des “Protonotarii Apostolici supra numerum“ (Apostolischer Protonotar)?

Die Figur des Prälaten erhält einen Ehrentitel und eine Anrede, die seinen säkularen Status bekräftigt (was für das Charisma des Opus Dei von zentraler Bedeutung ist), und verbindet ihn in besonderer Weise mit dem Heiligen Vater. Er wird Teil der sogenannten „päpstlichen Familie“. Die Bezeichnung „Supernumerarier“ unterscheidet ihn von den eigentlichen Notaren beim Heiligen Stuhl.

Quelle: Opusdei.org

Opus Dei: Brief des Prälaten (6. Oktober 2022)

Der Prälat des Opus Dei kündigt für das erste Halbjahr 2023 die Einberufung eines außerordentlichen Generalkongresses an. Auf ihm sollen die Statuten des Werkes mit den Vorgaben des Motu proprio „Ad charisma tuendum“ in Einklang gebracht werden.

Ihr Lieben, Gott schütze Euch!

Wie ich Euch bereits mitgeteilt habe, prüfen wir derzeit im Generalrat und im Zentralassesorat, wie wir das umsetzen können, was der Papst von uns hinsichtlich der Anpassung der Statuten des Werkes an die Vorgaben des Motu proprioAd charisma tuendum erbeten hat.

Im Dikasterium für den Klerus wurde uns geraten, weitere mögliche Anpassungen der Statuten vorzuschlagen, die uns im Lichte des Motu proprio angemessen erscheinen; und wir sollten uns nicht allein auf das beschränken, was die Abhängigkeit der Prälatur von diesem Dikasterium und den Wechsel von einem fünfjährigen zu einem jährlichen Bericht an den Heiligen Stuhl über die Tätigkeit der Prälatur betreffen. Man hat uns auch geraten, uns ohne Eile die Zeit zu nehmen, die dafür nötig ist.

Da es sich um eine Initiative des Heiligen Stuhls handelt, ist es nicht notwendig, die für eine Änderung der Statuten vorgesehenen Generalkongresse (vgl. Statuten Nr. 181, § 3) abzuhalten. Mit der positiven Stellungnahme des Zentralassesorats und des Generalrats werde ich jedoch in der ersten Hälfte des Jahres 2023 einen außerordentlichen Generalkongress zu diesem konkreten und begrenzten Zweck einberufen.

Um die Arbeit der Kongressteilnehmer vorzubereiten, ist es auch wichtig, dass diejenigen von euch, die konkrete Vorschläge machen möchten, diese rechtzeitig einreichen. Ihr werdet in Kürze einen Leitfaden erhalten, wie und wann ihr sie mir zukommen lassen könnt. Dies wird die Bearbeitung erleichtern.

Bedenkt bitte, dass es darum geht, die Vorgaben des Heiligen Stuhls zu erfüllen, und nicht darum, all die Änderungen vorzuschlagen, die uns interessant erscheinen. Neben dem Wunsch, dem Erbe unseres Gründers treu zu bleiben, ist die rechtliche Stabilität einer Institution ein allgemeines Gut, das es zu berücksichtigen gilt.

Natürlich kann der Text des Motu Proprio, über die Statuten hinaus, Anlass zu weiteren Anregungen geben, um der apostolischen Arbeit neuen Schwung zu verleihen. Man wird euch zu einem späteren Zeitpunkt, bei der Einberufung künftiger Arbeitswochen, darum bitten.

All dies vertrauen wir der Fürsprache des heiligen Josefmaria an, dessen Heiligsprechung sich heute zum zwanzigsten Mal jährt. Bitten wir unseren Herrn, dass das Charisma, das Gott unserem Vater für den Dienst an der Kirche anvertraut hat, im Leben eines jeden von uns mit neuer Kraft Früchte tragen möge, so wie Papst Franziskus uns aufgefordert hat.

In Liebe segnet Euch

Euer Vater

Fernando Ocáriz

Rom, 6. Oktober 2022

Quelle: opudei.org/de-ch

Nachrichtensendung vom 07.10.2022

Schlechtes Benehmen von den Ministranten
Marsch zur Verteidigung des grössten Kreuzes
RV-Praktikantin neu bei „Wort zum Sonntag“ Schweiz

Opus Dei: Ausserordentliche Sitzung

Das Opus Dei wird in der ersten Hälfte des Jahres 2023 einen außerordentlichen Generalkongress einberufen, um die Statuten der Personalprälatur zu ändern. Papst Franziskus hatte im Juli mit seinem Motuproprio Ad charisma tuendum mehrere Änderungen in der Organisation des Opus Dei vorgenommen und gefordert, die Eigenstatuten „selbst entsprechend anzupassen“.

Der Prälat des Opus Dei, Fernando Ocáriz, schrieb in einem Brief an die Mitglieder des Opus Dei am Donnerstag: „Um die Arbeit der Kongressteilnehmer vorzubereiten, ist es auch wichtig, dass diejenigen von euch, die konkrete Vorschläge machen möchten, diese rechtzeitig einreichen. Ihr werdet in Kürze einen Leitfaden erhalten, wie und wann ihr sie mir zukommen lassen könnt. Dies wird die Bearbeitung erleichtern.“

„Bedenkt bitte, dass es darum geht, die Vorgaben des Heiligen Stuhls zu erfüllen, und nicht darum, all die Änderungen vorzuschlagen, die uns interessant erscheinen“, mahnte Ocáriz. „Neben dem Wunsch, dem Erbe unseres Gründers treu zu bleiben, ist die rechtliche Stabilität einer Institution ein allgemeines Gut, das es zu berücksichtigen gilt.“

Dennoch könne „der Text des Motu Proprio, über die Statuten hinaus, Anlass zu weiteren Anregungen geben, um der apostolischen Arbeit neuen Schwung zu verleihen. Man wird euch zu einem späteren Zeitpunkt, bei der Einberufung künftiger Arbeitswochen, darum bitten.“

Hintergrund
Zuständig für Personalprälaturen – bislang hat nur das Opus Dei diese kirchenrechtliche Form – ist mit dem Motuproprio vom Juli das Dikasterium für den Klerus, nicht mehr das Dikasterium für die Bischöfe bzw. die Bischofskongregation, wie Papst Johannes Paul II. verfügt hatte.

Zu den weiteren Änderungen gehört, dass der Prälat des Opus Dei dem zuständigen Dikasterium nun jedes Jahr einen Bericht „über den Zustand der Prälatur und die Durchführung ihrer apostolischen Arbeit“ vorlegen muss, nicht mehr nur alle fünf Jahre.

Der Prälat des Opus Dei – der Obere der Personalprälatur – wird in Zukunft nicht mehr „mit dem Bischofsamt“ geehrt, sondern nur mit dem Titel des Apostolischen Protonotars. So solle „die Überzeugung gestärkt werden, dass zum Schutz der besonderen Gabe des Geistes eine Leitungsform erforderlich ist, die mehr auf dem Charisma als auf hierarchischer Autorität beruht“, argumentierte Papst Franziskus.

Quelle: CNA Deutsch

Mittwochskolumne vom 05.10.2022

Die Heilige Faustina

Bern (novaradio.ch): Ich entschulde mich bei Ihnen, liebe Leser, dass meine Mittwochskolumne so spät erscheint. Grund waren technische Probleme, die es mir nicht ermöglicht haben, meine Kolumne am Mittwoch per Mail zu schicken. Mich hat dies sehr traurig gemacht, da ich eine Kolumne zu Ehren der Heiligen Faustina, deren die Kirche gestern gedachte, geschrieben hatte. Ich habe nun kurzerhand entschieden, meine Kolumne völlig umzuschreiben, um noch tiefer auf das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes aufmerksam zu machen. Vielleicht war es die Heilige Faustina, die meinen Text für zu oberflächlich hielt, und es meinem Laptop deswegen verunmöglichte, ihn aus Frankreich zu schicken, wo ich die letzten drei Tage verbrachte. Deswegen nun hier eine längere Kolumne in der Hoffnung, dass diese Ihnen und der Heiligen Faustina gefallen möge, vor allem aber in der Hoffnung, dass diese es schafft, den Glauben und das Vertrauen an die Barmherzigkeit Gottes zu vergrössern.

Manchmal wird behauptet, dass die Theologie die Barmherzigkeit Gottes erst im 20. Jahrhundert betont hat, währenddem die früheren Jahrhunderte diese nicht so thematisierten. Priestern, Bischöfen und Päpsten, welche die Barmherzigkeit Gottes betonen, wie beispielsweise der jetzige Papst sowie seine beiden Vorgängern, wird auch vorgeworfen, dass sie eine liberale Theologie vertreten. Ich halte dies für unsinnig. Jeder Katholik, der die Barmherzigkeit Gottes betont, betont diese deshalb, weil ihm bewusst ist, wie oft er selbst an den Geboten Gottes scheitert. Barmherzigkeit macht nur dann Sinn, wenn man zuerst erkennt, dass Gott klare Gebote an uns Menschen stellt. Die Tiefe Gottes Barmherzigkeit und Liebe erkennen wir erst dann, wenn wir unsere eigene Sündhaftigkeit erkennen. Zweitens erachte ich es auch für falsch, hier eine kirchengeschichtliche Zäsur zu erblicken. Ich war in Beaune, einer sehr schönen Stadt im Burgund, die für ihren Wein bekannt ist. In dieser Stadt wurde vor über 550 Jahren ein Spital gegründet, in dem Schwestern sich aufopferungsvoll um Arme und Kranke gekümmert haben. Auch in früheren Zeiten war es für die Christen klar, dass barmherziges Handeln am Nächsten die Erfüllung des Evangeliums darstellt. Für mich stellt der Grund, weshalb Jesus gerade im 20. Jahrhundert Schwester Faustyna berufen hat, die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes zu verbreiten, vor allem die Tatsache dar, dass der Mensch im 19. und 20. Jahrhundert die Liebe zu Gott und seinen Mitmenschen stark verloren hat. Wenn der Mensch aber gegenüber seinem Mitmenschen innerlich erkaltet, spürt er auch nicht die Liebe, die Gott zu ihm hat. Für Nicolas Rolin und seine Gattin Guigone de Salins, die das Spital in Beaune stifteten, war klar, dass der Weg zu Gott nur über den Weg zur Liebe zum Mitmenschen führt. Heutzutage führen wir in der Kirche so viele Diskussionen zur Frage ob Mundkommunion oder Handkommunion, ausserordentlicher Ritus oder ordentlicher Ritus und weitere Fragen rund um die Liturgie. Ich bin ein grosser Befürworter dessen, dass man in der Liturgie alles zur Ehre Gottes macht und keine Experimente durchführt. Vor allem bin ich auch der Auffassung, dass die Eucharistie unter keinen Umständen durch Wortgottesdienste ersetzt werden darf. Aber man soll das eine tun, ohne das andere zu lassen. Die Erneuerung der Kirche wird nicht über eine Veränderung der Liturgie gehen – weder in sogenannt progressiver noch in konservativer Richtung – sondern über das barmherzige Handeln von Menschen wie Nicolas und Guigone. Verbreiten wir also die Barmherzigkeit Gottes mit Worten und Taten. Dadurch erneuern wir die Kirche. Möge die Heilige Faustina uns auf diesem Weg unterstützen. DR

Kinder glauben an Gott

Ivan fährt weiter im Buch „Messbuch für Kinder“.

HL. FRANZ VON ASSISI

Ordensgründer

Gedenktag

In Franz von Assisi ist, wie der hl. Bonaventura schreibt, die Güte Gottes, unseres Erlösers, auf Erden sichtbar geworden. Freilich, ein sanfter Heiliger war Franz nicht. Nachdem er, der in Wohlstand aufgewachsen war, mit fünfundzwanzig Jahren den Ruf gehört hatte, Jesus in Armut nachzufolgen, gab es für ihn nur den Weg einer radikalen Armut. Halbe Lösungen waren ihm verhasst. Den Brüdern, die sich ihm seit 1209 anschlossen, wollte er keine andere Regel geben als das Evangelium mit seiner Aufforderung zur Armut und Kreuzesnachfolge (Mt 19,21; Lk 9,1-6; Mt 16,24). Mit der Liebe zur Armut verband sich bei ihm die Liebe zu den Armen und Kranken, in denen er Christus sah. Er selbst wollte ganz Christus ähnlich werden in der Armut, in der Liebe, in der Predigttätigkeit, im Leiden. Gegen Ende seines Lebens empfing er in der Einsamkeit der Berge von La Verna die Wundmale Jesu und wurde so dem Gekreuzigten noch ähnlicher. In den Schmerzen seiner letzten Krankheit wollte er nur den Willen Gottes erfüllen, bis sein „Bruder, der Tod“, dem Leiden ein Ende machte am 3. Oktober 1226.

„Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um unserer Schwester willen,

der mütterlichen Erde.

Welche uns hält und nährt,

und sie gebiert viel Früchte und bunte Blumen und Kräuter.

Lobt und preist den Herrn und sagt ihm Dank

Und dient ihm in großer Demut.

Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um jener willen,

die Verzeihen lieben aus Liebe zu dir,

und die Schwäche und Trübsal erdulden.

Selig, die ausharren bis ans Ende in Frieden,

Denn von dir, o Höchster, werden sie die Krone empfangen.

Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um unseres Bruders willen,

des leiblichen Todes,

dem kein Mensch, der da lebt, entrinnen kann.

Wehe denjenigen, die in tödlicher Sünde sterben.

Selig, die deinen allerheiligsten Willen erfüllen,

denn der andere Tod wird nicht über sie kommen.“

(Franz von Assisi)

Quelle: erzabtei-beuron.de

Theologiestunde vom 03.10.2022

Heute können Sie den 19. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam.

Kirche im Herbst

Heute geht es um die goldenen Samstage im Oktober.

Fatima – das letzte Geheimnis

Heute starten wir eine neue Sendung, mit dem Titel „Fatima-das letzte Geheimnis“. Jeden Montag um 16h können Sie immer wieder ein Teil hören. Diese mal geht es um die drei Geheimnisse.

Nachrichtensendung vom 30.09.2022

Bischof Bätzing erbost auf Kardinal Koch
US-Vizepräsidentin wirbt für Abtreibung
Katholische Kirche in Russland meldet sich

NEWS: 20 Jahre Fristenregelung – über 200’000 Kinder gestorben

Am 1. Oktober 2022 jährt sich die Entscheidung zur Einführung der Fristenregelung zum 20. Mal in der Schweiz. Weit über 200’000 Kinder sind seither im Mutterleib getötet worden. Das sind mehr Menschen, als die Stadt Basel Einwohner zählt.

Trotz dieser erschreckenden Zahl wird die Abtreibungsdiskussion, die anlässlich zum Jahrestag wieder aufflammt, bisher mit grosser Schieflage geführt. Die einseitigen Argumente in Richtung «Selbstbestimmung der Frau» sind bekannt. Gänzlich ungenannt bleibt die Tatsache, dass das unbedingte Recht auf Leben jedem Menschen zukommt. Genau dieses Recht wird u.a. in den Bestimmungen des Strafgesetzbuches geschützt. Die jüngste Forderung nach der Streichung des Abtreibungstatbestandes aus dem Strafgesetzbuch lässt jedoch diesen Schutz auf Leben und körperliche Unversehrtheit eines wehrlosen Kindes unter den Tisch fallen.

Das in der Schweizer Abtreibungsdiskussion von der WHO und UNO übernommene Argument, eine Abtreibung gehöre zur medizinischen Grundversorgung, sei quasi eine Heilbehandlung und eine medizinisch-ethische Verpflichtung für jede im Gesundheitswesen tätige Person, hält keinem zweiten Blick stand. Eine Tumorentfernung z.B. führt hoffentlich zur Gesundung des Betroffenen, die Entfernung eines Embryos aus der Gebärmutter führt hingegen zum Tod des Kindes und ist mit Gesundheitsrisiken für die gesunde Frau verbunden, auch wenn diese im öffentlichen Diskurs verschwiegen werden. Das Argument der Gesundheitsversorgung wird zusätzlich zum Problem, wo sich die schwangere Frau ungeachtet ihrer Notlage für ihr entscheidet. So genannte «problemlos verfügbare Abtreibungsmöglichkeiten» können Frauen stark unter Druck setzen, gegen ihr inneres Gespür zu handeln. Der gesellschaftliche Druck, eine schnelle Lösung für eine ungeplante Schwangerschaft zu finden, der Druck durch Partner, Familie oder Arbeitgeber – das alles wird verstärkt, wenn Abtreibung nun auch noch irreführend als Heilbehandlung bezeichnet wird.

Forderung nach Schutz und alternativen Lösungen

Durch gezielte und ehrliche Information könnten zahlreiche Abtreibungen verhindert werden, die unter sozialem und zeitlichem Druck erfolgen. Eine Aufgabe der öffentlichen Gesundheitsfürsorge muss demnach nicht der verstärkte Zugang zu Abtreibungen sein, sondern die Aufklärung darüber, wie eine Abtreibung wirkt – und zwar für Mutter und Kind. Zudem gibt es Nachholbedarf bei der Information über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und die möglichen persönlichen Folgen einer Abtreibung für die Mutter.

Anlässlich des Jahrestages der Fristenregelung fordert der «Marsch fürs Läbe» zusammen mit jenen, die sich in Politik, Beratung, Medizin und praktischer Unterstützung für den Lebensschutz einsetzen, Alternativen und Lösungen, die das Lebensrecht ungeborener Kinder absolut schützt. Die Möglichkeiten der Hilfe vor und nach der Geburt für Mütter und Kinder, speziell auch in Notsituationen, sind längst nicht ausgeschöpft.

Quelle: Marsch fürs Läbe

Heilige: HL. HIERONYMUS

Priester, Kirchenlehrer

Gedenktag

Hieronymus, der gelehrteste der lateinischen Kirchenväter, wurde um 345 in Stridon (Dalmatien) geboren. Seine wohlhabenden christlichen Eltern schickten ihn 354 nach Rom zum Studium der Grammatik, Rhetorik und Philosophie. Nach einem Aufenthalt in Trier und Aquileja begab sich Hieronymus um 373 auf dem Landweg nach dem Orient. In Antiochien musste er die Reise abbrechen, weil er krank wurde. Er lebte dann zwei Jahre bei den Mönchen in der Nähe von Aleppo. Damals begann er außer Griechisch auch Hebräisch zu lernen. Um 379 ließ er sich in Antiochien zum Priester weihen. Einer Einladung des Papstes folgend reiste er 380 über Konstantinopel, wo er Gregor von Nazianz kennen lernte, nach Rom zu einer Synode. In Rom wurde er Sekretär des Papstes Damasus und Mittelpunkt eines Kreises von frommen Damen, zu denen die hl. Marcella und die hl. Paula gehörten. 385 verließ er Rom, nachdem er sich durch seine harte Kritik den Unwillen des dortigen Klerus zugezogen hatte. Er ließ sich jetzt in Betlehem nieder, wo er ein Männerkloster und drei Frauenklöster leitete, an seiner Bibelübersetzung arbeitete, zahlreiche Schriftkommentare schrieb und mit den Theologen seiner Zeit in Briefverkehr stand. Hieronymus war ein Mann mit einem heftigen Charakter, einem unersättlichen Wissensdrang und einer großen Liebe zu Christus und zur Kirche. Sein wichtigstes Werk ist die lateinische Bibelübersetzung (Vulgata). Seine Schriftkommentare sind theologisch nicht so bedeutend. Seine Briefe und Streitschriften sind wichtige Dokumente der Zeitgeschichte. Hieronymus starb am 30. September 420.

„Christus

ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit, und wer die Heilige Schrift nicht kennt, der kennt weder Gottes Kraft noch seine Weisheit: die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“ (Hieronymus, Prolog zum Jesaja-Kommentar)

„Denen, die lieben, ist nichts schwer; keine Mühe ist zu hart für den, den die Sehnsucht erfüllt.“ (Hieronymus, Brief 22)

Hl. Gabriel, Hl. Michael, Hl. Rafael

Erzengel

Fest

Das biblische Wort für Engel bedeutet „Bote“: nach Hebr 1,14 sind die Engel Geister, die im Dienst Gottes stehen und die er denen zu Hilfe schickt, die gerettet werden sollen. Im Alten Testament werden die Engel auch als „Heilige“ oder als „Söhne Gottes“ bezeichnet. Unter ihnen werden die Kerubim und die Serafim (Einzahl: Kerub und Seraf) besonders hervorgehoben. Einzelne werden mit Namen genannt: Michael („Wer ist wie Gott?“). Gabriel („Kraft Gottes“ oder „Held Gottes“), Rafael („Gott heilt“). – Das heutige Engelfest ist ursprünglich das Weihefest der Kirche des hl. Michael an der Via Salaria in Rom. Mit Michael zusammen werden jetzt auch Gabriel und Rafael gefeiert, die im früheren Kalender eigene Gedenktage hatten (24. März und 24. Oktober).

Mittwochskolumne vom 28.09.2022

Wo bleiben die Befürworter des Friedens?

Bern (novaradio.ch): Ich möchte heute wieder die Gelegenheit nutzen, um auf einen Missstand aufmerksam zu machen, der für mich unbegreiflich ist. Es herrscht seit sieben Monaten Krieg in Europa und es gibt fast keine Demonstrationen für den Frieden. Anstatt den Frieden zu propagieren, wird in den Medien nur noch mehr Hass gespürt. Wo sind die Menschen, die sich für den Frieden einsetzen? Vor allem wir Christen wären aufgerufen, vorbehaltlos für den Frieden einzutreten. Am letzten Sonntag feierten wir den Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus. Dieser Heilige steht wie kein anderer für den Frieden zwischen den Menschen und den Frieden mit Gott. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Abkehr des Menschen vom Frieden die schlechte Frucht davon ist, dass wir uns von Gott abgekehrt haben. Dabei dürfen wir nicht nur mit dem Finger auf die Nationen zeigen, die momentan im Krieg verwickelt sind, sondern vor allem auch auf uns. All diejenigen, die heutzutage nicht dazu beitragen, dass sich das russische und ukrainische Volk versöhnen, sondern noch weiter auf die Karte Hass setzen, machen sich schuldig. Wer Gott liebt, der liebt den Frieden. Wer Gott hasst, der hasst den Frieden. Hier möchte ich auch auf eine tiefe mystische Tatsache zu sprechen kommen, die uns in Erinnerung gerufen werden muss. Gott liebt den Menschen. Wer sich von Gott abwendet, hasst sich selber. Niemand, der sich selber annimmt und liebt, wird sich vom liebenden Schöpfer abwenden. Diese Kriegslust, die auch bei uns zu spüren ist, zeugt für mich von diesem Selbsthass. Finden wir daher wieder zurück zu Gott und setzen wir uns für den Frieden ein. DR

NEWS: Em. Papst Benedikt XVI muss Stellung geben

Nach der Klage eines von einem katholischen Priester missbrauchten Mannes hat ein deutsches Gericht eine Stellungnahme von dem emeritierten Papst Benedikt XVI. angefordert.

„Die Beklagten haben die Möglichkeit, innerhalb von zwei Wochen ihre Verteidigungsbereitschaft anzuzeigen, anschliessend haben sie vier Wochen beziehungsweise einen Monat Zeit zur Klageerwiderung“, sagte Andrea Titz, Sprecherin des Landgerichts Traunstein in Bayern.

Die Zivilklage des Mannes, eine sogenannte Feststellungsklage, war im Sommer eingereicht worden. Sie richtet sich nicht nur gegen Benedikt, den früheren Kardinal Joseph Ratzinger, sondern auch gegen dessen Nachfolger im Amt des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter. Auch dem Erzbistum wurde die Klage Anfang der Woche zugestellt, wie Sprecher Christoph Kappes bestätigte. Er sagte, „dass wir uns zu einem laufenden Gerichtsverfahren nicht äussern“.

Bei einer sogenannte Feststellungsklage geht es zwar nicht um eine strafrechtliche Verfolgung, möglicherweise könnte aber die Schuld der Kirche an Missbrauchsfällen festgestellt werden.

Dass das Gericht nun ein schriftliches Vorverfahren eingeleitet hat, bedeute „keinerlei inhaltliche Bewertung der Erfolgsaussichten der Klage durch das Gericht“, betonte Justizsprecherin Titz. „Ob also der geltend gemachte Feststellungsanspruch trotz Verjährung etwaiger Schadenersatz- beziehungsweise Schmerzensgeldforderungen besteht, ist erst Gegenstand des weiteren Verfahrens.“

Quelle: mns.com

NEWS: Soros Kandidatin ist gescheitert

Italien hat gewählt und neben viel Hoffnung (die Achse Orbán–Trump wurde gestärkt) und mindestens ebenso vielen Unbekannten (durch die corona- und sanktionsbedingte Teuerung) sticht eine gute Nachricht hervor: Die Globalistin, Soros-Freundin und Abtreibungsfanatikerin Emma Bonino wurde nicht mehr gewählt.

Der häßliche Liberalismus

Emma Bonino, 1948 im Piemont geboren, stammt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus. Sie wurde zur Personifikation der Kirchen- und Lebensfeindlichkeit. 

Bonino absolvierte 1967–1972 ein Studium der Sprachwissenschaften mit einer Diplomarbeit über den rassistischen afroamerikanischen Politiker Malcolm X. (1925–1965), Anführer der Nation of Islam. An der Universität schloß sie sich der 68er-Bewegung an und wurde Feministin. 1975 war sie Gründerin des Centro di Informazione Sterilizzazione e Aborto CISA (Informationszentrum Sterilisation und Abtreibung) in Florenz für die Legalisierung der Tötung ungeborener Kinder. Das Lebensrecht der ungeborenen Kinder war damals in Italien noch geschützt, was Bonino ändern wollte. Seither initiierte sie weltweit zahlreiche Kampagnen zur Abtreibungs- und Scheidungsliberalisierung. 

1976 schloß sie sich der Radikalen Partei an.

Die Radikale Partei, gegründet von Marco Pannella und Eugenio Scalfari, dem jüngst verstorbenen Freund von Papst Franziskus, ist eine Splittergruppe linksliberaler Bürgerlicher, die mit der kommunistischen Umverteilung nichts zu tun haben wollen, aber gesellschaftspolitisch mit der Linken übereinstimmen. Das erklärt: warum die Radikalen mit der italienischen Freimaurerei gut vernetzt sind; warum sie, obwohl sie bei Wahlen nur einen Stimmenanteil zwischen 0,2–2,8 Prozent erzielen, überdurchschnittlichen politischen Einfluß ausüben und warum sie, trotz ihrer geringen Zahl, nie Geldsorgen hatten, weil sie durch eine stillschweigende Sonderregelung weitgehend vom Staat finanziert werden. 2017 benannte sich die Radikale Partei in +Europa (Mehr Europa) um, womit die Stärkung der EU gemeint ist.

Quelle: Katholisches.de

News: FBI durchsucht das Haus des katholischen Pro-Life-Sprechers

Ein bekannter Pro-Life-Autor, Bürgersteigberater und Vater von sieben Kindern war das jüngste Opfer einer vom US-Justizministerium gesponserten SWAT-Razzia und Verhaftung – wegen angeblicher „FACE Act“ -Verstöße – in seinem ländlichen Haus, während seine Kinder „schreiend“ aussahen.

Mark Houck ist der Gründer und Präsident von The King’s Men, das die Heilung von Opfern von Pornografiesucht fördert und christliche Tugenden unter Männern in den Vereinigten Staaten und Europa fördert.

Laut seiner Frau Ryan-Marie, die mit LifeSiteNews sprach, fährt er auch jeden Mittwoch zwei Stunden nach Süden nach Philadelphia, um sechs bis acht Stunden lang in zwei verschiedenen Abtreibungszentren zu beraten.

Ryan-Marie, die eine Homeschooling-Mutter ist, beschrieb, wie das SWAT-Team von 25 bis 30 FBI-Agenten heute Morgen um 7:05 Uhr ihr Eigentum mit etwa 15 Fahrzeugen überschwemmte. Nachdem sie das Haus schnell mit Gewehren in Schussposition umzingelt hatten, „fingen sie an, gegen die Tür zu klopfen und zu schreien, dass wir sie öffnen sollten“.

Bevor sie die Tür öffnete, erklärte sie, versuchte ihr Mann, sie zu beruhigen, indem er sagte: „Bitte, ich werde die Tür öffnen, aber bitte, meine Kinder sind im Haus. Ich habe sieben Babys im Haus.“ Aber sie hämmerten und schrien einfach weiter“, sagte sie.

Als er die Tür öffnete, „hatten sie große, riesige Gewehre, die auf Mark gerichtet waren und auf mich gerichtet waren und irgendwie auf das ganze Haus gerichtet waren“, beschrieb Ryan-Marie.

Als sie hereinkamen, befahlen sie den Kindern, oben zu bleiben. „Unsere Treppe ist offen, also waren [die Kinder] alle oben auf der Treppe, die der Haustür zugewandt ist, und ich war auch auf der Treppe und kam herunter.“

„Die Kinder haben alle nur geschrien. Es war alles nur sehr beängstigend und traumatisch“, erklärte sie.

Nachdem sie sie gefragt hatten, warum sie im Haus waren, sagten die Agenten, dass sie dort waren, um Mark zu verhaften. Als Ryan-Marie nach ihrem Haftbefehl fragte, „sagten sie, dass sie ihn nehmen würden, ob sie einen Haftbefehl hätten oder nicht“.

Als Ryan-Marie protestierte und sagte, das sei eine Entführung, „man kann nicht einfach zum Haus einer Person kommen und sie mit vorgehaltener Waffe entführen“, stimmten sie zu, den Haftbefehl für sie von einem ihrer Fahrzeuge zu bekommen.

Zu diesem Zeitpunkt bat Mark sie, ihm ein Sweatshirt und seine Rosenkränze zu besorgen, aber als sie zurückkam, hatten sie ihn bereits in ein Fahrzeug geladen.

Sie stellten die erste Seite des Haftbefehls zur Verfügung und sagten, sie würden ihn zum „Bundesgebäude in der Innenstadt von Philadelphia“ bringen.

„Nachdem sie Mark mitgenommen hatten und die Kinder alle schrien, dass er ihr bester Freund sei, wurden die [FBI-Agenten auf ihrer Veranda] ein wenig weicher. Ich denke, sie haben erkannt, was passiert ist. Oder vielleicht haben sie sich den Haftbefehl tatsächlich angesehen“, erklärte Ryan-Marie. „Sie schämten sich ziemlich für das, was gerade passiert war.“

Infolgedessen sagte die Homeschool-Mutter, dass ihre Kinder „wirklich traurig und gestresst waren. Also habe ich mich bereits an einige Psychiater oder Psychologen gewandt, um zu versuchen, uns dabei zu helfen. Ich weiß nicht wirklich, was dabei herauskommen wird, wenn du Waffen siehst, die auf deinen Vater und deine Mutter in deinem Haus gerichtet sind, wenn du morgens zum ersten Mal aufwachst“, beklagte sie.

Der Haftbefehl beschuldigte Mark der Verletzung des Freedom of Access to Clinic Entrances Act aufgrund eines behaupteten „ANGRIFFS AUF EINE PATIENTENBEGLEITUNG“.

Ryan-Marie erklärte, dass diese Anklage von einem Vorfall stammt, der bereits aus dem Bezirksgericht in Philadelphia geworfen worden war, aber irgendwie von Merrick Garlands Justizministerium aufgegriffen wurde.

Bei mehreren Gelegenheiten, als Mark letztes Jahr zum Bürgersteigberater ging, nahm er seinen ältesten Sohn mit, der damals erst 12 Jahre alt war, erklärte sie. „Wochen und Wochen“ sprach ein „Pro-Abtreibungs-Demonstrant“ zu dem Jungen und sagte: „Grob … unangemessene und ekelhafte Dinge“, wie „Du bist Papa eine Schwuchtel“ und andere Aussagen, die zu vulgär waren, als dass sie sie vermitteln konnte.

Kurz nach Joe Bidens Rede vom 1. September, in der er konservativen Christen den Krieg erklärte, ließen Dutzende von Trump-Verbündeten ihre Häuser vom FBI durchsuchen, was Steve Bannon als „eine Gestapo-Taktik“ bezeichnete und sagte, es gehe „nur um Einschüchterung“.

Als Reaktion auf die Razzia in der Houck-Residenz heute Morgen scheinen die lokalen Pro-Life-Befürworter jedoch nicht eingeschüchtert, sondern energiegeladen zu sein. Neben dem Sponsoring einer Spendenaktion für diese Familie werden sie am Samstag, den 24. September, von 10:30 bis 12:00 Uhr eine Gebetskundgebung in der Abtreibungseinrichtung „Philadelphia Women’s Center“ in der 777 Appletree St. abhalten. Alle sind eingeladen, friedlich zu beten und auch eine finanzielle Spende zu leisten.

Quelle: Lifesite

Handicap: Durchbruch

DURCHBRUCH FÜR FAIRERE IV-BERECHNUNGTabellenlöhne

Der Ständerat spricht sich in der Herbstsession für eine fairere Invaliditätsbemessung aus. Die bisher angewendeten statistischen Werte sind realitätsfern und müssen bis Ende Dezember 2023 überarbeitet werden. Inclusion Handicap begrüsst die Überarbeitung der massgebenden Lohntabellen sehr und erwartet vom Bundesrat entschlossenes Handeln.

Heute behandelte der Ständerat die im Nationalrat eingereichte Kommissionsmotion «Invaliditätskonforme Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV-Grads» (22.3377). Dabei geht es um die Ermittlung des Einkommens, das mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung noch erzielt werden kann.  In zahlreichen Fällen wird dieses Einkommen bei der Berechnung des Invaliditätsgrads mit Hilfe von statistischen Werten (LSE-Tabellenlöhne) bestimmt. Diese sind jedoch realitätsfern. «Weil ihre Verdienstmöglichkeiten systematisch zu hoch eingeschätzt werden, erhalten Menschen mit Behinderungen keinen Zugang zu Umschulungen oder zu Renten. Das ist stossend», meint Matthias Kuert Killer, Leiter Politik bei Inclusion Handicap. Forschung und Lehre und auch die Behindertenverbände machen sich seit Jahren für eine Weiterentwicklung der Tabellenlöhne stark. Der heutige Entscheid des Ständerats stützt nun die Bemühungen der Behindertenverbände.

Dringend nötige Anpassungen

Die heutige Bemessungsgrundlage erfasst die Erwerbssituation von Menschen mit Behinderungen nicht richtig, denn sie bildet die Verdienstmöglichkeiten von gesunden Menschen ab. Als Folge wird das Lohnniveau von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen systematisch überschätzt. Dieses Problem wird auch durch existierende Korrekturinstrumente nicht gelöst (siehe dazu Kommentar iusNet). Nachdem führende Sozialversicherungsrechtler:innen die Dringlichkeit der Weiterentwicklung der Tabellenlöhne betonten, hatte sich der Nationalrat der Thematik angenommen. Er verabschiedete in der Sommersession eine entsprechende Kommissionsmotion ohne Gegenstimme. Nun hat der Ständerat nachgezogen. Gemäss ihm muss der Bundesrat bis Ende Dezember 2023 eine neue Bemessungsgrundlage umsetzen. Diese soll realistische Einkommensmöglichkeiten von Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung berücksichtigen. Das Geschäft geht nun nochmals an den Nationalrat, da dieser die Umsetzung bis Ende Juni 2023 gefordert hatte. Inclusion Handicap wird genau hinschauen, wie der Bundesrat die Vorgaben des Parlaments umsetzt.

Realisierbare Lösungen liegen auf dem Tisch

Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch: Eine Arbeitsgruppe um Prof. em. Gabriela Riemer-Kafka legte ein Modell vor, das eine realistische Lohneinschätzung für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung ermöglicht. Die verwendete Methodik ist mit geringen Anpassungen auch auf andere Behinderungsarten anwendbar. Faire Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV Grads sind also nicht nur absolut notwendig – sondern auch umsetzbar.

Quelle: Inclusion Handicap

ZOOM: Vorbereitung auf Mariamonat Oktober

Wir bereiten Sie vor, auf den Mariamonat Oktober.

Theologiestunde vom 26.09.2022

Heute können Sie den 18. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“.

PAX VOBIS vom 25.09.2022

Danas smo za vas pripremili tri teme.
1. Arkangeli
2. Marijanski mjesec Listopad
3. Franjo iz Asisi

NEWS: FATIMA

Demnächst kommt die Sendung „Mutter Gottes von Fatima – letztes Geheimnis“

Nachrichtensendung vom 23.09.2022

Ab Oktober Diashow auf dem Petersplatz
Berichterstattung von Herr Daniel Ric zum Marsch fürs Läbe
Vatikan am WM-Radrennen

NEWS: Wer ist katholisch?

Sind noch einige Bischöfe noch katholisch, oder gar Papst Franziskus?

Unsere Kollegen von Lifesite haben einen Artikel geschrieben.

 Jeder weiß, dass dieser Satz eine häufige rhetorische Frage ist, deren Antwort lauten soll: „Natürlich!“

1. Die früheste Aufzeichnung dieses Satzes stammt aus dem Jahr 1959, als der Boxer Max Baer Jr. gefragt wurde, ob sein Gegner hart getroffen habe. Er antwortete: „Ist der Papst katholisch?“

In unserer aktuellen Situation ist diese Frage ernster geworden – was zu einer Glaubenskrise für Katholiken und einem Hindernis für die vielen führt, die auf Christus schauen, da sich die Dinge über COVID zunehmend verschlechtert haben.

Viele sind seit den ersten Lockdowns in die katholische Kirche eingetreten. Aber es ist, als würde eine große Flut von einem wankenden Damm zurückgehalten. Bäche dringen durch, aber der Damm hält das Wasser immer noch zurück.

Einige sind entsetzt über die Agenda von Franziskus, die offensichtlich mit den Fürsten dieser Welt geteilt wird. Es gibt diejenigen, die Christus wollen, aber – basierend auf dem Skandal von Franziskus – zu dem Schluss kommen, dass die katholische Kirche nicht die Kirche Christi sein kann.

Was sollen wir also von all dem halten?

Eines der wichtigsten Dinge, die wir für die Evangelisierung und die Erhöhung unserer Heiligen Mutter, der Kirche, tun können, ist, den Damm zu sprengen.

Wir müssen die Frage beantworten: „Ist Franziskus ein Katholik?“

Einige Prinzipien

2. Wir müssen die falsche Vorstellung von „einmal katholisch, immer katholisch“ zurückweisen. Es gibt klare, klassische und traditionelle Anforderungen an das Katholischsein, die zuletzt von Pius XII. Ausgedrückt wurden. Er stellt fest, dass die Mitglieder der Kirche diejenigen sind, die:

  • Sich taufen lassen
  • Bekennt den Glauben
  • Haben sich nicht vom Körper getrennt
  • Nicht durch legitime Autorität ausgeschlossen worden sein (d.h. durch eine vollkommene Exkommunikation durch den römischen Papst)

Obwohl die Taufe das grundlegendste Kriterium ist und allen, die sie empfangen, einen Charakter verleiht, wird sie nicht dazu führen, dass ein Mensch als Mitglied der Kirche besteht, wenn er ein Hindernis für sie darstellt – nämlich indem sie eines der Kriterien nicht erfüllt.

3. Franziskus ist gewiss getauft, und es gibt keinen Grund, an der Gültigkeit dieser Taufe zu zweifeln. Er wurde von keinem römischen Papst exkommuniziert. Wir werden die Idee der Trennung vom Leib umgehen und nur das Glaubensbekenntnis betrachten.

4. Man erfüllt dieses Kriterium nicht, indem man „bekennt, an den Glauben zu glauben“ oder indem man sich „bekennt, ein Katholik zu sein“. Sie wird erfüllt, indem man sich tatsächlich zum Glauben bekennt und seine Unterwerfung unter das Lehramt der Kirche bekundet.

Die Kirche ist sichtbar, und alle ihre Kriterien für die Mitgliedschaft sind in ähnlicher Weise sichtbar und überprüfbar. Sie ist sichtbar eine, heilige, katholische und apostolische – das sind in der Tat die wichtigsten Wege, auf denen die Kirche überhaupt sichtbar gemacht wird. Das Zeichen der Einheit bedeutet unter anderem, dass sie sichtbar im Glauben vereint ist.

Ebenso sind Kriterien für die Mitgliedschaft sichtbar. Das Glaubensbekenntnis ist insofern „sichtbar“, als es sich äußerlich manifestiert. Ebenso muss das Zeichen der Einheit im sichtbaren Bekenntnis eines Glaubens sichtbar sein.

Wer sich offen zum kirchlichen Lehramt bekennt – wenn aus den Tatsachen klar hervorgeht, dass er sich nicht nur irrt oder unwissend ist – verlässt die Mitgliedschaft der Kirche, die sichtbare Einheit des Glaubens und die sichtbare Einheit der Kirche.

Das Gegenteil leugnet oder verändert implizit die Bedeutung der Sichtbarkeit der Kirche selbst.

Was bedeutet es, den Glauben zu bekennen? Wir tun dies 1) durch unser gewöhnliches Verhalten, 2) indem wir den Glauben nicht leugnen und 3) indem wir ihn bei Bedarf direkt bekräftigen.

5. Wir bekennen den Glauben auf gewöhnliche, fast implizite Weise – etwa durch die Einhaltung der Gebote der Kirche, die Bekräftigung und Verteidigung des Glaubens gegenüber anderen privat oder öffentlich und Dinge wie den Besuch des öffentlichen Gottesdienstes und der Sakramente und das Knien vor dem Allerheiligsten.

Manchmal tun diejenigen, die diese gewöhnlichen Dinge vernachlässigen, dies aus Unwissenheit oder einfach nur aus Faulheit – und dies würde nicht unbedingt eine Verleugnung des Glaubens manifestieren.

6. Manchmal manifestieren solche Auslassungen tatsächlich eine Verleugnung des Glaubens: und unter bestimmten Umständen kann dies von den Zuschauern erkannt und beurteilt werden. Unter solchen Umständen können wir mit moralischer Sicherheit wissen, dass die Person den Glauben verleugnet hat, und wenn es sich um eine ausreichend öffentliche Handlung handelt, die der sichtbaren Einheit der Kirche zuwiderläuft, dann hat sie sich von der Kirche entfernt.

LESEN: Papst Franziskus erfüllt eine lang geplante Agenda, um die Lehre der Kirche über das Leben zu ändern

Dies ist weder ein Gerichtsurteil, noch ist dafür ein Gerichtsurteil erforderlich. Es ist nur eine Befürchtung von Tatsachen – vergleichbar mit der Feststellung, dass jemand ein Mann oder eine Frau ist, lebend oder tot, oder ein Mitglied der eigenen Familie oder ein Fremder.

7. Manchmal wird der Glaube direkt geleugnet, durch Taten, Worte oder Unterlassungen. Auch hier kann die Realität einer solchen Leugnung durch die Fakten bestimmt werden – entweder an sich selbst oder durch die Weigerung einer Person, sich zu klären, wenn sie dazu aufgefordert wird, oder durch etwas anderes.

Wir sind nicht verpflichtet, Menschen bizarres und irrationales Verhalten zuzuschreiben, um sie „vom Haken zu bekommen“. Wir sollten das Beste annehmen und den Vorteil des Zweifels geben, aber nicht auf absurde Weise. Wenn jemand zumindest den Glauben zu leugnen scheint, haben wir das Recht, Schlussfolgerungen aus einer öffentlichen Weigerung zu ziehen, sich zu verteidigen oder zu erklären, wenn wir um Klarheit gebeten werden.

8. Dies gilt insbesondere wegen unserer Pflicht, die im kanonischen Recht zum Ausdruck kommt, aber wirklich nur auf der Natur der Dinge beruht, den Glauben manchmal direkt zu bekennen. Zum Beispiel entsteht diese Pflicht, wenn das Versäumnis, dies zu tun, eine implizite Verleugnung des Glaubens, Verachtung für die Religion, Verletzung Gottes oder Skandal für unseren Nächsten darstellen würde. (Nämlich St. Thomas von Aquin St II-II Q3, A2 und CIC 1917 Can. 1325.)

Franziskus selbst

9. Wir müssen nicht alle Details erzählen. Um auf einige Beispiele anzuspielen, könnten wir Folgendes in Betracht ziehen:

  • Interviews mit Eugenio Scalfari und wie jeder einzelne nach der Veranstaltung geführt wurde.
  • Pachamama.
  • Amoris Laetitia.

Werfen wir einen genaueren Blick auf den dritten.

10. Nach der Verkündung des Dokuments im Jahr 2015 haben verschiedene Parteien von Franziskus um Klärung gebeten, ob er in den in Amoris Laetitia angesprochenen Angelegenheiten an dem traditionellen Glauben festhält.

LESEN: RÜCKBLENDE: John-Henry Westen warnt vor Franziskus‘ Bemerkungen über Leben und Familie im Jahr 2015

Zu diesen Versuchen gehörten:

  • 2016 behaupteten 45 Akademiker, die behaupteten, dass das Dokument ketzerische oder anderweitig fehlerhafte Vorschläge enthielt und um Klärung bat.
  • Im Jahr 2016 reichten vier Kardinäle fünf dubia auf dem Dokument ein. Zuerst waren diese Dubien privat und wurden veröffentlicht, als sie keine Antwort erhielten.
    • Daraufhin veröffentlichten die Bischöfe von Buenos Aires ein Dokument, das Amoris Laetitia so interpretierte, dass geschiedene und wiederverheiratete Personen unter bestimmten Umständen die Heilige Kommunion empfangen konnten. Franziskus schrieb einen Brief, in dem er es genehmigte und sagte, dass es keine anderen Interpretationen gebe. Im Juni 2017 wurden das Dokument und der Brief in der Acta Apostolica Sedis verkündet. In vielerlei Hinsicht ist es falsch zu sagen, dass die Dubie keine Antwort erhalten hat. Das war die Antwort.
  • Im Jahr 2017 präsentierten 62 Katholiken Franziskus eine „Filial Correction“ für die Verbreitung von Häresien.
  • Im Jahr 2018 veröffentlichten die Erzbischöfe Peta und Lenga und Bischof Schneider ein öffentliches „Bekenntnis zu unveränderlichen Wahrheiten über die sakramentale Ehe„, offensichtlich im Gegensatz zu den in dem Dokument geäußerten Ideen.
  • Im Jahr 2019 veröffentlichten mehrere prominente Geistliche und Wissenschaftler einen offenen Brief, in dem sie Franziskus des „kanonischen Verfalls der Häresie“ beschuldigten. Nachdem die Autoren den Widerspruch zwischen den Worten von Franziskus und den Wahrheiten, die mit göttlichem und katholischem Glauben geglaubt werden sollten, aufgezeigt hatten, zeigten sie aus seinem Hintergrund, dass es für uns keine Möglichkeit gab, Unwissenheit über den Glauben seinerseits anzunehmen. Die Schriftsteller schlossen mit der Aufforderung an die Bischöfe der Welt, Franziskus öffentlich zu ermahnen, um ihn zu zwingen, „den Irrlehren, die er bekannt hat, abzuschwören“.

11. Sind diese Dinge schlüssig? Wir könnten einige Einwände in Betracht ziehen.

OBJ. 1 Sind die Irrtümer, die er bekennt, tatsächlich gegen den Glauben verstoßend?

S. 1: Ja, die Unterzeichner des Briefes von 2019 zeigen, dass sie es sind.

OBJ. 2. Ist es klar, dass er vom Glauben abgewichen ist?

bzw. 2: Auch hier scheinen die Unterzeichner des Briefes von 2019 zu denken, dass dies der Fall ist.

OBJ. 3. Der Papst steht über dem kanonischen Recht und ist daher nicht verpflichtet, den Glauben zu bekennen, wenn die Umstände es sonst erfordern würden.

bzw. 3. Diese Voraussetzung für die Mitgliedschaft liegt eher in der Natur der Dinge als in einer Bestimmung des positiven Rechts.

Auf jeden Fall wurde das Amt des Papsttums von Christus eingerichtet, um die Gläubigen zu bekräftigen und sich über die Einheit der Kirche im Glauben und in der Liebe zu informieren.

Als er dem heiligen Petrus den Vorrang verlieh, befahl ihm Christus, unser Herr: „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe.“ Beim Letzten Abendmahl sagte unser Herr zu ihm: „Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht versagt, und du, da du einmal bekehrt bist, deine Brüder zu bestätigen.“

Es wäre absurd zu glauben, dass der römische Papst aufgrund seines Vorrangs der Gerichtsbarkeit nicht verpflichtet ist, seine Untertanen zu beruhigen und zu bestätigen, indem er den Glauben bekennt, wenn ernsthafte Zweifel aufkommen.

Ungeachtet der Punkte über das kanonische Recht, wenn jemand unter solchen Umständen verpflichtet sein könnte, den Glauben zu bekennen, dann ist es der römische Papst. Die Schwere dieser Verpflichtung nimmt mit der Höhe eines Amtes zu.

Dieser Einwand räumt auch den strittigen Punkt ein, indem er zugibt, dass es ein Problem gibt und dass jeder andere die Pflicht hätte, den Glauben hier direkt zu bekräftigen. Sie geht davon aus, dass Franziskus von den gewöhnlichen Anforderungen der Mitgliedschaft befreit ist, die der Natur der Dinge innewohnen.

Wenn man etwas als „eine Inflation der Rechte des römischen Papstes“ bezeichnen könnte, dann ist es dies.

Obj. 4. Franziskus ist nicht verpflichtet, auf respektlose Personen und schikanöse Beschwerden zu antworten: Wir können also keine Rückschlüsse aus seinem Schweigen ziehen.

bzw. 4. Hat er wirklich geschwiegen? Er hat die Beschwerden beantwortet – und obwohl seine Antworten indirekt waren, sind sie dennoch klar. Seine Handlungen, kombiniert mit seinem Mangel an direkten Antworten, zeigen schlüssig, dass er den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zustimmt.

Darüber hinaus hat der römische Papst nichts Wichtigeres zu tun, als seine Brüder im Glauben zu bestätigen. Es ist Gaslighting zu sagen, dass der beschriebene Prozess respektlos war oder dass echte Bedenken schikanös sind.

Artikel 5. Wir müssen davon ausgehen, dass er unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist.

bzw. 5. Wir sind uns einig, aber das wird nicht wirklich als eine Frage der Unschuld oder Schuld betrachtet. Böse Männer bleiben Mitglieder der Kirche, solange sie den Glauben äußerlich bekennen usw.

Der Verlust der Mitgliedschaft – oder die einfache Nichtmitgliedschaft – ist an sich überhaupt keine Strafe. Es ist nur der faktische Zustand, vom Glaubensbekenntnis abgewichen zu sein.

Wir begreifen nur Fakten, wenn wir sagen, dass Franziskus Dinge bestätigt hat, die der offenbarten Lehre widersprechen; ist sich dieses Widerspruchs bewusst und beharrt trotzdem; bekräftigt wiederholt die Fehler nach Verwarnungen, Aufforderungen und Anschuldigungen; dass er als Christ, geschweige denn von irgendwelchen Ämtern, die Pflicht hat, in dieser Situation den Glauben zu bekennen; und dass er sich weigert, dies zu tun.

Amoris Laetitia ist eine Argumentationslinie, und wir dürfen das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Die ganze Gestalt zeigt uns: Er bekennt sich nicht zum Glauben.

ABl. 6. „Aber er behauptet immer noch, ein Katholik zu sein, er bekennt sich immer noch, an den katholischen Glauben zu glauben!“

bzw. 6. Dies ist irrelevant und löst keine Probleme, die mit der Sichtbarkeit der Kirche zu tun haben. Bitte lesen Sie Nr. 4 oben noch einmal.

Obj. 7. Sie haben kein Recht, dieses Urteil zu fällen. Du exkommunizierst ihn, ohne das Recht zu haben. Franziskus muss gewarnt und seine Nichtmitgliedschaft von einer Autorität erklärt werden.

bzw. 7 und Fazit. Dies verrät eine Haltung des Rechtspositivismus und Voluntarismus, wenn wir uns wirklich für die Realität und die Welt der realen Dinge interessieren sollten – und diese reale Welt ist kein theoretischer Gerichtssaal.

Erstens exkommunizieren wir niemanden. Jemand, der von den Kriterien der Mitgliedschaft abweicht, entfernt sich selbst – und eine Exkommunikation von einer Autorität ist eine Strafe, die die Realität bestätigt, die bereits passiert ist. Auch die Verschmelzung von Exkommunikation mit Nichtmitgliedschaft, die sich aus den hier diskutierten Ursachen ergibt, ist eine unglückliche Verwendung von Begriffen. Sie sind nicht gleich.

Aber wie bereits erwähnt, ist der Verlust der Mitgliedschaft an sich keine Strafe. Ja, der heilige Paulus sagt Titus, dass er Ketzer nach ein oder zwei Warnungen meiden soll, und dafür gibt es im kanonischen Recht eine Bestimmung.

Was uns betrifft, so sind sogar die Worte des hl. Paulus ein Gebot, das befohlen ist, unseren eigenen Glauben vor denen zu schützen, von denen gezeigt wird, dass sie Wölfe züchten – nicht zuletzt durch ihre Weigerung, sich zu korrigieren und den Glauben zu bekennen.

Daraus ergibt sich die uralte Idee einer Verpflichtung, Ketzern aus dem Weg zu gehen. Wir haben die Pflicht, uns in Gefahr des Glaubens zu schützen. Die Vorstellung, dass wir diese Pflicht nicht erfüllen können, bis wir von einer Justizbehörde dazu aufgefordert werden, ist falsch und geht am Kern der Sache vorbei.

Also, mehr als nur ein Recht darauf zu haben, zu bemerken, dass jemand kein Katholik ist, haben wir manchmal die Pflicht, dies zu tun.

Wir sind verpflichtet, uns dem römischen Papst zu unterwerfen und seine Lehre als unsere unmittelbare Glaubensregel zu empfangen. Aber wir können uns in der Religion nicht jemandem unterwerfen, der kein Katholik ist.

Und wenn wir die Pflicht haben, Dinge und Personen zu meiden, die eine Bedrohung für unseren Glauben darstellen, wie viel stärker ist diese Pflicht gegenüber denen, die behaupten, uns in der Religion zu regieren?

Aber wie können wir diese Pflicht erfüllen, wenn wir nicht erkennen können, ob jemand katholisch ist oder nicht? Wie der heilige Robert Bellarmine sagte:

Es wäre der miserabelste Zustand der Kirche, wenn sie gezwungen sein sollte, einen Wolf, der offensichtlich umherstreift, für einen Hirten zu erkennen. [1]

Aber, wie derselbe Heilige Cajetan fragte: „Wie werden wir unser Haupt meiden? Wie werden wir uns von einem Mitglied zurückziehen, dem wir angeschlossen sind?“ [2]

Dies sind in der Tat die Hauptgründe für seine andere Aussage:

Die Heiligen Väter lehren unisono, dass Ketzer nicht nur außerhalb der Kirche stehen, sondern ihnen sogar jede kirchliche Gerichtsbarkeit und Würde ipso facto fehlt. [3]

Aber wir können diese Fragen beiseite lassen, denn wir sind bei der Frage angelangt, die beantwortet werden muss:

Angesichts der Tatsache, dass es klar ist, dass Franziskus den Glauben nicht bekennt, und dass wir das Recht und die Pflicht haben, dies anzuerkennen –

Und angesichts der Tatsache, dass das Bekenntnis zum Glauben eine Voraussetzung dafür ist, ein Mitglied der Kirche zu sein, ein Katholik –

Kann man vernünftigerweise sagen, dass Franziskus ein Katholik ist?

Mittwochskolumne vom 21.09.2022

Der Heilige Pater Pio

Bern (novaradio.ch): Dem Heiligen Pater Pio zu Ehren möchte ich meine Kolumne heute ihm widmen. Sein Gedenktag ist diesen Freitag, am 23. September. Der Heilige Pater Pio bedeutet mir viel, da er im 20. Jahrhundert ein Zeichen dafür war, dass trotz allen technischen Fortschritten das Mysterium Gottes grösser ist als alles andere. Der Kapuzinermönch hat bewiesen, dass Gott immer noch das letzte Wort hat und Wunder wirken kann. Ich bin nicht jemand, der denkt, dass der Glaube an Christus nur dadurch bestärkt werden kann, wenn Gott Wunder in unserem Leben wirkt. Unser Leben selbst ist ein Wunder, für das wir unendlich dankbar sein müssen. Daher bin ich manchmal auch skeptisch, wenn fromme Katholiken immer mit dieser Erwartungshaltung beten, Gott müsse in ihr Leben eingreifen. Trotzdem durfte auch ich Zeuge von Erlebnissen sein, die ich mir mit rationalen Argumenten nicht erklären konnte. Auch wenn ich es falsch finde, immer auf Wunder zu hoffen, ist es eine grosse Stärkung, wenn Gott manchmal die Naturgesetze aus Liebe zu uns überwindet. Viele Menschen durften dies im Zusammenhang mit Pater Pio erleben. Dieser Heilige, der die Wundmale Christi trug, hat mit seinem Leben und Wirken viele Herzen zu Gott geführt. Ein Satz von Pater Pio finde ich dabei aber ganz zentral: „Eher könnte die Welt ohne die Sonne bestehen als ohne das Heilige Messopfer.“ Bei aller Liebe und Verehrung zu den Heiligen dürfen wir nie vergessen, dass die Heiligen nur Fürsprecher sind, währenddem Gott das wahre Heil darstellt. Die Grösse Pater Pios besteht gerade darin, dass er immer wieder auf Christus gezeigt hat. Vor allem ist seine Liebe zur Eucharistie zu erwähnen. Es ist tatsächlich so, dass die Welt nicht ohne die Eucharistie bestehen könnte. Dies muss vor allem denjenigen Verantwortungsträgern in der Kirche klar sein, welche die Heilige Messe immer mehr an den Rand drängen wollen. Es gibt keine Erneuerung der Kirche, ohne dass wir die Eucharistie ins Zentrum unseres Lebens stellen. Möge der Heilige Pater Pio für uns Fürsprache halten, damit wir die Kirche und die Gesellschaft aus der Liebe zur Eucharistie heraus erneuern. DR

NEWS: Im Wortlaut: „Nein“ zu Segnungen homosexueller Partnerschaften in der Katholischen Kirche

CNA Deutsch veröffentlicht den vollen Wortlaut des Dubiums sowie der „Erläuternden Note“ von Kardinal Luis Ladaria SJ in deutscher Sprache.

Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts 

AUF DAS VORGELEGTE DUBIUM

Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen? 

WIRD GEANTWORTET: 

Nein. 

Erläuternde Note 

In einigen kirchlichen Bereichen verbreiten sich Projekte und Vorschläge von Segnungen für Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts. Nicht selten sind solche Projekte durch den aufrichtigen Willen motiviert, homosexuelle Personen anzunehmen, sie zu begleiten und ihnen Wege des Glaubenswachstums anzubieten, „damit diejenigen, welche die homosexuelle Tendenz zeigen, die notwendigen Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen“[1]. 

Auf diesen Wegen können das Hören des Wortes Gottes, das Gebet, die Teilnahme an liturgischen Handlungen der Kirche und praktizierte Nächstenliebe eine wichtige Rolle bei der Förderung von Bemühungen spielen, die eigene Lebensgeschichte zu deuten sowie frei und verantwortungsbewusst die eigene Taufberufung anzunehmen, weil „Gott jeden Menschen liebt. Und Gleiches tut auch die Kirche“[2], indem sie jede ungerechte Diskriminierung ablehnt. 

Unter den liturgischen Handlungen der Kirche sind Sakramentalien von besonderer Bedeutung: als „heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden. Durch diese Zeichen werden die Menschen bereitet, die eigentliche Wirkung der Sakramente aufzunehmen; zugleich wird durch solche Zeichen das Leben in seinen verschiedenen Gegebenheiten geheiligt“[3]. Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert weiter: „Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes nicht nach Art der Sakramente, sondern bereiten durch das Gebet der Kirche vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken“ (Nr. 1670). 

Zur den Sakramentalien gehören Segnungen, mit denen die Kirche „die Menschen aufruft, Gott zu preisen, sie auffordert, seinen Schutz zu erbitten und sie ermahnt, sich seiner Barmherzigkeit mit der Heiligkeit des Lebens würdig zu erweisen“[4]. Darüber hinaus sind „sie in einer gewissen Nachahmung der Sakramente eingesetzt und beziehen sich immer und hauptsächlich auf geistliche Wirkungen, die sie kraft der Fürbitte der Kirche erlangen“[5]. 

Um der Natur der Sakramentalien zu entsprechen, ist es deshalb erforderlich, dass, wenn über einige menschliche Beziehungen ein Segen herabgerufen wird, abgesehen von der rechten Absicht derjenigen, die daran teilnehmen, die zu segnende Wirklichkeit objektiv und positiv darauf hingeordnet ist, die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus dem Herrn vollständig offenbart sind. Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung ist daher nur vereinbar, was an sich darauf hingeordnet ist, diesen Plänen zu dienen. 

Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist.[6] Das Vorhandensein positiver Elemente – die in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind – in solchen Beziehungen ist trotzdem nicht in der Lage, diese zu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist. 

Da die Segnungen für Personen in Beziehung zu den Sakramenten stehen, kann darüber hinaus die Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen nicht als zulässig angesehen werden, weil sie in gewisser Weise eine Nachahmung oder einen analogen Hinweis auf den Brautsegen darstellen würde,[7] der auf den Mann und die Frau herabgerufen wird, die sich im Sakrament der Ehe vereinigen, da „es keinerlei Fundament dafür [gibt], zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“[8]. 

Die Erklärung der Unzulässigkeit von Segnungen der Verbindungen von Personen gleichen Geschlechtsist daher weder eine ungerechte Diskriminierung noch enthältsie die Absicht, eine solche zu sein, sondern ruft die Wahrheit des liturgischen Ritus in Erinnerung und das, was dem Wesen der Sakramentalien zutiefst entspricht, so wie die Kirche sie versteht. 

Die christliche Gemeinschaft und die geistlichen Hirten sind aufgerufen, Menschen mit homosexuellen Neigungen mit Respekt und Takt aufzunehmen; sie werden im Einklang mit der kirchlichen Lehre die am besten geeigneten Wege zu finden wissen, um ihnen das Evangelium in seiner Fülle zu verkünden. Diese Personen mögen gleichzeitig die aufrichtige Nähe der Kirche anerkennen – die für sie betet, sie begleitet, mit ihnen den Weg des christlichen Glaubens teilt[9] – und ihre Lehren mit aufrichtiger Bereitwilligkeit annehmen. 

Die Antwort auf das vorgelegte Dubium schließt nicht aus, dass Segnungen einzelnen Personen mit homosexueller Neigung gespendet werden,[10] die den Willen bekunden, in Treue zu den geoffenbarten Plänen Gottes zu leben, wie sie in der kirchlichen Lehre vorgelegt werden; sie erklärt jedoch jede Segnungsform für unzulässig, die dazu neigt, ihre Verbindungen anzuerkennen. In diesem Fall würde die Segnung nämlich die Absicht zum Ausdruck bringen, nicht bestimmte Einzelpersonen dem Schutz und der Hilfe Gottes im oben genannten Sinne anzuvertrauen, sondern einen Entschluss und eine Lebenspraxis zu billigen und zu fördern, die nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden können.[11] 

Gleichzeitig erinnert die Kirche daran, dass Gott selbst nicht aufhört, jedes seiner Kinder zu segnen, die in dieser Welt pilgern, denn für ihn „sind wir […] wichtiger als alle Sünden, die wir begehen können“[12]. Aber er segnet nicht die Sünde und er kann sie nicht segnen: Er segnet den sündigen Menschen, damit er erkennt, dass er Teil seines Liebesplans ist, und sich von ihm verändern lässt. Denn er „nimmt uns so, wie wir sind, aber lässt uns nie so, wie wir sind“[13]. 

Aus diesen Gründen verfügt die Kirche weder über die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts im oben gemeinten Sinne zu segnen, noch kann sie über diese Vollmacht verfügen. 

Papst Franziskus wurde in der dem unterzeichnenden Sekretär dieser Kongregation gewährten Audienz über das vorliegende Responsum ad dubium samt der Erläuternden Note informiert und hat ihre Veröffentlichung gutgeheißen. 

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 22. Februar 2021, dem Fest der Kathedra Petri. 

Luís F. Kard. Ladaria SJ 

Präfekt 

Giacomo Morandi 

Titularerzbischof von Cerveteri 

Sekretär

———-

[1] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 250. 

[2] Bischofssynode, Abschlussdokument der 15. Ordentlichen Generalversammlung, Nr. 150. [3] II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Konst. Sacrosanctum Concilium, Nr. 60. 

[4] Rituale Romanum ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatumDe benedictionibusPraenotanda Generalia, Nr. 9. 

[5] Ebd., Nr. 10. 

[6] Vgl. Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 2357. 

[7] Der Brautsegen verweist nämlich auf den Schöpfungsbericht, in dem Gottes Segen über Mann und Frau im Zusammenhang mit ihrer fruchtbaren Verbindung (vgl. Gen 1,28) und mit der Komplementarität von Mann und Frau steht (vgl. Gen 2,18-24). 

[8] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 251. 

[9] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 15. 

[10] De benedictionibus enthält nämlich eine ausführliche Liste der Situationen, für die der Segen des Herrn herabgerufen werden kann. 

[11] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 7. 

[12] Franziskus, Generalaudienz am 2. Dezember 2020, Katechese über das Gebet: der Segen. [13] Ebd.

Quelle: cna deutsch

NEWS: Belgische Bischöfe widersprechen Vatikan

Nach unserem Partner Nachrichtenagentur CNA deutsch, widersprechen die belgischen Bischöfe dem Vatikan.

Die katholischen Bischöfe Flanderns haben am Dienstag die Einführung von Segnungszeremonien für gleichgeschlechtliche Paare in ihren Diözesen angekündigt.

Das berichtet die „Catholic News Agency“, die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.  

Die belgischen Bischöfe veröffentlichten außerdem eine Liturgie für die Feier homosexueller Partnerschaften.

„Damit stellen sie sich direkt gegen den Vatikan“, berichtete das Nederlands Dagblad.

Der Vatikan veröffentlichte im März 2021 eine offizielle Klarstellung, dass die katholische Kirche nicht befugt ist, homosexuelle Partnerschaften liturgisch zu segnen.

Unter Berufung auf Amoris laetitia veröffentlichten Kardinal Jozef De Kesel von Mechelen-Brüssel und andere Bischöfe aus dem flämischsprachigen Teil Belgiens am 20. September ein Dokument mit dem Titel „Homosexuellen Menschen seelsorgerisch nahe sein – Für eine einladende Kirche, die niemanden ausschließt“.

Die Veröffentlichung der Bischöfe enthält einen Vorschlag für eine Liturgie zur Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen, einschließlich Gebeten, Schriftlesungen und Teilen, in denen das Paar „vor Gott zum Ausdruck bringen kann, wie sehr es sich füreinander verpflichtet fühlt“.

Die Bischöfe des flämischsprachigen Teils Belgiens kündigten außerdem an, dass jede Diözese eine Person ernennen wird als „konkrete Antwort und Erfüllung des Wunsches, der Situation homosexueller Menschen, ihrer Eltern und Familien in der Politik ausdrücklich Aufmerksamkeit zu schenken“. Dies hat auch Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben über die Familienpastoral Amoris laetitia (‚Die Freude der Liebe‘) vom April 2016 ausdrücklich zum Ausdruck gebracht.“

Die Kongregation für die Glaubenslehre veröffentlichte ihre jüngste Erklärung zu gleichgeschlechtlichen Segnungen am 15. März 2021 in einem Dokument, das als Responsum ad dubium („Antwort auf eine Frage“) bezeichnet wird.

Auf die Frage „Hat die Kirche die Befugnis, gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen zu erteilen?“ antwortet der Vatikan mit „Nein“.

Die Kongregation stellte ihre Argumentation in einer Erläuterung und einem begleitenden Kommentar fest.

Die vatikanische Erklärung, die mit Zustimmung von Papst Franziskus veröffentlicht wurde, löste in der deutschsprachigen katholischen Welt Proteste und offene Ablehnung aus.

Übersetzt und redigiert aus dem Original der CNA Deutsch-Schwesteragentur. 

Focus: Hl. Don Bosco

Heute stellen wir Ihnen, obwohl der Gedenktag am 31. Januar ist, den Heiligen Don Bosco vor.

Theologiestunde vom 19.09.2022

Heute können Sie den 17. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören.

NEWS: Die UNO sagt Ja zur Abtreibung

Leider wurde die Resolution von den Mitgliedsstaaten angenommen.

Nach Ansicht der Experten ist die angenommene Resolution ein gefährlicher Schritt in Richtung der internationalen Anerkennung der Abtreibung als Menschenrecht in der UNO!

Wir, CitizenGO, waren schockiert, dass auch das sonst so familienfreundliche Ungarn und Polen vor der Abstimmung zu den Befürwortern dieser Resolution gehörten, und forderten sie neben unseren Regierungen und Delegationen mit unserer Petition auf, ihre Position sofort zu ändern und gegen den Beschluss zu stimmen.

In Bezug auf Polen erwies sich unsere Kampagne als erfolgreich, da die polnischen Diplomaten daraufhin nicht an der Abstimmung teilnahmen, obwohl sie dies noch Stunden vor Beginn der Sitzung geplant hatten.

Während unserer Lobbyarbeit im Hintergrund waren Ihre Unterschriften unerlässlich, liebe Freunde! Wir sind Ihnen also sehr dankbar für Ihre Unterstützung!

In Ungarn hatten wir allerdings keinen Erfolg. Leider haben die Ungarn gemeinsam mit den mehrheitlich linken und liberalen Abtreibungsbefürwortern für die Resolution gestimmt. Seit die Kommunisten den Ungarn 1956 die Abtreibung aufzwangen, konnte Ungarn die Abtreibung nicht beenden, die den Tod von mehr als 6 Millionen Kindern zur Folge hatte… Wie diese Abstimmung auch beweist, gibt es in Deutschland, Österreich, Ungarn und vielen anderen Ländern noch viel zu tun, um die Abtreibung zu stoppen und die Kultur des Todes in eine Kultur des Lebens zu verwandeln.

Uns bei CitizenGO zeigt uns dieser Fall, wie wichtig der Druck der Bürger auf die Politiker ist. Deren Pro-Life-Erklärungen sollten nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in den internationalen Institutionen, in denen sie uns, die Bürger, vertreten sollen, verkündet und verteidigt werden.

Wir werden die Handlungen der Diplomatie in den verschiedenen Staaten weiterhin genau beobachten und uns stets für die Verteidigung des Lebens, der Familie und der Freiheit einsetzen.

Wir werden auch versuchen aufzudecken, wie Polen dazu kam, ursprümnglich eine solche Resolution unterstützen zu wollen.

Wir werden weiter generell versuchen, die Mechanismen und Personen hinter solchen Entscheidungen in Regierungen und Ministerien aufzudecken.

Wir versprechen, dass wir mit Ihrer Hilfe alles tun werden, um in Zukunft Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben.

NEWS: Skandal auf der Bühne

Wie der Blick schreibt, haben sich zwei Frauen – während der Kundgebung Marsch fürs Läbe – auf der Bühne geküsst.

In Zürich Oerlikon fordern Demonstranten am «Marsch fürs Läbe» ein schärferes Abtreibungsgesetz. Es kam zu einem Zwischenfall: Auf der Bühne sorgten Befürworterinnen einer liberalen Regelung für den Schwangerschaftsabbruch für Aufsehen.

In Zürich fand am Samstagnachmittag der «Marsch fürs Läbe» statt. Etwa tausend Abtreibungsgegner versammelten sich, um «das Leben feiern und uns für die Schwächsten in unserem Land einsetzen», wie es auf der Webseite heisst. Einsatzkräfte der Polizei verhinderten ein Zusammentreffen mit Gegendemonstrantinnen und -Demonstranten, die immer wieder versuchten, die Kundgebung zu stören.

Denn: Man befürchtete eskalierende Konflikte mit Gegendemonstranten. Bereits im Vorfeld haben linke Organisationen zu Störaktionen aufgerufen. Die Polizei war im Grossaufgebot vor Ort und führte Personenkontrollen durch. Auch ein Hubschrauber kreiste über dem Platz.

Das Video dazu können Sie unter dem folgenden Link ansehen: Marsch fürs Läbe: Grossaufgebot der Polizei soll Konflikte vermeiden (blick.ch)

NEWS: Skandalöse Szenen am Marsch fürs Läbe

Der Tagesanzeiger titelt folgender Masse: Satanisches Ritual soll gläubige Abtreibungsgegner vergraulen

Am Ende des Artikels veröffentlichen wir ein Video, was die Anarchisten und die extremen Linken aufgenommen haben. Wir müssen Sie vorwarnen.

Unbekannte haben einen Film veröffentlicht, in dem sie den Marktplatz in Oerlikon, wo die Abtreibungsgegner demonstrieren wollen, dem Satan weihen.

Im Bild: der Marktplatz Oerlikon bei Nacht. Aus dem Off eine düstere, verzerrte Stimme: «Guten Tag, Christuskinder!» Es ist der Anfang eines rund zweiminütigen Videos von Gegnerinnen und Gegnern des «Marschs fürs Läbe», der diesen Samstag in Oerlikon stattfindet.

Sie hätten den Marktplatz «in einer sehr aufwendigen Zeremonie» zusammen mit «satanischen Hohepriestern aus ganz Europa» Satan geweiht, heisst es im Video weiter, während sich maskierte und in schwarze Mäntel gekleidete Personen auf dem Platz besammeln. «Satan wird nicht eure Seelen rauben. Ihr selbst werdet sie ihm bringen – aus freien Stücken.» Die Unbekannten drohen weiter: «Wir werden unsere Zeremonienmeister unerkannt auf eure Kundgebung schleusen. Sie werden die Insignien Satans auf sich tragen.»

Die Reaktionen in sozialen Medien reichen von «genau mein Humor» bis «was zur Hölle».

Der Absender des satanischen Videos ist anonym. In den sozialen Medien wird dieses von autonomen Kreisen verbreitet. Das passt. Bereits seit Wochen rufen Autonome zur Gegendemonstration gegen den «Marsch fürs Läbe» auf. Und das hat Tradition in Zürich.

2019 brannten im Kreis 5 bereits Container

Zum elften Mal haben diverse christliche Organisationen, aber auch die konservativ-christliche Partei EDU und die Stiftung CH zum «Marsch fürs Läbe» aufgerufen, um gegen Schwangerschaftsabbrüche zu demonstrieren. Linke Kreise befürchten, dass in diesem Jahr auch Nazi-Gruppierungen am «Marsch fürs Läbe» teilnehmen könnten – so wie dies bei den Corona-Massnahmengegnern teilweise der Fall gewesen war. 

In der Vergangenheit ist es bei den «Marsch fürs Läbe»-Demos mehrfach zu Krawallen gekommen, weil autonome Gegendemonstrantinnen und -demonstranten versucht hatten, die Kundgebungen zu stören. So etwa 2019, als nach vier Jahren Pause der «Marsch fürs Läbe» erstmals wieder durch Zürichs Strassen zog. Damals eskalierte die Situation im Stadtkreis 5: Container brannten, Autonome versuchten die Strasse der Umzugsroute zu blockieren. Polizisten wurden verletzt. Tränengas wurde sogar direkt neben einem Spielplatz auf der Josefwiese eingesetzt.

Vier Jahre zuvor waren rund 100 Gegendemonstrantinnen und -demonstranten in Oerlikon eingekesselt und von der Polizei abgeführt worden. Auch im vergangenen Jahr stellten sich geschätzt 200 Aktivistinnen den Abtreibungsgegnern in Oerlikon entgegen. Die Polizei umzingelte die Gegendemonstration rasch, es gab Verzeigungen, Einzelne erhielten einen Strafbefehl.

Beatrice Gall ist Mediensprecherin des «Marschs fürs Läbe». Sie hat Kenntnis vom neuen Video, wie sie auf Anfrage sagt. Aber sie schaue sich «solche destruktiven Dinge» nicht an. Sie würden am Samstag für den Platz beten und sich von solchen Aufrufen nicht beeinflussen lassen.

Stadtpolizei bereitet sich vor

Der diesjährige «Marsch fürs Läbe» wurde von der Stadt bewilligt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) verwehrte den Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern wiederholt den Marsch durch die Innenstadt, weil die Angst vor Gegendemonstrationen und Angriffen durch Autonome zu gross war. Statthalter und Gerichte pfiffen Rykart aber jeweils zurück, mit Verweis auf Meinungsfreiheit und Demokratie.

Die Stadtpolizei Zürich hat Kenntnis vom Video und weiteren Aufrufen zu Gegendemos am Samstag. Was sie genau erwartet und wie sie sich darauf vorbereitet, verrät sie nicht. Nur so viel: Man werde mit entsprechendem Aufgebot im Einsatz sein.

Zwei Initiativen für erschwerte Abtreibungen geplant

Die Debatte um Schwangerschaftsbrüche hat in diesem Jahr einigen Schub erhalten – nicht zuletzt wegen der Entwicklungen in den USA. Diesen Juni kippte dort eine Mehrheit von konservativen Richtern am Supreme Court das bisher geltende, nationale Recht auf Abtreibung. Damit wurde der Weg frei für schärfere Regeln gegen Schwangerschaftsabbrüche.

In der Schweiz hat ein überparteiliches Bündnis aus Mitgliedern von SVP, EDU und Mitte bereits im Dezember zwei Initiativen eingereicht, in denen eine Verschärfung der heutigen Gesetzes gefordert wird.

Die sogenannte «Einmal darüber schlafen»-Initiative sieht vor, dass mindestens 24 Stunden zwischen einem Beratungsgespräch und dem Schwangerschaftsabbruch vergehen müssen. In der zweiten Initiative wird gefordert, dass Abtreibungen praktisch in allen Fällen verboten sind, sobald das Kind ausserhalb des Mutterleibs lebensfähig ist. Also etwa ab der 22. Woche.

(19) FarbundBeton auf Twitter: „Fundis fahren am Samstag zur Hölle in Oerlikon! Es erwartet sie der Teufel! #amarschfürsLäbe #MarschfürsLäbe #fundisstoppen 1/2 https://t.co/Ejf6OuTymf“ / Twitter

Quelle: Tagesanzeiger.ch/Twitter

Marsch fürs Läbe 2022

„Welcome on earth“: Marsch fürs Läbe begeistert in Oerlikon
Mit packenden Berichten, politischen Statements und kraftvoller Soulmusik fand heute in Zürich-Oerlikon der „12. Marsch fürs Läbe“ statt. Insbesondere die bekannte Sängerin Bernarda Brunovic begeisterte das Publikum vor Ort.
Rund 1000 Teilnehmer versammelten sich um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz in Oerlikon, um unter dem Motto „24 Stunden für ein Leben“ auf die Not von Kindern und Frauen aufmerksam zu machen und das Leben zu feiern. In seiner Grussbotschaft, die vom emeritierten Weihbischof Marian Eleganti vorgetragen wurde, betonte Bischof Jean Marie Bonnemain (Chur): „Jedes menschliche Leben hat einen unsagbaren Wert. Es nimmt einen unersetzbaren Platz in der Geschichte der Menschheit ein.“


Mut haben, das Richtige zu tun


Der aus Grossbritannien angereiste Kardiologe Dr. Dermot Kearney berichtete über sein Engagement für Frauen und ihre Kinder. Zu Beginn seines Referats stellte der Arzt klar, dass das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt: „Dies ist eine wissenschaftliche und biologische Tatsache“, so der Kardiologe und erklärte: „Ich bin Arzt. Ärzte müssen für den Wert aller Menschenleben einstehen.“ Mit seiner Kollegin Dr. Eileen Reilly richtete er in Grossbritannien einen APR-Service (Abortion Pill Reversal) für Mütter ein, welche die Abtreibungspille eingenommen hatten, es aber kurz darauf bereuten und das Leben ihrer Babys retten wollten. 36 Kindern konnte so durch das rasche Eingreifen das Leben gerettet werden, wofür diese Mütter alle bis heute sehr dankbar sind. Eine Klage, welche die Abtreibungsindustrie (RCOG und MSI) gegen die beiden Ärzte anstrebte, wurde vom zuständigen britischen Gericht als unbegründet und haltlos abgeschmettert. Kearney rief am Ende seiner Rede auf: „Ich ermutige alle, insbesondere Angehörige der Gesundheitsberufe, nie müde zu werden, das Richtige zu tun. Setzen Sie sich mutig für alle Menschenleben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein, ohne Ausnahme.“


„Einmal datüber schlafen“


Nationalrätin Yvette Estermann (SVP) stellte im zweiten Teil der Kundgebung u.a. die laufende Initiative „Einmal darüber schlafen“ vor, welche eine eintägige Bedenkzeit für Frauen vor einer Abtreibung einräumen soll. In anderen Ländern gäbe es eine solche Bedenkfrist schon längst. Die Politikerin bedankte sich in ihrer Rede bei allen Helfern des Marsches und betonte den wichtigen Einsatz der Lebensschützer.
Besonderes begeistern im Programm konnte die bekannte Sängerin Bernarda Brunovic. Die Schweizerin mit kroatischen Wurzeln ist blind seit ihrer Geburt. Ihre Eltern entschieden sich damals – gegen den Rat der Ärzte – für ihr Leben. Brunovic nahm 2018 an der TV-Gesangsshow „The Voice of Germany“ teil und schaffte es mit ihrer kraftvollen Soulstimme bis ins Halbfinale. Mit ihrem Song „Welcome on earth“ riss sie das Publikum in Oerlikon mit und sorgte für stürmischen Applaus.

NEWS: Name der Adventssendung

Aus Adventszeit wird Lux Domini

Nachrichtensendung vom 16.09.2022

Alles zum Thema Pro-Life

Königin Maxima wirbt für Abtreibung
Abtreibungslobby manipuliert Zahlen
US-Demokrat darf nicht kandidieren wegen Pro-Life

NEWS: Papst reist nach Bahrain

Papst Franziskus will im November das Königreich Bahrain im Persischen Golf besuchen, wie beim Rückflug des Papstes aus Kasachstan am Donnerstag bekanntgegeben wurde. Die geplante Reise nach Südsudan und in den Kongo soll auf Februar 2023 verschoben werden, nachdem der Pontifex aus gesundheitlichen Gründen den Besuch nicht im Juli 2022 vornehmen konnte.

Franziskus wäre der erste Papst, der das Königreich Bahrain besucht. Es handelt sich um ein aus einer großen und mehreren kleineren Inseln bestehendes Land, dessen Staatsreligion der Islam ist.

Etwa 70 Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Das Christentum macht weniger als 15 Prozent aus. Bahrain hat kein eigenes Bistum, sondern gehört zum Apostolischen Vikariat Nördliches Arabien, das neben Bahrain auch Kuwait, Katar und Saudi-Arabien umfasst.

In Bahrain gibt es drei katholische Kirchen, darunter die Kathedrale Unserer Lieben Frau von Arabien, die im Dezember 2021 eingeweiht wurde. Eine katholische Präsenz im Land gibt es seit den 1930er-Jahren.

Der Vatikan hat bislang keine Details zum anvisierten Papstbesuch in Bahrain veröffentlicht.

Quelle: CNA deutsch

NEWS: Stern von Bethlehem

Liebe Zuhörer und Zuhörerinnen

Obwohl es noch ein paar Wochen bis Adventsbeginn ist, möchten wir Ihnen das Motto mitteilen:
Es heisst „Stern von Bethlehem“.

Falls Sie ein Gedicht haben (Stern von Bethlehem), senden Sie es uns bis spätestens 22. Oktober 2022 auf der Mail – Adresse: dkulinac@sunrise.ch. Mit Vor- und Nachnamen und wir werden es in unseren Adventssendungen vorlesen.

Danke

NEWS: Marsch für das Leben in London 2022

Noch nie waren so viele junge Menschen dabei

Der Marsch für das Leben im Vereinigten Königreich verzeichnete seine bisher größte Teilnehmerzahl und stellte die Gegendemonstrationen der Abtreibungsaktivisten in den Schatten.

An dem jährlichen Marsch für das Leben, der am 3. September in der Landeshauptstadt London stattfand, nahmen nach Schätzungen der Polizei mindestens 7.000 Menschen teil. Lebensschützer aller Altersgruppen marschierten unter dem Motto „10 Millionen zu viel“, berichtet Right to Life UK.Seit der Legalisierung der Abtreibung in England und Wales wurden ca. 10 Mio Kinder abgetrieben.

Den ganzen Vormittag über fanden im Emmanuel Centre in London verschiedene Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, Vorträge und Zeugnisse statt. Um 14 Uhr zogen Tausende von Menschen in einer „lebhaften Prozession“ durch die Straßen und versammelten sich schließlich auf dem Parliament Square. Die Menge zeichnete sich durch junge Gesichter und junge Familien aus. Nach Angaben der Organisatoren war einer der Höhepunkte des Marsches, dass „mehr junge Menschen als je zuvor“ an der Veranstaltung teilnahmen

Es gab auch Zeit für Erfahrungsberichte, wie den von Hayley, die erzählte, wie sie zu einer Abtreibung gezwungen wurde, und von Armita, die mit ihrem kleinen Mädchen kam und erzählte, wie sie nach der Einnahme der ersten Abtreibungspillen ein sofortiges Gefühl der Reue verspürte und sich an Dr. Dermot Kearney (ebenfalls ein Redner an diesem Tag) wandte, der Amrita die so genannte „Pille zur Rückgängigmachung der Abtreibung“ verschrieb.

Isabel Vaughan-Spruce, eine der Organisatorinnen des Marsches für das Leben, sprach sich nachdrücklich gegen die derzeitige Abtreibungsgesetzgebung von Kindern mit Behinderungen wie Down-Syndrom, Lippenspalte oder Klumpfuß aus. Die Abtreibung sie bis zum Zeitpunkt der Geburt erlaubt: „In der Gebärmutter jeder schwangeren Frau befindet sich ein menschliches Wesen. Das ist keine Politik, keine Religion, das ist Wissenschaft.“

Madeline Page, Geschäftsführerin der Alliance of Pro-life Students, verwies auf die jüngste Aufhebung des Urteils Roe vs. Wade in den USA, die dazu geführt hat, dass eine Reihe von Bundesstaaten ungeborenen Kindern nun vollen rechtlichen Schutz vor der Gewalt der Abtreibung gewähren und den Eltern Unterstützung bieten: „Seit den Nachrichten aus Amerika haben wir einen stetigen Anstieg der Zahl junger Menschen beobachtet, die an Pro-Life-Veranstaltungen teilnehmen wollen. Viele von ihnen gehen zum ersten Mal auf die Straße und haben das Gefühl, dass es jetzt, da mehr über dieses Thema gesprochen wird, akzeptabel ist, ihre Überzeugungen zu offenbaren.“

Der nationale Marsch für das Leben im Vereinigten Königreich wurde 2012 ins Leben gerufen und hat trotz der Unterbrechung durch die Abriegelung schnell an Popularität gewonnen.

Quelle: ifamnews.com

Fest: Kreuzerhöhung

Das Kreuzfest im September hat seinen Ursprung in Jerusalem; dort wurde am 13. September 335 die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht. Der 13. September war auch der Jahrestag der Auffindung des Kreuzes gewesen. Am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zu ersten Mal das Kreuzesholz gezeigt („erhöht“) und zur Verehrung dargereicht. Später verband man mit diesem Fest auch die Erinnerung an die Wiedergewinnung des heiligen Kreuzes durch Kaiser Heraklius im Jahr 628; zuvor war das Kreuz an die Perser verloren gegangen, Heraklius brachte es feierlich an seinen Platz in Jerusalem zurück.

Mittwochskolumne vom 14.09.2022

Marsch für s’Läbe

Bern (novaradio.ch): An diesem Samstag findet in Zürich-Oerlikon um 14.30 Uhr der Marsch für s’Läbe statt. Eigentlich ist es traurig, dass es in einer Gesellschaft überhaupt Demonstrationen braucht, um darauf aufmerksam zu machen, dass das Leben das höchste Gut ist, das es zu schützen gilt. Noch trauriger ist es, dass die Menschen, die für dieses Anliegen demonstrieren wollen, dieses Demonstrationsrecht erkämpfen müssen. Mir scheint, man dürfe heutzutage für alles demonstrieren, nur nicht für das Leben. Dabei ist das Anliegen, das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tod zu schützen, konfessions- und religionsübergreifend. Das Leben ist für Moslems, Juden, Reformierte und Katholiken heilig. Eine Gesellschaft, die anfängt, den Wert des Lebens zu relativieren, endet notwendigerweise in der Barbarei. Das Leben bleibt ein Mysterium, da Gott uns alle in Liebe erschaffen hat. Wenn der Mensch anfängt, Gottes Entscheide zu hinterfragen, macht er sich nur sehr unglücklich damit. Es ist wichtig, eine Kultur des Lebens zu fördern, nicht eine Kultur des Todes. Dabei geht es darum, werdenden Müttern und älteren Menschen Mut zu machen, sich für das Leben zu entscheiden. Ich erwähne bewusst auch die älteren Menschen, da ich es sehr schlimm finde, wie viele Menschen im Alter sich das Leben nehmen, da sie sich unnütz vorkommen. Diese Kultur des Todes ist zu durchbrechen. Jeder Mensch hat seinen Wert. Dabei ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft die Menschen, die vor solch wichtigen Entscheiden stehen, nicht alleine lassen. Wir müssen uns fragen, wo wir als Gesellschaft versagen, wenn so viele werdende Mütter sich gegen ihr Kind entscheiden. In der Schweiz ist es beispielsweise nicht einfach, ein Kind alleine aufzuziehen. Es geht hierbei nicht nur um die finanziellen Mittel, sondern auch um den sozialen Rückhalt. Es ist unsere Aufgabe als Katholiken, Menschen in schwierigen Momenten zu unterstützen, damit sich diese für das Leben entscheiden und später mit diesem Entscheid nicht alleine gelassen, sondern von uns getragen werden. Dies von Alt bis Jung, von der werdenden Mutter bis zum Senioren.

Mit Freude werde ich dieses Jahr das erste Mal am Marsch für s’Läbe teilnehmen. Der Marsch für s’Läbe darf aber kein einmaliges Ereignis bleiben. Dieser Marsch für das Leben findet nicht nur einmal im Jahr statt, sondern muss jeden Tag stattfinden. Überall, wo wir etwas dazu beitragen können, den Menschen aufzuzeigen, dass ihr Leben wertvoll ist, findet ein Marsch für das Leben statt. Seien wir daher auch im Alltag eine Stütze für unsere Mitmenschen, damit das Leben das höchste Gut bleibt. DR

INTERVIEW MIT ERZBISCHOF CARLO MARIA VIGANO

Die Civitas-Bewegung hatte SER-Erzbischof Carlo Maria Viganò, den ehemaligen Apostolischen Nuntius in den Vereinigten Staaten, zu ihrer Sommerschule 2022 in der Nähe von Dieppe eingeladen. Erzbischof Viganò, der am Sonntag, dem 14. August, in Italien festgenommen wurde, hielt einen Fernvortrag, indem er in Echtzeit drei Fragen aus dem Publikum beantwortete und ihm seinen Segen gab. Der Vertreter von Paix liturgique, der an dieser Konferenz teilnahm, übermittelte Erzbischof Viganò über den Generalsekretär von Civitas die folgenden Fragen, auf die er freundlicherweise antwortete. Wir danken dem Civitas-Generalstab herzlich für seine unschätzbare Unterstützung bei der Durchführung dieses Interviews und der Übersetzung der Antworten von Erzbischof Viganò.

Liturgischer Friede – Monsignore – warum brennt die liturgische Frage seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil so sehr?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Die liturgische Frage ist von großer Bedeutung, weil das heilige Handeln die Lehre, die Moral, die Spiritualität und die Disziplin des kirchlichen Leibes, der sie ausführt, zusammenfasst. So wie die katholische Messe der vollkommene und kohärente Ausdruck des katholischen Lehramtes ist, so ist die reformierte Liturgie der Ausdruck konzilialer Abweichungen, in der Tat offenbart und bestätigt sie ohne die Missverständnisse und Wortwahl der Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils ihr heterodoxes Wesen. Wir könnten sagen, um eine Ähnlichkeit zu verwenden, dass in den Adern der tridentinischen Messe das gesunde Blut des Evangeliums fließt, während in dem des neuen Ritus das Blut fließt, das mit Häresie und dem Geist der Welt infiziert ist.

Liturgischer Friede – Hat Papst Franziskus, der kein großes Interesse an der Liturgie hat, nicht das Verdienst, das eigentliche Problem anzusprechen, indem er sagt, dass die beiden liturgischen Formen, die alte und die neue, zwei Ekklesiologien entsprechen?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Das ist genau das, was ich gerade gesagt habe und was die Kardinäle Ottaviani und Bacci vor mir in ihrer kurzen kritischen Untersuchung, Erzbischof Lefebvre in seinen vielen Redebeiträgen und andere Bischöfe und Liturgiker angeprangert haben. Was als „zwei liturgische Formen“ desselben Ritus bezeichnet wurde, sind in Wirklichkeit zwei Riten, einer vollständig katholisch und der andere, der katholische Wahrheiten zum Schweigen bringt und Fehler protestantischen und modernistischen Ursprungs andeutet. Darin hat Bergoglio vollkommen Recht: Diejenigen, die das Zweite Vatikanische Konzil und seine ketzerischen Entwicklungen annehmen, können diese Irrtümer nicht finden, die in der traditionellen Liturgie zum Ausdruck kommen, die dank ihrer Klarheit im Glaubensbekenntnis eine Verurteilung und Negation der Männer [des Geistes] darstellt, die den Novus Ordo konzipiert haben.

Liturgischer Friede – Die Dokumente der Offensive gegen den traditionellen Ritus folgen einander seit einem Jahr mit Traditionis custodes, Responsa des CCD, dem Apostolischen Schreiben Desiderio desideravi; Können wir davon ausgehen, dass der Versuch gescheitert ist und dass die alte Liturgie nicht sterben wird?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Die erste Täuschung, in die wir nicht verfallen dürfen, ist der subversive Gebrauch von Regierungs- und Lehreakten. In diesem Fall haben wir Dokumente, die nicht veröffentlicht wurden, um die Brüder im Glauben zu bestätigen, sondern um sie davon zu distanzieren, in klarem Widerspruch zum Motu Proprio Summorum Pontificum von Benedikt XVI., der im Gegenteil alle Rechte an der tridentinischen Liturgie anerkannt hatte. Zweitens öffnen die Unmäßigkeiten eines autoritären Tyrannen, der vom Hass auf die Kirche Christi verzehrt wird, selbst den gemäßigtesten die Augen und zeigen ihnen, dass jeder konziliare Betrug auf der Abneigung gegen die Wahrheiten beruht, die in der tridentinischen Messe zum Ausdruck gebracht wurden, während in der offiziellen Erzählung die liturgische Reform nur darauf abzielte, sie den Gläubigen zugänglicher zu machen, indem sie übersetzt wurden.

Liturgischer Frieden – Die Art und Weise, wie die motu proprio Traditionis custodes angewendet wird, ist von Land zu Land und von Bischof zu Bischof sehr unterschiedlich. Einige stimmten dem Dokument des Papstes zu, änderten aber tatsächlich nichts. Gibt es nicht gerade in Italien das Gefühl, dass derjenige, der Franziskus nachfolgt, diese repressive Linie nicht halten kann?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Die Kirche ist keine Gesellschaft, die von einem absoluten Monarchen regiert wird, befreit von jeder höheren Autorität, die ihren Untertanen ihre Launen aufzwingen kann. Das Haupt der Kirche ist Christus, und Christus ist der einzig wahre König und Herr, dessen Vikar der römische Papst ist, so wie er der Nachfolger des Apostelfürsten ist. Die potestas vicaria Christi zu missbrauchen und sich außerhalb der Nachfolge zu stellen, indem man heterodoxe Lehren vorschlägt oder Normen auferlegt, die sich auf sie beziehen, lässt diese intrinsische Verbindung mit Christus, dem Haupt, und mit dem mystischen Leib der Kirche verschwinden. In der Tat genießt die Stellvertretermacht des Papstes alle Vorrechte der absoluten, unmittelbaren und direkten Autorität über die Kirche nur in dem Maße, in dem sie ihrem Hauptzweck, dem salus animarum, im Gefolge der Tradition und in der Treue zu unserem Herrn entspricht. Darüber hinaus genießt der Papst bei der Ausübung dieser Autorität besondere Staatsgnaden immer innerhalb der sehr spezifischen Grenzen dieses Ziels, während sie keine Wirkung haben, wenn er gegen Christus und gegen die Kirche handelt. Deshalb sind Bergoglios wütende Versuche, so gewalttätig und zerstörerisch sie auch sind, dazu bestimmt, unaufhaltsam zu brechen und werden sicherlich für null und nichtig erklärt werden.

Liturgischer Frieden – Was raten Sie den verzweifelten Laien, in dieser Situation zu tun?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Die Laien sind lebendige Glieder des mystischen Leibes, und als solche haben sie das Recht des Eingeborenen, zu verlangen, dass seine sichtbare Autorität in Übereinstimmung mit dem Auftrag, den sie von Christus erhalten hat, handelt und Gesetze erlässt. Wenn diese Autorität mit Erlaubnis der Vorsehung gegen den Willen Christi handelt und Gesetze erlässt, müssen die Gläubigen zuerst verstehen, dass diese Prüfung ein Mittel ist, das von der Vorsehung zugelassen wurde, um ihre Augen nach Jahrzehnten der Abweichungen und Heucheleien zu öffnen, von denen sie hinweggefegt wurden, an die sich viele in gutem Glauben gerade im Gehorsam gegenüber der Hierarchie gehalten haben. Ignorieren des Betrugs, der gegen sie begangen wurde. Wenn sie das verstehen, werden sie den Schatz entdecken, dessen sie von denen beraubt wurden, die ihn hätten behalten und an zukünftige Generationen weitergeben sollen, anstatt ihn nach der Abwertung zu verstecken und durch schlechte Fälschungen zu ersetzen. Zu dieser Zeit werden sie die Majestät Gottes anflehen, die Zeit der Prüfung zu verkürzen und der Kirche einen Höchsten Hirten zu gewähren, der Christus gehorsam ist, der Ihm gehört, der Ihn liebt und der Ihn vollkommen anbetet.

Liturgischer Frieden – Diözesanpriester scheinen das Ziel zu sein und scheinen die Hauptopfer der römischen Maßnahmen gegen die traditionelle Liturgie zu sein: Welchen Rat würden Sie ihnen geben?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – In den Jahrzehnten vor dem Konzil waren sich die Gipfel der Hierarchie der Kirche der wachsenden Bedrohung bewusst, die von der Aufruhrarbeit modernistischer Infiltratoren ausging. Aus diesem Grund musste Pius XII. die Macht zentralisieren, aber seine Entscheidung – übrigens verständlich – hatte zur Folge, dass dem Klerus eingeflößt wurde, dass Autorität in der Kirche ohnehin unbestreitbar ist, während die Lehre uns lehrt, dass die unkritische Annahme einer Ordnung kein wahrer Gehorsam, sondern eine Form des Servilismus ist. Mit diesem Geist, den Bischöfe und Priester zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils teilten, instrumentalisierten diejenigen, die den Staatsstreich anführten, diesen Gehorsam, um das durchzusetzen, was bis dahin nie vorstellbar gewesen wäre. Gleichzeitig taten die Indoktrinationsarbeit der nachkonziliaren Periode und die rücksichtslose Säuberung der wenigen Dissidenten ihr Übriges. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Bericht über die Schrecken der „alten Messe“ zur einzigen offiziellen Version, die in Seminaren und päpstlichen Universitäten gelehrt wurde.

Die gegenwärtige Situation erlaubt es uns, die Ereignisse der nachkonziliaren Periode mit größerer Objektivität zu betrachten, zumal die Ergebnisse des „konziliaren Frühlings“ für alle sichtbar sind, von der Krise der weltlichen und religiösen Berufungen bis zum Zusammenbruch des Sakramentenbesuchs durch die Gläubigen. Die Liberalisierung der alten Messe durch Benedikt XVI. hat viele Priester, die sich dessen überhaupt nicht bewusst waren, die unschätzbaren Schätze der wahren Liturgie entdecken lassen und die in dieser Messe die aufopfernde Dimension ihres Priestertums wiederentdeckt haben, die den Zelebranten Christus verändern lässt und ihn innig verwandelt. Diejenigen, die dieses „Wunder“ der Gnade erlebt haben, sind nicht mehr bereit, darauf zu verzichten. Deshalb lade ich alle meine Mitbrüder ein, die Messe des heiligen Pius V. zu feiern und Christus, den Priester und das Opfer, in ihrer priesterlichen Seele handeln zu lassen und ihrem Dienst eine solide übernatürliche Bedeutung zu geben.

Mein Rat an diese Priester ist, Widerstand zu leisten und angesichts einer Reihe von Missbräuchen, die zu lange gedauert haben, standhaft zu bleiben. Dies würde ihnen helfen zu verstehen, dass es nicht möglich ist, die apostolische Messe mit der von Bugnini erfundenen gleichzusetzen, denn in der ersten wird die Wahrheit unmissverständlich bekräftigt, um Gott die Ehre zu geben und Seelen zu retten, während in der zweiten die Wahrheit betrügerisch mundtot gemacht, zum Schweigen gebracht und oft verweigert wird, um dem Geist der Welt zu gefallen und Seelen in Irrtum und Sünde zu hinterlassen. Wenn wir das verstehen, ist es nicht einmal eine Frage der Wahl zwischen den beiden Riten, denn Vernunft und Glaube, die von der Liebe beseelt sind, zeigen uns, welcher von ihnen dem Willen Gottes entspricht und welcher weit davon entfernt ist. Eine Seele, die in den Herrn verliebt ist, toleriert keine Kompromisse und ist bereit, sein Leben zu geben, um dem göttlichen Bräutigam treu zu bleiben.

Liturgischer Friede – Einige denken, dass es notwendig sein wird, diese Krise zu nutzen, um den zukünftigen Papst nicht um die Rückkehr nach Summorum Pontificum, sondern um volle Freiheit für die traditionelle Liturgie zu bitten? Ist das möglich?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Die traditionelle Liturgie genießt bereits de jure volle Freiheit und Rechte, kraft ihrer ehrwürdigen Antike, der Bull Quo primum des heiligen Pius V. und der Ratifizierung durch die kirchliche Körperschaft seit zweitausend Jahren. Die Tatsache, dass diese Freiheit nicht ausgeübt wird, verdanken wir der „Umsicht“ der Diener Gottes, die sich als unkritisch und gehorsam gegenüber jeder Entscheidung der Autorität der Kirche erwiesen haben, indem sie aus Unterwürfigkeit sündigen, anstatt Gott zu gehorchen, der der Ursprung und das endgültige Ende dieser Autorität ist. Die volle Freiheit für die traditionelle Liturgie wird sicherlich auch de facto wiederhergestellt werden, aber mit dieser Wiederherstellung wird es notwendigerweise notwendig sein, den neuen Ritus abzuschaffen, der sich als Ursprung der doktrinären, moralischen und liturgischen Auflösung des Volkes Gottes erwiesen hat. Es wird die Zeit kommen, in der die Missverständnisse und Irrtümer des Rates und mit ihnen ihr kultischer Ausdruck verurteilt werden.

Liturgischer Friede – Was ist Ihrer Meinung nach der Hauptmangel der neuen Messe?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Ich glaube, dass es drei kritische Aspekte gibt, die erwähnt werden sollten, die auf ein einziges Problem des Verständnisses der katholischen Liturgie hinauslaufen.

Der erste Fehler des neuen Ritus besteht darin, dass er mit der zynischen Kälte eines Bürokraten geschrieben wurde, während die Liturgie ein harmonischer Korpus ist, der sich im Laufe der Jahrhunderte organisch entwickelt hat und sein Immunsystem sozusagen an die Bekämpfung von Viren jeden Alters anpasst. Zu glauben, dass wir „die ursprüngliche Einfachheit“ eines erwachsenen Körpers wiederherstellen können, ihn zwingen können, in die Kindheit zurückzukehren, ist eine unnatürliche Operation, die die böswillige Absicht derer offenbart, die diesen Weg nur zu dem Zweck gegangen sind, die Kirche anfälliger für den Angriff des Feindes zu machen. Und diejenigen, die diesen Betrug ausgebrütet haben, wussten sehr wohl, dass sie ihre Fehler nur weitergeben konnten, indem sie diese Messe beseitigten, die sie von selbst mit jeder Geste, jeder Zeremonie, jedem Wort verurteilt und verleugnet. Es gibt nicht die geringste gute Absicht in denen, die dieses liturgische Monstrum geboren haben, das als Rahmen dienen sollte, von dem aus man den abartigsten und frevelhaftesten Abweichungen freien Lauf lassen kann.

Der zweite Fehler wird durch die Täuschung dargestellt, mit der der Novus Ordo präsentiert und der Kirche aufgezwungen wurde: eine einfache Übersetzung des alten Ritus zu sein. Im Sacrosanctum Concilium genehmigten die Konzilsväter die Übersetzung der Lesungen und didaktischen Teile der Messe in die Volkssprache und schrieben vor, dass der Kanon intakt bleiben sollte, in lateinischer Sprache und mit leiser Stimme (hier). Was das Consilium ad exsequendam für uns vorbereitet hat, ist etwas anderes, ein Ritus, der sklavisch aus Cranmers Book of Common Prayer von 1549 kopiert zu sein scheint und der perfekt auf den ideologischen Rahmen seiner Autoren reagiert.

Der dritte Mangel ist der bewusste Ersatz des Hauptgegenstandes der Anbetung – der Allerheiligsten Dreifaltigkeit – ersetzt durch die mit dem Zelebranten versammelte Versammlung, die zum Dreh- und Angelpunkt geworden ist, um den sich die ganze Liturgie dreht, zum Bezugspunkt des heiligen Handelns. Die Vision des Priesters als „Präsident der Versammlung“, der Verlust der Heiligkeit durch die Improvisation, der Ersatz des Opferaltars durch einen geselligen Tisch sind alles Folgen eines Lehrfehlers, der das Wesen der Messe leugnet, in der das Opfer Christi am Kreuz dem Vater in einer nicht blutigen Form dargebracht wird.

Ein Ritus, der aus Lügen und Betrug geboren wurde, von einem modernistischen Freimaurer konzipiert und gewaltsam durch die Abschaffung eines zweitausend Jahre alten Ritus auferlegt wurde, verdient es nicht einmal, in all seinen kritischen Aspekten analysiert zu werden: Er muss einfach annulliert werden.

Liturgischer Frieden – Warum steht der Papst dem amerikanischen Episkopat so feindlich gegenüber?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Mehr als das amerikanische Episkopat war Bergoglio den Gläubigen der Vereinigten Staaten besonders feindlich gesinnt. Das liegt an der Mentalität dieser Nation, die im Wesentlichen liberal ist, in der aber – gerade wegen des Zusammenlebens unterschiedlicher und heterogener Religionen und Kulturen – auch Konservative und Traditionalisten eine Stimme haben: Tatsächlich stellen sie eine zahlenmäßig wichtige, leidenschaftliche und engagierte Komponente dar. Amerikanische Pfarreien, Bewegungen, traditionelle Gruppen zeigen, wie die tridentinische Liturgie und die integrale katholische Lehre von den Gläubigen wiederentdeckt und geschätzt werden, während die Kirchen, in denen der montenische Ritus gefeiert wird, unaufhaltsam die Gläubigen, Berufungen und – nicht zu unterschätzen – die Finanzierung verlieren.

Die bloße Möglichkeit, dass man „ungestraft“ ohne soziale Stigmatisierung zur tridentinischen Messe gehen kann, ist für Bergoglio unerhört und inakzeptabel, denn der offensichtliche Erfolg der sogenannten „traditionellen Option“ untergräbt jahrzehntelange Proklamationen und Selbstlob seitens der Progressiven. Tausende von gläubigen, jungen Menschen, großen Familien für immer zur Messe versammelt zu sehen und ihre Taufe kohärent zu leben – während auf der anderen Seite die finanziellen und sexuellen Skandale des Klerus und der sogenannten katholischen Politiker die Kirchen leeren und den Konsens in der Zivilgesellschaft verlieren – bildet diese peinliche „Zeugengruppe“, die, im medizinischen Bereich zeigt die Unwirksamkeit einer Therapie gerade deshalb, weil diejenigen, die ihr nicht unterzogen wurden, Gesundheit genießen. So wie die Impfung eines experimentellen Genserums jedem aufgezwungen werden muss, damit nicht gesehen wird, dass Nebenwirkungen und Todesfälle nur die Geimpften betreffen, so darf es im liturgischen Bereich keine Gemeinschaften geben, die das Scheitern dieser Massenimpfung der Moderne manifestieren, die das Zweite Vatikanische Konzil war.

Die Aufnahme und Verfügbarkeit einiger amerikanischer Bischöfe gegenüber der traditionellen Gemeinschaft und ihre Intervention für die Kohärenz der in der Politik engagierten Katholiken provozierten Bergoglios Wut und führten ihn zu impulsivem Verhalten und maßlosen Reaktionen, die seine Bösgläubigkeit und die völlige Falschheit seiner Aufrufe zur Parrhesia offenbarten. , Barmherzigkeit, Inklusivität. Auf der anderen Seite scheint es mir nach Jahrzehnten ökumenischer Aufrufe, „das zu suchen, was verbindet, nicht das, was trennt“, und „Brücken und keine Mauern zu bauen“, die Anschuldigungen des neuen Kardinals Roche – vom Purpurnen Kardinal für seine Treue zum Satrapen belohnt – mit denen er kürzlich traditionelle Katholiken „Protestanten“ nannte, sind bezeichnend für eine grundlegende Heuchelei, denn während Protestanten offene Kirchen sind und die Communicatio in sacris in Gegenwart von Prälaten und Kardinälen gewährt wird, werden traditionelle Katholiken von Modernisten als vitandi exkommuniziert behandelt. Es scheint mir klar zu sein, dass die Bewertung der intellektuellen Unehrlichkeit der Befürworter der jüngsten Einschränkungen in liturgischen Angelegenheiten – aller Abgesandten Bergoglios – unaufhaltsam negativ ist, nur unter Berücksichtigung des menschlichen Aspekts sozusagen: Sie sind keine aufrichtigen Menschen und auch nicht bereit, die Gründe des Gesprächspartners zu verstehen. Sie zeigen einen rücksichtslosen Autoritarismus, einen pharisäischen Formalismus, eine Neigung zur Simulation und Lügen, die nicht die Voraussetzung für eine gerechte Lösung sein können.

Liturgischer Frieden – Washington, Chicago, Arlington, Savannah: Warum haben die Bischöfe dieser vier Diözesen der traditionellen Messe den Krieg erklärt?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Diese Diözesen – sicherlich die von Washington und Chicago, ganz zu schweigen von denen von San Diego und Newark – werden von Bischöfen regiert, die Teil von Bergoglios magischem Kreis und McCarricks Lavendelmafia sind. Die Wertschätzung, die sie von Bergoglio genießen, der sie fördert und ihre Erklärungen und ihr katastrophales Regierungshandeln ratifiziert, ist eine bedeutende Zusammenfassung ihrer Beziehungen der gegenseitigen Komplizenschaft, ihrer Aktion der Verschleierung von Skandalen, ihrer Beziehungen zum tiefen Staat und zur Demokratischen Partei.

Liturgischer Frieden – Hinter all diesen scheinbar unzusammenhängenden Entscheidungen (Pachamama, Krieg gegen Spitzen und traditionelle Liturgie, Rückzug in moralischen Fragen usw.) sehen Sie die Umsetzung einer präzisen und kohärenten Strategie oder eines Plans?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Es ist offensichtlich, dass diese Aktion des totalen Krieges gegen traditionelle Katholiken Strategie und Taktik beinhaltet und dass sie auf einen Plan reagiert, der seit Jahrzehnten ausgeheckt wurde, um die Kirche Christi zu zerstören und sie durch ihre ökumenische, globalistische und abtrünnige Fälschung zu ersetzen. Es wäre töricht zu glauben, dass sie ziellos und ohne sich zu organisieren handeln. Sogar Bergoglios Wahl zum Konklave 2013 war geplant: Vergessen wir nicht die E-Mails zwischen John Podesta und Hillary Clinton über die Notwendigkeit, einen „Frühling der Kirche“ zu fördern, in dem ein progressiver Papst seine Lehre und Moral ändert, indem er sie der Ideologie der Neuen Weltordnung versklavt. Ein Vorgehen gegen Benedikt XVI., um ihn zum Rücktritt zu zwingen, war geplant. Die subversive Arbeit der Innovatoren im Rat war geplant. Die Aktion der Bergoglio treuen Progressiven in den Synoden, in den Treffen der Dikasterien der Kurie, in den Konsistorien ist geplant. Auf der anderen Seite verbirgt sich hinter den Feinden Christi und der Kirche immer Satan, mit seinen Verschwörungen, seinen Täuschungen, seinen Lügen.

Liturgischer Friede – Wie sehen Sie die Zukunft der Kirche?

Bischof Carlo Maria VIGANÒ – Ich glaube, dass die Kirche kurzfristig mit den Katastrophen konfrontiert sein wird, die Bergoglio und seine korrupte Clique verursacht haben. Der Schaden dieses »Pontifikats« ist unkalkulierbar und wird heute sogar von einfachen Menschen anerkannt, in denen der Sensus fidei die absolute Unvereinbarkeit der gegenwärtigen Hierarchie mit dem kirchlichen Leib hervorhebt. Die Fremdheit, die wir im zivilen Bereich zwischen der politischen Klasse und den Bürgern sehen, spiegelt sich in der immer tieferen zwischen der kirchlichen Autorität und den Gläubigen wider.

Auf lange Sicht glaube ich jedoch, daß die Kirche gerade in dieser tiefen Glaubenskrise einen Ansporn finden wird, sich selbst zu erneuern und zu reinigen und jene an sich liberale Haltung endgültig aufzugeben, die bisher Gott und den Mammon, Christus und Belial, den heiligen Pius V. und Bergoglio vereint hat. Wir haben das verzerrte und erschreckende Gesicht des Feindes gesehen, der in der Lage war, das Allerheiligste zu infiltrieren, indem er die Kompromissbereitschaft, die Mittelmäßigkeit der Kleriker, den menschlichen Respekt und die Feigheit der Hierarchie ausnutzte. Wir haben die Heiligkeit und Demut so vieler guter Priester, Ordensleute und Gläubiger vor Augen, die aus ihrem Schlaf aufwachen und den anhaltenden historischen Kampf verstehen. Gleichzeitig sehen wir die Korruption, Unehrlichkeit, Unmoral und Rebellion gegen Gott derer, die sich als die wahren Hüter der Autorität Christi präsentieren, während sie sie böswillig an sich reißen und mit Gewalt ausüben. Sogar ein Kind versteht, auf welche Seite es sich stellen muss, wem es zuhören und von wem es sich entfernen muss. Deshalb sind die Worte unseres Herrn heute gültiger denn je: Wenn ihr euch nicht bekehrt und wie Kinder werdet, werdet ihr nicht in das Himmelreich eintreten (Mt 18,3).

Quelle: paixliturgique.com

Im Gespräch mit….: Marsch fürs Läbe

ZUM 12TEN MAL FINDET DER «MARSCH FÜRS LÄBE SCHWEIZ» STATT. WELCHES MOTTO UND WELCHE POLITISCHEN ZIELE MAN IN DIESEM JAHR AUF DEM PODIUM BESPRECHEN MÖCHTE, WIRD UNS FRAU BEATRICE GALL, MEDIENVERANTWORTLICHE DER ORGANISTATION «MARSCH FÜRS LÄBE», BEANTWORTEN.

Kirche im Herbst vom 12.09.2022

Wir bereiten Sie, auf dem Rosenkranzmonat Oktober, vor.

Theologiestunde vom 12.09.2022

Heute können Sie den 16. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören.

“Sofort zur Beichte.”

Bist du, mein Kind, zu Fall gekommen, dann sofort zur Beichte und zur geistlichen Aussprache: Zeige deine Wunde! Vielleicht ist ein chirurgischer Eingriff nötig, der weh tut – aber nur so kann man sie heilen und die Gefahr einer Infektion beseitigen. (Im Feuer der Schmiede 192)

Die Aufrichtigkeit ist für den Fortschritt auf dem Weg zum Einssein mit Gott unentbehrlich.

Wenn du in deinem Herzen einen Stein mit dir herumschleppst, mein Kind: weg damit! Tu, was ich dir immer geraten habe: Sag zuerst das, wovon du nicht möchtest, daß es bekannt wird. Wie erleichtert ist man dann, wenn einem in der Beichte dieser Stein vom Herzen genommen wurde! (Im Feuer der Schmiede 193)

Gott sei Dank! sagtest du, nachdem du gebeichtet hattest. Und du dachtest: Es ist, als ob man neu geboren wäre.

Dann fuhrst du fort mit Ruhe und Gelassenheit: „Domine, quid me vis facere?“ – Herr, was willst Du, daß ich tue?

Selbst gabst du dir die Antwort: Mit Deiner Gnade werde ich, allem und allen zum Trotz, Deinen heiligsten Willen erfüllen: „Serviam!“ – ich will Dir rückhaltlos dienen. (Im Feuer der Schmiede 238)

Die wahrhaft demütige Seele läßt beim Anblick der eigenen Fehler den Mut nicht sinken.

Echte Demut drängt nur zu einem: um Vergebung zu bitten! (Im Feuer der Schmiede 189)

Wenn ich ein Aussätziger wäre, so würde meine Mutter mich dennoch umarmen und küssen, ohne Angst, ohne Sorge…

Und die Muttergottes? – Gewahren wir unseren Aussatz, sehen wir uns von Geschwüren bedeckt, dann rufen wir zu ihr: Mutter! Und ihre schützende Fürsorge ist wie ein Kuß, der uns Heilung bringt. (Im Feuer der Schmiede 190)

Quelle: opusdei.org/de-ch

DIE PAPSTWAHL IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN ZENTRUM UND PERIPHERIE. EIN VORSCHLAG

von Walter Brandmüller

In einer Kirche, die, soweit sie katholisch ist, die ganze Welt umfasst, wird die Spannung zwischen dem römischen Zentrum und der geographischen Peripherie in besonderer Weise aktiviert, wenn ein Papst gewählt werden soll. Denn als Nachfolger Petri ist der Papst zugleich Bischof von Rom und oberster Hirte der Weltkirche.

Nachdem mit Papst Nikolaus II. im Jahr 1059 die Papstwahl den römischen Kardinälen vorbehalten war, wurde der Kardinals- und damit der Kurfürstenrang häufig auch Äbten und Bischöfen wichtiger europäischer Bischofssitze verliehen. Diese Situation blieb auch nach der großen missionarischen Expansion in die Neue Welt, die im 15. Jahrhundert begann, bestehen, bis Pius IX. und Leo XIII. den Kardinalspurpur 1875 an Erzbischof John McCloskey von New York bzw. 1905 an Erzbischof Joaquim Arcoverde de Albuquerque Cavalcanti von Rio de Janeiro verliehen.

Diese beiden Ernennungen leiteten einen Prozess ein, der zu einer deutlichen Erhöhung der Zahl der Kardinäle führte, die zuvor von Sixtus V. auf 70 festgesetzt worden war. Sie markierten den Beginn der Internationalisierung des geistlichen Kollegiums, das sich mit Papst Franziskus noch weiter an die Peripherie der Kirche angenähert hat, bis zu dem Punkt, an dem es nun dreißig Kardinäle aus Asien und Ozeanien umfasst. Andererseits sind die Inhaber der traditionellen europäischen Kardinalsitze wie Mailand, Turin, Venedig, Neapel, Palermo und Paris ohne Purpur geblieben. Es wäre – auch aus ekklesiologischen Gründen – sinnvoll, die Beweggründe und Absichten des sich hier abzeichnenden antieuropäischen Manövers zu untersuchen.

Die Zahl der im Konklave stimmberechtigten Kardinäle wurde von Johannes Paul II. auf 120 erhöht. Diese Erhöhung hatte und hat zum Ziel, die geographische Ausdehnung der Kirche auch durch die Anzahl und die Herkunftsländer der Kardinalwahlen zum Ausdruck zu bringen. Eine Auswirkung ist jedoch, dass die 120 Wahlmänner, soweit sie aus der Peripherie kommen, in den dem Konklave vorangehenden Konsistorien oft zum ersten Mal zusammentreffen und daher wenig oder nichts über das Kardinalskollegium und damit über die Kandidaten wissen, so dass eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Stimmabgabe im Konklave fehlt.

Hinzu kommt die offensichtliche Spannung zwischen dem römischen Zentrum, d.h. der päpstlichen Kurie, und den Ortskirchen, die, manchmal auf recht emotionale Weise ausgelebt, einen gewissen Einfluss auf die Abstimmung hat.

Diese Beobachtungen werfen eine Reihe von Fragen in Bezug auf die Konzeption und die Struktur des Kardinalskollegiums auf, die auch die Wahlmänner und die für das Papstamt in Frage kommenden Personen betreffen. Ich werde nun versuchen, mit einem Blick in die Geschichte einige Antworten auf diese Fragen zu geben.

I

Das Kardinalskollegium hat seinen Ursprung im Klerus der Stadt Rom, der sich aus den Bischöfen der angrenzenden suburbikarischen Diözesen, den Priestern der römischen „titulus“ und den Diakonen der städtischen Diakonate zusammensetzte. Es war Papst Nikolaus II., der nach den Turbulenzen des „saeculum obscurum“ mit seiner Bulle „In nomine Domini“ von 1059 zum ersten Mal rechtliche Normen für die Wahl des Pontifex aufstellte. Nach diesen Bestimmungen wählten die Kardinalbischöfe nach Anhörung der Kardinalpresbyter und Kardinaldiakone den Papst, woraufhin der übrige Klerus zusammen mit dem Volk durch Akklamation zustimmte.

Dass das päpstliche Amt mit dem Bischofssitz von Rom verbunden ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass der erste der Apostel das Martyrium erlitt und in dieser Stadt begraben wurde. Aber dass Petrus in Rom wirkte, dort den Märtyrertod erlitt und dort begraben wurde, ist kein Zufall. Das gläubige Auge sieht hierin die Hand der göttlichen Vorsehung. Auf jeden Fall kommt dem Martyrium und der Bestattung des Petrus in Rom eine wesentliche theologische Bedeutung zu. Davon war schon der Bischof und Märtyrer Ignatius von Antiochien zwischen dem ersten und zweiten Jahrhundert überzeugt, und er schrieb in seinem viel diskutierten und umstrittenen Brief an die Kirche von Rom, dass diese der „agápe“ vorstehe, ein Wort, das korrekt mit „Kirche“ zu übersetzen ist, wie die Verwendung desselben Wortes in den anderen Briefen des Ignatius zeigt, wenn er zum Beispiel schreibt: „Die ‚agápe‘ von …“, gefolgt vom Namen der Stadt, „grüßt euch“. Hier wird „agápe“ jedoch ohne den Namen der Stadt geschrieben, wodurch die Kirche im Allgemeinen definiert wird, der die Gemeinschaft von Rom vorsteht.

In ähnlicher Weise schrieb der heilige Irenäus von Lyon um 200 der Kirche von Rom, da sie von Petrus und Paulus gegründet wurde, eine potentior principalitas“ zu, was eine starke Vormachtstellung bedeutet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verbindung zwischen dem Petrusamt und der Stadt des Grabes der Apostel – nicht als Hauptstadt des Reiches – eine ursprüngliche Überzeugung der Kirche ist, die bis zum 16.

Das Kardinalskollegium hat also seine Wurzeln im Klerus der Stadt Rom und wählt daher seit Nikolaus II. den Bischof von Rom, der gleichzeitig auch oberster Hirte der Gesamtkirche ist.

Bislang haben die Päpste immer versucht, diesen historischen Anforderungen gerecht zu werden, indem sie den neuen Kardinälen aus verschiedenen Kontinenten eine römische Titularkirche zuwiesen und sie so in den Klerus der Stadt Rom inkardinierten. Auf diese Weise werden die wichtigen Bischofssitze der Welt stärker an das Zentrum gebunden. Ein solches Ziel erfordert jedoch keineswegs diese rituelle Fiktion, da die Verleihung des Palliums durch den Papst an die Inhaber der Metropolitansitze in der ganzen Welt bereits ausreicht, um die Verbundenheit mit Rom und die Einheit der Weltkirche zum Ausdruck zu bringen.

II.

Es geht also darum, die beiden Aspekte des Petrusamtes, den der Ortskirche und den der Universalkirche, auch in der Art und Weise, wie die Papstwahl erfolgt, wohlüberlegt in Einklang zu bringen. Ein Ansatzpunkt für Überlegungen in diesem Sinne könnte die Überlegung sein, dass Wahlrecht und Wählbarkeit bzw. aktives und passives Wahlrecht nicht unbedingt zusammengehören.

Nach den derzeit geltenden Regeln verlieren die Kardinäle mit 80 Jahren ihr aktives Wahlrecht, aber seltsamerweise nicht das passive. Außerdem ist es bis heute fast nie vorgekommen, dass jemand, der kein Kardinal ist, zum Papst gewählt wurde. Das letzte Mal geschah dies 1378 mit der Wahl des Erzbischofs von Bari, Bartolomeo Prignano, der den Namen Urban VI. wählte.

Es stellt sich also die Frage, wie die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie in der Art und Weise der Papstwahl eine angemessene Lösung finden könnte.

Zunächst einmal ist daran zu erinnern, dass der Papst nicht „auch“ Bischof von Rom ist, sondern umgekehrt: Der Bischof von Rom ist auch Papst. Wenn er gewählt wird, wird also der Nachfolger Petri auf den römischen Stuhl gewählt. Und das bedeutet, dass die Wahl ursprünglich dem Klerus und dem Volk von Rom gehört.

III.

Die Wahl des Papstes betrifft aber auch die ganze Kirche. Und es ist offensichtlich, dass vor und nach einem Konklave im Allgemeinen mehr an den universalen Charakter des Petrusamtes gedacht wird als an die Bedürfnisse und Interessen der römischen Ortskirche. Daraus folgt, dass die Päpste ihre Pflichten als Bischöfe von Rom fast als zweitrangig betrachten und einen Kardinalvikar, d. h. den Titular der Lateranbasilika – der Kathedrale des Papstes – mit der Wahrnehmung ihrer bischöflichen Aufgaben beauftragen.

Um dem universalen Aspekt des Petrusamtes in besonderer Weise Rechnung zu tragen, ist vorgeschlagen worden, den Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen das Stimmrecht im Konklave zu gewähren. Es muß jedoch nachdrücklich darauf hingewiesen werden, daß die Bischofskonferenzen in keiner Weise ein strukturelles Element der Kirche darstellen und daß eine solche Lösung den Anforderungen, die sich aus der Verbindung zwischen dem Stuhl Petri und der Stadt Rom ergeben, nicht gerecht würde. Die Lösung des Problems darf daher nicht in einer wie auch immer gearteten Ausweitung des Wahlrechts im Konklave gesucht werden.

Sie könnte stattdessen in der bereits erwähnten Entkopplung von aktivem und passivem Wahlrecht liegen, wodurch das Wahlrecht praktisch einem sehr gestrafften und wahrhaft römischen Kardinalskollegium vorbehalten bliebe und gleichzeitig der Kreis der Wahlberechtigten auf die Gesamtkirche ausgeweitet würde. Ein weiterer Vorteil dieser Methode wäre, dass ein Papst die Wahl seines Nachfolgers nicht mehr so leicht beeinflussen könnte, indem er gezielt Kardinäle einsetzt.

Natürlich sollte der Kreis der in Frage kommenden Kandidaten nicht das gesamte bischöfliche Gremium umfassen. Es wäre notwendig, objektive, institutionelle Kriterien für die Wählbarkeit zu formulieren, um den Kreis der Papabili sinnvoll zu begrenzen. Eines dieser Kriterien sollte sein, dass der Kandidat ausnahmslos mindestens fünf Jahre in einer leitenden Position in der Kurie von Rom tätig gewesen sein muss. Dies würde den Wählern eine vorherige Kenntnis der Kandidaten durch persönliche Beziehungen und den Kandidaten eine direkte Erfahrung mit den Strukturen, Verfahren und Problemen der römischen Kurie garantieren. Dies würde den Kreis der Kandidaten begrenzen und gleichzeitig den universellen Aspekt des petrinischen Primats berücksichtigen. Die Notwendigkeit von mehr als nur oberflächlichen Kenntnissen und Erfahrungen mit der römischen Kurie wird deutlich, wenn man die Aufgaben der Kardinäle betrachtet, die in den Kanones 349, 353 und 356 des Codex des kanonischen Rechts aufgeführt sind, und zwar in Bezug auf den Beistand, den sie dem Papst allein oder im Konsistorium durch Wort und Tat leisten.

Was die Zahl der Wahlmänner anbelangt, so wäre es nicht schwierig, diese zu verringern, da sie nicht mehr eine breite Vertretung der Gesamtkirche sein müssten, was bereits durch die Bestimmung über die Wählbaren gewährleistet wäre. Die Zahl der Wahlmänner könnte bequem unter die von Sixtus V. festgelegte Zahl von 70 gesenkt werden.

In der Tat ist es nur allzu offensichtlich, dass die derzeitige Zahl von 120 Kardinalwahlmännern, von denen viele, wenn nicht sogar die Mehrheit, keine Erfahrung mit Rom haben, verschiedene Probleme aufwirft. Für ein Kollegium, in dem bevorzugt Kardinäle aus den Vorstehern der peripheren Diözesen gewählt werden, ist es praktisch unmöglich, die oben genannten Aufgaben angemessen zu erfüllen, selbst unter den Bedingungen, die die modernen Kommunikationstechnologien erlauben.

Es muss auch berücksichtigt werden, dass es unter bestimmten Umständen für einige Wähler schwierig oder sogar unmöglich sein kann, nach Rom zu reisen. Ähnliche Schwierigkeiten, wie sie die Teilnahme von Bischöfen aus kommunistischen Ländern am Zweiten Vatikanischen Konzil behinderten, könnten auch die Teilnahme von Kardinälen an einem künftigen Konklave erschweren. Andere Faktoren könnten es den Kardinälen aus der „Peripherie“ sogar unmöglich machen, rechtzeitig in Rom einzutreffen, z.B. Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Tsunamis, Epidemien sowie politische Unruhen oder Kriege. Aus diesen und ähnlichen Gründen könnte eine von einem „unvollständigen“ Kollegium durchgeführte Wahl angesichts der großen Zahl der wahlberechtigten und gleichzeitig zur Teilnahme verpflichteten Kardinäle angefochten werden, was eine ernste Gefahr für die Einheit der Kirche darstellen würde.

Angesichts der Hypothese eines solchen Falles hätte zumindest die Frage eines möglichen „Quorums“ für die Gültigkeit der Wahl aufgeworfen und definiert werden müssen. Wären die Wahlmänner hingegen bereits vorhanden, weil sie Teil eines echten römischen Kollegiums sind, wäre ein solches Szenario nicht zu befürchten.

Kurzum, bei der derzeitigen Zusammensetzung des Kardinalskollegiums, in dem die meisten Wahlmänner geografisch verstreut sind, einander nicht kennen und noch weniger über die tatsächlichen Anforderungen des Petrusamtes Bescheid wissen, fehlt eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Wahl. Mit einer sehr heimtückischen Folge.

In einem solchen Wahlkollegium hängt letztlich alles von den internen und externen Meinungsführern ab, denen es gelingt, den von ihnen gewählten Kandidaten bei den weniger Informierten bekannt zu machen und deren Unterstützung zu mobilisieren. Dies führt zur Bildung von Blöcken, in denen die einzelnen Stimmen wie Blankovollmachten an geschäftstüchtige „Großwähler“ vergeben werden. Diese Verhaltensweisen folgen Normen und Mechanismen, die in der Soziologie untersucht wurden. Wenn stattdessen die Wahl des Papstes, des Nachfolgers des Apostels Petrus, des obersten Hirten der Kirche Gottes, ein religiöses Ereignis ist, für das eigene Regeln gelten sollten.

Dass in diesem Zusammenhang mehr oder weniger üppige Geldströme aus dem reichen Europa in ärmere Gegenden der Welt fließen, so dass sich deren Kardinalswähler im Konklave dem Geber verpflichtet fühlen, ist eine bekannte, wenn auch moralisch verwerfliche Realität. Es mögen solche Überlegungen gewesen sein, die Johannes Paul II. veranlasst haben, die Exkommunikation gegen diese modernen Formen der Simonie aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig erklärte der Papst jedoch, dass eine Wahl, die auf diese Weise stattgefunden hat, weiterhin gültig sei, um die Rechtssicherheit und damit die Einheit der Kirche zu gewährleisten („Universi dominici gregis“, Nr. 78).

*

Die hier angestellten Überlegungen zielen darauf ab, den sakralen Charakter des päpstlichen Amtes, das konstitutiv in der Kirche Jesu Christi verankert ist, die nicht vergessen darf, dass sie „in“ der Welt, aber nicht „von“ der Welt ist, auch in der Art und Weise, wie die Wahl stattfindet, deutlicher hervorzuheben.

Quelle: http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/

Weniger Wähler und mehr Kandidaten. Das Konklave der Träume von Kardinal Brandmüller

(sm) Mit den neuen Kardinälen, die Papst Franziskus „in pectore“ hat, wird sich die Zahl derer, die seinen Nachfolger wählen werden, zwar bald erhöhen, aber nichts an der Qualität des Kardinalskollegiums ändern, das zunehmend zersplittert, geografisch verstreut, mit einander unbekannten Personen besetzt ist und seit Februar 2014 nicht mehr im Konsistorium tagt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Mutmaßungen über das Ergebnis eines künftigen Konklaves auch von Vorschlägen für eine Reform des Systems der Papstwahl begleitet werden.

Der jüngste und vielleicht am besten begründete dieser Vorschläge wird heute auf Settimo Cielo veröffentlicht. Er trägt die Unterschrift von Kardinal Walter Brandmüller, 92, Kirchenhistoriker auf Lebenszeit und von 1998 bis 2009 Präsident der päpstlichen Kommission für historische Wissenschaften.

Brandmüller schlägt vor, dass das Konklave, das zur Wahl des Nachfolgers Petri einberufen wird, seinen historischen Ursprüngen und theologischen Grundlagen besser entspricht. Der Papst ist vor allem Bischof von Rom und sollte daher von einem Kollegium gewählt werden, das nur aus Kardinälen besteht, die wirklich „römisch“ sind. Aber er ist auch der oberste Hirte der Weltkirche, und deshalb sollte der Kreis der Kandidaten auf die Bischöfe der gesamten Kirche erweitert werden.

Weniger Wahlmänner und mehr Wählbare. Dies ist der Vorschlag in seiner kürzesten Zusammenfassung. Ein schlankeres und römischeres Konklave und eine breitere und universellere Liste von Kandidaten.

Allerdings mit der Einschränkung, dass nur diejenigen wählbar sind, die mindestens einige Jahre in Rom gelebt haben und eine wichtige Rolle in der römischen Kurie spielen.

Diese Einschränkung könnte einigen als einschränkend, wenn nicht gar als störend erscheinen. Brandmüller erläutert die Gründe dafür. Auf jeden Fall ist sie gar nicht so weit von der Realität entfernt. Fast alle Päpste des letzten Jahrhunderts hatten eine Funktion in der römischen Kurie inne: Benedikt XV., Pius XI., Pius XII., Johannes XXIII., Paul VI. und Benedikt XVI. Und auch von einigen Papabili, über die heute getuschelt wird: die Kardinäle Luis Antonio Gokim Tagle, Marc Ouellet, Pietro Parolin…

Aber überlassen wir das Wort Kardinal Brandmüller. Viel Spaß beim Lesen!
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Quelle: http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/

Exklusiv. Brandmüller im Konsistorium: Der Papst will den Kardinälen das Maul stopfen

(s.o.) Es handelt sich um einige handschriftliche Zeilen der Bemerkungen, die Kardinal Walter Brandmüller für das Konsistorium vom 29. und 30. August vorbereitet hat, die er nicht vortragen durfte und die auf dieser Seite von Settimo Cielo vollständig veröffentlicht sind.

Beim Konsistorium waren die Kardinäle mit Papst Franziskus versammelt. Es fand hinter verschlossenen Türen statt, vor allem aber war es auf Geheiß des Papstes in Sprachgruppen aufgeteilt, was einen direkten Dialog zwischen allen verhinderte, wie er im Februar 2014, dem letzten von Franziskus einberufenen Konsistorium, stattgefunden hatte, im Hinblick auf die Synode über die Familie und die „vexata quaestio“ der Kommunion für Geschiedene und Wiederverheiratete einberufen hatte, ein Konsistorium, das die vom Papst gewünschte Regelung so offen kritisierte, dass er sich veranlasst sah, von da an alle ähnlich freien und freimütigen Einberufungen von Kardinälen auszuschließen.

Der 93-jährige Deutsche Brandmüller, Kirchenhistoriker auf Lebenszeit und von 1998 bis 2009 Präsident des päpstlichen Komitees für historische Wissenschaften, ist kein Neuling, was Vorschläge zur Rolle der Kardinäle in der katholischen Kirche angeht. Bereits vor weniger als einem Jahr hatte er auf Settimo Cielo eine Reformhypothese für die Papstwahl vorgestellt, die seiner Meinung nach den historischen Ursprüngen und theologischen Grundlagen des Kardinalsamtes besser gerecht wird:

Weniger Wahlmänner und mehr Kandidaten. Das Konklave der Träume von Kardinal Brandmüller

Aber bei diesem Konsistorium zielten die von ihm vorbereiteten Bemerkungen vor allem auf das Verhältnis, das die Kardinäle, die von ihm faktisch zum Schweigen gebracht wurden, an den Papst binden sollte, im Gegensatz zu dem, was geschehen sollte, vor allem zu den Wahrheiten des Glaubens und der Moral.

KEIN VERORDNETES SCHWEIGEN, SONDERN „APERITIO ORIS“

Die Ausführungen von Kardinal Walter Brandmüller zum Konsistorium vom 29. und 30. August 2022

Die Einberufung eines Konsistoriums nach so langer Zeit gibt Anlass, über das Wesen und die Aufgabe des Kardinalats nachzudenken, insbesondere unter den gegenwärtigen Umständen. Es muss auch betont werden, dass die Kardinäle nicht nur Mitglieder des Konklaves für die Wahl des Papstes sind.

Die eigentlichen Aufgaben der Kardinäle, unabhängig von ihrem Alter, sind in den Kanones 349 und folgende des Codex des kanonischen Rechts formuliert. Sie lauten: „Die Kardinäle stehen dem Papst entweder kollegial zur Seite, wenn sie zur Behandlung von Fragen von großer Bedeutung einberufen werden, oder individuell, wenn sie dem Papst durch die verschiedenen Ämter, die sie ausüben, helfen, insbesondere bei der täglichen Sorge um die Gesamtkirche“. Und sie „unterstützen den obersten Hirten der Kirche besonders durch kollegiales Handeln in den Konsistorien“ (can. 353).

In der Antike fand diese Funktion der Kardinäle ihren symbolischen und zeremoniellen Ausdruck in dem Ritus der „aperitio oris“, der Öffnung des Mundes. In der Tat bedeutete es die Pflicht, die eigene Überzeugung, den eigenen Ratschlag offen auszusprechen, vor allem im Konsistorium. Diese Offenheit – Papst Franziskus spricht von „parresía“ – war dem Apostel Paulus besonders wichtig.

Im Moment wird diese Offenheit leider durch ein seltsames Schweigen ersetzt. Die andere Zeremonie des Mundschlusses, die auf die „aperitio oris“ folgte, bezog sich nicht auf die Wahrheiten des Glaubens und der Moral, sondern auf Amtsgeheimnisse.

Heute ist es jedoch notwendig, das Recht und sogar die Pflicht der Kardinäle zu betonen, sich klar und offen zu äußern, gerade wenn es um die Wahrheiten des Glaubens und der Moral, des „bonum commune“ der Kirche geht.

Die Erfahrung der letzten Jahre war eine ganz andere. Bei den Konsistorien – die fast ausschließlich für die Anliegen der Heiligen einberufen wurden – wurden Formulare verteilt, um Redezeit zu beantragen, gefolgt von offensichtlich spontanen Äußerungen zu irgendeinem Thema, und das war’s. Es gab nie eine Debatte, einen Austausch von Argumenten zu einem bestimmten Thema. Offensichtlich ein völlig sinnloses Verfahren.

Ein dem Kardinaldekan unterbreiteter Vorschlag, ein Diskussionsthema im Voraus mitzuteilen, damit Bemerkungen vorbereitet werden können, blieb unbeantwortet. Kurzum, seit mindestens acht Jahren sind die Konsistorien ohne jede Form des Dialogs zu Ende gegangen.

Der Primat des Nachfolgers Petri schließt jedoch keineswegs einen brüderlichen Dialog mit den Kardinälen aus, die „verpflichtet sind, mit dem Papst eifrig zusammenzuarbeiten“ (can. 356). Je schwerwiegender und dringlicher die Probleme der pastoralen Leitung sind, desto notwendiger ist die Beteiligung des Kardinalskollegiums.

Als sich Coelestin V. 1294 der besonderen Umstände seiner Wahl bewusst wurde und auf das Papsttum verzichten wollte, tat er dies nach intensiven Gesprächen und mit der Zustimmung seiner Kurfürsten.

Eine völlig andere Auffassung von der Beziehung zwischen Papst und Kardinälen vertrat Benedikt XVI., der – ein einmaliger Fall in der Geschichte – aus persönlichen Gründen und ohne Wissen des Kardinalskollegiums, das ihn gewählt hatte, auf das Papstamt verzichtete.

Bis Paul VI., der die Zahl der Wahlmänner auf 120 erhöhte, gab es nur 70 Wahlmänner. Diese annähernde Verdoppelung des Wahlkollegiums war durch die Absicht motiviert, der Hierarchie der von Rom weit entfernten Länder entgegenzukommen und diese Kirchen mit dem römischen Purpur zu ehren.

Die unvermeidliche Folge war, dass Kardinäle geschaffen wurden, die keine Erfahrung mit der römischen Kurie und damit mit den Problemen der pastoralen Leitung der Weltkirche hatten.

All dies hat schwerwiegende Folgen, wenn diese Kardinäle der Peripherie aufgerufen sind, einen neuen Papst zu wählen.

Viele, wenn nicht die Mehrheit der Wähler kennen sich nicht. Dennoch sind sie da, um den Papst zu wählen, einen aus ihrer Mitte. Es liegt auf der Hand, dass diese Situation es Gruppen oder Klassen von Kardinälen erleichtert, einen ihrer Kandidaten zu bevorzugen. In dieser Situation kann die Gefahr der Simonie in ihren verschiedenen Formen nicht ausgeschlossen werden.

Schließlich scheint mir der Gedanke ernsthaft erwogen zu werden, das Stimmrecht im Konklave beispielsweise auf die in Rom residierenden Kardinäle zu beschränken, während die anderen, die noch Kardinäle sind, den „Status“ der über achtzigjährigen Kardinäle teilen könnten.

Kurzum, es scheint wünschenswert, dass das Amt und die Kompetenzen des Kardinalskollegiums aktualisiert werden.
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Quelle: http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/

Nachrichtensendung vom 09.09.2022

Nur 20% für den Papst in der Kurie
Religionslandschaft im Wandel
Biden erklärt Krieg den konservativen Christen

Angriff auf die Schöpfung

Der katholische Bischof von Aachen, Helmut Dieser, hat Homosexualität als «gottgewollt» bezeichnet. «Homosexualität ist keine Panne Gottes, sondern gottgewollt im selben Maß wie die Schöpfung selbst», sagte Dieser der «Zeit»-Beilage «Christ & Welt». Er habe in diesem Punkt dazugelernt. «Ja, meine Sicht hat sich verändert.»

Die katholische Kirche betrachtet Homosexualität traditionell als Sünde. Heute wird für gewöhnlich zwar betont, dass Homosexuelle auf keinen Fall diskriminiert werden dürften und dass die Veranlagung an sich noch keine Verfehlung sei. Doch gleichzeitig pocht die Zentrale der katholischen Weltkirche darauf, dass Homosexualität nicht ausgelebt werden dürfe. Im vergangenen Jahr hatte die Glaubenskongregation noch einmal klargestellt, dass es «nicht erlaubt» sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, da solche Verbindungen «nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden» könnten.

Bischof Dieser sagte, ihm sei klar, dass Rom Homosexualität immer noch als Sünde deute. Das sei hier jedoch ein fragwürdiger Begriff: «Wenn es aber um Liebe geht, um diese Spielart der Liebe, die ja dann eine erotische Form ist, wenn der Leib Ausdruck dieser Liebe wird und die Sprache dieser Liebe, dann denke ich: Liebe kann nicht Sünde sein.» Ob ein Priester in seinem Bistum homosexuelle Paare segne, sei eine persönliche Gewissensentscheidung. So geschehe es in Aachen auch.

Auf die Frage nach der Empfängnisverhütung und ob die Kirche ihre Lehre in dieser Angelegenheit ändern sollte oder nicht, antwortete Dieser: 

Warum muss die Kirche künstliche Verhütungsmittel ablehnen? Ist das nötig? Ich denke: Nein. Wenn wir – mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil – anerkennen, dass Eltern selbst in Verantwortung vor Gott entscheiden, wie viele Kinder sie haben, dann halte ich die Wahl der Mittel für zweitrangig.

Auf die konkrete Frage nach dem Zulassen von Kondomen und Antibabypillen erklärte Dieser, dass er „eine Bewegung begrüßen würde, um dies neu zu bewerten. Gerade durch die Empfehlung der Empfängnisverhütung stärken wir den Schutz des Lebens. “ 

Quelle: die zeit online, dpa, lifesitenews

NEWS: Pressemitteilung von „Kirche in Not“ Schweiz

Pakistan: Hilfe für die Flutopfer

Über 1500 Menschen sollen in Pakistan bereits durch den schlimmsten Monsunregen seit 30 Jahren umgekommen sein. Mindestens eine Million Häuser im ganzen Land wurden von den Überschwemmungen weggespült oder schwer beschädigt. Da mehr als sechs Millionen Menschen direkt von der Flut betroffen sind, ist dringend Hilfe erforderlich, um zu verhindern, dass die Folgen der Regenfälle schlimmer sind als die Überschwemmungen selbst. Die pakistanische katholische Ortskirche tut alles, was sie kann, um den Flutopfern zu helfen, dabei erhält sie Unterstützung vom Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)».

KHIPRO PARISH AREAS PAKISTAN / HYDERABAD 22/00089 Emergency help to Flood Victims, Sindh Province Cities, 2022 Only very small file quality available

Bischof Samson Shukardin berichtet aus Hyderabad
Aus Sindh, einer der am stärksten betroffenen Provinzen, schreibt Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad: „90 Prozent meiner Diözese sind überflutet. Viele Kirchen, Gemeindehäuser und Schulen wurden beschädigt. Die Menschen sind obdachlos und hungrig. Familien trauern um den Verlust ihrer Angehörigen.“ Alle 19 Pfarreien der Provinz Sindh sind von den Überschwemmungen schwer betroffen.

RAIN WATER IN NAWABSHAH CHURCH COMPOUND PARISH HOUSE PAKISTAN / HYDERABAD 22/00089 Emergency help to Flood Victims, Sindh Province Cities, 2022 Only very small file quality available

Die Kinder leiden am meisten.
Tausende von Familien sind von den Fluten umgeben oder sie sitzen am Strassenrand und haben keine Unterkunft. Sie haben keine Lebensmittel, kein sauberes Trinkwasser, keine Latrinen und keine Gesundheitseinrichtungen. Die Kinder leiden am meisten. Der Verzehr von verunreinigtem Wasser führt zu Krankheiten, und die Mückenplage verursacht in den betroffenen Gemeinden verschiedene Hautkrankheiten und Malaria“, so der Bischof, „Viele Familien haben Zuflucht in den Kirchen gesucht, da ihre Häuser vom Regenwasser überflutet wurden, aber auch viele Kirchen sind überschwemmt, Kirchengebäuden und Gemeindezentren beschädigt“, erklärt Bischof Samson und fügt hinzu, dass er Anrufe von Priestern und Laien aus der ganzen Diözese erhalten hat, die um Hilfe baten.

Hilfe für die Flutopfer
Das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» schickt Soforthilfe, damit die Diözese Hyderabad mehr als 5000 Familien Soforthilfe in Form von Lebensmittelpaketen für einen Monat, Bargeldzuschüssen für die bedürftigsten Familien, mobilen Gesundheitsstationen, Notunterkünften und sogar grundlegenden – aber unverzichtbaren – Artikeln wie Moskitonetzen und Mückenschutzmitteln leisten kann. Beschädigte Kirchen und kommunale Infrastrukturen müssen repariert werden, um die Opfer der Überschwemmungen unterzubringen. Zudem sollen Lebensmittelpaketen und Küchensets mit Grundnahrungsmitteln und wichtigen Koch- und Reinigungsartikeln bereitgestellt werden, um Familien vor Ort zu helfen, deren Häuser zerstört sind.
Das Hilfswerk wird die Hilfe über die kirchlichen Projektpartner vor Ort weiterleiten. An diese wenden sich viele Menschen, deren Existenz durch die Fluten zerstört wurde.

RAIN WATER IN NAWABSHAH INSIDE THE CHURCH PAKISTAN / HYDERABAD 22/00089 Emergency help to Flood Victims, Sindh Province Cities, 2022 Only very small file quality available

NEWS: Erklärung von Pro Ecclesia Schweiz

7. September 2022

Erklärung der Katholischen Volksbewegung Pro Ecclesia zur Simulation von Sakramenten, deren Spendung gemäss katholischer Lehre Priestern vorbehalten ist

Mit grossem Befremden verfolgt die Katholische Volksbewegung Pro Ecclesia die Kampagne, die durch die Simulation des sakramentalen Priestertums und der diesem vorbehaltenen Sakramente in fundamentalem Widerspruch zu Glauben und Lehre der katholischen Kirche steht. Die liturgischen Übergriffe von nicht beauftragten Laien zielen offenbar darauf ab, die sakramentale Ordnung der Kirche zu unterhöhlen und schliesslich zu beseitigen.

Dies steht in eklatantem Gegensatz zu klaren Warnungen von Papst Franziskus und seinen Vorgängern vor einer Vermischung von Amtspriestertum einerseits und kirchlichem Auftrag und Sendung der Laien andererseits.

Erst vor etwa zwei Wochen hat der Vatikan in einer päpstlichen Botschaft an den Liturgiekongress in Salerno vor einem falschen Verständnis von Laienämtern in der katholischen Kirche gewarnt. Die Berufung dürfe nicht mit dem Amtspriestertum verwechselt werden, heisst es in diesem Schreiben. Man müsse sich davor hüten, den Begriff der „Stellvertretung“ willkürlich auszulegen und zu „klerikalisieren“. Dies könne zu einer parallelen Dienststruktur innerhalb der Kirche führen. Stattdessen gehe es darum, bei Laien ein klareres Bewusstsein für ihre Berufung zu fördern, die sich in einer Vielzahl von Aufgaben und Diensten zeige.

Ebenso klar äusserte sich Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben Querida Amazonia vom 2.Februar 2020.

Er sagt (Zitat): « … ist es wichtig, zu bestimmen, was dem Priester in besonderer Weise zukommt, was nicht delegierbar ist. Die Antwort liegt im heiligen Sakrament der Weihe begründet, das ihn Christus, dem Priester, gleichgestaltet. Und die erste Schlussfolgerung ist, dass dieser ausschließliche Charakter, der in den heiligen Weihen empfangen wird, ihn allein befähigt, der Eucharistie vorzustehen. Das ist sein spezifischer, vorrangiger und nicht delegierbarer Auftrag.»

Im Lichte dieser und anderer Klarstellungen des katholischen Lehramtes empfinden wir es als empörend, dass nun ausgerechnet einzelne führende Funktionäre der kirchlichen Laienstruktur in der Schweiz an vorderster Front die liturgischen Missbräuche, die nicht einmal vor sakramentaler Simulation Halt machen, verteidigen und sogar unverkennbar gutheissen. Dies ist umso störender, als sie eigentlich verpflichtet wären, den Gläubigen den unverkürzten katholischen Glauben näher zu bringen und zu erleichtern, anstatt sie zu verwirren und zumindest faktisch eine sezessionistische Schweizer Neukirche zu fabrizieren.

In dieser Situation bitten wir unsere Bischöfe, mutig für den unterscheidend katholischen, das heisst sakramentalen Kern unseres Glaubens einzustehen, für das geweihte Priestertum und die Sakramente, die mit diesem untrennbar verbunden sind, wie die Eucharistie und das Sakrament der Busse und Versöhnung. Nur so werden die bangen Fragen der Gläubigen an ihre Hirten beantwortet, und es wird der fatale Eindruck vermieden, die Gemeinschaft der Bischöfe beschränke sich nur noch auf Rückzugsgefechte.

lic.iur. Herbert Meier, Präsident Katholische Volksbewegung Pro Ecclesia

Bestätigung von nächstem liturgischem Programm

Vom 13. bis 15. September wird Papst Franziskus nach Kasachstan reisen, am 25. September zum Abschluss des 27. Eucharistischen Nationalkongresses Matera besuchen. Das detaillierte Programm kann jeweils auch auf der offiziellen Homepage des Vatikans eingesehen werden.

Wie bereits beim Konsistorium vom 27. August angekündigt, will Papst Franziskus am 9. Oktober auch zwei Heiligsprechungen vornehmen. Im Rahmen einer feierlichen Messe auf dem Petersplatz wird er den italienischen Ordensgründer Giovanni Battista Scalabrini und den italienischen Laien-Missionar Artemide Zatti in das Verzeichnis der Heiligen aufnehmen. Erst am Sonntag, den 4. September hatte Franziskus ja seinen Vorgänger auf dem Petrusstuhl, den „lächelnden Papst“ Johannes Paul I., seliggesprochen.

Ein wichtiger Jahrestag

Am 11. Oktober jährt sich der 60. Jahrestag des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils, das von Johannes XXIII. einberufen und von Paul VI. fortgesetzt und beendet worden war. Wie das liturgische Büro des Vatikans bekanntgab, wird Papst Franziskus zu diesem Anlass am Gedenktag von Papst Johannes XXIII. im Petersdom eine heilige Messe feiern.

Quelle: vaticannews

MARIÄ GEBURT-Fest

Das Fest Mariä Geburt entstand im Orient, wahrscheinlich aus dem Kirchweihfest der St.-Anna-Kirche in Jerusalem, die als Ort der Geburt Mariens gilt; nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazareth geboren. Im Westen nennt Papst Sergius (687-701) als die vier Marienfeste, die in Rom gefeiert werden: Verkündigung, Aufnahme in den Himmel, Geburt und „Begegnung“ (= Mariä Lichtmess). Vom Datum der Geburt Mariens aus (dass kein historisches Datum ist) wurde auch das Datum ihrer Empfängnis (8. Dezember) festgesetzt. Die Tatsache, dass das Fest dieser Geburt liturgisch gefeiert wird, setzt den Glauben voraus, dass Maria heilig, d. h. ohne Erbsünde, geboren wurde; vgl. Fest der Geburt Johannes‘ des Täufers (24. Juni).

Jugendsendung: Gott herrscht die Welt vom 07.09.2022

Luka fährt weiter im Buch „Macht Wirbel“

Kinder glauben an Gott vom 07.09.2022

Ivan fährt weiter im Buch „Messbuch für Kinder“

Mittwochskolumne vom 07.09.2022

Die Heilige Messe ist keine Privatangelegenheit

Bern (novaradio.ch): Zurzeit wird in der Presse über den Fall der Gemeindeleiterin in Effretikon berichtet, die bei einer Heiligen Messe die Wandlungsworte mitgesprochen hat und zugab, früher Messen simuliert zu haben. Sie hat es natürlich nicht so ausgedrückt, aber als Katholik weiss man, dass nur ein Priester einer Messe vorstehen darf und es einen liturgischen Missbrauch darstellt, solche Handlungen vorzunehmen, die nur einem Priester zustehen. Daher sind alle Formen des Gottesdienstes, welche den Gläubigen vorspielen, es handle sich um eine Messfeier, abzulehnen. Es geht auch gar nicht darum, ob eine Frau oder ein Mann einer solchen Simulation vorsteht, sondern darum, dass es kein Priester ist. Der Journalist Raphael Rauch hat diesbezüglich mit einem österreichischen Kirchenrechtler ein Interview geführt, welches für mich sehr gut und erhellend war. Der Kirchenrechtler hat den Satz getätigt, dass es sich bei der Heiligen Messe nicht um eine Privatangelegenheit handelt. Im Bistum Basel, in dem noch viel mehr liturgische Missbräuche vorkommen als in anderen Bistümern, muss sich dies jeder Katholik zu Herzen nehmen. Der grösste Missbrauch an den Gläubigen stellt die Tatsache dar, dass Eucharistiefeiern durch Wortgottesdienste ersetzt werden, auch wenn Priester vorhanden wären, um mit den Menschen die Heilige Messe zu feiern. Anstatt Priestern zu ermöglichen, ihrer Berufung nachzugehen und den Auftrag Jesu zu erfüllen, werden Diakone und Pastoralassistenten mit Steuergeldern bezahlt, um Wortgottesdienste zu leiten. Natürlich kann die Situation vorkommen, dass Wortgottesdienste nötig sind, da kein Priester vorhanden ist, aber die bewusste Wahl, solche Gottesdienste Eucharistiefeiern vorzuziehen, ist ein schwerer Missbrauch an den Gläubigen. Die Heilige Messe ist keine Privatangelegenheit, sondern dient dem Heil aller Menschen. Das zweite Vatikanum lehrt uns, dass die Heilige Messe das Zentrum des christlichen Lebens ist. Es ist nicht unser Recht, dieses Zentrum zugunsten von Verdienstmöglichkeiten von Laientheologen oder ständigen Diakonen zu zerstören. Wir alle, die dieser Entwicklung zusehen, machen uns dadurch mitschuldig. Wenn die Heilige Messe keine Privatangelegenheit ist, müssen wir alle dafür kämpfen, dass diese vielen Menschen ermöglicht wird. Dieser Aufruf geht auch an konservative Katholiken, die zwar selbst die Messe besuchen, sich jedoch nicht dafür einsetzen, dass Eucharistiefeiern in den Pfarreien angeboten werden. Wir alle sind in der Pflicht. Keiner darf sich als Konsument betrachten, der nur für sich das Seelenheil sucht. Es geht uns alle etwas an und wir alle sind es unseren Mitbrüdern und Mitschwestern schuldig, das Angebot an Heiligen Messen zu fördern.DR

Opus Dei: “Die heilige Messe ist ein göttliches Handeln.”

Ist es nicht seltsam, daß viele Christen, die sonst in ihrem gesellschaftlichen Leben gemessen und beinahe feierlich auftreten (ohne jede Eile), die bei ihrer wenig anstrengenden Berufsausübung und bei Tisch und am Feierabend ebensowenig Eile zeigen, sich plötzlich gedrängt fühlen und in ihrem Eifer sogar auf den Priester einwirken, die Zeit, die dem heiligen Opfer am Altar gewidmet ist, abzukürzen und zusammenzudrängen? (Der Weg 530)

Die heilige Messe – merken wir uns dies – ist ein göttliches, trinitarisches Handeln, nicht menschliches Tun. Der zelebrierende Priester unterstellt sich der Absicht des Herrn, indem er Ihm seinen Körper und seine Stimme leiht; aber er handelt nicht im eigenen Namen, sondern in persona et in nomine Christi, in der Person Christi und im Namen Christi.

Die Liebe der Dreifaltigkeit zu den Menschen bewirkt, daß aus der Gegenwart Christi in der Eucharistie für die Kirche und für die Menschheit alle Gnaden entströmen. Dieses ist das Opfer, das Malachias vorhersagte: Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Völkern; und an jedem Ort bringt man meinem Namen ein demütiges Opfer dar und eine reine Gabe (Mal 1,11). Es ist das Opfer Christi, das dem Vater unter Mitwirkung des Heiligen Geistes dargebracht wird: ein Opfer von unendlichem Wert, das in uns jene Erlösung verewigt, die die Opfer des Alten Bundes nicht bewirken konnten. (Christus begegnen 86)

Quelle: opusdei.org/de-ch

Opus Dei: “Der Heilige Geist macht uns mit Christus gleichförmig.”

Die Messe ist lang, sagst du, und ich füge hinzu: weil deine Liebe kurz ist. (Der Weg 529)

Die heilige Messe führt uns so zu den grundlegenden Geheimnissen des Glaubens, denn sie ist das Geschenk der Dreifaltigkeit an die Kirche. Daher leuchtet es ein, daß sie Mitte und Wurzel im geistlichen Leben des Christen ist. Auf sie sind alle Sakramente hingeordnet (Vgl. Thomas von Aquin, S. Th., III, q. 65 a. 3). Und das Leben der Gnade, das durch die Taufe in uns eingesenkt wurde und, durch die Firmung gestärkt, in uns wächst, geht durch die heilige Messe seiner Vollendung entgegen. Wenn wir an der Eucharistie teilnehmen, schreibt der heilige Cyrill von Jerusalem, erfahren wir die vergöttlichende Vergeistigung durch den Heiligen Geist, die uns nicht nur mit Christus gleichförmig macht, wie in der Taufe, sondern uns gänzlich verchristlicht, indem sie uns an der Fülle Jesu Christi teilhaben läßt (Cyrill von Jerusalem, Catecheses, 22, 3)

“Die Ausgießung des Heiligen Geistes, die uns christusförmig macht, führt uns zu der Erkenntnis, daß wir Kinder Gottes sind. Der Tröster, der die Liebe ist, lehrt uns, auf diese Tugend unser ganzes Leben zu gründen; und consummati in unum (Joh 17,23), einsgeworden mit Christus, können wir unter den Menschen das sein, was nach dem heiligen Augustinus die Eucharistie ist: Zeichen der Einheit, Band der Liebe (Augustinus, In Ioannis Evangelium tractatus, 26, 13 [PL 35, 1613]). (Christus begegnen 87)

Quelle: opusdei.org/de-ch

Pflichtzölibat ist nicht schuld am Missbrauch

Nun bevor man ins Detail geht, muss man die Geschichte des Zölibats kennen und kennenlernen. Der Zölibat (von lat. caelebs „allein, unvermählt lebend“; umgangssprachlich manchmal auch das Zölibat) hat eine lange Geschichte. Schon im 4. Jahrhundert, genau an der Synode von Elvira (ca. 306 n.Chr.) wurde es als Gesetz aufgenommen (im Kirchenrecht CIC). Zölibat ist nicht gleich Zölibat. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem Ehelosigkeitszölibat und einem Enthaltsamkeitszölibat. Unter Ehelosigkeitszölibat versteht man, dass Kleriker nicht verheiratet sein dürfen; beim Enthaltsamkeitszölibat ist es durchaus möglich, dass Verheiratete die Weihen empfangen, allerdings müssen sie ab dem Tag der Weihe enthaltsam leben.    

Begründung, im Jahre 1022 und 1059 Im Jahre 1022 ordnete Papst Benedikt VIII auf der Synode zu Pavia gemeinsam mit Kaiser Heinrich II. an, dass alle Geistlichen künftig nicht mehr heiraten durften. Da es für Priester üblich wurde, die Heilige Messe täglich zu zelebrieren, spielte dabei vor allem die kultische Reinheit eine Rolle, aber auch die Tatsache, dass sonst Kirchenbesitz an die Kinder der Geistlichen vererbt worden wäre. Verstöße gegen den Zölibat wurden mit Kirchenstrafen belegt, und bereits verheirateten Geistlichen wurden Amt und Besitz entzogen. Zur Zeit von Nikolaus II. wurde durch die Lateransynode von 1059 jenen Priestern die Zelebration der Heiligen Messe verboten, denen ein notorisches Konkubinat nachgewiesen werden konnte.  

Wie es im CIC (Nr. 277) steht „Die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches willen zu wahren; deshalb sind sie zum Zölibat verpflichtet, der eine besondere Gabe Gottes ist, durch welche die geistlichen Amtsträger leichter mit ungeteiltem Herzen Christus anhangen und sich freier dem Dienst an Gott und den Menschen widmen können.“ Ist es eine Gnade, um des Himmelsreiches willen (Mt 19,12), die Priester und Ordensleute es annehmen? Ja, denn die Apostel waren auch nicht verheiratet. Und mit solcher Gnade muss man behutsam umgehen können.  

Nun zum Problem des Missbrauchsfälle Nach dem Leiter vom Kriminologischen Forschungsinstitut in Hannover, Herr Christian Pfeiffer, ist das Zölibat nicht schuld an den Missbräuchen in der kath. Kirche, er sagt dazu: „Denn pädophil ist man bereits mit 15, 16. Aber das Gelübde, keusch zu bleiben, legt man als Priester erst mit 25 oder 30 ab. Da ist also von der sexuellen Identität her alles gelaufen.“ Leider gibt’s, wie bei allen grossen Fällen (Terrorismus, Erpressungen etc.), Trittbrettfahrer. Ich möchte niemandem zu nahekommen. Aber man müsste alle Fälle gut anschauen. Nun, es ist kein innerkirchliches, sondern ein gesellschaftliches Problem. 3 von 4 Missbräuchen, geschehen entweder zu Hause oder in einer anderen Institution. Es soll keine Entschuldigung sein, dass sich Priester an Kindern und Jugendlichen vergriffen haben. Aber die Medien und vor allem das Internet haben es noch mehr geschürt. Was müsste getan werden:    
1. Es ist primär ein internes Problem
2. Die Priesteranwärter sollten erst (ins Seminar) mit 25 Jahren eintreten können
3. Vor dem Seminar, ca. 1-2 Jahre, intensives Gespräch mit dem Regens und einem externen Psychiater (spez. Schulung) durchführen
4. Einen „Wächterrat“ einsetzen Wir brauchen keine Reformen oder gar einen zweiten Martin Luther, wie es die Laienorganisation „Wir sind Kirche“ und es andere fordern. DN 2022

Mutter Teresa starb vor 25 Jahren

I.   Biographie

Mutter Teresa:

27.8.1910                                                                                                                                                         

Agnes Gonxha Bojaxhiu (sprich: Bojadschiu) wird in Skopje, heute Hauptstadt der Republik Mazedonien, geboren. 

1928                                                                                                                                                                

Agnes beginnt ihr Postulat in der Abtei der Schwestern von Loreto in Dublin und nimmt den Namen Schwester Maria Teresa des Jesuskindes, nach der heiligen Thérèse von Lisieux, an.

1929                                                                                                                                                                  

Im Jänner Ankunft in Kalkutta und Beginn des Noviziates in Darjeeling in Nordindien.

24.5.1931                                                                                                                                

Ablegung der ersten zeitlichen Gelübde. Schwester Teresa unterrichtet an der Loreto-Ordensschule in Darjeeling und in Kalkutta.

24.5.1937                                                                                                                                                      

Ablegung der ewigen Gelübde. Sie heißt nun Mutter Teresa.

10.9.1946                                                                                                                                                           

Tag der Inspiration Mutter Teresas. Sie fühlt sich berufen, den Orden zu verlassen, um unter den Ärmsten der Armen zu leben und zu arbeiten.

1948                                                                                                                                                                

Mutter Teresa nimmt die indische Staatsbürgerschaft an                                                                                            

16.8.: Mutter Teresa verlässt das Kloster von Loreto, eignet sich grundlegende medizinische Kenntnisse an und beginnt im Dezember ihre Arbeit in den Slums in Kalkutta.

7.10.1950                                                                                                                                                           

Papst Pius XII. genehmigt die neue Kongregation.

1.2.1965                                                                                                                                                            

In Venezuela die erste Niederlassung außerhalb Indiens gegründet. Von da an Gründung von Häusern in der ganzen Welt.

10.12.1979                                                                                                                                                         

Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo.

bis 1993                                                                                                                                                                

494 Häuser der Schwestern, 76 Häuser der Brüder, etwa 4000 Schwestern, 400 Brüder und mehr als 300 000 Mitarbeiter in 80 Ländern.

13.3.1997                                                                                                                                                   

Schwester Nirmala wird zur Nachfolgerin gewählt.

5.9.1997                                                                                                                                                            

Mutter Teresa stirbt in Kalkutta.

12.9.1997                                                                                                                                                           

Zum Begräbnis in Kalkutta kommen über eine Million Menschen. Mutter Teresa findet im Stammhaus des Ordens ihre letzte Ruhestätte.

19.10.2003                                                                                                                                          

Seligsprechung Mutter Teresas in Rom durch Papst Johannes Paul II.

Heiligsprechung4. September 2016 durch Papst Franziskus

NEWS: Berner Regierung lehnt „Charta der Religionen“ ab

Der Kanton Bern will statt einer Religions-Charta den Austausch mit nicht landeskirchlich anerkannten Religionsgemeinschaften pflegen. Der Berner Regierungsrat hatte am 1. September 2022 die Einführung einer „Charta der Religionen“ abgelehnt.

Die vorgeschlagene Charta hätte vorgesehen, dass die nicht anerkannten Religionsgemeinschaften im Kanton verpflichtet gewesen wären, die Integration ihrer Gläubigen zu fördern, den interreligiösen Dialog zu pflegen und sich strikt an die geltende Rechtsordnung zu halten. Die Idee einer „Charta der Religionen“ war 2018 als Gesetzesvorstoß eingereicht worden, erinnert die Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Sie war aus einem Vorstoß (parlamentarischer Antrag) im Großen Rat (Kantonsparlament) hervorgegangen. Die kantonale Legislative hatte sie an den Regierungsrat (Kantonsregierung) weitergeleitet, der sich bereit erklärt hatte, sie zu prüfen.

Position geändert

Vier Jahre später änderte die Regierung des Kantons Bern jedoch ihre Position. In einer Pressemitteilung erklärte sie, dass sie den Nutzen einer solchen Charta nicht sehe. Sie sei insbesondere der Ansicht, dass Gemeinschaften, die die Charta nicht unterzeichnen, in den Verdacht geraten könnten, die geltende Rechtsordnung nicht zu respektieren. Der Berner Regierungsrat ist der Ansicht, dass es durchaus legitime Gründe dafür gegeben haben könnte, das Dokument nicht zu unterzeichnen. Er befürchtet, dass eine Unterteilung in „problematische“ und „unproblematische“ Gemeinschaften zu einer weiteren Polarisierung und Isolierung bestimmter Gruppen führen könnte.

Es wurde auch bemängelt, dass sich die Richtlinien der Charta vor allem an potenziellen Gefahren innerhalb der Gemeinschaften orientieren und damit eine Haltung des Generalverdachts zum Ausdruck bringen könnte. Laut einem Bericht der Regierung stünden die Vertreter der Religionsgemeinschaften einer solchen Charta zudem im Allgemeinen ablehnend gegenüber. Die Regierung wolle deshalb auf „direkten Austausch“ setzen. So soll bis 2023 geprüft werden, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den Gemeinschaften verbessert werden könne.

Quelle: vaticannews

Kirche im Herbst auf novaradio.ch

Alles zum Thema Erzengel

Theologiestunde vom 05.09.2022

Heute können Sie den 15. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören

Seliger Johannes Paul I.: Die Kurzbiographie

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Biographie des neuen Seligen, die Kard. Stella am Sonntag auf dem Petersplatz verlesen hat:

„Albino Luciani wurde am 17. Oktober 1912 in Forno di Canale – dem heutigen Canale d’Agordo – geboren, das in der Provinz und Diözese Belluno-Feltre liegt. Das erstgeborene der vier Kinder von Giovanni Luciani und Bortola Tancòn wurde noch am Tag seiner Geburt von der Hebamme zu Hause getauft.

Am 17. Oktober 1923 begann Albino Luciani seine Ausbildung am Priesterseminar von Feltre; 1928 trat er in das Seminar „Gregoriano“ von Belluno ein. Am 10. Februar 1935 empfing er in der Kirche „S. Pietro“ in Belluno die Priesterweihe.

Nach einer kurzen Zeit als Kaplan in Canale d’Agordo widmete er sich zwanzig Jahre lang am Priesterseminar von Belluno der Lehre der Dogmatik und des Kirchenrechts und – je nach Bedarf – auch anderen Disziplinen.

Am 16. Oktober 1942 erwarb Luciani das Lizentiat in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana; 1947 machte er an derselben Universität seinen Doktor in dogmatischer Theologie.

Neben zunehmenden pädagogischen Verantwortlichkeiten betrauten ihn die Bischöfe Bortignon und Muccin auch mit pastoralen Aufgaben und Leitungsfunktionen. Letzterer ernannte ihn am 8. Februar 1954 auch zum Generalvikar der Diözese.

Ein Leben in Demut

Am 15. Dezember 1958 wurde Albino Luciani zum Bischof von Vittorio Veneto ernannt; am 27. Dezember empfing er im Petersdom von Johannes XXIII. die Bischofsweihe.

Von 1959-1969 war er in der Seelsorge tätig. Sein Bischofsmotto „Humilitas“ (Demut), das Luciani von den Heiligen Karl Borromäus und Augustinus entlehnt hatte – und das er zusammen mit den drei Sternen, die für Glaube, Hoffnung und Liebe stehen, in sein Wappen aufnehmen ließ -, ließ keinen Zweifel an der Ausrichtung seines Dienstes.

Albino Luciani suchte vor allem den direkten Kontakt zu den Gläubigen und hatte stets ein offenes Ohr für die sozialen Probleme seiner Region. Er forderte die aktive Beteiligung der Laien am Leben der Kirche und legte Wert auf eine gute Ausbildung des Klerus. Er zeichnete sich auch als Prediger aus. Während seines Episkopats nahm er an allen Sitzungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) teil.

Am 15. Dezember 1969 wurde seine Ernennung zum Patriarchen von Venedig bekannt gegeben; am 5. März 1973 erhob ihn Paul VI. in den Kardinalsstand. In Venedig blieb Patriarch Luciani der Arbeitsweise und dem pastoralen Stil treu, den er schon in Vittorio Veneto praktiziert hatte.

Am Tag nach dem Tod Pauls VI. am 6. August 1978 verließ Patriarch Luciani Venedig und machte sich auf den Weg nach Rom. Am 25. August trat er ins Konklave ein – und wurde nur einen Tag später zum Papst gewählt. Er nahm den Doppelnamen „Johannes Paul I.“ an.

Schon die ersten Gesten seines Pontifikats ließen den ursprünglichen Charakterzug eines Lebensstils erkennen, der von Dienst und von evangeliumsgemäßer Einfachheit geprägt war. In seinem Dienst wollte er es seinem berühmten Vorgänger Gregor dem Großen nachtun, und zwar sowohl in seinem Amt als Lehrer als auch als Leiter und Seelsorger. Er ahmte Gregor den Großen in seinen Katechesen nach, die er an die Fähigkeiten der Zuhörer anzupassen wusste, was man an seinen vier Generalaudienzen sehen kann.

Die Schönheit eines christlichen Lebens

Johannes Paul I. hat der Geschichte die Botschaft der Relevanz und Schönheit des christlichen Lebens hinterlassen, das auf den theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe beruht.

Am späten Abend des 28. September 1978, nach knapp vierunddreißig Tagen Pontifikat, verstarb Johannes Paul I. plötzlich. Im Zeichen einer intensiven Liebe zu Gott, zur Kirche und zur Menschheit war sein kurzes, aber beispielhaftes Pontifikat zu Ende gegangen.

Ein kurzes, aber beispielhaftes Pontifikat

Er wurde am 4. Oktober 1978 in den Vatikanischen Grotten beigesetzt.
Der Seligsprechungsprozess in der Diözese Belluno-Feltre wurde am 23. November 2003 eröffnet und am 9. November 2017 mit dem Dekret zur Verkündigung der heroischen Tugenden abgeschlossen.

Am 13. Oktober 2021 wurde das Dekret veröffentlicht, mit dem Papst Franziskus das der Fürsprache von Johannes Paul I. zugeschriebene Wunder zugunsten eines kleinen Mädchens aus der Erzdiözese Buenos Aires anerkannte, das von einer unheilbaren Gehirnkrankheit geheilt wurde.“

Was passiert eigentlich bei einer Seligsprechung?


Bei einer Seligsprechung stellt die katholische Kirche durch Urteil des Papstes fest, dass ein gestorbener Mensch vorbildlich aus dem Glauben gelebt hat und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist. Daraus ergibt sich die offizielle Empfehlung, diese Person als Vorbild und Fürsprecher bei Gott anzunehmen. Selige werden im Gegensatz zu Heiligen nur regional verehrt. Der Seligsprechung kann aber eine Heiligsprechung und damit die weltweite Verehrung der betreffenden Person folgen.

Quelle: vaticannews

Nachrichtensendung 02.09.2022

Kath.ch feiert Monika Schmid
Grosse Erwartungen bei der Papstreise
Marsch fürs Läbe 2022

NEWS: Kongressabgeordnete kritisiert Bidens Justizministerium für Schweigen über antikatholische Gewalt

„Ich bin es leid, am Sonntag in die Kirche zu gehen und in der Kirche von Polizeiautos umgeben zu sein.“

Die republikanische US-Abgeordnete Lisa McClain aus Michigan nahm am Mittwoch die Geschichte des Biden-Justizministeriums und des Generalstaatsanwalts Merrick Garland ins Visier, weil sie sich weigerten, linke Gewalt gegen religiöse Lebensschützer ernst zu nehmen, während sie besorgte Eltern, die gegen Schulbehörden protestierten, als potenzielle Terroristen bezeichneten.

„Der Generalstaatsanwalt und das DOJ haben die Pflicht, die Verfassung aufrechtzuerhalten, und sie tun das vollständig und vollständig nicht“, sagte McClain während eines Auftritts in der Fox News-Morgensendung Fox & Friends. „Stattdessen konzentrieren sich dieses Justizministerium und Merrick Garland bei Schulausschusssitzungen auf Eltern. Sie legten einen Eid ab, die Verfassung aufrechtzuerhalten, zu der auch der Erste Verfassungszusatz gehört. Über 160 Angriffe auf die katholische Kirche. Sie hören nichts davon, Sie haben keine Untersuchungen darüber. Was ist los?

„Ich sage Ihnen, was los ist: Es passt nicht zu ihrer Erzählung“, fuhr sie fort. Sie würden es vorziehen, wenn Eltern zu Schulausschusssitzungen gehen und sie als Terroristen bezeichnen würden, dann würden sie sich mit den über 160 Angriffen auf die katholische Kirche befassen. Es ist beschämend, es ist schändlich, und deshalb ist das amerikanische Volk so frustriert über Merrick Garland.“

„Ich bin es leid, am Sonntag in die Kirche zu gehen und in der Kirche von Polizeiautos umgeben zu sein“, klagte die Kongressabgeordnete.

Am 30. August schickten McClain und 19 GOP-Kollegen einen Brief an Garland, in dem sie ihn um Antworten und Maßnahmen drängten.

„Unter Ihrer Führung verfolgte das Justizministerium (DOJ) Amerikaner, weil sie sich bei Schulausschusssitzungen geäußert hatten, und schikanierte friedliche Demonstranten, indem es gegen sie wegen inländischen Terrorismus ermittelte“, schrieben sie. „Gleichzeitig ignorierte das DOJ eklatante Gewalttaten von Gruppen wie der Antifa, die das Eigentum kleiner Unternehmen und Regierungseinrichtungen in Portland, Seattle und darüber hinaus ins Visier nahmen und zerstörten. Die Amerikaner beobachten entsetzt, wie Ihr DOJ nicht auf die Gewalt reagiert, die die Religionsfreiheit im ganzen Land bedroht, und fragen sich, warum bestimmte Kriminelle Ihr Interesse immer zu meiden scheinen.“

Die Pro-Life-Gruppe Catholic Vote hat seit Mai 2020 mehr als 200 Angriffe auf katholische Kirchen in den Vereinigten Staaten identifiziert. Pro-Life-Krisenschwangerschaftszentren wurden auch mit Drohungen und Gewalt angegriffen, nachdem Roe v. Wade im Juni gestürzt wurde.

Im vergangenen Jahr behaupteten Garland und das Biden-Justizministerium einen Anstieg der Bedrohungen für Pädagogen, die durch den Widerstand gegen die Verwendung umstrittener Unterrichtsmaterialien auf der Grundlage der „kritischen Rassentheorie“ (CRT) angetrieben wurden, die behauptet, dass Rasse eine „sozial konstruierte (kulturell erfundene) Kategorie ist, die verwendet wird, um farbige Menschen zu unterdrücken und auszubeuten“ durch amerikanische Institutionen.

Die Ankündigung folgte einem Brief der Führer der National School Board Association (NSBA) an Präsident Joe Biden, in dem behauptet wurde, dass eine Reihe von Beispielen für angebliches widerspenstiges Verhalten bei verschiedenen Schulausschusssitzungen, die alle (wenn illegal) in den Geltungsbereich der örtlichen Strafverfolgungsbehörden fielen, „einer Form von inländischem Terrorismus und Hassverbrechen gleichkommen könnten“. E-Mails zeigten später, dass das Weiße Haus vor Garlands öffentlicher Reaktion Feedback zum Inhalt des Briefes gab und dass die Regierung die Missbilligung linker Pädagogen durch die Eltern als eine Frage des potenziellen Terrorismus betrachtete, der mit Anti-Terror-Instrumenten verfolgt werden sollte.

Im Gegensatz dazu war das Beste, was die Regierung bisher über Roe-bezogenen Extremismus gesagt hat, ein Bulletin, das darauf hindeutet, dass „Personen, die sich sowohl für als auch gegen Abtreibung einsetzen“, gleichermaßen anfällig für Gewalt sind.

QUELLE: LIFESITE NEWS

NEWS: Kroatien: Kraft des Glaubens in schwierigen Situationen

Die steigenden Lebenshaltungskosten, der Ukraine-Krieg und neue Herausforderungen, die auf die Menschen zukommen, verunsichern vermehrt die Gesellschaft, erklärt der kroatische Bischof Hranic in einer Botschaft zum Beginn des Schul- und Katechesejahres. Er meint jedoch, dass der Glaube selbst in dieser Situation seinen Weg findet.

Djuro Hranic ist Bischof von Djakovo-Osijek und Vorsitzender des Rates für Katechese und Neuevangelisierung der Kroatischen Bischofskonferenz. Seiner Meinung nach „muss in der Zeit, in der wir leben, immer wieder der Ruf nach einer neuen Evangelisierung laut werden. Von einer neuen Evangelisierung zu sprechen, bedeutet nicht nur, von neuen Methoden zu sprechen, sondern vor allem von einem neuen Eifer, von einem neuen Geist, von einer Bekehrung von uns Gläubigen, von einem Glauben, der uns zu neuen Menschen werden lässt“.

Quelle: vaticannews

MEDIENMITTEILUNG

Auf unsere Anfrage, was Bischof Bonnemain gegen Frau Monika Schmid unternehmen wird, haben wir folgende Antwort erhalten:

Medienmitteilung des Bistums Chur

Eröffnung einer kanonischen Voruntersuchung

Chur, 2. September 2022

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«Als Diözesanbischof habe ich die Pflicht, zu den Ereignissen der letzten Wochen in Zusammenhang mit der Pensionierung der Seelsorgerin der Pfarrei St. Martin, Illnau-Effretikon, zu reagieren.

Aufgrund der Tragweite dieser Vorfälle habe ich bewusst nicht unmittelbar gehandelt. In einer solchen Situation ist es wichtig, eine angemessene Vorgehensweise sorgfältig abzuwägen.

Die Komplexität des stattgefundenen liturgischen Missbrauchs erfordert die Eröffnung einer kanonischen Voruntersuchung.

Die Ergebnisse dieser ersten Abklärung bilden die Grundlage für allfällige, weitere Massnahmen. Zudem werden sie zeigen, ob es sich dabei um Vergehen handelt, deren Beurteilung dem Dikasterium für die Glaubenslehre vorbehalten sind und demzufolge dorthin gemeldet werden müssen.»

Joseph Maria Bonnemain

Bischof von Chur

MARSCH FÜRS LÄBE 2022

Theologiestunde vom 29.08.2022

Heute können Sie den 14. Teil der Reihe „Wahrere Gehorsam“ hören

ZOOM: Die grosse Dürre

Die grosse Dürre, aus theologischer Sicht

Mittwochskolumne vom 31.08.2022

Lernen vom Glauben anderer Religionen

Viel wird heute über den interreligiösen Dialog und die Ökumene geredet. Ich glaube auch, dass es für einen Katholiken richtig ist, allen Menschen Nächstenliebe entgegenzubringen, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören. Gerade deswegen, weil ich glaube, dass der katholische Glaube der wahre ist und Christus für alle Menschen litt und starb, sehe ich mich verpflichtet, keine Menschen aufgrund ihrer Religion auszugrenzen. Ich habe Moslems, Hindus, Reformierte, Agnostiker und auch Atheisten als Freunde. Sie alle sehe ich als Geschöpfe Gottes und seine Ebenbilder. Der interreligiöse Dialog und die Ökumene dürfen aber nicht dazu führen, dass unser eigener Glaube verwässert wird. Dies wurde in der Schweizer Kirche über Jahrzehnte hinweg in vielen Pfarreien gemacht. Anstatt dort miteinander zu wirken, wo sich Christen und auch Nicht-Christen auf menschlicher Ebene treffen – beispielsweise in der tätigen Nächstenliebe – hat man in Glaubensfragen eine Annäherung gesucht, die weder den Katholiken noch den Reformierten etwas gebracht hat. Viele ökumenische Gottesdienste gleichen daher eher einer weltlichen Veranstaltung, die Christus nicht mehr ins Zentrum stellt. Dabei könnten wir Katholiken bei gläubigen Reformierten viel lernen, wenn es um die Liebe zur Heiligen Schrift geht.

Ich möchte an dieser Stelle ein anderes Beispiel erwähnen, wie man von Andersgläubigen lernen kann. Ich spiele Basketball und seit Kurzem spielt ein Algerier mit uns. Nach dem Spiel gehen wir oft ein Bier trinken. Zum Spass sagten wir ihm, er müsse als Neuer das Bier für die Mitspieler bezahlen. Ganz erschrocken sagte er, dass er uns Getränke bezahlen würde, jedoch nicht Bier. Wir haben ihm daraufhin gesagt, dass unsere Aufforderung ein Spass sei. Mich hat aber sein Glaube sehr beeindruckt. Nicht nur trinkt er als gläubiger Moslem kein Bier, er möchte auch nicht dafür bezahlen, dass andere dies trinken. Für wie viele Häresien, die gerade im Bistum Basel praktiziert werden, zahlen gläubige Katholiken mit ihren Kirchensteuern? Wie viele Pastoralassistenten und Diakone verdrängen Priester von den Altären, um Wortgottesdienste zu feiern, die wenig mit dem katholischen Glauben zu tun haben? All dies akzeptieren wir, wenn wir brav unsere Kirchensteuern zahlen, ohne uns zu überlegen, was damit in den Pfarreien gemacht wird. Dies ist kein Plädoyer für einen Austritt aus der Steuergemeinschaft, sondern dafür, dass sich gläubige Katholiken in der Kirchgemeinde, wo sie leben, engagieren sollen. Dieser gläubige Moslem, der mit mir Basketball spielt, würde sicherlich nicht zulassen, dass mit seinem Geld ein Irrglaube gefördert wird. Weshalb tun wir dies als Katholiken in der Schweiz? DR

NEWS: Praedicate Evangelium auf Deutsch

Die neue Konstitution mit ihren 250 Artikeln ist das Ergebnis eines langen Prozesses des Zuhörens, der mit den Generalkongregationen der Kardinäle vor dem Konklave 2013 begann und unter der Leitung von Papst Franziskus im Kardinalsrat fortgesetzt wurde. Der Vatikan veröffentlichte das Dokument am 19. März, dem Hochfest des Heiligen Josef, in Kraft trat es zu Pfingsten, dem 5. Juni 2022. Derzeit diskutieren fast 200 Kardinäle der Weltkirche auf Einladung von Papst Franziskus die durch das Dokument angestoßenen Neuerungen bei einem Treffen im Vatikan.

Apostolische Konstitution “Praedicate Evangelium” über die Römische Kurie und ihren Dienst für die Kirche in der Welt (19. März 2022) | Franziskus (vatican.va)

Quelle: Vatican.va

NEWS: Biden installiert eine Abtreibungsextremistin

Die Regierung Biden hat die umstrittene Juraprofessorin der Columbia Law School Sarah Cleveland für den Internationalen Gerichtshof nominiert, obwohl sie erst vor wenigen Monaten vom US-Senat für das hohe Amt abgelehnt wurde.

Cleveland könnte ihre Position am Internationalen Gerichtshof dafür nützen, um die Tötung ungeborener Kinder zu einem „Menschenrecht“ zu erklären. Wegen ihres Abtreibungsextremismus und ihres verzerrten Verdständnisses des Völkerrechts hatte der US-Senat Cleveland als oberste Rechtsberaterin des US-Außenministeriums abgelehnt.

Nun versucht Joe Biden sie innerhalb kurzer Zeit in einem zweiten Anlauf in eine ranghohe Position zu installieren.

In ihrer früheren Position als Mitglied des UN-Menschenrechtsausschusses von 2015 bis 2018, eine Position, die ihr Bidens Parteikollege Barack Obama verschafft hatte, setzte sich Cleveland offen und direkt dafür ein, daß Staaten den Schutz des ungeborenen Lebens in ihren nationalen Gesetzen aufheben. Sie war auch, wie C‑Fam berichtet, eine führende Befürworterin der Erklärung des Abtreibungszugangs als Teil des „Rechts auf Leben“ in einem umfassenden Rechtskommentars, der als Allgemeine Bemerkung 36 bekannt ist. Diese Auffassung wurde von den UN-Mitgliedstaaten nie akzeptiert. Die Abtreibungslobby versucht jedoch durch ununterbrochenen Angriff und Lobbyismus die Lebens- und Menschenfeindlichkeit als „Rechtsgut“ zu installieren.

Quelle: Katholisches.info

PAX VOBIS vom 28.08.2022

Sve bitno o sv. Biskupa Amrosios iz Hippo

GEDENKTAG

ENTHAUPTUNG JOHANNES‘ DES TÄUFERS

Gedenktag

Ohne es recht zu wollen, ließ Herodes Antipas, der Tetrarch von Galiläa, Johannes den Täufer ermorden. Die Geschichte wird in Mk 6,17-29 (Mt 14,3-12; Lk 3,19-20) erzählt. Herodias, die mit Herodes in ungesetzlicher Ehe lebte, hatte dem unbequemen Mahner seinen Protest nicht verziehen. Die Enthauptung, eine von den Römern übernommene Todesart, galt bei den Juden als die schimpflichste aller Strafen (von der Kreuzigung abgesehen, die keine jüdische Strafart war). Johannesjünger, die vielleicht Zeugen der Hinrichtung waren, brachten seinen Leichnam der Überlieferung zufolge nach Samaria-Sebaste. Ein Fest der Enthauptung des Johannes ist in der Ostkirche seit dem 4., im Westen seit dem 5. Jahrhundert bezeugt.

NEWS: 20 neue Kardinäle

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1079093.html

Reformorientiert – und relativ jung

Die katholische Kirche hat 20 neue Kardinäle. Der jüngste ist erst 48 Jahre alt, viele sind die ersten Kardinäle aus ihrer Region. Damit zeigt der Papst, wie er sich den Kurs eines Nachfolgers vorstellt.

Sie sitzen in einem Halbkreis vor Papst Franziskus, die Kirchenmänner, die jetzt Kardinäle werden. Einer nach dem anderen erheben sie sich, einzeln treten sie nach vorne, knien sich vor den Papst.

Aus seinen Händen erhalten sie die traditionelle Kopfbedeckung, das rote Birett, den Kardinalsring und ihre Ernennungsurkunde.

20 Kardinäle sind es, die Franziskus hier ernennt. 16 von ihnen sind unter 80 Jahren. Das Alter ist wichtig, denn nur Kardinäle, die bei einer Papstwahl noch jünger als 80 sind, sind wahlberechtigt. Indem er jüngere Kardinäle ernennt, kann Franziskus also versuchen, indirekt Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers zu nehmen – in der Hoffnung, dass sein Weg weitergeführt wird.

00:25-01:07   automatischeFull HDsehr hohehohemittlereniedrige  0.250.50.75Standard1.251.51.752Papst Franziskus ernennt 20 neue KardinäleAnja Miller, ARD Rom, tagesschau 20:00 Uhr, 27.8.2022

Die großen Fragen – und die kleinen

Doch worauf legt Franziskus Wert? Kurz zuvor hat er in seiner Predigt beschrieben, was aus seiner Sicht einen guten Kardinal ausmacht:Ein Kardinal liebt die Kirche, immer mit demselben geistlichen Feuer, ob er nun mit großen oder kleinen Fragen befasst ist, ob er die Großen dieser Welt trifft oder die Kleinen, die vor Gott groß sind.

Das betont Franziskus mehrmals: Ein Kardinal müsse sich um die große Diplomatie genauso kümmern wie um die kleinen pastoralen Angelegenheiten.

„Aber politisch sind wir alle“

Die Beschreibung trifft zum Beispiel auf den neu kreierten Kardinal Leonardo Steiner zu, Erzbischof von Manaus im Amazonasgebiet – eine Gegend, die schlimm von der Corona-Pandemie betroffen war. Steiner half dabei, Sauerstoffflaschen zu verteilen. Der Brasilianer mit deutschen Wurzeln ist gleichzeitig ein Kritiker von Brasiliens rechtspopulistischer Regierung. Für Steiner ist das kein Widerspruch:Wir alle gehören zu einer Gemeinschaft. Wir nehmen nicht teil an einer Partei. Aber politisch sind wir alle, das heißt, wir haben eine Verantwortung in der Gemeinde.10.06.2022RücktrittsspekulationenGerüchte um den PontifexEinige Insider sehen Anzeichen dafür, dass Papst Franziskus über einen Rücktritt nachdenkt.

Reformer und Trump-Gegner

Große Fragen der Politik – die sind auch für den US-Amerikaner Robert McElroy ein Thema. Als Bischof der kalifornischen Grenzstadt San Diego macht er sich für Migranten stark – und legte sich dabei auch mit der Regierung Trump an. Auch Rassismus, Einwanderung oder Klimawandel sieht McElroy als wichtige Themen für die Kirche:Ich bin neu im Kardinalskollegium, ich muss noch viel lernen. Aber ich freue mich, den Lernprozess anzufangen. Und ich bin sehr dankbar über die neue Mission, die mir anvertraut wurde und ich freue mich, auf jede mögliche Weise mitzuwirken.

McElroy gilt als Reformer – und als starker Unterstützer des Papstes. Franziskus hat ihn zum Kardinal ernannt, den eigentlich einflussreicheren, konservativen Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz dagegen übergangen. Ein Zeichen.17.08.2022Papst-Vertrauter aus KanadaKardinal sexueller Übergriffe beschuldigtDutzenden Geistlichen wird sexueller Missbrauch vorgeworfen – auch einem engen Vertrauten des Papstes.

Das Kollegium wird deutlich internationaler

Franziskus ernennt auch Kardinäle, die aus Regionen kommen, die noch nie einen Kardinal gestellt haben, wie Ost-Timor. Durch die neuen Kardinäle aus Paraguay, Singapur oder Korea wird die Kirche internationaler.

Und durch die Ernennung von Kardinälen wie Giorgio Marengo auch etwas jünger. Der 48-jährige Italiener wirkt in der Mongolei, wo es nur wenige Gläubige gibt, und sagt zu seiner Ernennung:Ich glaube, dass das ein Zeichen für eine Öffnung ist, der Treue zum Evangelium von Seiten des Papstes. Er wendet sich an die kleineren Ortskirchen, die die mehr Unterstützungsbedarf haben, die auf dem Weg zum Glauben Begleitung brauchen.

Erbe geregelt?

Und wie geht es nun weiter? Wenn man die neuen Kardinäle dazurechnet, hat Papst Franziskus den Großteil der wahlberechtigten Kardinäle ernannt. Theoretisch ist es also wahrscheinlich, dass sich eine Zweidrittelmehrheit für einen Papst findet, der irgendwann Franziskus‘ Weg weiterführt.

Theoretisch – denn oft genug entscheiden sich die Kardinäle im Konklave dann doch für einen neuen Papst mit ganz anderen Ideen.Papst ernennt neue Kardinäle – Internationaler denn je

NEWS: Konsistorium beginnt am 29.08.2022

Für Montag, den 29. August, wurde von Papst Franziskus ein ordentliches Kardinalskonsistorium einberufen. Am Montag und Dienstag werden sich die Kardinäle in Rom versammeln, um über die neue Apostolische Konstitution Praedicate Evangelium „nachzudenken“. Dieses Wort verwendete Franziskus am 29. Mai, als er am Ende des Regina Cæli die Einberufung des Konsistoriums ankündigte. Die Einberufung umfaßt mehrere Teile. Im ersten, dem außerordentlichen Konsistorium, wird Franziskus am kommenden Samstag, das nächste Konklave fest im Blick, neue Kardinäle kreieren.

Gesichert ist, daß das von den Kardinälen vorzunehmende Nachdenken kein freier und offener, klarer und ehrlicher Austausch mit Parrhesia [Redefreiheit] sein wird, wie Franziskus zu sagen pflegt, sondern im Gegenteil: Keiner der Kardinäle wird intervenieren oder gar Fragen stellen können.

Dieses „Detail“ wurde gestern von der voyeuristischen, schmuddeligen Website Dagospia, die allerdings über verblüffend gute Kontakte in den kirchlichen Bereich verfügt, bekanntgegeben. Sie berichtete auch, daß die Kardinäle den „ausführlichen einleitenden Bericht von Monsignore Marco Mellino, Sekretär des Kardinalsrates [ex C9-Kardinalsrat], über die Römische Kurie im Lichte der Apostolischen Konstitution Praedicate Evangelium, mit einer allgemeinen Darstellung, Neuigkeiten, Zeiten und Methoden der Anwendung“ erhalten haben. Von diesem Bericht war bereits in einer Meldung der italienischen Presseagentur ANSA vom 9. Mai die Rede, die den Zweck eines Treffens von Franziskus mit den Dikasterienleitern an der Römischen Kurie zum Thema hatte, das an jenem Tag stattgefunden hatte.

Dagospia veröffentlichte das Dokument in seiner Gesamtheit, d. h. den Bericht, der von Mellino bei jenemTreffen den Dikasterienleitern „unter Gelächter und nicht gerade schmeichelhaften Kommentaren“ vorgelesen wurde und der dann an die Kardinäle in aller Welt geschickt wurde, die sich in wenigen Tagen im Vatikan versammeln werden. Msgr. Mellino bereitete sie darauf vor, recte warnte sie vor, daß keine Wortmeldungen oder Fragen der Kardinäle geplant seien.

Jene, die dachten – und das gilt natürlich in erster Linie für die direkt betroffenen Kardinäle selbst –, daß das Konsistorium eine Gelegenheit sein würde, Franziskus um Klarstellungen zur Kurienreform, die am 5. Juni in Kraft getreten ist, bitten oder sogar Anmerkungen dazu abgeben zu können, müssen diese Erwartungen zurückstellen. Dabei ist das Kardinalskollegium der Senat der Kirche und soll den Papst beraten. Doch offenbar handelt es sich um „zu hohe“ Erwartungen an den derzeit regierenden Pontifex, der zwar „Nachdenken“ sagt, aber Schweigen meint.

Laut Dagospia rief der Text bereits die Kritik einiger Mitglieder des Kardinalskollegiums hervor, die ihn für ein eigenwilliges „Potpourri von Überlegungen“ von Paul VI., Johannes Paul II. und Franziskus halten. Die fehlende Nennung von Benedikt XVI. ist dabei kein Zufall.

Zwischen dem außerordentlichen Konsistorium am Samstag und dem ordentlichen, das am Montag beginnt, wird Papst Franziskus am Sonntag einen Pastoralbesuch in L’Aquila, der alten Kaiserstadt des Staufers Friedrich II., abstatten, die bei einem schweren Erdbeben 2009 fast dem Boden gleichgemacht wurde. Dabei ist auch ein Besuch am Grab von Cölestin V. vorgesehen, dem einzigen Papst der Kirchengeschichte, der vor 2013 freiwillig zurückgetreten ist. 

1294 dankte Cölestin, der bis dahin als Eremit in den Bergen gelebt hatte, nach nur wenigen Monaten ab. Nur unter dieser Bedingung hatte er seiner Wahl zugestimmt, nachdem die Kardinäle zwei Jahre lang, seit dem Tod seines Vorgängers, nicht imstande gewesen waren, einen neuen Papst zu wählen. Die beiden großen Parteiungen Guelfi und Ghibellini, die Italien spalteten, hielten sich auch im Kirchensenat die Waage. Die einen standen den Welfen nahe und galten als „päpstliche Partei“, die andere den Waiblingern, womit die Staufer gemeint waren, also der „kaiserlichen Partei“. Allerdings durfte Cölestin, nunmehr wieder Pietro da Morrone, nicht mehr in sein Einsiedlerleben zurückkehren, sondern wurde von seinem Nachfolger in Ehrenhaft gehalten – in Ehren, aber in Haft.

Quelle: katholisches.info

NEWS: Die Heilige Pforten sind offen

Nachrichtensendung vom 26.08.2022

Kurienkardinäle müssen nur noch hören und schweigen
Kein Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I.
Katholische Kampagne gegen Abtreibung und Biden
Haus von Hl. Petrus gefunden

Mittwochskolumne vom 24.08.2022

Eucharistische Anbetung

Bern (novaradio.ch): Es gibt viele Formen der Frömmigkeit. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die denken, es gäbe nur die eine richtige Form. Während es bei den Sakramenten, vor allem bei der Feier der Heiligen Messe, sehr wichtig ist, dass der Priester sich an die liturgischen Vorgaben hält, sind die Laien freier bei der Suche nach den passenden Formen für ihre Beziehung zu Gott. Die einen Gläubigen lieben den Rosenkranz, die anderen gehen an Wallfahrtsorte, wiederum andere beten in der Natur zum Schöpfer aller Dinge. Ich glaube, es war der emeritierte Papst Benedikt, der einmal sagte, es gäbe so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt. Daher finde ich es auch verfehlt, wenn man Menschen aufgrund irgendwelcher Verhaltensweisen, die ihre Spiritualität betreffen, kritisiert. Ich meine damit nicht Verhaltensweisen, die klar gegen die katholische Lehre gerichtet sind, wie beispielsweise esoterische Praktiken, sondern solche, die im Einklang der Lehre sind. Wenn jemand die Handkommunion der Mundkommunion vorzieht oder freie Gebete dem Rosenkranz, dann bleibt er deswegen trotzdem katholisch. Katholisch bedeutet allumfassend und daher ist es wichtig, dass wir – sofern es nicht die dogmatischen Fragen unseres Glaubens betrifft – tolerant sind gegenüber unseren Mitschwestern und Mitbrüdern. Dies vor allem deswegen, weil Gott zu jedem Menschen eine Beziehung sucht und wir nicht wissen können, was der einzelne Mensch in einem bestimmten Moment seines Glaubenslebens braucht. Mir hat beispielsweise der Rosenkranz immer sehr viel Kraft gegeben. Ich bete ihn jeden Tag. Für einen anderen Katholiken kann es ein anderes, persönlich formuliertes Gebet sein, das ihn stärkt. Ich würde nie auf die Idee kommen, mein Beten wichtiger zu empfinden.

Heute möchte ich für eine Frömmigkeitsübung Werbung machen, die ich erst vor einem halben Jahr für mich entdeckte. Die Eucharistische Anbetung. Lange habe ich mich davor gescheut und empfand es nicht als eine Form, die mir zusagt. Vor einem halben Jahr fing ich an, jede Woche einer Eucharistischen Anbetung beizuwohnen, die nach einer Messe stattfand. Die Ruhe und den Frieden, die ich dabei verspürte, sind unvergleichlich. Einfach in der Stille bei Jesus zu verharren und ihm seine Sorgen und Nöte mitzuteilen, ist ein riesiges Geschenk. Was die Eucharistische Anbetung so schön macht, ist die völlige Freiheit, die man beim Anblick des Allerheiligsten verspürt. Gott ist da und man verbringt einfach Zeit mit ihm. Er geht nicht weg, er bleibt ständig bei uns. Ich möchte Sie alle ermutigen, die Eucharistische Anbetung zu versuchen. Vielleicht machen Sie die gleiche Erfahrung wie ich sie machen durfte.

Theologiestunde vom 22.08.2022

Heute können Sie den 13. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören.

Nachrichtensendung vom 19.08.2022

Stoppt den Abtreibungsexport nach Afrika
Schweizer Katholiken wünschen Reformen
US-Zeitschrift bringt dem Rosenkranz mit Extremismus in Verbindung

Schweizer Bericht für die Bischofssynode 2023 – Schweizer Bischofkonferenz (bischoefe.ch)

Mittwochskolumne vom 17.08.2022

Synodaler Prozess

Bern (novaradio.ch): Die Schweizer Bischöfe haben nun die Vorschläge derjenigen Menschen nach Rom geschickt, die an den Umfragen des synodalen Prozesses teilgenommen haben. Ich gehöre zu den Menschen, die es begrüssen, dass der Papst diesen weltweiten Prozess ausgerufen hat. Es ist wichtig, dass sich Laien und Priester Gedanken machen zur Zukunft der Kirche. Weiter bin ich der Meinung, dass es durchaus Änderungen im Kirchenrecht betreffend der Macht einiger Ämter – wobei hier auch Ämter von Laien gemeint sein können –  geben sollte, die zu einer authentischeren Kirche führen würden. Machtmissbrauch ist tatsächlich etwas, was man durch gewisse Reformen einschränken müsste.

Ich bin jedoch klar dagegen, den synodalen Prozess dafür zu gebrauchen, um wesentliche Punkte der Glaubenslehre zu verändern. Es ist nicht an uns, das Evangelium neu zu schreiben. Wir haben die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass die Frohe Botschaft auch im dritten Jahrtausend ein Leuchtturm für die Menschen ist. Hierfür braucht es keine Neufassung der Botschaft Christi, sondern deren adäquate Verbreitung. Auch sind wir in der Pflicht, die kirchliche Ordnung so zu gestalten, dass sie menschenwürdig ist und dass der Auftrag Christi, wonach der Höchste unter uns der Diener aller sein soll, verwirklicht wird. In der Vergangenheit ist dies nicht immer geschehen, dies muss ehrlich gesagt werden.

Der synodale Prozess leidet unter zwei Tendenzen, die gerade in der Kirche in der Schweiz sehr stark vertreten sind. Einerseits eine Nostalgie nach vergangenen Zeiten, die in Tat und Wahrheit nie so waren, wie sich einige Nostalgiker vorstellen. Auf der anderen Seite der Glaube, man müsse alles verändern. Beide Vorstellungen sind falsch. Wir müssen den beschwerlichen Weg gehen, der die Kirche weder vor das zweite Vatikanum zurückbringt noch durch die Abschaffung des Pflichtzölibats, der Einführung der Frauenweihe oder die Änderung der Sexualmoral die Kirche dem Zeitgeist anpasst. Dieser schwere Weg ist hart und braucht langen Durchhaltewillen. Aber er ist der einzige Weg, auf dem sich die Kirche nicht verleugnen muss. Wichtig ist, den Menschen wieder vermehrt aufzuzeigen, weshalb die Kirche an gewissen Vorgaben und Regeln festhält. Nur schon deshalb ist die Beteiligung der Laien am synodalen Prozess sehr wichtig. Der mündige Katholik muss lernen, in der Zukunft die Kirche aktiv mitzugestalten, ohne jedoch das Evangelium oder die kirchliche Lehre, wie sie über 2000 Jahre gewachsen ist, zu zerstören. Dies wird ein schwerer Spagat sein, den wir aber mit Gottes Hilfe schaffen können.

Theologiestunde: Maria Himmelfahrt 2022

Alles zum Thema Maria Himmelfahrt.

Quelle: Kathpedia

Theologiestunde vom 15.08.2022

Heute können Sie den 12. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“ hören.

Nachrichtensendung vom 12.08.2022

WM und Christen in Katar
Vier Prophezeiungen sind erfüllt
Man spielt Gott

Mittwochskolumne vom 10.08.2022

Bern (novaradio.ch): Heute gedenkt die Kirche des Heiligen Laurentius. Der Heilige Laurentius war ein Diakon, der sich um die Armen gekümmert hat. Er hat sich standhaft geweigert, dem römischen Kaiser den Kirchenschatz herauszugeben, sondern hat diesen an die Mitglieder der Gemeinde verteilt. Anschliessend versammelte er die Armen und Kranken und präsentierte diese dem Kaiser als den wahren Schatz der Kirche.

Wir dürfen nie vergessen, dass der materielle Reichtum eine grosse Gefahr für unser Seelenheil und auch für das Heil der Kirche darstellen kann. Es geht nicht darum, jede Form von Reichtum zu kritisieren. Natürlich braucht der Mensch materielle Dinge und es ist gut, dass in vielen Ländern der Welt die Menschen nicht mehr Angst haben müssen, vor Hunger und Durst zu sterben. Trotzdem sollte uns immer das Wort der Bibel vor Augen stehen, wonach der Mensch nicht von Brot alleine lebt. Uns auf den materiellen Reichtum zu verlassen und diesen als unser Glück zu betrachten, ist äusserst gefährlich und falsch. In der Schweiz ist die Kirche in vielen Gegenden sehr reich und trotzdem ist sie innerlich leer. Der Schatz dieser Ortskirchen sind nicht die Menschen, welche die Kirche durch ihre Taten und Gebete beleben, sondern das Geld. Mit Geld lässt sich aber keine lebendige Gemeinschaft aufbauen. Auch Staaten, die das Gefühl haben, dass der Zusammenhalt ihrer Menschen auf dem Geld basiert, gehen früher oder später unter.

Das Beispiel des Heiligen Laurentius lehrt uns, dass nur eine Kirche, die sich selbst als arm betrachtet und auch für die Armen da ist, eine Zukunft hat. Der Heilige Laurentius verlor sein Leben für seinen Glauben, jedoch schenkte er dadurch vielen Menschen ein Glaubenszeugnis. Möge der Heilige Laurentius für uns Fürsprache halten bei Gott, dass wir in der Schweizer Kirche den Weg der Erneuerung finden, indem wir der weltlichen Macht und dem weltlichen Reichtum entsagen, damit Platz geschaffen wird für den Neuaufbau einer authentischen Kirche. Einer Kirche von den Armen für die Armen. DR

Theologiestunde vom 08.08.2022

Heute können Sie den 11. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

NEWS: Bedenkzeit fordert „Marsch fürs Läbe“

Die Anti-Abtreibungs-Demonstration „Marsch fürs Leben“ („Marsch fürs Läbe“) wird am 17. September 2022 in Zürich-Oerlikon stattfinden. In diesem Jahr ruft die Organisation insbesondere zu einer angemessenen Bedenkzeit für Frauen auf, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen.

Mindestens zehn Prozent der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, bereuen ihren Schritt, sagt Beatrice Gall, Medienverantwortliche des Schweizer „Marschs für das Leben“. „Sie realisieren, dass ihr Kind tot ist und dass sie es nie in ihren Armen halten werden“, fügt sie an. Mit solchen Argumenten wirbt die Organisation in diesem Jahr für die Bedenkzeit.

Laut den Organisatoren des 12. Marsches, der in der Regel in Zürich stattfindet, sollten sich die Betroffenen Zeit nehmen, nach Unterstützungsmöglichkeiten für ein Leben mit einem Kind suchen und darüber nachdenken, was sie brauchen, um das Kind willkommen heißen zu können.

Unter Mitwirkung von Bischof Eleganti

Der „Marsch fürs Läbe“ – wie er auf Schweizerdeutsch offiziell heißt – greift damit die Forderung der Volksinitiative „Nachts ist Rat teuer“ auf, die einen Bedenktag vor jedem Schwangerschaftsabbruch einführen will. Die Initiative wurde im Dezember 2021 von den SVP-Nationalrätinnen Andrea Geissbühler (Bern) und Yvette Estermann (Luzern) lanciert.

Sie befindet sich noch im Stadium der Unterschriftensammlung. Eine weitere von den beiden Politikerinnen lancierte Initiative mit dem Titel „Rettet lebensfähige Babys“ wendet sich gegen Spätabtreibungen. Beide Texte werden auf der Veranstaltung vorgestellt. Yvette Estermann soll bei dieser Gelegenheit eine Rede halten. Zu dem Marsch werden mehrere christliche Persönlichkeiten erwartet, darunter der ehemalige Weihbischof von Chur, Marian Eleganti.

Quelle: Vatican News

NEWS: Chinesische Botschaft in Frankreich veröffentlicht antikatholische Karikatur

Am Tag des umstrittenen Besuchs von Nancy Pelosi, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, in Taiwan hat die chinesische Botschaft in Frankreich eine politische Karikatur getwittert, die wegen ihrer scheinbar antikatholischen Botschaft kritisiert wird.

Das von einem chinesischen Künstler und Propagandisten namens Wuheqilin geschaffene Bild zeigt eine hagere, vermummte und hexenähnliche Frau – gekrönt mit einem Sternenkranz, der an die Jungfrau Maria erinnert –, die in ein Kinderzimmerfenster springt und versucht, ein Baby aus seinem Bettchen zu reißen. Ein muskulöser Mann mit einem Hammer in der Hand, eine klare Allegorie für den Kommunismus, schaut zu.

Das Gesicht der Frau ist das von Pelosi, was auch in der Bildunterschrift durch zwei Hashtags deutlich wird: #Taiwan und #Pelosivisit. Der Tweet enthält jedoch auch den Titel des Bildes auf Chinesisch, was auf eine zweite Bedeutung schließen lässt: „Maria, die Babydiebin“.

Pelosi ist eine der bekanntesten Katholiken in der US-Politik, gleich nach Präsident Joe Biden. Ihr Besuch am Dienstag auf der Insel Taiwan – die von den USA nicht offiziell als unabhängig von China anerkannt wird – war, wie die Washington Post berichtete, der höchste Besuch eines US-Beamten auf der selbstverwalteten Insel seit Jahrzehnten.

Eine Bildunterschrift auf dem Foto (in englischer Sprache) lautet: „Niemand mag Krieg, aber kein Vater würde jemals zulassen, dass jemand sein Kind stiehlt“. An der Wand befinden sich eine Landkarte Chinas sowie das Bild eines Frosches über dem Kopf des Babys.

In einem Kommentar für UCA News wies der Theologe und Kulturanthropologe Michel Chambon darauf hin, dass es einen Präzedenzfall dafür gibt, dass das Bild eines Frosches in China als Schimpfwort für die Menschen in Taiwan verwendet wird. Er sagte auch, die Karikatur stelle Pelosi als „eine Hexe dar, die Taiwan seinem Vaterland wegnehmen will“.

Benedict Rogers, ein britischer Menschenrechtsanwalt, der sich mit China befasst, nannte das Bild „schockierend grob, frevelhaft und zutiefst beleidigend für Katholiken und viele Christen anderer Traditionen auf der ganzen Welt“.

„Es ist ein Beispiel für das Regime der Kommunistischen Partei Chinas in seiner brutalsten, verdorbensten, ekelhaftesten und unmenschlichsten Form und signalisiert die klare Bereitschaft, Nancy Pelosi sowohl wegen ihres katholischen Glaubens als auch wegen der politischen Situation anzugreifen“, so Rogers in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

„Dies signalisiert, was diejenigen von uns, die China verfolgen, schon lange wissen – die absolute Feindseligkeit des Regimes der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber der Religion. In den letzten Jahren haben wir eine Verschärfung der Verfolgung von Christen, einschließlich Katholiken, und ein hartes Durchgreifen gegen die Religionsfreiheit insgesamt erlebt.“

Der Autor von UCA News wies darauf hin, dass der Heilige Stuhl eine der wenigen Organisationen von „globaler Bedeutung“ sei, die diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums, während Taiwan seine Unabhängigkeit beansprucht.

„Für chinesische Propagandisten mit Verfolgungssyndromen ist es ein einfacher Schritt, die US-Politik mit dem globalen Katholizismus zu vermengen“, schrieb Chambon.

Der chinesische Botschafter in Frankreich, Lu Shaye, bezeichnete den Besuch von Pelosi als „unnötige Provokation“ und sagte diese Woche, dass, sobald China sein erklärtes Ziel erreicht habe, die Kontrolle über Taiwan zu erlangen, ein Prozess der „Umerziehung“ der Inselbevölkerung folgen werde, berichtete Newsweek. Dies scheint auf einen ähnlichen Prozess hinzudeuten, wie er derzeit in Xinjiang stattfindet, wo Millionen uigurischer Muslime in den letzten Jahren in „Umerziehungs“-Lagern zusammengetrieben und gewaltsam an die chinesische Kultur angepasst wurden.

China hat in dieser Woche umfangreiche Militärübungen durchgeführt, bei denen während des Besuchs auch große Raketen auf das Meer um Taiwan abgefeuert wurden.

Chambon, der Kolumnist von UCA News, merkte an, das getwitterte Bild sei „nicht nur beleidigend, sondern signalisiert auch eine mögliche Rückkehr zur frühen kommunistischen Ideologie, die vielen schaden könnte“. Er erklärte, dass eine weitere Bedeutungsebene des Bildes auf einen von der Regierung in den 1950er-Jahren verbreiteten „Mythos“ zurückgehen könnte, wonach „katholische Waisenhäuser Fabriken waren, um chinesische Babys zu stehlen und zu töten“.

Die regierende Kommunistische Partei Chinas ist offiziell atheistisch, und religiöse Gläubige aller Couleur sind in China seit Jahren der Verfolgung ausgesetzt. Die katholische Kirche in China ist gespalten in die verfolgte, papsttreue katholische „Untergrundkirche“ und die von der Regierung sanktionierte Chinesische Patriotische Katholische Vereinigung.

Der Vatikan hat 2018 eine bislang unveröffentlichte vorläufige Vereinbarung mit der chinesischen Regierung getroffen, welche die Einheit der staatlich sanktionierten Chinesischen Patriotischen Katholischen Vereinigung und der Untergrundkirche in Gemeinschaft mit Rom herbeiführen soll. Stattdessen wurde die Verfolgung der Untergrundkirche fortgesetzt und nach Meinung einiger sogar verschärft. Hongkongs Kardinal Joseph Zen, 90, ein lautstarker Kritiker des Abkommens zwischen dem Vatikan und China, wird im September zusammen mit vier anderen prominenten Verfechtern der Demokratie vor Gericht gestellt.

Die Vereinigten Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, aber das Außenministerium spricht von „robusten inoffiziellen Beziehungen“, zu denen auch intensive Handelsbeziehungen gehören. Seit Jahren betreiben die USA eine „Ein-China-Politik“, um die chinesische Regierung nicht zu verärgern. US-Außenminister Anthony Blinken erklärte, der Besuch sei kein Zeichen für eine Änderung der US-Politik gegenüber Taiwan.

Rogers, der ein scharfer Kritiker des 2018 geschlossenen Abkommens zwischen dem Vatikan und China über die Ernennung von Bischöfen ist, meinte, die klare Feindseligkeit der chinesischen Regierung gegenüber dem Katholizismus – die seit langem bekannt ist, aber in der Karikatur voll zur Geltung kommt – sei „ein weiterer Grund, warum der Vatikan seine Beziehungen zu Peking überdenken sollte“.

Papst Franziskus hat gesagt, er hoffe, dass das Abkommen zwischen dem Vatikan und China über die Ernennung katholischer Bischöfe im Oktober für eine zweite Zweijahresperiode erneuert werde.

„Da die Frist für die Erneuerung des Abkommens mit Peking näher rückt, sollte der Vatikan angesichts des Völkermords an den Uiguren, des Abbaus der Freiheiten in Hongkong, der Verhaftung des 90-jährigen Hongkonger Kardinals Joseph Zen, der schweren Verfolgung von Christen in China und nun dieser eklatanten Beleidigung von Katholiken auf der ganzen Welt eine Aussetzung des Abkommens in Erwägung ziehen“, so Rogers gegenüber CNA.

Quelle: CNA Deutsch

NEWS: Medjugorje-Festival endet – Busunglück überschattet Feier

Mit einem großen Gottesdienst am Freitagabend und einer Bergmesse ist in Medjugorje das 33. Internationale Jugendfestival („Mladifest“) zu Ende gegangen. Überschattet wurde der Abschluss von einem Busunglück am frühen Samstagmorgen. Insgesamt 12 polnische Pilger starben auf der Fahrt zum Abschlussgottesdienst.

Mutter Gottes in Medjugorje

Der Reisebus der Pilger war nordöstlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb von der Autobahn abgekommen. 31 weitere Personen seien verletzt worden, teilweise lebensgefährlich, hieß es.

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und sein kroatischer Amtskollege Andrej Plenkovic drückten auf Twitter ihr Beileid aus. Es seien alle Rettungsdienste im Einsatz, um den Überlebenden zu helfen, hieß es. Laut Morawiecki wollten der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski sowie der stellvertretende Außenminister Marcin Przydacz noch am Samstag nach Kroatien reisen.

50.000 Jugendliche aus 70 Ländern

Der Päpstliche Visitator für den bosnischen Marienwallfahrtsort, Aldo Cavalli, verglich die bevorstehende Rückkehr in die Heimat für die rund 50.000 anwesenden Jugendlichen aus 70 Ländern mit dem Moment der Entsendung der Apostel in den Evangelienberichten. „Geht in alle Länder der Welt und verkündet, was ihr hier in Medjugorje gesehen und gehört habt“, sagte der italienische Erzbischof. Das am Montagabend gestartete Jugendfestival stand unter dem Motto des Jesus-Wortes „Lernt von mir, und ihr werdet Frieden finden“.

Erstmals nahm auch der zuständige Bischof von Mostar-Duvno Petar Palic an dem Treffen teil. Neben Erzbischof Cavalli und Bischof Palic waren beim Jugendfestival unter anderen auch der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Juan Jose Omella, sowie Bischöfe aus Italien, Irland, Frankreich, der Ukraine, Albanien, Polen und aus Paraguay zugegen.

Hintergrund

Mit zuletzt wieder mehr als einer Million Pilgern pro Jahr zählt Medjugorje zu den größten katholischen Wallfahrtsorten. Bekannt wurde der Ort durch Berichte von Marienerscheinungen seit Juni 1981 von damals sechs Jugendlichen, die bei einigen bis heute andauern sollen. Aus der Gruppe der „Seher“ war beim diesjährigen Jugendfestival nur Jakov Colo präsent. Der 51-Jährige erzählte von seinen Erfahrungen bei der von ihm geleiteten Hilfsorganisation „Hände Mariens“ (Marijine Ruke), die derzeit rund 700 bedürftige Familien in Herzegowina unterstützt. Zudem betreibt die Organisation eine Volksküche in der nahe Medjugorje gelegenen Stadt Ljubuski.

Erscheinungen nicht offiziell anerkannt

Die Kirche hat die Marienerscheinungen bislang nicht offiziell anerkannt, jedoch mehrmals untersucht. Papst Franziskus äußerte sich zur Frage nach deren Echtheit nicht, entsandte jedoch seit 2017 einen Bischof als vor Ort lebenden Beauftragten und Visitator und erlaubte 2019 erstmals auch von Bischöfen geleitete Pilgerfahrten nach Medjugorje. Das Jugendfestival gilt neben dem Jahrestag der Erscheinungen als Höhepunkt des Jahres in Medjugorje. Seit 1989 findet es jährlich im August statt und dauert fünf Tage.

Quelle: Vatican News

NEWS: Deutscher Bericht zur Weltsynode

SCHWEIZER BERICHT KOMMT MITTE AUGUST HERAUS

Die deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am Freitagmittag in deutscher und englischer Sprache ihren Bericht für die Weltsynode zur Synodalität veröffentlicht, die 2021 ihren Auftakt nahm und im Oktober 2023 mit einer Generalversammlung der Bischofssynode abschließen soll.

Die Rückmeldungen aus den einzelnen Diözesen, die in den vergangen Monaten zusammengestellt worden waren, wurden nun von der Bischofskonferenz zusammengefasst. Der Bericht hält dabei fest, dass die „Anzahl der Gläubigen, die sich in den Diözesen an der Befragung zur Weltbischofssynode beteiligt haben“, nur „im untersten einstelligen Prozentbereich“ liege.

„Die Rückmeldungen aus den Diözesen wünschen, dass die Themen des Synodalen Weges in Deutschland (1. Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, 2. Priesterliche Existenz heute, 3. Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche, 4. Leben in gelingenden Beziehungen) als wichtige ortskirchliche Anliegen in die Weltbischofssynode eingebracht werden“, so der Bericht. „Die Bearbeitung der mit diesen Themenstellungen verbundenen innerkirchlichen Reformbedarfe wird als Voraussetzung für eine neue Glaubwürdigkeit der Kirche in Deutschland und ihrer Sendung in die heutige Gesellschaft hinein angesehen.“

Andererseits hätten „einige Bischöfe“ auch darauf hingewiesen, „dass einzelne Gruppen von Gläubigen einen Mangel an geistlicher Tiefe und Glaubenskraft beklagen und mehr Engagement für eine Erneuerung der Christusbeziehung fordern, wie es in manchen Diözesen schon geschieht“.

Ausgrenzung von Personengruppen

Laut Bericht erfahren sich bestimmte Gruppen in der Kirche als „ausgegrenzt“, darunter solche, die „nicht mit der Lehre der Kirche konform gehen (z.B. LGBTQ-Personen, Menschen mit Lebensbrüchen, aus der Kirche Ausgetretene …)“, die „von kirchlichen Ämtern oder Diensten ausgeschlossen sind (vor allem Frauen, aber auch verheiratete Männer, Jugendliche, Ehrenamtliche)“, sowie jene, die „nicht dem bildungsorientierten, bürgerlichen Milieu angehören (z. B. von Armut betroffene Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund …)“.

„Es wird bemängelt, dass Bischöfe oder Generalvikare, Priester und hauptberufliche pastorale Mitarbeiter/innen nicht oder zu wenig auf Laien, Ehrenamtliche, junge Menschen, ‚einfache Gläubige‘ … hören“, heißt es weiter. Die Kirche werde stattdessen „als ‚definierende und nicht zuhörende Institution‘ wahrgenommen“.

„Innerkirchlich wird mehrfach bezweifelt, dass eine offene, angstfreie Rede möglich ist“, erklärte die deutsche Bischofskonferenz im Bericht. „Es gibt Tabuthemen, die innerkirchlich nicht offen besprochen werden können, wie vor allem Fragen zur Sexualität (z. B. Verhütung, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe …). Theolog/innen fürchten im Fall einer differenzierten und offenen Äußerung um den Entzug ihrer Lehrerlaubnis. Laien fühlen sich in ihrer Sprachfähigkeit und Mitsprachemöglichkeit Klerikern und anderen theologisch gebildeten Personen gegenüber unterlegen und oft nicht verstanden.“

Am Ende wird ausdrücklich eine Stimme zitiert, wonach es in der Kirche „eine klare Positionierung der Bischöfe zu den drängenden Anfragen dieser Zeit“ brauche, darunter „den gleichberechtigten Zugang aller Getauften zu den kirchlichen Ämtern, eine Neubewertung in der Sexualmoral und einen diskriminierungsfreien Umgang mit homosexuellen und queeren Menschen. Eine klare Positionierung bedeutet auch, eine Sprache zu sprechen, die die Menschen verstehen können und die sich nicht hinter Verklausulierungen versteckt.“

Liturgie

Es gebe „in allen deutschen Bistümern eine qualitätvoll gefeierte Liturgie“, wobei dennoch eine „Deutung der Riten“ in „einer konkreten und verständlichen Sprache“ gefordert werde, um so „die Lebenswirklichkeit der Menschen“ zu betreffen. „Viele konkrete Vorschläge werden gemacht: Predigtdienst durch Laien, Reform der Leseordnung, Gottesdienste in einfacher Sprache, eine Willkommenskultur, Abbau der Distanz zwischen Altarraum und Gemeinde …“

„Begrüßt werden liturgische Feiern, die von dazu befähigten Frauen, Jugendlichen, Ehrenamtlichen … geleitet werden“, insbesondere „liturgische Tauffeiern und Eheassistenz durch Laien“.

Autorität und Teilhabe

Zum Themenfeld „Autorität und Teilhabe“ heißt es im Bericht:

Strukturell werden u. a. gewünscht: Partizipationsstrukturen, Transparenz und Beteiligung bei der Wahl von Bischöfen und bei der Bestellung von Pfarrern, zeitliche Befristung der Ämter und Aufgaben, Kontrolle von Macht und Machtausübung, Aufklärung und Ahndung von Machtmissbrauch, eine Feedback-Kultur und Beschwerdewege … Konkret wird eine Beteiligung von Frauen mit Stimmrecht an der Weltbischofssynode gefordert. In vielen Rückmeldungen geht es um eine „heilsame Dezentralisierung der katholischen Kirche“.

Priester sollten sich primär der Seelsorge widmen können, nicht der Verwaltung.

Quelle: CNA Deutsch

Nachrichtensendung vom 05.08.2022

Opus Dei in Argentinien wird angezeigt
Russische vs. ukrainische Kirche
Dämpfer für Pro-Life Bewegung

Mittwochskolumne vom 03.08.2022

Nationalfeiertag

Bern (novaradio.ch): Am letzten Montag feierten wir den Nationalfeiertag. Ich war in der Heiligen Messe und habe mich darüber gefreut, dass wir in unserer Bundesverfassung, in unserer Hymne sowie in unserer Landesfahne einen Gottesbezug haben. Auf der anderen Seite war aber auch eine Trauer da, dass dieser Gottesbezug im Alltag so eine geringe Rolle in der Schweiz spielt. Die Kirchen in der Deutschschweiz sind sehr leer und das Wissen rund um den Glauben ist sehr gering. Viele Menschen glauben, dass dies mit dem Wohlstand zu tun hat. Ich teile diese Auffassung jedoch nicht. Auch andere Länder sind wohlhabend und trotzdem sind dort mehr Menschen religiös aktiv als in der Schweiz. Auch ist es nicht so, dass in der Schweiz ein Zusammenhang bestünde zwischen der Armut und der religiösen Partizipation. Es ist auffallend, dass gerade die Generationen, die nach der Hochkonjunktur-Phase der 50er und 60er Jahre geboren sind, noch viel distanzierter gegenüber der Kirche sind. Wenn man sich anschaut, wer jetzt noch in den normalen Pfarreien in der Kirche aktiv ist, dann sind dies eher gutbürgerliche Menschen, die keiner finanziellen Unsicherheit ausgesetzt sind. Die ganzen Diskussionen darüber, dass die Menschen nur dann gläubig sind, wenn sie arm sind, sind verfehlt. Wenn wir heute in einem der säkularsten Länder der Welt leben, wenn nicht sogar dem säkularsten, dann ist dies nicht auf äussere, sondern auf innere Faktoren zurückzuführen, die im Menschen zu suchen sind. Leider haben sich viele Menschen in der Schweiz von Gott entfremdet. Ich glaube, dies hängt damit zusammen, dass bereits sehr früh die wirkliche Beziehung zu Gott zweitrangig wurde und der Glaube oft nur kulturelle Zwecke hatte. Nichts schadet dem wahren Glauben so sehr, wie wenn er nur als Übung praktiziert wird, ohne dass das innere Feuer der Überzeugung da ist. Ich selber merke auch immer wieder, wie oft ich gedanken- und leider auch herzlos bete, ohne dass mich das innere Feuer packt. Jeder Katholik muss sich vor dieser Gewohnheit hüten.

Wir müssen von den Fehlern der früheren Generationen lernen. Vieles wurde in den letzten Jahrzehnten in der Schweizer Kirche falsch gemacht. Es gab aber auch sehr viele gute Menschen in dieser Kirche, welche die Saat für einen Neuanfang gelegt haben. Orientieren wir uns daran. Unsere Hymne, unsere Verfassung und unsere Fahne machen uns nicht zu Christen. Es ist unsere Nächstenliebe im Alltag und unsere tiefe Beziehung zu Gott. DR

Mögliches Treffen in Kasachstan

Bei der am Montag offiziell angekündigten Apostolischen Reise von Papst Franziskus nach Kasachstan vom 13. bis zum 15. September könnte es auch zu einer Begegnung mit dem russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill kommen.

Bischof Adelio Dell’Oro von Karaganda in Kasachstan sagte am Dienstag gegenüber Vatican News, in dem Land lebten „Menschen mit mehr als 130 verschiedenen Nationalitäten und vielen Religionen“, weshalb die Reise „eine große ökumenische und interreligiöse Chance für Papst Franziskus“ sei.

„Außerdem scheint es, dass auch Patriarch Kyrill zu diesem Kongress kommen wird“, so Dell’Oro mit Blick auf den Anlass der Apostolischen Reise, nämlich den „Kongress der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“.

„Es könnte daher auch eine Gelegenheit für die Führer der beiden Kirchen sein, sich hier nach ihrem Treffen in Kuba und nach dem Online-Gespräch im März zu treffen“, spekulierte der Bischof. „Hoffen wir, dass dieses Treffen stattfinden kann.“

Erstmals war Papst Franziskus dem Moskauer Patriarchen erstmals im Jahr 2016 in Kuba begegnet.

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 sprach Franziskus im März per Videokonferenz erneut mit Kyrill.

In einem Interview sagte der Papst anderthalb Monate später, in der ersten Hälfte des 40-minütigen Gesprächs habe Kirill „mir alle Rechtfertigungen für den Krieg vorgelesen“.

„Ich habe zugehört und ihm gesagt: Ich verstehe das alles nicht. Bruder, wir sind keine Staatskleriker, wir können nicht die Sprache der Politik verwenden, sondern die Sprache Jesu. Wir sind Pfarrer desselben heiligen Volkes Gottes. Deshalb müssen wir nach Wegen des Friedens suchen, um das Feuer der Waffen zu stoppen“, so Franziskus.

„Der Patriarch darf nicht zum Messdiener Putins werden“, warnte der Papst.

Quelle: CNA deutsch

Reiseprogramm nach Kasachstan

Einen Tag nach der offiziellen Ankündigung, Papst Franziskus werde vom 13. bis zum 15. September in die kasachische Hauptstadt Nur-Sultan reisen, hat der Vatikan das detaillierte Programm veröffentlicht. Der Pontifex wird innerhalb von drei Tagen fünf Ansprachen bzw. Predigten halten.

Der Papst wird am frühen Morgen des 13. September, einem Dienstag, von Rom nach Nur-Sultan aufbrechen. Er landet dort um 17:45 Ortszeit, wobei die Zeitverschiebung vier Stunden beträgt. Am Abend wird er dem kasachischen Präsidenten einen Höflichkeitsbesuch abstatten und dann vor Vertretern der Zivilgesellschaft eine Rede halten.

Zur Eröffnung des „Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“, dem eigentlichen Anlass der Reise, wird der Papst am nächsten Morgen eine Ansprache halten. Danach stehen private Begegnungen mit Führungspersönlichkeiten verschiedener Religionen auf dem Programm. Der Vatikan nannte keine Namen, doch wird spekuliert, dass der Papst dabei auch auf den russisch-Orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill treffen könnte.

Am späten Nachmittag findet die einzige öffentliche Messe mit Papst Franziskus statt.

Für den Donnerstag steht, wie bei anderen Papstreisen auch, eine private Begegnung mit Mitgliedern der Gesellschaft Jesu an. Papst Franziskus ist selbst Jesuit. Gefolgt wird dies von einer Ansprache vor Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und anderen in der Pastoral tätigen Menschen.

Zum Abschluss des zweitägigen „Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen“ am Nachmittag hält der Papst wiederum eine Rede, bevor er um 16:45 Uhr nach einer Abschiedszeremonie den Rückflug antritt.

Die Ankunft in Rom ist für 20:15 (Ortszeit) vorgesehen.

Quelle: CNA deutsch

Klartext vom 01.08.2022

Frau Dr. des. phil. Anik Sienkiewicz, Co-Sekretärin Bioethik Kommission der schweizerischen Bischofskonferenz. Beantwortet Fragen zum Thema Abtreibung.

Quelle: Privat, Anik Sienkiewicz

Theologiestunde vom 01.08.2022

Der 10. Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

Pax Vobis vom 31.07.2022

Danasnja tema je, jedan od sedam Sakramenata, ispovijed.
In der heutigen Sendung geht es um die Beichte.

Nachrichtensendung vom 29.07.2022

Kurze Zusammenfassung vom 4. Tag der Papstreise
Papst Franziskus arbeitet weiter an seiner Agenda

PAPSTREISE NACH KANADA 2022

LINKS ZU DEN ERSTEN TAGE:

Franziskus in Kanada: Das war Tag 1 – Vatican News

Wortlaut: Franziskus am „See Gottes“ in Kanada – Vatican News

Die kanadische Presse: Was sich durch den Papstbesuch ändert – Vatican News

Kanadas Premier Trudeau: Bessere Zukunft für alle schaffen – Vatican News

Mittwochskolumne vom 27.07.2022

Das kirchliche Leben ausserhalb der Schweiz

Bern (novaradio.ch): Ich darf momentan in Becej in Nordserbien meine Sommerferien verbringen.  Dies ist die Heimatstadt meines Vaters, der ein Ungar ist. Viele Ungarn leben in der Provinz Vojvodina. Die katholischen Ungarn leben mit den orthodoxen Serben friedlich zusammen. Am Sonntag ging ich in die Messe und gestern habe ich die Stadtkirche besichtigt. Die Sakristanin, die dieses Amt ehrenamtlich ausübt, hat mir die Kirche gezeigt. Sie hat sich viel Zeit genommen, um mir alles zu erklären. Mich hat ihre Freundlichkeit sehr berührt. Zudem war es auch schön zu sehen, wie viele junge Menschen in der Messe waren. Da meine Mutter Kroatin war, haben wir zu Hause immer Kroatisch gesprochen und nicht Ungarisch. Daher ist mein Ungarisch relativ schlecht. Trotzdem konnte ich der Messe ohne Probleme folgen, da die Elemente der Messfeier natürlich die gleichen sind wie in jeder Heiligen Messe. Dies ist ein grosser Reichtum der katholischen Kirche, dass die Messfeier überall gleich gefeiert wird und man deswegen nie Mühe hat, einer Messfeier auf einer Sprache zu folgen, die einem nicht völlig vertraut ist. Wehmütig habe ich dabei an die Schweiz bzw. an die Situation im Bistum Basel gedacht. Wie oft habe ich Menschen aus dem Ausland angetroffen, die sich sehr darüber gewundert haben, wie bei uns im Bistum Basel die Gottesdienste gefeiert werden. Erstens finden oft gar keine Heiligen Messen statt, sondern sogenannte Wortgottesdienste. Und auch wenn eine Messe stattfindet, hält sich der Priester oft nicht an die liturgischen Vorgaben. Eine Pastoralassistentin oder ein Pastoralassistent liest das Evangelium, hält Predigt und macht auch sonst Teile des Gottesdienstes, die eigentlich nur dem Priester vorbehalten sind. Zudem ist man auch sonst sehr experimentierfreudig, was die Liturgie anbelangt. All diese Bemühungen, die sicherlich am Anfang von guten Absichten geleitet waren, haben nicht dazu geführt, dass mehr Menschen an den Gottesdiensten teilnehmen. Ganz im Gegenteil. Währenddem in anderen Ländern immer noch viele Menschen an die Messfeiern kommen, sind die Schweizer Gottesdienste leer. Speziell wenn keine Heiligen Messen stattfinden, kommt fast niemand in die Kirche. Ein Besuch im Ausland müsste vielen Schweizer Reformkatholiken klarmachen, dass der Schweizer Sonderweg in die Sackgasse führt. Kehren wir um und richten wir die hiesige Kirche wieder an der Weltkirche aus. DR

Kathnews spezial: Papstreise nach Canada

Alles zur Reise von Papst Franziskus nach Canada.

Opus Dei vom 25.07.2022

Heute geht es um die Weltkriese, da es an Heiligen fehlt.

Klartext vom 25.07.2022

Pater Martin Ramm, von der Petrusbruderschaft Schweiz, hat uns einen Text zur Verfügung gestellt, zum Thema Keuschheit.

Theologiestunde vom 25.07.2022

Der neunte Teil der Reihe „Wahrer Gehorsam“

Nachrichtensendung vom 22.07.2022

Teen Vogue wirbt für Abtreibungen
Papstreise ist eine Reise der Busse
Kleines Mädchen aus Brasilien schreibt dem Papst

HL. BIRGITTA VON SCHWEDEN

Ordensgründerin

Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, wurde 1303 (oder 1302) in Finstad bei Uppsala geboren. Es war das Jahr, in dem Papst Bonifaz VIII. und die hl. Gertrud die Große starben. 1316 vermählte sich Birgitta mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossten acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie „liebte wie ihr eigenes Herz“, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch „Erlöserorden“ genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zu Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie in schwedischer Sprache niederschrieb.

Quelle: Tagesimpuls – Erzabtei Beuron (erzabtei-beuron.de)

NEWS: Papst Franziskus ändert Status von Opus Dei neu!

Papst Franziskus hat in einem am Freitag veröffentlichten Motuproprio die Personalprälatur Opus Dei bestätigt und „ihre Organisation gemäß dem Zeugnis des Gründers, des heiligen Josefmaria Escrivá de Balaguer, und gemäß der Lehre der konziliaren Ekklesiologie über die Personalprälaturen“ präzisiert.

Zuständig für Personalprälaturen – bislang hat nur das Opus Dei diese kirchenrechtliche Form – ist nun das Dikasterium für den Klerus, nicht mehr das Dikasterium für die Bischöfe bzw. die Bischofskongregation, wie Papst Johannes Paul II. im Jahr 1982 in der Apostolischen Konstitution Ut sit verfügt hatte.

Zu den weiteren Änderungen durch das Motuproprio Ad charisma tuendum, das vom Presseamt des Heiligen Stuhls am Freitag nur auf Italienisch veröffentlicht wurde, gehört, dass der Prälat des Opus Dei dem zuständigen Dikasterium nun jedes Jahr einen Bericht „über den Zustand der Prälatur und die Durchführung ihrer apostolischen Arbeit“ vorlegen muss, nicht mehr nur alle fünf Jahre.

Das Motuproprio forder das Opus Dei auf, die Eigenstatuten „selbst entsprechend anzupassen“ und dann „von den zuständigen Organen des Apostolischen Stuhls“ genehmigen zu lassen.

Der Prälat des Opus Dei – der Obere der Personalprälatur – wird in Zukunft nicht mehr „mit dem Bischofsamt“ geehrt, sondern nur mit dem Titel des Apostolischen Protonotars. So solle „die Überzeugung gestärkt werden, dass zum Schutz der besonderen Gabe des Geistes eine Leitungsform erforderlich ist, die mehr auf dem Charisma als auf hierarchischer Autorität beruht“, argumentierte Papst Franziskus.

Der gegenwärtige Prälat, Msgr. Fernando Ocáriz Braña, wurde nach seiner Amtsübernahme Anfang 2017 – also schon während des Pontifikats von Papst Franziskus – nicht zum Bischof geweiht. Seine beiden Vorgänger, Javier Echevarría und Álvaro del Portillo, empfingen jeweils von Papst Johannes Paul II. persönlich die Bischofsweihe. Der Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá, war kein Bischof und starb, bevor die Personalprälatur errichtet wurde.

Das Motuproprio soll ab 4. August 2022 Rechtskraft entfalten.

Stellungnahme des Prälaten

In einer Stellungnahme erklärte der Prälat des Opus Dei: „Der Heilige Vater ermutigt uns, unsere Aufmerksamkeit auf das Geschenk zu richten, das Gott dem heiligen Josefmaria gemacht hat, um es voll zu leben.“

„Er ermahnt uns, das Charisma des Opus Dei zu pflegen, ‚um die Evangelisierungstätigkeit seiner Mitglieder zu fördern‘ und auf diese Weise ‚den Ruf zur Heiligkeit in der Welt zu verbreiten, durch die Heiligung der Arbeit und der familiären und sozialen Berufe'“, so Ocáriz. „Ich wünsche mir, dass diese Aufforderung des Heiligen Vaters in jedem einzelnen von uns einen starken Widerhall findet. Es ist eine Gelegenheit, den Geist zu vertiefen, den der Herr unserem Gründer eingeflößt hat, und ihn mit vielen Menschen in der Familie, am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld zu teilen.“

Zur Absage an die Bischofsweihe für die Prälaten des Opus Dei hielt Ocáriz fest, diese sei „für die Leitung des Opus Dei nicht notwendig. Der Wunsch des Papstes, jetzt die charismatische Dimension des Werkes zu betonen, lädt uns ein, die familiäre Atmosphäre der Zuneigung und des Vertrauens zu stärken: Der Prälat muss ein Führer, aber vor allem ein Vater sein.“

Quelle: cna deutsch

PAPSTREISE NACH KANADA: Programm

Logo Papstreise nach Kanada

Der heilige Vater besucht Kanada, um Busse zu tun, von 25.07-29.07.2022.
Hier stellen wir Ihnen das Programm zur Papstreise vor:

Montag, 25. Juli 2022
2.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den indigenen Völkern Kanadas, First Nations, Metis und Inuit in Maskwacis

8.45 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den indigenen Völkern und den Mitgliedern der Pfarrgemeinden in der „Holy Heart Church“ in Edmonton

Dienstag, 26. Juli 2022
2.15 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Heilige Messe im „Commonwealth Stadium“ in Edmonton

9.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Teilnahme an der “LAC STE. ANNE”-Pilgerfahrt und Wortgottesdienst am See „Lac Ste. Anne“

Mittwoch, 27. Juli 2022
10.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Höflichkeitsbesuch beim Generalgouverneur in der „Zitadelle von Québec“

10.20 live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit dem Premierminsiter in der „Zitadelle von Québec“

10.45 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den Vertretern der Zivilgesellschaft und der indigenen Völker mit dem diplomatischen Korps in der „Zitadelle von Québec“

Donnerstag, 28. Juli 2022
4.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Heilige Messe beim Nationalheiligtum „Sainte Anne de Beaupré“

Freitag, 29. Juli 2022
11.00 Uhr live | Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kanada
Begegnung mit den Jugendlichen und älteren Menschen auf dem Platz vor der Grundschule von Iqaluit

NEWS: Vatikan stoppt Synodaler Weg

In einer Erklärung von diesem Donnerstag präzisiert der Vatikan, dass die Gesprächsinitiative des Synodalen Wegs in Deutschland „nicht befugt“ sei, „die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten“. Gleichzeitig wird die Einladung ausgesprochen, die Vorschläge des Synodalen Weges in den Synodalen Prozess der Weltkirche einzuspeisen.

Hier die Mitteilung im offiziellen Wortlaut:

Zur Wahrung der Freiheit des Volkes Gottes und der Ausübung des bischöflichen Amtes erscheint es notwendig klarzustellen: Der „Synodale Weg“ in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten.

Es wäre nicht zulässig, in den Diözesen vor einer auf Ebene der Universalkirche abgestimmten Übereinkunft neue amtliche Strukturen oder Lehren einzuführen, welche eine Verletzung der kirchlichen Gemeinschaft und eine Bedrohung der Einheit der Kirche darstellen würden. In diesem Sinne rief der Heilige Vater in seinem Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland in Erinnerung: „Die Weltkirche lebt in und aus den Teilkirchen, so wie die Teilkirchen in und aus der Weltkirche leben und erblühen; falls sie von der Weltkirche getrennt wären, würden sie sich schwächen, verderben und sterben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Gemeinschaft mit dem ganzen Leib der Kirche immer lebendig und wirksam zu erhalten” [1]. Daher ist es wünschenswert, dass die Vorschläge des Weges der Teilkirchen in Deutschland in den synodalen Prozess, auf dem die Universalkirche unterwegs ist, einfließen mögen, um zur gegenseitigen Bereicherung beizutragen und ein Zeugnis der Einheit zu geben, mit welcher der Leib der Kirche seine Treue zu Christus, dem Herrn, bekundet.

[1] FRANZISKUS, Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland, 9.

Quelle: Vatican News

Mittwochskolumne vom 20.07.2022

Die Sonne der Gerechtigkeit

Bern (novaradio.ch): An diesen heissen Tagen kommt mir das Kirchenlied „Die Sonne der Gerechtigkeit“ in den Sinn. Dieses Lied, welches oft auch an Friedenskundgebungen in den 80er Jahren gesungen wurde, passt zu den jetzigen Temperaturen und auch zur politischen und gesellschaftlichen Stimmung gut. Als Christen sind wir aufgerufen, Gerechtigkeit zu schaffen. Nur wahre gesellschaftliche und internationale Gerechtigkeit kann zu langfristigem Frieden führen. Es stimmt, wenn gesagt wird, dass nur Gott den wahren Frieden schaffen kann. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht verantwortlich dafür wären, Hände, Füsse und Köpfe Gottes zu sein, um den Frieden in die Welt zu tragen. Gerade die katholische Kirche hat eine sehr lange Tradition, wenn es darum geht, die Verantwortung jedes Einzelnen zu betonen. Das Naturrecht lehrt uns, das Gute zu tun und das Böse zu meiden. Als Teil einer Familie, eines Dorfes oder einer Stadt, eines Landes und als Teil der Menschheitsfamilie sind wir verpflichtet, gerecht zu handeln. Kein Mensch lebt für sich alleine. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten, Gutes für seinen Nächsten zu tun. Das Wichtigste ist meines Erachtens, wahres Interesse am Mitmenschen zu zeigen. Nichts ist heutzutage so schlimm wie das Desinteresse, das viele Menschen an ihren Mitbrüdern und Mitschwestern zeigen. Wenn Gott in Jesus Mensch wurde, weil er jeden einzelnen Menschen liebt und Interesse an jedem einzelnen Menschen hat, wer sind wir dann, um kein Interesse an unseren Mitmenschen zu zeigen? Es ist noch viel mehr unsere Aufgabe, uns gegenüber unseren Mitmenschen zu öffnen und sie kennenzulernen.

Seien wir also allen Mitmenschen eine Sonne der Gerechtigkeit, ein Licht Gottes, welches das Dunkel dieser oft herzenskalten Welt erhellt. DR

ZOOM: Ritteroden vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Frau Dr. phil. Donata Maria Krethlow-Benziger, Vorsteherin vom Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Statthalterei Schweiz und Lichtenstein. Beantwortet meine Fragen zum Ritterorden.

Bild: Privat
Wappen und Logo der Statthalterei

Theologiestunde vom 18.07.2022

Heute können Sie den 8. Teil, aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“, hören.

PROGRAMMHINWEIS

AM DIENSTAG, 19.07.22, UM 16H KÖNNEN SIE DAS INTERVIEW MIT FRAU DR. PHIL. DONATA MARIA KRETHLOW-BENZIGER ZUM THEMA: RITTERORDEN ZUM HEILIGEN GRAB ZU JERUSALEM.

NEWS: Mgr. Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St.Gallen, ist gestorben

Ein Aktivmitglied der Kirchengeschichte

Mgr. Dr. Ivo Fürer, em. Bischof von St.Gallen, ist am Dienstagnachmittag den 12. Juli in seinem 93. Lebensjahr nach längerer Parkinsonkrankheit verstorben. Ivo Fürer war 1995 bis 2006 Bischof des Bistums St. Gallen. Seine Verdienste gehen aber weit darüber hinaus. Die Auferstehungsfeier ist am kommenden Montag, 10 Uhr, in der Kathedrale St.Gallen.

Der offenherzige Geist von Bischof Ivo Fürer liess er auch in die Kirche einfliessen. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, Kirche mit den Menschen zu gestalten. «Dem Volk Gottes dienen» lautete der bischöfliche Wahlspruch von Ivo Fürer. Und er lebte auch danach. Stets näherte sich Ivo Fürer den Menschen mit grosser Achtsamkeit. Er zollte allen seinen Respekt, innenkirchlich, überkonfessionell, interreligiös. Ivo Fürer war Visionär, Diplomat, Vordenker und ein mutiger Kirchenmann.
2002 hatte er nach einem Missbrauchsfall im Bistum St. Gallen das Fachgremium gegen sexuelle Übergriffe in der Seelsorge gegründet, vermutlich als Pioniertat in einer Zeit, als diese Thematik noch zu sehr unter dem Deckel gehalten wurde.

Bischof Ivo hat vorab als Bischofsvikar in seiner Diözese, dann als Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE, mit Sitz in St. Gallen) ein halbes Jahrhundert kirchlicher Entwicklungen nicht nur erlebt, sondern mitgestaltet. Für sein unermüdliches Engagement zur praktischen Umsetzung der Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils auf diözesaner, schweizerischer und europäischer Ebene wird ihm 2005 die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Fribourg verliehen, zudem ist er Ehrensenator der Universität St. Gallen.

Innerhalb der Schweizer Bischofskonferenz war Bischof Ivo unter anderem für die Diakonie und für die kanonischen Fragen zuständig. Er war oft in Spurgruppen tätig, wo es beim Erarbeiten von Dokumenten um feinfühlige kirchenrechtliche Definitionen ging.

Seine wichtigsten Stationen

1954               Priesterweihe in der Kathedrale St.Gallen
1954 – 1958    Studium Kanonischen Rechts an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Rom
1958 – 1963    Vikar in Herisau
1963 – 1967    Vikar in Altstätten
1967               Bischöflicher Sekretär
1969               Bischofsvikar in St. Gallen
1977– 1995    Generalsekretär CCEE, Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, St. Gallen
1991               Wahl zum Domdekan
1995 – 2006   Bischof des Bistums St. Gallen
2005               Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Fribourg

Auferstehungsgottesdienst

Der Trauer- und Auferstehungsgottesdienst findet am Montag, 18. Juli, um 10 Uhr in der Kathedrale St. Gallen statt. Von 9.30 bis 9.45 Uhr läutet in allen Kirchen des Bistums die tiefste Glocke – verbunden mit der Einladung zum Gebet für Bischof Ivo. Für alle, die persönlich von Bischof Ivo Abschied nehmen möchten, wird er am Freitag, 15. Juli, von 9 bis 18 Uhr im Chor der Kathedrale aufgebahrt. Die Trauerfeier vom 18. Juli kann auch per Livestream mitverfolgt werden unter: https://www.bistumsg-live.ch

Quelle: SBK

NEWS: «Kirche in Not (ACN)» schickt Hilfe an bedürftige Diözesen in Sri Lanka

Sri Lanka, ein Priester mit einem vom Hilfswerk finanzierten Töff

Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» kündigt eine Sonderhilfe für Ordensschwestern und Priester in Sri Lanka an, die unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise leiden.

„Die wirtschaftliche Lage im Land ist sehr ernst. Es gibt viele arme Menschen, die weder Lebensmittel noch Medikamente haben. Die Warteschlangen sind riesig, kilometerlang; Menschen stehen Schlange, um Treibstoff, Benzin, Milchpulver, Zucker, Reis, Medikamente zu kaufen…. Zahlreiche Menschen sind in den Warteschlangen gestorben, während sie etwas kaufen wollten. Es gibt Kinder, die wegen fehlender Aufsicht in ihren Häusern ums Leben gekommen sind, weil ihre Eltern so lange abwesend waren“, so beschreibt Msgr. Valence Mendis, Bischof von Kandy und apostolischer Administrator von Chilaw, die schreckliche Situation, unter der die Bevölkerung leidet.

Sri Lanka, ein Sommerkurs für Kinder/Jugendliche

Kirche kämpft selbst ums Überleben
Die lokale Kirche ist nicht in der Lage, ihre eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber hat keine Mittel, um das Leid derer zu lindern, die um Hilfe bitten. „Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und die Preise sind in astronomische Höhen gestiegen. Die Menschen sind nicht in der Lage ihren täglichen Bedarf zu decken. Auch unsere Priester und Ordensleute sind von der Krise stark betroffen. Daher wäre ich dankbar, wenn ich in dieser kritischen Zeit Messstipendien für Priester und finanzielle Unterstützung für Ordensleute erhalten könnte“, schreibt Mgr Mendis an «Kirche in Not (ACN)»: „Wir brauchen Ihr Gebet“, bittet er.
Dies ist eine der vielen Anfragen, die das Hilfswerk aus dem asiatischen Land erhalten hat. Als unmittelbare Reaktion wird «Kirche in Not (ACN)» insgesamt 19 Projekte unterstützen, um Priestern mit Messstipendien und Ordensschwestern und Katecheten mit Nothilfeprogrammen zu helfen.
Der Gesamtbetrag der Unterstützung beläuft sich auf € 465.365. Während der Pandemie hat «Kirche in Not (ACN)» bereits die Kirche im Sri Lanka mit einem ähnlichen Notprogramm für die Diözesen unterstutzt.

Chaotische Zustände im Land
Papst Franziskus bat während des Angelusgebets am Sonntag, den 10. Juli, darum, den Schmerz des sri-lankischen Volkes zu hören. Der Heilige Vater versicherte die Menschen in Sri Lanka seiner Nähe in ihrem Leid und rief dazu auf, den Schrei der Armen nicht zu ignorieren und für den Frieden im Land zu beten.  
Sri Lanka befindet sich in einer schweren Finanzkrise, die durch korrupte politische und wirtschaftliche Praktiken verursacht wurde, die die Auslandsverschuldung des Landes in die Höhe getrieben haben, sowie durch eine enorme Inflation und willkürliche Vorschriften, die in den letzten zwei Jahren die Ernte und die Erträge des Landes geschmälert haben. Dazu kamen die Folgen der Corona-Pandemie, durch die die Einnahmen aus dem Tourismus wegfielen. Die Finanzkrise hat zu politischem Chaos und landesweiten Massenprotesten geführt, die den Rücktritt von Präsident Gotabaya Rajapaska gefordert haben. Am Freitag, den 15. Juli, trat Rajapaska in Singapur zurück, wohin er nach seiner Flucht auf die Malediven gekommen war.

Quelle: Kirche in Not

Nachrichtensendung vom 15.07.2022

Zerstörung und Vandalismus gegen kath. Kirchen in USA
US-Bischof Naumann kritisiert Präsident Biden
Seligsprechung von Philipp Jeningen

NEWS: Spielen Sie gewalttätige Angriffe auf katholische Kirchen nicht herunter

Katholische Kirchen wurden von Brandstiftung und Vandalismus heimgesucht, seit der Oberste Gerichtshof Roe v Wade aufgehoben hat. Wo ist die Empörung?

„Wird die katholische Kirche angegriffen?“, lautet die Überschrift eines kürzlich erschienenen Artikels von Molly Olmstead von Slate.

Warum muss sie fragen? Kirchen werden im ganzen Land verwüstet. Es gab sogar Versuche, sie niederzubrennen. Doch Olmstead macht die „katholische Rechte“ für ihre „verfrühten oder rücksichtslos dramatischen“ Bedenken verantwortlich – obwohl sie einräumt, dass „um fair zu sein, anekdotisch scheint es eine Zunahme von Vandalismus an Kirchen gegeben zu haben“.

Anekdotisch? Scheint?

Die Catholic News Agency hat eine laufende Liste von Fällen von Vandalismus im Zuge der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs geführt, Roe v. Wade aufzuheben.

Pro-Life-Schwangerschaftszentren, von denen viele von glaubensinspirierten Organisationen, einschließlich der katholischen Kirche, betrieben werden, haben seit dem Durchsickern eines Entwurfs der Dobbs-Entscheidung im vergangenen Mai Vandalismus durch Abtreibungsbefürworter erlitten.

MARYLAND-BEHÖRDEN UNTERSUCHEN BRÄNDE, VANDALISMUS IN MEHREREN BETHESDA-KIRCHEN

Anfang dieser Woche sagte Senatorin Elizabeth Warren, D-Mass., Reportern, dass der Kongress diese Zentren schließen muss – die schwangeren Frauen kostenlose Ultraschalluntersuchungen, Windeln und Elternkurse anbieten. „Sie sollten nicht in der Lage sein, eine schwangere Person so zu foltern“, bemerkte Warren.

Katholische Pfarreien waren auch auf der Empfängerseite der Wut. Vier Kirchen in Wisconsin wurden zwischen dem 2. und 3. Juli mit Pro-Abtreibungs-Graffiti verwüstet. Ein Gebäude auf dem Gelände einer katholischen Schule im Norden von Ohio erlitt am 30. Juni durch einen Brand einen geschätzten Schaden von 1 Million US-Dollar.

WEISSES HAUS VERURTEILT BRANDSTIFTUNG IN DER KIRCHE, VANDALISMUS, DA DIE GEWALT NACH DOBBS ENTSCHEIDUNG ZUNIMMT

Letzte Woche zertrümmerte ein maskierter Eindringling die Glastür der katholischen Kirche St. Louise in Bellevue, Washington. Und am vergangenen Sonntag war die Pfarrei St. Jane Frances de Chantal in Bethesda, Maryland, das Ziel von Brandstiftung.

„Letzte Nacht wurde unsere Kirche verwüstet. Menschen brachen ein. Sie warfen Statuen um. Sie rissen den Kreuzweg nieder. Sie haben den Tabernakel geschändet und versucht, die Kirche in Brand zu setzen“, erklärte Pater Samuel Giese während des Live-Streamings der Gemeinde um 10 Uhr. Sonntagsmesse, die in der Schulturnhalle wegen schwerer Schäden durch das Feuer abgehalten wurde.

Dann ist da noch die Terrorbotschaft, die von der radikalen Abtreibungsgruppe „Jane’s Revenge“ an die Wände katholischer Kirchen und Schwangerschaftszentren gespuckt wird – „wenn Abtreibungen nicht sicher sind, bist du es auch nicht“. Olmstead von Slate schreibt: „Niemand wurde bei einem der Angriffe verletzt.“ Was wird sie sagen, wenn sie es sind?

KATHOLISCHE KIRCHE VON VIRGINIA MIT FEUER UND GRAFFITI INS VISIER GENOMMEN, NACHDEM SCOTUS ROE UMGESTÜRZT HAT

Stellen wir uns vor, dass Moscheen nach einem islamistischen Terrorvorfall das Ziel von Vandalen und Brandstiftern waren. Glauben Sie, dass Slate amerikanische Muslime der „Opferidentifikation“ beschuldigen würde?

Hier sind ein paar Erinnerungen für die heutigen Apologeten von Angriffen auf Kirchen:

Brandstiftung schwarzer Kirchen war im Süden während der Bürgerrechtskämpfe der 1960er Jahre üblich. Am 15. September 1963 pflanzten vier Mitglieder eines lokalen Ku-Klux-Klan-Kapitels 19 Stangen Dynamit, die an einem Zeitmessgerät befestigt waren, unter den Stufen der 16th Street Baptist Church in Birmingham, Alabama. Die Explosion tötete vier Mädchen und verletzte zwischen 14 und 22 weitere Menschen.

Die Brandstiftung in der Kirche setzte sich in den 1990er Jahren fort und beschädigte viele schwarze Kirchen. Infolgedessen verabschiedete der Kongress 1996 den Church Arson Prevention Act, und Präsident Bill Clinton gründete die National Church Arson Task Force.

ROE UMGESTÜRZT: KATHOLISCHE KIRCHE IN WISCONSIN MIT ABTREIBUNGSGRAFFITI VERWÜSTET

Das Bundesgesetz verbietet auch die Einschüchterung von Kirchgängern. Der Freedom of Access to Clinic Entrances (FACE) Act von 1994 verbietet die Anwendung oder Androhung von Gewalt und körperlicher Behinderung, die eine Person verletzt, einschüchtert oder stört, die reproduktive Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen oder erbringen oder das Recht des Ersten Verfassungszusatzes auf Religionsfreiheit an einem Ort der religiösen Anbetung ausüben möchte. FACE verbietet auch die vorsätzliche Sachbeschädigung einer Einrichtung, die reproduktive Gesundheitsdienste anbietet, oder eines Ortes der religiösen Anbetung.

PRIESTER BETET FÜR VANDALEN NACH „HASSVERBRECHEN“, DAS ZU EINEM SCHADEN VON TAUSENDEN FÜHRT UND EINEN MITARBEITER ANGREIFT

Sie fragen sich vielleicht, wie die Biden-Regierung auf den Vandalismus und die Brandstiftung katholischer Kirchen reagiert hat.

Was sagt der zweite katholische Präsident unseres Landes über das Recht der Katholiken, sicher und ohne Gewaltandrohung zu beten?

Fast nichts.

Das Weiße Haus sprach am Donnerstag mit Fox News über die Angriffe auf Kirchen. „Der Präsident ist zutiefst besorgt über diese Berichte und verurteilt Brandstiftungen und anderen Vandalismus an Gotteshäusern auf das Schärfste“, sagte der stellvertretende Pressesprecher des Weißen Hauses, Andrew Bates, gegenüber Fox. „Solche Angriffe sind verabscheuungswürdig, gefährden Leben und haben das entsetzliche Ziel, Angst zu schüren. Sie sind auch rechtswidrig.“

Aber die Kommentare wurden von einem stellvertretenden Pressesprecher gemacht, während Biden außer Landes war. Der Präsident besuchte die Kirchen nicht und sprach nicht vor laufender Kamera über die Angriffe. Und obwohl der Vandalismus und die Brandstiftung am vergangenen Wochenende stattfanden, äußerte sich das Weiße Haus erst fast eine Woche später.

Quelle: Fox News

THEMENWOCHE: Bischöfe kritisieren Papst wegen Biden und Pelosi

Weihbischof Schneider und Bischof Stirckland kritisieren Papst Franziskus, da der Papst diese zwei Politiker nicht ermahnt hat.

THEMENWOCHE: US-Schauspieler macht sich lustig über Adoption

Ein US-Schauspieler macht sich lustig über Eltern die ein Kind adoptieren wollen.

THEMENWOCHE: Statement und Ausblick

Frau Beatrice Gall, Medienverantwortlich von der Organisation Marsch fürs Läbe Schweiz, hat ein Statement abgegeben, zum Entscheid des EU-Parlaments und auf den diesjährigen Marsch einen Ausblick gegeben.

Mittwochskolumne vom 13.07.2022

Rosa Mystica

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche das Fest der Rosa Mystica. Dieser Ehrentitel Mariens macht uns Katholiken darauf aufmerksam, wie wichtig die Muttergottes für uns ist. Es ist richtig und gut, den katholischen Glauben vor allem auch mit dem Verstand annehmen zu können. Ich persönlich bin sehr dafür, dass ein Katholik sich stets bemühen soll, sich so viel Wissen wie möglich über seinen Glauben anzueignen. In der heutigen Welt kann man das Christentum nur dann glaubwürdig verteidigen, wenn man sich in verschiedenen Gebieten auskennt. Hierzu gehören vor allem auch die Theologie und die Philosophie. Bei allem Streben nach Wissen müssen wir aber auch die Demut haben, uns selbst einzugestehen, dass wir in unserer beschränkten Erdenzeit den Glauben jedoch nie vollständig mit unserem Verstand fassen werden können. Der Glaube wird immer auch ein Mysterium bleiben. Für viele Menschen ist dies schwierig. Auch für mich war dies in meiner Jugendzeit oft sehr schwierig zu akzeptieren. Die Muttergottes, zu der ich früher ein distanziertes Verhältnis hatte, half mir sehr stark dabei, diese Einstellung zu ändern. Sie ist diejenige, die uns Jesus zeigt. Durch die Muttergottes Maria können wir uns völlig in den Glauben versenken, ohne dass wir alles verstehen müssen. Die Bibel schildert uns Maria nicht als einfältige und naive Frau, sondern als eine Frau, die dem Erzengel Gabriel eine Frage stellt, was die Geburt Jesu anbelangt. Viele Darstellungen der Muttergottes zeigen sie lesend, als der Erzengel sie besucht. Maria hatte ein Streben nach Wissen, hat dann aber im entscheidenden Moment sich der Fügung Gottes überlassen. Ihr Ja zu Gott entstammte nicht ihrem Verstand, sondern ihrem Glauben an die Güte des Herrn. Wie viele heutige Theologen, Laienseelsorger, Priester und Bischöfe könnten sich an der Muttergottes ein Vorbild nehmen. Beten wir heute ganz innig zur Maria, zur Rosa Mystica, dass sie uns immer mehr in die Geheimnisse des Glaubens einführt. DR

THEMENWOCHE: Papst Franziskus: Bidens Unterstützung für Abtreibung ist eine Angelegenheit für sein „Gewissen“ und seinen „Pastor“

Papst Franziskus hat die „Inkohärenz“ der Unterstützung von Präsident Joe Biden für Abtreibung als Katholik festgestellt, sagte aber, dass er es Bidens „Gewissen“ überlässt, ob er die Heilige Kommunion empfangen soll oder nicht.

Im Gespräch mit dem spanischen Fernsehsender Univision in einem Interviewsegment, das am 12. Juli veröffentlicht wurde, verurteilte der 85-jährige Papst die Abtreibung und sagte, dass „wissenschaftliche Daten“ zeigen, dass „einen Monat nach der Empfängnis die DNA des Fötus bereits vorhanden ist und die Organe bereits ausgerichtet sind“.

„Ist es fair, ein menschliches Leben zu eliminieren?“, fragte er.

Was die Position des selbsternannten „katholischen“ US-Präsidenten Joe Biden und seine prominente Förderung der Abtreibung betrifft, so nahm Papst Franziskus keine autoritative Haltung ein.

Er erklärte, er überlasse es Bidens „Gewissen“ und sagte: „Lass ihn mit seinem Pastor über diese Inkohärenz sprechen.“

Die Kontroverse hat den Vatikan in den letzten Monaten in Bezug auf dieses Thema getrübt.

Die katholische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, empfängt regelmäßig die Eucharistiefeier, wurde aber kürzlich von ihrem örtlichen Bischof, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen. Trotzdem empfing Pelosi seit der Erklärung von Cordileone weiterhin die Heilige Kommunion bei öffentlichen Messen, insbesondere bei einer päpstlichen Messe am 29. Juni.

Auf die Frage nach diesem besonderen Fall, in dem er sich Cordileone widersetzte, wiederholte der Papst einen seiner heute bekannten Sätze und sagte: „Wenn ein Hirte die pastorale Dimension verliert, schafft er ein politisches Problem.“

Erst letzte Woche hatte sich Papst Franziskus mit dem jüngsten Sturz von Roe v befasst. Wade und das prominente Thema der Pro-Abtreibungspolitiker, die sich für die Kommunion präsentieren. In Anlehnung an seine Kommentare für 2021 sprach Franziskus fast identisch mit Reuters: „Wenn die Kirche ihren pastoralen Charakter verliert, wenn ein Bischof seine pastorale Natur verliert, verursacht dies ein politisches Problem. Das ist alles, was ich sagen kann.“

Canon 915 des Kirchenkodex des kanonischen Rechts weist jedoch an: „Diejenigen, die nach der Verhängung oder Erklärung der Strafe exkommuniziert oder verboten wurden, und andere, die hartnäckig in offenkundiger schwerer Sünde ausharren, dürfen nicht zum heiligen Abendmahl zugelassen werden.“

Joe Biden selbst sagte Reportern letztes Jahr in Rom, dass Papst Franziskus ihm in einem privaten Treffen gesagt habe, er solle „weiterhin die Kommunion empfangen“, trotz der anhaltenden, standhaften Pro-Abtreibungs-Haltung des Politikers und der Unterstützung für die LGBT-Ideologie.

Biden sagte Reportern, dass das Thema Abtreibung während des Treffens nicht zur Sprache kam.

Quelle: Lifesitenews

THEMENWOCHE: Pro-Life

Die Regierung Biden, organisiert Flüge um Teenager und Frauen in Abtreibungskliniken zu fliegen.

NEWS: Seligsprechung von Papst Johannes Paul I

Johannes Paul I.: Programm der Seligsprechung veröffentlicht

Dass der „lächelnde Papst“ Johannes Paul I. am 4. September seliggesprochen wird, hat der Vatikan schon vor kurzem bekanntgegeben. Jetzt wurde auch das übrige Programm zu Ehren des Papstes, der im Jahr 1978 schon 33 Tage nach seiner Wahl starb, publiziert.

Demnach wird der Kardinalvikar für das Bistum Rom, Angelo De Donatis, am 3. September abends eine Gebetsvigil in der Basilika San Giovanni in Laterano leiten. Der 3. September war 1978 auch der Tag der offiziellen Amtseinführung Johannes Pauls auf dem Petersplatz.

Am 11. September wiederum soll im Geburtsort Johannes Pauls, dem norditalienischen Canale d’Agordo, ein Dankgottesdienst für die Seligsprechung gefeiert werden.

Verfahren zur Seligsprechung startete 2003

Der 1912 geborene Albino Luciani, Patriarch von Venedig, wurde am 26. August 1978 zum Papst gewählt – als Nachfolger von Paul VI. (1963-78). Mit seiner Einfachheit und Spontanität gewann Johannes Paul I. – der erste Papst mit einem Doppelnamen – schnell die Herzen von Menschen in aller Welt. Umso größer war die Bestürzung, als er schon am 28. September 1978 starb. Sein Nachfolger, der Pole Karol Wojtyla, nahm dem Vorgänger zu Ehren den Papstnamen Johannes Paul II. (1978-2005) an.

Sowohl Paul VI. als auch Johannes Paul II. sind von Papst Franziskus bereits heiliggesprochen worden. Das Verfahren zu einer Seligsprechung von Papst Johannes Paul I. startete 2003. Im Oktober letzten Jahres hat Franziskus ein Wunder anerkannt, das auf Fürsprache des Luciani-Papstes gewirkt wurde.

Quelle: vatican news

THEMENWOCHE: EU-Parlament und Abtreibung

In dieser Sendung können Sie, über das Grundrecht, EU- und UN-Charta und Lebensschützer, hören.

Programmhinweis: THEMENWOCHE

Vom 11.07. bis 17.07.2022 werden wir über Pro – Life und gegen Abtreibungen berichten.

Nachrichtensendung vom 08.07.2022

EU Parlament beschliesst Ja für Abtreibung
Papst Franziskus nimmt zwei Frauen auf für Bischofswahl
Franziskus hofft auf Verlängerung des China Vertrag

NEWS: Kampf gegen den Missbrauch

In der römisch-katholischen Kirche gibt es Papst Franziskus zufolge Gegner eines harten Kurses im Kampf gegen Kindesmissbrauch.

„Es gibt Widerstände, aber mit jedem neuen Schritt wächst das Bewusstsein, dass dies der richtige Weg ist“, so Franziskus in dem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, von dem in den letzten Tagen schon eine Reihe von Exzerpten bekanntgeworden sind. Der Papst hat Anfang 2019 einen Kinderschutz-Gipfel im Vatikan durchgeführt, der in allen Teilen der Weltkirche das Bewusstsein für das Phänomen Missbrauch schärfen sollte.

In den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerieten Missbrauchsskandale im kirchlichen Bereich 2002 nach Enthüllungen der US-Zeitung „Boston Globe“. „(Nach Boston) begann die Kirche langsam mit der Nulltoleranz und bewegte sich vorwärts“, so der Papst. „Das ist unumkehrbar. Das ist heute ein Problem, das von keinem angefochten wird.“

Franziskus hat, was den Umgang mit Missbrauchsfällen betrifft, neue Meldeverfahren eingeführt, die Bischöfe stärker in die Verantwortung genommen und das „päpstliche Geheimnis“ in diesem Bereich aufgehoben. 2022 strukturierte er das Glaubensdikasterium um: Die Disziplinarabteilung, die sich mit Fällen von sexuellem Missbrauch befasst, hat seither mehr Gewicht.  Die Umstrukturierung laufe gut, bemerkte der Papst.

In dem Interview wies Franziskus darauf hin, dass die weitaus meisten Missbrauchsfälle im familiären Kontext geschähen. Dennoch sei auch schon ein einziger Fall von Missbrauch in der Kirche beschämend. „Wir müssen gegen jeden einzelnen Fall kämpfen… Als Priester muss ich den Menschen helfen, zu wachsen… Wenn ich missbrauche, bringe ich sie um. Das ist schrecklich. Null Toleranz!“

Quelle: Vaticannews

FAMBRO vom 06.07.2022

LUKA, IVAN UND MEINE WENIGKEIT (DAVOR NOVAKOVIC) SPRECHEN UND FRAGEN UNS ZUM THEMA KATHOLISCHER GLAUBE. HEUTE GEHT ES UM FERIEN UND GLAUBE.

„PAPST FRANZISKUS, WAS DESIDERIO DESIDERAVI SAGT“

Papst Franziskus´ Apostolischer Brief Nr. 83 ist die Antwort des Papstes auf die Frage der traditionellen Messe. Herausgegeben am 29. Juni und formell in San Giovanni in Laterano unterzeichnet, weil der Papst es vorzog, damit seine Rolle als Bischof von Rom zu unterstreichen. Desiderio Desideravo besteht aus 65 Paragraphen und ist praktisch eine kleine Zusammenfassung des Denkens des Papstes. Formal betrifft er die Liturgie. Der Brief sagt uns jedoch viel mehr.

Das Erste, was auffällt, ist, daß Papst Franziskus die Form eines Apostolischen Briefes wählt und daß er das 82 mal zuvor getan hat. Papst Franziskus zieht es vor, das Volk Gottes direkt anzusprechen. Wenn seine offiziellen Standpunkte apostolische Briefe sind werden andere, informellere Dinge von Briefen begleitet, die direkt an das Volk adressiert ist.

Für Papst Franziskus ist der apostolische Brief eine Methode zu regieren und ein Weg, Macht auszuüben. Aber wie immer ist Form auch Substanz. Und jeder, der in dieser Informalität von Papst Franziskus einen Mangel an Form sieht, würde sich irren.

Papst Franziskus möchte kommunizieren, daß er das Volk Gottes ungefiltert anspricht. Beweis ist die Tatsache, daß der Brief in erster Person verfaßt ist und das persönliche Denken von Papst Franziskus ausdrückt. In dem Brief sind, das ist wahr, viele Zitate, sogar gelehrte. Aber die sind alle Teil des Planes von Papst Franziskus, sein Denken zu rechtfertigen. Schließlich stellt Papst Franziskus Thesen auf und eröffnete keine Diskussionen. Tatsächlich zielt dieser apostolische Brief darauf ab, jede Diskussion zu beenden.

Das zweite betrifft den sehr persönlichen Stil des Briefes. Nicht, daß andere Päpste nicht ihren persönlichen Stil benutzt und die Bischöfe und das Gottesvolk direkt und herzlich angesprochen hätten.

Um ein jüngeres Beispiel zu zitieren, hat Benedikt XVI das mindesten bei zwei sehr wichtigen Gelegenheiten getan: als er an die durch Mißbrauchsfälle erschütterten Bischöfe und Menschen Irlands schrieb und als er nach der Aufhebung der Exkommunizierung von vier Lefebvre- Bischöfen an seine Mitbrüder im Bischofsamt schrieb.

Der Brief zu den Lefevbrianern wurde einfach als Brief definiert; der an die Irischen Katholiken als Hirtenbrief. Der Apostolische Brief ist zweifellos weniger wichtig als eine Apostolische Kontitution, eine Enzyklika oder eine Apostolische Exhortation, bleibt aber Ausdruck des päpstlichen Lehramtes.

Deshalb wird eine persönliche Ansicht von Papst Franziskus lehramtlich. Das ist schon in anderen Fällen in diesem Pontifikat passiert. Der berühmteste ist der, in dem Papst Frangiskus entschied, daß er den Brief zur Anwendung der Apostolischen Exhortation Amoris Laetitia , den er an die Argentinischen Bischöfe schickte, in die Acta Apostolica Sedis, die offiziellen Dokumente des Hl. Stuhls, einfügen ließ.

Aus diesem Ansatz können wir erkennen, daß Papst Franziskus ein Papst ist, der mehr zentralisiert als er zeigen möchte. Es wird viel über Synodalität und Parrhesia geredet, aber wir haben einen Papst, der via motu proprii regiert und seine Meinungen durch Apostolische Briefe offiziell macht. Das gibt Grund zum nachdenken.

Und deshalb ein dritter Grund aufmerksam zu sein: Papst Franziskus´ Idee von Einheit

In Nr. 61 des Apostolischen Briefes schreibt der Papst, daß „wir alle berufen sind, immer wieder den Reichtum der Hauptprinzipien in den ersten Kapiteln von Sacrosanctum Concilium wieder zu entdecken, indem wir die innige Verbindung zwischen der ersten der Konzilskonstitutionen und allen anderen verstehen.

Aus diesem Grund, fügt der Papst hinzu- „können wir nicht zu einer Form des Ritus zurückkehren, die zu reformieren, die Konzilsväter ,-cum Petro et sub Petro- für nötig befanden und unter der Führung des Geistes und ihrem Gewissen als Hirten folgend – Prinzipien zu approbieren, aus denen die Reform entsprungen ist.“

Papst Franziskus beschreibt Traditionis Custodes, das die Freigabe der alten Riten widerruft, als Geste der Kontinuität mit den Entscheidungen von Papst Paul VI und Johannes Paul II. Er erklärt, daß er es geschrieben hat, „damit die Kirche in den verschiedenen Sprachen das einzige und gleiche Gebet erheben kann, das in der Lage ist ihre Einheit auszudrücken. Diese Einheit bezweckt- sie ich bereits geschrieben habe- soll in der gesamten Kirche des Römischen Ritus etabliert werden. „

Praktisch gesehen führt der Papst Einheit mit Gewalt ein. Das ist exklusiv statt in inklusiv zu sein und es ist paradox, wenn man bedenkt, daß das gesamte Pontifikat durch seine Inklusivität beschrieben wurde.

Früher hat die Kirche versucht, diejenigen einzubeziehen, die aus dem allgemeinen Verstehen heraustraten, solange sie zeigten, daß sie in Gemeinschaft mit der Kirche bleiben wollten. Johannes Paul II. versuchte bis zuletzt, die Kluft mit den Lefevbristen zu heilen und räumte nur die illegitime Weihe von vier Bischöfen ein.

Benedikt hat das Problem gelöst, indem er die Freigabe des Alten Ritus gewährte aber die Lefebvristen aufforderte, ein vorläufiges Dokument zu unterschreiben, in dem sie für die Kommunion mit Rom das II. Vaticanische Konzil akzeptierten.

Papst Franziskus wählt einen anderen Ansatz. Er behandelt diejenigen auerhalb der Kirche mit äußerstem Respekt, und sie Lefevbrianer haben erlebt, daß ihrer Beichten und Trauungen während dieses Pontifikates anerkannt wurden. Zur selben Zeit war Fellay, das frühere Oberhaupt der FSSPX sogar Richter in einigen Prozessen der Rota.

Diejenigen jedoch, die in der Kirche bleiben und andere Ansichten haben, werden sofort gezwungen zurück zu weichen, weil Papst Franziskus eine präzise Meinung davon hat, was Pluralität sein sollte. Am Ende ist sogar auch hier, Papst Franziskus ein Papst der das Kommando allein ausübt.

Da gibt es kein Vertun: Desiderio Desideravi hat auch faszinierende und schöne Passagen zur Ausbildung der Priester in der Liturgie und zur Liturgie selbst und die rechtzeitige Einladung die Symbolde neu zu entdecken. Dennoch ist Desiderio Desideravi auch ein fantastisches Eintauchen in das Denken von Papst Franziskus. Bis zur nächsten Episode. „

Quelle: A. Gagliarducci, Monday in the Vatican, beiboot-petri

Mittwochskolumne vom 06.07.2022

Der Glaube ist lebensbejahend

Bern (novaradio.ch): In den USA und anderen Ländern der Welt wird momentan sehr intensiv über die Frage diskutiert, inwiefern Abtreibung erlaubt sein darf. Die katholische Position diesbezüglich ist klar. Das Leben ist schützenswert von der Empfängnis bis zum Ende des menschlichen Lebens. Es geht nicht darum, Frauen zu verurteilen, die zu so einem Schritt greifen. Es geht um die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Bejahen wir das Leben in all seinen Formen oder wollen wir uns zu Herren über die Frage machen, wer leben darf und wer nicht. In der Geschichte haben uns Unrechtsysteme gezeigt, dass der Mensch sich nicht zum Herrn über diese Frage machen darf. Und auch die heutigen Gesellschaften, man muss es an dieser Stelle offen sagen, sind Unrechtssysteme geworden. Wenn in der reichen Schweiz Menschen am Lebensende die Sterbehilfe nahegelegt wird oder viele werdende Kinder, nur weil sie einen gesundheitlichen Mangel aufweisen, abgetrieben werden, handelt es sich um ein Unrechtssystem.  Das Recht ist in einer Gesellschaft da, um die Schwächsten zu schützen. Ungeborene, kranke und ältere Menschen sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Schafft es unser Recht nicht, Lebensbedingungen zu schaffen, die diesen Menschen gerecht werden, dann dürfen wir uns nicht als Rechtsstaat bezeichnen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass werdende Mütter und Menschen, die durch Krankheit und Alter leiden, einen Sinn im Leben ihrer Kinder und in ihrem eigenen Leben sehen. Wir müssen eine Kultur des Lebens schaffen. Es tut mir sehr weh, wenn ich ältere Menschen in der Schweiz sehe. Oft sind sie einsam und haben keine sozialen Kontakte. Es ist kein Wunder, dass ältere Menschen, wenn sie sich total überflüssig fühlen, aus dem Leben scheiden wollen. Auch werdende Mütter wissen oft nicht, wie sie eine Existenz aufbauen können für sich und ihr Kind. Dabei stehen nicht nur finanzielle Aspekte im Vordergrund, sondern auch soziale und mitmenschliche. Der Individualismus in der Schweiz hat zu einer Kultur geführt, bei dem jeder Einzelne sich selber durchschlagen muss. Das Leben wird nicht mehr als eine Gnade Gottes zelebriert, sondern als eine Optimierungsmaschinerie. Schwangerschaft, Krankheit und Alter sind hierbei Hindernisse auf dem Weg zu dieser Optimierung. Leider weiss aber niemand, was denn das Optimum eines Lebens sein soll. Hat man es erst dann geschafft, wenn man reich, schön und beruflich erfolgreich ist? Ist dies ein geglücktes Leben? Ich denke nicht, dass dies die ersten Ziele eines Christen sein sollten. Jesus verspricht uns, dass wir das Leben in Fülle haben werden, wenn wir ihm nachfolgen. Das Evangelium ist eine lebensbejahende Botschaft. Wir alle müssen dafür Sorge tragen, dass dieses Ja zum Leben auch das Leben unserer Mitmenschen bereichert. Das ist unsere Aufgabe als Katholiken. DR

PROGRAMMHINWEIS

HEUTE UM 16H, KÖNNEN SIE EINE NEUE SENDUNG – MIT DEM TITEL „FAMBRO“ – HÖREN. LUKA, IVAN UND MEINE WENIGKEIT (DAVOR NOVAKOVIC) SPRECHEN UND FRAGEN UNS ZUM THEMA KATHOLISCHER GLAUBE. HEUTE GEHT ES UM FERIEN UND GLAUBE.

Papst Franziskus bricht Schweigen über Roe-Umkehr und kritisiert die Verweigerung der Kommunion an Abtreibungsbefürworter

Papst Franziskus hat sein Schweigen über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gebrochen, Roe v. Wade, der den Staaten die Befugnis einräumt, Abtreibung zu verbieten, und sagt, dass Bischöfe mit Pro-Abtreibungspolitikern „pastoral“ sein müssen.

In einem 90-minütigen Interview mit dem Vatikan-Korrespondenten von Reuters, Philip Pullella, das am Montag veröffentlicht wurde, sagte der Papst, dass er zwar die Entscheidung des Gerichts respektiere, das wegweisende Urteil von 1973 aufzuheben, das allen 50 Staaten Abtreibung auferlegte, aber er könne nicht „aus juristischer Sicht darüber sprechen“, weil er das Gesetz nicht studiert habe, heißt es in dem Bericht.

Obwohl er es ablehnte, das einst angebliche und jetzt überstimmte „Recht“ auf Abtreibung in den USA zu kommentieren, erklärte der Pontifex seine Ablehnung der Abtreibung und verglich die barbarische Praxis mit der „Einstellung eines Auftragskillers“ in Bemerkungen, die an seine Verurteilung der Abtreibung im Jahr 2018 erinnerten.

Der Papst fragte: „Ist es legitim, ist es richtig, ein menschliches Leben zu eliminieren, um ein Problem zu lösen?“

Berichten zufolge befragte Pullella Franziskus zu der umstrittenen Frage, ob katholische Politiker die Heilige Kommunion empfangen, während er offen das „Recht“ unterstützte, Kinder im Mutterleib zu töten, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die katholische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, regelmäßig die Eucharistie empfängt. Pelosi hat sich für Abtreibung ausgesprochen und wurde anschließend von ihrem örtlichen Bischof, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen.

Die katholische Kirche lehrt, dass die Eucharistie der buchstäbliche Leib, das Blut, die Seele und die Göttlichkeit Jesu Christi ist und somit auch, dass niemand, der eine Todsünde begangen hat, sich zum Heiligen Abendmahl erscheinen soll, bis er Buße getan und im Sakrament der Versöhnung gebeichtet hat.

Quelle: Lifesite news

Brasilianischer Kardinal Cláudio Hummes nach langer Krankheit gestorben

Kardinal Cláudio Hummes, der emeritierte Erzbischof von São Paulo, Brasilien, ist am Montag nach langer Krankheit gestorben.

Der Kardinal, der eine wichtige Rolle bei der Amazonas-Synode im Jahr 2019 gespielt hat, stand nur knapp einen Monat vor seinem 88. Geburtstag. Er starb an Lungenkrebs, wie die brasilianische Journalistin Mirticeli Medeiros berichtet.

Sein Tod wurde am 4. Juli von Kardinal Odilo Pedro Scherer, dem derzeitigen Erzbischof von São Paulo, bekannt gegeben, der sagte, dass Hummes‘ Leichnam in der Kathedrale von São Paulo zur Trauer und für Gebete aufgebahrt werde.

Hummes, ein Franziskaner, war Präsident des pan-amazonischen kirchlichen Netzwerks REPAM und der neu gegründeten kirchlichen Konferenz von Amazonien (CEAMA).

Papst Franziskus ernannte Hummes zum Generalreferenten der Synode über die pan-amazonische Region und zum Mitglied des vorsynodalen Rates. Als Generalreferent war Hummes für die Erstellung des Abschlussberichts der Synode verantwortlich.

Hummes war außerdem von 2006 bis 2010 Präfekt der vatikanischen Kongregation für den Klerus, nachdem er 2001 zum Kardinal ernannt worden war.

Er war bekannt für seinen Aktivismus, unter anderem in den Bereichen Klimawandel, Armut und Schutz indigener Völker.

Als enger Freund von Papst Franziskus soll Hummes ihn nach dessen Wahl umarmt und gesagt haben: „Vergiss die Armen nicht.“

Der Kardinal wurde am 8. August 1934 in Montenegro, Brasilien, als Sohn eines deutsch-brasilianischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren.

Er nahm den Namen Cláudio an, als er den Franziskanern beitrat, und wurde 1958 zum Priester geweiht.

Bevor er Bischof wurde, lehrte er Philosophie in Seminaren und an einer katholischen Universität. Von 1972 bis 1975 war er Provinzoberer der Franziskaner von Rio Grande do Sul und Präsident der Union der lateinamerikanischen Konferenzen der Franziskaner.

Hummes studierte am Ökumenischen Institut von Bossey in Genf, Schweiz, und wurde später Berater für ökumenische Angelegenheiten der brasilianischen Bischofskonferenz.

Im März 1975 wurde er zum Koadjutor-Bischof von Santo André ernannt und trat im darauffolgenden Dezember die Nachfolge von Jorge de Oliveira als Bischof an.

Im Jahr 1996 wurde er Erzbischof von Fortaleza und 1998 Erzbischof von São Paulo.

Quelle: CNA deutsch

ZOOM vom 04.07.2022

Eine Zwischenbilanz zum Papst Franziskus, mit Vermächtnis des Schreckens.

Theologiestunde vom 04.07.2022

Den 6 Teil – aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“ – können Sie hier hören

Nachrichtensendung vom 01.07.2022

Apostolisches Schreiben zur Liturgie
Vatikan an Mittelmeerspiele
Pelosi nahm verbotenerweise die Kommunion

NEWS: Vatikan stellt Logo des Heiligen Jahres 2025 vor

Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor
Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor  (Vatican Media)

Der Vatikan hat am Dienstag das Logo des Heiligen Jahres 2025 vorgestellt. Die vier bunten Figuren repräsentieren die Menschen aus den „vier Ecken der Welt“, erklärte der Leiter des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella. Sie umarmen sich als Zeichen „für Solidarität und Geschwisterlichkeit“.

Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sprach ebenfalls bei der Vorstellung des Logos für das Heilige Jahr im Vatikan. Erzbischof Fisichella sagte, dass das Jahr 2023 dem Zweiten Vatikanischen Konzil gewidmet sei und das Jahr 2024 dem Gebet, um die Pilger auf das Heilige Jahr vorzubereiten.

Das Logo und seine theologische Bedeutung

Das Logo des Heiligen Jahres 2025 zeige vier stilisierte Personen, die für die Menschheit aus den vier Ecken der Erde stehen und sich gegenseitig umarmen, um auf die Solidarität und Geschwisterlichkeit hinzuweisen, erläuterte Erzbischof Fisichella. Die Umarmung zeige die Vereinigung der Völker vereinen, wobei sich einer an das Kreuz klammere, ein Zeichen des Glaubens. Das sei aber auch ein Zeichen der Hoffnung, die besagt, dass man niemals aufgegeben dürfe. Die Wellen unter dem Bild seien in Bewegung, um zu zeigen, dass die Pilgerreise des Lebens nicht immer in ruhigen Gewässern verlaufe. Und um die Hoffnung in persönlichen Wechselfällen und in Zeiten, in denen das Weltgeschehen sie mit größerer Intensität aufzwinge, einzuladen, werde der untere Teil des Kreuzes verlängert und zu einem Anker – einer Metapher für die Hoffnung -, der sich dem Wellengang entgegenstemme.

Und die Wahl der Farben für die Figuren sei ebenfalls kein Zufall: Rot stehe für Liebe, Aktion und Teilen; Gelb/Orange seien die Farbe der menschlichen Wärme; Grün erinnere an Frieden und Gleichgewicht; Blau an Sicherheit und Schutz. Das Schwarz/Grau des Kreuzes/Ankers hingegen stehe für Autorität und den inneren Aspekt. Das gesamte Bild zeige auch, dass der Weg des Pilgers kein individueller sei, sondern ein gemeinschaftlicher und dynamischer Weg. Es sei ein Weg, der sich auf das Kreuz zubewege, das ebenfalls dynamisch sei, indem es sich der Menschheit entgegenbeuge, als ob es ihr entgegenkäme und sie nicht allein ließe. Damit werde die Gewissheit der Gegenwart und die Sicherheit der Hoffnung dargesellt. Die Darstellung werde durch das Motto des Heiligen Jahres 2025, „Peregrinantes in Spem“, in grüner Farbe ergänzt. Das Logo, fügt Erzbischof Fisichella hinzu, stelle „einen Kompass dar, an dem man sich orientieren kann, und einen ausdrucksstarken gemeinsamen Nenner, der in der Lage ist, alle Elemente, die um die Feier des Heiligen Jahres kreisen, transversal zu durchdringen“ und die Identität und das besondere spirituelle Thema auszudrücken, das den theologischen Sinn umfasse, um den herum das Heilige Jahr entwickelt und realisiert werde.

Quelle: Vatican Media

Hochfest Petri und Pauli

Hl. Petrus und Hl. Paulus

Peter und Paul (Hl. Petrus und hl. Paulus) ist die Bezeichnung des Festes der Apostel Petrus und Paulus. Das Fest wird nach dem Gregorianischen Kalender am 29. Juni und entsprechend dem Julianischen Kalender, nach dem sich die Orthodoxen Kirchen richten, am 12. Juli in vielen Christlichen Konfessionen begangen. In der römisch-katholischen Kirche hat es den Rang eines Hochfestes.

Liturgie

Das Fest geht nicht auf den Todestag der Namensgeber, sondern auf die Überlieferung zurück, dass zur Zeit der Valerianischen Verfolgungen an diesem Tag in Rom die Reliquien der beiden Apostel in die Sebastian-Katakombe an der Via Appia übertragen wurden. Die älteste Feier dieses Gedenkens ist aus dem Jahr 354 belegt.

Das Apostelfest des 29. Juni wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von Konstantinopel übernommen. In Jerusalem und Palästina feierte man das Apostelpaar anfangs (Ende 4./Anfang 5. Jh.) am 28. Dezember jedes Jahres; der 29. Juni kam später (vor 614?) als Nebenfest hinzu. Bis 1969 war der Vortag des Festes Peter und Paul, der 28. Juni, der Vigiltag.

Am Fest Peter und Paul findet in vielen Diözesen der römisch-katholischen Kirche die Spendung des Weihesakramentes statt. In den Orthodoxen Kirchen beginnt eine Woche nach dem Pfingstfest das „Apostelfasten“, das bis zum Fest Petrus und Paulus dauert.

Gründer der Kirche in Rom

Nach dem Tod Jesu am Kreuz gehörte Petrus zu den ersten Zeugen der Auferstehung. Als Sprecher der Apostel sorgte er dafür, dass sich die Jünger bald wieder in Jerusalem sammelten und die Botschaft von der Auferstehung verkündeten. Sicher ist sein späterer Aufenthalt in Rom, wo er unter Kaiser Nero den Märtyrertod (64 oder 67) erlitt. Petrus gilt als Gründer und Haupt der Kirche von Rom. Von ihm leitet sich bis in die heutige Zeit das Papstamt des römischen Bischofs ab.

„Damaskuserlebnis“ bewirkt Umkehr

Paulus entstammte einer frommen jüdischen Familie. Sein ursprünglicher Name lautete Saulus (nach Saul, dem ersten König Israels), unter Griechen und Römern nannte er sich dagegen Paulus. Als treuer Anhänger seines Glaubens wurde er zu einem erbitterten Gegner der Judenchristen und war auch an der Steinigung des Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, beteiligt.

Auf einer Reise nach Damaskus erschien ihm Jesus, der Gekreuzigte, als Sohn Gottes. Dieses „Damaskuserlebnis“ bewirkte in Paulus eine vollständige Umkehr: Er ließ sich taufen, ging nach Arabien und war vor allem unter den Heiden missionarisch tätig. Auf drei großen Missionsreisen gründete er die ersten christlichen Gemeinden in Europa. Nach der Rückkehr nach Jerusalem wurde er verhaftet und später nach Rom überführt. Ob er hier – ebenso wie Petrus – den Märtyrertod erlitt, ist unklar.

Feiertag der katholischen Welthauptstadt

Petrus und Paulus sind bis heute die beiden wichtigsten Säulen der katholischen Kirche. Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung wurde ihnen bereits im vierten Jahrhundert ein eigenes Hochfest gewidmet, das alljährlich am 29. Juni begangen wird. Vor allem in Rom – dem Schicksalsort der beiden Apostel – hat das Fest große Bedeutung, da Petrus und Paulus die Stadtpatrone Roms sind und dort auch begraben liegen. Die Römer haben an diesem Tag arbeitsfrei und feiern ihre Apostelfürsten und sich selbst mit Gottesdiensten, Ausflügen aufs Land und volkstümlichen Vergnügungen.

Im kirchlichen Brauchtum spielt das Hochfest ebenfalls eine wichtige Rolle. Traditionell segnet der Papst an diesem Tag die aus der Wolle zweier Lämmer gewebten Pallien für im vergangenen Jahr ernannte Erzbischöfe. Meist werden die Pallien den Erzbischöfen auch am 29. Juni feierlich überreicht. Auch der berühmte bronzene Petrus in der Vatikan-Basilika wird an diesem Tag besonders geehrt: Die Figur mit ihrem von zahllosen Pilgerhänden blank geriebenen Fuß trägt zur Feier des Tages ein kostbares rot-goldenes Gewand.

Quelle: Wikipedia, Katholisch.de

Klartext vom 27.06.2022

Ich habe mit Herr David Trachsel, Präsident von Jungen SVP Schweiz, über die zwei Initiativen und Abtreibung gesprochen.

Für einen Tag Bedenkzeit vor jeder Abtreibung – Einmal-darüber-schlafen-Initiative (einmal-darueber-schlafen-initiative.ch)

Für den Schutz von ausserhalb des Mutterleibs lebensfähigen Babys – Lebensfähige-Babys-retten-Initiative (lebensfaehige-babys-retten-initiative.ch)

Bild: David Trachsel

Pax Vobis vom 26.06.2022

Nasa danasnja tema je sve o Samostanu i Redovnici.

ZOOM vom 23.06.2022

Über Liturgiebekleidung bis Predigten

BREAKING NEWS: US-SUPREME COURT VERBIETET ABTREIBUNGEN

Der Oberste Gerichtshof der USA hat das liberale Abtreibungsrecht gekippt. Der mehrheitlich konservativ besetzte Supreme Court machte mit seiner Entscheidung am Freitag den Weg für schärfere Abtreibungsgesetze frei – bis hin zu kompletten Verboten in einzelnen Bundesstaaten.

«Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung», heisst es in der Urteilsbegründung. Die Entscheidung ist keine Überraschung: Anfang Mai hatte das Magazin «Politico» einen Entwurf dazu veröffentlicht. Daraus ging bereits hervor, dass das Gericht so entscheiden will. Daraufhin gab es einen Aufschrei von Frauenrechtsorganisationen, Kliniken und Liberalen. Das Urteil ist nun so drastisch wie erwartet. In etwa der Hälfte der Bundesstaaten dürfte es nun zu weitgehenden Einschränkungen kommen.

Quelle: msn.com

Mittwochskolumne vom 22.06.2022

Herz Jesus

Bern (novaradio.ch): An diesem Freitag feiern wir das Herzjesu-Fest. Für mich war und ist die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu eine ganz wichtige geistige Übung. Gott hat ein Herz für uns. Er ist zwar allmächtig, jedoch ist seine Liebe uns gegenüber grenzenlos. Obwohl Gott alle Macht in seinen Händen hält, liefert er sich den Menschen aus, die ihn ans Kreuz nageln. Es ist unvorstellbar, wie grossartig dieses Heilsgeschehen ist. Wir Christen stumpfen leider mit der Zeit immer mehr und mehr ab und vergessen dabei, welche grosse Tat der Heiland für uns vollbracht hat. In seinem Herzen trägt Gott für jeden Menschen eine unvorstellbare Liebe, die jedem Menschen das Leben in Fülle schenken möchte. Wie antworten wir aber auf diese Liebe? Eine Antwort ist, seine Liebe abzulehnen und ein Leben ohne Gott zu führen. Viele Menschen glauben, dass sie besser ohne Gott leben. Eine andere Antwort ist, Gottes Liebe zwar anzunehmen, jedoch die Gebote Gottes abzulehnen. Diese Einstellung sieht keine Notwendigkeit darin, nach Gottes Geboten zu leben. Eine dritte Haltung akzeptiert Gottes Liebe, folgt auch seinen Geboten, jedoch verschliesst sie das eigene Herz für die Liebe zum Mitmenschen. Gottes Barmherzigkeit für das eigene Heil wird akzeptiert, jedoch nicht die Barmherzigkeit für den Mitmenschen. Sicherlich ist die erste von mir beschriebene Haltung die schlechteste, gefolgt von der zweiten und der dritten. Ein Leben ohne Gott führt nicht zum selbstbestimmten Leben, sondern schlussendlich zur Sklaverei der Sünde. Ein Leben ohne den Versuch, die Gebote Gottes zu halten, führt ebenfalls schlussendlich in die spirituelle Sackgasse. Und ein Leben, dass sich vor der Liebe und Barmherzigkeit zum Mitmenschen verschliesst, verharrt im ständigen Widerspruch zur Liebe, die wir durch Gott erfahren dürfen. Auch dies ist der falsche Weg.

Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu soll uns vor Augen führen, wie Gottes Liebe zu uns ist und wie wir zu unseren Mitmenschen sein müssen. Gott ist demütig, liebevoll und jederzeit bereit, uns unsere Sünden zu vergeben. Dies muss die Haltung jedes Christen sein. Nichts macht die Welt so kalt wie die Herzenshärte. Erwärmen wir unser Herz an diesem Fest und seien wir bereit, dem Herzen unseres Heilands Jesus Christus zu folgen. DR

ZOOM vom 20.06.2022

Vom 22.06.-26.06.22 findet im Vatikan das X. Weltfamilientreffen

Weltfamilientreffen 2022 | Familienliebe – Berufung und Weg zur Heiligkeit

(631) Dicastery Laity Family Life – YouTube

Programm – #WMOF22 (romefamily2022.com)

Quelle: Die Tagespost

Theologiestunde vom 20.06.2022

Der fünfte Teil aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“

Nachrichtensendung vom 17.06.2022

Junge Republikanerin ist Pro-Life
Deutsche Franziskaner (Provinzial) sind für Frauenweihe
Heiliges Land und Biden Besuch

NEWS vom 17.06.2022

Open Doors veröffentlichte eine neue Statistik über Flucht der Kirche.

Hier können Sie ein Text (Englisch) zu diesem Thema lesen.

Mittwochskolumne vom 15.06.2022

Eucharistie ist das Zentrum des christlichen Lebens

Bern (novaradio.ch): Morgen feiern wir Fronleichnam. An diesem Hochfest danken wir Gott für das grösste Geschenk, das er uns hinterlassen hat. Die Eucharistie. Eucharistie bedeutet auf Griechisch Danksagung. Wir danken Gott, dass er uns so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn für uns hingab, damit alle gerettet werden können. In der Eucharistie vollzieht sich dieses Heilsgeschehen immer wieder von Neuem. Ich glaube, es ist uns allen nicht bewusst, wie wunderbar dieses Sakrament ist. Wir werden seine Tiefe auch nie ausschöpfen können. Jede Eucharistiefeier bringt so viel Segen für die Welt, dass wir dies nicht mit Worten ausdrücken können. Umso trauriger ist es, dass viele Menschen den Wert dieses grossen Sakramentes nicht mehr erkennen. In unserem Bistum Basel beispielsweise wird die Eucharistie immer mehr an den Rand gedrängt. Moderne Theologen wollen die Eucharistie durch andere Formen des Gottesdienstes ersetzen. Dabei vergessen sie, dass das Feiern der Eucharistie von Jesus Christus selbst als Auftrag an seine Jünger gegeben wurde. Das zweite Vatikanum betont ebenfalls die zentrale Stellung der Eucharistie. Sie ist das Zentrum des christlichen Lebens. Aus der Eucharistie heraus lebt die Kirche und jeder einzelne Katholik.

Es gibt heutzutage viele Überlegungen, wie man das Pfarreileben gestalten kann. In unserem Bistum zeigen sich grosse Ermüdungserscheinungen, da das Pfarreileben in den meisten Pfarreien am Boden liegt. Die Partizipation an der Kirche ist sehr gering und viele Menschen wenden sich von der Kirche ab. Es gibt in der heutigen Zeit sicherlich keine Geheimrezepte für ein erfolgreiches kirchliches Wirken, jedoch gibt es ein Mittel, um die Kirche mit Sicherheit zugrunde zu richten. Überall dort, wo die Eucharistie nicht ins Zentrum gestellt wird, zerfällt die Kirche. Umgekehrt ist jeder Neuanfang nur möglich, wenn die Eucharistie ins Zentrum aller Pfarreiaktivitäten gesetzt wird. Die christliche Gemeinschaft besteht darin, dass Katholiken zusammenkommen und die Eucharistie feiern. Das Feiern dieses grossen Mysteriums hält uns in der Liebe zueianander zusammen. Denken wir morgen wieder daran, wenn wir Fronleichnam feiern. Die Eucharistie muss unser Zentrum sein.

NEWS vom 09.06.2022

STÄNDERAT DARF POLITISCHE INKLUSION NICHT BLOCKIERENMedienmitteilung vom 08.06.2022: Sommersession

Am 16. Juni 2022 entscheidet der Ständerat als Zweitrat über die parlamentarische Initiative 20.505, welche die Barrierefreiheit des Live-Streams des Parlaments fordert. Folgt der Rat der Nein-Parole seines Büros, werden hörbehinderte und gehörlose Menschen weiterhin von den politischen Debatten im Bundeshaus ausgeschlossen. Damit würde er sich auch gegen den Nationalrat stellen, der die parlamentarische Initiative mit 180 Ja-Stimmen sehr deutlich angenommen hat.

Die rund 10’000 gehörlosen und 1 Million hörbehinderten Menschen sind in ihrem Alltag ständig mit Kommunikationsbarrieren konfrontiert. Ob am Arbeitsplatz oder in der Bildung, ständig entstehen durch die Hörbeeinträchtigung zusätzliche Hindernisse. Dies gilt auch für Videos und Live-Streams. Sind diese nicht untertitelt oder werden sie nicht in die Gebärdensprache übersetzt, ist es für hörbehinderte und gehörlose Menschen unmöglich, den Inhalt zu verstehen.

Parlamentsdebatten sollen untertitelt werden

Handlungsbedarf besteht auch bei den Parlamentsdebatten. Der Live-Stream der Nationalrats- und Ständeratsdebatte ist bis heute nicht untertitelt. Damit sind gehörlose und hörbehinderte Menschen von der Möglichkeit, die Debatten live mitzuverfolgen, ausgeschlossen. Der Nationalrat ist grossmehrheitlich der Meinung, dass dieser Missstand behoben werden muss. Er hat im Frühling 2022 die Motion 20.505 mit 180 zu 7 Stimmen klar angenommen. Die parlamentarische Initiative verlangt, dass die Debatten von National- und Ständerat untertitelt werden und dass geprüft wird, wie eine Übersetzung in die Gebärdensprachen aussehen könnte.

Breit abgestütztes Anliegen

Dieser wichtige Schritt für die politische Inklusion von gehörlosen und hörbehinderten Menschen könnte aber vom Ständerat blockiert werden. Das Büro des Ständerates hat das Anliegen bereits zweimal abgelehnt. Lehnt auch das Plenum des Ständerates die parlamentarische Initiative ab, ist das Thema vom Tisch.

Dazu meint Gabriela Suter (Nationalrätin SP/AG), welche die Initiative eingereicht hat: «Auch gehörlose und schwerhörige Bürgerinnen und Bürger sollen die politischen Debatten live mitverfolgen können. Die technischen Möglichkeiten sind heute vorhanden: In Österreich, Deutschland und im Genfer Kantonsparlament wird längst live untertitelt. Das Anliegen ist überparteilich breit abgestützt. Ich hoffe sehr, dass auch der Ständerat meinem Vorstoss zustimmt und damit einen Beitrag zur Barrierefreiheit des Parlaments leistet.»

Inclusion Handicap fordert vom Ständerat, die politische Inklusion von gehörlosen und hörbehinderten Menschen ernst zu nehmen und dem Vorschlag zuzustimmen. Denn auch das Parlament ist durch die UNO-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet, seine Informationen allen Menschen zugänglich zu machen.

Quelle: Inclusion Handicap

NEWS vom 14.06.2022

BVG-REFORM – DER STÄNDERAT DARF INVALIDENRENTNER:INNEN NICHT VERGESSENMedienmitteilung vom 13.06.2022: Sommersession

Am 15. Juni debattiert der Ständerat im Rahmen der BVG-Reform darüber, wie die Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8% auf 6,0% durch einen Rentenzuschlag ausgeglichen werden soll. Da sich der Mindestumwandlungssatz sowohl auf Altersrenten als auch auf Invalidenrenten auswirkt, hatte der Bundesrat ursprünglich auch für Invalidenrenten einen Rentenzuschlag vorgesehen. Nachdem dieser vom Nationalrat gestrichen wurde, droht nun auch eine Streichung durch den Ständerat. Für Inclusion Handicap ist klar: Bei der Frage des Rentenzuschlags sind Invaliden- und Altersrenten gleich zu behandeln. Alles andere ist nicht akzeptabel.

Am 15. Juni 2022 behandelt der Ständerat die BVG-Reform (20.089). Zum Ausgleich der Senkung des Mindestumwandlungssatzes beantragt die Mehrheit der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) Massnahmen, die sowohl vom Vorschlag des Bundesrats als auch vom Beschluss des Nationalrats deutlich abweichen. In einem Punkt decken sich jedoch das Modell des Nationalrats und das Modell der Kommissionsmehrheit: Beide sehen keinen Rentenzuschlag für Invalidenrenten vor. Dies obwohl die Senkung des Mindestumwandlungssatzes die Höhe einer Invalidenrente im gleichen Ausmass betrifft, wie die Höhe einer Altersrente.

„Inclusion Handicap ist dezidiert der Ansicht, dass Invaliden- und Altersrenten bei der Frage des Rentenzuschlags gleich zu behandeln sind. Alles andere ist nicht akzeptabel“, meint Matthias Kuert Killer, Leiter Politik beim Dachverband der Schweizer Behindertenorganisationen. Daher erwartet Inclusion Handicap vom Ständerat, dass er die vom Nationalrat beschlossene Streichung des Rentenzuschlags für Invalidenrenten korrigiert. Dazu hat der Dachverband die Mitglieder des Ständerats auch schriftlich aufgefordert. Der Ständerat darf Invaliden-rentner/innen bei der Frage des Rentenzuschlags nicht vergessen.

Quelle: Inclusion Handicap

NEWS vom 14.06.2022

DISKRIMINIERUNGSFREIER ZUGANG ZU INTENSIVMEDIZINISCHEN BEHANDLUNGEN GEFORDERTMedienmitteilung vom 13.06.2022: Sommersession

Am 14. Juni 2022 behandelt der Ständerat eine Motion, welche eine Rechtsgrundlage für Triage-Entscheidungen beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen fordert. Ziel der Motion ist insbesondere, dass Menschen bei Ressourcenknappheit in Schweizer Spitälern nicht mehr aufgrund ihrer Behinderungen diskriminiert werden.

Durch die Covid-19-Pandemie ist die Bedeutung von Triage-Entscheidungen im Falle einer Ressourcenknappheit bei der Intensivmedizin ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Eine Motion (22.3246) von Maya Graf, Ständerätin (Grüne/BL) und Co-Präsidentin von Inclusion Handicap, soll den Bundesrat nun damit beauftragen, eine rechtliche Grundlage für Triage-Entscheidungen zu schaffen, welche die Situation von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt und diese vor Diskriminierungen schützt.

Rechtsverbindliche Grundlage fehlt

Bis vor kurzem sah die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) im Falle einer Ressourcenknappheit Hilfsbedürftigkeit bei Menschen ab 65 Jahren als entscheidendes Kriterium für die Nicht-Aufnahme auf eine Intensivpflegestation an. Viele Menschen mit Behinderungen sind von der Hilfe Dritter abhängig – deshalb werden sie durch ein solches Kriterium überproportional von einer intensivmedizinischen Behandlung ausge-schlossen. Zwar hat die SAMW als Reaktion auf das Postulat 20.4404 von Maya Graf und die Kritik von Behindertenorganisationen ihre Richtlinien bereits angepasst, was begrüssenswert ist. Erstens sind diese Richtlinien aber nicht rechtsverbindlich – und zweitens müssen Entscheidungen von solcher Tragweite im Rahmen eines demokratischen Prozesses diskutiert werden.

Gesetzgeber muss Schutzpflicht erfüllen

Aktuell erfüllt der Schweizer Gesetzgeber beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungenseine Schutzpflicht vor Diskriminierung nach Artikel 11 und 25 der UNO-Behindertenrechtskonvention sowie Artikel 8 Absatz 2 und 4 der Bundesverfassung nicht. Inclusion Handicap als Stimme der 1.8 Mio. Menschen mit Behinderungen, fordert den Ständerat deshalb entschieden auf, sich für einen diskriminierungsfreien Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen auszusprechen und die Motion anzunehmen. 

Quelle: Inclusion Handicap

Theologiestunde vom 13.06.2022

Hier könne Sie den vierten Teil der Buchserie „Wahrer Gehorsam“ hören.

Nachrichtensendung von 10.06.2022

Spanien: Extreme Reformen werden erwartet
USA: Morddrohungen gegen Richter
Neues Buch über Beziehung zwischen Pius XII. und Hitler

Zoom-Spezial vom 09.06.2022

Alles zum allfälligen Rücktritt vom Papst Franziskus und die bevorstehende Konsistorium.

Mittwochskolumne vom 08.06.2022

Bern (novaradio.ch):

An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen

In der Kirche gibt es verschiedene Lager. Auf der einen Seite die sogenannt Progressiven, welche die Glaubenslehre mit Reformen an den Zeitgeist anpassen wollen, auf der anderen Seite die sogenannt Konservativen, welchen sogar einige Reformen, die das zweite Vatikanum brachte, zu weit gehen und diese rückgängig machen wollen. Ich persönlich habe diese beiden Begriffe – konservativ und progressiv – immer abgelehnt, da sie nicht sehr aussagekräftig sind. Auch wenn ich Forderungen wie die Frauenordination, die Aufhebung des Zölibats oder die Änderung der katholischen Morallehre in Bezug auf die Sexualität ablehne, so sehe ich mich trotzdem nicht als Konservativen. Als Christen müssen wir an die Wahrheit glauben. Die Wahrheit ist weder konservativ noch progressiv, sondern durch unser Herz und unsere Vernunft objektiv erkennbar. Die Gebote Gottes dienen uns und unseren Mitmenschen. Der Wille Gottes ist kein willkürlicher Wille, der uns aufgezwungen wird, sondern dient uns zum Heil.

Gefährlich finde ich aber die Tendenz, wenn sich ein Christ nur darüber definiert, ob er konservativ oder progressiv ist. Es gibt in beiden Lagern gute Menschen, die Gott und den Mitmenschen redlich und aufrichtig dienen wollen. Und es gibt in beiden Lagern Menschen, die nur sich selber dienen wollen. Diese Wahrheit muss offen ausgesprochen werden. In der Bibel steht, dass wir sie an ihren Früchten erkennen werden. Gott wird uns beim jüngsten Gericht nicht danach fragen, ob wir uns selbst als konservative oder progressive Christen bezeichnet haben, sondern was wir konkret für unsere Mitmenschen getan haben. So steht es im Evangelium. Wer seinen Mitmenschen nicht dienen will, dem fehlt die Liebe. Wem die Liebe fehlt, der möchte nicht den Willen Gottes umsetzen, sondern seinen eigenen. Hüten wir uns also davor, uns zu stark mit Etiketten zu schmücken. Es ist zwar wichtig, die Lehre der Kirche zu verteidigen, aber ebenfalls ist es wichtig, im Alltag die Nächstenliebe zu praktizieren. Die Welt soll uns daran erkennen, wie viel Liebe wir für unsere Mitmenschen in uns tragen, und nicht daran, wo wir uns kirchenpolitisch verorten. DR

Theologiestunde vom 06.06.2022

In dieser Ausgabe, können Sie den dritten Teil aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“ hören.

NEWS vom 06.06.2022

Theater und Glaube

«… dies sind die verborgenen Worte» – so der Titel eines Theaterstückes zum Menschenbild des Thomasevangeliums in der Pfarrei St. Martin in Worb.

Im 17. Jahrhundert malte Matthias Stom ein Bild des ungläubigen Thomas. Dieser Apostel gibt quasi das Stichwort dafür, dass das Christentum seit seinen Ursprüngen sehr vielfältig ist. Manche Schriften, Bücher und Verse schafften den Sprung in die Bibel, andere wiederum waren als sogenannte Apokryphen zwar bekannt, aber wenig verbreitet. So auch das Thomasevangelium. Wenn nun der apokryphe Schriftsteller Thomas den biblischen Evangelisten Johannes trifft, so entstehen Diskussionen und Impulse, die uns den Ursprüngen des Christentums näherbringen, aber auch heute aktuell sind und berühren.

Die Schauspieler Lars Wellings und Jürg Wysbach sind in der Region Bern in bester Erinnerung durch ihre Aufführungen des Stückes «Abrahams Erprobung» – sie spielen eine fiktive Begegnung von Thomas und Johannes, als

• Theaterstück mit Diskussion, Freitag, 10. Juni, 20.00.

• Theater-Gottesdienst, Samstag, 11. Juni, 18.00.

Der Kieler Theologe Enno Edzard Popkes, der das Buch «Das Menschenbild des Thomasevangeliums» verfasst hat, wird ebenfalls die Premiere des Theaterstücks bei uns miterleben und steht für ein Nachgespräch zur Verfügung. Gemeindeleiter Peter Sladkovic freut sich: «Möge uns die Begeisterung des Theologen und der beiden Schauspieler für biblische Texte mitreissen und uns erahnen lassen, was wirklich wichtig ist im Christentum!»

Pfarrei St. Martin, Bernstrasse 16, 3076 Worb. Weitere Infos: www.kathbern.ch/worb 

Pfingsten 2022

Alles zum Thema Pfingsten, unter anderem die Kinder- und Jugendsendung und unser Experte Msgr. Dr. Peter von Steinitz.

Nachrichtensendung vom 03.06.2022

Papst Franziskus ernennt einen Pro-Homo Bischof zum Kardinal
Papst gegen Tradition
Schweizer Bischöfe machen weiter den Synodalen Weg

Mittwochskolumne vom 01.06.2022

Pfingsten

Bern (novaradio.ch): Der Geburtstag der Kirche, Pfingsten, steht vor der Tür. Der Herr schenkte seinen Jüngern an Pfingsten die Gaben des Heiligen Geistes, damit diese sich nicht mehr hinter verschlossenen Türen aufhalten, sondern draussen in der Welt den Glauben aktiv verkünden. Pfingsten muss uns alle inspirieren, unsere Selbstbezogenheit zu überwinden und den Glauben im Alltag zu leben und zu bezeugen. Der Heilige Geist befähigte die Jünger, in verschiedenen Sprachen zu reden. Auch wenn wir nicht auf das Wunder hoffen sollten, dass wir plötzlich über Nacht Fremdsprachen erlernen, so können wir diese Gabe in einem kleineren Ausmass vom Heiligen Geist erbitten. Wir vermeiden es heute oft, mit Menschen zu reden, die nicht den gleichen Glaubenshintergrund wie wir haben. Oft sind Katholiken nur unter ihresgleichen. Diese Haltung widerspricht aber dem missionarischen Auftrag der Kirche. Wir müssen erlernen, die Frohe Botschaft auf verschiedene Weisen an die Frau und den Mann zu bringen. Das bedeutet nicht, dass wir den Glauben verkürzen oder relativieren dürfen. Ganz im Gegenteil. Aber wir müssen Wege finden, Menschen die Fülle des Evangeliums nahezubringen, die über kein grosses Wissen über das Christentum verfügen. Niemand darf verurteilt werden, nur weil er sich bisher nicht mit dem Glauben auseinandergesetzt hat. Ich bin sogar felsenfest überzeugt, dass gerade die Menschen, die bisher fern vom Glauben gelebt haben, am offensten für den lehramtstreuen Glauben sind. Es ist leider wie vor 2000 Jahren, als die Schriftgelehrten ihr Herz verschlossen hielten, währenddem diejenigen, die bisher ohne Gott lebten, sich für die Frohe Botschaft öffneten. Wenn die Jünger nicht in verschiedenen Sprachen zu allen Menschen gesprochen hätten, wäre die Kirche eine Lokalkirche in Jerusalem geblieben und nicht die weltumspannende Gemeinschaft, die sie heute ist. Wenn die Jünger hinter verschlossenen Türen geblieben wären, wäre der Glaube nicht gewachsen. Der Glaube ist aber etwas, was wir nicht für uns behalten dürfen, sondern mit unseren Mitschwestern und Mitbrüdern teilen müssen. Auch das zweite Vatikanum forderte uns auf, offen den Glauben im Alltag durch Taten der Nächstenliebe und unser Glaubenszeugnis zu verkünden. Pfingsten findet immer dann statt, wenn wir unsere Verschlossenheit ablegen und uns dem Heiligen Geist anvertrauen, dass er uns zu seinen Werkzeugen macht, die Liebe Gottes zu allen Menschen zu verbreiten. Öffnen wir uns daher und lassen wir uns vom Heiligen Geist führen. DR

Schule der Theologie vom 31.05.2022

Zum ersten Mal, in dieser Sendung, hören Sie ein Vortrag zum Thema Dreifaltigkeit. Den Vortrag hat Dr. Andreas Wildhaber (Priester von Opus Dei) durchgeführt.

Quelle: Privat

Theologiestunde vom 30.05.2022

Wollen wir eigentlich in den Himmel? Ist ein Text von unserem Experten, Msgr. Peter von Steinitz, zum Thema Christi Himmelfahrt.

Christi Himmelfahrt 25.5.2022

Wollen wir eigentlich in den Himmel?

Benedikt XVI. hat einmal gesagt: “Die Himmelfahrt Jesu ist nicht eine Weltraumfahrt zu fernen Gestirnen”. Das haben unsere heutigen Christen weitgehend verstanden, wenngleich der grundlegende Unterschied zwischen natürlicher (diesseitiger) und übernatürlicher (jenseitiger) Welt durchaus nicht immer so klar ist, selbst bei einigen Theologen nicht.

Es fällt auf, mit welcher Leidenschaft die Astrophysik – und mit ihr weite Teile des gebildeten Publikums – nach Leben, möglichst menschenähnlichen Leben, auf anderen Planeten sucht. Dahinter steckt wohl auch manchmal der uneingestandene Wunsch, eine bessere Welt zu finden, zu der man sich – wenn auch nur in Gedanken – aus dem hiesigen Elend flüchten kann. Bisher steht allerdings fest, dass es einen “besseren” Planeten als die Erde wohl nicht gibt, in unserem Sonnensystem sowieso nicht (alle anderen Planeten sind tote Felsbrocken oder unwirtliche Feuerhöllen), aber auch unter den mit viel Aufwand gefundenen Exoplaneten zeigt sich durchaus nicht die ideale Welt.

Immerhin, diese Menschen haben wenigstens noch so etwas wie eine Sehnsucht nach Höherem.

Für viele Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft stellt sich aber die Frage anders: Wollen wir überhaupt in den Himmel? Haben wir uns nicht schon einen Himmel auf Erden gemacht? Gewiss vorbei sind die Zeiten, wo die Gegner des Christentums höhnten: euch Christen wird das Schöne im Leben vorenthalten, dafür lasst ihr euch auf ein besseres Jenseits vertrösten. Das “Schöne” im Leben haben die Christen inzwischen – teilweise unter Biegung der Moral – unter dem Begriff “wellness” in ihr religiöses Leben einbezogen. Das Argument zieht nicht mehr.

Wir müssen uns also ernsthaft fragen: wie kommt es, dass die meisten Christen sich für den Himmel, das ewige Leben kaum oder gar nicht interessieren?

Der hl. Josefmaria sagte einnmal: “Der größte Feind des Christentums ist die Unwissenheit”. Das ist heute mit Händen zu greifen. Die Jüngeren haben de facto kein religiöses Wissen vermittelt bekommen, die Älteren haben es vergessen, da sie ja ständig der heutigen Ablenkungskultur ausgesetzt sind.

Früher sagte man sich, wenn man nur das Notwendigste hatte, ohne gleich am Hungertuch zu nagen, dass es ein besseres Leben geben muss, das man den Himmel nannte. Wer heute reichlich zum Leben hat, müsste eigentlich trotzdem immer noch so denken, denn die Elemente des “guten” Lebens, Essen und Trinken vom Feinsten, Sex nach Belieben, Zweitwagen, gut gepolsterte Versicherungen und wenigstens drei Urlaubsreisen im Jahr können doch bei einigem Nachdenken nicht wirklich den Himmel ersetzen. Es sei denn, man hat überhaupt keine Vorstellung von dem, was der Himmel ist, oder besser gesagt, man hat eine unzutreffende Vorstellung.

Der Mensch ist aber von Gott so geschaffen, dass er auf das Unendliche zielt, dass das kleine Glück in der Sofaecke, Fläschchen Bier und Bundesliga, ihm nicht genügt. Selbst wenn es statt Bier und Sofa immerhin Chardonnay und ein Logenplatz in der Philharmonie sind.

Friedrich Nietzsche hat diesen Hang des Menschen zum Absoluten, allerdings ohne übernatürlichen Aspekt, in das schöne dicherische Wort gefasst: “Denn alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit” (aus Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra (1883-1891).

Noch besser sagt es der hl. Augustinus: „Auf dich hin hast du uns geschaffen, Herr. Und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir“ (Bekenntnisse I,1).

Die Unruhe ist da, aber viele wissen nicht, woher sie kommt. Die Psychologie hat Erklärungen für psychische Probleme zur Hand. Aber die tief innen pochende Unruhe im Herzen des Menschen, das Ungenügen an den begrenzten Dingen dieser Welt, die unklare Sehnsucht nach dem Hohen und Reinen, kurz die Suche nach dem wahren Glück – das kann keine Psychologie erfüllen. Erst wenn der Mensch das Paulus-Wort ernst nimmt: „Unsere Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20), erst dann wird er zu dieser wahrhaft erlösenden Perspektive kommen. Dann wird er die oberflächliche Sicht überwinden, die so tut, als wäre uns der Himmel sowieso garantiert, und man müsste sich gar nicht besonders darum kümmern.

Hier zwei Lösungsansätze für den Himmelsunkundigen:

  1. Beten! Unsere wohlwollenden Gedanken sollen sich auf den Nächsten richten, das ist richtig, aber zuvor erst einmal auf Gott, unseren Schöpfer und Erlöser.
  2. Versuchen, die zweidimensionale Sicht zu überwinden, d.h. auch die übernatürliche, also die jenseitige Welt in den Blick  zu nehmen. Das Jenseits, also Himmel, Hölle, Läuterungsort, ist sicher mindestens so reich differenziert wie das Diesseits Das bedeutet, es geht nicht einfach darum, dass ich „in den Himmel komme“, sondern zu ergründen, was dazu nötig ist.

Wenn wir irgendetwas Wichtiges in der diesseitigen Welt erreichen wollen, müssen wir uns anstrengen. Ein Millionenverdienst, eine politische oder akademische Karriere, ein gesichertes Leben für die Familie – das sind doch Dinge, die uns nicht in den Schoß gelegt werden. Und keiner erwartet das. Aber das allerhöchste Glück, eine Seligkeit ohne Ende, verbunden mit einem auf ewig beglückenden Tätigsein in Gott – das sollen wir nur so nebenbei mitnehmen können?

Jesus Christus, der von Ewigkeit im Himmel war, der Mensch wurde, um uns den Weg zum Himmel zu öffnen, er hat dafür sein Leben geopfert, denn der Himmel war buchstäblich verschlossen. Selbst die guten Menschen des Alten Bundes konnten erst hinein, nachdem Jesus das Werk der Erlösung vollendet hatte.

Wie immer spricht Jesus nicht nur davon, was zu tun ist. Er macht es uns vor. „Wer mein Jünger sein will, nehme täglich sein Kreuz auf sich, und so folge er mir nach!“ (Lk 9,23) Und auch was danach kommt – denn das Kreuz ist nicht das letzte Wort – auch da geht Christus uns voran. Himmelwärts geht es dann, und jeder von uns ist eingeladen. Ein Alternative dazu gibt es nicht, entschließen wir uns also!

Maria als der vollkommene und vollkommen erlöste Mensch ist ebenfalls schon den Weg zuende gegangen. Denn am Ende wird auch uns – wenn wir es wollen – dieses bereitet, nämlich in der ganzen von Gott gedachten Vollständigkeit, also mit Leib und Seele in den Himmel einzugehen.

Es wäre schade, wenn wir dann nicht dabei wären!

Quelle: Peter von Steinitz, Novaradio.ch

PAX VOBIS 29.05.2022

Tema: Marija-svibanjska kraljica/duhovi

Nachrichtensendung vom 27.05.2022

Bald drei Päpste?
Pelosi darf keine Hostie empfangen
WEF und Kirche

Christi Himmelfahrt 2022

In den drei Sendungen, Kinder- und Jugendsendung sowie theologische Sendung, werden wir die Christi Himmelfahrt ausdeuten.

ZOOM vom 25.05.2022

In dieser Speziallausgabe der Zoom-Sendung, geht es um das Verhältnis Russland zu den Balkanstaaten.

Mittwochskolumne