Archiv für admin

ZOOM vom 04.07.2022

Eine Zwischenbilanz zum Papst Franziskus, mit Vermächtnis des Schreckens.

Theologiestunde vom 04.07.2022

Den 6 Teil – aus dem Buch „Wahrer Gehorsam“ – können Sie hier hören

Nachrichtensendung vom 01.07.2022

Apostolisches Schreiben zur Liturgie
Vatikan an Mittelmeerspiele
Pelosi nahm verbotenerweise die Kommunion

NEWS: Vatikan stellt Logo des Heiligen Jahres 2025 vor

Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor
Erzbischof Fisichella stellt das Logo des Heiligen Jahres 2025 vor  (Vatican Media)

Der Vatikan hat am Dienstag das Logo des Heiligen Jahres 2025 vorgestellt. Die vier bunten Figuren repräsentieren die Menschen aus den „vier Ecken der Welt“, erklärte der Leiter des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella. Sie umarmen sich als Zeichen „für Solidarität und Geschwisterlichkeit“.

Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sprach ebenfalls bei der Vorstellung des Logos für das Heilige Jahr im Vatikan. Erzbischof Fisichella sagte, dass das Jahr 2023 dem Zweiten Vatikanischen Konzil gewidmet sei und das Jahr 2024 dem Gebet, um die Pilger auf das Heilige Jahr vorzubereiten.

Das Logo und seine theologische Bedeutung

Das Logo des Heiligen Jahres 2025 zeige vier stilisierte Personen, die für die Menschheit aus den vier Ecken der Erde stehen und sich gegenseitig umarmen, um auf die Solidarität und Geschwisterlichkeit hinzuweisen, erläuterte Erzbischof Fisichella. Die Umarmung zeige die Vereinigung der Völker vereinen, wobei sich einer an das Kreuz klammere, ein Zeichen des Glaubens. Das sei aber auch ein Zeichen der Hoffnung, die besagt, dass man niemals aufgegeben dürfe. Die Wellen unter dem Bild seien in Bewegung, um zu zeigen, dass die Pilgerreise des Lebens nicht immer in ruhigen Gewässern verlaufe. Und um die Hoffnung in persönlichen Wechselfällen und in Zeiten, in denen das Weltgeschehen sie mit größerer Intensität aufzwinge, einzuladen, werde der untere Teil des Kreuzes verlängert und zu einem Anker – einer Metapher für die Hoffnung -, der sich dem Wellengang entgegenstemme.

Und die Wahl der Farben für die Figuren sei ebenfalls kein Zufall: Rot stehe für Liebe, Aktion und Teilen; Gelb/Orange seien die Farbe der menschlichen Wärme; Grün erinnere an Frieden und Gleichgewicht; Blau an Sicherheit und Schutz. Das Schwarz/Grau des Kreuzes/Ankers hingegen stehe für Autorität und den inneren Aspekt. Das gesamte Bild zeige auch, dass der Weg des Pilgers kein individueller sei, sondern ein gemeinschaftlicher und dynamischer Weg. Es sei ein Weg, der sich auf das Kreuz zubewege, das ebenfalls dynamisch sei, indem es sich der Menschheit entgegenbeuge, als ob es ihr entgegenkäme und sie nicht allein ließe. Damit werde die Gewissheit der Gegenwart und die Sicherheit der Hoffnung dargesellt. Die Darstellung werde durch das Motto des Heiligen Jahres 2025, „Peregrinantes in Spem“, in grüner Farbe ergänzt. Das Logo, fügt Erzbischof Fisichella hinzu, stelle „einen Kompass dar, an dem man sich orientieren kann, und einen ausdrucksstarken gemeinsamen Nenner, der in der Lage ist, alle Elemente, die um die Feier des Heiligen Jahres kreisen, transversal zu durchdringen“ und die Identität und das besondere spirituelle Thema auszudrücken, das den theologischen Sinn umfasse, um den herum das Heilige Jahr entwickelt und realisiert werde.

Quelle: Vatican Media

Mittwochskolumne 29.06.2022

Hochfest Peter und Paulus

Bern (novaradio.ch): Heute feiert die Kirche das Hochfest Peter und Paul. Ich möchte dieses Fest nutzen, um über das Wesen der Kirche nachzudenken. Christus hat eine Kirche gewollt, diese Tatsache steht ausser Frage. Es war sein Wunsch, dass wir Nachfolger von ihm, die Christen, eine Einheit bilden. Dabei setzte er Petrus als das Oberhaupt der Kirche ein. Petrus war sicherlich nicht der klügste unter den Jüngern. Er hatte auch grosse Momente der Schwäche, wie beispielsweise denjenigen, als er Jesus dreimal verraten hat. Trotzdem macht ihn Jesus zum Felsen, der von den Mächten der Unterwelt nicht überwunden werden kann. Für jeden Katholiken ist daher die treue zum Papst wichtig. Es braucht dabei keine Glorizifizierung, sondern nur ein klares Bekenntnis, dass die Kirche eine Einheit darstellt und der Papst für die Einheit dieser Kirche verantwortlich ist. In 2000 Jahren Kirchengeschichte waren sicherlich nicht nur Engel Bischöfe von Rom. Man darf auch durchaus kritisch gegenüber Entscheiden der Päpste sein. Der Christ ist dazu berufen, mündig zu sein und sich eine eigene Meinung zu bilden. Blinder Gehorsam ist nicht eine christliche Tugend. Die Kirche besteht nicht nur aus Schafen, die den geistigen Führern blind folgen. Wenn Christus davon redet, dass seine Schafe auf seine Stimme hören, dann spricht er von seiner Stimme. Wenn nun die Priester, Bischöfe und der Papst die Stimme Christi verkünden, hören die Gläubigen auf sie. Wenn sie ihre eigene Meinung verkünden, finden sie zurecht kein Gehör. Die Lehre unseres Herrn ist es, die uns vereint, nicht die Lehre von Menschen.

Obwohl wir alle mündige Christen sein sollen, dürfen wir trotzdem nicht auch der Versuchung erliegen, die kirchlichen Amtsträger zu stark zu kritisieren. Hier ist es wichtig, die Tugend der Unterscheidung, deren Wichtigkeit Papst Franziskus immer wieder betont, anzuwenden. Sehen wir Fälle, bei denen klar ist, dass ein Würdenträger seine Macht missbraucht oder eine falsche Lehre vertritt, müssen wir uns dagegen wehren. Dies ist unsere Pflicht als Laien. Wir dürfen aber nicht auf Hörensagen Amtsträger verurteilen oder ihnen ihren katholischen Glauben absprechen. Ich bin traurig darüber, wie viele fromme Katholiken den derzeitigen Heiligen Vater kritisieren aufgrund von Medienberichten oder weil er in gewissen Fragen andere Positionen als sie vertritt. Der Papst muss die Freiheit haben, in seinem Pontifikat Akzente zu setzen, die vielleicht nicht jedem Katholiken entsprechen. Deswegen ist er kein Häretiker. Einen Amtsträger zu kritisieren ist meines Erachtens dann legitim, wenn er klar die Positionen der Kirche infrage stellt. Wenn Bischöfe in der Schweiz und Deutschland die Eucharistie, das Priestertum und die Sakramente verwässern wollen, ist Widerstand angebraucht – ja sogar verlangt. Das Wesen der Kirche verlangt das. Wir Christen sind einerseits aufgerufen, die Einheit der Kirche zu waren, indem wir die Amtsträger respektieren, andererseits jedoch noch mehr das Evangelium zu respektieren. Schlussendlich ist das Wesen der Kirche die Liebe, die uns alle verbindet. Handeln die Pfarrer, Bischöfe und der Papst gegen diese Liebe, müssen wir dies durch Fasten, Gebet und durch mutiges Handeln korrigieren.  dr