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NEWS: Biden wird sich mit Papst Franziskus treffen, um über „Menschenwürde“ zu sprechen, aber Abtreibung hat die Agenda verlassen

Biden wird die Zusammenarbeit mit Papst Franziskus bei „Bemühungen, die auf der Achtung der grundlegenden Menschenwürde beruhten“, diskutieren, ohne die Würde des Ungeborenen zu erwähnen.

Der sogenannte Katholik Biden will über „Menschenwürde“ sprechen, aber über Abtreibungen nicht! Die Würde eines Menschen beginnt schon bei der Entstehung des Lebens. Oder ist für Biden ein Mensch Wert wenn es lebt?

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, kündigte am Donnerstag an, dass Präsident Joe Biden sich am 29. Oktober mit Papst Franziskus im Vatikan treffen werde, um „die Zusammenarbeit bei Bemühungen zu besprechen, die auf der Achtung der grundlegenden Menschenwürde basieren, einschließlich der Beendigung der COVID-19-Pandemie, der Bekämpfung der Klimakrise und der Sorge um die Armen“.

Die gemeinsame „Achtung der grundlegenden Menschenwürde“ von Papst Franziskus und Biden schließt nicht die Würde ungeborener Kinder ein, die Biden während seiner Präsidentschaft wiederholt ignoriert und aktiv zu untergraben versucht hat. Trotz Bidens radikaler Förderung der legalisierten Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung sagen die Medien voraus, dass Papst Franziskus im Einklang mit seinen früheren Treffen mit Abtreibungsbefürwortern zur Abtreibung schweigen wird, während er mit den Bidens zusammen ist.

Schon vor seiner Amtseinführung wurde Biden von selbsternannten „Pro-Life-Liberalen“, die für das Wall Street Journal schrieben, als „abtreibungsfreundlichester Präsident der Geschichte“ vorhergesagt. Biden wurde wiederholt von US-Bischöfen für die extreme Unterstützung der Abtreibung kritisiert, die er seitdem in die Praxis umgesetzt hat.

„Er nennt sich gerne einen gläubigen Katholiken. Ich möchte ihn dringend auffordern, sich wie einer zu verhalten, besonders in den Lebensfragen“, sagte Erzbischof Joseph Naumann, Leiter des Ausschusses für Pro-Life-Aktivitäten der United States Conference of Catholic Bishops (USCCB), am 8. Oktober gegenüber EWTN News Nightly.

Im September sagte Biden, er habe das Justizministerium angewiesen, nach Wegen zu suchen, um den Texas Heartbeat Act zu blockieren, ein fast vollständiges Abtreibungsverbot, das es Privatpersonen ermöglicht, jeden zu verklagen, der nach sechs Schwangerschaftswochen eine Abtreibung ermöglicht.

Als Reaktion auf Bidens Forderung nach einer“gesamtstaatlichen Anstrengung“gegen das Gesetz kündigte der Leiter des Gesundheitsministeriums, Xavier Becerra, an, dass seine Abteilung zusätzliche Mittel für Abtreibungszentren in Texas verwenden werde.

Während Papst Franziskus Abtreibung wiederholt als „Mord“ verurteilte, spricht er nicht mit Abtreibungsbefürwortern über die Position der Kirche zur Verpflichtung von Beamten, das Recht auf Leben zu wahren.

Zu Beginn seiner Präsidentschaft hat Biden nicht nur das Hyde Amendment fallen gelassen, das die Finanzierung von Abtreibungen durch Steuerzahler verboten hatte, sondern auch den Kongress aufgefordert, Regeln zu missachten, die die Verwendung von Steuergeldern zur Finanzierung von Abtreibungen im Ausland verbieten.

Papst Franziskus erwähnte Abtreibung nicht, als er sich am Samstag mit der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, traf. Papst Benedikt XVI. hatte die Position der Kirche zur Heiligkeit des Lebens und den damit verbundenen Verpflichtungen der Gesetzgeber während seines eigenen Treffens mit Pelosi im Jahr 2009 bekräftigt.

Im Juni stimmten die US-Bischöfe dafür, mit der Ausarbeitung eines Dokuments fortzufahren, das die Notwendigkeit für alle Katholiken ansprechen würde, unseren Herrn in der Heiligen Kommunion nur in einem Zustand der Gnade zu empfangen, was Kardinal Blase Cupich aus Chicago dazu veranlasste, gegen das zu protestieren, was er als „eine Erwartung“ sah, dass wir dem Präsidenten, Sprecherin Pelosi, die Kommunion verweigern. und andere.

Erst vor wenigen Wochen schlug Papst Franziskus vor, dass die Verweigerung der Gemeinschaft selbst eines hartnäckigen Abtreibungspolitikers ein „politischer“ und nicht „pastoraler“ Akt sei, und riet dem Klerus: „Wenn Sie sagen, dass Sie [die Eucharistie] geben oder nicht geben können, ist dies Kasuistik.“ Er fügte hinzu, dass er noch nie jemandem die Heilige Kommunion verweigert habe.

Bidens bevorstehender offizieller Besuch im Vatikan wird der erste seit seiner Amtseinführung sein, vor der er „Segen und Glückwünsche“ von Papst Franziskus erhalten hatte.

Quelle: lifesitenews und novaradio.ch

NEWS: UNSERE LIEBE FRAU VOM ROSENKRANZ

Gedenktag

Das Rosenkranzgebet in seiner heutigen Form wurde seit dem 15. Jahrhundert vor allem von den Dominikanern und den Jesuiten verbreitet. Das Rosenkranzfest gilt nicht dem Rosenkranz selbst, sondern der „Rosenkranzkönigin“, der Jungfrau Maria. Das Fest wurde von dem Dominikanerpapst Pius V. 1572 zur Erinnerung an den Sieg über die Türken in der Seeschlacht bei Lepanto (7. Oktober 1571) eingeführt. Nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein (Ungarn) am 5. August 1716 wurde das Fest auf Bitten Karls VI. auf die ganze Kirche ausgedehnt.

NEWS: Nigeria – das zerrissene Land

Msgr. Obiora Ike aus Nigeria weilt vom 9.-17. Oktober 2021 in der Schweiz. In verschiedenen Pfarreien wird er Gottesdienste feiern. Obiora Ike wird in den Predigten auf die äusserst schwierige Situation der Christen in seiner Heimat Nigeria eingehen. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation zusätzlich.

Msgr. Obiora Ike

In Nigeria leben über 200 Millionen Menschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, doch von deren Verkauf profitiert nur eine kleine Elite. Zudem ist die Korruption weit verbreitet.

Msgr. Obiora Ike – „Die Welt darf das Schicksal der Christen in Nigeria nicht ignorieren“
Der aus Nigeria stammende Msgr. Obiora Ike setzt sich vehement für die verfolgten Christinnen und Christen in seinem Land ein. Tausende von Opfern unter Christen und Muslimen gehen in Nigeria auf das Konto der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram, die seit vielen Jahren Angst und Schrecken verbreitet. Die Gewalt gegen Christen betrifft vor allem den Norden des afrikanischen Staates. Dort leben mehrheitlich Muslime. Die Christen bilden im Norden eine Minderheit. Der Norden des Landes ist arm, trocken, sittenstreng und voller Vorbehalte gegen das Moderne. Der Süden dagegen boomt.
Boko Haram passt diese Entwicklung im Süden nicht und strebt ein Kalifat an. Die radikale Gruppe verfolgt alle, die einen säkularen Staat und ein gleichwertiges Nebeneinander der Religionen unterstützen. Durch die grassierende Korruption bei den Ordnungshütern und in der Politik gelingt es der Polizei und dem Militär nicht, die Terroristen wirksam zu bekämpfen.

Nigeria, March 2017 At the seminary of Kaduna

Bewaffnete Fulani-Hirten
Die Ethnie der Fulani ist mit mindestens 25 Millionen Angehörigen eine der grösseren Gruppen in Westafrika. Die Fulani leben über viele Länder in der Region verstreut. In den meisten Staaten sind sie in der Minderheit. Traditionell leben sie als Hirtennomaden von der Viehzucht. Wegen des Klimawandels sehen sie sich ihrer Existenz bedroht, weshalb

sie vermehrt in Gebiete ziehen, wo sesshafte Bauern Höfe betreiben. Fulani-Hirten sind oftmals bis an die Zähne bewaffnet, vertreiben die Bauernfamilien von ihren Bauernhöfen oder töten sie. Woher die Waffen kommen, lässt sich nicht genau sagen. Die Opfer sind häufig Christen. Diesen Konflikt auf die Religion zu beschränken, greift zu kurz. Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari, selbst ein Fulani, bleibt untätig. „Dies ist ein riesiger Skandal, den wir momentan in Nigeria erleben“, so Obiora Ike. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2018 die Fulani für viel mehr Opfer verantwortlich waren als Boko Haram. Wie auch gegen Boko Haram unternehmen die Ordnungshüter kaum etwas gegen die bewaffneten Fulani-Hirten. Die Situation ist für viele Nigerianer schwierig.

Kirche bringt Hoffnung
Die Kollekte in den Gottesdiensten wird für die Christen in Nigeria aufgenommen. Damit werden Projekte vor Ort finanziert. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas bekennt sich knapp die Hälfte der Einwohner zum Christentum – die Mehrheit von ihnen lebt im Süden. Wenn ein Exodus der Christen aus dem Norden verhindert werden will, bedarf es ihrer Unterstützung.
Aus Nigeria gibt es aber auch Positives zu berichten. Das Priesterseminar mit den meisten Seminaristen weltweit befindet sich in Nigeria. Die Kirche setzt sich für ein friedliches Nebeneinander ein und fordert die Einhaltung der Religionsfreiheit. Obiora Ike freut sich über den starken Glauben der Menschen in seinem Land. Gleichzeitig bittet er aber auch die Menschen weltweit, die nigerianischen Christen nicht zu vergessen: „Die Welt darf das Schicksal der Christen in Nigeria nicht ignorieren. Was dort heute passiert, kann morgen auch anderswo eintreten. Wir müssen zusammenstehen und gemeinsam Lösungen finden.“ Ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen ist für ihn zentral, um eine weitere Radikalisierung zu verhindern.

Msgr. Prof. Dr. Obiora F. Ike
Er wurde am 7. April 1956 geboren. Er ist ein nigerianischer römisch-katholischer Geistlicher, Professor und Menschenrechtler. An der Universität Innsbruck machte er einen Abschluss in den Fächern Politikwissenschaften, Philosophie und Theologie. Im Jahr 1981 empfing er in Hohenems im österreichischen Vorarlberg die Priesterweihe. 1985 wurde ihm an der Universität Bonn der Doktortitel verliehen. Ein Jahr später habilitierte er sich in Sozialethik, Geschichte und Afrikanistik. An verschiedenen Hochschulen weltweit nahm er immer wieder Lehraufträge wahr. Seit 2005 ist er Mitglied des Club of Rome Nigeria und steht diesem vor. Generalvikar des Bistums Enugu war er von 1998-2009. Seit 2016 ist er Direktor der Stiftung Globethics.net mit Sitz in Genf. Am 3. Juli 2020 wurde er von der Stephanus-Stiftung, die sich für die verfolgten Christen einsetzt, als Preisträger ausgezeichnet. Ihm wurde dieser Preis für sein grosses Engagement für die verfolgten Christen in seiner Heimat aber auch rund um Welt verliehen.

Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» stellt für Projekte in Nigeria jährlich rund CHF 1,5 Mio. zur Verfügung.

NEWS: Gedanken zum Referendum von Herr Daniel Ric

Unser Kolumnist, Herr Daniel Ric, hat Gedanken zum Referendum geschrieben.

Abstimmung Ehe für alle

Bern, 02.10.2021 (novaradio.ch). Das Schweizer Stimmvolk hat letzten Sonntag mit 64% der „Ehe für alle“ zugestimmt. Damit dürfen nun auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Bereits jetzt werden Forderungen von kirchlichen Exponenten laut, auch den kirchlichen Ehebegriff anzupassen. Die Überzeugung, welche bei diesen Gedanken dominiert, ist diejenige, dass die Mehrheit nicht irren könne. Wenn die Mehrheit der Meinung ist, dass die Ehe nicht nur eine Verbindung zwischen Mann und Frau darstellt, sondern beliebig auf Paare ausgedehnt werden kann, dann muss auch die Kirche dieses Votum übernehmen. Dieser Vorstellung sind zwei Überlegungen entgegenzuhalten. Erstens sind auch hohe 64% bei einer Stimmbeteiligung von rund 52% noch keine Mehrheit des Stimmvolkes, sondern rund ein Drittel. Hinzu kommen die noch rund 25% Ausländer, die kein Stimmrecht haben. Die Auffassung zu vertreten, die Mehrheit des Volkes befürworte die Ehe für alle, ist eine Interpretation der Resultate, die stimmen mag, jedoch nicht stimmen muss.
Zweitens ist jede Abstimmung eine Momentaufnahme, die keine absolute Wahrhaftigkeit beanspruchen darf. Ein Blick in die Schweizer Geschichte zeigt, dass es oft Abstimmungen gab, die später vom Volk revidiert wurden. Oder gibt es jemanden, der sagen würde, dass die Ablehnung des Frauenstimmrechtes 1959 richtig war, wenn doch nur schon 12 Jahre später das Stimmvolk seine Meinung änderte? Diejenigen Katholiken, die nun fordern, die Kirche müsse ihren Begriff von Ehe der Mehrheitsmeinung anpassen, überhöhen die demokratische Momentaufnahme, indem sie etwas Absolutes darin erkennen, das nur Gott zukommen darf. Die Haltung der lehramtstreuen Katholiken, die betonen, man könne die katholische Moral nicht dem Zeitgeist anpassen, entspricht daher nicht einem rigiden Konservatismus, sondern dem Glauben, dass menschliche Auffassungen nichts Absolutes beinhalten. Für den Katholiken sprechen zwei Gründe für die Beibehaltung des kirchlichen Ehebegriffs. Einerseits naturrechtliche Überlegungen, die doch klar nahelegen, dass die liebende Verbindung zwischen Mann und Frau einen besonderen Schutz verdient, und andererseits die Heilige Schrift, die auch bei einer sehr kreativen Auslegung schwer für eine Ausweitung des Ehebegriffs umzuinterpretieren ist. Die Katholiken sollten sich daher nicht durch diese oder andere Abstimmungen einschüchtern lassen, sondern sich weiterhin in Gesellschaft, Politik und Kirche für christliche Werte einsetzen.