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News: China: Sieben Jahre Haft für christlichen Buchhändler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Zeit, in welcher China ein Platz im UN-Menschenrechtsrat zugesprochen worden ist, wurde ein christlicher Buchhändler zu sieben Jahren Haft verurteilt. Während einige Beobachter die Wahl mit teilweise deutlichen Worten kritisierten, sieht ein Vertreter von Open Doors auch Positives an der Entwicklung.

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NEWS: AMY CONEY BARRETT GEWÄHLT

(Photo by Olivier DOULIERY / AFP) (Photo by OLIVIER DOULIERY/AFP via Getty Images)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EIN GROSSER TAG!!

Präsident Donald Trump wählte Barrett, seinen dritten Anwärter auf das höchste Gericht des Landes, als Nachfolger der linken Richterin Ruth Bader Ginsburg nach ihrem Tod im vergangenen Monataus. Die Republikaner im Senat sahen sich einem starken Druck der Rechten ausgesetzt, die vakante Stelle vor den Präsidentschaftswahlen im November zu besetzen, inmitten des heftigen Widerstands der Linken, die verlangten, dass der Sitz leer gelassen wird, damit jeder, der die Wahl gewinnt, ihn füllen kann.

Barrett, eine katholische Mutter von sieben Kindern, die weithin als Pro-Life-Originalistin angesehen wird, war Mitglied der Gruppe Faculty for Life von Notre Dame, soll einen weiteren Brief unterzeichnet haben, der von Becket Law veröffentlicht wurde, in dem er das Empfängnisverhütungsmandat der Obama-Administration kritisierte, und 2006 eine Anzeige mit der Erklärung „wir… Abtreibung auf Verlangen ablehnen und das Recht auf Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod unterstützen.“ Sie hat auch mehrere Artikel geschrieben, die der Stare Decisis-Doktrin kritisch gegenüberstehen, die dem Status früherer Urteile als Präzedenzfall Gewicht verleiht, unabhängig davon, ob sie zu Recht entschieden wurden.

Die Schlussabstimmung lag bei 52 zu 48 und fiel erwartungsgemäß weitgehend parteiübergreifend. Von besonderem Interesse waren die Republikaner in Alaska, Lisa Murkowski und Susan Collins aus Maine. Beide sind Abtreibungsbefürworter, aber Murkowski stimmte für Barrett, während Collins, der vor zwei Jahren bekanntlich für die Bestätigung von Richter Brett Kavanaugh stimmte, gegen sie stimmte. In den Verfahrensabstimmungen am Freitag und Sonntag hatte Murkowski gegen eine Weiterleitung des Bestätigungsverfahrens gestimmt.

Vizepräsident Mike Pence musste letztlich keine Tie-Break-Abstimmung abgeben.

„Die konservativen Frauen, die ich in unserer ‚Women for Amy‘ Bus Tour im ganzen Land besucht habe, jubeln laut für diesen historischen Meilenstein für Frauen“, kommentierte Concerned Women for America es Penny Nance und nannte Barrett „eine Inspiration für Millionen“.

„Eine konservative, konstitutionelle, lebensfreundliche Frau am Obersten Gerichtshof.»

Quelle: Lifesite

News: Enzyklika „Fratelli tutti“: Eine Zusammenfassung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Enzyklika „Fratelli tutti“: Eine Zusammenfassung

Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft – das ist der Weg, den der Papst aufzeigt, um mit dem vereinten Einsatz aller Gutwilligen eine bessere, gerechtere und friedlichere Welt aufzubauen. Deutlich bekräftigt er sein Nein zum Krieg und zu einer Globalisierung der Gleichgültigkeit.

Mit welchen großen Idealen, aber auch auf welchem konkreten Weg lässt sich eine gerechtere und geschwisterlichere Welt aufbauen, was die privaten, die sozialen, aber die politischen oder die internationalen Beziehungen betrifft? Das ist die Frage, auf die „Fratelli tutti“ zu antworten versucht. Der Papst stuft sie selbst als „Sozialenzyklika“ ein (6). Sie entlehnt ihren Titel den Ermahnungen des hl. Franz von Assisi, der sich mit diesen Worten „an alle Brüder und Schwestern“ wandte, „um ihnen eine dem Evangelium gemäße Lebensweise darzulegen“ (1).

„Von einer einzigen Menschheit träumen“

Es geht dem päpstlichen Lehrschreiben darum, das weltweite Verlangen nach Geschwisterlichkeit und sozialer Freundschaft zu fördern. Im Hintergrund steht die Corona-Pandemie, die, wie Franziskus formuliert, „unerwartet ausbrach, als ich dieses Schreiben verfasste“ (7). Der globale Gesundheitsnotstand habe einmal mehr gezeigt, dass niemand sich allein rette und dass jetzt wirklich die Stunde gekommen sei, um „von einer einzigen Menschheit zu träumen“ (8), in der wir „alle Geschwister“ sind.

Gegen eine „Kultur der Mauern“

„Die Schatten einer abgeschotteten Welt“ – so heißt das erste der insgesamt acht Kapitel, in dem das Dokument sich mit den negativen Seiten unserer Epoche beschäftigt. Da geht es um Manipulation und Entstellung von Begriffen wie Demokratie, Freiheit oder Gerechtigkeit; um Egoismus und Desinteresse am Gemeinwohl; um das Vorherrschen einer Logik des Marktes, die auf Profit aus ist und vermeintlich unnütze Menschen an den Rand drängt; um Arbeitslosigkeit, Rassismus, Armut; um rechtliche Ungleichheit, Sklaverei, Menschenhandel, Zwangsabtreibungen und Organhandel (10-24). Der Papst unterstreicht, dass diese globalen Probleme auch ein globales Handeln erforderlich machen, und wendet sich gegen eine „Kultur der Mauern“, die zu einer Blüte des organisierten Verbrechens, zu Angst und Einsamkeit führen (27-28).

„Wir sind für die Liebe geschaffen“

All diesen Schatten stellt die Enzyklika dann aber ein leuchtendes Beispiel entgegen: das des barmherzigen Samariters, mit dem sich das zweite Kapitel („Ein Fremder auf dem Weg“) beschäftigt. Der Papst arbeitet heraus, dass in einer kranken Gesellschaft, die dem Schmerz den Rücken kehrt und sich um die Schwachen und Verletzlichen nicht kümmert (64-65), wir alle dazu aufgerufen sind, uns um unsere Nächsten zu kümmern (81) und dabei Vorurteile und Privatinteressen beiseite zu lassen. Wir alle sind, wie Franziskus betont, mitverantwortlich für den Aufbau einer Gesellschaft, die alle Hilfsbedürftigen zu integrieren und zu unterstützen versteht (77). Die Liebe baut Brücken, und „wir sind für die Liebe geschaffen“ (88), schreibt der Papst, um vor allem die Christen dazu zu ermutigen, Christus in jedem ausgeschlossenen Menschen zu erkennen (85).

„Eine offene Welt denken und schaffen“

Die Vorstellung, dass Liebe „eine universale Dimension“ (83) haben sollte, wird im dritten Kapitel („Eine offene Welt denken und schaffen“), weitergedreht. Franziskus ruft uns dazu auf, aus uns herauszugehen, „um eine vollere Existenz in einem anderen zu finden“ (88), und uns für andere zu öffnen, so dass eine „universale Gemeinschaft“ denkbar wird. Das menschliche Leben wird, wie die Enzyklika formuliert, in spiritueller Hinsicht daran gemessen, ob uns die Liebe dazu antreibt, das Beste für die anderen zu suchen (92-93). Weil der Sinn für Solidarität und Geschwisterlichkeit im Raum der Familie entsteht, sind Familien mit ihrer „vorrangigen und unabdingbaren Erziehungsaufgabe“ (114) besonders zu schützen und zu respektieren.

Niemandem kann das Recht auf ein Leben in Würde verweigert werden, fährt der Papst fort, und weil Rechte keine Grenzen kennen, darf keiner ausgeschlossen werden, ganz egal wo er herkommt (121). Darum ruft Franziskus nach einer „Ethik der internationalen Beziehungen“ (126) und erinnert daran, dass kein Land sich gegen Fremde abschotten oder Fremden, die bedürftig sind, Hilfe verweigern darf. Das Recht auf Privatbesitz nennt er dem Prinzip der „universellen Bestimmung der geschaffenen Güter“ nachgeordnet (120). Auch in Sachen Auslandsschulden wird die Enzyklika deutlich: Natürlich müssten diese Schulden prinzipiell bezahlt werden, doch dürfe das nicht Wachstum und Erhalt der ärmeren Länder gefährden (126).

Migranten nicht abweisen

Dem Thema Migration sind ein Teil des zweiten und das ganze vierte Kapitel („Ein offenes Herz für die ganze Welt“) gewidmet: „Zerrissene Leben“ (37) auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen, skrupellosen Menschenhändlern. Migranten sollen aufgenommen, geschützt, gefördert und integriert werden, fordert der Papst. Dabei gilt es, in den Ankunftsländern die richtige Balance zwischen dem Schutz der Rechte der Bürger und einer Aufnahme und Hilfe für Migranten zu finden (38-40). Was Menschen, die vor schweren humanitären Krisen fliehen, betrifft, zählt der Papst einige wesentliche Punkte auf: eine vereinfachte Visa-Erteilung; das Öffnen humanitärer Korridore; ein Bereitstellen von Wohnraum, Sicherheit und Basis-Dienstleistungen; Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten; Familienzusammenführungen; Schutz von Minderjährigen und die Garantie der Religionsfreiheit. Vor allem aber hält das Dokument eine global governance im Migrationsbereich für dringlich, die im Namen einer solidarischen Entwicklung aller Völker über die einzelnen Notlagen hinausgehen und langfristige Projekte auf den Weg bringen sollte (129-132).

„Menschenhandel ist eine Schande für die Menschheit“

Um „Die beste Politik“ kreist das fünfte Kapitel. Gemeint ist eine Politik, die man als eine Form der Nächstenliebe bezeichnen kann, weil sie sich in den Dienst am Gemeinwohl (180) stellt und einen offenen, dialogischen Volks-Begriff hat (160). Damit stellt sich Franziskus dem Populismus entgegen, der den durchaus legitimen Begriff ‚Volk‘ zu Instrumentalisierungen aus Eigeninteressen missbraucht (159). „Die beste Politik“ ist außerdem für Franziskus die, die die Arbeit, diese „unverzichtbare Dimension des gesellschaftlichen Lebens“ (162), schützt und jedem Einzelnen die Möglichkeit gibt, das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen. Und die wirkliche Strategie gegen Armut besteht nach Darstellung der Enzyklika darin, Benachteiligte so zu fördern, dass sie zu Schmieden ihres eigenen Glückes werden können (187).

Darüber hinaus ist es Aufgabe der Politik, Antworten auf alles zu finden, was die grundlegenden Menschenrechte beeinträchtigt: soziale Ausschließung, Organ-, Waffen- und Drogenhandel, sexuelle Ausbeutung, Sklavenarbeit, Terrorismus und organisierte Kriminalität. Mit Verve ruft der Papst dazu auf, dem Menschenhandel, dieser „Schande für die Menschheit“, und dem Hunger (der angesichts des Rechts jedes Menschen auf Ernährung als „ein Verbrechen“ beschrieben wird) endlich ein Ende zu machen (188-189).

„Der Markt allein löst nicht alle Probleme“

Die Politik, die wir heute brauchen, ist nach Ansicht von Franziskus eine Politik, die sich auf Menschenwürde konzentriert und sich nicht vor dem Finanzsektor beugt, denn „der Markt allein löst nicht alle Probleme“, wie das von den Finanzspekulationen ausgelöste „Vernichtungswerk“ gezeigt hat (168). Umso größere Bedeutung kommt darum Volksbewegungen zu: Dieser „Strom moralischer Energie“ muss auf koordinierte Weise in die Gesellschaft mit einbezogen werden – so dass man, wie der Papst formuliert, von einer Politik „gegenüber“ den Armen zu einer Politik „mit“ und „der“ Armen gelangt (169).

Für eine UNO-Reform

Ein weiterer Wunsch, den die Enzyklika ausspricht, betrifft die Reform der Vereinten Nationen: Angesichts der Vorherrschaft der wirtschaftlichen Komponente sollten sie das Bild einer „Familie der Nationen“ konkret werden lassen, indem sie für das Gemeinwohl, für eine Ausrottung der Armut und den Schutz der Menschenrechte eintreten. Durch unermüdlichen Rückgriff auf Verhandeln und Vermitteln sollten sie außerdem dafür sorgen, dass die Stärke des Rechts die Oberhand über das Recht des Stärkeren gewinnt (173-175).

„Niemand ist nutzlos“

Das sechste Kapitel („Dialog und soziale Freundschaft“) zeichnet schließlich das Leben als „Kunst der Begegnung“ mit allen, auch mit den Menschen an der Peripherie des Planeten und mit eingeborenen Völkern, denn „man kann von jedem etwas lernen, niemand ist nutzlos“ (215). Der Papst spricht vom „Wunder“ der Freundlichkeit, die es wieder neu zu üben gelte, weil sie „wie Sterne in der Dunkelheit“ leuchtet und „uns befreit von der Grausamkeit, von der Ängstlichkeit und von der zerstreuten Bedürfnisbefriedigung“, die heute so häufig sind (222-224).

Die Shoah niemals vergessen

Das siebte Kapitel hingegen („Wege zu einer neuen Begegnung“) kommt auf den Wert und die Förderung des Friedens zu sprechen: Friede ist, wie der Papst unterstreicht, „proaktiv“, ein „Handwerk“, bei dem jeder das Seine beiträgt und das nie an ein Ende kommt (227-232). Mit dem Frieden hängt das Vergeben zusammen: Alle verdienen Liebe, ohne Ausnahme, so die Enzyklika, aber die Liebe zu einem Unterdrücker bedeutet in dieser Lesart, ihm nicht zu erlauben, dass er die Menschen noch länger unterdrückt (241-242). Vergebung bedeutet nicht Straflosigkeit, sondern Gerechtigkeit und Erinnerung; es bedeutet nicht Vergessen, sondern Verzicht auf die zerstörerische Kraft des Bösen und auf die Rache. Nie dürfe man Greuel wie die Shoah, die Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die ethnischen Verfolgungen und Massaker vergessen, fordert der Papst; an sie immer wieder neu zu erinnern, verhelfe dazu, nicht abzustumpfen und die Flamme des kollektiven Gewissens am Brennen zu halten. Zugleich ist es aber auch wichtig, sich an das Gute zu erinnern. (246-252)

„Man kann heute nicht mehr von gerechtem Krieg sprechen“

Auch auf den Krieg („eine ständige Bedrohung“) kommt das siebte Kapitel zu sprechen: Er stelle eine „Negierung aller Rechte“ dar, „ein Versagen der Politik und der Menschheit“, „eine Niederlage gegenüber den Mächten des Bösen“. Angesichts von nuklearen, chemischen und biologischen Waffen, die sich gegen Unschuldige richten, kann man heute nicht mehr, wie das in der Vergangenheit der Fall war, von einem „gerechten Krieg“ sprechen, sondern muss dem ein „Nie wieder Krieg!“ entgegenhalten. Die völlige Vernichtung aller Atomwaffen ist „eine moralische und humanitäre Pflicht“ – mit dem Geld, das jetzt für Rüstung ausgegeben wird, sollte eher ein Weltfonds zur Ausrottung des Hungers eingerichtet werden (255-262).

Nein zur Todesstrafe

Nicht weniger entschieden äußert sich Franziskus zur Todesstrafe: Sie ist nicht akzeptabel und sollte weltweit abgeschafft werden. „Nicht einmal der Mörder verliert seine Personenwürde, und Gott selber leistet dafür Gewähr“ (263-269). Der Papst betont, dass die „Heiligkeit des menschlichen Lebens“ (283) zu achten sei, wo auch immer „Teile der Menschheit geopfert werden zu können“ scheinen, etwa Ungeborene, Arme, Behinderte, alte Menschen (18).

„Religionen sollten für den Frieden zusammenarbeiten“

Das achte und letzte Kapitel („Die Religionen im Dienst an der Geschwisterlichkeit in der Welt“) bekräftigt, dass Terrorismus sich nicht auf Religion berufen darf, sondern in Wirklichkeit auf irrtümlichen Interpretationen religiöser Texte beruht und auch mit Hunger, Armut, Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu tun hat (282-283). Also ist ein Weg des Friedens unter den Religionen möglich. Dafür muss aber die Religionsfreiheit, die für alle Glaubenden fundamental ist, respektiert werden (279). Die Enzyklika geht auch auf die Rolle der Kirche ein: Sie verlegt ihre Mission nicht in den privaten Bereich, und auch wenn sie selbst nicht Politik macht, verzichtet sie doch nicht auf die politische Dimension, auf die Aufmerksamkeit für das Gemeinwohl und auf die Sorge für eine integrale menschliche Entwicklung, so wie es den Prinzipien des Evangeliums entspricht (276-278).

Zu guter Letzt zitiert Franziskus das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“, das er am 4. Februar 2019 zusammen mit dem Großimam der al-Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyib, in Abu Dhabi unterzeichnet hat. Diesem grundlegenden interreligiösen Text entnimmt der Papst den Appell, dass um der Geschwisterlichkeit aller Menschen willen immer grundsätzlich auf den Dialog als Weg, die Zusammenarbeit als Stil und das Wissen umeinander als Methode und Kriterium gesetzt werden solle (285).

Quelle: Vatican News

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Der kroatische Nuntius in Berlin hat einige deutsche Bischöfe zurecht gewiesen.

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Marsch fürs Läbe wird auf die Strasse gestellt

 

Am 19. September 2020 hätte im Kongresszentrum „gate27“ in Winterthur das „Marsch fürs Läbe-Träffe“ stattfinden sollen, ein familienorientierter Anlass mit 300 Personen. Doch nun wurde den Veranstaltern für das Event der Veranstaltungsort abgesagt.

 

An einer Sitzung mit dem Organisationskomittee (OK) vom Marsch fürs Läbe teilte die Winterthurer Polizei am 1. September mit, dass es sowohl in der Stadt Winterthur als auch im Internet eine grosse, linksextreme Mobilisierung gebe, um die Veranstaltung der Lebensrechtler zu verhindern. Die Polizei rechne damit, dass sich eine grosse Gruppe Gewaltbereiter zu einer unbewilligten Demo versammeln werde, zu welcher Linksextreme und Gendergruppen um 12 Uhr im Stadthauspark am Veranstaltungstag des Lebensrechtstreffens aufrufen. Diese Gruppierungen würden dann direkt in Richtung des nahe gelegenen gate27 ziehen. Die Polizei müsse das Konferenzzentrum folglich mit dem für Winterthur bisher grössten Polizeiaufgebot abriegeln. Nur so könne die Sicherheit Teilnehmenden, die sich zum grossen Teil aus Familien mit Kindern zusammensetzen, garantiert werden.

Ein kleine, links-anarchistische Minderheit hat es nun geschafft, eine Veranstaltung in einem privaten Kongresszentrum zu stoppen. Der Anwalt des Vereins Marsch fürs Läbe wird prüfen, wie gegen die Verursacher der Verhinderung geklagt werden kann. Ebenfalls werden die Qualität der präventiven Arbeit der Polizei und das für den 19. September vorgelegte Dispositiv unter die Lupe genommen. Die Veranstalter bemängeln die Arbeit der Winterthurer Polizei mit klaren Worten. Die Ordnungskräfte verfügten über hunderte von Namen der linksextremen Gegnerschaft. Die Zürcher Polizei hatte 2019 ca. 175 Personen aus diesen Angreiferreihen eingekesselt und ihre Identität festgehalten. Es kam es zu etlichen Anzeigen, Verurteilungen und Bestrafungen. 2015 wurden von der Zürcher Polizei ebenfalls 100 Personen verhaftet. Der Polizei sind folglich die Namen vieler Gewaltbereiter bekannt. Zudem schickte das Organisationskomitee des Marsches der Polizei bereits im Juli 2020 eine Liste mit Mail-Adressen von potenziellen Gegnern. Die Liste zeigte auf, von welchen Mailaccounts hunderte von falschen Anmeldungen für den Anlass am 19. September übermittelt wurden, um die Arbeit der Veranstalter zu stören. Auch Postadressen waren auf der Liste ersichtlich.

Es wird abzuklären sein, wie die Polizei mit diesen Informationen umgegangen ist und welche präventive Abwehr entwickelt wurde. Aktuell macht es den Anschein, dass einmal mehr der bequeme Weg gewählt wurde und der Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Kapitulation des Rechtsstaates der Weg bereitet wird. Die Polizei muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, das Erreichen der linksextremen Zielsetzung möglich gemacht zu haben.

Quelle: Marsch fürs Läbe